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1 IT-Nachrichten für die Berliner Verwaltung Nr. 1/ Jahrgang Schwerpunkt: Berliner Landesnetz - Next Generation - BeLa-NG 1/08 1

2 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, Mit dem Projekt Berliner Landesnetz - Next Generation (BeLa-NG) modernisiert das Land Berlin die Basis elektronischer Verwaltungsverfahren und senkt zugleich die laufenden Infrastrukturkosten. Das BeLa-NG macht die Zusammenführung der Sprach- und Datenkommunikation auf einer gemeinsamen, zukunftsfähigen Plattform möglich. Realisierbar wird dann unter anderem die Anwendung künftiger Daten- und Sprachdienste, wie Multimedia-Streaming oder Videokonferenzdienste, womit die Grundlage für neue E-Government-Anwendungen geschaffen wird. Mehr über die Vorteile des BeLa-NG erfahren Sie ab Seite 4. Mit dem Berlin Telefon 900 beim IT-Dienstleistungszentrum Berlin verfügt die Hauptstadt bereits über eine wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme am geplanten Aufbau der bundesweiten Servicenummer 115. Berlin wird damit seiner Rolle als qualifizierte Modellregion gerecht. Gute Argumente für die Weiterentwicklung der Servicenummer lieferte jetzt ein Redakteur der Bild-Zeitung: Er testete, wie freundlich, hilfsbereit und kompetent die Beamten und Angestellten in der Berliner Verwaltung bei Telefonauskünften sind. Testsieger: Das Berlin Telefon 900! (Seite 27) Auf der CeBIT 2008 haben sich die Berliner Verwaltungen gemeinsam mit ihrem IT- Dienstleister präsentiert. Die aktuellen Themen und die professionelle Standpräsentation der Partner im Public Sector Parc trafen auf ein breites Publikumsinteresse. (Seite 54) Auch in Zukunft vertraut die Berliner Polizei bei der elektronischen Sicherung ihrer hochsensiblen Daten auf die Zusammenarbeit mit dem ITDZ Berlin. Der über zehn Jahre laufende Vertrag beinhaltet unter anderem die Prozessoptimierung und Einbindung von Open Source Betriebssystemen. Die Länge der Vertragslaufzeit ermöglichte es dem ITDZ Berlin ein Angebot zu erstellen, mit dem die Berliner Polizei im kommenden Jahr über eine Million Euro einsparen kann (Seite 29). Der Anteil von Spammails hat sich im letzten Jahr mehr als vervierfacht. Die Berliner Verwaltungen bekam sogar 20-mal so viele Spam, wie im Jahr zuvor. Für uns als IT- Dienstleister ist es eine große Herausforderung, die Berliner Verwaltung vor dieser -Flut zu schützen. (Lesen Sie mehr auf Seite 45). Eine anregende -Lektüre wünscht Ihnen Ihr Konrad Kandziora (Vorstand) 1/08 2

3 Editorial Editorial 2 Schwerpunktthema Das neue Berliner Landesnetz öffnet den Weg für Voice over IP (VoIP) 4 BeLa-NG - die Datenautobahn für das Land Berlin und die Basis für VoIP (Voice over IP) 5 Ein Netz für alle Services 7 Berliner Landesnetz: Generationenwechsel zum richtigen Zeitpunkt 9 Berlecon: Nachfrage nach Unified Communications verleiht VoIP Aufwind 12 Netz-Tipps zu Voice over IP (VoIP) 13 Parlament und Senat IT-Sicherheitsgrundsätze 14 IT-Energieeffizienz 14 E-Government und Verwaltung Digitales Diktieren und Spracherkennung in den Berliner Gerichten 15 Stetiger Fortschritt auf dem Weg zur landeseinheitlichen elektronischen Baugenehmigung in Berlin 15 Verwaltungen rollen den roten Teppich aus 16 Microsoft und Fraunhofer-Institut FOKUS stellen Demonstrator für Gewerbeanmeldung vor 17 E-Government-Tempo in deutschen Städten unterschiedlich hoch 18 Preise für Plattformen öffentlicher Auftraggeber 21 Bundesregierung führt elektronische Unterschrift ein 21 Von Angelschein bis Zulassung - Prozesse in der Kommunalverwaltung 22 Komplett elektronischer Landtag 23 Einheitlicher egovernment-ansprechpartner für die Behörden in Berlin und Brandenburg 24 Lösungen für eine vernetzte und kundenorientierte Verwaltung 24 SAP startet Shared Services Wettbewerb 25 Weitere Kommunalverwaltungen stellen auf elektrnnische Verwaltungsverfahren mit d.3 um 27 Stand der Einführung der Servicenummer Berichte und Infos Vertragsabschluss zwischen Berliner Polizei und IT Dienstleistungszentrum Berlin 29 Rahmenverträge: ITDZ Berlin unterstützt Linux-Einsatz an Berliner Schulen 29 Höchster Sicherheitsstandard für die persönlichen Daten der Berliner Bürger 3O Prüfung im Bunker 31 Zweiter IT-Gipfel im Dezember 2007 erfolgreich 31 VDE: Deutschland in IT-Forschung Spitze 32 IT-Trends 2OO8: Portale, CRM, Mobility und Business Intelligence sind Investitionsbereiche der Zukunft 33 Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch entkoppeln 34 Unternehmen: zu wenig Zeit für IT-Sicherheit 35 BitDefender-Labor: Viren Top 10 Februar 2OO8 36 Software- und Systemarchitektur für