DirektAnlageBrief Der Themendienst für Journalisten. Ausgabe 21: April Inhaltsverzeichnis

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1 DirektAnlageBrief Der Themendienst für Journalisten Ausgabe 21: April 2012 Inhaltsverzeichnis 1. In aller Kürze: Summary der Inhalte 2. Zahlen und Fakten: Mit 26% zu 100% Erfolg 3. Aktuell/Tipps: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen 4. Wissen Finanzmarkt: Futures mit Hebeln viel bewegen 1

2 1. In aller Kürze: Summary der Inhalte Statistik: Mit 26% zu 100% Erfolg Die DAB bank hat mehr als Transaktionen privater Trader analysiert, die mit Futures handeln. Das Ergebnis: Rund 63% der durchgeführten Käufe und Verkäufe brachten den Tradern einen Gewinn ein. Allerdings sagt diese Zahl noch nichts darüber aus, ob ein Anleger insgesamt erfolgreich agiert. So haben Anleger im Extremfall zwar 72% ihrer Trades mit Gewinn abgeschlossen, jedoch unter dem Strich Geld verloren. Auf der anderen Seite gab es Kunden, deren Trades nur in 26% der Fälle erfolgreich verliefen, die aber insgesamt Gewinne erzielen konnten. Was machen diese Trader besser? Sie begrenzen ihre Verluste und lassen die Gewinne laufen. Aktuell/Tipps: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen Märkte kennen nur zwei Richtungen. Nach oben und nach unten. Der Börsenhandel scheint also auf den ersten Blick kinderleicht zu sein, und Anleger können mit geschicktem Trading an der Börse Geld verdienen. Ein Stop-Loss ist im Handel mit Wertpapieren unerlässlich, um langfristig erfolgreich zu agieren, erklärt Malte Rubruck, Trading-Experte bei der DAB bank. Jeder Anleger sollte die Regel beherzigen: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Und zwar für alle Wertpapiere von Aktien, Fonds und Futures bis zu Zertifikaten. Wissen Finanzmarkt: Futures mit Hebeln viel bewegen Futures sind alt. So setzte der griechische Philosoph Thales um 600 v. Chr. bereits eine Frühform von Futures ein. Im 17. und 18. Jahrhundert nutzten vor allem Landwirte Termingeschäfte, um sich vor Risiken zu schützen. Mit der Gründung der amerikanischen CBOT (Chicago Board of Trade) im Jahr 1848 wurde schließlich der organisierte Handel mit Futurekontrakten eingeläutet. Um einen Future zu erwerben, hat der Händler eine Sicherheitsleistung zu erbringen. Mit dieser sogenannten Margin wird sichergestellt, dass mögliche Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden, falls sich der Kurs nachteilhaft entwickelt. 2

3 2. Zahlen und Fakten: Mit 26% zu 100% Erfolg Anleger nur mit jedem vierten Trade erfolgreich und machen unter dem Strich trotzdem Gewinne Ob Profis oder Privatanleger wenn es um Aktien, Börse und Co. geht, dann ist die Farbe grün gefragt. Diese Farbe signalisiert nämlich ein Kursplus. Sind dagegen die Kurse rot gefärbt, dann liegen die Märkte im Minus. Das gilt beim Blick auf den Monitor eines Händlers oder bei der Betrachtung der Kursdaten im Internet genauso wie im eigenen Depot. Viel grün im Depot ist damit das Ziel eines jeden Anlegers und Traders. Doch dieses Ziel allein reicht nicht aus für Gewinne an der Börse. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der DAB bank, der Direktbank für Anleger, Trader und Vermögensverwalter, bei der Kunden seit 1994 ihre Wertpapiergeschäfte tätigen. 3

4 Zwischen Anfang November 2011 und Ende Januar 2012 analysierten die Experten der Direktbank mehr als Transaktionen privater Trader mit Futures auf anonymisierter Basis. Das Ergebnis: Rund 63% der durchgeführten Käufe und Verkäufe brachten den Tradern einen Gewinn ein. Allerdings sagt diese Zahl noch nichts darüber aus, ob ein Anleger insgesamt erfolgreich agiert. Entscheidend ist die Höhe der Gewinne bzw. der Verluste. Hierbei verdeutlichen zwei Extremfälle, was erfolgreiches Trading ausmacht. So haben Anleger im Extremfall zwar 72% ihrer Trades mit Gewinn abgeschlossen, jedoch unter dem Strich Geld verloren. Auf der anderen Seite gab es Kunden, deren Trades nur in 26% der Fälle erfolgreich verliefen, die aber insgesamt Gewinne erzielen konnten. Was machen diese Anleger, die nur ein Viertel aller Transaktionen mit Gewinn abschließen, besser als die anderen Trader? Sie begrenzen ihre Verluste und lassen die Gewinne laufen eine Strategie, die sich am Ende auszahlt. Das leuchtet sofort ein, wenn man sich vorstellt, dass viele kleine Gewinne durch einen einzigen großen Verlust aufgezehrt werden. Dagegen kann ein Trader zwei oder drei Verluste von jeweils 10 % locker verschmerzen, wenn ein Trade 100% Gewinn oder mehr bringt. Abbildung: Trefferquoten der Anleger 4

