Jahresbericht 2013/14

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Jahresbericht 2013/14"

Transkript

1 Jahresbericht 2013/14 Einblicke in unsere Arbeit Zukunft Familie e.v. Fachverband Familienpflege und Nachbarschaftshilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

2 INHALTSVERZEICHNIS Öffentlichkeitsarbeit 24 VORWORT AUS DEM VORSTAND Rückblick auf die Amtsperiode Veranstaltungen Jahresziele und Schwerpunkte SCHWERPUNKTE DER GESCHÄFTSSTELLE Familienpflege 12 WISSENSWERTES Mitglieder, Vorstand und Geschäftsstelle 28 Bischöflicher Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege 15 Auszug aus der Statistik Familienpflege Karte der Familienpflege in der Diözese Rottenburg-Stuttgart 37 Organisierte Nachbarschaftshilfe 20 Auszug aus der Statistik Organisierte Nachbarschaftshilfe Karte der Organisierten Nachbarschaftshilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart 41

3 Vorwort Sehr geehrte Leserinnen und Leser, und sie bewegt sich doch, die Welt der Familienpflege und der Nachbarschaftshilfe. Manche Veränderungen unserer Gesellschaft fordern uns als Dienste heraus, uns selbst zu verändern und weiter zu entwickeln. Andere Veränderungen wünschen wir uns, brauchen wir und arbeiten darauf hin. Organisierte Nachbarschaftshilfe ist ein Erfolgsmodell. Der demographische Wandel mit der steigenden Zahl älterer Menschen macht Nachbarschaftshilfe künftig unverzichtbar und noch wichtiger. Daher ist es erfreulich, dass die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich steigt. Erfreulich ist auch, dass dieser Dienst die Aufmerksamkeit der Institutionen findet. Sowohl die Engagementinitiative des Landes Baden-Württembergs wie auch der Caritasverband mit seinen Überlegungen zu Ehrenamt trifft Geld heben die Bedeutung der Organisierten Nachbarschaftshilfe hervor. Als Tätigkeitstyp eigener Art mit Aufwandsentschädigung steht diese zwischen dem klassischen, unbezahlten Ehrenamt und einem Anstellungsverhältnis. Dies fordert uns als Fachverband immer wieder heraus, den Charakter dieses Dienstes genau zu umschreiben und plausibel zu machen. Die Organisierte Nachbarschaftshilfe bildet einen Themenschwerpunkt in diesem Jahresbericht. Ein anderer Schwerpunkt dieses Jahresberichts ist der Bischöfliche Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege, den Zukunft Familie für die Diözese verantwortet. An konkreten Beispielen aus der Alltagspraxis unserer Mitglieder zeigen wir, welch unschätzbare Nothilfe dieser Fonds leistet. Er ist ein beeindruckendes Beispiel für den segensreichen Einsatz kirchlicher Gelder zugunsten von Familien in Notsituationen. Eine erfreuliche Veränderung ist, dass die Erstattungssätze aus dem Sonderfonds erhöht werden konnten, damit auch weiterhin solche Einsätze mit Fachkräften durchgeführt werden können. Große Veränderungen gibt es im Bereich der Familienpflege, einige davon lang erwartet. Zum einen bewegen sich die Krankenkassen: Mit den meisten konnten bereits höhere Sätze und weitere Verbesserungen vereinbart werden. Dies ist dringend notwendig, bringt doch die Unterfinanzierung der Familienpflege durch viel zu niedrige Erstattungssätze die Träger in finanzielle Engpässe bis hin zur Aufgabe dieses für Familien in Not so wichtigen Angebots. Unser Fachverband wird zusammen mit anderen darauf hinarbeiten, dass mit der gesetzlichen Einführung einer Schiedsperson künftig ein besseres Verfahren zur kontinuierlichen Anpassung der Sätze an die reale Kostenentwicklung möglich wird. Bis zum Erreichen kostendeckender Sätze müssen katholische Familienpflegedienste ihre Defizite auf andere Weise decken. Mit Blick auf die aktuellen Beratungen der Diözese über einen Zuschuss ist eine aussichtsreiche Perspektive gegeben, dass katholische Träger in unmittelbarer Zukunft ihr Angebot Familienpflege aufrechterhalten und weiterentwickeln können. Veränderungen bedeuten Arbeit, viele Veränderungen bedeuten viel Arbeit. Wir danken unseren Mitgliedern für ihre aktive und kritische Mitwirkung; wir sagen Dank der Kirchenleitung, insbesondere der Hauptabteilungsleiterin Caritas für die finanzielle und ideelle Förderung unserer Vereinsziele und Vorhaben. Unser Dank geht ebenso an den Vorstand des Diözesancaritasverbandes sowie seinen Leitungen und Mitarbeiter/innen in den Caritasregionen für die konstruktive Zusammenarbeit und fachliche Begleitung. Gerne informieren wir Sie auf den folgenden Seiten über die engagierte Arbeit unseres Fachverbandes Zukunft Familie. Dr. Oliver Schütz Vorsitzender Liz Deutz Geschäftsführerin 5

4 Verwaltung und jährlicher Haushaltshaltsabschluss der Betriebsmittel des Fachverbandes sowie der Mittel aus dem Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege Verwendung von projektbezogenen öffentlichen und diözesanen Mitteln Prüfung des Haushaltsabschlusses sowie von Projektmitteln durch die beauftragte Innenrevision des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ablauf der Amtsperiode des Vorstandes von Zukunft Familie in November verbunden mit Neuwahlen von Vorstandsmitgliedern und Vorsitzenden Verabschiedung und Würdigung des langjährigen Vorsitzenden Thomas Reuther Neugestaltung des Internetauftritts von Zukunft Familie Besondere Themenschwerpunkte im Fachbereich Familienpflege Aus dem Vorstand Rückblick Vorstandsperiode Der im November 2013 neu gewählte Vorstand blickte in seiner Klausurtagung 2014 auf die Umsetzung der Jahresziele und Schwerpunkte der letzten fünf Jahre Vorstandstätigkeit zurück. Verantwortungsbereiche und Vorhaben, mit denen sich der Vorstand in der Zeit von 2008 bis 2013 intensiv befasst bzw. verfolgt hat, sind im Folgenden aufgeführt. Schwerpunkte der Vorstandstätigkeit Regelaufgaben und Themen Mitgliederpflege: Vertreterwahlen und Vertreterversammlungen Neuaufnahme von Mitgliedern Veröffentlichung von Trägerinformationen und Empfehlungen Außenvertretung: Sozialpolitische Lobbyarbeit für Familien und alte Menschen sowie für die Mitglieder Regelkommunikation und Veranstaltungen mit Förderern sowie Kooperationspartnern Kontinuierlicher fachlicher Austausch im Rahmen der beratenden Vorstandsarbeit mit den Vertretungen der Hauptabteilung Caritas und des Diözesancaritasverbandes Jahresgespräche mit der Leiterin der Hauptabteilung Caritas, dem Vorstand des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie Vorstandsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Sozialstationen in der Diözese Verantwortung für die fachliche Arbeit der diözesanen Geschäftsstelle: Beobachtungen und Stellungnahmen zu Entwicklungen im sozialpolitischen Geschehen, Strategieentwicklung Modellförderung und Projektarbeit, Aufbau neuer Arbeitsfelder Verantwortung für den Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege: Mittelverwendung und Überarbeitung der Richtlinien Mitwirkung an der jährlichen Auswertung der Fonds der Diözese und deren Weiterentwicklung im Bereich Familienhilfe Öffentlichkeitsarbeit: Veröffentlichung von Jahresberichten und Stellungnahmen Veröffentlichungen auf der Internetseite des Fachverbandes, in diözesanen und weiteren Medien Personal- und Finanzverantwortung: Dienst- und Fachaufsicht für die Geschäftsführung und Mitarbeiterinnen der diözesanen Geschäftsstelle Besondere verbandsbezogene Themenschwerpunkte 2010, 2012 und 2013 Jubiläum 50 Jahre Fachverband: 2 Großveranstaltungen für Mitglieder und Kooperationspartner, erstmalige Veröffentlichung eines Informationsflyers zum Fachverband und eines Videoclips über die Tätigkeit der Mitglieder Präsentation der Arbeit der Mitglieder von Zukunft Familie bei zwei Begegnungstagen der Fachverbände mit Bischof Dr. Gebhard Fürst und Ordinariatsrätin Dr. Irme Stetter-Karp Mitwirkung am Diözesanen Fachtag der Krankenpflegevereine in der Diözese 2011 bis 2013 Entwicklung und Umsetzung eines neuen Vertretungsmodells im Mitgliederverband, Satzungsänderungen, Einführung und Durchführungen von zwei Versammlungen der Mitglieder zur Wahl von Vertreterinnen und Vertretern in 10 Dekanaten Unterstützung und Begleitung der 2012 gewählten Vertreter/innen und der Geschäftsführungen der Katholischen Arbeitsgemeinschaften für Organisierte Nachbarschaftshilfe auf Dekanatsebene bei den Dekanatsversammlungen 2013 für die Wahlen bzw. Benennung von Vertretern und Ersatzmitgliedern der neuen Wahlperiode Beauftragung einer Geistlichen Begleitung für die Mitglieder von Zukunft Familie durch Bischof Dr. Fürst und damit verbunden der Aufbau eines neues Arbeitsfelds Geistliche Begleitung Beratung der Neustrukturierung der Jahresmitgliedsbeiträge ab 2014 im Auftrag der Vertreterversammlung Mitwirkung bei der sozialpolitischen Lobbyarbeit gemeinsam mit Mitgliedern für gesetzliche Verbesserungen im Leistungsbereich Haushaltshilfe/Familienpflege SGB V, in Zusammenarbeit mit Caritas und Diakonie bzw. der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden- Württemberg Verantwortung für die Durchführung des dreijährigen Diözesanen Projektförderprogramms Familienpflege 2010+: Zusammenarbeit mit dem Bischöfliches Ordinariat, insbesondere der Hauptabteilung Caritas sowie mit Projektbeteiligten, Vorstandsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Sozialstationen, Vertretungen des Diözesancaritasverbandes und weiteren Partnern des Programms Antragsstellung an die Diözese, Entwicklung von Förderkriterien verbunden mit einem auf das Programm zugeschnittenen Antrags- und Bewilligungsverfahren Verantwortung für die Projektleitung und fachliche Begleitung bei der Umsetzung der 10 Projekte von 30 projektbeteiligten Mitglieder sowie der wissenschaftlichen Begleitung, Durchführung von Workshops und Fachtagungen Finanzverantwortung für die diözesanen Fördermittel einschließlich der Prüfung der jährlichen Projektberichte und Verwendungsnachweise Ergebnissicherung innerhalb einer Sondersitzung des Vorstandes Abschluss und Auswertung der Ergebnisse im Rahmen eines gemeinsam mit der Hauptabteilung Caritas veranstalteten Fachgespräches zum Diözesanen Projektförderprogramm Familienpflege mit Projektbeteiligten, Vorstandsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Sozialstationen und Partnern des Programms Veröffentlichung der Ergebnisse des Diözesanen Projektförderprogramms Familienpflege 2010+, in Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitung, Mitwirkung bei der Berichterstattung im Diözesanrat

5 Beratungen zur Betriebsaufgabe von regionalen Familienpflegediensten in Trägerschaft von Kirchengemeinden/Stiftungen und Betriebsübergänge von regionalen Familienpflegediensten an einen zentralsteuernden Träger von Familienpflege Klärung relevanter steuerrechtlicher Fragen in der Zusammenarbeit von Kirchengemeinden/kirchlichen Organisationen innerhalb von Familienpflegepools in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Mitwirkung im Beratungsgremium des Schulträgervereins zur Entwicklung eines Ausbildungsmoduls in Teilzeit für Haus- und Familienpflege in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Durchführung des Projekts Das Leben begleiten - Qualifizierung von Familienpflegerinnen in Einsätzen mit schwerstkranken und sterbenden Eltern oder Kindern mit Unterstützung von diözesanen und weiteren Stiftungsmitteln Ausbau des Handlungsfelds Jugendhilfe in der Familienpflege: Weiterqualifizierung der Fachkräfte für das Leistungsangebot HaushaltsOrganisations- Training der Familienpflege (HOT), Mitwirkung bei der HOT-Evaluation des Deutschen Caritasverbandes, Mitwirkung bei der Orientierungshilfe des Kommunalverbandes Jugend und Soziales, Baden- Württemberg zur Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen nach 20 SGB VIII 2013 Erneute Positionierung des Vorstandes zur Zukunft der Familienpflege in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Besondere Themenschwerpunkte im Fachbereich Organisierte Nachbarschaftshilfe Kleinprojekte zur Stärkung der Träger von Organisierten Nachbarschaftshilfen und Weiterqualifizierung ihrer Einsatzleitungen mit Unterstützung der regionalen Geschäftsführungen Katholischer Arbeitsgemeinschaften in mehreren Dekanaten Empfehlung an die katholischen Träger von Organisierten Nachbarschaftshilfen zur Kostenerstattung in der Organisierten Nachbarschaftshilfe (Aufwandsentschädigung) Durchführung der 2. Zukunftskonferenz zur Förderung der Kooperation zwischen Kirchengemeinden als Träger Organisierter Nachbarschaftshilfen und kirchlichen Sozialstationen 2012 und 2013 Empfehlungen zu strukturellen und fachlichen Rahmenbedingungen für den Aufbau, die Begleitung und Weiterentwicklung der Organisierten Nachbarschaftshilfen in den Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten der Diözese Positionierung zum Selbstverständnis der Organisierten Nachbarschaftshilfe und dem aktuellen sozialpolitischen Diskurs zur monetären Entschädigung von Freiwilligem Engagement/Ehrenamt innerhalb des Diözesancaritasverbandes und auf Landesebene Durchführung des Kleinprojekts Bewegungsförderung für ältere Menschen durch Nachbarschaftshilfen als neuer innovativer Ansatz mit Unterstützung von Drittmitteln Besondere Themenschwerpunkte bei Projekten/neuen Arbeitsfeldern Weiterentwicklung von Angeboten in der Behindertenhilfe: Abschluss des Projekts Wohnen in der Gemeinde in Kooperation mit dem Diözesancaritasverband Aufbau und Angebotsprofil der Geistlichen Begleitung für Mitglieder 2013 Veröffentlich der Konzeption Alltagsassistenz und Alltagstraining für Menschen mit Behinderungen als Handlungskonzept für Familienpflege und Organisierte Nachbarschaftshilfe Besondere Themenschwerpunkte im Bereich Personal- und Finanzverantwortung 2009, Personalwechsel bzw. Stellenaufstockung in den Fachbereichen und Verwaltung Beauftragung einer Geistlichen Begleitung durch den Bischof Erhöhung des diözesanen Betriebskostenzuschusses durch die Hauptabteilung Caritas Ressourcen für eine neue Mitgliederdatenbank und Überarbeitung des Internetauftritts von Zukunft Familie Analyse der Mitgliederentwicklung, Anzahl und Angebote katholischer Träger im Bereich der Organisierten Nachbarschafshilfe von 1988 bis 2010, in Verbindung mit der Antragsstellung auf Erhöhung des diözesanen Betriebskostenzuschusses für die fachliche Begleitung der Mitglieder 8 9

