Herzlich Willkommen! AG 4: Die Arbeitsverwaltung als Partner bei der Arbeitssuche für Flüchtlinge

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1 Herzlich Willkommen! AG 4: Die Arbeitsverwaltung als Partner bei der Arbeitssuche für Flüchtlinge Bleiberechtsprojekte in Baden-Württemberg Fachtagung

2

3 Netzwerk Bleiberecht in Stuttgart Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt Arbeiterwohlfahrt Caritas Evangelische Gesellschaft Jobcenter Stuttgart Kerstin Fischer (Jobcenter Stuttgart), Patrick Konjer (Jobcenter Pforzheim)

4 Netzwerk Bleiberecht in Pforzheim Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbh Pforzheim Diakonie Pforzheim Integrationsbeauftragte der Stadt Pforzheim Jobcenter Pforzheim Kerstin Fischer (Jobcenter Stuttgart), Patrick Konjer (Jobcenter Pforzheim)

5 Leistungen nach dem SGB II Wer bekommt Leistungen nach dem SGB II? Hilfebedürftige Personen, die erwerbsfähig sind, das 15. und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet und in der Bundesrepublik Deutschland ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Passive Leistungen : Regelbedarfe, gegebenenfalls Mehrbedarfe und Leistungen für Unterkunft und Heizung, um den laufenden Lebensunterhalt zu sichern. Wer ALG II bezieht, ist kranken- und pflegeversichert.

6 Leistungen nach dem SGB II Aktive Leistungen : Eingliederungsleistungen, die die Vermittlung in Arbeit zum Ziel haben (z.b. Bewerbungshilfen; Teilnahme an Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen etc.) Außerdem bei Bedarf Vermittlung in Sprachkurse, zu Beratungsstellen, Rententrägern etc. Ziel: Hilfebedürftigkeit vermindern und beseitigen.

7 STUTTGART PFORZHEIM Einwohner * Ausländer 22,5% ( )* 17,1% (20.335) Migrationshintergrund 38% * 42,6% SGB II Bezieher Insgesamt ** Ausländer 41,9% ( ) ** 39,4% (3.167) davon Iraker ca. 6% *Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 ** Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktstatistik, Juli 2011

8 Jobcenter als Netzwerkpartner -Vorteile ein/e Ansprechpartner/in pro Jobcenter Sensibilität für die aufenthaltsrechtliche Situation Stärkere Berücksichtigung der aufenthaltsrechtlichen Problematik in der Beratungs- und Vermittlungsarbeit Vernetzung, dadurch ganzheitliche Betreuung

9 Besonderheiten STUTTGART hohe Kontaktdichte Betreuung der gesamten Bedarfsgemeinschaft enger Kontakt Ausländerbehörde PFORZHEIM hohe Kontaktdichte Betreuung der gesamten Bedarfsgemeinschaft Stadtteilbotschafter als Ansprechpartner

10 Schwierigkeiten STUTTGART Sprachkenntnisse früheres Arbeitsverbot gesundheitliche Situation Qualifikation befristeter Aufenthalt PFORZHEIM hauptsächlich irakische Zuwanderer (Kurden/Yeziden) Sprachkenntnisse Qualifikation (meist kein Schulabschluss) Kinderbetreuung durch Größe der BG

11 Aktuelle Zahlen - Stuttgart seit Mai: 67 Personen in Betreuung seither 16 Vermittlungen (VZ, TZ, Minijob) 25 Personen aus Ländern des ehemaligen Jugoslawien 14 Personen aus der Türkei 12 Personen aus dem Irak ca. 7% Ausbildung Herkunftsland ca. 30% Schulabschluss Herkunftsland

12 Aktuelle Zahlen - Pforzheim derzeit 120 Kunden in Betreuung 25 Integrationen seit Mai 11 (volles Ausschöpfen der jeweiligen Leistungsfähigkeit) hauptsächlich irakische Kurden/Yeziden (unterdrückte ethnische Minderheit) ca. 10% Ausbildung /Abschluss Heimatland

13 Fallbeispiel Stuttgart Frau O., 55 Jahre alt, seit 2000 in Deutschland; Aufenthalt befristet bis nach 23(1) AufenthG Serbien: Arbeit als Sekretärin Vermittlungsrelevante Hemmnisse: o leidet v.a. psychisch unter den Kriegserlebnissen; weitere gesundheitliche Einschränkungen o in Deutschland nie gearbeitet. Absolvierte Wiederholungssprachkurs für B1 (bestanden), daraufhin berufliche Orientierung durch Maßnahme. Innerhalb von 6 Wochen Arbeitsaufnahme in Vollzeit Ziel: Erhalt der Beschäftigung und Verlängerung des Aufenthaltstitels

14 Fallbeispiel Pforzheim Herr A.: 37 Jahre, Irak Einreise nach Deutschland Aufenthaltserlaubnis befristet bis , 25 Abs. 2 AufenthG Universität Mosul: Tierarzt/Tierärztin (nicht anerkannt) Kein Deutsch (Arabisch/Syrisch/Englisch) Probleme: mangelnde Deutschkenntnisse, Anerkennung undurchsichtig, psychische Minderbelastbarkeit durch Kriegstrauma weitere Vorgehensweise: Sprachkurs bis Sept. 12, parallel Anerkennung des Studiums über das Regierungspräsidium Stuttgart (Approbation etc.)

15 Ausblick Laufzeit des Projektes bis Oktober 2013 Integrationschancen abhängig von weiterer Arbeitsmarktentwicklung Umgang der Ausländerbehörden mit Bleibeberechtigten Möglichkeiten der Integration bei kurzfristigen Aufenthaltstiteln / Fiktionsbescheinigungen

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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