Der Gesundheits-Survey der Klosterstudie

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1 Der Gesundheits-Survey der Klosterstudie Daten- und Methodenbericht zu Welle 1 Forschungsbericht Nr. 37 Angela Wiedemann, Anja Marcher, Christian Wegner-Siegmundt, Paola Di Giulio und Marc Luy Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU), Vienna Institute of Demography/Austrian Academy of Sciences Juni 2014

2 INSTITUT FÜR DEMOGRAPHIE ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN Forschungsbericht Nr. 37 Die Arbeit unterliegt ausschließlich der Verantwortung des herausgebenden Instituts und wurde der phil.-hist. Klasse nicht vorgelegt. Das Forschungsprojekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Forschungsrats (ERC) innerhalb des 7. Rahmenprogramms der EU durchgeführt (FP7/ , ERC Grant Agreement Nr HEMOX). Medieninhaber und Herausgeber: Institut für Demographie Vienna Institute of Demography Österreichische Akademie der Wissenschaften A-1040 Wien, Wohllebengasse Tel.: +43-1/51581/7702 Fax: +43-1/51581/ Homepage: Vertrieb: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften A-1011 Wien, Postgasse 7, Postfach 471 Tel.: +43-1/51581/ Fax: +43-1/51581/400 Homepage: ISBN

3 Inhalt Gesundheitsforschung und die besondere Bedeutung von Ordensleuten... 5 Vom Beginn der Klosterstudie zum ERC Starting Grant-Projekt HEMOX... 8 Der Gesundheits-Survey der Klosterstudie: Teilnehmer, Fragebogen, Rücklauf Danksagung Literatur Anhang Fragen zur Person Ausbildung und Tätigkeit Gesundheit Gesundheitsverhalten / Lebensstil Selbstbild Konzentration und Erinnerungsvermögen Soziales Umfeld / Soziale Beziehungen Allgemeines Befinden / Belastungen Zufriedenheit Kindheit / Zeit vor dem Ordensleben Anhang Fragen zur Person Ausbildung und Tätigkeit Gesundheit Gesundheitsverhalten / Lebensstil Selbstbild Konzentration und Erinnerungsvermögen Soziales Umfeld / Soziale Beziehungen Allgemeines Befinden / Belastungen Zufriedenheit und Älterwerden Kindheit / Zeit vor dem Ordensleben Fast geschafft! Anhang Allgemeines Vorgehen bei Anmerkungen, ungenauen Angaben und Unleserlichkeiten Spezifische Vorgehensweisen bei den einzelnen Variablen

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5 Gesundheitsforschung und die besondere Bedeutung von Ordensleuten Seit weit mehr als hundert Jahren suchen Gesundheitsforscher auf der ganzen Welt nach dem Schlüssel zu einem langen und vor allem gesunden Leben. Dank der dabei erzielten Fortschritte in Hygiene, Ernährung und Medizin steigt die Lebenserwartung seit mehr als 150 Jahre bemerkenswert gleichmäßig um etwa drei Monate pro Jahr (Oeppen und Vaupel 2002). Trotzdem gibt es nach wie vor innerhalb der Bevölkerungen große Differenzen in der Lebensdauer. So betragen zum Beispiel in Deutschland die Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen und n, Menschen mit höherer und geringerer Bildung oder Einwohnern in Landkreisen im Südwesten und Nordosten mehrere Jahre (siehe Die genauen Ursachen für diese Differenzen sind zum großen Teil noch ebenso unklar wie jene für die in der Regel noch größeren Ungleichheiten im Gesundheitszustand (z.b. Bauer et al. 2008). Der wesentliche Grund für die nach wie vor existierenden Wissenslücken besteht in der immensen Komplexität von Faktoren, welche für die Ungleichheiten in Lebenszeit und Gesundheitszustand verantwortlich sind. Die internationale Gesundheitsforschung konnte zwar schon eine Vielzahl an Risikofaktoren für Mortalität und Morbidität identifizieren (siehe etwa Cohen und Lee 1979; Cohen 1991; Cutler et al. 2006). Wie diese allerdings genau miteinander in Verbindung stehen, sich gegenseitig bedingen und sich unter verschiedenen Umwelt- bzw. Lebensbedingungen auswirken, ist bislang nur zum Teil wirklich verstanden. Man kann sich das existierende Wissen über das Ursachengefüge, welches unterschiedliche Lebenserwartungen und Gesundheitszustände produziert, wie ein großes Puzzle aus vielen verschieden großen Teilen vorstellen, die zum einen noch gar nicht alle gefunden wurden und zum anderen schon gar nicht zu einem großen bild zusammengesetzt werden konnten. Ein Umstand, der das Vorankommen der Gesundheitsforschung wesentlich erschwert, ist die Tatsache, dass die einzelnen gesundheits- und sterblichkeitsbeeinflussenden Faktoren nicht voneinander isoliert betrachtet werden können. Dies liegt vor allem daran, dass sie typischerweise gleichzeitig auf die Menschen und ihre Lebensverhältnisse einwirken. So ist zum Beispiel kaum festzustellen, inwieweit die Bildungsunterschiede in Lebenserwartung und Gesundheit auch tatsächlich auf die Folgen von Dauer, Intensität und Spezialisierung des Erlernten also den tatsächlichen Bildungseffekt zurückzuführen sind. Schließlich unterscheiden sich höher und weniger hoch Gebildete auch in anderen sozioökonomischen Merkmalen, wie Beruf (mit den jeweiligen gesundheitlichen Risiken), Einkommen (mit entsprechenden Folgen für die Qualität von Wohnverhältnissen und Ernährung, aber auch bezüglich des Zugangs zu medizinischer Versorgung) und nicht zuletzt im allgemeinen Lebensstil (unter anderem Rauchverhalten, Alkoholkonsum und körperliche Aktivität). Eine isolierte Betrachtung dieser Faktoren würde im Prinzip Laborexperimente erfordern, die an Menschen selbstverständlich nicht durchgeführt werden können. Daher suchen Gesundheitsforscher nach sogenannten natürlichen Experimenten. Diese beinhalten zum einen außergewöhnliche Ereignisse oder sich plötzlich verändernde Lebensbedingungen, anhand derer sich die gesundheitlichen Auswirkungen von politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder versorgungstechnischen Einflüssen untersuchen lassen. Dazu gehören zum Beispiel die deutsche Wiedervereinigung (Vaupel et al. 2003), die jüngste Finanzkrise (Vandoros et al. 2013) oder die 5