6 Mitwirkung bei einer - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Jahresberichts in Aussicht gestellten befristeten Förderung der Familienpflege durch die Diözese Weiterentwicklung des Profils Familienpflege als diakonischer Auftrag und Teil des Netzwerkes von Familienhilfen der Caritas und der katholischen Kirche Mitwirkung bei der Strategieentwicklung und Beförderung einer Bundesratsinitiative für eine Schiedsperson im 5. Sozialgesetzbuch für die Haushaltshilfe/ Familienpflege Aus dem Vorstand Jahresziele und Schwerpunkte Exemplarische Auswertung von Sonderfondsfällen im Rahmen der Jahresberichterstattung des Vorstandes 2013/14 Besondere Themenschwerpunkte im Fachbereich Organisierte Nachbarschaftshilfe Der neu gewählte Vorstand vereinbarte 2014 die Festlegung von Jahreszielen und Schwerpunkten für die erste Halbzeit der Vorstandstätigkeit und damit verbunden die Beauftragung der diözesanen Geschäftsstelle zur Umsetzung von Vorhaben und Projekten. Besondere verbandsbezogene Themenschwerpunkte Nachwahl von Vorstandmitgliedern aufgrund des beruflich bedingten Ausscheidens von Vorstandsmitgliedern Profilbildung und Interessenvertretung der Träger Organisierter Nachbarschaftshilfen innerverbandlich und nach außen, durch: Mitwirkung beim Ehrenamtskongress der Diözese 2014 Gestaltung eines Workshops zum Thema Ehre und Geld Jahresziele Sicherung und Weiterentwicklung der Hilfen für Familien und ältere Menschen in Baden-Württemberg Sozialpolitisches Handeln für Familien und ältere Menschen sowie Interessenvertretung für Mitglieder im Verbund mit Partnern aus Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg sowie auf Bundesebene Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Mitgliedern, Vorstand und Geschäftsstelle von Zukunft Familie Zusammenarbeit mit der Hauptabteilung Caritas und weiteren Hauptabteilungen der Diözese Zusammenarbeit mit dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf regionaler und diözesaner Ebene Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Sozialstationen in der Diözese Rottenburg- Stuttgart Unterstützung von Mitgliedern bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere bei Präsentationen vor Kooperationspartnern und politischen Gremien Profilbildung und stärkere Interessenvertretung der Mitglieder in Trägerschaft von Organisierten Nachbarschaftshilfen Mitwirkung beim neuen Diözesanen Netzwerk Alter und Pflege des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart und seinen Mitgliedern Gestaltung eines Begegnungstages 2015 zwischen Bischof Dr. Gebhard Fürst, Helfer/innen sowie Einsatzleitungen in der Organisierten Nachbarschaftshilfe in Zusammenarbeit mit der Hauptabteilung Caritas Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Kuratorium der Stiftung Zukunft Familie Besondere Themenschwerpunkte im Fachbereich Familienpflege Sicherung der Angebote von Familienpflege in der Diözese: Unterstützung der Träger bei der Fortführung und fachlichen sowie strukturellen Weiterentwicklung ihrer Familienpflegedienste Gestaltung eines Begegnungstages im Jahr 2014: Forum Organisierte Nachbarschaftshilfe für Nachbarschaftshelfer/innen und Einsatzleitungen im Rahmen der diözesanen Ehrenamtsförderung Positionierung und Dialogführung zur Monetarisierung im Ehrenamt bzw. Nutzung einer Aufwandsentschädigung in der Organisierten Nachbarschaftshilfe auf Landes- und Bundesebene: verbandsintern, mit dem Diözesancaritasverband, dem Sozialministerium und weiteren politischen Gremien Durchführung einer innerverbandlichen Befragung von Nachbarschaftshelfer/innen zur Motivation ihres Engagements Fortführung des im Projekt erprobten, innovativen Ansatzes Bewegungsförderung für ältere Menschen (gefördert mit Drittmitteln) Besondere Themenschwerpunkte im Bereich Personal- und Finanzverantwortung Nachfolge der Geistlichen Begleitung Aufgabenprofil und Ressourcen von Zukunft Familie bei einer möglichen Geschäftsführung diözesaner Fördermittel für die Familienpflege 10 11

7 als ein wichtiger Kooperationspartner geschätzt und gehört zum Netzwerk sozialer und caritativer Dienste auf fachlicher und pastoraler Ebene. Haushaltshilfe ein, welche auch das veränderte Leistungsgeschehen höherer Anteil von Teilzeiteinsätzen pro Tag in mehreren Familienhaushalten berücksichtigt. Schwerpunkte der Geschäftsstelle Familienpflege Zahlen und Fakten Familien in Baden-Württemberg nehmen pro Jahr Hilfen der Familienpflege/Dorfhilfe in Anspruch, die von Mitgliedseinrichtungen von Zukunft Familie, des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg und der beiden Diakonischen Werke Württemberg und Baden geleistet werden. Leistungsträger sind gesetzliche Krankenversicherungen, weitere Sozialversicherungen und öffentliche Jugendhilfeträger Familien wurden im Jahr 2013 von Mitgliedseinrichtungen bei Zukunft Familie mit ihrem Fachpersonal im württembergischen Teil unterstützt. Der Anteil der Mitglieder von Zukunft Familie an der Gesamtunterstützung von Familien in Baden-Württemberg durch kirchliche Familienpflegedienste beträgt rund 20 %. Entwicklungen bei den Trägern von Familienpflegediensten Mit großer Sorge beobachten Vorstand und Geschäftsstelle die seit drei Jahren steigende Betriebsaufgabe von Familienpflegediensten in der Diözese: Zum existierten in 18 Dekanaten der Diözese Rottenburg-Stuttgart 50 Träger von Familienpflegediensten und ein dekanatsübergreifend tätiger, großer Dienst mit zentralem Geschäftssitz mit insgesamt 180 Fachkräften in Vollzeit, Einsatzleitungen und Mitarbeiter/innen. Zum hat sich die Anzahl der Träger auf 38 Träger in 18 Dekanaten der Diözese reduziert. Fünf Träger haben sich zu einem neuen Katholischen Zweckverband innerhalb eines Dekanats zusammengeschlossen (2011), acht Familienpflegedienste in drei Dekanaten wurden in der Zeit von 2011 bis Ende 2013 aufgegeben. Der Hauptgrund für die Betriebsaufgabe katholischer Familienpflegedienste war und ist die massive finanzielle Unterdeckung bei der Refinanzierung im Bereich Gesundheitshilfe, d.h. die seit Jahren bestehende Finanzlücke zwischen den Gesamtpersonalkosten (einschließlich Koordination/Regie und Sachkosten) pro Mitarbeiter/in und den Erstattungssätzen der gesetzlichen Krankenkassen variiert die wirtschaftliche Situation und das fachliche Profil der bestehenden Familienpflegedienste: Je nach regionalen und trägerspezifischen Rahmenbedingungen, Betriebsgröße, Komplementärförderung (Landesförderung, Landkreis-, kommunaler und/oder Dekanatsförderung sowie weiteren Drittmitteln), Aufträgen im Handlungsfeld Jugendhilfe und weiteren Handlungsfeldern gelingt es Trägern, das bestehende strukturelle Defizit im Bereich Gesundheitshilfe aufzufangen bzw. zu minimieren. Bei guter personeller Ausstattung im Leitungsbereich und Ressourcen für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit können Träger sozialpolitisch tätig sein, sich aktiv einbringen vor Ort und ihre Familienpflege als Teil kirchlicher Familienhilfen im Dekanat bzw. als Daseinsvorsorge für Familien in Kommunen und Landkreis sichtbar machen. Damit gelingt es, dass Familienpflege nicht nur als Pflegeangebot kirchlicher Sozialstationen gesehen wird oder als isoliertes Spezialsegment für Familien. Familienpflege wird mit ihrem Kompetenzprofil in diesen Regionen Lobbyarbeit für die Familienpflege auf Landesund Bundesebene Finanzierung von Leistungen der Familienpflege in der Gesundheitshilfe 2013 scheiterten die Verhandlungen zwischen Vertreter/ innen der gesetzlichen Krankenkassen und Vertreter/ innen der Liga der Freien Wohlfahrtspflege für angemessene Preise im Bereich Pflege und im Bereich Haushaltshilfe/Familienpflege. Dies bedeutet, dass trotz steigender Personal- und Sachkosten die Kostenerstattung unverändert auf Basis der Preisvereinbarungen 2012 erfolgte. Im Herbst 2013 beschloss die Liga der Freien Wohlfahrtspflege die Einleitung eines Schiedsverfahrens für den Bereich Pflege und zusätzlich eine intensive, auf die Haushaltshilfe/Familienpflege zugeschnittene Lobbyarbeit, federführend durch die vier kirchlichen Verbände. Als spitzenverbandliche Vertretung der Träger von Familienpflegediensten engagieren sich hier der Vorstand des Diözesancaritasverbandes und die Verbandsvertreterin innerhalb der SGB V-Verhandlungsgruppe der Liga für verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Refinanzierung der Familienpflege. Der Fachverband Zukunft Familie ist über die Geschäftsstelle in diese Strategie miteingebunden. Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege setze sich im Berichtszeitraum entschieden für eine angemessene und erhebliche Erhöhung der Vergütung pro Einsatzstunde Die intensiven Verhandlungen führten im Sommer 2014 zum Abschluss neuer Preisvereinbarungen mit deutlichen Erhöhungen pro Einsatzstunde Haushaltshilfe zwischen zwei großen Vertragspartnern der Gesetzlichen Krankenkassen und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Erstmalig stimmten diese Kassen zu, auch in der Familienpflege Wegzeiten zu vergüten und die Zuschläge für Nachteinsätze, Sonn- und Feiertage anzuheben. Diese Abschlüsse sind ein erfreuliches Signal und werden die Wirtschaftlichkeit der Familienpflegedienste verbessern - entsprechend dem Auftragsvolumen dieser Krankenkassen zur Durchführung von Haushaltshilfe für ihre versicherten Mitglieder. Ein zufriedenstellendes Verhandlungsergebnis mit einer weiteren großen gesetzlichen Krankenkasse steht noch aus. Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen für Familien und Anbieter von Familienpflege Im Gegensatz zu anderen Leistungsbereichen, wie z.b. der Häuslichen Krankenpflege, ist im Fünften Sozialgesetzbuch für die Haushaltshilfe nach 38 keine Schiedsperson gesetzlich geregelt. Bei stagnierenden Preisverhandlungen auf Landesebene kann keine Schiedsperson als unabhängige Stelle bestellt werden, um strittige Fragen zu klären und eine Einigung der Verhandlungspartner zu erzielen. Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege hat 2014 entschieden, sich aktiv für die Einführung einer Schiedsperson für den Bereich Haushaltshilfe einzusetzen. Die Vorschläge für eine gesetzliche Änderung im SGB V enthalten neben der Aufnahme einer Schiedsperson die Schließung der Versorgungslücke bei ambulanter Versorgung und Aufenthalt eines haushaltführenden Elternteils in stationären Hospizen und die Stärkung der ambulanten Versorgung, insbesondere bei Tumorerkrankungen eines haushaltführenden Elternteils. Beabsichtigt ist, eine Bundesratsinitiative über die Landesregierung zu erreichen, flankiert und begleitet durch Gespräche mit politischen Akteuren auf Landes- und Bundesebene, dem Deutschen Caritasverband sowie dem Diakonie Bundesverband. Vorstand und Geschäftsstelle von Zukunft Familie wirken hierbei mit. Ausbau des Handlungsfelds Familienpflege in der Jugendhilfe In zehn Land- und Stadtkreisen innerhalb der Diözese bestehen seit mehreren Jahren Leistungsvereinbarungen zwischen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und 12 13

8 Mitgliedern von Zukunft Familie. Entsprechend den Vereinbarungen erfolgen Aufträge an die katholischen und ökumenischen Familienpflegedienste als Hilfen zur Betreuung und Versorgung eines oder mehrerer Kinder in Notsituationen oder im Rahmen erzieherischer Hilfen. Die Leistungsvereinbarungen beinhalten neben Qualitätsstandards die Beauftragung der Familienpflegedienste auf der Basis von Fachleistungsstunden und garantieren eine kostendeckende Erstattung. Mehrere Träger haben dieses Handlungsfeld sehr ausgebaut und sich als kompetente Fachdienste etabliert. Die Auftragslage liegt bei einigen Diensten zwischen 20 % und 40 % zum Gesamtauftragsvolumen. Dies ist auch zurückzuführen auf die nachweislich qualifizierte Unterstützung von Familien, insbesondere im Bereich Hilfen zur Erziehung, und eine gelungene verbindliche Zusammenarbeit mit den sozialen Diensten der Jugendhilfe. Zusätzlich wurde auf Landesebene über die intensive Zusammenarbeit der vier kirchlichen Verbände und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege erreicht, dass Jugendämter im Rahmen des Landeskonzepts zur Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen im Einzelfall auch die Berufsgruppe Familienpfleger/innen einbeziehen und mit der Unterstützung einer Familie beauftragen können. Das örtliche Jugendamt hat ( ) die prinzipielle Möglichkeit, Haus- und Familienpflegerinnen/Hausund Familienpfleger im Einzelfall als sog. weitere zusätzliche Maßnahme zur Förderung Früher Hilfen im Sinne von Ziffer (Förderbereich IV) der Fördergrundsätze des Sozialministeriums zu berücksichtigen. Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen Landeskoordinierungsstelle Baden-Württemberg: Informationen zur Umsetzung in Baden-Württemberg, Dezember 2013, S. 16. Die von Caritas und Diakonie veröffentlichte Konzeption zum HaushaltsOrganisationsTraining der Familienpflege - ein Angebot im Rahmen der Hilfen zur Erziehung - wurde 2014 von der Geschäftsstelle Zukunft Familie überarbeitet und neu veröffentlicht. Ein entsprechender Hinweis und die Konzeption selbst erscheinen auch auf der Internetseite des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg. Lobbyarbeit für die Haushaltshilfe/Familienpflege auf Diözesanebene Seit Jahresbeginn 2014 ist die wirtschaftliche Situation der katholischen Träger von Familienpflegediensten auch Gegenstand der Beratungen bei der Diözesanleitung und im Diözesanrat. In mehreren Ausschüssen des Diözesanrats wird eine befristete Förderung der Familienpflege im Rahmen des diözesanen Doppelhaushalts 2015/16 diskutiert. Thematisiert wird, dieses wichtige Angebot für Familien aufrechtzuerhalten und die Kompetenzen dieser Fachdienste für bedarfsgerechte und gemeindenahe Familienhilfen in der Diözese parallel zu den sozialpolitischen Aktivitäten auf Landes- und Bundesebene - zu sichern. Eine befristete Förderung kann auch die Sicherung von Frauenarbeitsplätzen ermöglichen sowie die seelsorgerliche und fachliche Begleitung der Mitarbeiter/innen im Arbeitsfeld von Lebensbeginn und Lebensende, Geburt und Leben. Eine endgültige Entscheidung und Beschlussfassung für eine befristete diözesane Förderung der Familienpflege wird im November 2014 in den kirchlichen Gremien getroffen. Das diakonische Wirken der katholischen Familienpflegedienste in der Diözese für Kinder und ihre Familien zeigt sich auch im Rahmen des Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege, der von der Geschäftsstelle Zukunft Familie verantwortet wird. Der Jahresbericht stellt die konkrete Unterstützung von Familien im Rahmen dieses Fonds anhand von Fallkonstellationen exemplarisch vor. Diese sind den Anträgen an die Geschäftsstelle entnommen und wurden anonymisiert. Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart stellt seit 1977 dem Fachverband Zukunft Familie jährlich den Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege treuhänderisch zur Verfügung. Dieser Bischofsfonds trägt dazu bei, die Betreuung und Versorgung von Kindern in Familienhaushalten in Notsituationen, bei sozialer Härte, Lücken und strittigen Rechtslagen sicherzustellen. Der Sonderfonds ist Teil des nachhaltigen Engagements der Diözese für Familien und Kinder, das sich in den verschiedenen Fonds und Stiftungen der Diözese Rottenburg-Stuttgart zeigt. Die Härtefälle werden fortlaufend dokumentiert und auf diese sozialpolitisch aufmerksam gemacht. Schwerpunkte der Geschäftsstelle Bischöflicher Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege Vor allem Familien mit zwei, drei und mehr Kindern wenden sich an die kirchlichen Familienpflegedienste. Unter den Familien mit mehr als drei Kindern sind Familien mit zu früh geborenen Kindern sowie Familien, in denen Kinder mit verschiedenen Formen der Behinderung und/ oder Entwicklungsverzögerungen leben. Die Anzahl von sogenannten Patchworkfamilien nimmt zu und damit auch spezielle Notsituationen, wenn in diesen Familien ein Elternteil schwer erkrankt oder stirbt. Unterstützte Familien von 2010 bis 2013 In den Jahren wurden mit Hilfe des Sonderfonds 500 Familien durch Familienpflegedienste in katholischer und ökumenischer Trägerschaft unterstützt. In kleinem Umfang betreuten auch Nachbarschaftshelfer/innen von katholischen Organisierten Nachbarschaftshilfen Kinder in Familien, z.b. bei Kindern mit Behinderungen zur Entlastung der Mütter