das Digitale Archiv von HP 37 Digitalfunk BOS: Vertrag mit Vodafone D2 38 Bill Gates: Schüler auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten 38 VMware stellt mit Microsoft Exchange auf IBM x3850 M2 Servern Kapazitätsrekord auf 39 Stadt Bautzen profitiert von ämterübergreifender Software 4O Renommierte Webseiten im Visier der Cyberkriminellen 41 Online Apple stellt Safari 3.1 zum Download bereit 43 BITKOM startet Online-Plattform zu SOA 44 Spamexplosion im Jahr 2OO7 45 Glücksspiel Mail-Versand 46 Bots infizieren täglich eine halbe Million Computer 47 Internetplattform Sicherheit-mit-IT.de 48 Jedes zweite Unternehmen regelt Behördenangelegenheiten online 48 Informationen zu Umweltzonen in Europa im Internet 49 Patentserver der Bundesregierung 49 Museumsportal Berlin 5O Tipps und Tricks Microsoft mit neuen Entwicklerressourcen und Tools für Barrierefreiheit 51 Strom sparen mit Thin Clients 52 BSI veröffentlicht Sicherheitskompendium für Service-orientierte Architekturen (SOA) 52 Veranstaltungen Die neue CeBIT setzt Maßstäbe 53 ITDZ Berlin zieht positive Bilanz der CeBIT 2OO8 54 Trends und Themen in Hannover 55 Abschlussbericht Moderner Staat 2OO7 56 Besucherrekord auf dem 14. Anwenderforum E-Government 57 Bundesministerium des Innern mit E-Government für Wirtschaft, Bürger und Verwaltung auf der CeBIT 2OO8 57 Die Zukunft gehört den Diensten 58 Strategien und Best Practices für IT, Personal und Finanzen 58 Literatur Nachschlagewerk und Hilfestellung für IT-Anwender 59 Vorreiter: c t-archiv auf Blu-ray Disc und HD DVD 59 Broschüre zum Web Ohne Worte... Dies und Das Impressum 6O 6O 1/08 3

4 Voice over IP in den Berliner Verwaltungen Das neue Berliner Landesnetz öffnet den Weg für Voice over IP (VoIP) Das ITDZ Berlin hat das Berliner Landesnetz modernisiert und für neue Kommunikationstechnologien fit gemacht. Mehr als 800 Kilometer Lichtwellenleiter verbinden 485 Standorte und mehr als Anwender in Berlin und ermöglichen jetzt den Einsatz von VoIP (Voice over IP) in den Berliner Verwaltungen. von Telefongesprächen in Echtzeit, ausgelegt. Gesprächsverzögerungen von mehreren Sekunden, Sprachaussetzer und schlechte Tonqualität waren die Regel. Was als Traum vom günstigen Telefonieren begann, scheiterte so an den damaligen technischen Möglichkeiten. Das neue Landesnetz und VoIP Das neue Berliner Landesnetz Next Generation (BeLa-NG) beseitigt jetzt auch die letzten Engpässe und ermöglicht eine kostengünstige und sichere Kommunikation für mehr als Anwender über VoIP. Ein treibender Faktor der gegenwärtig zunehmenden Ablösung von herkömmlichen Telekommunikations-Netzen (TK- Netzen) ist das Argument der Kosteneinsparung: Benötigte man bisher zwei Netzwerke, eines für Telefonie und eines für Datenanwendungen, kann durch VoIP die Netzwerkinfrastruktur auf ein einziges Datennetz reduziert werden. Ein weiterer Vorteil des gemeinsamen Netzes ist die Verschmelzung von Diensten und Anwendungen. So kann die Sprachübertragung in Anwendungen integriert werden und ermöglicht ganz neue Perspektiven. Beispielsweise kann bei Click-to- Dial mit einem Klick auf einen Webseiten-Link die direkte Telefonverbindung hergestellt werden. Mit der Modernisierung des Berliner Landesnetzes ist ein Generationenwechsel bei der eingesetzten Technik für die Telekommunikation verbunden Foto: Gina Sanders VoIP - Erneut ein Generationenwechsel in der Telekommunikation VoIP steht für moderne Sprachkommunikation über IP-Netzwerke und ist mit 15 Jahren, eine vergleichsweise alte Technologie. Doch findet der Durchbruch für diese Art der Sprachübertragung erst jetzt statt und das hat vor allem technische Hintergründe: Bei VoIP wird die Sprache in Daten umgewandelt, komprimiert und in kleinen Datenpaketen über IP-Netzwerke wie das Internet oder Firmen-LANs verschickt. Nur war das Internet vor 15 Jahren noch sehr viel langsamer und wie lokale Netzwerke noch nicht für größere Datenmengen, wie die Übertragung Foto: pressmaster Telefonieren per Mausklick Das Berlin Telefon 900 nutzt bereits heute einen weiteren Vorteil der neuen Technik. Nimmt die Telefonzentrale den Anruf über VoIP entgegen, öffnet sich eine elektronische Notiz (Ticket), in die alle Informationen des Anrufer eingetragen werden. Muss das Anliegen an eine andere Stelle übergeben werden, haben auch dort die Mitarbeiter mit der übernahme des Anrufs sofort Zugriff auf die eingegebenen Informationen. Der Bürger braucht sein Anliegen kein zweites Mal vorzutragen, und die Verwaltungsmitarbeiter erhalten auf einen Blick alle Informationen, die für die Weiterbearbeitung notwendig sind. Dieses Beispiel zeigt, wie ein gemeinsames Netz für Daten- und Sprachkommunikation in Verbindung mit VoIP bereits heute einen verbesserten Service möglich macht und dabei Kosten und Nerven spart. 1/08 4