6 Hungerkatastrophe in China der Jahre (Huang et al. 2013). Zum anderen dienen als natürliche Experimente auch bestimmte Bevölkerungsgruppen, in denen ein oder mehrere Einflussfaktoren auf die Gesundheit ausgeschlossen und damit die spezifischen Effekte dieser Faktoren abgeschätzt werden können. Beispiele hierfür sind Nicht-Raucher (Miller und Gerstein 1983), Alkohol-Abstinenten (Rogers et al. 2013), Vegetarier (Sanjoaquin et al. 2004), Mormonen (Lyon und Nelson 1979) oder Adventisten vom Siebenten Tage (Berkel und de Waard 1983). Unter derartigen als natürliche Experimente genutzten Subpopulationen nehmen katholische Ordensmitglieder eine besondere Rolle ein. Das liegt vor allem an drei spezifischen Charakteristika dieser Bevölkerungsgruppe, die sie für die Gesundheitsforschung einzigartig und sehr bedeutsam machen: 1. Durch ihre spezifischen Lebensbedingungen sind Ordensmitgliedern bezüglich vieler gesundheitsrelevanter Aspekte wesentlich homogener als jede andere Bevölkerungsgruppe. Ordensfrauen und Ordensmänner pflegen einen von den Gelübden (Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam) bestimmten Lebensstil mit einem nahezu identisch geregelten Tagesablauf bezüglich des Schlafrhythmus, der Arbeitszeiten, der ausgeübten körperlichen und geistigen Tätigkeiten sowie der Erholungsphasen. Sie unterscheiden sich auch nicht bezüglich Familienstand und Religionszugehörigkeit. Darüber hinaus haben alle in Klöstern lebende Ordensmitglieder nahezu identische Wohnverhältnisse, sie ernähren sich vergleichbar und verfügen über denselben Zugang zur medizinischen Versorgung. Im Vergleich zur weltlichen Bevölkerung pflegen die Ordensmitglieder ein weitgehend von gesellschaftlichen Stressfaktoren freies Leben. Sie müssen weder sich selbst noch eine Familie versorgen und leiden auch nicht unter Eheproblemen und finanziellen Belastungen oder Sorgen in Verbindung mit Kindererziehung und individueller svorsorge. 2. Jede Person, die jemals in eine Ordensgemeinschaft eingetreten ist, wird dort mit sämtlichen Lebensdaten (Geburtsdatum, Eintrittsdatum, Sterbe- oder Austrittsdatum) in den sogenannten Professbüchern registriert. Dadurch kann die gesamte Population von der Ordensgründung bis zur Gegenwart vollständig mit allen in ihr verbrachten Lebensjahren rekonstruiert werden. Dies ermöglicht Untersuchungen auf Basis einer tatsächlichen Vollerhebung und nicht auf der Grundlage einer Stichprobe, wie dies normalerweise bei Gesundheitsstudien der Fall ist. Ebenso kann in der Klosterbevölkerung durch dieses Erfassungssystem kein Mitglied aus der Beobachtung verloren gehen, was der Gesundheitsforschung gerade bei Längsschnittstudien häufig große Schwierigkeiten bereitet. 3. Zusätzlich zu den Lebensdaten werden in den meisten Gemeinschaften viele weitere Informationen zum Ordensleben (zum Beispiel Funktionen, berufliche Tätigkeiten, Auslandsaufenthalte, zum Teil auch Krankheitsgeschichte und Todesursachen) sowie zur Lebenszeit vor dem Eintritt in die Gemeinschaft (unter anderem Schulbildung und Merkmale der Herkunftsfamilie) erfasst und archiviert. Dies ermöglicht eine Erhebung derartiger Daten aus schriftlichen Quellen, was zuverlässigere Informationen liefert als eine entsprechende Erfassung aus Befragungen. 6