9 Die Kinder im Blick: Betreut und versorgt in den Jahren 2010 bis 2013 Anzahl der Kinder Kind 2 Kinder 3 Kinder mehr als 3 Kinder Alter der Kinder krankungen eines Elternteils führen ebenfalls zu Notsituationen, denn diese werden in der Regel ambulant behandelt. Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten jedoch Versicherte nur eine begrenzte Leistungsgewährung für eine/n Familienpfleger/in bei einer Chemotherapie, auch wenn diese Therapie sich oft über mehrere Wochen hinzieht. Bei allen Familien zeigt sich das gleiche Phänomen: Wenn die Mutter ausfällt und nicht klar ist, ob und wann sie wieder gesund wird, gerät das Familienleben leicht aus den Fugen. Die Kinder sind oft verunsichert und die Familienväter wissen häufig nicht, wie mit der Situation umzugehen ist. Trotz Anerkennung eines Leistungsanspruchs auf Haushaltshilfe können Notsituationen entstehen, wenn der gesunde Elternteil (oft der Vater) berufsbedingt mehr als 8 Stunden oder tageweise von zu Hause abwesend ist. Der Leistungsanspruch bei gesetzlichen Krankenkassen ist auf max. 40 Stunden pro Woche begrenzt. Es entstehen zusätzliche Betreuungsstunden für die weitere Beaufsichtigung und Betreuung von Babys und Kindern bis zur Rückkehr des Vaters. Wenn die Mutter schwer erkrankt Familie B hat zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. Frau B erkrankte an schwarzem Hautkrebs; es wurden zusätzlich Metastasen im Gehirn festgestellt. Sie hat bereits mehrere ambulante Therapien erhalten. Aufgrund einer neuen medizinischen Therapie hatte Frau B starke Nebenwirkungen und wurde deshalb stationär aufgenommen. Sie wird voraussichtlich am Wochenende entlassen. Bis dahin sind die Kinder bei den Großeltern in Urlaub. Mit Entlassung aus dem Krankenhaus benötigt Frau B sofort eine Unterstützung durch die Familienpflege. Die Krankenkasse lehnt eine Kostenübernahme ab mit der Begründung, dass der in der Satzungsleistung der Krankenkasse vorgesehene Gesamtzeitrahmen für die Leistung Haushaltshilfe bei ambulanter Behandlung von 52 Wochen bereits ausgeschöpft ist. Wenn die Kinder krank sind oder eine Behinderung haben Kinder bis 3 Jahre Kinder bis 6 Jahre Kinder bis 10 Jahre Kinder bis 14 Jahre Kinder über 14 Jahre Neben Krankheitsbildern von Müttern führen auch andere Situationen zu Erschöpfung und Überbelastung von Elternteilen und Kindern: schwere Erkrankungen von Kindern, Neugeborenen und Kinder mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen, Unfälle, schwere Erkrankungen und Tod eines Familienvaters. Wenn die Kinder schwer erkranken oder behindert sind, besteht nur ein Leistungsanspruch auf eine Haushaltshilfe bei stationärer Behandlung eines Kindes zusammen mit einem Elternteil; kein Leistungsanspruch besteht, wenn der Familienvater erkrankt oder stirbt und nicht der haushaltführende Elternteil ist. Für Alleinerziehende entstehen besondere Härtefälle, wenn sie oder ihre Kinder erkranken oder Behinderungen haben. Familie C hat drei Kinder, ein 4-jähriges Kind und Zwillinge im Alter von einem halben Jahr. Die Zwillinge kamen 10 Wochen zu früh auf die Welt. Einer der beiden Zwillinge wurde erst nach 3 Monaten aus dem Krankenhaus entlassen. Beide Säuglinge sind speziell zu ernähren und zu versorgen. Außerdem müssen die Zwillinge mehrmals in der Woche zum Arzt bzw. Termine zur Frühförderung wahrnehmen. Wegen eines akuten fieberhaften Infekts fällt Frau C jetzt selbst aus. Der Vater hat keinen Urlaubsanspruch mehr, denn er hat seinen Jahresurlaub schon nach der Geburt der Zwillinge genommen. Die Krankenkasse hat der Mutter telefonisch mitgeteilt, dass sie nicht akut und schwer erkrankt sei und daher kein Einsatz einer Haushaltshilfe bewilligt würde. Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren stellen mit einem Anteil von 60 % die größte Gruppe dar, die jährlich durch Mittel des Sonderfonds Betreuungs- und Versorgungsleistungen für ihre Kinder einschließlich hauswirtschaftlicher Hilfen erhält. Warum benötigen Familien Hilfen durch den Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege? Oft entsteht der Hilfebedarf in Familien mit einer weiteren Schwangerschaft, nach Mehrlingsgeburten, nach schwierigen Geburten oder der Geburt mehrer Kinder in kurzen Zeitabständen, ebenso wenn ein Elternteil in den ersten Lebensjahren der Kinder erkrankt oder erschöpft ist. Die Hilfen der Familienpflege erfolgen nicht nur in Familienkonstellationen, in denen Mütter in Eltern- bzw. Familienzeit sind bzw. nur Hausfrau. Die Familienpflegedienste springen auch ein in Familienhaushalten mit berufstätigen Müttern und Vätern, wenn Kinder teilweise in Kindertageseinrichtungen oder über Schulen betreut sind, in neu zugezogenen Familien und Familien mit einem anderen kulturellen Hintergrund. Die Krankheitsbilder bei Müttern sind vielschichtig: Chronische Erkrankungen, Allergien und ein hoher Anteil von psychisch belasteten Müttern sind bei Anträgen für junge Familien mit Neugeborenen und Kleinkindern festzustellen. Es finden sich dort Einsätze aufgrund von Wochenbettdepressionen, Suchterkrankungen oder psychischen Belastungen bei chronischen Erkrankungen. Tumorer- Einblicke in typische Fallkonstellationen Wenn die Mutter schwanger ist oder ein Kind geboren ist Familie A hat zwei Kinder im Kindergartenalter und ein Neugeborenes. Kurz vor der Geburt hatte Frau A, eine Schwangerschaftsvergiftung. Das Baby kam deshalb fünf Wochen zu früh auf die Welt und wird noch stationär behandelt. Die Krankenkasse schaltete den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung ein, bewilligte erst 10 Tage später eine Haushaltshilfe und reduzierte den verordneten ärztlichen Stundenumfang. Was leisten Familienpflegedienste im Rahmen des diözesanen Sonderfonds? Mit Mitteln des Sonderfonds springen Mitarbeiter/innen der Familienpflege ein. Sie überbrücken die Lücke bei verzögerten Bewilligungsverfahren oder während der Klärung von Leistungsansprüchen bei öffentlichen Kostenträgern. Trägervertretungen und Einsatzleitungen der katholischen und ökumenischen Familienpflegedienste sowie Berater/innen der Caritas garantieren gegenüber der Geschäftsstelle von Zukunft Familie, dass der Hilfebedarf nachweislich besteht und die Familie nicht oder nicht ausreichend über andere Ressourcen verfügt. Wenn erforderlich vermitteln sie zusätzlich an weitere soziale Dienste

10 Oft wissen Familien nicht, dass sie in Notsituationen Unterstützung bei der öffentlichen Jugendhilfe beantragen könnten. Im Rahmen der Hilfen des Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege informieren die Einsatzleitungen, empfehlen und unterstützen die Aufnahme eines Erstkontaktes zum örtlichen Jugendamt und/oder zu Beratungsstellen von Caritas und Diakonie. Im Blick ist hierbei immer auch, das Kindeswohl sicher zu stellen, vor allem bei schwierigen familiären Konstellationen und in besonderen Belastungs- oder Überforderungssituationen. Eine wichtige Rolle spielen die Mitarbeiter/innen der Familienpflege. Sie sind diejenigen, die täglich im Familienhaushalt arbeiten, Vertrauen schaffen und erkennen, ob und welche weiteren Hilfen im Einzelfall noch erforderlich sind. Dass die katholische Kirche die Familien nicht allein lässt, zeigt sich auch bei ihrer Begleitung in den Familien, bei Fragen, Zweifeln, Ängsten und Sorgen um das Leben von Kindern, bei Lebensübergängen, beim Abschiednehmen von schwer kranken, sterbenden Elternteilen oder Kindern. Psychisch belastet/erkrankt oder seelisch verletzt Frau D hat drei Kinder im Alter von vier, sechs und sieben Jahren. Sie lebt getrennt vom Vater der Kinder nach häuslicher Gewalterfahrung und befindet sich tagsüber zum Teil in einer Tagesklinik. Nur für die Tage, in denen Frau D in der Tagesklinik ist, übernimmt die Krankenkasse eine Kostenerstattung für die Unterstützung durch eine Familienpflegerin. Eine durchgängige Versorgung und Betreuung der Kinder sowie Unterstützung von Frau D durch eine Familienpflegerin konnte erst erreicht werden, nachdem der katholische Familienpflegdienst Frau D während des Einsatzes mit ergänzenden Sonderfondsmitteln dabei half, einen Antrag auf zusätzliche Hilfen beim örtlichen Jugendamt zu stellen. Alleinerziehend und schwer behindert... Frau E ist alleinerziehende Mutter eines zwei Monate alten Kindes. Sie ist Studentin, der Vater des Kindes lebt im Ausland. Aufgrund einer schweren Erkrankung ist sie in Pflegestufe 2 eingestuft und auf einen Rollstuhl angewiesen. Frau E hatte sich bereits während der Schwangerschaft an die Katholische Schwangerschaftsberatung gewandt und um Unterstützung bei der Suche zusätzlicher Hilfen gebeten. Die Krankenkasse bewilligte in den ersten Wochen nach der Geburt den Einsatz einer Familienpflegerin; jetzt benötigt Frau E noch zweimal pro Woche für drei Stunden Hilfen im Haushalt, um den Alltag mit dem Säugling zu bewältigen. Die Caritasberaterin hat sich persönlich davon überzeugt, dass Frau E trotz ihrer Erkrankung ihr Baby verantwortungsbewusst zusammen mit einem Pflegedienst und kleinen, durch den Sonderfonds finanzierten Hilfen versorgen kann. Weitere zukünftige Betreuungsmöglichkeiten werden gesucht. Wenn ein Elternteil stirbt Eine Familienpflegerin eines katholischen Dienstes ist seit 5 ½ Wochen in der Familie F mit zwei Kindern im Alter von zwei und fünf Jahren tätig, da Frau F an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist. Die Mitarbeiterin kommt morgens wie vereinbart zur Familie und erfährt, dass die Mutter am Wochenende verstorben ist. Der Ehemann ist voller Trauer und fassungslos, die Kinder können noch nicht begreifen, dass die Mutter nicht mehr da ist. Herr F war nicht informiert, dass die Kostenübernahme des Familienpflegeeinsatzes durch die Krankenkasse grundsätzlich mit dem Tod seiner Ehefrau als haushaltführender Elternteil endet. Die Großeltern können nicht helfen, sie sind selbst pflegebedürftig bzw. verstorben, weitere Familienangehörigen leben nicht in der Nähe. Der Einsatz wird sofort mit Mitteln des Sonderfonds weitergeführt, bis geklärt ist, ob die Krankenkasse kulanterweise noch Kosten übernimmt bzw. wie die zukünftige Betreuung der Kinder gesichert wird. Wenn der Familienvater oder Partner schwer erkrankt Familie G hat zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren. Frau G ist Beamtin und erwartet ihr 3. Kind. Herr G ist seit mehreren Wochen an einem Tumor erkrankt und muss sich einer längeren Chemotherapie in teilstationärer Behandlung unterziehen. Frau G fährt ihren Mann täglich zur Klinik und holt ihn nach der Behandlung ab. Bedingt durch die Stresssituation besteht akut die Gefahr einer Fehlgeburt und Frau G hat eine Zusage für den Einsatz einer Familienpflegerin erhalten. Der Kostenträger, das Landesamt für Besoldung Baden-Württemberg, erstattet seit dem jedoch nur max. 15 pro Einsatzstunde. Die Familie kann den Eigenanteil für den Familienpflegeeinsatz nicht vollständig aufbringen. Ein Antrag beim örtlichen Jugendamt wird gestellt. Der Bischöfliche Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege ein sozialpolitisches Instrument Caritas ist eine unverzichtbare Wesensäußerung der Kirche im Sinne der Pastoral des zweiten Vatikanischen Konzils, ein wichtiges Handlungs- und Lernfeld einer missionarischen Kirche. Caritas umfasst neben der kirchlichen Hilfe in der Not (Barmherzigkeit) immer auch die politische Anwaltschaft für Benachteiligte und Schwache (Gerechtigkeit). Die Diözese engagiert sich bereits in vielfacher Hinsicht für soziale Gerechtigkeit. Dieses Engagement wird innerkirchlich wie gesellschaftlich beachtet und bildet ein Wesensmerkmal der Überzeugungskraft christlichen und kirchlichen Handelns. Gleichwohl soll vor Ort in der Pastoral den Menschen in Not ein besonderes Augenmerk gewidmet werden. Es geht dabei darum, Notlagen zu identifizieren, zu den betroffenen Menschen selbst Kontakt aufzunehmen, konkrete Schritte zur Abhilfe einzuleiten sowie die sich daraus ergebenden Aktivitäten wirksamer zu kommunizieren und in ihrer Effektivität zu verstärken. Diözese Rottenburg-Stuttgart: Pastorale Schwerpunkte der Diözese , Schwerpunkt B: Einsatz für soziale Gerechtigkeit. index.php?id=18 (Zugriff am ). Kirchengemeinden und caritative Sozialunternehmen mit ihren Familienpflegediensten engagieren sich zusammen mit der Geschäftsstelle bei diesen über den Fonds finanzierten Einsätzen für soziale Gerechtigkeit. Über das Eilantrags- und Bewilligungsverfahren innerhalb von drei Tagen können in Notfällen rasch Einsätze beginnen. Die caritativen Hilfen der Trägervertretungen, ihrer Einsatzleitungen und ihrer Mitarbeiter/innen sind nicht nur Ausdruck von Barmherzigkeit: Geschäftsstelle und Familienpflegedienste setzen sich dafür ein, dass Kinder und Eltern in Notlagen auch gesetzlich vorgeschriebene Hilfen erhalten. Erkennbar wird dieses Engagement auch an der Anzahl der zurückgezogenen Anträge aufgrund von erfolgreichen Widersprüchen der Familien und der intensiven Beratung von Einsatzleitungen zum Ausloten weiterer öffentlicher Kostenträger: wurden 550 Anträge für 500 Familien gestellt; davon wurden 25 % zurückgezogen, weil öffentliche Kostenträger die Finanzierung übernahmen. Mit Unterstützung der kirchlichen Familienpflegedienste macht die Geschäftsstelle über die Datenerhebung im Sonderfonds auf Lücken innerhalb der Sozialgesetzgebung aufmerksam und nutzt Einzelfälle für die sozialpolitische Arbeit des Fachverbandes, wie z.b.: die unzureichende Ausgestaltung der Haushaltshilfe/ Familienpflege im 5. Sozialgesetzbuch bzw. die For- derung nach einer Pflichtleistung Familienpflege für Familien die besondere Situation von Kindern psychisch erkrankter Eltern bzw. das unzureichende Case-Management während der stationären Behandlung psychisch erkrankter Elternteile und das Fehlen einer Hilfeplanung/Nachsorge für die Kinder die stärkere Vernetzung zwischen Hilfesystemen der Gesundheitshilfe und Jugendhilfe und ein neues fachliches Verständnis zum Hilfebedarf von Familien: Erkrankte Mütter benötigen in der Regel keine erzieherischen Hilfen, sondern Unterstützung nachrangig zur Gesundheitshilfe, wie es im 8. Sozialgesetzbuch, 20 vorgesehen ist die Kürzung des Leistungsanspruchs für eine Hausund Familienpflegerin durch das Land Baden- Württemberg als Kostenträger für Landesbeamte (Beihilfe) ab : Für die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe werden nur max. 15 pro Einsatzstunde erstattet und dies erst ab der 4. Krankheitswoche des haushaltführenden Elternteils wurde erstmalig ein Fall aus dem Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle mit Unterstützung des Diözesancaritasverbandes und einer Rechtanwältin vor Gericht erfolgreich verhandelt. Es handelte sich hierbei um eine Familie mit zwei kleinen Kindern, in der die Mutter das dritte Kind erwartete und die Gefahr einer Früh- bzw. Totgeburt im sechsten Monat bestand. Die Krankenkasse hatte der Mutter mündlich eine Unterstützung zugesagt, diese Zusage aber später zurückgezogen. Vor Gericht konnte ein Vergleich zugunsten der Familie erzielt werden. Die Krankenkasse stimmte nachträglich der gesamten Kostenübernahme für die Leistung einer Haushaltshilfe durch einen Katholischen Familienpflegedienst zu. Ohne den Rückhalt durch den Bischöflichen Sonderfonds hätten die betroffenen Versicherten nicht den Weg durch mehrere Instanzen des Widerspruchverfahrens bis hin zum gerichtlichen Klageweg gewagt. Ebenso hätte der katholische Träger des Familienpflegedienstes nicht ohne Finanzierung durch den Sonderfonds den Einsatz einer Familienpflegerin über drei Monate und die zusätzliche Begleitung der Einsatzleitung ermöglichen können. Auch wenn dieser Fall sehr speziell war, hat sich gezeigt, dass das entschiedene gemeinsame Auftreten der kirchlichen Verbände des Diözesancaritasverbandes und Zukunft Familie vor Gericht Wirkung hatte: Eine Fortführung der Klage durch weitere Instanzen von Seiten der Krankenkasse wird nicht erfolgen

