Waldwirtschaftsplan Forsteinrichtung

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1 Waldwirtschaftsplan Forsteinrichtung

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4 Warum planen? Für einen, der nicht weiß, nach welchem Hafen er steuern will, gibt es keinen günstigen Wind. (Seneca, röm. Philosoph)

5 Nachhaltigkeit "Jede weise Forstdirektion muß daher die Waldungen [...], ohne Zeitverlust, taxieren lassen, und sie zwar so hoch als möglich, doch so zu nutzen suchen, daß die Nachkommenschaft wenigstens ebensoviel Vortheil daraus ziehen kann, als sich die jetzt lebende Generation zueignet" (Georg Ludwig Hartig in "Anweisung zur Taxation und Beschreibung der Forste", Anfang 19. Jhdt).

6 Vorgangsweise Erhebung des IST-Zustandes (Forstinventur) Formulierung des SOLL-Zustandes (S 87) = Erstellung eines Waldwirtschaftsplanes

7 Ist-Zustand (Forstinventur) 1. Erhebung der Waldflächen

8 Gerippekarte (Katasterplan)

9 Ist-Zustand (Forstinventur) 1. Erhebung der Waldflächen 2. Bestandesausscheidung

10 Luftbild

11 Räumliche Einteilung - Bestände = Bewirtschaftungseinheiten Waldflächen mit gleichem Alter, Baumart, Bonität (kleinste Planungseinheit) - Mehrere Bestände werden zu einer Abteilung zusammengefasst (geogr. Einheit)

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13 Standort -Exposition -Geländeform -Bodenoberfläche -Bringungsart -Bodenart -Bodentyp -Waldtyp -Bodenzustand -Bodenfeuchte -Humusform -Grundgestein

14 Ist-Zustand (Forstinventur) 1. Erhebung der Waldflächen 2. Bestandesausscheidung 3. Ermittlung der Holzmasse

15 Volumen des einzelnen Stammes Schätzformel nach DENZIN V = [ Vfm] BHD 1000 ² 2 [ cm ] V = Volumen in Vorratsfestmetern BHD = Brusthöhendurchmesser in cm Gilt für Bäume mit h = 25m, für jeden Meter +/- müssen 3 % des Volumens +/- berücksichtigt werden. Bsp: BHD = 40 cm, H = 27 m. -> 40 * 40/1000 = 1,6 Vfm; + 6 % ~ 1,7 Vfm

16 Volumen des einzelnen Stammes, mathematisch richtig BHD² 2 [ m ] V[ Vfm ] = * Pi * h[ m] * 4 fz V = Volumen in Vorratsfestmetern BHD = Brusthöhendurchmesser in m h = Höhe des Baumes in m fz = Formzahl, ist ein Maß für die Vollholzigkeit

17 Formzahl fz ~ 0,5 Holzart Wachstumsstufe schlecht/ sehr gut/gut mittel sehr schlecht Fichte 0,45-0,47 0,47-0,48 0,49 0,50 Tanne 0,46 0,49 0,49 0,51 Kiefer, Lärche 0,45 0,46 0,45 0,46 0,47 Buche 0,50 0,51 0,48 0,49 0,47 0,48

18 Vorratsermittlung Vollaufnahme Jeden Baum kluppieren und Höhe messen Probeflächenaufnahme zb. Aufnahme des Volumens auf 100 m² Winkelzählprobe Ermittlung der Grundfläche pro Hektar

19 Bestimmung des Bestandesalters Quellen: Alter ist bekannt aus Überlieferungen, Aufzeichnungen Abzählen des Alters an Stöcken Abzählen an den Astquirlen Ermittlung mit Hilfe des Zuwachsbohrers Schätzen

20 Ist-Zustand (Forstinventur) 1. Erhebung der Waldflächen 2. Bestandesausscheidung 3. Ermittlung der Holzmasse 4. Ermittlung des Zuwachses 5. Bestandesbeschreibung

21 Bestand = kleinste Bewirtschaftungseinheit -Vermessung der Bestandesgrenzen (Hilfsmittel: Kompass und Schrittmaß) -Flächenermittlung -Altersklassenbestimmung (Zuwachsbohrer) -Bestandesklasse -Erscheinungsform -Bestandesmischung -Schlussgrad -Verjüngung

22 Ist-Zustand (Forstinventur) 1. Erhebung der Waldflächen 2. Bestandesausscheidung 3. Ermittlung der Holzmasse 4. Ermittlung des Zuwachses 5. Bestandesbeschreibung 6. Standortsbeschreibung

23 Standort Exposition Geländeform Bodenoberfläche Bringungsart Bodenart Bodentyp Grundgestein Waldtyp Bodenzustand Nährstoffversorgung Bodenfeuchte Humusform

24 Laufzeit des Waldwirtschaftsplanes = 10 Jahre = mittelfristige Planung Arbeitsplan: Waldbauliche Maßnahmen Durchforstung Kulturpflege Stammzahlreduktion Endnutzung

25 Langfristige Planung -Ausgeglichenes Altersklassenverhältnis -Bestmögliche Ausnutzung der Leistungsfähigkeit von Bestand und Standort -Optimale Ausnutzung der vorhandenen Betriebsmittel -Kostenminimierung

26 Mittelfristige Planung - fachlich: Was soll passieren - räumlich: Wo soll etwas passieren - zeitlich: Wann soll etwas passieren - organisatorisch: Was ist nötig um eine Maßnahme durchführen zu können - finanziell: welche Kosten und Erlöse sind zu erwarten

27 Planung Zeitplan: gereiht nach Dringlichkeit Betriebswirtschaftliche Planung: Kalkulation nach: Holzmenge Holzdimension Holzpreis Schlägerungskosten Rückungskosten

28 Hiebsatz Allgemein: Geplante Nutzungsmenge Waldbaulicher Hiebsatz: Summe der Einzelplanungen aller Bestände Flächenhiebsatz Hiebsatz [Vfm] = nachhaltig nutzbare Fläche X Vorrat des hiebsreifen Bestandes

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