7 Die speziellen Eigenschaften von Ordensgemeinschaften für die Gesundheitsforschung wurden bereits in der Vergangenheit in unterschiedlichen Kontexten genutzt und verschafften Klosterstudien damit eine lange wissenschaftliche Tradition. Besondere Bedeutung erlangten Studien über Ordensmitglieder für das Verständnis der Determinanten und Verbreitung von Brustkrebs (Ramazzini 1713), Gebärmutterhalskrebs (Rigoni-Stern 1842), Tuberkulose (Cornet 1890) und jüngst der Alzheimer Krankheit (Snowdon 2001). Wichtige Erkenntnisse erbrachten auch die mit Hilfe von Klosterdaten durchgeführten Studien von Fraumeni et al. (1969) zum Zusammenhang zwischen Familienstand und Krebserkrankungen bei den. Im Bereich der demographischen Forschung führten Analysen der Sterblichkeit von Klosterschwestern und Klosterbrüdern zu den ersten nach dem Geschlecht trennenden Sterbetafeln und damit zu einem der ersten empirischen Belege für die sogenannte männliche Übersterblichkeit (Deparcieux 1746). Darüber hinaus lieferten Studien über Ordensmitglieder wichtige Erkenntnisse über die Ursachen dieser Geschlechterunterschiede in der Vorkriegszeit (Madigan 1957) und in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg (Luy 2003) sowie über die höhere männliche Sterblichkeit aufgrund externer Todesursachen wie Unfällen oder Gewalttätigkeiten (Luy 2009b). 1 Die nun im Rahmen des ERC-Projekts HEMOX begonnene und in diesem Band vorgestellte Erweiterung unserer bisherigen Studien um einen Gesundheits-Survey verfolgt das Ziel, die bisher gewonnenen Erkenntnisse weiter zu vertiefen und wichtiges neues Wissen über die Determinanten von guter und schlechter Gesundheit sowie der entsprechenden Übergänge zu gewinnen. Neben dieser an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) durchgeführten Klosterstudie gibt es weltweit nur zwei weitere Langzeitforschungsprojekte zur Gesundheit von Ordensmitgliedern, die beide in den USA angesiedelt sind. Die wohl bekannteste Studie ist die Nun Study, die mittlerweile wieder an die University of Minnesota in Minneapolis zurückgekehrt ist, nachdem sie zwischenzeitlich an der University of Kentucky durchgeführt wurde. Die zweite US-amerikanische Studie mit Ordensmitgliedern ist die Religious Order Study (ROS) mit Sitz am Rush University Medical Center in Chicago. Beide sind wesentlich enger angelegt als die Klosterstudie der ÖAW. Sie widmen sich im Speziellen der Alzheimer- Forschung mit der Besonderheit, dass sich die Studienteilnehmer bereit erklärt haben, ihre Gehirne nach dem Ableben für Laboranalysen zur Verfügung zu stellen. Die Nun Study untersucht eine Kohorte von 678 Mitgliedern der School Sisters of Notre Dame, die im Jahr 1990 ein von 75 Jahren oder mehr erreicht hatten. Die ROS-Teilnehmer werden hingegen ohne sbeschränkung fortlaufend rekrutiert und umfassen sowohl weibliche als auch männliche Mitglieder verschiedener Ordensgemeinschaften in den USA (gegenwärtig etwa Personen). 1 Eine umfangreiche Darstellung von Studien über die Gesundheit und Sterblichkeit von Ordensmitgliedern ist bei Luy (2002b) zu finden. 7

8 Vom Beginn der Klosterstudie zum ERC Starting Grant-Projekt HEMOX Die seit 2008 an der ÖAW angesiedelte Klosterstudie begann im Jahr 1997 mit dem Ziel, die Ursachen für die Geschlechterunterschiede in der Lebenserwartung zu erforschen. Aus verschiedenen Studien war zwar bereits bekannt, dass sowohl biologische Faktoren (vor allem genetische und hormonelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern) als auch nichtbiologische Faktoren (dazu gehören unter anderem Rauchverhalten, Alkoholkonsum, Stress, berufliche Gesundheitsrisiken und durch Unfälle verursachte Sterbefälle) zur männlichen Übersterblichkeit beitragen (siehe zum Beispiel Nathanson 1984; Waldron 1985; Luy 2002a). Unklar war jedoch, in welchem Ausmaß die beiden Ursachenkategorien für die differenz in der Lebenserwartung verantwortlich sind. Die wesentliche Idee der Klosterstudie bestand darin, dass es eine Analyse der Lebenserwartung von Ordensmitgliedern aufgrund ihrer homogenen Lebensbedingungen ermöglicht, den Einfluss der biologischen Faktoren auf die Lebenserwartungsunterschiede zwischen und n von den meisten nichtbiologischen Ursachen zu isolieren. Dafür wurden die Lebensdaten sowie einige weitere persönliche Informationen von fast Ordensfrauen und -männern aus den Archiven von zehn vorwiegend bayerischen Klöstern erfasst und ausgewertet. Im Jahr 2006 wurden die Daten erstmals aktualisiert und um eine außerhalb Bayerns liegende Ordensgemeinschaft erweitert. Zusätzlich wurden in den drei mitgliederstärksten Klöstern Informationen zu den Todesursachen der Ordensmitglieder erfasst (siehe auch Luy 2011). 2 Abbildung 1(a) zeigt die aus diesen Daten ermittelte Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung im 45 von Ordensleuten im Vergleich zu den und n der westdeutschen bevölkerung von 1950 bis Die auffälligsten Unterschiede zwischen Kloster- und bevölkerung offenbaren sich bei den n. Während die Lebenserwartung bei der weltlichen Population bis Anfang der 1970er Jahre stagnierte, stieg sie bei den Ordensmännern während des gesamten Beobachtungszeitraums in ähnlich stetiger Weise an wie bei den weiblichen Bevölkerungen. Den stärksten Anstieg aller betrachteten Populationen zeigen die Ordensfrauen, die im Jahr 2000 auch die höchste Lebenserwartung aufwiesen. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Geschlechterunterschiede sind in Abbildung 1(b) veranschaulicht, wo die Differenzen zwischen der weiblichen und männlichen Lebenserwartung im 45 dargestellt sind. Obwohl der Trend bei Kloster- und bevölkerung im Wesentlichen ähnlich verläuft, ist die Differenz bei den Ordensleuten um rund drei Jahre geringer. Bezüglich der Ausgangsfrage konnten durch die Klosterstudie somit zwei wichtige Erkenntnisse gewonnen werden: (1.) biologische Faktoren leisten offenbar nur einen kleinen Beitrag zu den Geschlechterdifferenzen in der Lebenserwartung, und (2.) die großen Geschlechterunterschiede in der Lebenserwartung der bevölkerung werden vor allem durch die nicht-biologisch bedingte hohe Sterblichkeit der weltlichen verursacht und nicht wie häufig vermutet durch die geringe Sterblichkeit der. 2 Eine erneute Aktualisierung der Daten erfolgte im Jahr 2012 im Rahmen der Erweiterung der Klosterstudie um österreichische Gemeinschaften sowie der Durchführung des Gesundheits-Surveys. Die Daten dieser Erweiterung sind jedoch in den hier dargestellten Auswertungen noch nicht enthalten. 8

