Eine Gesundheitsstrategie für Sachsen-Anhalt!

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1 Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt Eine Gesundheitsstrategie für Sachsen-Anhalt! Dr. Burkhard John Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt Vorsitzender des Vorstandes

2 Risikoverhalten der Sachsen-Anhalter zwei Drittel aller männlichen und etwas mehr als die Hälfte der weiblichen Einwohner Sachsen-Anhalts leiden an Übergewicht oder Fettleibigkeit (Adipositas) Sachsen-Anhalt das Bundesland mit dem höchsten Anteil an beleibten Menschen in Deutschland. ( StaLa Sachsen-Anhalt) starke Häufung der (vor allem männlichen) Krankenhausfälle aufgrund von alkoholbedingten psychischen und Verhaltensstörungen und eine erhöhte alkoholbedingte Sterbeziffer (2008 MS SAN Fokusbericht Alkoholbezogene Krankheitslast und Sterblichkeit in Sachsen-Anhalt) 33% der Bevölkerung >15 Jahre sind Raucher; SAN hat bundesweit den zweitgrößten Raucheranteil in der Bevölkerung (Statistisches Bundesamt) Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 2

3 Einfluss soziodemografischer Faktoren Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad oder Einkommen haben ein höheres Sterberisiko (Hoffmann, Demografische Forschung aus erster Hand, 2008, 5, 3, 1-4 ) Schlechteste Landkreise und kreisfreien Städte in Baden- Württemberg, Bayern und Sachsen bieten bessere Rahmenbedingungen für lebenslanges Lernen als die besten Regionen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern (Bertelsmann-Stiftung, Deutscher Lernatlas 2011) Lebenserwartung sinkt durch Arbeitslosigkeit um ein Jahr (Demografische Forschung 2010, Jahrgang 7, Nr. 3) Arbeitslose im Vergleich zu Erwerbstätigen haben einen schlechteren Gesundheitszustand (RKI, GBE-Kompakt 1/ Jahrgang) 33,2% aller Kinder unter 3 Jahren erhalten 2010 Leistungen nach SGB II bundesweit höchster Anteil (Bertelsmann-Stiftung KECK) Wirtschaftsstruktur in SAN hat einen negativen Effekt auf das Krankenstandsniveau (DAK Gesundheitsreport 2011 für Sachsen-Anhalt) Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 3

4 Folgen Höchste Sterblichkeit aller Bundesländer (852,1 Sterbefälle je EW in 2010 [altersstandadisiert] Höchste KH-Fallzahlen je EW aller Bundesländer ( Fälle je EW [altersstandadisiert] in 2010; Überdurchschnittliche ambulante Behandlungsbedürftigkeit AU-Schreibungen im Bundesvergleich an dritter Stelle (BKK Gesundheitsreport 2011)... Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 4

5 Ressourcen Flächendeckende Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder- und Jugendliche Angebote der Sportvereine Maßnahmen der Gesundheitsförderung in Kita, Schulen, Krankenhäusern, Betrieben, Städten Gesundheitsziele + Demografie-Allianz des Landes Vielzahl von Absolventen der Gesundheitswissenschaft Unterdurchschnittliche Kaufkraft der Bevölkerung Überdurchschnittliche Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds an die GKV aufgrund der Morbidität GKV-Mittel für die Umsetzung von Prävention nach 20 SGB V Bundesweit die zweitniedrigste Arztdichte je Einwohner für die ambulante medizinische Versorgung... Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 5

6 Eine Gesundheitsstrategie für Sachsen-Anhalt! Stärkung der Gesundheitsbildung und des Wissens über Krankheit (Kita, Schule, Berufsausbildung, Arbeitsschutz, Patientenschulung, Selbsthilfe) Steigerung der Inanspruchnahme der Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen (U1-U11, J1, Check-up 35, Krebsfrüherkennung) um Krankheiten zu vermeiden und ggf. frühzeitig zu behandeln, unter Erweiterung der frühen Feststellung von Risikoprofilen Abgestimmte Maßnahmen der (qualitätsgesicherten) Gesundheitsförderung sowie der Verhaltens- und der Verhältnisprävention in allen Lebensphasen und Lebenswelten (z.b. zertifizierter Breiten-, Alten- und Rehasport, gesundes Kita- und Schulessen, Förderung gesunder Unternehmen als Standortfaktor) Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 6

7 Eine Gesundheitsstrategie für Sachsen-Anhalt! Bereitstellung der notwendigen Angebote für die Weiterbetreuung der erkannten Risiken bzw. Gesundheitsstörungen Besondere Beachtung der Notwendigkeiten im Rahmen des demografischen Wandel Gesund Altern Spezifische Angebote für Senioren Verminderung von altersbedingtem Muskelabbau (Minderung der Sturzgefahr) Förderung von Gesundheit und Vermeidung von Krankheit ist eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe über alle Politik- und Wirtschaftsbereiche hinweg Erarbeitung einer Gesundheitsstrategie im Rahmen der Demografie- Allianz Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 7

8 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Burkhard John Vorsitzender des Vorstandes Telefon: Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 8

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