11 Schwerpunkte der Geschäftsstelle Organisierte Nachbarschaftshilfe Am 14. November 2013 schlossen 9 Teilnehmerinnen in Ludwigsburg eine halbjährige Weiterbildung für Einsatzleitungen der Organisierten Nachbarschaftshilfe mit einem Fachgespräch ab. Die Teilnehmerinnen haben sich im Rahmen dieses Fortbildungsangebotes für die vielfältigen Aufgaben einer Einsatzleitung weiter qualifiziert. In einem Fachgespräch zum Abschluss präsentierten die Teilnehmerinnen wichtige Inhalte der Weiterbildung und gaben den eingeladenen Vertretern von katholischen Sozialstationen, Kirchengemeinden, Dekanat und Caritas einen Einblick in ihre Erfahrungen sowie die ersten Umsetzungsschritte. Jetzt habe ich das richtige Rüstzeug an der Hand, um Gespräche gut führen zu können und deutlicher hinzuhören, welche Hilfen tatsächlich benötigt werden. Ich habe neu dazu gelernt, wie ich meine Helferinnen begleiten und motivieren und auch den notwendigen Austausch in meinem Helferinnenteam moderieren kann. Mit diesen Worten beschrieb stellvertretend eine Einsatzleiterin ihren Gewinn aus der Weiterbildung, die von der Referentin Sabine Stövhase im Auftrag von Zukunft Familie geleitet wurde. Mit der eigenen Übungspraxis tun die Nachbarschaftshelfer/innen und Einsatzleitungen zunächst sich selbst etwas Gutes. Die Fünf Esslinger, entwickelt von Dr. Martin Runge, stärken Balance, Beweglichkeit und Kraft. Das gemeinsame Üben in den Teamsitzungen der Organisierten Nachbarschaftshilfen macht Spaß und bringt den geschulten Helfer/innen erste Erfahrungen in der Anleitung der Übungen. zahlreich Über Stunden waren die Nachbarschaftshelferinnen und Nachbarschaftshelfer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Jahr 2013 im Einsatz Menschen wurden in ihrem Alltag zuhause unterstützt. Knapp freiwillig Engagierte in Kirchengemeinden, kirchlichen Sozialstationen und Vereinen waren hierfür tätig. Dies sind eindrückliche Zahlen, die unter der Rubrik Wissenswertes ausführlich dargestellt werden. Rund 20 Organisierte Nachbarschaftshilfen feierten 2013 ihr 10-jähriges, 25-jähriges bzw. 30-jähriges Bestehen. strukturiert Die 14 Katholischen Arbeitsgemeinschaften für Organisierte Nachbarschaftshilfe in den Dekanaten sind für Einsatzleitungen und Träger eine regionale Unterstützungsstruktur, ohne die eine fachliche Begleitung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung nicht denkbar ist. Caritasmitarbeiter/innen aus den Bereichen Ehrenamt/ Freiwilligenarbeit, gemeindenahe Netzwerke sowie Hilfen im Alter gewährleisten als Geschäftsführer/innen der Arbeitsgemeinschaften Informationsaustausch, Beratung, Fortbildung und Interessensvertretung. Sie unterstützen und stärken mit ihrer Arbeit ehrenamtliche Einsatzleitungen von kleinen Nachbarschaftshilfegruppen ebenso wie hauptberuflich angestellte Einsatzleitungen mit großen Gruppen von bis zu 70 Nachbarschaftshelfer/ innen. Auch Kirchengemeinden oder Vereine, die eine Organisierte Nachbarschaftshilfe gründen möchten, werden durch die Geschäftsführungen der Arbeitsgemeinschaften beraten und unterstützt. Vernetzung in der Praxis: Mittagstisch St. Thomas Morus Ludwigsburg Die katholische Kirchengemeinde St. Thomas Morus in Ludwigsburg bietet für Senioren und Familien im Ortsteil Eglosheim regelmäßig einen Mittagstisch an. Das gemeinsame Essen ermöglicht generationsübergreifende Kontakte und Begegnungen. Die vollwertige Mahlzeit ist für Menschen mit einem geringen Einkommen besonders preisgünstig. Der Mittagstisch findet im Bürgertreff des Stadtteils Eglosheim statt und wird auch von Menschen genutzt, die von der Organisierten Nachbarschaftshilfe betreut werden. Unterstützt wird das Angebot durch arbeitslose Frauen, die beim Mittagstisch ein qualifiziertes Praktikum absolvieren können. Für manche Teilnehmerinnen ist dieses Praktikum ein Zugang zu einer Arbeitsstelle oder zum freiwilligen Engagement in der Organisierten Nachbarschaftshilfe. qualifiziert Von den insgesamt 31 Fortbildungen und Veranstaltungen, die der Fachverband 2013 für seine Mitglieder durchgeführt hat, soll eine hier besonders erwähnt werden. Hendrik Rook, Regionalleiter der Caritas Ludwigsburg- Waiblingen-Enz, und Uli Häufele, Dekanatsreferent im Dekanat Rems-Murr, würdigten das Engagement der Absolventinnen und überreichten ihnen zum Abschluss der Weiterbildung ein Zertifikat. Liz Deutz, Geschäftsführerin von Zukunft Familie, betonte in ihrer Schlussrede die hohe Bedeutung der Organisierten Nachbarschaftshilfe als eine Unterstützungsform für ältere Menschen, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermögliche. Sie dankte den Einsatzleitungen für ihre Bereitschaft, eine halbjährige Weiterbildung zu absolvieren. Damit brächten sie ihre große Motivation und Qualität zum Ausdruck bewegt Bewegungsförderung für ältere Menschen in und durch die Organisierte Nachbarschaftshilfe Aktivierung und Bewegung sind wichtige Voraussetzungen für ein langes, selbstbestimmtes Leben zuhause. Im Rahmen eines Projektes ergänzen sieben Organisierte Nachbarschaftshilfen in der Diözese Rottenburg- Stuttgart derzeit ihre Alltagsunterstützung für ältere Menschen mit gemeinsamen Bewegungsübungen. Acht Einsatzleitungen und 37 Nachbarschaftshelfer/innen haben sich durch Schulungen auf dieses zusätzliche Angebot seit Oktober 2013 vorbereitet. Projektpartner ist das Geriatrische Zentrum Esslingen-Kennenburg mit Dr. Martin Runge. Als Übungsweise für die Bewegungsförderung zuhause dienen die Fünf Esslinger. Bereits nach wenigen Wochen gibt es ermutigende Erfolge bei der Anleitung einzelner Übungen der Fünf Esslinger bei betreuten Personen zuhause. So wagt es eine 90-jährige Frau wieder, ihre Wohnung zu verlassen, nachdem sie einige Wochen regelmäßig leichte Übungen im Sitzen durchgeführt hat. Die Bewegungsförderung durch die Organisierte Nachbarschaftshilfe hat ihr dazu verholfen, wieder einen größeren Radius in ihrem Alltag zu haben. unterwegs Hinhören Brennen Experimentieren Exkursion: Gemeinsam aktiv für das Alter Gut vernetzt im Sozialraum Für die sieben Teilnehmerinnen einer Exkursion im Juni 2014 waren diese Stichwörter die wichtigsten Impulse einer dreitägigen Reise nach Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr. Die Verantwortlichen im Netzwerk gegen Armut in Düsseldorf-Gerresheim und im Netzwerk Generationen Mülheim-Saarn überzeugten mit ihrer Haltung und ihrer Herangehensweise. Stadtteilbewohner/ innen und Ehrenamtliche werden darin unterstützt, ihre eigenen Anliegen zu entdecken und umzusetzen. Kunst und Kultur können hierfür genauso kreative Wege sein wie ein wanderndes Nachbarschafts-Café mit Klapptisch und Klappstühlen. Fazit: Entdecke Dein Herzensanliegen, tue das, wofür Du brennst und nimm Dir sehr kleine Schritte vor. Ermutigend und entlastend ist die Erfahrung der Düsseldorfer und Mülheimer Netzwerke, dass kleine Projekte, die mit Lust durchgeführt werden, sehr erfolgreich und nachhaltig sind. Es darf also experimentiert werden.

12 Drei Beispiele, welche die Reisegruppe kennenlernen konnte: 1. Das Stadtteilfrühstück im Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Gerresheim führt regelmäßig Bewohner/innen, evangelische und katholische Geistliche sowie Diakonie- und Caritas-Mitarbeiter/innen zusammen. Auf diese Weise sind parallel zum Frühstück seelsorgliche Gespräche und Sozialberatung möglich. Ehrenamtliche Lotsen sind unterstützend dabei. Die Kirchengemeinden legen zudem ihre Caritas-/Diakonie-Sammelmittel zusammen, sodass sie von den Sozialarbeiter/innen unter fachlichen Aspekten an Bedürftige ausgezahlt werden können. 2. Eine Seminarreihe Couch oder Cabrio für Menschen, die ihre nachberufliche Lebensphase vor sich haben. Sie wird von vier Grundgedanken geleitet: Ich tue etwas für mich. Ich möchte meine Freizeit mit anderen verbringen. Ich engagiere mich zusammen mit meiner Netzwerk-Gruppe für andere. Ich erfahre viel Unterstützung durch mein Netzwerk, wenn ich selber Hilfe brauche. interaktiv Mitmachen. Mitreden. Mitgestalten. Unter diesem Motto veranstaltet der Fachverband am 21. November 2014 im Tagungshaus Weingarten der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein interaktives Forum für etwa 100 Nachbarschaftshelfer/innen und Einsatzleitungen. Das Forum findet statt im Rahmen der Ehrenamtsförderung der Diözese, insbesondere unterstützt von der Hauptabteilung IV, Pastorale Konzeption. Ziel dieser Veranstaltung ist, direkt von den Helfer/innen neue Impulse für die Arbeit der Organisierten Nachbarschaftshilfe zu erhalten. Welche Themen beschäftigen die Nachbarschaftshelfer/innen im Moment besonders? Wo gibt es Probleme, die angegangen werden müssen? Was wünschen sie sich vom Fachverband? Vorstand und Geschäftsstelle sind in der Vorbereitung, freuen sich auf den Austausch, auf spannende Diskussionen zu aktuellen Themen, neue Projektideen für die Organisierte Nachbarschaftshilfe sowie kreative Programmpunkte. Als Einstieg zu diesem Thema bietet der Fachverband im Jahr 2015 eine Veranstaltung zu kultursensiblem Arbeiten an, wo folgende Fragestellungen bearbeitet werden sollen: Wie gelingt es, die kulturelle Vielfalt im Team als Bereicherung und Chance zu entdecken? Wie integriere ich Kolleg/innen und Mitarbeiter/innen mit anderem kulturellen Hintergrund in das Team? Wie kann ich von den interkulturellen Erfahrungen anderer profitieren? kontrovers Die Engagementstrategie des Landes Baden-Württemberg und die Handreichung des Diözesancaritasverbandes Ehrenamt trifft Geld haben den Vorstand von Zukunft Familie angeregt, sich aktuell in die Diskussion um die Monetarisierung im Ehrenamt einzubringen. Die Organisierte Nachbarschaftshilfe kombiniert seit ihrer Gründung 1973 freiwilliges Engagement mit einer Aufwandsentschädigung, der sogenannten Übungsleiterpauschale. Die zweimalige Erhöhung der steuerfreien Aufwandsentschädigung nach 3 Nr. 26 EStG (sog. Übungsleiterpauschale) im Rahmen von Bundesgesetzen zur Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements bzw. Ehrenamtes (2007 und 2013) bestätigt: Formal ist die Übungsleiterpauschale dem freiwilligen Engagement zugeordnet. Einsatzleitungen immer mehr an ihre Grenzen. Die Träger der Organisierten Nachbarschaftshilfe müssen diese Veränderungen wahrnehmen und darauf reagieren. Entlastung und Unterstützung sind möglich durch: Anstellung der Einsatzleitungen bzw. Erhöhung des Beschäftigungsumfangs Urlaubs- und Krankheitsvertretung für die Einsatzleitung durch eine Stellvertretung Anerkennung der vielseitigen Aufgaben von Einsatzleitungen als qualifiziertes Freiwilligenmanagement Die Reihenfolge ist hierbei entscheidend! Nur wer ausreichend auf die eigenen Bedürfnisse achtet und sie erfüllt, kann sich auch kraftvoll und nachhaltig für andere einsetzen. 3. Drei evangelische Kirchengemeinden haben in einem mehrjährigen Entscheidungsprozess zwei ihrer Kirchen abgerissen. Auf den freiwerdenden Grundstücken wurden familiengerechte Wohnungen gebaut. Das hierdurch erwirtschaftete Geld ermöglichte den Bau eines gemeinsamen, vielseitig nutzbaren Gemeindezentrums. Die Exkursion gab reichhaltige Anregungen für das gemeinsame Anliegen der Caritas-Konferenzen und von Zukunft Familie, Besuchsdienste und Organisierte Nachbarschaftshilfen in der Vernetzung und im sozialräumlichen Denken zu stärken. Die Förderung der Exkursion durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabteilung Caritas, machte es möglich, dass Einsatzleiterinnen von Organisierten Nachbarschaftshilfen, Ehrenamtliche sowie eine Caritasmitarbeiterin an der Exkursion teilnehmen konnten. Unterstützt wurde die Maßnahme außerdem vom Kuratorium Deutscher Altershilfe und von Hyundai, Partner der Caritas. bunt In der Organisierten Nachbarschaftshilfe ist die Anzahl der Freiwillig Engagierten und Nutzer mit anderem kulturellen Hintergrund in den letzten Jahren stetig gestiegen und wächst weiterhin. In der Interaktion mit Menschen aus anderen kulturellen Räumen machen wir die Erfahrung, dass sich nicht nur die Sprache unterscheidet, sondern auch bestimmte kulturelle Muster und Verhaltensweisen, die uns selbstverständlich vorkommen, offensichtlich nicht überall genau so gelten. Aufgrund von fehlendem Wissen und Verständnis für andere Kulturen können Missverständnisse oder sogar Konflikte entstehen. Hieraus ergeben sich spezielle Fragen und Herausforderungen für Einsatzleitungen und Mitarbeiter/innen. Es gilt, die Bereitschaft zur Offenheit für ungewohnte Muster, Verhaltensweisen und Kommunikationsstile zu entwickeln. Freiwilliges Engagement kombiniert mit einer Aufwandsentschädigung wird auch künftig neben ehrenamtlichem Engagement und hauptberuflicher Tätigkeit eine unverzichtbare Unterstützungsform darstellen. Zukunft Familie wird die Entwicklungen in Baden-Württemberg mitgestalten, zu Transparenz beitragen und Schnittstellen sowie Abgrenzungen zusammen mit seinen Partnern benennen flexibel Einsatzleitungen der Organisierten Nachbarschaftshilfe beschreiben derzeit einen Wandel in der Gruppe der Nachbarschaftshelfer/innen. Die Zahl der Menschen, die sich engagieren möchten, aber eigene Probleme mitbringen, z.b. mangelnde Deutschkenntnisse oder geringe Alltagskompetenzen, nimmt zu. Hinzu kommt ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand bei Personen, die ihr Engagement in der Nachbarschaftshilfe gegenüber dem Jobcenter oder anderen Behörden nachweisen müssen. Einsatzleitungen haben dadurch einen deutlich höheren Zeitaufwand und benötigen hohe fachliche und persönliche Kompetenzen, um die qualifizierte Begleitung dieser Nachbarschaftshelfer/innen zu gewährleisten. In Verbindung mit steigenden Einsatzzahlen kommen Manchmal träume ich davon dass ich nicht immer nur blühen muss sondern Zeit und Ruhe habe um Kraft für neue Triebe zu sammeln Andrea Schwarz

13 Wissenswertes Öffentlichkeitsarbeit Veranstaltungsmanagement Unter dieser Überschrift sind alle Veranstaltungen der Geschäftsstelle mit detaillierten Programmbeschreibungen chronologisch aufgeführt. Es besteht die Möglichkeit, sich direkt online für die Veranstaltungen anzumelden, so dass die Arbeitsschritte Anmeldeformular ausdrucken, ausfüllen und per Fax versenden, entfallen. Mitgliederverwaltung Hinter der Homepage verbirgt sich eine umfangreiche Datenbank, in welcher alle 300 Mitglieder und weitere Partner des Fachverbandes mit Adressen, Ansprechpartnern und Kontaktdaten gespeichert sind. Über ein Content Management System (CMS) wird die Datenbank von der Geschäftsstelle kontinuierlich gepflegt. Aus der Datenbank lassen sich für den und Postversand Adresslisten generieren, die u.a. nach Dekanaten, Fachbereichen oder Personengruppen gefiltert werden können. und in Zukunft auch Materialien direkt über die Webseite bestellen können sowie für die Geschäftsstelle in Bezug auf das Veranstalttungsmanagement, auf Rundschreiben, auf die Mitgliederverwaltung und die Rechnungsstellung. Eine Herausforderung für die begrenzten Ressourcen des Fachverbands ist und bleibt auch in Zukunft sicherlich die kontinuierliche Pflege der Inhalte sowie vor allem der umfangreichen Adressdatenbank. Mehr als nur Öffentlichkeitsarbeit Der neue Internetauftritt von Zukunft Familie und was sich dahinter alles verbirgt Kein anderes Medium hat in den letzten Jahren die Kommunikationsgewohnheiten und somit auch die Öffentlichkeitsarbeit in vergleichbarer Weise verändert wie das Internet. Neben der klassischen Öffentlichkeitsarbeit durch Werbematerialien, betreibt auch Zukunft Familie seit neun Jahren eine eigene Webseite. Seit dem Sommer 2013 wurde dieser Internetauftritt in Zusammenarbeit mit der Firma BLUE BOX-Productions aus Aalen aktualisiert. Mittlerweile erfüllt die Webseite ganz vielfältige Funktionen, welche im Folgenden dargestellt werden. Für Hilfesuchende Unter der Überschrift Suchen Sie Hilfe? können potentielle Kunden und Nutzer der Angebote gezielt nach Diensten der Familienpflege und der Organisierten Nachbarschaftshilfe suchen. Alle Einsatzleitungen sowie deren Kontaktdaten sind nach Dekanaten und/oder nach Orten filterbar. Eine weitere Suchmöglichkeit besteht über eine interaktive Landkarte, welche sich beim Aufrufen der Seite Suchen Sie Hilfe? direkt öffnet. So ist gewährleistet, dass Hilfesuchende schnell und unkompliziert Ansprechpartner vor Ort finden und kontaktieren können. Die Mitglieder des Fachverbandes sind gebeten, Änderungen von Adressen, Ansprechpartnern und Kontaktdaten zeitnah mitzuteilen, damit diese immer auf dem aktuellen Stand sind. Fachinformationen Unter den Überschriften Nachbarschaftshilfe und Familienpflege sind fachspezifische Informationen eingestellt, z.b. über Leistungen, Kosten und Arbeitsweisen der beiden Fachbereiche. Außerdem stehen verschiedene Materialien zum Download zur Verfügung, beispielsweise Flyer, Jahresberichte, Konzeptionen usw. Die fachlichen Inhalte werden von der Geschäftsstelle kontinuierlich ausgebaut. Aktuelles Hier sind Neuigkeiten, Informationen und Berichte zu Veranstaltungen und Projekten, nicht nur von der Geschäftsstelle, sondern auch von den einzelnen Diensten der Familienpflege und der Organisierten Nachbarschaftshilfe, zu finden. Wir über uns und Kontakt Unter diesen Menüpunkten finden Interessierte Informationen über die Geschichte und Struktur des Fachverbandes, über den Vorstand, die Vertreter/innen sowie die Ansprechpartner/innen in der Geschäftsstelle. Zudem kann der Fachverband über das Kontaktformular angeschrieben werden. In Zukunft wird außerdem der Menüpunkt Materialien und Bestellungen weiter bestückt, so dass sowohl Mitglieder Arbeitsmaterialien als auch interessierte Personen Informationsmaterialien direkt über die Webseite bestellen können. Auch die jährliche Erhebung und Verwaltung der Mitgliedsbeiträge erfolgt mittlerweile über die Datenbank. Unterwebseiten Einige Mitglieder von Zukunft Familie nutzen die Möglichkeit, eine eigene Unterwebseite zu betreiben, welche an die Hauptseite von Zukunft Familie angebunden ist. Bestimmte Inhalte, z.b. Beschreibungen der Arbeitsbereiche, sind an die Hauptseite gekoppelt. Es besteht jedoch die Möglichkeit für die Betreiber, hier auch eigene Informationen, beispielsweise zu den regionalen Strukturen und Ansprechpartnern, zu eigenen Projekten und anderen Themen einzustellen. Zukunftsmusik Intranet Eine Zukunftsvision ist derzeit ein Intranet, welches die interne Kommunikation mit den diözesanweit verteilten Mitgliedern erleichtern könnte. Geplant ist eine Plattform, auf welcher von allen Akteuren aktuelle Arbeitmaterialien, Hilfestellungen usw. eingestellt und heruntergeladen werden können. Fazit Der Internetauftritt bietet somit etliche Vorteile für die verschiedenen Anspruchsgruppen: für Hilfesuchende und Interessierte, die sich umfangreich über die Arbeitsbereiche informieren können sowie unkompliziert und schnell ihre regionalen Ansprechpartner finden; Neben den oben beschriebenen klassischen Funktionen einer Webseite bietet der neue Internetauftritt von Zukunft Familie aber noch einiges mehr. für die Mitglieder, die sich online für die Veranstaltungen anmelden können, eine eigene, leicht zu pflegende Unterwebseite zu günstigen Konditionen betreiben 24 25