9 Abbildung 1: Entwicklung der Lebenserwartung im 45 in Kloster- und bevölkerung sowie die jeweiligen Geschlechterdifferenzen im Zeitraum (a) Kloster- und bevölkerung (b) Geschlechterunterschiede Lebenserwartung im FRAUEN GESAMT ORDENS MÄNNER ORDENS FRAUEN Differenz GESAMTBEVÖLKERUNG KLOSTER BEVÖLKERUNG 28 MÄNNER GESAMT Jahr Jahr Quelle: eigene Erhebung; eigene Berechnungen; eigene Darstellung Der zweite Aspekt wird in Abbildung 2 besonders deutlich, in der die Lebenserwartungsdifferenzen zwischen Kloster- und bevölkerung dargestellt sind. Sowohl bei der Lebenserwartung im 45 (Abb. 2a) als auch im 65 (Abb. 2b) zeigt sich bei den n das gleiche Bild. Nach einer Phase der Auseinanderentwicklung der Lebenserwartung bis in die Mitte der 1960er Jahre hat sich die Differenz bis zur Gegenwart auf einem konstanten Vorteil der Ordensmänner stabilisiert, der im 45 rund drei und im 65 immer noch etwa zwei Jahre beträgt. Bei den stellt sich die Situation dagegen etwas anders dar. Während sich bei der Lebenserwartung im 45 eine stetige Veränderung von einer einst geringeren zu einer höheren Lebenserwartung der Ordensfrauen vollzieht, deuten die Ergebnisse für das 65 eher auf eine konstant höhere Sterblichkeit der Klosterschwestern hin. Inwieweit es sich bei der Veränderung im Vorzeichen der Differenz in den letzten Beobachtungsjahren zu einer höheren Lebenserwartung der Ordensfrauen tatsächlich um eine Trendwende handelt, kann anhand dieses Datenmaterials noch nicht sicher festgestellt werden. Offensichtlich ist jedoch, dass den Sterblichkeitsunterschieden zwischen Kloster- und bevölkerung bei und n unterschiedliche smuster zugrunde liegen, über deren Ursachen bislang nur Vermutungen dargelegt werden konnten (siehe Luy 2009a, 2009c). 9

10 Abbildung 2: Entwicklung der Differenz zwischen Kloster- und bevölkerung in der Lebenserwartung im 45 und im 65 im Zeitraum (a) Lebenswartung im 45 (b) Lebenserwartung im Differenz Kloster bevölkerung MÄNNER Differenz Kloster bevölkerung MÄNNER 1.0 FRAUEN 1.0 FRAUEN Jahr Jahr Quelle: eigene Erhebung; eigene Berechnungen; eigene Darstellung Gerade für die Suche nach den Ursachen für diese Ergebnisse sind jedoch viele tiefergehende Informationen erforderlich, die nicht in den Archiven der Klöster zu erheben sind. Dieser Ansatz sowie die Erwartung, dass die besonderen Lebensbedingungen der Ordensleute ebenso wichtige Erkenntnisse für die Erforschung der Determinanten des Gesundheitszustands ermöglichen, führte zu der Idee, die Studie zur Lebenserwartung durch eine Gesundheitsstudie zu ergänzen. Mithilfe eines ERC Starting Grants des Europäischen Forschungsrats konnte dieses schon seit vielen Jahren angestrebte Vorhaben schließlich in die Tat umgesetzt werden. Das ERC-Forschungsprojekt HEMOX (Akronym für Male-Female Health-Mortality Paradox ) widmet sich im Speziellen den Differenzen zwischen und n im Gesundheitszustand. Während der 1960er und 1970er Jahren hat sich eine allgemeine Sichtweise über die Geschlechterunterschiede in Gesundheit und Sterblichkeit entwickelt, die mit dem Satz Women get sicker, but men die quicker (Lorber und Moore 2002: 13), also werden kränker, aber sterben früher, treffend zusammengefasst wurde. In jüngster Zeit wurde diese Interpretation jedoch zunehmend in Frage gestellt. Nichtsdestotrotz hat sich die Vorstellung eines paradoxen Verhältnisses zwischen der Morbidität und Mortalität von und n bis heute erhalten. 10