5 Risiken von Voice over IP Von einem der größten Risiken eines VoIP-Netzes ist das Berliner Landesnetz - und somit alle an das Netz angeschlossenen Verwaltungen - in nur geringem Maße betroffen: Spam über Internet-Telefonie (SPIT). Die aus der täglichen -Praxis bekannte Spamflut droht auch auf die VoIP-Telefoniedienste im Internet herüberzuschwappen, da die Anrufe im Internet genauso wie der Mail-Versand keine nennenswerten Kosten verursachen. Spam-Versender haben bereits damit begonnen, aufgezeichnete Werbebotschaften massenhaft als kostenlose VoIP-Anrufe über das Internet zu versenden. Das Problem stellt sich jedoch in erster Linie für private Anwender, die über vergleichsweise ungeschützte Leitungen von Endgerät zu Endgerät telefonieren. Das neue Berliner Landesnetz ermöglicht den Berliner Verwaltungen sowohl die Arbeit mit der herkömmlichen Technik als auch mit VoIP. Die Kommunikation innerhalb der Verwaltung wird durch unterschiedliche Technologiestandards nicht beeinträchtigt und der Schutz der bisher getätigten Innovationen ist sichergestellt. Dennoch steht zu vermuten, dass die Frage nicht lauten wird, ob es sinnvoll ist die technischen Voraussetzungen zu wechseln, sondern lediglich zu welchem Zeitpunkt ein Wechsel wirtschaftlich und logistisch am sinnvollsten scheint. (EB) BeLa-NG - die Datenautobahn für das Land Berlin und die Basis für VoIP (Voice over IP) Voice over IP ist die neue Technologie, die es möglich macht Foto: Cisco Systems, Inc. - IP-Telefon 7941G Spam über Internet-Telefonie (SPIT) kann für private Anwender zum Problem werden Das Berliner Landesnetz hingegen, übermittelt und empfängt Anrufe, die nicht von Teilnehmern aus dem eigenen Netz kommen, nur über herkömmliche Telefonleitungen. Diese werden dann von einem zentralen Gateway in das Datennetz übertragen. Die VoIP-Endgeräte der Kunden sind nur aus dem Berliner Landesnetz direkt per VoIP erreichbar. Ein potenzieller Spammer müsste also seine Anrufe aus dem Berliner Landesnetz tätigen. VoIP: Eine Technologie mit Zukunft Voice over IP ist nicht nur eine Alternative zur bisherigen Telefonie, sondern kann diese in Zukunft vollständig ablösen. Das beweist nicht zuletzt der Duden: Voipen ist seit der 24. Auflage offiziell ein Verb, das für über das Internet telefonieren steht (ich voipe, gevoipt). Die großen Telefonkonzerne haben bereits angekündigt, zukünftig auf VoIP umzusteigen. Beispielsweise hat die Deutsche Telekom das Jahr 2012 als Zieltermin für eine Ablösung des bisherigen Telefonnetzes genannt. Das neue Zeitalter im Datennetz hat bereits begonnen. Wichtige Informationen müssen schneller als bisher abgerufen und bewertet beziehungsweise ohne zeitliche Verzögerung an den/die Entscheidungsträger weitergeleitet werden. All dies geht nur mit der richtigen Technologie. Die ersten Standorte sind bereits zum BeLa-NG (Next Generation) migriert Aber man darf nicht nur die Kommunikationsmittel wie Telefon, Fax, weiterentwickeln, sondern man muss auch an das bestehende Datennetz denken. Was nützt die neueste Technik oder Technologie, wenn alles auf ein altes Gerüst aufgesetzt wird und der Kunde sich nur über ein schönes Design freuen kann. Genau dies hat das ITDZ Berlin aufgegriffen und das Berliner Landesnetz zukunftsfähig weiterentwickelt. 1/08 5

6 Das Resultat ist die Next Generation, genannt BeLa-NG. Die Anforderungen an das System, zukünftig übergreifend mit anderen Behörden und auch mobil nur mit einem einzigen Zugang für Sprache und Daten zu kommunizieren - und das so schnell und effizient wie möglich - werden durch das BeLa-NG vollständig erfüllt. Technisch höchste Qualität zu attraktiven Preisen Zielführend für die Planungen zu VoIP/ BeLa-NG, die 2004 ihren Anfang hatten, waren die Anforderungen der Berliner Verwaltung, die sich sowohl in der Haushaltsbudgetierung als auch in dem Anspruch der technischen Modernisierung der Telekommunikation wiederfinden. Die Kommunikation orientiert sich an den Bedürfnissen der Nutzer Entscheidend für die Erreichung des Ergebnisses höchste Qualität zu attraktiven Preisen sind die Vorteile, die VoIP möglich macht: Ein Netz für Sprache und Daten Reduzierung der Betriebs- u. Instandhaltungskosten Einfache bedarfsgerechte und kostengünstige Einbindung von weiteren Applikationen wie CTI (Computer Telephony Integration) und UMS (Unified Messaging System) Einfaches Handling bei Umzügen Wirtschaftliche Vorteile durch Konsolidierung von Leistungen