Länderprofil Schweiz Demografischer Wandel

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1 Länderprofil Schweiz Demografischer Wandel Im Laufe der nächsten 25 Jahre altert die Bevölkerung der Schweiz in allen Kantonen stark. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung wird 2050 voraussichtlich 65 Jahre und älter sein. Bevölkerungspyramiden Schweiz: 2005, 2030 und 2060 Alter Männer Frauen Quelle: Demographie: Was uns morgen erwartet, Download: 1

2 Tipp Bundesamt für Statistik (BFS): Eidgenössische Volkszählung, Alter und Generationen - Das Leben in der Schweiz ab 50 Jahren. Download unter admin.ch Bevölkerung (in Mio. Menschen) Insgesamt 7,5 8,0 8,5 Lebenserwartung (in Jahren) Im Laufe der nächsten 25 Jahre altert auch die Bevölkerung der Schweiz in allen Kantonen stark. Dafür sind die bekannten zwei Hauptgründe verantwortlich: Einerseits die geringe Geburtenrate der vergangenen und voraussichtlich auch der künftigen Jahrzehnte, andererseits die Zunahme der Lebenserwartung. Lebenserwartung Männer bei Geburt (Jahre) Lebenserwartung Frauen bei Geburt (Jahre) 78,6 85,0 83,7 89,5 Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz Bevölkerung nach Altersgruppen (in Prozent) 2030 liegt der Anteil der Personen ab 65 Jahren in allen Kantonen über 20 Prozent. In den städtischen Kantonen altert die Bevölkerung weniger stark aufgrund der nationalen und internationalen Migrationsströme. Außerdem kommen mehr junge Erwachsene in diese Kantone und ältere Erwachsene wandern ab. Dies führt zu einer gewissen Erneuerung der Generationen stehen in den Kantonen Genf, Waadt, Zürich und Zug weniger als 40 Personen im Rentenalter 100 Personen im erwerbsfähigen Alter gegenüber. Die ländlichen Kantone weisen aufgrund der Abwanderung der jungen Erwachsenen und der mehr oder weniger starken Zuwanderung älterer Personen eine verstärkte Alterung auf. In einigen Kantonen kommen deshalb im Jahr 2030 auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter über 50 Personen im Rentenalter. Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Kantone , Alter ,2 14,8 15, ,5 56,1 52, ,3 29,9 31,8 Anteile der älteren Bevölkerung (in Prozent) Alter ,3 29,9 31, ,3 21,9 26, ,0 6,5 11,3 Quelle für alle Daten in den Tabellen, soweit nicht anders vermerkt: UN Population Division: World Population Prospects, The 2008 Revision; 2

3 Medianalter (in Jahren) ,9 44,3 44,9 43,9 46,8 Abhängigkeitsquotienten Insgesamt Jung Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz , Download: Alt Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz , Download: Der Abhängigkeitsquotient bezeichnet das Verhältnis der wirtschaftlich abhängigen Altersgruppen (Personen, die noch nicht bzw. nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind) zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Median-Äqivalenzeinkommen Indexiert: Gesamtbevölkerung = 100 nach Bildungsstand der Referenzperson Obligatorische Schule Sekundarstufe II Tertlärstufe nach Haushaltstyp Einpersonenhaushalte (bis 64-jährige) Einpersonenhaushalte (65-jährig oder älter) Paarhaushalte ohne weitere Personen (Referenzperson bis 64-jährig) Paarhaushalte ohne weitere Personen (Referenzperson 65-jährig oder älter) Quelle: Haushaltsbudgeterhebung (HABE) Lebensstandard, soziale Situation und Armut - Daten, Indikatoren Bundesamt für Statistik BFS 3