14 Wissenswertes Veranstaltungen 2013 Fachliche Impulse setzen, Foren des Austausches schaffen und berufliche Fort- und Weiterbildung ermöglichen - dies ist Zukunft Familie ein wichtiges Anliegen. Zur Sicherung und Weiterentwicklung fachlicher Standards bietet die Geschäftsstelle ein jährliches Veranstaltungsprogramm für Mitglieder an. Das Spektrum der insgesamt 31 Veranstaltungen im Jahr 2013 umfasste Konferenzen, Fachtagungen und Fortbildungen für die Tätigkeitsfelder Familienpflege und Organisierte Nachbarschaftshilfe. 410 Trägervertretungen und Geschäftsführungen, Einsatzleitungen, Mitarbeiter/ innen sowie freiwillig Engagierte nahmen diese Angebote wahr, um sich weiterzubilden und sich in verschiedenen Foren und Tagungen auszutauschen. Zusätzlich wurden vielfältige spirituelle Veranstaltungen angeboten, um die Mitglieder nicht nur fachlich weiterzubilden, sondern in ihrem Arbeitsalltag auch geistlich zu begleiten und theologische Impulse zu geben. Die Vielfalt des Veranstaltungsprogramms ist nur durch die bewährte Zusammenarbeit mit den Partnern des Fachverbandes möglich. Dies sind der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg, das Diakonische Werk Württemberg, das Diakonische Werk Baden sowie der Diözesanverband der Caritas-Konferenzen Rottenburg- Stuttgart. Familienpflege Mit einer Reihe von Kooperationsveranstaltungen des Fort- und Weiterbildungsverbundes Familienpflege/Dorfhilfe von Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg wurde die bewährte Zusammenarbeit der kirchlichen Verbände im Bereich Familienpflege fortgesetzt. Damit bietet sich den Mitarbeiter/innen und Einsatzleitungen in der Familienpflege ein attraktives Angebot mit einer großen thematischen Auswahl von Fortbildungen. Die von Caritas und Diakonie konzipierte Weiterbildung zum HaushaltsOrganisationsTraining der Familienpflege (HOT) wurde wieder gemeinsam von allen kirchlichen Verbänden angeboten. Die seit 2005 jährlich stattfindende Weiterbildung hat zum Ziel, Mitarbeiter/innen zu befähigen, Familien in prekären Lebenslagen im Rahmen eines speziell entwickelten Trainings zu unterstützen. Die Begleitung von Familien bei Veränderungsprozessen und die Mitwirkung im Kontext von Jugendhilfemaßnahmen gehören zu den wesentlichen Inhalten dieser Qualifizierung. Den Abschluss der gleichnamigen Weiterbildung bildete das von den kirchlichen Verbänden gemeinsam durchgeführte Fachgespräch am in Stuttgart, bei welchem 16 neue HOT-Trainerinnen zertifiziert werden konnten. Das im Jahr 2010 begonnene Coaching-Angebot für Einsatzleitungen in der Familienpflege wurde sehr gut angenommen und auch im Jahr 2013 wieder mit zwei regionalen Coaching-Gruppen fortgesetzt. Organisierte Nachbarschaftshilfe Bei den Veranstaltungen im Fachbereich Organisierte Nachbarschaftshilfe im Jahr 2013 seien zwei besonders hervorgehoben. Zum Ersten der Abschluss der halbjährigen Weiterbildung für Einsatzleitungen der Organisierten Nachbarschaftshilfe am in Ludwigsburg. Neun Teilnehmerinnen konnten sich im Rahmen dieses Angebotes für die vielfältige Aufgaben einer Einsatzleitung weiter qualifizieren. Zum Zweiten sei das Projekt Bewegungsförderung genannt, denn Aktivierung und Bewegung sind wichtige Voraussetzungen für ein langes, selbstbestimmtes Leben zuhause. Im Rahmen eines Projektes ergänzen sieben Organisierte Nachbarschaftshilfen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ihre Alltagsunterstützung für ältere Menschen mit gemeinsamen Bewegungsübungen. Acht Einsatzleitungen und 37 Nachbarschaftshelfer/innen haben sich seit Oktober 2013 durch Schulungen auf dieses zusätzliche Angebot vorbereitet. Projektpartner ist das Geriatrische Zentrum Esslingen-Kennenburg mit Dr. Martin Runge. Als Übungsweise für die Bewegungsförderung zuhause dienen die Fünf Esslinger. Geistliche Begleitung Die Angebote der Geistlichen Begleitung von Zukunft Familie haben zum Ziel, die spirituellen Kompetenzen hauptberuflich tätiger Menschen in der Familienpflege und freiwillig Engagierter in der Organisierten Nachbarschaftshilfe zu stärken. Im Mittelpunkt stehen die Sorgen und Probleme der Teilnehmer/innen, ihre Suche nach Veranstaltungen 2013 in Zahlen Veranstaltungen der Geschäftsstelle Veranstaltungen: 31 Teilnehmer/innen: 410 Zu den Veranstaltungen gehören ½ bis 1-tägige Konferenzen und Tagungen sowie Fortbildungen, die an 1 Tag oder über 2 bis 3 Tage stattgefunden haben. Veranstaltungen der Katholischen Arbeitsgemeinschaften in 14 Dekanaten Veranstaltungen: 127 Teilnehmer/innen 2.660* Antworten und das Ernstnehmen der eigenen Selbstverantwortung. Im Rahmen der Geistlichen Begleitung wurden im Jahr 2013 Oasentage, Fortbildungen sowie einzelne spirituelle Angebote für Einsatzleitungen der Familienpflege und Teams von Familienpflegediensten angeboten. Veranstaltungen der Katholischen Arbeitsgemeinschaften für Organisierte Nachbarschaftshilfe auf Dekanatsebene Die Geschäftsführungen der 14 Katholischen Arbeitsgemeinschaften für Organisierte Nachbarschaftshilfe bieten auf Dekanatsebene Fachtagungen und Fortbildungen für Einsatzleitungen und Nachbarschaftshelfer/innen an. Diese im Jahr 2013 insgesamt 127 Veranstaltungen dienen der Einführung in das Freiwillige Engagement der Organisierten Nachbarschaftshilfe, dem kontinuierlichen Praxisaustausch sowie der begleitenden Qualifizierung. Zusätzlich gibt es vielfältige spirituelle Angebote, die von vielen Einsatzleitungen und Nachbarschaftshelfer/innen aufgrund der örtlichen Nähe und des vertrauten Rahmens gerne besucht werden. Zu den Veranstaltungen gehörten auch Kursreihen wie Einführungskurse für neue Nachbarschaftshelfer/- innen und Schulungen von Einsatzleitungen/Nachbarschaftshelfer/innen zum Thema Demenz. Diese Kurse und Schulungen sind jeweils als eine Veranstaltung mitgezählt. Die Anzahl der Kurs- bzw. Schulungstage ist nicht differenziert erfasst. *davon 390 Einsatzleitungen für Organisierte Nachbarschaftshilfe und Nachbarschaftshelfer/innen Insgesamt nahm an den 158 Veranstaltungen der Geschäftsstelle sowie der Katholischen Arbeitsgemeinschaften im Jahr 2013 die beachtliche Anzahl von Mitarbeiter/innen und Helfer/innen teil

15 Wissenswertes Mitglieder, Vorstand und Geschäftsstelle Fachverband Zukunft Familie e.v. 300 Mitglieder Vertreterversammlung Vorstand Familienpflege Geschäftsstelle - Fachbereiche 40 Träger von Familienpflegediensten davon 26 in 6 Familienpflegepools zusammengeschlossen Organisierte Nachbarschaftshilfe 252 Träger von Nachbarschaftshilfen davon 252 Träger in 14 Katholischen Arbeitsgemeinschaften auf Dekanatsebene Mitglieder Zu den Mitgliedern im Fachverband Zukunft Familie gehören: Kirchengemeinden, kirchliche Fördervereine und caritative Organisationen als Träger von Organisierten Nachbarschaftshilfen; Katholische, eigenständige Familienpflegedienste und kirchliche Sozialstationen mit integriertem Fachdienst Familienpflege und/oder angeschlossenen Nachbarschaftshilfegruppen sowie caritative Verbände. Im Fachverband sind zum Mitglieder verzeichnet. Dazu gehören auch einige Mitglieder mit Gaststatus in evangelischer oder kommunaler Trägerschaft. Zukunft Familie ist als Fachverband Mitglied des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Vertretung der Mitglieder 2013 In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es 25 Dekanate, die fast überall mit dem Einzugsgebiet der Landkreise im württembergischen Teil von Baden-Württemberg übereinstimmen. Mitglieder von Zukunft Familie sind in 24 Dekanaten tätig, ein Mitglied ist dekanatsübergreifend tätig mit Sitz in Stuttgart. In 16 Dekanaten sind Mitglieder in Trägerschaft von Einrichtungen der Familienpflege und Einrichtungen der Organisierten Nachbarschaftshilfe tätig: In 10 von diesen Dekanaten haben 2013 jeweils eine Dekanatsmitgliederversammlung für Familienpflege und eine Dekanatsmitgliederversammlung für Organisierte Nachbarschaftshilfe zur Wahl der Vertreter/innen und der Ersatzmitglieder stattgefunden, denn in diesen Dekanaten gibt es mehrere Träger beider Dienste. In diesen Dekanaten wurden die neuen Vertreter/innen für fünf Jahre gewählt. Die Mitglieder in den weiteren 6 Dekanaten benennen ihre Vertretung direkt, da sie in diesen Dekanaten als einziger Träger einer Einrichtung der Familienpflege und/oder Einrichtung der Organisierten Nachbarschaftshilfe tätig sind. In den weiteren 8 Dekanaten gibt es keine Familienpflegedienste. Hier engagieren sich nur Mitglieder von Zukunft Familie, die Träger einer Einrichtung der Organisierten Nachbarschaftshilfe sind, davon vier als einzige Träger im jeweiligen Dekanat, sodass nur in 4 Dekanaten eine Dekanatsmitgliederversammlung Nachbarschaftshilfe stattfand. Mitgliedervertretung Gesamtanzahl der Vertreter/innen: 69 Vorstandsmitglieder Dr. Oliver Schütz, Vorsitzender, Dekanatsreferent, Kath. Familienpflege im Dekanat Esslingen-Nürtingen Isolde Schaugg, stellvertretende Vorsitzende, Geschäftsführerin, Kath. Familienpflege Stuttgart e.v. Karin Albrecht, Geschäftsführerin, Ökumenische Sozialstation Rosenstein Harald Faber, Regionalleiter, Caritas Ost-Württemberg Martina Fäh, Geschäftsführerin, Kath. Arbeitsgemeinschaft für Organisierte Nachbarschaftshilfe im Dekanat Stuttgart Adelheid Herbst, Einsatzleitung Familienpflege, Kath. Sozialstation Bad Saulgau-Herbertingen Margret Kehle, Diözesanrätin, Dekanat Allgäu-Oberschwaben Beratende Mitglieder Andreas Senn, Referent für diakonische Postoral, Hauptabteilung Caritas, Diözese Rottenburg-Stuttgart Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock, Diözesancaritasdirektorin, Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart Die regionale Caritas koordiniert die 14 Arbeitsgemeinschaften. Mitgliederentwicklung Mitgliederstand Jahr 1988 Gründungsmitglieder: 9 Jahr gewählte Vertreter/innen von Mitgliedern, die Träger einer Familienpflege sind 31 gewählte Vertreter/innen von Mitgliedern, die Träger einer Organisierten Nachbarschaftshilfe sind Träger von Familienpflegediensten gewählte Vertreter/innen der Gründungsmitglieder. Träger von Organisierten Nachbarschaftshilfen Gesamtzahl Stand: Vorstand Der Vorstand besteht aus sieben, in der Vertreterversammlung 2013 gewählten, ehrenamtlich tätigen Personen und zwei beratenden Vertretungen des Bischöflichen Ordinariats und des Caritasverbandes der Diözese.