werden direkt an die Kunden weitergegeben Hohe Flexibilität durch zentrale Sprachlösung IP-Centrex Flexible standortunabhängige Rufnummerngestaltung möglich Zugeschnittene mandantenfähige Plattform zur Administration durch den Kunden Der Nutzer profitiert von der gestiegenen Produktivität Der von Kunden und Nutzer zu recht geforderte Mehrwert liegt in der gestiegenen Produktivität der Mitarbeiter/innen: Dabei werden sowohl die Infrastrukturkosten nachhaltig gesenkt, als auch Möglichkeiten geschaffen, schneller auf Anforderungen einzugehen und damit Abläufe zu modifizieren. Im Detail bedeutet dies, dass durch den Einsatz eines einzigen Netzes jeglicher Aufwand für die Installation und den Betrieb verschiedener Netze minimiert, Investitionskosten eingespart und durch eine zentrale Versorgung gleichlautend verschiedene technische Besonderheiten wie Applikationen benutzerfreundlich und tätigkeitsbezogen zur Verfügung gestellt werden. Sanfte Migration der vorhanden TK-Lösung in VoIP Sobald sich Kunden für den Einsatz von VoIP und damit auch für das BeLa-NG entscheiden, sind einige Voraussetzungen für die technische Umsetzung zu erfüllen. Der Fokus liegt hierbei in der Infrastruktur im LAN. Darunter fallen in erster Linie der Anschluss an das BeLa-NG, strukturierte Verkabelungen im LAN, durchgängig geswitchte LAN-Ports für Sprachkommunikation, QoS (Quality of Service), PoE (Power over Ethernet) und VLAN-fähige LAN-Komponenten sowie IP-Endgeräte. Für den Betrieb vorhandener TK-Lösungen und für Kunden, die die entsprechenden Infrastrukturvoraussetzungen nicht bereitstellen können, werden die bekannten TK-Produkte weiterhin angeboten. Mit diesem ersten Schritt unterstützt das ITDZ Berlin die sanfte Migration zu VoIP, bei der jeder Kunde den Zeitpunkt für den Einsatz von VoIP in seiner Verwaltung selbst bestimmen kann. IP-Centrex-Lösung von Cisco Zukünftig werden im BeLa-NG alle alten Sprach- und Datenkommunikationen, die in separaten privaten Netzen geführt wurden, über eine konvergente Infrastruktur realisiert und über moderne Telekommunikationsdienste auf der Basis IP abgewickelt. Das bedeutet, dass für jede Anwendung ein eigenes VPN (Virtuelle Private Netze) gebildet wird, um die Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten. Für die Umsetzung des zentralen Sprachdienstes für VoIP im BeLa-NG, ist es erforderlich neue IP-basierende TK-Vermittlungskomponenten in Betrieb zu nehmen (BeLa-PBX). Das ITDZ Berlin hat sich auf Basis einer Ausschreibung für die IP-Centrex-Lösung der Firma Cisco entschieden, die zentral, redundant und sicher im Data Center betrieben wird. Foto: Cisco Systems, Inc. - Integrated Services Router mit eingebauten Sprach- und Sicherheitsfunktionen. Es sind die ersten Router, mit denen simultane Sprach-, Daten- und Videoanwendungen sowie weitere Services bereitgestellt werden können. 1/08 6

7 Nachfolgende Abbildung zeigt die IP-Centrex-Lösung: Berlin vertraut auf Cisco-Plattform Ein Netz für alle Services Die Berliner Verwaltung stellt mit dem Projekt Berliner Landes netz - Next Generation (BeLa- NG) die Weichen für die langfristige Entwicklung ihrer IT-Landschaft. Wichtigstes Ziel ist die Zusammenführung der Sprachund Datenkommunikation auf einer gemeinsamen, zukunftsfähigen Plattform. Dies modernisiert die Verwaltungsverfahren und senkt zugleich die laufenden Infrastrukturkosten. Preisvorteile fließen in die TK-Landesvereinbarung mit ein Um diese Lösung auch zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis anbieten zu können, werden die neuen VoIP-Dienstleistungen in die Produktliste der bestehenden TK-Landesvereinbarung aufgenommen. Damit können zusätzliche Synergien durch den gemeinsamen Betrieb von Sprache und Daten erreicht werden. BeLa-NG: Mehr Service durch höhere Bandbreite Auch im Bereich der Datenkommunikation ergeben sich durch die next generation Leistungsverbesserungen. Mit BeLa-NG können den ITDZ Berlin-Kunden Zugänge mit einer wesentlich höheren Bandbreite angeboten werden. Zukünftiger Standard wird ein 100 MBit/s oder 1GBit/s Zugang sein. BeLa-NG: Das schnelle Datennetz für egovernment Als Bestandteil des Gesamtprojektes zur Modernisierung der Berliner Informations- und Kommunikationslandschaft ist BeLa-NG die Voraussetzung für die Einführung des Bürgertelefons 115, den Zugang zum Data-Center mit den zentralen Verfahren des Landes Berlin sowie weiterer e-government-produkte (DMS/VBS, MD, VPS, FMS, earchiv) des ITDZ Berlin. Darauf aufbauend erfordert die Kommunikation im Wandel der Zeit oftmals neue Wege zu gehen und komplexe Zusammenhänge transparent zu machen. Das ITDZ Berlin