IKT im Kontext der Softwareentwicklung

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1 Syllabus IKT im Kontext der Softwareentwicklung Kompetenztraining (KT), 2014S Modul: LV-Nr./Code: Umfang: Semester: Termine: Anwendungen des Communications Engineering / 2WCET 2 SSt / 3 ECTS 6. Semester Bachelorstudium (lt. Curriculum Wirtschaftsinformatik) siehe KUSSS LV-Leiter: Dominik Wachholder, MSc Telefon: +43 (0) Büro: , Science Park 3 4. März 2014

2 1 Lehrziele der Lehrveranstaltung bzw. des Moduls Die Studierenden sind in der Lage, Methoden und Werkzeuge zur Analyse und Konstruktion verteilter interaktiver Systeme zu hinterfragen und in neue Anwendungszusammenhänge einzubetten. Die Studierenden besitzen somit neben analytischen Fähigkeiten auch Fähigkeiten des Zusammenführens und Integrierens. Sie können die fachspezifischen Verfahren nicht nur kritisch reflektieren, sondern auch in der Praxis anwenden. Lehrinhalte. Praktischer Einsatz ausgewählter Methoden, Vorgehensweisen und Werkzeuge, z.b. Aufsetzen von Tomcat-Servern, Protokollentwicklung, Hyperneteinsatz im Bereich webbasierter E-Learningsysteme, Serviceorientiertes Architekturdesign (SOA). Das Kompetenztraining erlaubt hands-on Konstruktion und damit Aufbau unmittelbaren Handlungsbezugs. 2 Ziele der Lehrveranstaltung Die Studierenden sollen ihre Kooperations- bzw. Teamfähigkeit (Gruppenarbeit), Kommunikationsfähigkeit (Präsentationen, Abgabegespräche) sowie Problemlösungsfähigkeit (praktische Aufgabe) erproben und verbessern 3 Inhalt & Themen In diesem Semester werden verschiedene Themen aus dem Bereich des Communications Engineering angeboten, die sowohl theoretisch als auch im Kontext eines fiktiven, in der Softwarebranche tätigen Unternehmens praktisch zur Anwendung gebracht werden. Die im Folgenden angeführten Themen stehen zur Auswahl. 1. Versionsverwaltungssysteme. Versionsverwaltungssysteme werden heute in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt um Änderungen an Dokumenten und/oder Dateien im Zeitverlauf zu verfolgen. Speziell in der Softwareentwicklung finden solche Systeme vermehrt Anwendung, da sie zusätzlich zu den oben genannten Vorteilen die kollaborative Arbeit am Quellcode erleichtern. grundsätzlichen Unterschieden am Markt existierender, sowohl zentraler als auch dezentraler Versionsverwaltungssysteme. Sie zeigen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze auf und betrachten diese im Kontext der Softwareentwicklung. Johannes Kepler Universität Linz Seite 1/5