11 Das Projekt HEMOX verfolgt das Ziel, neue und entscheidende Erkenntnisse zum Verständnis dieses Paradoxons zu gewinnen. Dabei soll vor allem dargestellt werden, dass die umgekehrten Geschlechterunterschiede in Gesundheit und Sterblichkeit letztlich wohl gar nicht so paradox sind, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Dem Forschungsvorhaben liegt die Hypothese zugrunde, dass dieser intuitive Widerspruch vor allem durch zwei Faktoren verursacht wird. Zum einen sind die Umstände und Faktoren, die eine große Bedeutung für die Mortalität haben, nicht unbedingt auch für die Morbidität entscheidend, so dass eine geringere Sterblichkeit nicht zwangsläufig aus einem besseren Gesundheitszustand resultieren muss. Schließlich gibt es viele gesundheitliche Beeinträchtigungen, die sich nicht unmittelbar auf das Sterberisiko auswirken. Zum anderen lässt sich vermuten, dass die absolute Anzahl an mit Krankheit(en) verbrachten Lebensjahren direkt mit der Lebensdauer in Verbindung steht. Nach diesem Zusammenhang würden nicht nur deswegen eine höhere Morbidität aufweisen, weil sie häufiger und an mehr Krankheiten leiden als die, sondern auch schlichtweg weil sie das Geschlecht mit der höheren Lebenserwartung sind. Ähnlich wie bei der Studie zur Lebenserwartung testen wir diese Hypothese anhand des natürlichen Experiment-Ansatzes durch eine Untersuchung des Zusammenhangs von Morbidität und Mortalität bei Ordensfrauen und Ordensmännern im Vergleich zu und n der weltlichen Bevölkerung. Die Analysen erfolgen unter Verwendung demographischer, epidemiologischer und psychologischer Verfahren mit dem Fokus auf den Unterschieden zwischen (1) Ordensfrauen und der weltlichen Bevölkerung, (2) Ordensmännern und n der weltlichen Bevölkerung sowie (3) Ordensfrauen und Ordensmännern im Vergleich zu den Geschlechterunterschieden in der bevölkerung. Die Datengrundlage bildet ein standardisierter Gesundheits-Survey, der den Studienteilnehmern im zweijährigen Rhythmus zur Beantwortung vorgelegt wird (Längsschnittstudie) und dessen Konzept und erste Erhebung in diesem Methodenbericht dokumentiert werden. 3 Der Gesundheits-Survey der Klosterstudie: Teilnehmer, Fragebogen, Rücklauf Für die Gewinnung der Studienteilnehmer haben wir in verschiedenen deutschen und österreichischen Ordensgemeinschaften geworben. Das beinhaltete im ersten Schritt die Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Ordensleitung zur Darstellung der Projektidee und Diskussion der Durchführungsmöglichkeiten. In Deutschland erfolgte die Auswahl der Klöster vor allem anhand der bereits existierenden Kontakte zu den an der Mortalitätsstudie beteiligten Ordensgemeinschaften und in Österreich auf Grundlage der Mitgliederzahlen, indem vor allem die größten Ordensgemeinschaften kontaktiert wurden ( Convenience Sample ). Von den insgesamt 28 kontaktierten Gemeinschaften entschieden sich acht drei - und fünf gemeinschaften gegen eine Studienteilnahme. Die Gründe für die Absagen waren unterschiedlich und umfassten Bedenken bezüglich der zeitlichen Belastung für die Mitglieder 3 Das Projekt sowie alle mit der Datenerhebung in Zusammenhang stehenden Aspekte wurden von der ERCEA (European Research Council Executive Agency) und der Ethikkommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geprüft und genehmigt. 11

12 bzw. Verwaltungen, organisatorische Schwierigkeiten aufgrund momentaner struktureller Veränderungen (anstehende Neuwahlen der Ordensleitung bzw. Provinzzusammenlegungen) sowie generelles Desinteresse an wissenschaftlichen Arbeiten. Folgende 20 Gemeinschaften unterstützten das Forschungsprojekt und stellten ihren Mitgliedern die Teilnahme an der Studie frei: Augustiner-Chorherren von Herzogenburg (Österreich) Augustiner-Chorherren von St. Florian (Österreich) Barmherzige Schwestern vom Heiligen Kreuz in Gemünden am Main (Deutschland) Barmherzige Schwestern vom Heiligen Kreuz in Graz (Österreich) Benediktiner-Stift Melk (Österreich) Deutsche Provinz der Augustiner Deutsche Provinz der Jesuiten Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu Oberzeller Franziskanerinnen (Deutschland) Erlöserschwestern in Würzburg (Deutschland) Franziskanerinnen von Vöcklabruck (Österreich) Franziskanerprovinz Österreich und Südtirol Österreichische Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau Österreichische Provinz der Jesuiten Österreichische Provinz der Salesianer Don Boscos Österreichische Provinz der Salvatorianerinnen Österreichische Provinz der Steyler Missionare Schulschwestern vom 3. Orden des Heiligen Franziskus (Österreich) Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (Österreich) Wiener Provinz der Redemptoristen (Österreich). In diesen Gemeinschaften erfolgte dann im zweiten Schritt eine Präsentation des Forschungsvorhabens für die Mitglieder in Form von Vortragsveranstaltungen und/oder durch schriftliche Information. Letztere wurde in einem einseitigen Dokument direkt verteilt bzw. versendet und eine zusätzliche etwas umfangreichere Darstellung als Download im Internet zur Verfügung gestellt. 4 Zusätzlich informierten die jeweiligen Ordensleitungen ihre Mitglieder in schriftlicher oder mündlicher Form über ihre generelle Unterstützung des Forschungsvorhabens. Der gesamte Prozess der Gewinnung der Studienteilnehmer vollzog sich über die Dauer eines gesamten Jahres von Ende November 2011 bis Ende November 2012 (siehe Tabelle 1). Im dritten Schritt wurde schließlich der Fragebogen an die Ordensleute versendet. Hierfür erhielten wir von den sich beteiligenden Ordensgemeinschaften die Namen und Adressen aller über 50-jährigen Mitglieder. In zwei Gemeinschaften erfolgte auf Wunsch der Ordensleitungen eine Vorselektion in der Weise, dass Mitglieder komplett ausgeschlossen wurden, deren Studienteilnahme aufgrund des Gesundheitszustands unmöglich war. Von der bezüglich der 4 Abrufbar unter 12

