GEMEINDEPARLAMENT. 4. SITZUNG DES GEMEINDEPARLAMENTES Donnerstag, 9. November 2006, Rathaussaal

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1 GEMEINDEPARLAMENT 4. SITZUNG DES GEMEINDEPARLAMENTES Donnerstag, 9. November 2006, Rathaussaal Vorsitz Protokoll Büro Zeit Hans Eschenmoser (SVP), Präsident Martin Sax, Gemeindeschreiber Marianne Bommer (CVP), Vizepräsidentin Hanspeter Hagen (SP), Stimmenzähler Marcel Tanner (FDP), Stimmenzähler 19:00 Uhr bis 20:25 Uhr Appell Gemeindeparlament anwesend 29 entschuldigt 1 Gemeinderat anwesend 7 entschuldigt 0 Begrüssung Präsident Hans Eschenmoser (SVP) begrüsst die Anwesenden zur ersten Sitzung nach der Sommerpause und hofft, dass die Anwesenden politisch motiviert die heutigen Traktanden angehen werden. 1. Traktandenliste Gegen die Traktandenliste erfolgen keine Einwendungen. Damit gilt sie als genehmigt. I:\Arbeitsordner\Traktanden\Gemeindeparlament\Sitzungen GP 2006\ \ Ratsprotokoll.doc Seite 30

2 2. Ermächtigung zum Verkauf von Baulandparzellen Im Einfang / 1. Etappe 2.1. Eintreten Fritz Streuli (SP) stellt fest, dass die Vorlage ein ausgewiesenes Bedürfnis aufnehme und eine Entwicklung im Wohnungsbau fördere. Die Fraktion von SP/FG sei darum für Eintreten. Er unterstützt den Gemeinderat in der Haltung, dass Landverkäufe nicht einzeln in der Öffentlichkeit abgehandelt werden sollten. Als Wermutstropfen bezeichnet er die Tatsache, dass diese Entwicklung nun am Rand des Siedlungsgebietes stattfinde, zumal es sich dabei um ein landwirtschaftlich genutztes Areal handle. Thomas Bornhauser (FDP) ist namens der FDP für Eintreten. Der Gemeinderat habe gute Vorarbeit geleistet. Besonders begrüsst wird die vorgesehene Etappierung. Roland Wiesli (CVP) ist namens der CVP für Eintreten und hält fest, dass Bauland rar sei. Umso erfreulicher sei, dass hier Parzellen auf effiziente Weise erhältlich würden. Elsi Bärlocher (SVP) unterstützt die Vorlagen namens der SVP. Das geplante Vorhaben trage zur Attraktivitätssteigerung Weinfeldens bei. Simon Wolfer (JA) ist namens der Fraktion JA für Eintreten. Die grosse Baulandnachfrage ziehe auch einen grossen Landverbrauch nach sich. Er vermisst im ganzen Geschäft die städtebaulichen Aspekte. Brigitte Hugentobler (EVP) begrüsst den eingeschlagenen Weg namens der EVP. Gemeindeammann Max Vögeli dankt für die gute Aufnahme des Geschäfts. Im Einfamilienhausbau mache der Verkauf von Land gegenüber der Einräumung von Baurechten mehr Sinn. Bezüglich der Erschliessung bestehe ein rechtsgültiges Erschliessungsprogramm, das mit allen Eigentümern abgesprochen und bereinigt sei. Dabei gelte es, insbesondere auch die Anliegen der Privaten zu berücksichtigen. Daher eigneten sich typische Einfamilienhausgebiete auch nicht für städtebauliche Eingriffe der Öffentlichkeit. Es treffe zwar zu, dass das Gebiet am Rande der Siedlung liege. Immerhin sei aber festzuhalten, dass das Land seit Jahren der Bauzone zugewiesen sei. Trotzdem sei er zuversichtlich, dass in näherer Zukunft auch Land erschlossen werden könne, das zentrumsnäher liege. Eintreten ist unbestritten. Das Wort wird nicht mehr verlangt. Seite 31

