Arbeitskreis Siedlung und Landschaft: Ergebnisprotokoll

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1 HEIDEREGION UELZEN Arbeitskreis Siedlung und Landschaft: Ergebnisprotokoll am , Uhr, Rathaus Uelzen Moderation und Protokoll: Anna-Sophie Wurr, Alice Stahl (KoRiS) Teilnehmerinnen und Teilnehmer: siehe Liste in der Anlage 1 Begrüßung und Einführung Frau Schuckenbrock (Stadt Uelzen) und Frau Wurr (KoRiS) begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Teilnehmenden stellen sich kurz vor. Frau Wurr erläutert die Hintergründe für die Sitzung: - Die demografische Entwicklung im Landkreis Uelzen wird starke Auswirkungen auf die Struktur und Perspektive der Dörfer haben. - Dörfer, die sich für das Förderprogramm der Dorferneuerung bewerben, sollten diesen Aspekt stärker in ihre Bewerbungen für das Dorferneuerungsprogramm sowie den Dorferneuerungsprozess einbeziehen. - Möglichst vielen Dörfern in der Heideregion Uelzen soll die Aufnahme in das Programm ermöglicht werden, durch entsprechende Rahmenbedingungen wie z.b. die Aufnahme in das Regionale Entwicklungskonzept (REK) oder eine Empfehlung von Dörfern durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region. Ziel der Sitzung ist es, über die Möglichkeiten der Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm zu informieren, Dörfer mit Interesse an einem Dorferneuerungsprozess mit demografischem Schwerpunkt zu ermitteln sowie weitere Ansätze zur Gestaltung des demografischen Wandels zu diskutieren. 2 Demographischer Wandel im Landkreis Uelzen Entwicklungen und Maßnahmen Frau Wurr gibt einen kurzen Überblick zu den Entwicklungen des demographischen Wandels im Landkreis Uelzen, zu Konsequenzen der rückläufigen Einwohnerzahlen sowie den bisherigen Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels im Rahmen des Leader- Prozesses. (siehe Folien in der Anlage 2) 3 Dorferneuerungsprogramm Stand der Fortschreibung, Aufnahme in das Programm Frau Wangering und Herr Roemer (LGLN) präsentieren den aktuellen Stand der Dorferneuerung sowie den Stand der Planung zur Fortschreibung des Programms. Darüber hinaus stellen sie einige Eckpunkte zur ELER-Förderung nach 2013 und den möglichen Auswirkungen für Leader sowie die Dorferneuerung vor. (siehe Folien in der Anlage 3) Bei den Informationen handelt es sich lediglich um erste Ideen und Ansätze. Bestätigungen gibt es bislang noch nicht. 1

2 Unklar ist nach wie vor, wann eine Fortschreibung des Dorferneuerungsprogramms erfolgt wurde ein Dorf in Niedersachsen neu aufgenommen. Evtl. erfolgt auch 2012 eine ähnliche Fortschreibung oder eine Doppelfortschreibung 2012 / In welcher Form das Auswahlverfahren zur Aufnahme in das Programm gestaltet wird, ist bislang unklar. Vermutlich erfolgt eine Neugestaltung, z.b. in Form eines Wettbewerbs nach Kriterien des europäischen Dorferneuerungspreises oder einer Entscheidung durch eine Jury. Die Bewerbung wird damit voraussichtlich nach neuen umfangreicheren Kriterien gestaltet. Gefordert werden könnten eine Stärken-Schwächen Analyse (SWOT-Analyse), eine konkrete thematische Bewerbung sowie vorbereitende Arbeitskreise. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, nur eine begrenzte Anzahl Dörfer pro Amtsbezirk aufzunehmen, z. B. ein Dorf. Bislang gibt es keine Informationen darüber, dass für Gemeinden, die bereits im Programm aufgenommen waren, keine erneute Bewerbung zugelassen ist. Weitere Neuerungen wird es mit der Fortschreibung des ELER-Programms für die neue Förderperiode ab 2013 geben. Entwicklungsschwerpunkte sowie ggf. kommunenübergreifende Konzepte zu bestimmten Themen könnten gefordert werden. Insgesamt sieht die Fortschreibung des ELER-Programms thematische Schwerpunkte vor, wie Daseinsvorsorge, Innenentwicklung, Diversifizierung, Demografischer Wandel etc.. 4 Fragen und Diskussion Dorferneuerung und Demografie Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm mit den sich evtl. ändernden Aufnahmebedingungen als noch schwieriger an, als bislang. Die Zahl der Bewerber wird weiter zunehmen, bei geringerer Zahl aufzunehmender Dörfer und immer höheren Anforderungen. Die Höhe der Kosten zur Vorbereitung steigen damit im Vergleich zu den möglichen Erträgen. Den Gemeinden wird geraten, die Themen der Dorferneuerung unabhängig von einer möglichen Fortschreibung des Dorferneuerungsprogramms und Aufnahme anzugehen. Alternativprogramme (z.b. Leader) könnten genutzt werden, um die Themen voranzutreiben und Probleme anzugehen. Auch über Städtebauförderungsprogramme können Projekte realisiert werden. Bei Inanspruchnahme verschiedener Bezuschussungen, gibt es klare Abgrenzungen (nicht alle Programme können kombiniert werden) und Richtlinien (was wie gefördert werden kann), die eingehalten werden müssen. Eine Förderung der Projekte, die über das Dorferneuerungsprogramm laufen, kann nicht über andere Förderprogramme realisiert werden. Wichtig ist es, auch über grenzüberschreitenden Kooperationen und Konzepte nachzudenken und die örtliche Bevölkerung einzubeziehen. Es wird vorgeschlagen ein Modellprojekt zu initiieren, bei dem ein Dorf bzw. ein Dörferverbund bei der Vorbereitung auf eine evtl. Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm über Leader unterstützt wird. Ob eine anschließende Aufnahme in das Programm möglich ist, kann von Seiten des LGLN nicht garantiert werden. Positive Auswirkungen sind jedoch nicht auszuschließen. Von den anwesenden Gemeinden erklärt keine Gemeinde ein Interesse an einer entsprechenden Vorbereitung. Die bestehenden Regelungen, wie eine Empfehlung von Dörfern zur Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm durch das Regionale Entwicklungskonzept, gelten auch bei geänderten Aufnahmebedingungen nach wie vor. 2