13 Mitgliederzahl kleinsten Gemeinschaft erhielten wir nur die Namen und Adressen derjenigen Personen, die sich bereits nach einer Vorabbefragung durch die Ordensleitung zur Teilnahme bereit erklärt hatten. Die restlichen 17 Gemeinschaften stellten uns die kompletten Mitgliederverzeichnisse zur Verfügung. 5 Für die Verknüpfung der Angaben mit den im zweijährigen Rhythmus erfolgenden Wiederholungsbefragungen wurde jeder Person per Zufall eine zehnstellige anonymisierte Identifikationsnummer zugewiesen, die in den Umschlag des jeweiligen Fragebogens eingeklebt wurde. Zusammen mit dem Fragebogen bekamen die Ordensleute einen Informationsflyer, einen mit der Internetadresse der Projekthomepage bedruckten Kugelschreiber, einen bereits frankierten und adressierten Rückumschlag sowie ein persönliches und handsigniertes Anschreiben, in dem die Ordensmitglieder gebeten wurden, den Fragebogen innerhalb von zwei Wochen zurückzusenden. Als Dank für die Unterstützung der Studie erhielten die sich beteiligenden Gemeinschaften für einen von den Ordensleitungen vorgeschlagenen Zweck eine Geldspende in Höhe von 250,- Euro, die in dem Anschreiben mit erwähnt wurde. Zwei Wochen nach der Aussendung der Fragebögen wurde an alle Ordensleute eine Postkarte versendet, in der für die Teilnahme gedankt und gleichzeitig an eine möglicherweise noch nicht erfolgte Rücksendung des ausgefüllten Fragebogens erinnert wurde. Weitere Kontaktierungen wurden nicht mehr vorgenommen. Tabelle 1: Zeittafel der Durchführungsaktionen für die erste Welle des Gesundheits-Surveys der Klosterstudie Zeitraum Aktion Besuch der Projektleiter der US-amerikanischen Religious Order Study (ROS) in Chicago und der Nun Study in Minneapolis Kontaktaufnahme, Darstellung der Projektidee und Bitte um Unterstützung der Studie bei verschiedenen Ordensleitungen in Deutschland und Österreich; Vorträge in den Ordensgemeinschaften und Verteilung von Informationen zur Studie an die Ordensleute Entwicklung des Fragebogens Pre-Test des Fragebogens Überarbeitung des Fragebogens Versendung der Fragebögen Rücklauf der Fragebögen (Poststempel) Dateneingabe Datenbereinigung 5 Zwei Gemeinschaften wollten ganz bewusst niemanden von der Studie ausschließen und überließen uns nur Namens- und Adressverzeichnisse aller ihrer Mitglieder, so dass letztlich auch ein unter 50- jähriger Ordensmann und sechs unter 50-jährige Ordensfrauen an der Studie teilnahmen. 6 Der Fragebogen eines Ordensmitglieds, das sich für längere Zeit im Ausland aufgehalten hatte, wurde uns erst am zugesendet. 7 Der im April 2013 erhaltene Fragebogen (siehe Fußnote 6) wurde noch am Eingangstag mit in den Datensatz aufgenommen. 13

14 Die Befragung erfolgte schriftlich (Paper & Pencil-Verfahren) mit einer Ausfülldauer von ca. 45 Minuten. 8 Bei der Ausgestaltung des Fragebogens war es das oberste Ziel, möglichst viele Aspekte der Gesundheit und ihrer Determinanten zu erfassen. Zum einen dienten dabei bereits etablierte Fragebatterien als Grundlage, die auch schon in anderen Befragungen zur Gesundheit in Deutschland, Österreich und weiteren Ländern eingesetzt wurden. Hierzu gehören die Gesundheitserfassung SF-36 (Short Form Health Survey), PANAS (Positive and Negative Affect Schedule), NEO-FFI-30 (Five-Factor Personality Inventory), PSS-10 (Perceived Stress Scale) und LOT-R (Life Orientation Test) sowie klassische Fragebatterien zur Lebenszufriedenheit oder zu Sorgen und Belastungen. Dazu kamen Fragen, die sich aus den spezifischen Forschungszielen der Klosterstudie und der speziellen Eigenschaften der Studienpopulation ergaben. Beispiele hierfür sind strukturelle Charakteristika der Ordensgemeinschaft (Mitgliederumfang oder apostolische bzw. kontemplative Lebensweise) und die Motivation des Klostereintritts. Dabei konnten wir die langjährigen Erfahrungen der beiden US-amerikanischen Alzheimer-Studien an Ordensmitgliedern einfließen lassen, über die wir vor Ort im August 2011 hilfreiche Informationen einholen und wertvolle Anregungen gewinnen konnten. 9 Der Fragebogen der ersten Welle beinhaltet insgesamt elf Module zu den Themen: Persönliche Daten Ausbildung und Tätigkeit Gesundheit Gesundheitsverhalten und Lebensstil Selbstbild Konzentration und Erinnerungsvermögen Soziales Umfeld und soziale Beziehungen Allgemeines Befinden und Belastungen Zufriedenheit und Älterwerden Kindheit und die Zeit vor dem Ordensleben. Zur Optimierung der Fragestellungen sowie der Fragebogengestaltung wurde während der Monate April bis Juni 2012 ein Pre-Test durchgeführt. Dafür hatten 15 Personen (darunter acht Ordensmitglieder und sieben weltliche und ) spezifische Teile bzw. den 8 Von der ursprünglich geplanten Face-to-Face-Befragung mit einem kognitiven Test-Modul wurde aus drei Gründen abgesehen, die sich in den Vorgesprächen mit den Ordensleitungen als unüberwindbare Hindernisse herausgestellt hatten: (1) in den meisten Klöstern leben heute deutlich weniger als 20 Personen, sodass das Erreichen der angestrebten Sample-Größe von mindestens Teilnehmern einen nicht zu bewältigenden logistischen Aufwand bedeutet hätte; (2) für die meisten Ordensmitglieder wäre eine Face-to-Face-Befragung aufgrund der fest geregelten Tagesabläufe nur zur selben vorgegebenen Uhrzeit möglich gewesen, sodass an einem Tag nur wenige Interviews hätten durchgeführt werden können; (3) einige Ordensleitungen äußerten Bedenken gegen eine von mehreren fremden Personen durchgeführte Befragungsaktion in ihren Klöstern und erklärten ihre Bereitschaft zur Studienteilnahme nur unter der Voraussetzung einer schriftliche Befragung. 9 Die folgenden Befragungswellen werden zum Teil andere Fragen und Fragebatterien beinhalten. Die wichtigsten Aspekte des Gesundheitszustands werden jedoch in allen Befragungsrunden erhoben. 14