3 2.2. Detailberatung Das Wort wird nicht verlangt Beschluss Die Ermächtigung des Gemeinderates zum Verkauf von Baulandparzellen Im Einfang / 1. Etappe wird einstimmig genehmigt. 3. Kredit von 540'000 Franken für den Umbau der Schützenstrasse und den Neubau der Bahnhofvorfahrt Süd und Kredit von 340'000 Franken für den Neubau der Veloabstellanlage Bahnhof Süd 3.1. Eintreten Heinz Schadegg (SVP) ist namens der SVP für Eintreten. Nach der Rückweisung vor einigen Jahren habe sich das Zuwarten eindeutig gelohnt. Heute liege ein gutes, städtebaulich sinnvolles Projekt vor. Die Gestaltung überzeuge und die Anlage sei funktionell richtig. Das Projekt verdiene dafür Komplimente. Matthias Künzler (JA) bestätigt, dass sich das Zuwarten gelohnt habe. Er ist namens der Fraktion JA für Eintreten. Christina Hotz (FDP) ist namens der FDP für Eintreten. Othmar Kasper (CVP) ist namens der CVP für Eintreten. Die Zeit habe dem Parlament Recht gegeben, die Vorlage sei jetzt ausgereift. Simon Aeschbacher (FG) ist namens der Fraktion SP/FG für Eintreten. Er kündigt an, einzelne Punkte im Rahmen der Detailberatung diskutieren zu wollen. Eintreten ist unbestritten. Das Wort wird nicht mehr verlangt. Seite 32

4 3.2. Detailberatung Michael Zingg (EVP): Das vorliegende Projekt ist ein Puzzle-Stein in einem grösseren Ganzen. Wir haben die Bahnhof-Nordseite vor einiger Zeit neu gestaltet, jetzt ist dann das BBZ mit dem Neubau fertig und der Umbau der Schützenstrasse also die Zufahrt zum Bahnhof vom Süden ist jetzt die logische Folge. Das Projekt ist in weiten Teilen überzeugend. Was mich stört, ist der Betrag von 32'500 Franken für die Beleuchtung der Bäume. Ich sehe zwar einen Plus-Punkt bei dieser Baum-Beleuchtungssache, aber zwei Minus-Punkte. Der Pluspunkt: Den öffentlichen Raum zu gestalten mit Helligkeit, mit Ästhetik, ist mir ein Anliegen, und beleuchtete Bäume sind mindestens für mein Auge etwas Schönes. Die Negativ-Punkte: Diese Verschönerungsaktion ist vermutlich am falschen Ort getätigt worden. Die Bahnhof-Südseite bietet überhaupt keinen Platz zum Verweilen und Stimmung geniessen. Da machen die beleuchteten Bäume auf der Nord-Seite, wie wir sie jetzt haben, mehr Sinn, dort haben wir das Pärkli, breite Trottoirs und Restaurants, dort warten die Menschen auf den Zug, es bietet sich an, dort was fürs Auge, für die Stimmung zu tun. Dass man aus formalen Gründen jetzt die Südseite gleich gestaltet, ist nach meinem Ermessen nicht zwingend. Der zweite Negativ-Punkt ist die Lichtverschmutzung, welche durch diese Lampen erzeugt wird. Bis zu einem gewissen Punkt können wir diese Lichtverschmutzung nicht vermeiden, aber da wir wissen, dass vor allem Zugvögel Mühe haben mit der Orientierung bei zuviel Kunst-Licht von den Ortschaften und Städten her, gilt es, mit solchen Lichtquellen sorgfältig und massvoll umzugehen. Hier in diesem Fall, glaube ich, haben wir die Chance, etwas gegen erst noch teure Lichtverschmutzung zu tun. Antrag A: Es sei der Betrag von 32'500 Franken für die Beleuchtung der Bäume auf der Bahnhof-Südseite zu streichen. Antrag B: Es sei der Betrag von 32'500 Franken für die Bestallung der Velounterstände auf der Bahnhof-Südseite in das Kreditbegehren aufzunehmen. Fritz Streuli (SP) beobachtet die Situation in den Veloständern auf der Nordseite und demonstriert seine Erfahrungen anhand von Bildern, welche die Notwendigkeit von Aufstallungsanlagen belegen sollen. Die Situation lasse sich auch mit derjenigen der Oberstufenzentren vergleichen. Beim Pestalozzi-Schulhaus (mit Aufstallung) herrsche eine viel bessere Ordnung als beim Thomas-Bornhauser-Schulhaus (ohne Aufstallung). Ernst R. Anderwert (FDP) betont, dass auch die Südstaatler ein Anrecht auf eine ansprechende Gestaltung ihrer Bahnhofseite als Visitenkarte des Dorfes hätten. Gerade sei im vorangehenden Geschäft hier eine weitere Entwicklungsphase eingeleitet worden, und der Zustrom zum Bahnhof werde hier sicher zunehmen. Er lehnt den Antrag auf Streichung der Beleuchtung ab. Brigitte Hugentobler (EVP) ist in der Frage der Baumbeleuchtung unsicher. Die Situationen auf der Nord- und Südseite des Bahnhof seien nicht direkt vergleichbar. Seite 33