3 2. Linux-basierter Server. Server bilden einen wesentlichen Bestandteil in der heutigen IT-Infrastruktur und können je nach Anwendungsgebiet unterschiedlichste Aufgaben übernehmen. Linux-basierte Server finden dabei häufig Anwendung und bieten aufgrund ihrer freien Verfügbarkeit (Open Source) nicht nur eine kostengünstige sondern auch zuverlässige Variante. am Markt gängigsten und für den Serverbetrieb geeigneten Linux-Distributionen. Ihre Aufgabe ist es die wesentlichen Unterschiede verfügbarer Distributionen aufzuzeigen und gegenüberzustellen. Weiters erarbeiten Sie die Vor- und Nachteile in Vergleich zu anderen Serverbetriebssystemen, wie zum Beispiel Microsoft Windows Server. 3. Private Clouds. Die in den letzten Jahren stark vorangetriebene Entwicklung Cloudbasierter Anwendungen hat die Art und Weise der Datennutzung und -speicherung stark beeinflusst. Die externe Speicherung von Daten ist für viele Organisationen jedoch ein sicherheitstechnisches Problem und verhindert den Einsatz öffentlicher Lösungen. Trotzdem wollen diese Unternehmen nicht auf die Vorteile Cloud-basierter Anwendungen verzichten und suchen nach alternativen Lösungen. Im Zuge der theoretisch Ausarbeitung dieses Themas beschäftigen Sie sich mit den am Markt verfügbaren Private-Cloud Lösungen. Sie analysieren deren Potentiale und vergleichen sie direkt mit am öffentlichen Markt verfügbaren Diensten von Anbietern wie Dropbox. Sie zeigen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen auf und betrachten diese im Kontext der Softwareentwicklung. 4. Bugtracker. Für die Erfassung, Dokumentation und Bearbeitung von Fehlern und Verbesserungsvorschlägen werden in der Softwareentwicklung typischerweise sogenannte Bugtracker eingesetzt. Sie fördern die Kommunikation zwischen Anwendern und den für die Software zuständigen Entwicklern und ermöglichen darüber hinaus die strukturierte Nachverfolgung zu einem späteren Zeitpunkt. am Markt verfügbaren Bugtracker. Ihre Aufgabe ist die wesentlichsten Unterschiede sowohl in der Anwendung als auch im Funktionsumfang dieser Systeme aufzuzeigen. Darüber hinaus erläutern Sie die Individualisierbarkeit solcher Systeme in Bezug auf projektspezifische Anforderungen. Sie zeigen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen auf und betrachten diese im Kontext der Softwareentwicklung. 5. Wissensportale. Operatives als auch strategisches Wissensmanagement als ein Faktor zur langfristigen Erhaltung organisationaler Wettbewerbsfähigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Sogenannte Wissensportale bieten hierbei informationstechnische Unterstützung für die jeweiligen Kernbereiche und stellen Funktionen zur Wissensidentifikation, zum Wissenserwerb bis hin zur Wissensbewahrung zur Verfügung. am Markt verfügbaren Wissensportalen und versuchen diese von klassischen Content- Management-Systemen, wie z.b. WordPress, abzugrenzen. Sie geben einen Überblick über die Möglichkeiten der Konfiguration bzw. Integration solcher Systeme in eine existierende Organisationslandschaft. Weiters zeigen Sie Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen auf und betrachten diese im Kontext der Softwareentwicklung. Johannes Kepler Universität Linz Seite 2/5

4 6. Continuous Integration. Um die Qualität von Softwaresystemen zu steigern werden in der Praxis oft Hilfssysteme eingesetzt, die die kontinuierliche Integration von neuen Funktionen und Komponenten erlauben. Solche Systeme ermöglichen nicht nur die automatische Kompilierung von Softwareprodukten sondern auch die automatisierte Durchführung von Tests. grundsätzlichen Merkmalen von Systemen zur Unterstützung kontinuierlicher Integration. Sie recherchieren am Markt verfügbare Systeme und vergleichen diese auf Basis ihrer Funktionen und Unterstützung hinsichtlich unterschiedlicher Programmiersprachen. 7. Verteilte Datenverarbeitungssysteme. Um leerlaufende (Standard-)Ressourcen in Cluster zusammenfassen und für die Ausführung aufwendiger Algorithmen in Bezug auf große Datenmengen nutzen zu können gibt es in der Praxis verschiedene Modelle und Frameworks. Zugrunde liegt allen jedoch die Verteilung der Daten auf einzelne Knoten im Cluster, sodass den einzelnen Ressourcen kleine Teile zur Berechnung zugewiesen werden können. Spezielle Algorithmen übernehmen in Folge der verteilten Berechnungen schlussendlich die Zusammenführung der Teilergebnisse. unterschiedlichen Ansätzen der verteilten Datenverarbeitung. Ihre Aufgabe ist es die Charakteristika der einzelnen Modelle und Frameworks zu analysieren und die daraus entstehenden Vor- und Nachteile in ihrer Anwendung abzuleiten. Des Weiteren versuchen Sie abzugrenzen, welche Bedingungen für den Einsatz und Betrieb solcher Systeme gegeben sein müssen. 4 Unterstützung durch E-Learning System Zur Unterstützung der LVA steht die Lernplattform Nymphaea 1 zur Verfügung. Im Diskussionsforum können organisatorische Fragen an den LVA Leiter gestellt werden. Zusätzlich können sich Studierende im Forum gegenseitig bei der Bearbeitung der praktischen Aufgabenstellungen unterstützen. Das Infoboard dient der unidirektionalen Kommunikation des Lehrenden zu den Studierenden und wird u.a. für Ankündigungen genutzt. 5 Form der Leistungsfeststellung und Beurteilungskriterien Die Lehrveranstaltung hat immanenten Prüfungscharakter. Die endgültige Aufnahme in die Lehrveranstaltung erfolgt beim ersten Termin. Eine Abmeldung ohne Beurteilung ist bis zu diesem Termin möglich. Da die praktischen Aufgaben in Gruppen bearbeitet werden, erfolgt für diesen Teil der Lehrveranstaltung eine einheitliche Beurteilung aller Gruppenmitglieder. Die genau Aufschlüsselung der Notenzusammensetzung ist in Tabelle 1 ersichtlich. 1 (KUSSS Login) Johannes Kepler Universität Linz Seite 3/5