4 Einkommensstrukturen Je nach Alter und Haushaltstyp des Haushaltsvorstands sind die Ausgabenstrukturen sehr unterschiedlich. Ein- Personenhaushalte und kinderlose Paare beispielsweise geben mit steigendem Alter tendenziell weniger für Gastund Beherbergungsstätten aus. Die Ausgaben für Nahrungsmittel steigen laut dem Schweizerischen Bundesamt für Statistik bis zur Altersgruppe der 55-Jährigen. Danach gehen sie wieder leicht zurück. Die Verkehrsausgaben entwickeln sich ebenfalls entsprechend des Haushaltstyps unterschiedlich. Bei Ein-Personenhaushalten und Paaren nehmen die Ausgaben für den Verkehr leicht zu in der Altersgruppe von Jahren. Danach sinken sie mit dem zunehmenden Alter stark ab., Einkommen, Verbrauch und Vermögen - Analysen Einpersonenhaushalte: Mittlere Monatsausgaben einer Auswahl von Kategorien, nach Altersklasse, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke Gast- und Beherbergungsstätten Verkehr Mittlere Angaben in Franken pro Monat Quelle: Haushaltsbudgeterhebung (HABE) 2008, Bundesamt für Statistik BFS Altersklasse der Referenzpersonen 4

5 Haushaltsstrukturen Wie in vielen anderen Ländern auch, wächst in der Schweiz die Anzahl von Ein-Personenhaushalten. Dies wird zur häufigsten Wohnform bei Menschen die 50 Jahre und älter sind, insbesondere bei den Frauen (20 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer zwischen 50 und 64 Jahren, 40 Prozent bzw. 15 Prozent im dritten Lebensabschnitt, 66 Prozent bzw. 28 Prozent im vierten Lebensabschnitt). In diesen drei Altersgruppen ist das alleine Wohnen in den vergangenen drei Jahrzehnten sehr viel häufiger geworden: Zwischen 1970 und 2000 nahm der Anteil in den beiden jüngeren Alterskategorien um 7% und bei den Ältesten um 15 Prozent zu. Eidgenössische Volkszählung, 2000, Download: Erwerbsbevölkerung Beteiligung am Arbeitsmarkt Erwerbsbevölkerung (in Tausend) Erwerbsquote der Jährigen (in %) 80,7 82,4 83,2 Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz , mittlere Variante, Download: 5

6 Statistik und Weiterführendes Statistische Daten Bundesamt für Statistik (BFS), Demografie Bundesamt für Statistik (BFS), 2007 Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Kantone , Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz , Swiss Household Panel: Das Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (FORS) führt jährlich das Schweizer Haushalt-Panel (SHP) durch, das der Beobachtung des sozialen Wandels und der Lebensbedingungen in der Schweiz dient. Produktentwicklung Gebäude Netzwerk Initiative, Fachverband für Gebäudeautomation und Intelligentes Wohnen, GNI Publikationen: Checkliste Intelligentes Wohnen, electronichome-jahrbuch 2010, Schweizer Standardwerk zum vernetzten Wohnen; Fachgruppe intelligentes Wohnen, Download: Senioren Pro Senectute Schweiz Schweizer Fach- und Dienstleistungsorganisation, abgestimmt auf die Bedürfnisse älterer Menschen. Informationen und Angebote rund um das Thema Alter, mit Beratungsstellen in der ganzen Schweiz. Webseite speziell für Senioren; Sonstige Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte 1998 einen ersten Atlas über das Leben nach 50 (Atlas Suisse de la population âgée), der hauptsächlich auf den Daten der Eidgenössischen Volkszählung von 1990 beruhte. Der große Erfolg dieser Publikation bewog das BFS dazu, im Jahr 2002 erneut eine Gruppe von Forschenden damit zu beauftragen, gleichzeitig einen virtuellen Atlas sowie eine Publikation zu diesem Thema zu erarbeiten. Der virtuelle Atlas ist auf der BFS-Website abrufbar. Die beiden Produkte ergänzen sich gegenseitig. Der virtuelle Atlas enthält eine Reihe von Karten, die eine dynamische Betrachtung verschiedener Dimensionen des Lebens ab 50 Jahren erlauben. Die Publikation umfasst verschiedene Analysen zum Thema Altern und ältere Bevölkerung, die sich nicht in die BFS-Website integrieren ließen. Zusammen bieten die beiden Medien einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen in diesem Bereich. Martin Schuler, Pierre Dessemontet et al.: Atlas des räumlichen Wandels der Schweiz, Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich, 2006; 6

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