5 Matthias Künzler (JA) stellt fest, dass insgesamt 13 Bäume beleuchtet werden sollten. Diese kosteten rund 2'500 Franken pro Baum. Dabei seien die Veloboxen so hell, dass die Baumstrahler dort gar keinen Nutzen hätten. Der dafür vorgesehene Betrag sei schlicht hinausgeworfenes Geld, und das Volk hätte dafür (auch angesichts der verworfenen Brunnenvorlage auf dem Markplatz) sicher kein Verständnis. Hingegen könne er der Beleuchtung der allein stehenden Bäume zustimmen. Er stellt folgenden Antrag: Es sei im Kreditbegehren von 540'000 Franken für den Umbau der Schützenstrasse und den Neubau der Bahnhofvorfahrt Süd auf die Beleuchtung der sechs Bäume zwischen den geplanten Velounterständen zu verzichten. Christina Hotz (FDP) bezweifelt, dass die Beleuchtung der Bäume hier zur Geltung käme und der erwünschte gestalterische Effekt erreicht würde. Gemeinderat Walter Strupler stimmt der Auffassung zu, dass es in der Frage der Beleuchtung nicht um die Notwendigkeit, sondern um Komfort und Gestaltung gehe. Man müsse sich auch bewusst sein, dass die volle Wirkung dieser Gestaltung erst erreicht würde, wenn die Bäume belaubt und etwas gewachsen seien. Er wünscht, dass das vorgeschlagene Konzept durchgezogen werde. Das Projekt sei in seiner Gesamtheit zu betrachten. Im Weiteren nimmt er Stellung zu den gezeigten Bildern und betont, dass der Bildbeweis auch einfach eine Frage der Auswahl sein könne. Grundsätzlich hätten in den Häuschen ohne Aufstallung mehr Velos Platz. Die Ordnung sei an beiden Orten sehr unterschiedlich. Auch seien die Häuschen mit Aufstallung nicht besser besetzt und nur wenige Velos auch tatsächlich an der Anlage angeschlossen. Thomas Bornhauser (FDP) unterstützt den Antrag von Matthias Künzler (JA). Marcel Tanner (FDP) will am Vorschlag des Gemeinderates festhalten. Man solle jetzt nicht am Schluss eines Gesamtprojektes halbe Sachen machen. Beat Gremminger (SVP) stellt fest, dass die Beleuchtung bei der Erstellung und beim Betrieb Geld koste. Er unterstützt den Vorschlag von Matthias Künzler (JA) für den Verzicht auf Beleuchtung zwischen den Häuschen. In der Frage der Veloaufstallung erkennt er weniger eine technische Frage als ein Erziehungsproblem. Velos könne man so oder so geordnet aufstellen, wenn man nur wolle. Beschluss Der Antrag A von Michael Zingg (EVP), es sei der Betrag von 32'500 Franken für die Beleuchtung der Bäume auf der Bahnhof-Südseite zu streichen, wird grossmehrheitlich abgelehnt. Damit erübrigt sich eine Abstimmung über den direkt damit verbundenen Antrag B. Seite 34