schafft zusammen mit seinen Partnern diesen Spagat zwischen reiner Technikorientierung und wirtschaftlichen Zielsetzungen, um den Kunden da abzuholen, wo er steht: an erster Stelle. HANS-JOACHIM FRÖHLICH / ROBERT ROGGE /BEATRICE BENDIG ITDZ Berlin Moderne Perspektiven für die Verwaltung. Lösungen auf höchstem Niveau: Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist Ihr innovativer Partner. Das neue Landesnetz in Berlin basiert auf Technologien von Cisco. Die intelligente Plattform ermöglicht Sprach-, Daten- und Videokommunikation sowie die Integration der Fachverfahren. Insgesamt sollen damit rund Anwender in der Verwaltung versorgt werden. Konkrete Ziele Berlin will mit dem neuen Landesnetz zahlreiche Herausforderungen lösen: Senkung der Verwaltungskosten Das Netz soll neue Dienste ermöglichen und damit die Prozesse in der Verwaltung verbessern Es soll vorhandene Dienste kostengünstiger anbieten Nutzung aktueller Technologien Das bisherige Telefonnetz ist seit 1997 im Einsatz und entspricht nicht mehr dem aktuellen Kommunikationsstandard Das neue Netz soll den technologischen Wandel im Sprachbereich durch VoIP/IP-Telefonie berücksichtigen Es soll aktuelle Dienste wie VPN und xdsl nutzen können Offene Plattform Das Netz soll die Integration von Applikationen zulassen, etwa 1/08 7

8 von CRM-Systemen, um durchgängige Prozesse zu ermöglichen Es soll hochgradig skalierbar und zuverlässig sein Diese Herausforderungen können nur mittels SONA erfüllt werden, also einer intelligenten serviceorientierten Netzwerkarchitektur. Durch das neue Netz erwartet Berlin erhebliche Einsparungen beim Betrieb, deren genaue Höhe nach einer entsprechenden Laufzeit quantifizierbar sein wird. Die technische Struktur Das neue Berliner Landesnetz wurde auf Basis einer serviceorientierten Netzwerkarchitektur (SONA) aufgebaut und bildet die Integrationsplattform für die Standard-Applikationen marktführender Unternehmen wie Oracle, T- Systems oder SAP, aber auch für die verschiedenen Fachverfahren der öffentlichen Verwaltung. Das Netz bildet damit die Plattform für die Schaffung durchgängiger Verwaltungsprozesse zwischen Bürger und Behörde, aber auch innerhalb der verschiedenen Verwaltungseinheiten. Durch die Zusammenfassung aller Kommunikations- und Informationsdienste auf einem konvergenten IP-Netz genügt ein Standort-Anschluss für Sprach-, Daten- und Videoübertragungen. Über diesen kann die Kompetenz aller Mitarbeiter der Berliner Verwaltung in ein Bürgertelefon eingebunden werden. Behördenrufnummer 115 Neben den wirtschaftlichen Vorteilen sind diese Integrationsmöglichkeiten für den erfolgreichen Aufbau des Service 115 entscheidend. Mit der einheitlichen Behördenrufnummer 115 sollen demnächst allen Bundesbürgern umfassende kommunenund länderübergreifende Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Berlin gehört neben Hamburg, dem Rhein-Main-Gebiet und einigen Regionen aus Nordrhein- Westfalen zu den Modellregionen für das Pilotprojekt zur Einführung des Services. Kern- und Distributionsbereiche des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzwerks von Cisco basieren auf der Verbindungstechnologie MPLS (Multiprotocol Label Switching), die den Übertragungsstandard IP (Internet Protocol) erweitert. Das neue Netzwerk ersetzt auch das bestehende Sprachtelefonie-Netz auf Basis von SDH (Synchronous Digital Hierarchy). Allein dies wird zu beträchtlichen Einsparungen bei den Administrationskosten führen. Berlin ist damit das erste Bundesland, das eine mandantenfähige, reine IP-Telefonie-Lösung in sein Landesnetzwerk integriert. Voraussetzung dafür ist der Einsatz der hochskalierbaren Voice-Technologie von Cisco, die bislang primär von Service-Providern genutzt wurde. Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) hat bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Lösungspartner T-Systems auf Basis der Cisco MPLS-Technologie das neue Verwaltungsnetz aufgebaut. Die intelligente Plattform versorgt alle Teile der Berliner Verwaltung mit dem kompletten Serviceportfolio des ITDZ Berlin. Foto: Archiv Die Hauptstadt Berlin vertraut auch bei der Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer auf Cisco-Technologie. Mit dem Aufbau einer landesweiten Cisco Unified Communications-Plattform auf Basis des Cisco UC Managers werden IP- Telefone sowie einheitliche Dienste vom kompletten Telefonverzeichnis bis hin zur Möglichkeit der Videotelefonie auf jeden Schreibtisch in der Berliner Verwaltung gebracht. Damit können durchgängige Prozessketten, ausgehend vom Bürger über das eingesetzte CRM-System bis in alle betreffenden Behörden in Berlin, ohne speziellen Aufwand oder besondere Arbeitsplatzausstattung aufgebaut werden. An der IP- basierten Gesamtlösung wird die Bedeutung offener Standards deutlich, die die Integration verschiedener Hersteller und Lieferanten ermöglichen. Durch die Vereinheitlichung aller Kommunikationskanäle im Behördennetz werden öffentliche Stellen effizienter und flexibler. Unified Communications überwindet Medien- sowie Standortgrenzen und ermöglicht überall eine konsistente Sicht 1/08 8

