Zusammenarbeit mit Eltern Mit Eltern Schule und Ganztagsbetreuung gestalten

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1 Zusammenarbeit mit Eltern Mit Eltern Schule und Ganztagsbetreuung gestalten Barbara Kühnel, Bildungsreferentin Projektleiterin Early Excellence Stuttgart,

2 Gesetzliche Grundlage für die Zusammenarbeit mit Eltern Berliner Schulgesetz 1. Teil: Auftrag der Schule und Recht auf Bildung und Erziehung, Anwendungsbereich 4: Grundsätze für die Verwirklichung, Abs. 1 (1) Die Schule, die Erziehungsberechtigten und die Jugendhilfe wirken bei der Erfüllung des Rechts der Schülerinnen und Schüler auf größtmögliche Entfaltung ihrer Persönlichkeiten und Fähigkeiten zusammen. Schulgesetz Berlin, 2004, geändert Februar 2016

3 Zusammenarbeit mit Eltern im Berliner Bildungsprogramm für die offene Ganztagsgrundschule (2009) Eltern sollen sich ihrer Verantwortung im Erziehungs- und Lernprozess bewusst sein und sind stärker bei der Verwirklichung einer neuen Lern- und Lehrkultur in Kindertageseinrichtungen und Schulen beteiligen. (SchulG 88f) Schule muss sich mehr zu einer Einrichtung entwickeln, welche die Erziehungskraft der Familie stärkt. (Empowerment für Eltern)

4 Zusammenarbeit mit Eltern in der Grundschule Ausgangsüberlegungen Der Einfluss des Elternhauses auf den Bildungserfolg der Kinder ist größer als der von Schulen (OECD: PISA 2001). Die Einbindung der Eltern ist notwendige Voraussetzung für den Bildungserfolg der Kinder. Bildungsinstitutionen haben sich verändert -von der Wissensaufnahme zum Wissensmanagement neue und individuelle Lernstrategien erforderlich Eltern können ihre Kinder beim Lernen wirksam unterstützen (frühe Förderung und Unterstützung in der frühen Kindheit und Grundschulzeit wirkt sich deutlich positiv auf die späteren Schul und Berufschancen aus)

5 Besonderes System in Berlin In den JÜL - Klassen 1.-2., oder Klassen stehen 15 Stunden durch Erzieher/innen für den Unterricht in der Woche zur Verfügung 10 Std. gehen in den Unterricht/ 5 Std. sind für Besprechungen und Hausaufgabenbetreuung Besprechungszeiten stehen im Stundenplan

6 Diese Situation macht folgendes möglich Lehrer/Erzieher/innen sind für die Kinder gemeinsam verantwortlich Ein interdisziplinäres Arbeiten ist nötig, aber auch möglich Ressourcenorientierte Beobachtung von Kindern ist möglich (Bildungs- und Lerngeschichten) Information an die Eltern werden dadurch erleichtert

7 Wie können wir Eltern von Schulkindern als Partner gewinnen????????????????????

8 Aufgaben für die gelingende Zusammenarbeit mit Eltern/Schule/Ganztag Respekt und Achtung voreinander entwickeln Informieren und miteinander kommunizieren Gemeinsame Ziele verfolgen Gemeinsame Handlungsfelder schaffen Geeignete Strukturen und Ressourcen suchen Gegenseitige Kompetenzen erkennen und nutzen Gewinn für beide Seiten anstreben Kultur der Mitverantwortung schaffen

9 Mögliche Zusammenarbeit mit Eltern Themenbezogene Elternabende Eltern ermutigen ihre Themen einzubringen Einbeziehung der individuellen Familienkulturen in die Ausgestaltung des Schul-Alltages, Aktionen, Projekte, Feste usw. Vielfältige Möglichkeiten zur Partizipation von Eltern schaffen Angebote der Eltern und Familienbildung am Ort Schule mit Eltern entwickeln wie z.b. Eltern Café, sprechende Wände, oder Internetportal, Kurse Gemeinsames Lernen von Eltern und Kindern ermöglichen Lernwerkstatt, forschen, experimentieren Zusammenarbeit mit Eltern als Querschnittsaufgabe für alle an Schule beschäftigten Mitarbeiter entwickeln gemeinsame Konzeption erstellen Fortlaufender Prozess, da Eltern und Kinder, aber auch Mitarbeiterschaft wechseln

10 Konkrete Beispiele: Neumarkgrundschule 2006 Ganztagsbetreuung an einer Ganztagsschule, 98% Kinder mit Migrationshintergrund 1. Schritt gemeinsame Fortbildungen mit Lehrer/Erzieher 2. Rhythmisierung des Tages Schulstunden auch am Nachmittag 3. Doppelsteckung 4. Zeiten für Kinder schaffen, z. B. gemeinsames Ankommen 5. Damit Zeiten für gemeinsame Beobachtung und Elterngespräche

11 Konkrete Beispiele Hugo-Heimann Grundschule Eröffnung eines Eltern Cafés am Einschulungstag mit Materialien, die die Kinder in der ersten Klasse brauchen Pilot Early Excellence an Grundschulen, PFH Berlin und Stiftung, Teams gebildet aus Lehrer/innen und Erzieher/innen, ressourcenorientiert Beobachtung implementiert, gemeinsame Auswertungsgespräche mit Kindern und Gespräche mit den Eltern

12 Eltern Lehrer/in Schüler/in Erzieher/in Eine gemeinsame Sprache entwickeln

13 Zugänge schaffen Wirkliche Begegnungen Zeit geben Platz schaffen Wertschätzung gegenüber der Unterschiedlichkeit der Familienkulturen bieten

14 Vertrauen schaffen Werden die Wünsche und Vorstellungen von Eltern aufgenommen Wann und wie werden sie gefragt? Vertrauensvoll mit Informationen umgehen Wie kann auf die Ressourcen der Eltern aufgebaut werden, z. B. Im Elterncafé (allerdings mit Personal aus Schule und Ganztag)

15 Das Kind gewinnt dabei und die Gesellschaft! Die erziehungs- und bildungspolitische Attraktivität des Early Excellence-Ansatzes liegt im respektvollen Zusammenspiel der Akteure Eltern Erzieher/in Lehrer/in

16 Vielen Dank und Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Arbeit!

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