6 Beschluss Dem Antrag von Matthias Künzler (JA), es sei im Kreditbegehren von 540'000 Franken für den Umbau der Schützenstrasse und den Neubau der Bahnhofvorfahrt Süd auf die Beleuchtung der sechs Bäume zwischen den geplanten Velounterständen zu verzichten, wird grossmehrheitlich zugestimmt. Simon Aeschbacher (FG) kommt nach Erledigung von Antrag B auf die Aufstallung zurück. Er möchte, dass ¾ der Häuschen mit Aufstallungsanlagen ausgestattet werden und stellt folgenden Antrag: Es sei der Kredit von 340'000 Franken für den Neubau der Veloabstellanlage Bahnhof Süd um 30'000 Franken für die Bestallung von 150 der vorgesehenen 200 Veloabstellplätze zu erhöhen. Heinz Schadegg (SVP) erkundigt sich nach der offensichtlichen Preisdifferenz bei den Kosten für die Velohäuschen auf der Nord- und auf der Südseite. Weiter will er wissen, ob die Parkplätze auf der Ostseite bewirtschaftet würden. Gemeinderat Walter Strupler erklärt die Unterschiede bei den Kosten mit der unterschiedlichen Abgrenzung zwischen Strassenbaukosten und den Baukosten der Häuschen. Die Parkplätze würden analog den übrigen Plätzen durch das BBZ bewirtschaftet und kontrolliert. Beschluss Der Antrag von Simon Aeschbacher (FG), es sei der Kredit von 340'000 Franken für den Neubau der Veloabstellanlage Bahnhof Süd um 30'000 Franken für die Bestallung von 150 der vorgesehenen 200 Veloabstellplätze zu erhöhen, wird grossmehrheitlich abgelehnt. Ernst R. Anderwert (FDP) regt an, bei der Umsetzung der Rahmenbedingungen auch die Industriestrasse zwischen Schützenstrasse und Dufourstrasse in die Tempo-30-Zone mit einzubeziehen. Fritz Streuli (SP) hält das Projekt für gesamthaft gelungen und stimmt dem Vorhaben ausdrücklich zu. Als Hinweis wünscht er sich, dass die Anrampung beim Fussgänger- Vorplatz gut sichtbar gestaltet werde und dass allenfalls noch zusätzliche Sitzgelegenheiten aufzustellen seien. Ergänzend stellt er folgenden Antrag: Der Gemeinderat wird beauftragt, den Vertrag mit dem Kanton über die eigenständige Parkplatzparzelle nochmals zu verhandeln. Ziel soll dabei sein, dass die Gemeinde auf diese Parzelle zurückgreifen kann, sollten sich heute nicht absehbare Bedürfnisse nach einer baulichen Nutzung zugunsten der Weinfelder Bevölkerung ergeben. Dabei ist auch zu prüfen, ob die baulichen Auflagen bezüglich Anzahl der zur Verfügung zu stellenden Parkplätze der Schule um die Kapazität dieser Parzelle, das heisst 19 Parkplätze, reduziert werden kann. Seite 35

7 Gemeindeammann Max Vögeli stellt fest, dass der Landabtausch noch nicht eingetragen sei. Insgesamt erhalte die Gemeinde jedoch mehr Land als heute. Der Kanton gebe jedoch die Zusicherung, dass die Parzelle bei Bedarf für die Nutzung als Veloabstellplätze gegen Entschädigung frei gegeben werde. Diese Vereinbarung werde in den Tauschvertrag aufgenommen. Fritz Streuli (SP) ist von der Antwort befriedigt und zieht seinen Antrag zurück. Brigitte Hugentobler (EVP) regt an, die Häuschen mit ABC oder 123 gut sichtbar zu beschriften. Das Wort wird nicht mehr verlangt Beschluss Der Kredit von 540'000 Franken für den Umbau der Schützenstrasse und den Neubau der Bahnhofvorfahrt Süd wird unter Verzicht auf die Beleuchtung der sechs Bäume zwischen den geplanten Velounterständen einstimmig genehmigt. Das Behördenreferendum wird nicht ergriffen. Gemäss Artikel 30 unserer Gemeindeordnung untersteht dieser Beschluss dem fakultativen Referendum. Nach Artikel 11 der Gemeindeordnung beträgt die Referendumsfrist 30 Tage, vom Tage der Bekanntmachung des Beschlusses an gerechnet Der Kredit von 340'000 Franken für den Neubau der Veloabstellanlage Bahnhof Süd wird einstimmig genehmigt. Seite 36