16 Geschäftsstelle Die Geschäftsstelle ist im Auftrag des Vorstandes für die Umsetzung von Zielen und Kernaufgaben tätig. Konzeptionelle Vorhaben und Projekte werden im Rahmen der Vorstandssitzungen vorgestellt und beschlossen. Darüber hinaus werden Geschäftsprozesse direkt zwischen dem Vorsitzenden und der Geschäftsführerin abgestimmt. Der Bischof der Diözese stellt seit 1977 jährlich den Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege bereit. Die Geschäftsstelle verwaltet diesen Sonderfonds zur Unterstützung von Familien in Notsituationen in Abstimmung mit dem Vorstand. Besetzung der Geschäftsstelle Geschäftsführung/Referentinnen/ Geistliche Begleitung Liz Deutz 100 % Birgitta Negwer 50 % Sylvia Karlev (ab ) 80 % Birgit Bronner (bis ) 25 % (Planstelle der Diözese) Verwaltungsmitarbeiterinnen Marlene Kärcher 50 % Carolin Ruf 100 % (ab in Elternzeit) Janina Anders 100 % (ab Vertretung) Fachliche Aufteilung Geschäftsführung Liz Deutz Fachbereich Organisierte Nachbarschaftshilfe Birgitta Negwer und Sylvia Karlev Fachbereich Familienpflege Liz Deutz und Sylvia Karlev Bischöflicher Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege Liz Deutz Geistliche Begleitung Birgit Bronner (bis ) Stand: Oktober 2014 Lass mich langsamer gehen, Herr. Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das Stillwerden meiner Seele. Lass meine hastigen Schritte stetiger werden mit dem Blick auf die weite Zeit der Ewigkeit. Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages die Ruhe der ewigen Berge. Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln durch die sanfte Musik der singenden Wasser, die in meiner Erinnerung lebendig sind. Lass mich die Zauberkraft des Schlafes erkennen, die mich erneuert. Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks. Lass mich langsamer gehen, um eine Blume zu sehen, ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln, einen Hund zu streicheln, ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen. Lass mich langsamer gehen Herr, und gib mir den Wunsch, meine tiefen Wurzeln in den ewigen Grund zu senken, damit ich empor wachse zu meiner wahren Bestimmung. Gebet aus Südafrika 30 31

17 Hilfebedarf Die meisten Familien wenden sich wegen körperlichen oder psychischen Erkrankungen des haushaltsführenden Elternteils - vorwiegend der Mütter - an die Familienpflegedienste. Insgesamt 65 % der Einsätze sind auf diese medizinische Indikationen zurückzuführen. 30 % der Einsätze finden im Zusammenhang mit Risikoschwangerschaften und Geburten statt. Damit ist erkennbar, dass der mit Abstand höchste Hilfebedarf nach wie vor im Gesundheitssektor liegt. 13% akute Erkrankungen/ Unfälle Wissenswertes Statistik der Familienpflege 2013 Im Jahr 2013 sind beim Fachverband Zukunft Familie 40 Mitglieder als Träger eines Familienpflegedienstes in der Diözese Rottenburg-Stuttgart verzeichnet. Die Beteiligung von Trägern der Familienpflege am Betriebsvergleich der Diözese Rottenburg-Stuttgart und an der Statistik Familienpflege von Zukunft Familie ist nach wie vor freiwillig. Es gibt hierzu keine verpflichtenden Vorgaben. Dieses Jahr haben erfreulicherweise 33 von 40 Trägern eines Familienpflegedienstes ihre Daten für die Statistik zur Verfügung gestellt und unterstützen dadurch die sozialpolitische Lobbyarbeit von Zukunft Familie sowie von Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg. Insgesamt entspricht dies einer Beteiligung von über 80 %. 16% 31% 9% 26% 5% Entbindung/Risikoschwangerschaft/ Versorgung von Frühgeborenen/Mehrlingen schwere/ lang dauernde Erkrankungen Psychische Erkrankungen Entlastung bei sonstigen Anlässen/ Tod des HH-führenden Elternteils/ Kuren/Reha Pflege eines behinderten Kindes/ Erwachsenen/ Hilfen zur Erziehung Entbindung/Risikoschwangerschaft Versorgung Frühgeborener/Mehrlinge akute Erkrankungen/Unfälle schwere/lang dauernde Erkrankungen Psychische Erkrankungen eines Elternteils Entlastung bei sonstigen Anlässen/ Tod des HH-führenden Elternteils/ Kuren/Reha Pflege eines behinderten Kindes/ Erwachsenen/Hilfen zur Erziehung Im Vergleich mit den Vorjahren gab es keine Veränderungen im Bereich der neuen Angebotsprofile. Der prozentuale Anteil der Einsätze im Bereich der Behindertenhilfe sowie in der öffentlichen Jugendhilfe, wie beispielsweise das HaushaltsOrganisationsTraining der Familienpflege (HOT), ist mit 5 % gleich geblieben. Aus der Auswertung der Datenerhebung 2013 lässt sich schließen, dass der Hilfebedarf und die Nachfrage nach Hilfen der Familienpflege vor allem im Bereich der Gesundheitshilfe liegen, während der Bedarf und die Nachfrage in anderen Angebotsprofilen nach wie vor eher niedrig ist. Die Nutzer/innen von Familienpflege Einsatzdauer im Vergleich 2011 bis mit 1 Kind mit 2 Kindern mit 3 Kindern mit mehr als 3 Kindern 110 Schwangere unter 1 Woche 1< 2 Wochen 2Woche < 1Monat 1 < 3 Monate < 3 Monate < 1 Jahr < 1 Woche 1-2 Wochen 2 Wochen - 1 Monat 1-3 Monate 3 Monate < 1 Jahr Familien wurden im Jahr 2013 durch die Familienpflegedienste unterstützt. Davon waren 250 alleinerziehende Elternteile, was einem Anteil von über 13 % entspricht. Insgesamt stellen Familien mit 2 Kindern den größten Anteil dar, gefolgt von Familien mit 3 Kindern. Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass Familien mit 2 und mehr Kindern deutlich überproportional vertreten sind. Familien mit einem Kind sind offensichtlich in der Lage, kurzzeitige Notsituationen noch abzufangen, Familien mit 2 und mehr Kindern sind dagegen verstärkt auf professionelle Hilfe durch familienunterstützende Dienste angewiesen. Der höchste Hilfebedarf liegt im Zeitraum von 2 bis 4 Wochen. Dies zeigt, dass Familien vor allem für kurze Zeiträume professionelle familienunterstützende Hilfen benötigen. Die kurze Einsatzdauer ist jedoch auch darauf zurückzuführen, dass die Kostenträger in der Gesundheitshilfe ihre Satzungsleistungen einschränken. Diese Beobachtungen werden auch im Rahmen der Abdeckung von Krisensituationen durch den Bischöflichen Sonderfonds für Härtefälle in der Familienpflege erkennbar und separat ausgewertet

18 Einsatzstunden im Jahr 2013 Die Mitarbeiter/innen der 40 Familienpflegedienste haben im Jahr 2013 insgesamt Einsatzstunden in den Familien geleistet. Die Darstellung der Kostenträger deckt sich mit dem erfassten Hilfebedarf. Sozialversicherungsträger stellen mit 85 % den höchsten Anteil unter den Kostenträgern dar. Zu diesen Kostenträgern in der Gesundheitshilfe gehören gesetzliche und private Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung, das Landesamt für Besoldung und Versorgung Baden- Württemberg sowie weitere private Versicherungen. Der Anteil der öffentlichen Jugendhilfeträger als Kostenträger liegt bei 11 % Tägliche Einsatzdauer in Stunden Die Rechtsgrundlagen im Gesundheitssektor sind 38 Abs.1 (Rechtsanspruch) und Abs.2 SGB V (freiwillige Satzungsleistung) sowie 24 h SGB V (Schwangerschaft und Mutterschutz). Innerhalb des Kinder- und Jugendhilfebereichs erfolgen die Hilfen nach 20 SGB VIII und 27ff für das HaushaltsOrganisationsTraining der Familienpflege. Entwicklung der Einsätze in der Gesundheitshilfe im Jahr % 2% bis 4 Std/T bis 6 Std/T über 6 Std/T 17% ambulant teils ambulant/ teils stationär ambulant stationär Die zunehmende Tendenz zu kurzen Einsätzen von maximal 4 Stunden pro Tag bei Einsätzen in der Gesundheitshilfe ist unverändert. Die Gründe für diese Teilzeiteinsätze sind vielfältig, dazu gehören vor allem auch die zu beobachtende Reduzierung von Satzungsleistungen für Haushaltshilfen von Sozialversicherungsträgern. Die Bewilligung von Haushaltshilfen über 6 Stunden pro Tag in Familien mit schwerkranken, ambulant behandelten Müttern oder schwangeren Müttern nimmt ab. Auf der anderen Seite führen der Ausbau und die Nutzung von Tagespflege und Tagesbetreuungseinrichtungen für Kinder dazu, dass Familien in akuten Krankheitssituationen keine Ganztagseinsätze mehr benötigen. Die Zunahme von Teilzeiteinsätzen jedoch erfordert einen wesentlich höheren Koordinationsaufwand von Einsatzleitungen in der Personalplanung und Kundenabstimmung. Dieser Regieaufwand und die zusätzlichen Fahrtzeiten von Mitarbeiter/innen zwischen den Wohnungen der einzelnen Familien wurde von den Kostenträgern in der Gesundheitshilfe bis 2014 nicht ersetzt. Kostenträger und Rechtsgrundlagen % stationär stationär wegen Behandlung eines Kindes teils ambulant/teils stationär stationär wegen Behandlung eines Kindes Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation kaum geändert. Die Familienpflege ist im Auftrag der Sozialversicherungsträger vor allem in Familien tätig, bei denen der haushaltsführende erkrankte Elternteil ambulant behandelt wird. Damit liegt der Anteil der freiwilligen Satzungsleistungen gegenüber dem Rechtsanspruch wesentlich höher. Der Anteil der Einsätze, bei denen der haushaltsführende Elternteil wegen einer vollstationären Behandlung nicht zu Hause ist, liegt nur noch bei 20 %. Es wird deutlich, dass der Grundsatz ambulant vor stationär in der medizinischen Behandlung auch die Einsatzformen der Familienpflege bestimmt. Bei den Einsätzen teils ambulant/teils stationär handelt es sich häufig um Familien mit schwerkranken Müttern, deren Behandlung im Wechsel von stationären und ambulanten Behandlungsorten erfolgt. Es ist davon auszugehen, dass Einsätze bei stationärer Behandlung gegenüber den Einsätzen bei ambulanter Behandlung weiter abnehmen. 4% 11% Kostenträger in der Gesundheitshilfe Jugendhilfe-/ Sozialhilfeträger Sonstige Kostenträge Kostenträger in der Gesundheitshilfe Jugendhilfe-/ Sozialhilfeträger 85% Sonstige Kostenträger 34 35

19 Wissenswertes Karte der Familienpflegedienste in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Mitglieder bei Zukunft Familie Leistungserbringer Die Anzahl der Träger von Familienpflegediensten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sinkt seit dem Jahr Bereits 2011 haben sich 4 kirchliche Träger zu einem neuen Zweckverband zusammengeschlossen. In den Jahren 2012 und 2013 haben 4 Träger ihren Familienpflegedienst auf- bzw. abgegeben. Anzahl der Träger und Trägerstrukturen im Jahr sind 40 Träger von Familienpflegediensten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig und Mitglied im Fachverband Zukunft Familie. 35 kirchliche Träger führen ihre Familienpflegedienste als ein Geschäftsfeld innerhalb ihrer Sozialstation(en). Die Träger sind hier Kirchengemeinden, katholische Stiftungen und katholische oder ökumenische gemeinnützige GmbHs. 5 Träger sind als solitäre, eigenständige Familienpflegedienste mit unterschiedlichen Strukturen tätig, als Einrichtungen von Kirchengemeinden und/oder Dekanaten bzw. Caritas, als katholischer Verein oder als katholischer Zweckverband. Von den 35 Familienpflegediensten in Trägerschaft von kirchlichen Sozialstationen haben sich 26 dieser Dienste in 6 größeren, sogenannten Familienpflegepools regional organisiert, davon 21 mit einer verbindlich geregelten, gemeinsamen Steuerung über Kooperationsvereinbarungen. 9 kirchliche Träger führen ihre Familienpflegedienste als einzelne Dienste in ihrer Sozialstation, d.h. das Familienpflegepersonal wird entweder mit eigener Einsatzleitung oder über die Pflegedienstleitung koordiniert. Personal zum Anzahl der Einsatzleitungen in Vollzeit: 12,43 Anzahl der Mitarbeiterinnen in Vollzeit: 172,88 *davon ein Familienpflegedienst überregional tätig Stand:

20 Die Nutzer/innen der Organisierten Nachbarschaftshilfe im Jahr alte Menschen kranke Menschen Wissenswertes Statistik der Organisierten Nachbarschaftshilfe Mitglieder des Fachverbandes Zukunft Familie in 24 Dekanaten der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind Träger einer Organisierten Nachbarschaftshilfe. 197 Nachbarschaftshilfegruppen haben sich an der Erhebung der Daten 2013 beteiligt. Die Anzahl der beteiligten Träger an der Statistik ist erfreulicherweise konstant geblieben, sodass aussagekräftige Daten auch für den Vergleich zu den Vorjahren zur Verfügung stehen Pflegebedürftige Menschen mit Demenz pflegende Angehörige Menschen mit Behinderung Menschen mit anderer Muttersprache alte Menschen kranke Menschen Pflegebedürftige Menschen mit Demenz pflegende Angehörige Menschen mit Behinderung Menschen mit anderer Muttersprache Die Organisierte Nachbarschaftshilfe kommt häufig im Vorfeld von Pflegebedürftigkeit zum Einsatz. Drei Viertel der betreuten Personen sind nicht pflegebedürftig. Für Menschen mit einem erhöhten Hilfebedarf aufgrund von Pflegebedürftigkeit und/oder einer Demenz gewinnt die Alltagsassistenz durch die Organisierte Nachbarschaftshilfe jedoch immer mehr an Bedeutung: 25 % der Hilfesuchenden sind bereits pflegebedürftig, 20 % haben eine Demenz. Ein Viertel der Organisierten Nachbarschaftshilfen hat ihre Nachbarschaftshelfer/innen in den zurückliegenden Jahren mit umfangreichen Schulungen auf die Betreuung von Menschen mit Demenz vorbereitet und die Anerkennung für die Betreuung in der Häuslichkeit gemäß 45b SGB XI erworben. Die Organisierte Nachbarschaftshilfe trägt dazu bei, dass ältere Menschen auch dann noch in ihrer eigenen Häuslichkeit leben können, wenn sie Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Die Nutzer/innen der Organisierten Nachbarschaftshilfe Entwicklungen im Zeitraum von 1998 bis Hilfebedarf Die Unterstützung und Assistenz im Haushalt nimmt bei den Hilfeleistungen den größten Raum ein; hierzu gehört die Unterstützung beim Einkauf, der Essenszubereitung, der Wäschepflege oder beim Putzen. Die Hilfen zur Entlastung kommen sowohl pflegenden Angehörigen, Familien mit behinderten Angehörigen, Familien mit Kindern, aber natürlich auch den Pflegebedürftigen, den Menschen mit Behinderung und den Kindern selbst zugute. Sie erfahren Zuwendung, Abwechslung und Beschäftigung sowie Erweiterung ihrer Bezugspersonen, während die pflegenden Angehörigen oder Eltern Zeit für eigene Erledigungen bzw. zu ihrer Erholung gewinnen. Die Hilfen im sozialen Bereich umfassen in erster Linie Begleitungsangebote, die es den unterstützten Menschen ermöglichen, Einkäufe oder Behördengänge selbst zu erledigen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen Die Anzahl von Menschen mit Bedarf an Alltagsunterstützung nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Im Zeitraum von 15 Jahren hat sich die Zahl der Hilfesuchenden mehr als verdoppelt: Menschen nahmen 2013 die Unterstützung der Organisierten Nachbarschaftshilfe in Anspruch. Sie wurden mit Einsatzstunden unterstützt Stunden davon wurden unentgeltlich erbracht, d.h. den Hilfeempfängern wurden keine Gebühren in Rechnung gestellt. 80 % der Einsatzstunden werden von den Nutzern/innen der Organisierten Nachbarschaftshilfe selbst gezahlt. Sie erhalten dafür keine Erstattung durch Pflegekassen, Sozialämter o.a im Haushalt zur Entlastung von Angehörigen im sozialen Bereich für Familien im Haushalt zur Entlastung im sozialen Bereich für Familien

EURAP EUROPÄISCHES REGISTER FÜR SCHWANGERSCHAFTEN UNTER ANTIEPILEPTIKA

EURAP EUROPÄISCHES REGISTER FÜR SCHWANGERSCHAFTEN UNTER ANTIEPILEPTIKA EURAP EUROPÄISCHES REGISTER FÜR SCHWANGERSCHAFTEN UNTER ANTIEPILEPTIKA Soziale Hilfen für schwangere Frauen und Mütter mit einer Epilepsie Soziale Hilfen für schwangere Frauen und Mütter mit einer Epilepsie

Mehr

Empfehlungen der Spitzenverbände der Pflegekassen und. des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V.

Empfehlungen der Spitzenverbände der Pflegekassen und. des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V. Empfehlungen der Spitzenverbände der Pflegekassen und des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V. zur Förderung von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten sowie Modellvorhaben zur Erprobung neuer

Mehr

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis Hessen Wie wir uns verstehen Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis 2 Selbstverständnis Diakonie Hessen Diakonie Hessen Selbstverständnis 3 Wie wir uns verstehen

Mehr

45b Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Verordnungsermächtigungleistungen

45b Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Verordnungsermächtigungleistungen PflegestärkungsgesetzI 45bSGBXIBeschlussvom17102014 45b Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Verordnungsermächtigungleistungen (1) Versicherte, die die Voraussetzungen des 45a erfüllen, können

Mehr

Musterbriefe für die Caritas-Sammlung 2015 Hier und jetzt helfen

Musterbriefe für die Caritas-Sammlung 2015 Hier und jetzt helfen Musterbriefe für die Caritas-Sammlung 2015 Hier und jetzt helfen In jeder Kirchengemeinde und Seelsorgeeinheit ist der Stil verschieden; jeder Autor hat seine eigene Schreibe. Hier finden Sie Briefvorschläge

Mehr

sozialpolitische positionen

sozialpolitische positionen sozialpolitische positionen Die Zieglerschen - Altenhilfe Wir, die Zieglerschen, sind uns bewusst, dass wir als diakonisches Unternehmen Mitverantwortung für gesellschaftliche Fragen tragen. Diese Verantwortung

Mehr

Ausbildung und Studium bei der Diakonie

Ausbildung und Studium bei der Diakonie Ausbildung und Studium bei der Diakonie Zu allen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten finden Sie hier weitere Informationen www.ran-ans-leben-diakonie.de DAS MACHT MIR SPASS! DAS IST DAS, WAS ICH WILL!

Mehr

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO (Stand: Oktober 2015) Fantastische Superhelden Ein Gruppenangebot für Kinder, deren Familie von psychischer Erkrankung betroffen ist; für Jungen und Mädchen zwischen

Mehr

Familienpflege Haushaltshilfe familienunterstützende Leistungen

Familienpflege Haushaltshilfe familienunterstützende Leistungen Familienpflege Haushaltshilfe familienunterstützende Leistungen Ihre Ansprüche in familiären Notsituationen Evangelischer Landesverband für Diakonie-Sozialstationen in Württemberg e. V. Definition Inhalt

Mehr

Die private Pflegevorsorge

Die private Pflegevorsorge Die private Pflegevorsorge CISCON Versicherungsmakler GmbH 53804 Much Tel.: 02245 / 9157-0 Fax: 02245 / 9157-27 Info@CISCON.de www.ciscon.de Der demografische Wandel in Deutschland ist in vollem Gange.