15 kompletten Fragebogen ausgefüllt und die dafür benötigte Zeit mitgemessen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen führten noch einmal zu geringfügigen Änderungen bzw. Anpassungen des Fragebogens, vor allem in der Anleitung zum richtigen Ausfüllen auf den ersten zwei Seiten. Außerdem wurde der Fragenbogen so konstruiert, dass Sprünge zwischen den Fragen (in der Art Falls ja weiter mit Frage 20, falls nein weiter mit Frage 25 ) vollständig vermieden wurden, so dass alle Teilnehmer jede Frage der Reihe nach beantworten konnten. Tabelle 2: Erhebungsstatistik der ersten Welle des Gesundheits-Surveys der Klosterstudie Fragebögen Ordensmitglieder versendet ausgefüllt Rücklauf Deutschland ,9 % ,3 % Zusammen ,6 % Österreich ,7 % ,1 % Zusammen ,9 % ,7 % ,3 % Zusammen ,8 % Die Durchführung der ersten Welle des Gesundheits-Surveys erfolgte in der Zeit zwischen Juli und Dezember Insgesamt wurde der Fragebogen an Ordensmitglieder versandt, von denen den ausgefüllten Fragebogen an uns zurückgesendet haben (Rücklaufquote: 68,8%; siehe Tabelle 2). 11 Von diesen leben in 142 deutschen und österreichischen Ordensgemeinschaften mit Konvent-Größen zwischen 2 und 140 Personen. Die übrigen 69 Ordensmitglieder leben selbständig in Haushalten außerhalb ihrer Gemeinschaften. Die geographische Verteilung der Studienteilnehmer ist in Abbildung 3 dargestellt, wobei die Größe der Kreise in der Grafik die Teilnehmerzahl aus den jeweiligen Konventen repräsentiert. Das Sample beinhaltet auch fünf in Italien sowie drei in der Schweiz lebende Ordensleute, die den teilnehmenden Gemeinschaften aus Österreich bzw. Deutschland angehören. 10 Die zahl der ausgefüllten Fragebögen von männlichen Ordensmitgliedern beinhaltet vier Fälle, in denen die Personen die anonymisierten Identifikationsnummern entfernten, so dass eine Zuordnung zu der jeweiligen Ordensgemeinschaft nicht möglich ist. 11 Weitere 19 Ordensmitglieder haben den komplett leeren Fragebogen zurückgesendet. Diese wurden zwar in den Datensatz mit aufgenommen, aus den in Anhang 1 zusammengestellten Statistiken jedoch ausgeschlossen. 15

16 Abbildung 3: Geographische Verteilung der Teilnehmer der ersten Welle des Gesundheits-Surveys der Klosterstudie Sowohl in Deutschland als auch in Österreich liegt die Beteiligung bei den etwas höher als bei den n. So beträgt die Rücklaufquote bei den deutschen und österreichischen Ordensfrauen 73,9 bzw. 77,7%, bei den Ordensmännern 62,3% in Deutschland und 61,1% in Österreich. Insgesamt liegt die Beteiligung in Österreich mit 69,9% etwas höher als in Deutschland mit 67,6%. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die österreichischen 16

