Geisteswissenschaft. Silke Piwko

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1 Geisteswissenschaft Silke Piwko Denken und soziale Praxis ein Vergleich der Ansätze in Horkheimers Aufsatz "Traditionelle und Kritische Theorie" sowie in Horkheimers / Adornos "Dialektik der Aufklärung" Studienarbeit

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3 Denken und soziale Praxis ein Vergleich der Ansätze in Horkheimers Aufsatz Traditionelle und kritische Theorie sowie in Horkheimers/Adornos Dialektik der Aufklärung Hausarbeit zum Modul 9 Sozialphilosophische Bedingungen der Kultur des B.A. Studiengangs Kulturwissenschaften an der Fernuniversität Hagen vorgelegt von Silke Piwko Abgabedatum:

4 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung Kritisches Denken und kritisches Verhalten in Horkheimers 3 frühem Institutsprogramm 2.1. Traditionelle Theorie und Horkheimers Entwurf einer kritischen Theorie 2.2. Kritisches Denken und kritisches Verhalten Der Intellektuelle und das Proletariat Das soziale Defizit des frühen Institutsprogramms 9 3. Denken und Naturbeherrschung in der Dialektik der Aufklärung Mythos und Aufklärung Vernunft und Denken Die soziale Praxis in der Dialektik der Aufklärung Kritische Würdigung und Ausblick 16 3 Anhang Literaturverzeichnis Abkürzungsverzeichnis

5 1. Einleitung Die Entwicklung des Zusammenhangs zwischen Denken und sozialer Praxis in der kritischen Theorie (kt) anhand des Aufsatzes Traditionelle und kritische Theorie sowie der Dialektik der Aufklärung ist Inhalt der vorzulegenden Hausarbeit. Mit der Arbeit sollen die Rolle und Bedeutung des kritischen Denkens und die damit versuchte Erfassung sozialer Praxis im Institutsprogramm des frühen Horkheimer dargestellt werden. Zugleich soll anhand der Dialektik der Aufklärung, die gemeinsam mit Adorno unter dem Eindruck der Entwicklung des Faschismus geschrieben wurde, der eingesetzte Paradigmenwechsel im Verständnis des Problemzusammenhangs zwischen Denken und sozialer Praxis in der früher kt beschrieben werden. Ausgangspunkt ist Horkheimers Aufsatz Traditionelle und kritische Theorie, der das frühe Institutsprogramm des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS) darstellt. In diesem Aufsatz grenzt Horkheimer die kt von der traditionellen Theorie (tt) ab und führt den politischen und theoretischen Anspruch einer kritischen Gesellschaftstheorie zusammen. Horkheimer bewegt sich in einem geschichtsphilosophischen Denkrahmen. Die Entwicklung der Menschheitsgeschichte wird alleinig auf den Entfaltungsprozess der Umarbeitung und Beherrschung der Natur zurückgeführt. Die kt weiß allerdings im Gegensatz zur tt um die Logik der gesellschaftlichen Entwicklung. Die kt ist damit eine höherstufige Reflexion derselben handlungspraktischen Herkunft (Honneth: 1994: 19), sie kann aber nur ein technisches Wissen generieren, welches perspektivische Bedingungen der Anwendung der Produktivkräfte darstellen kann; eine Kritik an der gegenwärtigen gesellschaftlichen Organisationsweise ist damit nicht möglich. Aus diesem Grunde führte Horkheimer das kritische Verhalten als soziale Praxis ein - ein Verhalten, das die Gesellschaft selbst zum Gegenstand hat (Horkheimer 2005: 223) und dessen Grundlage das kritische Denken ist. Dieses kritische Verhalten des Subjekts steht dabei in bewusster Opposition zur Gesellschaft mit ihrer gemeinschaftlichen Organisation der Produktivkräfte, aber auch der daraus resultierenden und darauf aufbauenden Kultur. Träger dieses Verhaltens ist dabei nicht die gesellschaftliche Klasse des Proletariats an sich, sondern der oppositionelle Intellektuelle und Theoretiker. Seine Aufgabe ist neben der Systematisierung der Bewusstseinsinhalte des Proletariats mit Hilfe des Begriffsapparats der tt weiterführend; ; in bestimmten historischen Lagen setzt sich der Theoretiker mit den Apologeten des Bestehenden, mit dem im Proletariat vorhandenen [ ] ablenkenden, konformistischen oder utopischen Ten

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