3 Handlungsansätze zur aktiven Gestaltung des demographischen Wandels Für die aktive Gestaltung des demographischen Wandels im Landkreis Uelzen werden folgende weitere Handlungsansätze sowie Themen vorgeschlagen: - Akteure der Gemeinde Wieren setzen sich bereits aktuell mit dem Thema des demografischen Wandels auseinander und möchten in die konkrete Projektentwicklung einsteigen. - Das Thema "Regionale Energiegewinnung durch Umnutzung von Mühlen" interessiert die Akteure der Gemeinde Wieren ebenfalls. - Die Themen "Mehrgenerationen Wohnen" sowie "Begegnungsstätten" sind nach Meinung der Teilnehmenden von Bedeutung für die Region. (Die Stadt Uelzen verweist auf die Veranstaltung "Gemeinschaftliches Wohnen in Uelzen" am ) - Das Thema "Umnutzung von Leerständen" sowie "Realisierung von neuen Wohnformen", erachten viele Teilnehmer als zukünftige Herausforderung für den Landkreis. Für die Umsetzung von Projekten sehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer orts- und gemeindeübergreifende Kooperationen als besonders wichtig an. Synergieeffekte sollten genutzt werden. So ist es z. B. nicht erforderlich, in jeder Gemeinde eine Begegnungsstätte zu schaffen. 5 Weiteres Vorgehen Das Regionalmanagement vereinbart mit den Akteuren aus der Gemeinde Wieren einen Termin zur Projektberatung. Wie im vergangenen Jahr führt das Regionalmanagement eine Abfrage bei den Gemeinden durch, welche Dörfer eine Bewerbung für das Dorferneuerungsprogramm anstreben und in das REK aufgenommen werden möchten. Gleichzeitig wird das Interesse an einer Bewerbungsvorbereitung für das Dorferneuerungsprogramm über Leader abgefragt, sofern ein Wettbewerb zur Aufnahme in das Programm eingeführt wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgefordert, weitere Vorschläge und Projektansätze zu Gestaltung des demografischen Wandels einzubringen. 3

4 Anlage 1: Teilnehmerinnen und Teilnehmer Name Fricke, Else Gierlinger, Eckart Gundlach, Uwe Horstmann, Klaus Heuer, Hans-Jürgen Kahlert, Alexander Klippe, Gudrun Kutzki, Martina Lilje, Rüdiger Marquard, Werner Müller, Gustav Institution Galerie Drei Eichen Heimat und Kulturkreis Erbstorf e.v. Gemeinde Bienenbüttel Handel, Handwerk und Gewerbe Wieren Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Stadtrat Uelzen Samtgemeinde Wrestedt Klosterflecken Ebstorf LGLN, RD Lüneburg Samtgemeinde Suderburg Gemeinde Altenmedingen Bürgermeister Schwienau Partzsch, Joachim Landkreis Uelzen AL 63 Pesel, Astrid Roemer, Joachim Schoop, Dieter Schuckenbrock, Alexandra Schulz, Elisabeth Stahl, Alice Stadt- und Regionalplanerin LGLN, RD Lüneburg, Amt für Landentwicklung HHG Wieren Stadt Uelzen Planungsabteilung Landwirtschaftskammer Niedersachsen KoRiS Steinhagen, Jochen Strietz, Daniel Wangerin, Annika Weichsel, Hans-Heinrich LGLN, RD Lüneburg, Amt für Landentwicklung Gemeinde Suhlendorf Wohling, Jürgen Wurr, Anna-Sophie KoRiS / Leader-Regionalmanagement Heideregion Uelzen 4

5 Anlage 2: Maßnahmen und Entwicklungen des demographischen Wandels im Landkreis Uelzen (Folien) 5

6 Anlage 3: Dorferneuerung und Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm (Folien) 6

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