Waldzukünfte

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1 Waldzukünfte Projekt: Zukünfte und Visionen Wald 2100 Delphi-Befragung zur Zukunft der Waldnutzung in Deutschland Tobias Mickler gefördert vom: Projektträger:

2 Erhebungsdesign 1. Befragungsrunde November Experten Auswertung/statistische Gruppenantwort - Herausforderungen Strategien Zukunftsthesen Befragungsrunde Februar Experten - Vertiefende Fragen - Visionen 2100: Erwartungen, Wünsche, Befürchtungen, Handlungsoptionen Delphireport 2

3 Akteursgruppen Forstverwaltungen 34,1 Forst- und Holzwissenschaft 24,8 öffentlicher Forstbetrieb 22,8 weitere Wissenschaftsbereiche 12,5 privater Forstbetrieb 9,2 forstliche Interessenvertretung 6,1 Holzwirtschaft 5,6 Verbandsnaturschutz 5,6 Kommunalverwaltung, Politik 3,8 amtlicher Naturschutz 2, in Prozent 3

4 Herausforderungen bis Nachfrage nach dem Rohstoff Holz Globalisierung der Holzmärkte Klimawandel Entwicklung neuer Holzprodukte (stofflich, energetisch) Innovationen im Bereich Logistik, Transport Strukturwandel der Holzindustrie Nachfrage nach Erholungsleistungen Ausbreitung von eingeführten, nicht einheimischen Pflanzenarten (Neophyten) Betriebliche Kosten (Personal, Energie etc.) Internationalisierung der Waldpolitik Ausweisung von Schutzgebieten Zertifizierung von Forstwirtschaft und Holzprodukten Innovationen der Waldpflege & Holzernte Gesellschaftliche Wertschätzung der Holznutzung Luftverunreinigungen, Schadstoffeinträge Bürgerbeteiligung und Partizipation Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft für andere Waldfunktionen (z. B. Schutz, Erholung) 0% 20% 40% 60% 80% 100% nimmt deutlich zu nimmt eher zu nimmt eher ab nimmt deutlich ab nicht zu beantworten

5 Multifunktionalität ökonomische ökonomische ökologische gesellschaftliche nicht zu beantworten nicht zu beantworten ökologische gesellschaftliche in Prozent in Prozent Welche Interessen werden sich in der Waldpolitik bis 2020 eher durchsetzen? Welche Funktionen des Waldes sollten bis 2020 stärker gefördert werden? 2050: 70 % gehen davon aus, dass multifunktionale Waldwirtschaft das dominierende Leitbild ist. 78 % erwarten, dass große Waldflächen vornehmlich der Holzproduktion gewidmet sind 5

6 Segregation Die Nutzung der Waldflächen hat sich in 2050 nach Funktionen stark ausdifferenziert (Segregation) , , ,7 10 3,6 2,5 0 wird bestimmt eintreffen wird eher eintreffen wird eher nicht eintreffen wird nicht eintreffen nicht zu beantworten 6

7 Erwarten Sie, dass die Tendenz zur Segregation anhält? ja nein nicht zu beantworten n=397 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 7

8 Falls Sie Segregation erwarten, in welcher Form wird diese auftreten? eher kleinflächig (auf Forstbetriebsebene) eher großflächig (betriebsübergreifend) in anderen Formen nicht zu beantworten n=367 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% 8

9 Treiber der Segregation Die zunehmende Flächenausdehnung von Schutzwäldern und -gebieten führt zur funktionalen Trennung von Waldgebieten. (n=396) Zunehmende Nutzungskonflikte, v.a. zwischen Holznutzung und Erholungssuchenden, treiben die Segregation voran. (n=395) Privatisierung und Waldverkäufe treiben die Segregation voran. (n=396) 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% wird bestimmt eintreffen wird eher eintreffen wird eher nicht eintreffen wird nicht eintreffen nicht zu beantworten 9

10 Nutzungsintensität Ergebnisse der 1. Befragungsrunde: Rasant steigende Nachfrage nach Holz wirkt sich auf die Nutzungsintensität der Wälder im Jahr 2050 aus. Vertiefende Frage der 2. Runde Abbau von Holzvorratsreserven Temporäre Überschreitung des Nachhaltshiebssatzes Umtriebszeitenverkürzung Langfristige Überschreitung des Nachhaltshiebssatzes 0% 20% 40% 60% 80% 100% stark zunehmend eher zunehmend eher abnehmend stark abnehmend nicht zu beantworten 10