9 auf jeden Bürger, da alle relevanten Informationen jederzeit sofort zur Verfügung stehen. Dipl.-Ing. Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin, blickt in die Zukunft: So wie das Berlin-Telefon Bezirk für Bezirk erweitert wird, kann auch der bundesweite Service aufgebaut werden. Kommunen und Länder mit ihren eigenen Servicecentern, aber auch bundesweite Einrichtungen wie Ministerien oder die Agentur für Arbeit können nach und nach angeschlossen und mit der bestehenden Technik in die übergeordnete Infrastruktur integriert werden. Damit ist das Berlin-Telefon ein Modell für ganz Deutschland. Unified Communications ist die konsequente Weiterentwicklung und Integration der bislang verfügbaren Kommunikationstechnologien. Cisco Unified Communications trägt einen wesentlichen Teil zur Bildung des Human Network bei. Es geht nicht mehr nur darum, Systeme miteinander zu verbinden, sondern vielmehr Menschen mit Menschen unabhängig vom jeweiligen Standort, dem genutzten Gerät oder der Verbindungsart. Ein passender Mitarbeiter oder der gewünschte Ansprechpartner ist dann grundsätzlich ortsunabhängig und unmittelbar über das Medium zu erreichen, das jeweils am effektivsten ist. Der einzelne Teilnehmer kann signalisieren, ob er aktuell für Gespräche zur Verfügung steht oder nicht. Das ITDZ Berlin stellt mit Cisco Unified Communications einen standardisierten Behörden-Arbeitsplatz bereit. Damit werden neue, flexible und bürgerfreundliche Strukturen geschaffen. Zudem erzielt die Berliner Verwaltung durch den zentralen Betrieb in einem Shared Service Center erhebliche Einsparungen im IT-Betrieb. Natürlich spielt bei Behörden das Thema Sicherheit eine entscheidende Rolle. So bieten die Lösungen von Cisco zahlreiche eingebaute Security-Funktionen, die den Zugriff Unbefugter abwehren, für höchstmögliche Stabilität sorgen und Ausfallschutz gewährleisten. Die Partner Mit Cisco verbindet uns eine langjährige Partnerschaft, ergänzt Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin. Das Unternehmen ist im Moment ganz klar einer der wichtigsten Innovationstreiber für den öffentlichen Sektor. Wir sehen hier ein enormes Potenzial zur gemeinsamen Entwicklung hocheffizienter Applikationslösungen für die Berliner Verwaltung. T-Systems ist der Integrationspartner für das ITDZ Berlin. Er zeichnet sich durch eine systematische und professionelle Vorbereitung und Einführung der neuen Kommunikationsplattform aus. Die große Komplexität des Projekts meistert der Dienstleister durch hohes Fachwissen und umfassendes Projektmanagement. T- Systems ist nicht nur Integrationspartner, sondern auch ein wichtiger Erfahrungsträger für die Vorbereitung der Migration und des Betriebs. Das Unternehmen betreibt selbst IP-basierte Voice-Architekturen und verfügt über viele praktische Erfahrungen. Foto: air Die Zusammenarbeit des ITDZ Berlin mit Cisco und T-Systems hat überdies einen umfassenden Know-how-Transfer in Gang gesetzt. Das ITDZ Berlin empfiehlt sich damit über die Landesgrenzen hinaus auch bundes- und europaweit als kompetenter Kooperationspartner im Umfeld von E- Government. ROLF GÜNTHER Account Manager Cisco Systems GmbH Berliner Landesnetz: Generationenwechsel zum richtigen Zeitpunkt Berliner Landesverwaltungen profitieren ab 2008 von einem grunderneuerten Landesnetz, das die Nutzung von Daten- und Sprachdiensten flexibilisiert und vereinfacht. Für das ITDZ Berlin installiert T-Systems eine neue, einheitliche Netzplattform und eine innovative IP-Telefonie-Lösung von Cisco. In seiner bisherigen Form bestand das Berliner Landesnetz (BeLa) eigentlich aus zwei komplett unterschiedlichen Netzen. Einem Metropolitan Area Network (MAN) für die Datenkommunikation und einem SDH-Netz für die Telefonie (vgl. Splitter 1/2007, Seite 22f.). Als das Netz 1997 seinen Betrieb aufnahm, war dieser Ansatz State of the Art. Sprach- und Datenübertragung stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an die Netze, und damals war die Zweiteilung in zwei spezialisierte Netze logisch und konsequent. Ein Datennetz zum Telefonieren zu nutzen war noch eine ferne Vision, IP- Telefonie