8 4. Kredit von 545'000 Franken als Kostenbeitrag für den Neubau Kreisel Dufourstrasse / Dunantstrasse 4.1. Eintreten Valentin Hasler (JA) ist namens der Fraktion JA für Eintreten. Dieses Vorhaben schaffe günstige Voraussetzungen für bestehende und neue Betriebe. Walter Knill (SP) ist namens der Fraktion von SP/FG für Eintreten. Das Vorhaben verbessere die Erschliessung des Industriegebietes. Markus Rizzolli (SVP) ist namens der Fraktion SVP für Eintreten. Die heutige Situation vermöge der heutigen und insbesondere der zukünftigen Situation nicht zu genügen. Ernst R. Anderwert (FDP) ist namens der Fraktion FDP für Eintreten. Insbesondere sei die Notwendigkeit nach dem Baustart von Lidl ausgewiesen. Eintreten ist unbestritten. Das Wort wird nicht mehr verlangt Detailberatung Das Wort wird nicht verlangt Beschluss Der Kredit von 545'000 Franken als Kostenbeitrag für den Neubau Kreisel Dufourstrasse / Dunantstrasse wird einstimmig genehmigt. Das Behördenreferendum wird nicht ergriffen. Gemäss Artikel 30 unserer Gemeindeordnung untersteht dieser Beschluss dem fakultativen Referendum. Nach Artikel 11 der Gemeindeordnung beträgt die Referendumsfrist 30 Tage, vom Tage der Bekanntmachung des Beschlusses an gerechnet. Seite 37

9 5. Kredit von 200'000 Franken für den Neubau der Giessenbrücke Weststrasse 5.1. Eintreten Heinz Bär (SVP) ist namens der Fraktion SVP für Eintreten. Auch die Feuerwehr ist an dieser Stelle auf eine gut ausgebaute Situation angewiesen. Hanspeter Hagen (SP) ist namens der Fraktion SP/FG für Eintreten. Der Neubau ist nötig. Rico Wanzenried (FDP) ist namens der Fraktion FDP für Eintreten. Das Vorhaben diene insbesondere auch der Erschliessung zukünftiger Betriebe. Otmar Kasper (CVP) ist namens der Fraktion CVP für Eintreten. Die gute Erschliessung des Gebietes sei wichtig. Eintreten ist unbestritten. Das Wort wird nicht mehr verlangt Detailberatung Das Wort wird nicht verlangt Beschluss Der Kredit von 200'000 Franken für den Neubau der Giessenbrücke Weststrasse wird einstimmig genehmigt. Seite 38

10 6. Motion von Roland Wiesli (CVP) betreffend Sanierungsprojekt Thurgauerhof dritte Etappe (Foyer und WC-Anlagen) 6.1. Eintreten Roland Wiesli (CVP) dankt für die Antwort und die positiven Reaktionen. Das Anliegen auf eine baldige Ausführung bleibe bestehen. Er bittet, dem Antrag des Gemeinderates zuzustimmen. Eintreten ist unbestritten. Das Wort wird nicht mehr verlangt Detailberatung Das Wort wird nicht verlangt Beschluss Die Motion von Roland Wiesli (CVP) betreffend Sanierungsprojekt Thurgauerhof dritte Etappe (Foyer und WC-Anlagen) wird einstimmig erheblich erklärt. 7. Interpellation von Walter Knill (SP) betreffend Tempo-30-Zonen im Gebiet Thurland, Thurfeld- und Industriestrasse / Beantwortung 7.1. Antwort des Gemeinderates Am 16. Februar 2006 haben Walter Knill (SP) und 14 mitunterzeichnende Mitglieder des Gemeindeparlaments Weinfelden eine Interpellation betreffend Tempo-30-Zonen im Gebiet Thurland, Thurfeld- und Industriestrasse eingereicht. Seite 39