Mehr

Projekt Familienpatenschaften. Ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für Familien mit Kindern. Runder Tisch gegen Kinderarmut in Bergkamen

Projekt Familienpatenschaften. Ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für Familien mit Kindern. Runder Tisch gegen Kinderarmut in Bergkamen Projekt Familienpatenschaften Ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für Familien mit Kindern Runder Tisch gegen Kinderarmut in Bergkamen 1 Ausgangspunkt Ausgangspunkt des Projektes Familienpatenschaften

Mehr

HILFE FÜR FRAUEN. Elisabeth-Fry-Haus. Konzeption

HILFE FÜR FRAUEN. Elisabeth-Fry-Haus. Konzeption HILFE FÜR FRAUEN Elisabeth-Fry-Haus Konzeption Stand 08/2012 Inhaltsverzeichnis 1. Die Außenwohngruppe III gem. 67 ff. SGB XII... 3 2. Die Ziele... 4 3. Methodik... 5 4. Kooperation und Vernetzung... 6

Mehr

Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung

Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung Modellstudiengang Pflege P r o f. D r. C h r i s t o f S t o c k Modul 2: Rechtliche Rahmenbedingungen pflegerischen Handelns Teilbereich 2 Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung

Mehr

Caritas-Arbeit heute Der Weg der CKD Bad Arolsen

Caritas-Arbeit heute Der Weg der CKD Bad Arolsen Neue Wege in der CKD-Arbeit Caritas-Arbeit heute Der Weg der CKD Bad Arolsen Not entdecken Krankheit Einsamkeit Trauer finanzielle Notlagen klassische Aufgabenfelder Bezirkshelferinnen Geburtstagsbesuche

Mehr

Soziale Dienste in Deutschland

Soziale Dienste in Deutschland Soziale Dienste in Deutschland Ist Deutschland nicht nur exportstark und wohlhabend, sondern auch sozial? Wie können Junge EU-Länder wie Rumänien im Bereich soziale Dienste profitieren? Ökonomische Perspektive

Mehr

VO Anerkennung und Förderung von Betreuungsangeboten. Verordnung

VO Anerkennung und Förderung von Betreuungsangeboten. Verordnung Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Anerkennung und Förderung von Betreuungsangeboten Vom 21. Dezember 2010 Rechtsbereinigt mit Stand vom 31. Dezember 2013 Aufgrund von 45b Abs. 3, 45c Abs.

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung

Leistungen der Pflegeversicherung Leistungen der Pflegeversicherung Je nach Pflegestufe stehen Demenzkranken bestimmte Leistungen zu. Wie die Pflegeversicherung diese erbringt, entscheiden die Betroffenen selbst. Grundsätzlich besteht

Mehr

Der Nachweis der schwerwiegend chronischen Erkrankung ist durch ein ärztliches Attest zu belegen.

Der Nachweis der schwerwiegend chronischen Erkrankung ist durch ein ärztliches Attest zu belegen. Krankenversicherung Gesetzliche Krankenversicherung...2 Schwerwiegend chronisch krank... 2 Fahrtkosten für Krankenfahrten... 3 Krankengeld...4 Leistungen bei Heimhämodialyse... 4 Private Krankenversicherung...4

Mehr

Stationäre Sachleistungsbeträge

Stationäre Sachleistungsbeträge Saarländische Pflegegesellschaft schreibt an saarländische Bundestagsabgeordneten Stationäre Sachleistungsbeträge erhöhen In einem offenen Brief hat die Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) die Bundestagsabgeordneten

Mehr

Patenprojekt Wolfenbüttel

Patenprojekt Wolfenbüttel PATENSCHAFTEN für Kinder psychisch kranker Eltern 1 Ursula Biermann Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern Zielgruppe und konzeptionelle Überlegungen Anforderungen an die Paten Grundsätze der

Mehr

Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes 1 und. des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V.

Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes 1 und. des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V. Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes 1 und des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V. zur Förderung von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten, ehrenamtlichen Strukturen und der Selbsthilfe

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung

Leistungen der Pflegeversicherung Leistungen der Pflegeversicherung Pflegestufen Die Leistungen der Pflegeversicherung orientieren sich, wenn sie nicht als Pauschale gezahlt werden, an der Pflegestufe. Die Unterstützung orientiert sich

Mehr

Zwischenbilanz Hamburg Was haben wir geleistet? Wohin soll es gehen?

Zwischenbilanz Hamburg Was haben wir geleistet? Wohin soll es gehen? Zwischenbilanz Hamburg Was haben wir geleistet? Wohin soll es gehen? Dr. Dirk Bange Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Auf bewährte Hamburger Praxis gesetzt! 1998: Einrichtung des ersten

Mehr

Richtlinien zur Förderung von Seelsorge in rechtlich selbständigen caritativen Einrichtungen in der Diözese Rottenburg Stuttgart

Richtlinien zur Förderung von Seelsorge in rechtlich selbständigen caritativen Einrichtungen in der Diözese Rottenburg Stuttgart Richtlinien zur Förderung von Seelsorge in rechtlich selbständigen caritativen Einrichtungen in der Diözese Rottenburg Stuttgart 1. Allgemeine Bestimmungen Durch Beschluss der Sitzung des Bischöflichen

Mehr

Pflege ist mehr als Pflegeversicherung

Pflege ist mehr als Pflegeversicherung Handlungsfähigkeit der Kommunen stärken Pflege ist mehr als Pflegeversicherung Versorgung älterer Menschen durch qualifizierte Betreuung, Hilfe und Pflege Workshop, Berlin, 16.10.2014 1 Einführung der

Mehr

Die Pflegeversicherung. Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer

Die Pflegeversicherung. Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer 2 Einführung Pflegebedürftig Pflegestufen Die Hilfe bei den ATL Leistungen bei

Mehr

Leben mit einem schwerstbehinderten Kind zu Hause. Selbsthilfegruppe neurokind

Leben mit einem schwerstbehinderten Kind zu Hause. Selbsthilfegruppe neurokind Leben mit einem schwerstbehinderten Kind zu Hause Selbsthilfegruppe neurokind Ein Ausflug - Möglichkeiten der Assistenz für Familien mit behindertem Kind Autor: Dirk Strecker 1/18 Leben mit einem schwerstbehinderten

Mehr

Arbeitslosenzentrum im Diakonischen Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis. Vorstellung Kick off Veranstaltung in Bad Boll am 24. / 25.

Arbeitslosenzentrum im Diakonischen Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis. Vorstellung Kick off Veranstaltung in Bad Boll am 24. / 25. Arbeitslosenzentrum im Diakonischen Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Vorstellung Kick off Veranstaltung in Bad Boll am 24. / 25. April 2013 Arbeitsmarktsituation Schwarzwald-Bar-Kreis Zahlen: März 2013 Arbeitslosenquote

Mehr

Thema kompakt Pflegeversicherung

Thema kompakt Pflegeversicherung Thema kompakt Pflegeversicherung Zentrum Kommunikation Pressestelle Caroline-Michaelis-Straße 1 10115 Berlin Telefon: +49 30 65211-1780 Telefax: +49 30 65211-3780 pressestelle@diakonie.de ---------- Berlin,

Mehr

Persönliches Budget in der gesetzlichen Krankenversicherung

Persönliches Budget in der gesetzlichen Krankenversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung Datum: 25.09.2008 Folie 1 1. Ausführung von Leistungen, Persönliches Budget 17 SGB IX Gesetzestext i.v.m. Vorläufige Handlungsempfehlung Trägerübergreifende Aspekte

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 Chancen für neue Angebote?

Leistungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 Chancen für neue Angebote? Leistungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 Chancen für neue Angebote? Belinda Hernig Referentin Pflege Abteilung Gesundheit Verband der Ersatzkassen e.v., Berlin 19. Jahrestagung der Betreuungsbehörden/-

Mehr

Unterstützung für Einzelne und Familien bei schwerer Krankheit und Trauer

Unterstützung für Einzelne und Familien bei schwerer Krankheit und Trauer Unterstützung für Einzelne und Familien bei schwerer Krankheit und Trauer Hospiz- und Palliativ beratungsdienst Potsdam »Man stirbt wie wie man man lebt; lebt; das Sterben gehört zum Leben, das Sterben

Mehr

Informationen zur Tagespflege

Informationen zur Tagespflege Informationen zur spflege Die pflegerische Versorgung älterer Menschen stützt sich auf verschiedene Bausteine, die sich jeweils ergänzen sollen: 1. Häusliche Pflege durch Angehörige 2. Ambulante Pflege

Mehr

Pflegedienste / Pflegeheime Merkblatt

Pflegedienste / Pflegeheime Merkblatt Pflegedienste / Pflegeheime Merkblatt Voraussetzungen für die Gründung von Pflegeeinrichtungen Was das Pflegeversicherungsgesetz regelt Bei der Gründung einer Pflegeeinrichtung (Pflegedienst oder Pflegeheim)

Mehr

Neue Regelungen für Pflegebedürftige

Neue Regelungen für Pflegebedürftige Neue Regelungen für Pflegebedürftige Erstes Pflegestärkungsgesetz tritt am 1. Januar 2015 in Kraft von Katja Kruse Durch zwei Pflegestärkungsgesetze will die Bundesregierung in dieser Wahlperiode die pflegerische

Mehr

Die Stiftung Kind und Familie. Das grosse Plus für kranke Kinder und ihre Familien!

Die Stiftung Kind und Familie. Das grosse Plus für kranke Kinder und ihre Familien! Die Stiftung Kind und Familie KiFa aschweiz Das grosse Plus für kranke Kinder und ihre Familien! Themenschwerpunkte Begrüssung Leitbild Die Stiftung Kind und Familie KiFa Schweiz stellt sich vor Ist ein

Mehr

Ziele und Strategien als Basis eines erfolgreichen Wandels Die Sieben Handlungsfelder des Change Managements im Nonprofitbereich

Ziele und Strategien als Basis eines erfolgreichen Wandels Die Sieben Handlungsfelder des Change Managements im Nonprofitbereich Ziele und Strategien als Basis eines erfolgreichen Wandels Die Sieben Handlungsfelder des Change Managements im Nonprofitbereich Robert Bachert Die Finanzmarktkrise als Wandlungsförderer Es gibt viele

Mehr

Verband alleinerziehender Mütter und Väter, OV-Frankfurt. Auftaktveranstaltung PAKKO-Passgenau in Arbeit mit Kind im Kreis Offenbach, 06.09.

Verband alleinerziehender Mütter und Väter, OV-Frankfurt. Auftaktveranstaltung PAKKO-Passgenau in Arbeit mit Kind im Kreis Offenbach, 06.09. Verband alleinerziehender Mütter und Väter, OV-Frankfurt Auftaktveranstaltung PAKKO-Passgenau in Arbeit mit Kind im Kreis Offenbach, 06.09.2012 Lebensform Alleinerziehen in Zahlen In Deutschland leben

Mehr

APK Löwenherz-Familienhilfe www.apk-loewenherz.de

APK Löwenherz-Familienhilfe www.apk-loewenherz.de www.apk-loewenherz.de Arbeitsgemeinschaft für psychisch Kranke im Rhein-Erft-Kreis e.v. seit 1980 seit 2004 seit 2000 Der e.v. ist alleiniger Gesellschafter beider ggmbhs APK Soziale Dienste GmbH & WIR

Mehr

Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick...

Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick... Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick... Sozialpsychiatrie ist ein Fachbegriff für eine bestimmte Art, Menschen bei seelischen Krisen und psychischen Erkrankungen professionell zu helfen. Besonders

Mehr

Frühe Hilfen im Landkreis Lörrach: Familienpaten

Frühe Hilfen im Landkreis Lörrach: Familienpaten Frühe Hilfen im Landkreis Lörrach: Familienpaten Kinderschutz und Kindeswohl sind Themen, die in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind. Die Bundesregierung hat im

Mehr

Agentur zum Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote Leitfaden Konzeption und Anerkennung eines Helferkreises

Agentur zum Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote Leitfaden Konzeption und Anerkennung eines Helferkreises Agentur zum Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote Leitfaden Konzeption und Anerkennung eines Helferkreises Konzeption Was ist ein Helferkreis? Helferkreise sind Angebote zur stundenweisen

Mehr

Satzung des Vinzenzwerk Handorf e.v.

Satzung des Vinzenzwerk Handorf e.v. Satzung des Vinzenzwerk Handorf e.v. Präambel Christen sollen sich im Namen Jesu Christi notleidenden Menschen zuwenden. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Matthäus

Mehr

Vertrag über die Förderung der ambulanten Hospizarbeit

Vertrag über die Förderung der ambulanten Hospizarbeit Vertrag über die Förderung der ambulanten Hospizarbeit zwischen den für die Wahrnehmung der Interessen der ambulanten Hospizdienste maßgeblichen Spitzenorganisationen - dem Arbeiterwohlfahrt Bundesverband

Mehr

Leitbild. der DEUTSCHEN KINDERKREBSNACHSORGE Stiftung für das chronisch kranke Kind. Gemeinsam an der Seite kranker Kinder

Leitbild. der DEUTSCHEN KINDERKREBSNACHSORGE Stiftung für das chronisch kranke Kind. Gemeinsam an der Seite kranker Kinder Leitbild der DEUTSCHEN KINDERKREBSNACHSORGE Stiftung für das chronisch kranke Kind Gemeinsam an der Seite kranker Kinder Präambel Die DEUTSCHE KINDERKREBSNACHSORGE Stiftung für das chronisch kranke Kind

Mehr

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Menschen wahrnehmen... 3 Offen für alle Menschen, die uns brauchen...

Mehr

Machen Sie mit beim Senioren-Stadtteilbüro-Niederrad

Machen Sie mit beim Senioren-Stadtteilbüro-Niederrad Machen Sie mit beim Senioren-Stadtteilbüro-Niederrad Herzliche Einladung zur Informationsveranstaltung am 23.06.2014 um 18.00 Uhr Altenzentrum St. Josef Goldsteinstraße 14 60528 Frankfurt zum Aufbau einer

Mehr

Deutscher Caritasverband

Deutscher Caritasverband e. V. Karlstraße 40 79104 Freiburg 0761 200-239 www.caritas.de Deutscher Ausschreibung für einen inhaltlichen, funktionellen und grafischen Relaunch der Caritas-Webfamilie Für die Neuordnung und Weiterentwicklung

Mehr

Freiräume ohne schlechtes Gewissen

Freiräume ohne schlechtes Gewissen Familienzentrum Menschenkinder Freiräume ohne schlechtes Gewissen Über die herausfordernde Aufgabe der Versorgung älterer Menschen in der heutigen Zeit Dagmar Schallenberg -lich willkommen! Worum es uns

Mehr

Arbeitsgemeinschaft des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Hessen

Arbeitsgemeinschaft des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Hessen Arbeitsgemeinschaft des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Hessen Satzung vom 22. September 1989 in der Fassung vom 06. Mai 2014 Stand 06.05.2014 Satzung 1 Inhalt Seite 1 Name, Sitz und

Mehr

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz. Die wichtigsten Verbesserungen

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz. Die wichtigsten Verbesserungen Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz Beilage zu Leitfaden zur Pflegeversicherung 13. Auflage 2012, August 2012 Der Deutsche Bundestag hat am 29. Juni 2012 ein Gesetz zur Reform der

Mehr

Pflegestützpunkte: unabhängige, neutrale und kostenlose Beratungs- und Informationsangebote

Pflegestützpunkte: unabhängige, neutrale und kostenlose Beratungs- und Informationsangebote Pflegestützpunkte: unabhängige, neutrale und kostenlose Beratungs- und Informationsangebote Pflegestützpunkte Baden-Württemberg e.v. 1 Baden-Württemberg meldet Vollzug: Die Pflegestützpunkte haben ihre

Mehr

Reform der Pflegeversicherung

Reform der Pflegeversicherung Reform der Pflegeversicherung Sozial- und Gesundheitsausschuss am 19. Mai 2008 in Schieder-Schwalenberg - Auszüge aus dem Referat des IKK Landesverbandes (Kreispflegekonferenz am 30.4.08) - Ziele der Reform

Mehr

VANESSA SCHLEVOGT Sozialforschung + Beratung

VANESSA SCHLEVOGT Sozialforschung + Beratung Unterstützung familiärer Erziehungskompetenzen als besondere Aufgabe von Kinder- und Familienzentren Workshop auf Fachtagung Bundesverband der Familienzentren Berlin, 22. November 2012 Planung Ausgangslage:

Mehr

Stellungnahme der. Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v. zum

Stellungnahme der. Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v. zum Stellungnahme der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v. zum Referentenentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen

Mehr

Versicherungsschutz gilt auch für Ausbildungsveranstaltungen dieser Unternehmen.