steckte in den Kinderschuhen, erste Versuche produzierten eine nur schwer erträgliche Sprachqualität. Ein Netz für Sprache und Daten Gut 10 Jahre später haben sich die Technologien dramatisch weiterentwickelt. Für Endgeräte ist es kein Problem mehr, Sprache in hoher Qualität zu digitalisieren, und auch die Netztechnologien sind verfügbar, mit denen sich Sprache in digitaler Form und mit definierter Qualität übertragen lässt. Die Zeiten haben sich geändert, und so war es ebenso konsequent, dass sich das ITDZ Berlin als verantwortlicher Betreiber des Berliner Landesnetzes bei der anstehenden Erneuerung des Sprachnetzes für eine Vereinheitlichung der Netzplattformen entschied. Ein integriertes Multiservice-Netz von Cisco bildet die neue Basis, auf der 1/08 9

10 Sprach- und Datenkommunikation zukünftig zusammengeführt werden. Den Aufbau der neuen Hochgeschwindigkeitsplattform übernahm T-Systems als Partner des ITDZ Berlin. Einfacher, effizienter, flexibler: Das neue Berliner Landesnetz 2008 Dass es einfacher, effizienter und kostengünstiger ist, nur ein Netz zu betreiben statt deren zwei, liegt beinahe auf der Hand. Die im neuen Landesnetz eingesetzte MPLS- Technologie (Multiprotocol Label Switching) hat jedoch noch weitere Vorteile. Dazu zählen verbesserte und neue Serviceangebote, die Unterstützung moderner Netzund Zugangstechnologien wie VPN oder DSL sowie die Möglichkeit, Leistung und Kapazität des Netzes kurzfristig und unkompliziert an die Anforderungen der Verwaltungen anzupassen. Last, but not least ist das einheitliche MPLS-Netz auch Voraussetzung dafür, dass die Berliner Verwaltungen sehr flexibel aktuelle wie auch künftige Daten- und Sprachdienste nutzen können, beispielsweise Multimedia- Streaming oder Videokonferenzdienste. Diese Dienste bilden dann wiederum die Grundlage für neue E-Government-Anwendungen, von denen die Mitarbeiter in den Verwaltungen und auch die Bürger profitieren können. Die Vereinheitlichung der Netzplattform ist damit ein wichtiger erster Schritt zur Modernisierung von Verwaltungsverfahren im Gesamtvorhaben Berliner Landesnetz - Next Generation (BeLA-NG). Der Wechsel von den klassischen TK- Anlagen zur IP-Telefonie wird schrittweise erfolgen. Das ITDZ Berlin schützt Investitionen seiner Kunden in bestehende TK-Anlagen, indem es entsprechende Übergänge in das neue Berliner Landesnetz bereitstellt. Jede Verwaltung kann selbst entscheiden, wann sie auf IP-Telefonie wechseln möchte. Insbesondere wenn die alte TK- Anlage ihren Zenit überschritten hat, sprechen jedoch zahlreiche Vorteile für einen Umstieg auf die vom ITDZ Berlin angebotene IP-Centrex-Lösung. Die Investitionskosten für eine neue dezentrale TK-Anlage entfallen, die Administration der Nutzer reduziert sich, und um den reibungslosen Betrieb kümmert sich das ITDZ Berlin. Außerdem macht es IP-Telefonie einfacher, Sprach- und Telefonieanwendungen geschickt miteinander zu verbinden, was insbesondere in Servicebereichen oder in Zusammenhang mit der einheitlichen Behördenrufnummer 115 neue Möglichkeiten eröffnet. Beispielsweise könnten zukünftig Anrufe per Mausklick direkt aus PC-Anwendungen heraus gestartet oder Informationsdienste auf den Telefondisplays angeboten werden. Generationenwechsel Foto: ktsdesign IP-Telefonie ins Landesnetz integriert Auch auf dem Weg in Richtung IP-Telefonie macht das ITDZ Berlin keine Kompromisse. Berlin entschied sich für die hochskalierbare Voice-Technologie von Cisco und gehört damit bundesweit zu den Vorreitern bei der Integration von IP- Telefonie-Lösungen in das eigene Landesnetz. Dafür installiert T-Systems auf Basis des Cisco Call Managers beim ITDZ Berlin eine zentrale IP-Centrex-Anlage. Die IP- Centrex kann die Funktion der heute in den Landesbehörden eingesetzten dezentralen TK-Anlagen übernehmen. Sie ist mandantenfähig, das heißt sie kann bei Bedarf die angeschlossenen Verwaltungen separat verwalten und erlaubt es Telefonendgeräte selbst zu administrieren. Der Generationenwechsel im Berliner Landesnetz ist mehr als nur eingeläutet. Die Offenheit des neuen integrierten Sprach- und Datennetzes für neue Ideen und Anwendungen sowie die IP-Centrex als gemachtes Bett für den Umstieg auf IP-Telefonie sollen die Berliner Verwaltungen dabei unterstützen, den Kostendruck zu senken, ihre Prozesse zu optimieren, noch flexibler und noch bürgernäher zu werden. Das Projektteam von T-Systems verbindet mit dem bisherigen Projektverlauf die Erinnerung an eine richtungweisende Kooperation dreier guter Partner. In einer solchen Konstellation auf Basis des neuen Landesnetzes ebenso effiziente Erweiterungen und 1/08 10