5 3. Aktuell/Tipps: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen The trend is your friend Der Trend ist dein Freund : So lautet eine bekannte Börsenregel. Denn die Märkte funktionieren nun einmal in zwei Richtungen, nach oben und nach unten. Wer auf den richtigen Trend setzt, kann mit geschicktem Trading an der Börse Geld verdienen. Doch Profis und Privatanleger liegen nicht immer richtig und müssen auch mit Fehlentscheidungen umgehen können. Wenn ein Trade nicht erfolgreich verläuft, ist Disziplin gefragt. Das gilt nicht nur für Trader, sondern für alle Anleger, die Aktien, Fonds oder Zertifikate kaufen. Disziplin bedeutet: Anleger müssen sich Fehler eingestehen und Verluste minimieren. Wenn sich nämlich ein Wertpapier nicht wie gewünscht entwickelt, dann sollte man rechtzeitig die Reißleine ziehen und den Wert verkaufen. Ein intelligenter Einsatz von Limits ist hierbei sehr hilfreich, erklärt Malte Rubruck, Trading-Experte bei der DAB bank. Mit Trailing Stop Loss durch Berg und Tal Verluste zu realisieren, ist schmerzhaft. Aber es ist besser, einen kleinen Kursverlust hinzunehmen anstatt zuzugucken, wie jeden Tag die Kursverluste zunehmen. Darüber hinaus machen einige Anleger den Fehler, Gewinne zu früh einzustreichen. Gewinne laufen lassen lautet das Erfolgsrezept. Die Apple-Aktie ist hierzu ein gutes Beispiel. Das Papier ist allein seit Jahresanfang von 400 auf 600 US- Dollar gestiegen. Zehn Jahre zuvor war die Aktie nur 10 US-Dollar wert. Im Gegensatz zur Apple-Aktie haben viele Aktien wie etwa die Solarwerte in den vergangenen Jahren eine Berg- und Talfahrt hinter sich. Daher ist generell ein sogenannter Trailing-Stop-Loss zu empfehlen. Dabei wird der Stop in der Aufwärtsbewegung laufend angepasst. Beispiel: Kauft ein Anleger eine Aktie bei 65 Euro, dann platziert er den ersten Stop beispielsweise bei 62 Euro und den Abstand bei 3 Euro. Steigt die Aktie auf 75 Euro, wird der Stop automatisch auf 72 Euro (75 3) angepasst. Der Vorteil: Anleger können durch die automatische Anpassung des Stops einen höheren Verkaufserlös erzielen als bei der statischen Stop-Loss-Order. Hierfür müssen sie auch nicht ständig die Märkte beobachten. 5

6 Ein Stop-Loss ist im Handel mit Wertpapieren unerlässlich, um langfristig erfolgreich zu agieren, sagt DAB-Experte Rubruck. Jeder Anleger sollte die Regel beherzigen: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Und zwar für alle Wertpapiere von Aktien, Fonds und Futures bis zu Zertifikaten. 6

7 4. Wissen Finanzmarkt Futures mit Hebeln viel bewegen Futures sind alt. Sehr alt sogar. So besserte der griechische Philosoph Thales um 600 v. Chr. bereits seinen Lebensunterhalt mit einer Frühform von Futures auf. Er berechnete aus seiner Kenntnis der Sternenwelt den Eintritt der nächsten Hitzeperiode, die die Oliven schneller reifen lassen würde. Thales wusste, dass die Bauern dann mit der Ernte beginnen und Olivenpressmaschinen benötigen. Deswegen mietete er diese bereits im Winter an. Als die Hitzeperiode tatsächlich einsetzte, konnte er die Maschinen dann zu einem höheren Preis weitervermieten. Die eigentlichen Wurzeln der heutigen Futures liegen jedoch im menschlichen Bedürfnis, sich gegen die Unwägbarkeiten des Lebens zu versichern. So nutzten im 17. und 18. Jahrhundert vor allem Landwirte Termingeschäfte, um sich vor Risiken zu schützen. Sie verkauften beispielsweise Weizen Monate im Voraus. Dabei wurden Preis und Menge festgelegt. Lieferung und Bezahlung erfolgten nach der Ernte. Die Landwirte hatten so bereits im Vorfeld einen sicheren Abnehmer und einen festen Preis. Dass der erste Handelsplatz eine Reis-Börse für Landwirte in Osaka (Japan) war, ist somit kein Zufall. Die sich rasch ausbreitenden Handelsplätze gaben den Händlern feste Qualitätsmerkmale für die jeweiligen Produkte vor. Mit der Gründung der amerikanischen CBOT (Chicago Board of Trade) im Jahr 1848 wurde schließlich der organisierte Handel mit Futurekontrakten eingeläutet. In Europa ist aktuell die Terminbörse Eurex (European Exchange) die größte Derivatebörse. Mit mehr als zwei Milliarden Kontrakten hat der Handel hier im abgelaufenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Wo früher am Ende der Vertragslaufzeit der reale Gütertausch stand, können heute Positionen jederzeit glattgestellt werden. Das bedeutet, dass Verkäufer oder Käufer ihren Gewinn oder Verlust auch schon vor Vertragsende realisieren können. Ein Erfüllungsrisiko etwa auf Lieferung von Weizen besteht somit nicht. Margin als Sicherheitsleistung Bei den Futures unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten. Neben den Commodity Futures, die sich auf Waren wie etwa Weizen beziehen, gibt es Financial Futures. Diese haben Indizes oder Aktien als Basiswert. Um einen Future zu erwerben, hat der Händler eine Sicherheitsleistung zu erbringen. Mit 7

8 dieser sogenannten Margin wird sichergestellt, dass mögliche Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden, falls sich der Kurs nachteilhaft entwickelt. Die DAB bank bietet mit dem Futures Margin Trading die Möglichkeit an, Futures an der Eurex mit Hebel zu handeln. Anleger können über die Margin mit geringem Einsatz hohe Gewinne erzielen, da diese nur einen Bruchteil des gehandelten Werts ausmacht. Grundsätzlich gilt dabei: Je kleiner die hinterlegte Margin, desto größer der Hebel. Eine Auto-Stop-Order stellt sicher, dass bei normalen Marktbewegungen Verluste in der Regel das eingesetzte Kapital (die Margin) nicht überschreiten. 8

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