Versicherungsschutz gilt auch für Ausbildungsveranstaltungen dieser Unternehmen. Unfallversicherung im Ehrenamt 1. Gesetzliche Unfallversicherung 1.1 Aufgaben der Unfallversicherung Aufgabe der Unfallversicherung ist es, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

Mehr

WIR für UNS eg. eine genossenschaftlich organisierte Seniorenhilfe

WIR für UNS eg. eine genossenschaftlich organisierte Seniorenhilfe WIR für UNS eg eine genossenschaftlich organisierte Seniorenhilfe Unsere Zielsetzung Unsere Hilfsdienste Fakten zur Organisation Hilfe- und Entgeltkonzept Bisherige Entwicklung und Erfahrungen 1 Unsere

Mehr

KVJS Jugendhilfe Service. Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen nach 20 SGB VIII

KVJS Jugendhilfe Service. Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen nach 20 SGB VIII KVJS Jugendhilfe Service Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen nach 20 SGB VIII Inhaltsverzeichnis Vorwort 3 1. Rechtsgrundlagen 4 1.1 Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen

Mehr

Kein Kind zurücklassen Kommunen in NRW beugen vor. Das Modellvorhaben im Kreis Warendorf

Kein Kind zurücklassen Kommunen in NRW beugen vor. Das Modellvorhaben im Kreis Warendorf Kein Kind zurücklassen Kommunen in NRW beugen vor Das Modellvorhaben im Kreis Warendorf Workshop am 03.09.2012 Kreis Warendorf Strategie des Kreises Warendorf Langfristig angelegte Weiterentwicklung der

Mehr

Erziehungsstellen. Fachpflegefamilien gem. 33,2 SGB VIII

Erziehungsstellen. Fachpflegefamilien gem. 33,2 SGB VIII Erziehungsstellen Fachpflegefamilien gem. 33,2 SGB VIII Pädagogische Konzeption Erziehungsstellen sind eine besondere Form der Pflegefamilie gem. 33, Satz 2 SGB VIII. Sie sind eine lebensfeldersetzende

Mehr

Herzlich Willkommen! Reform der Pflegeversicherung 10 gute Nachrichten für Beitragszahler

Herzlich Willkommen! Reform der Pflegeversicherung 10 gute Nachrichten für Beitragszahler Herzlich Willkommen! Reform der Pflegeversicherung 10 gute Nachrichten für Beitragszahler Die erste gute Nachricht: Die Leistungen der Pflegeversicherung für die stationäre Pflege bleiben stabil Ursprünglich

Mehr

Ambulanter und palliativer Pflegedienst

Ambulanter und palliativer Pflegedienst Wohnanlage Sophienhof gemeinnützige GmbH Am Weiherhof 23, 52382 Niederzier Ambulanter und palliativer Pflegedienst Sie möchten im Alter oder Krankheitsfall zu Hause versorgt werden? Damit das auch bei

Mehr

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Resonanz pädagogischer Fachkräfte auf ein interaktives Fortbildungsangebot zur Verwirklichung gesundheitlicher Chancengleichheit Grimm Iris,

Mehr

Maßregelvollzug. Nachbetreuung suchtkranker und psychisch kranker Rechtsbrecher in Hessen. Forensische Fachambulanzen. Landeswohlfahrtsverband Hessen

Maßregelvollzug. Nachbetreuung suchtkranker und psychisch kranker Rechtsbrecher in Hessen. Forensische Fachambulanzen. Landeswohlfahrtsverband Hessen Maßregelvollzug Forensische Fachambulanzen Nachbetreuung suchtkranker und psychisch kranker Rechtsbrecher in Hessen Landeswohlfahrtsverband Hessen I m p r e s s u m Herausgeber: Landeswohlfahrtsverband

Mehr

820 Geltende Gesetze und Verordnungen (SGV. NRW.) mit Stand vom 23.1.2015

820 Geltende Gesetze und Verordnungen (SGV. NRW.) mit Stand vom 23.1.2015 Seite 1 von 6 820 Geltende Gesetze und Verordnungen (SGV. NRW.) mit Stand vom 23.1.2015 Verordnung über niedrigschwellige Hilfe-und Betreuungsangebote für Pflegebedürftige (HBPfVO) Vom 22. Juli 2003 (Fn

Mehr

Achten Sie bitte auch darauf, dass Ihr behandelnder Arzt bzw. Ihre behandelnde Ärztin die notwendigen Angaben auf dem Antrag vollständig vornimmt.

Achten Sie bitte auch darauf, dass Ihr behandelnder Arzt bzw. Ihre behandelnde Ärztin die notwendigen Angaben auf dem Antrag vollständig vornimmt. Antrag auf Haushaltshilfe Sie möchten die Übernahme der Kosten für eine Haushaltshilfe beantragen, weil Ihnen während einer Schwangerschaft oder nach einer Entbindung vorübergehend die Weiterführung des

Mehr

Einen alten Baum verpflanzt man nicht!

Einen alten Baum verpflanzt man nicht! Wenn Sie Interesse an einer zeitintensiven Betreuung oder Kurzzeitpflege haben, sprechen Sie mit Ihrem Pflegedienst oder wenden Sie sich direkt an uns. Stiftung Innovation & Pflege Obere Vorstadt 16 71063

Mehr

Pflegebedürftige. Pflegebedürftige. Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441. Pflegebedürftige in Heimen 29,7% (743.120)***

Pflegebedürftige. Pflegebedürftige. Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441. Pflegebedürftige in Heimen 29,7% (743.120)*** Pflegebedürftige Nach Nach,, in absoluten in absoluten Zahlen Zahlen und und Anteile in Prozent, Jahresende 2011 2011 Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441 Pflegebedürftige zu Hause versorgt 70,3% (1.758.321)

Mehr

Handreichung zur Entwicklung einer Pastoralvereinbarung

Handreichung zur Entwicklung einer Pastoralvereinbarung Handreichung zur Entwicklung einer Pastoralvereinbarung Die vorliegende Handreichung dient als Grundlage und Modell für die Erstellung einer Pastoralvereinbarung. Sie bildet den vorläufigen Schluss eines

Mehr

GUTE PFLEGE. Darauf kommt es an DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE

GUTE PFLEGE. Darauf kommt es an DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE GUTE PFLEGE DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE Geplante Verbesserungen im Überblick Stand 2./3. Lesung Deutscher Bundestag 14. Oktober 2014 DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE Liebe Leserinnen und Leser, die Menschlichkeit

Mehr

SGB XI: Die Überraschung kommt am Schluss

SGB XI: Die Überraschung kommt am Schluss SGB XI: Die Überraschung kommt am Schluss Wenn es das SGB XI gar nicht gäbe, würdest Du heute wahrscheinlich anders oder anderswo arbeiten. Das Gesetz der Sozialen Pflegeversicherung ist die Grundlage

Mehr

Nur per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. nachrichtlich: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Nur per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. nachrichtlich: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail HAUSANSCHRIFT Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin Oberste Finanzbehörden

Mehr

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Prozentuale Zuzahlung Gundsätzlich wird künftig bei allen Leistungen eine Zuzahlung von

Mehr

Ombudsstellen und Beschwerdeverfahren in der Kinder- und Jugendhilfe

Ombudsstellen und Beschwerdeverfahren in der Kinder- und Jugendhilfe Ombudsstellen und Beschwerdeverfahren in der Kinder- und Jugendhilfe Eine aktuelle Debatte Runde Tische - Kinder- und Jugendhilfe trägt Verantwortung für die Sicherung der Rechte junger Menschen auch in

Mehr

Die Bedeutung sozialer Netzwerke und lebendiger Nachbarschaften

Die Bedeutung sozialer Netzwerke und lebendiger Nachbarschaften Die Bedeutung sozialer Netzwerke und lebendiger Nachbarschaften Vortrag auf dem 30.9.2010 Dr. Josefine Heusinger Institut für Gerontologische Forschung e.v., Berlin Gliederung 1. Private Netzwerke und

Mehr

Pflegeversicherung SGB XI Bestandsaufnahme, Weiterentwicklung und Perspektiven

Pflegeversicherung SGB XI Bestandsaufnahme, Weiterentwicklung und Perspektiven Pflegeversicherung SGB XI Bestandsaufnahme, Weiterentwicklung und Perspektiven Wilhelm Rohe Referatsleiter Pflege Verband der Ersatzkassen e.v. (vdek) Landesvertretung Nordrhein-Westfalen 20. Oktober 2010,

Mehr

Frühe Hilfen im Kreis Groß-Gerau

Frühe Hilfen im Kreis Groß-Gerau Hilfe, Beratung und Unterstützung für Schwangere und Eltern von Neugeborenen und kleinen Kindern (0 3 Jahre) im Kreis Groß-Gerau Kreisausschuss Groß-Gerau - Fachbereich Jugend und Schule - Gliederung Ausgangslage

Mehr

I. Förderung von niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten, ehrenamtlichen Strukturen sowie der Selbsthilfe

I. Förderung von niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten, ehrenamtlichen Strukturen sowie der Selbsthilfe Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes 1 und des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e. V. zur Förderung von niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten, ehrenamtlichen Strukturen und

Mehr

Vergessene Kinder. Wo finden Kinder psychisch kranker Eltern Unterstützung? Dr. Elisabeth Horstkotte, MPH Gesundheitsamt Bremen

Vergessene Kinder. Wo finden Kinder psychisch kranker Eltern Unterstützung? Dr. Elisabeth Horstkotte, MPH Gesundheitsamt Bremen Vergessene Kinder Wo finden Kinder psychisch kranker Eltern Unterstützung? Dr. Elisabeth Horstkotte, MPH Gesundheitsamt Bremen 61. Wissenschaftlicher Kongress BVÖGD in Trier - 14.05.2011 Kinder psychisch

Mehr

10. TK Techniker Krankenkasse

10. TK Techniker Krankenkasse 10. TK Techniker Krankenkasse 1411 Die Techniker Krankenkasse gesund in die Zukunft Die Techniker Krankenkasse (TK) ist eine bundesweite Krankenkasse mit langer Tradition. Seit über 125 Jahren kümmert

Mehr

Stefan Schrank. Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut

Stefan Schrank. Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut Stefan Schrank Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut Stefan Schrank Fragen Sie Ihre Patienten bevor es der MDK tut Kundenbefragung als Element der Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege Bibliografische

Mehr

Mit Einander. Das Patenschaftsprojekt Nachbarschaftswerk e.v.

Mit Einander. Das Patenschaftsprojekt Nachbarschaftswerk e.v. Mit Einander Das Patenschaftsprojekt Nachbarschaftswerk e.v. Das Projekt Das Projekt DiE idee Das Projekt knüpft soziale Patenschaften zwischen Freiburger Kindern im Alter von 4 bis 16 Jahren und Bürgerinnen

Mehr

Netzwerk Gesunde Kinder

Netzwerk Gesunde Kinder 1 Netzwerk Gesunde Kinder Dahme-Spreewald und Lübbenau OSL-Nord 2 Hintergrund Potsdamer Erklärung zur Kindergesundheit (2007 und 2009): Gesund Aufwachsen ist eines der wichtigsten Gesundheitsziele auf

Mehr

Vorläufige Förderkriterien für Zuschüsse zum Aufbau von Lernpatenzentren Keiner darf verloren gehen in Rheinland-Pfalz Stand: Mai 2012

Vorläufige Förderkriterien für Zuschüsse zum Aufbau von Lernpatenzentren Keiner darf verloren gehen in Rheinland-Pfalz Stand: Mai 2012 Ausut Vorläufige Förderkriterien für Zuschüsse zum Aufbau von Lernpatenzentren Keiner darf verloren gehen in Rheinland-Pfalz Stand: Mai 2012 A. Vorbemerkung: Entsprechend den Zielformulierungen im fortgeschriebenen

Mehr

Informationen für Sie Die Pflegeversicherung

Informationen für Sie Die Pflegeversicherung Gesundheitsamt Freie Hansestadt Bremen Sozialmedizinischer Dienst für Erwachsene Informationen für Sie Die Pflegeversicherung Türkischsprachige Informationen zur Pflegeversicherung Machen Sie sich schlau,

Mehr

bei uns in besten händen

bei uns in besten händen bei uns in besten händen Die individuellen Pflegeangebote in unseren Seniorenzentren sowie in den Bereichen: Betreutes Wohnen, Kurzzeit- und Tagespflege, Stationäre Pflege, Häusliche Pflege und Beratung.

Mehr

Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses Entlassungsmanagement

Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses Entlassungsmanagement Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses Entlassungsmanagement Inhalt Definition Gesetzliche Grundlage Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege Möglichkeiten der praktischen

Mehr

Tagesmütter- Börse. Kinder mit Behinderung in der Kindertagespflege. Informationen für Tagespflegepersonen

Tagesmütter- Börse. Kinder mit Behinderung in der Kindertagespflege. Informationen für Tagespflegepersonen Jugend- und Familienhilfe Tagesmütter- Börse Kinder mit Behinderung in der Kindertagespflege Informationen für Tagespflegepersonen Kontakt Caritasverband für Stuttgart e.v. Bereich Jugend- und Familienhilfe

Mehr

HOCHSAUERLANDKREIS. Informationen für Eltern die nicht miteinander verheiratet sind

HOCHSAUERLANDKREIS. Informationen für Eltern die nicht miteinander verheiratet sind HOCHSAUERLANDKREIS Informationen für Eltern die nicht miteinander verheiratet sind Vorbemerkung Für Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, ergeben sich oftmals besondere Fragen und rechtliche

Mehr

Tagesbetreuungsausbaugesetz

Tagesbetreuungsausbaugesetz Das Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG). Gesetz zum qualitätsorientierten und bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung und zur Weiterent wicklung der Kinder- und Jugendhilfe Tagesbetreuungsausbaugesetz

Mehr

BABYLOTSEN HAMBURG. Von Fall zu Fall Aus der Praxis der Hamburger Babylotsen

BABYLOTSEN HAMBURG. Von Fall zu Fall Aus der Praxis der Hamburger Babylotsen Auszug Von Fall zu Fall Aus der Praxis der Hamburger Babylotsen Stand: September 2014 Inhalt Vorwort von Dr. Sönke Siefert Seite 3 Geschäftsführer Stiftung SeeYou Babylotsen im Krankenhaus Seite 4 Fall

Mehr

Müssen Versicherte im Monat 89 Euro für Windeln dazu bezahlen?

Müssen Versicherte im Monat 89 Euro für Windeln dazu bezahlen? Müssen Versicherte im Monat 89 Euro für Windeln dazu bezahlen? Rechtliche Rahmenbedingungen der Hilfsmittelversorgung und Tipps für Betroffene In Ausgabe 1/2011 von Das Band hatten wir unsere Leserinnen

Mehr

Was ist eine Beistandschaft?

Was ist eine Beistandschaft? Seite 1 von 4 Fragen und Antworten zum neuen Recht: Was ist eine Beistandschaft? Wer kann einen Beistand erhalten? Wie erhalte ich einen Beistand für mein Kind? Wozu brauche ich einen Beistand? Wann kann

Mehr

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Eichstädt, sehr geehrte Frau Tschanter,

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Eichstädt, sehr geehrte Frau Tschanter, Verband der Privaten Krankenversicherung e.v. Glinkastraße 40 10117 Berlin Telefon: 030/204589-52 Mobil: 0173/9688852 PC-Fax: 0221/9987-1545 E-Mail: anja.radtke@pkv.de Internet: www.pkv.de e-mail an: Sozialausschuss

Mehr

Möglichkeiten und Grenzen. beim Aufbau von. Demenzpaten-Projekten

Möglichkeiten und Grenzen. beim Aufbau von. Demenzpaten-Projekten Möglichkeiten und Grenzen beim Aufbau von Demenzpaten-Projekten Dipl.-Theologin, Dipl.-Psycho-Gerontologin aufschwungalt, München Konzeptumsetzung Beachtung der Kriterien eines modernen bürgerschaftlichen

Mehr

Vereinbarung nach 25 Abs. 1 S. 3 WTPG zur Zusammenarbeit zwischen dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Baden-Württemberg, dem Prüfdienst

Vereinbarung nach 25 Abs. 1 S. 3 WTPG zur Zusammenarbeit zwischen dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Baden-Württemberg, dem Prüfdienst Vereinbarung nach 25 Abs. 1 S. 3 WTPG zur Zusammenarbeit zwischen dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Baden-Württemberg, dem Prüfdienst des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.v.,

Mehr

31.12.2012. Die aktuelle Pflegereform was ändert sich: Hintergrund. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht

31.12.2012. Die aktuelle Pflegereform was ändert sich: Hintergrund. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht Hintergrund Die Änderungen in der Pflegeversicherung beruhen auf dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG). Dieses ist in weiten Teilen am 30. Oktober 2012 in Kraft getreten. Die Leistungsverbesserungen

Mehr

Kostenübernahme bei Kinderwunschbehandlung

Kostenübernahme bei Kinderwunschbehandlung Kostenübernahme bei Kinderwunschbehandlung Art und Umfang der Kostenübernahme bei einer Kinderwunschbehandlung hängen maßgeblich davon ab, ob eine private oder eine gesetzliche Krankenversicherung besteht.

Mehr

Beruf: Tagesmutter. Behüten, Fördern und den Alltag mit Kindern gestalten.

Beruf: Tagesmutter. Behüten, Fördern und den Alltag mit Kindern gestalten. Informationen für Tagesmütter und Tagesväter Kindertagespflege eine schöne Herausforderung für Sie? dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Alle Informationen rund um die Tätigkeit als Tagesmutter und -vater

Mehr