17 Zahlen jene Gemeinschaft enthalten, bei der eine Vorabbefragung zur Teilnahmebereitschaft erfolgte. Lässt man diese außer Acht, dann variieren die Rücklaufquoten in den österreichischen Gemeinschaften zwischen 69,6 und 86,2% bei den Ordensfrauen und zwischen 54,1 und 72,7% bei den Ordensmännern. In Deutschland schwankt die Beteiligungsrate zwischen 69,2 und 84,2% bei den - und zwischen 50,8 und 64,5% bei den gemeinschaften. Der sdurchschnitt zum Zeitpunkt der ersten Erhebung des Gesundheits-Surveys liegt bei den Ordensfrauen aus Österreich bei 72,2 und bei jenen aus Deutschland bei 76,7 Jahren (durchschnitt 74,5 Jahre). Die den österreichischen Gemeinschaften angehörigen Ordensmänner waren dagegen bei der Befragung im Durchschnitt 70,5 Jahre alt und jene aus Deutschland 72,0 (durchschnitt 71,4 Jahre). Diese Werte spiegeln die gegenwärtige sstruktur in den Ordensgemeinschaften wider, die von einer starken ung der Mitglieder gekennzeichnet ist, welche sich bei den etwas ausgeprägter darstellt als bei den n (siehe hierzu Luy et al. 2013). Die Dateneingabe begann Mitte Juli 2012 und wurde Ende Februar 2013 abgeschlossen. Die anschließende Datenbereinigung erstreckte sich bis Mitte Mai Detaillierte Informationen zu diesen Prozessen sind in den Anhängen 2 und 3 dieser Datendokumentation zu finden. Sämtliche Arbeiten des Gesundheits-Surveys der Klosterstudie wurden ausschließlich von den Projektmitarbeitern an der ÖAW durchgeführt. Dadurch sollten jegliche Unsicherheiten bezüglich der Datenerfassung, Dateneingabe und Datenbereinigung ausgeschlossen werden bzw. jederzeit rekonstruierbar bleiben. Die Anhänge dieses Forschungsberichts liefern einen Überblick über alle erhobenen Variablen der ersten Welle des Gesundheits-Surveys der Klosterstudie sowie über ihre Merkmale und die spezifischen Regeln bei Dateneingabe und Datenbereinigung. Die in den Anhängen 1 und 2 zusammengestellten Häufigkeitsverteilungen sind analog der Reihenfolge im Fragebogen mit seinen zwölf Modulen strukturiert. Anhang 1 beinhaltet 254 Tabellen gegliedert nach Geschlecht und 5 Tabellen ohne Differenzierung nach Geschlecht (Datumsangaben, etc.). Metrische Variablen wurden im Anhang 1 nicht inkludiert (deshalb nur 11 Module). Anhang 2 umfasst 236 Tabellen gegliedert nach (50-64, 65-79, 80+) und Geschlecht, 21 Tabellen ohne Differenzierung nach sklassen sowie 11 Histogramme zur Darstellung metrischer Variablen. Die Datendokumentation basiert auf der Variable (siehe Anhang 3), die für jeden Studienteilnehmer mit der Ausnahme einer Probandin mit einem gültigen Wert besetzt werden konnte. Die Teilnehmerin ohne sangabe wurde aus den Statistiken in den Anhängen 1 und 2 ausgeschlossen. Fehlende Angaben sind in allen Tabellen und Diagrammen berücksichtigt und separat angegeben. Danksagung Wir danken ganz herzlich den teilnehmenden Ordensgemeinschaften und ihren Mitgliedern, ohne deren Unterstützung dieses Forschungsprojekt nicht möglich wäre. 17

18 Literatur Bauer, Ullrich; Bittlingmayer, Uwe H.; Richter, Matthias (Hrsg.), 2008: Health Inequalities. Determinanten und Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Berkel, J.; de Waard, F., 1983: Mortality pattern and life expectancy of Seventh-day adventists in the Netherlands, International Journal of Epidemiology 12(4): Cohen, Bernard L., 1991: Catalog of risks extended and updated, Health Physics 61(3): Cohen, Bernard L.; Lee, I-Sing, 1979: A catalog of risks, Health Physics 36: Cornet, Georg, 1890: Die Sterblichkeitsverhältnisse in den Krankenpflegeorden, S in: Cornet, Georg (Hrsg.): Ueber Tuberculose. Leipzig: von Veit & Comp. Cutler, David; Deaton, Angus; Lleras-Muney, Adriana, 2006: The determinants of mortality, Journal of Economic Perspectives 20(3): Deparcieux, Antoine, 1746: Essai sur les probabilités de la durée de la vie humaine. D où l on déduit la maniere de déterminer les rentes viagères, tant simples qu en Tontines. Précédé d une courte explication sur les rentes à terme, ou annuités. Paris: Frères Guerin. Fraumeni, Joseph F.; Lloyd, J. W.; Smith, Elizabeth M.; Wagoner, Joseph K., 1969: Cancer mortality among nuns: role of marital status in etiology of neoplastic disease in women, Journal of the National Cancer Institute 42(3): Huang, Chang; Phillips, Michael R.; Zhang, Yali; Zhang, Jingxuan; Shi, Qichang; Song, Zhiqiang; Ding, Zhijie; Pang, Shutao; Martorell, Reynaldo, 2013: Malnutrition in early life and adult mental health: evidence from a natural experiment, Social Science & Medicine 97: Lorber, Judith; Moore, Lisa J., 2002: Gender and the social construction of illness. Plymouth, UK: AltaMira Press. Luy, Marc, 2002a: Die geschlechtsspezifischen Sterblichkeitsunterschiede Zeit für eine Zwischenbilanz, Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 35(5): Luy, Marc, 2002b: Warum länger leben. Erkenntnisse aus einem Vergleich von Kloster- und Allgemeinbevölkerung. Materialien zur Bevölkerungswissenschaft 106. Wiesbaden: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Luy, Marc, 2003: Causes of male excess mortality: insights from cloistered populations, Population and Development Review 29(4): Luy, Marc, 2009a: 10 Jahre Klosterstudie Gewonnene Erkenntnisse und offene Fragen zu den Ursachen für die unterschiedliche Lebenserwartung von und n, S in: Ehlers, Hella; Kahlert, Heike; Linke, Gabriele; Raffel, Dorit; Rudlof, Beate; Trappe, Heike (Hrsg.): Geschlechterdifferenz - und kein Ende? Sozial- und geisteswissenschaftliche Beiträge zur Genderforschung. Berlin: LIT Verlag. Luy, Marc, 2009b: Unnatural deaths among nuns and monks: the biological force behind male external cause mortality, Journal of Biosocial Science 41(6):

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20 20

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