5 Kriterium Theoretische Abhandlung des gewählten Themas Praktische Ausarbeitung des gewählten Thema Führen eines Lerntagebuchs Mitarbeit Effekt auf Notengebung Die individuelle Abgabe einer Abhandlung zum gewählten Thema ist Voraussetzung für eine positive Gesamtnote und fließt zu 30% in die Beurteilung ein. Bewertet werden Qualität und Vollständigkeit, die abgegebene Dokumentation sowie das Abgabegespräch. Freiwillige Erweiterungen der Aufgabenstellung fließen positiv in die Note ein. Die Abgabe eines Lerntagebuchs ist Voraussetzung für eine positive Gesamtnote. Die Beteiligung an Diskussionen in der Lehrveranstaltung als auch im Forum in Nymphaea wird als Mitarbeit in die Gesamtnote eingerechnet. Tabelle 1: Notenzusammensetzung 6 Kursverlauf Die Lehrveranstaltung gliedert sich in 7 Präsenztermine die in 2- bis 3-wöchigen Abständen abgehalten werden. Die Teilnahme an den einzelnen Terminen ist Voraussetzung für eine positive Gesamtnote. Ein eventuelles Fernbleiben ist mit dem LVA-Leiter individuell abzustimmen. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Termine sind in Tabelle 2 ersichtlich. Datum Uhrzeit Raum Inhalt Di, 04. März :00-15:15 KEP 1 Einführung Vorstellung der Themen & Gruppenbildung +3 Wochen Di, 25. März :00-15:15 KEP 1 Focus on Why Vorstellung der prakt. Aufgabenstellungen +2 Wochen Di, 08. April :00-15:15 KEP 1 Elevator Speeches +3 Wochen Di, 29. April :00-15:15 KEP 1 World Café +2 Wochen Di, 13. Mai :00-15:15 KEP 1 Abschlusspräsentationen +1 Wochen Di, 20. Mai :00-15:15 KEP 1 Abschlusspräsentationen +2 Wochen Di, 03. Juni :00-15:15 KEP 1 Ersatztermin Tabelle 2: Lehrveranstaltungstermine Johannes Kepler Universität Linz Seite 4/5

6 6.1 Abgaben Die Ausarbeitungen der in der Lehrveranstaltung ausgegebenen Aufgabenstellungen sind via unter Beachtung der unten genannten Richtlinien bzw. in Tabelle 3 angeführten Termine abzugeben. Betreff: Abgabe CE KT 2014S, Gruppe <Gruppennummer> Datum Uhrzeit Abgabe So, 06. April :59 Abgabe Theoriearbeit So, 18. Mai :59 Abgabe Dokumentation & Lerntagebuch Do, 22. Mai 2014 Fr, 23. Mai 2014 via Doodle Individuelle Abgabegespräche Tabelle 3: Abgabetermine Johannes Kepler Universität Linz Seite 5/5

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