AGENDA RUNDER TISCH. Folie 1 Fraunhofer UMSICHT Prof. Wichmann

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1 AGENDA RUNDER TISCH Zeitrahmen 13:00 bis 17:15 Uhr (inkl. Pausen) 1. Begrüßung 2. Einführung und Vorstellung des Dialogprozesses 3. Vorstellung der Begleitforschung 4. Aktueller Stand Tunnelfilter 5. Vorstellung und Diskussion der fachlichen Vorgehensweise Fragestellungen und grundsätzliche Vorgehensweise Tunnelfiltertechnologien Ökologische Relevanz von Tunnelfiltern Gesundheitliche Relevanz von Tunnelfiltern Wirtschaftliche Relevanz von Tunnelfiltern 6. Zusammenfassung und weiteres Vorgehen Folie 1

2 Fragestellungen Gesundheitliche Auswirkungen Schwäbisch Gmünd durch ungefilterte Tunnelabluft durch Lärmbelastung Langzeitwirkungen Einfluss unterschiedlicher Wetterlagen Einfluss nächtliches Abschalten Kurzzeitwirkungen Mögliche Folgekosten durch gesundheitsschädliche Immissionen Vereinbarkeit mit der Umweltzone Aktuelle und diskutierte zukünftige Grenzwerte Folie 2

3 Vorgehensweise 1 Vergleich der Szenarien Nullfall ohne Tunnel Planfall mit Tunnel ohne Filterung Planfall mit Tunnel mit Filterung Bewertung der Schadstoffe PM 10, PM 2,5, ultrafeine Partikel (Kurzzeitwirkungen, Langzeitwirkungen) NO 2 (Kurzzeitwirkungen, Langzeitwirkungen) Dieselruß, Aromaten (Benzol) (Langzeitwirkungen) Gesundheitliche Wirkungen von Lärm (Kurzzeitwirkungen, Langzeitwirkungen) Folie 3

4 Vorgehensweise 2 Bewertungsgrundlagen Aktueller Stand des Wissens Vergleich mit Grenzwerten WHO-Richtwerten Risikoabschätzungen für die betrachteten Szenarien Folie 4

5 Grundlagen Emission, Immission und Inhalation von Partikeln Folie 5

6 Zusammensetzung von Außenluftpartikeln < 1 µm: v.a. anorganische Salze und kohlenstoffhaltige Materialien. > 1 µm: v.a aufgewirbelter Sand und Agglomerate von Rußpartikeln und Bioaerosolen Quelle: K. Wittmaack Folie 6

7 PM Konzentration Profil der Partikelkonzentrationen in einer Stadt km modifiziert nach Lenschow et al., 2001 Folie 7

8 Deponierte Masse in µg pro Tag Deponierte Partikelanzahl in pro Tag Deposition von Partikeln im Atemtrakt Grün: Land Blau: Vororte Rot: Stadt Stadt vs. Land Partikelmasse: 3fache Deposition Partikelanzahl: 19fache Deposition Quelle: G. Ferron Folie 8

9 Kurzzeitwirkungen von Partikeln Folie 9

10 Kurzzeitwirkungen von Partikeln An Tagen mit erhöhter Feinstaubbelastung: erhöhte Sterblichkeit, insbesondere an kardiovaskulären und respiratorischen Todesursachen mehr Krankenhausaufnahmen dieser Erkrankungen, Verschlechterung von Symptomen bei Asthmatikern und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen Zunahme des Medikamentenverbrauchs bei diesen Patienten Folie 10

11 Langzeitwirkungen von Partikeln Folie 11

12 Feinstaubkohortenstudie Frauen in NRW Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen Wichmann, Thiering, Heinrich 2011 Folie 12

13 Feinstaubkohortenstudie Frauen in NRW Untersuchungszeitraum 18 Jahre (bis 2008) sieben Orte in Nordrhein-Westfalen Sterblichkeit von fast 5000 Frauen der Jahrgänge 1929 bis 1942 Einfluss der Belastungen durch Feinstaub/Stickstoffdioxid an den jeweiligen Wohnorten sowie des Wohnens in der Nähe stark befahrener Straßen Wichmann, Thiering, Heinrich 2011 Folie 13

14 Wohnen nahe an verkehrsreichen Strassen Abstand weniger als 50 m Anstieg der Gesamtmortalität um 38% und der kardiopulmonalen Sterbefälle um 77% Verkehrsreiche Straßen: 5000 Fahrzeuge pro Tag; arr: adjustiert für Sozialstatus und Rauchen Wichmann, Thiering, Heinrich 2011 Folie 14

15 Zusammenfassung Langzeitwirkungen von Partikeln In Gegenden mit erhöhter Feinstaubbelastung: erhöhtes Sterberisiko für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Lungenkrebs schlechtere Lungenfunktion altersabhängiges Lungenwachstum bei Kindern beeinträchtigt Zunahme der Häufigkeit von Bronchitis, Mittelohrentzündungen, häufigen Erkältungen und fieberhaften Infekten mit Verbesserung der Luftqualität Folie 15

16 Zusammenfassung Feinstaub Folie 16

17 PM10 (%) Welche Komponenten im Feinstaub sind gefährlich? % hoch toxisch Verbrennungsprodukte aus: - Kfz-Emissionen (v.a. Dieselfahrzeugen) - Industrie - Hausbrand % wenig toxisch 0 ohne Umweltzone mit Umweltzone Folie 17

18 PM10 (%) Welche Komponenten im Feinstaub sind gefährlich? % hoch toxisch 80% wenig toxisch ohne Umweltzone Verbrennungsprodukte aus: - Kfz-Emissionen (v.a. Dieselfahrzeugen) - Industrie - Hausbrand - Aufgewirbelter Staub - Reifenabrieb - Biologische Materialien - Staub aus Ferntransport Diese Anteile sind weit weniger riskant, machen aber 80% von PM 10 aus mit Umweltzone Folie 18

19 Welche Wirkungen hat Feinstaub? Atemwegserkrankungen Herz-Kreislauf Erkrankungen Lungenkrebs verkürzte Lebenserwartung keine sichere Schwelle Folie 19

20 Grenzwerte-Zielwerte Folie 20

21 Grenzwerte - Zielwerte Immissionsgrenzwerte TA Luft (2002) PM 10, NO 2 Immissionswerte nach EU-Richtlinie vom PM 10, PM 2,5 Leitlinien der WHO (2006) PM 10, PM 2,5, Ozon, NO 2, SO 2 Folie 21

22 Risikoabschätzungen für Staubinhaltsstoffe (Kanzerogene) Folie 22

23 Unit-risk Konzept Folie 23

24 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Anmerkungen? Ergänzungen? Fragen? Folie 24

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