11 Könnte eine global gestiegene Holznachfrage zur Aufweichung internationaler Nachhaltigkeitsstandards führen? auf jeden Fall eher ja eher nein überhaupt nicht nicht zu beantworten n=399 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 11

12 Werden die entsprechenden Regelungen in den deutschen Waldgesetzen gelockert? auf jeden Fall eher ja eher nein überhaupt nicht nicht zu beantworten n=375 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% 50% 12

13 Verbreitung Landnutzungsformen im Jahr 2050 Anbau von Schnellwuchsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen (n=398) Subsistenzwirtschaft (Nutzung für Eigenbedarf, v.a. im Kleinwaldbesitz, n=398) Temporärer Anbau von Kurzumtriebspflanzen nach Sturmschäden auf gelichteten Waldflächen (n=398) Langfristiger Anbau von Kurzumtriebspflanzen nach Sturmschäden auf gelichteten Waldflächen (n=397) Landwirtschaftliche Nutzung im Wald (z.b. Agroforstsysteme, Beweidung, n=398) Anbau von Faserpflanzen im Wald (n=393) 0% 20% 40% 60% 80% 100% 13 sehr verbreitet eher verbreitet eher nicht verbreitet nicht verbreitet nicht zu beantworten

14 Besitzstrukturen im Wald 70 % der Befragten gehen davon aus, dass sich die Verfügungsrechte verändern werden. Holzindustrie erwirbt großflächig Holz auf dem Stock Holzindustrie erwirbt Waldflächen Investoren kaufen Waldflächen zur Diversifizierung ihres Portfolios auf Naturschutzverbände und Stiftungen kaufen Flächen zur Unterschutzstellung Auslagerung der Bewirtschaftung (Public- Privat-Partnerships, Waldpachtmodelle) Flurbereinigung : klein-parzellierte Waldflächen werden zusammengelegt 0% 20% 40% 60% 80% 100% nimmt stark zu nimmt eher zu nimmt eher ab nimmt stark ab nicht zu beantworten 14

15 Wie werden sich bis 2050 die Verfügungsrechte und Besitzstrukturen verändern? Holzindustrie erwirbt großflächig Holz auf dem Stock (n= 353) Holzindustrie erwirbt Waldflächen (n= 354) Investoren kaufen Waldflächen zur Diversifizierung ihres Portfolios auf (n= 356) Naturschutzverbände und Stiftungen kaufen Flächen zur Unterschutzstellung (n= 356) Auslagerung der Bewirtschaftung (z.b. Public-Privat-Partnerships, Waldpachtmodelle, Waldpflegeverträge, n= 356)) Flurbereinigung : klein-parzellierte Waldflächen werden zusammengelegt (n= 354) Verpachtung von Waldflächen (n=356) Neue Kooperationen zivilgesellschaftlicher Gruppen mit Forstbetrieben und Waldbesitzern zur Waldpflege (bürgerschaftliches Engagement, n=355) 15 0% 20% 40% 60% 80% 100% nimmt stark zu nimmt eher zu nimmt eher ab nimmt stark ab nicht zu beantworten

16 Thesen aus den Befragungsergebnissen 1. Die Multifunktionalität des Waldes wird neu austariert und sich zugunsten wirtschaftlicher Akzente verschieben 2. Die Waldfunktionen werden 2050 nicht mehr integrativ auf der Fläche, sondern differenziert auf verschiedenen Flächen bereitgestellt 3. Wald- und Forstwirtschaft sind vom Klimawandel erheblich betroffen, aber noch nicht ausreichend vorbereitet 4. Die Grenzen zwischen Land- und Forstwirtschaft werden teilweise aufgelöst 5. Waldbesitzverhältnisse verändern sich bis 2050 und führen zu neuen Strategien der Rohstoffbeschaffung der Holzindustrie 6. Der Forstsektor muss sich aufgrund der fortschreitenden Globalisierung der Holzmärkte und steigenden Nachfragentwicklungen mit anderen Branchen vernetzen 16

17 Delphi-Report Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Tobias Mickler Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) 17

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