11 Der Gemeinderat nimmt dazu wie folgt Stellung: Bei der Beurteilung von Tempo-30-Zonen war bisher stets davon auszugehen, dass nur grössere, zusammenhängende Gebiete, die jeweils klar von verkehrsorientierten Strassen umfasst wurden, für eine solche Massnahme in Frage kämen. Dies war auch der Grund, dass bereits im Jahre 1999 ein entsprechendes Gesuch im von der Interpellation genannten Gebiet abgelehnt werden musste. Um damals dem Anliegen dennoch Rechnung zu tragen, wurde ein Projekt ausgearbeitet und umgesetzt, das zur Verkehrsberuhigung im Quartier beitragen sollte. Leider erwuchs den getroffenen Massnahmen von Seiten der Anwohnenden so starker Widerstand, dass sie wieder rückgängig gemacht werden mussten. Im Frühling dieses Jahres haben nun erneute Gespräche mit den verantwortlichen kantonalen Stellen ergeben, dass die Praxis der Bewilligungsmöglichkeiten gegenüber früher geändert und im vorgeschlagenen Sinne gelockert werden soll. Es werden seit neuestem auch kleinere Gebiete, ja sogar einzelne Strassenzüge als sogenannte Zonen bewilligt. Ein Augenschein mit Vertretern des Kantons vor Ort hat ergeben, dass eine Bewilligung für eine Tempo-30-Signalisation auf der Thurfeldstrasse (zwischen Wiler- und Industriestrasse) sowie auf der Kanalstrasse und Im Thurland nach heutiger Regelung möglich ist. Ausschlaggebend ist dabei jedoch die Erfüllung der baulichen Rahmenbedingungen. Das wird im Anbringen von Eingangstoren sowie mindestens in der Markierung von wechselseitigen Parkfeldern bestehen. Auf der Industriestrasse präsentiert sich die Situation anders. Sie ist eine verkehrsorientierte Strasse, und es bestehen beidseitig Trottoirs sowie mehrere Fussgängerstreifen. Die Einführung einer Tempo-30-Signalisation würde zwingend bauliche oder markierte Massnahmen (Parkfelder, etc.) verlangen. Dies müsste den Zufahrtsverkehr zu den Industriebetrieben von Mühle und Model klar behindern. Die Tempo-30-Zone ist darum hier nicht bewilligungsfähig. Der Gemeinderat ist bereit, unter diesen Voraussetzungen die Einführung einer Tempo-30-Signalisation auf den in Frage kommenden Abschnitten zu planen und umzusetzen. Es wird sich zeigen müssen, wie die Anwohnenden diesmal auf die Verkehrsberuhigungsmassnahmen reagieren Diskussion Walter Knill (SP) bedankt sich für die Antwort und bezeichnet es als guten Schritt, wenn im Gebiet Thurfeld- / Kanalstrasse die Tempo-30-Zone eingeführt werden kann. Die baulichen Einschränkungen müssten aber sorgfältig geprüft werden. Es sei dabei Rücksicht auf die baulichen Gegebenheiten (Gartenzäume) und die bestehenden Ausfahrten zu nehmen. Das Wort wird nicht weiter verlangt. Damit gilt die Interpellation als erledigt. Seite 40

12 8. Verschiedenes 8.1. Baureglement Gemeinderat Stefan Haffter gibt bekannt, dass der Gemeinderat drei kleine Änderungen des Baureglements beschlossen habe Artikel 23 Absatz 3 des Baureglementes vom 30. März 2000 lautet neu: In allen Zonen mit Ausnahme der Gewerbe- und Industriezone gilt folgendes: Dächer dürfen, abgesehen von Giebel und Dachaufbauten, nicht über eine Linie herausragen, die in einem Punkt 1.0 m über dem Dachstockfussboden in der Hauptgebäudeflucht unter 45 gegen den First ansteigt. Der First ist in der Regel parallel zur längeren Gebäudeseite anzuordnen; die maximale Firsthöhe ist auf diese Weise zu ermitteln Artikel 36 Absatz 2 des Baureglementes vom 30. März 2000 lautet neu: Die Gesamtlänge von Dachaufbauten und -einschnitten darf höchstens die Hälfte der jeweiligen Gebäudeseite betragen Artikel 47 Absatz 3 des Baureglementes wird ersatzlos gestrichen. Die vorzunehmenden Anpassungen sind geringfügig im Sinne von 5 PBG. Diese werden nun öffentlich aufgelegt und unterstehen anschliessend dem fakultativen Referendum Mündliche Anfrage Walter Knill (SP) möchte wissen, ob für den beschlossenen Kreisel bereits eine Gestaltung des Innenraums geplant sei. Gemeinderat Walter Strupler verneint dies und möchte hier bei der Praxis der Ruderalbepflanzung bleiben. Seite 41

13 8.3. Bochselnacht Vizepräsidentin Marianne Bommer (CVP) verweist auf die verteilte Einladung zur Bochselnacht-Nachsitzung und wünscht sich Rückmeldungen betreffend Produktionen. Sie hofft schon jetzt auf einen schönen und gegebenenfalls langen Abend. Die Richtigkeit dieses Protokolls bezeugen: Der Präsident: Die Vizepräsidentin: Hans Eschenmoser Marianne Bommer Der Stimmenzähler: Der Stimmenzähler: Hanspeter Hagen Marcel Tanner Der Gemeindeschreiber: Martin Sax Seite 42

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