11 Der direkte Draht Berlin-Telefon 900 MIT 900 DIREKTE INFORMATIONEN ZU ALLEN LEBENSLAGEN Eine höhere Kundenzufriedenheit bei den Bürgern und den Mitarbeitern der Berliner Verwaltung das ist das Ziel der Call-Center-Lösung Berlin-Telefon. Mit einem einfachen telefonischen Zugang zu umfassenden Informationen und Dienstleistungen werden Anfragen über die Rufnummer 900 schnell und kompetent beantwortet. Das ITDZ Berlin ist dabei für den telefonischen Erstkontakt mit dem Bürger über sein Call-Center verantwortlich. Weitere Informationen zum IT-Dienstleistungszentrum Berlin: Internet Intranet Moderne Perspektiven für die Verwaltung. 1/08 11

12 Anwendungen für die Berliner Verwaltung zu entwickeln wäre eine interessante und viel versprechende neue Herausforderung. LARS KÜSTER T-Systems, Geschäftsbereich Öffentlicher Sektor, Berlecon: Nachfrage nach Unified Communications verleiht VoIP Aufwind Berlin - Eine Anfang März 2008 von Berlecon Research veröffentlichte Studie bestätigt den großen Bedarf an Unified-Communications- Funktionalitäten in deutschen Unternehmen. Allerdings müssen viele Unternehmen zunächst in eine VoIP-Infrastruktur investieren, um von den damit verbundenen Vorteilen profitieren zu können. Die Anbieter von Voice over IP (VoIP) und Unified Communications (UC) können hier noch erhebliche ungenutzte Potenziale aktivieren. Sie sind jedoch gefordert, die Bedenken der Unternehmen hinsichtlich Sicherheit und Administrierbarkeit auszuräumen. Laut der Studie zeichnet sich auch im VoIP- und UC-Markt eine Tendenz zu Managed Services ab. Für die aktuelle Studie VoIP und Unified Communications 2008 haben die Berliner Analysten 150 ITK- Entscheider in deutschen Unternehmen zu ihren Anforderungen und Plänen im Zusammenhang mit IP-basierten Kommunikationstechnologien befragt. Die überwältigende Mehrheit der CIOs hält die Integration verschiedener Kommunikationskanäle und deren Einbindung in Office-Anwendungen in ihrem Unternehmen für sinnvoll. Drei Viertel der Befragungsteilnehmer sehen in diesen UC-Funktionalitäten einen wichtigen Wertbeitrag für ihr Unternehmen, erläutert der Berlecon-Analyst Philipp Bohn. Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen eine bessere Unterstützung mobiler Mitarbeiter durch Unified Communications. Hier spielen vor allem Find-Me-Follow-Me- und One-Number-Funktionen, die eine automatische Weiterleitung von Anrufen zum aktuell genutzten Endgerät gewährleisten, eine wichtige Rolle. Allerdings - auch das zeigen die Ergebnisse der Umfrage - müssen in den meisten deutschen Unternehmen die notwendigen technischen Voraussetzungen für Unified Communications erst noch geschaffen werden. Mehr als die Hälfte aller deutschen Unternehmen hat bisher weder VoIP-Technologien im Einsatz, noch konkrete Pläne zur Einführung. Von den befragten Unternehmen verfügen beispielsweise nur 38 Prozent über gemeinsame IP-Netze für Daten und Sprache und gerade einmal 25 Prozent nutzen eine IP PBX. Philipp Bohn: VoIP ist die Grundvoraussetzung für Unified Communications, da ansonsten eine ITK-Integration unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll ist. Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir von einer Sättigung des VoIP-Marktes noch weit entfernt sind, und die Anbieter hier noch beachtliche ungenutzte Potenziale aktivieren können. Wir gehen davon aus, dass die offensichtliche Nachfrage nach Unified-Communications-Funktionalitäten dem Vertrieb von VoIP- Technologien einen kräftigen Schub verleihen wird. Allerdings müssen die Anbieter das Thema Sicherheit stärker in den Mittelpunkt rücken. Denn mit den Vorteilen von UC, etwa der verbesserten Erreichbarkeit der Mitarbeiter und effizienteren Geschäftsprozessen, gehen nach Einschätzung der CIOs auch neue Sicherheitsrisiken einher. Die Anbieter müssen klar kommunizieren, wie diese Herausforderung bewältigt werden kann. Denn Sicherheit und Administrierbarkeit sind für 90 Prozent der CIOs die zentralen Entscheidungskriterien bei der Auswahl einer VoIP- bzw. UC-Lösung, so Bohn. Die Ergebnisse weisen zudem auf signifikantes Potenzial für Managed VoIP und UC Services hin: Für rund 40 Prozent der Unternehmen stellt der Betrieb ihrer Kommunikationsinfrastruktur durch einen externen Provider eine attraktive Alternative zum Eigenbetrieb dar. Die Studie VoIP und Unified Communications 2008 wurde von Cisco Systems und T-Systems finanziell unterstützt. Sie gibt Aufschluss über die Nutzung und Planung IP-basierter Kommunikationstechnologien in deutschen Unternehmen. Sie zeigt auf, welche Chancen und Herausforderungen ITK-Entscheider mit Unified Communications verbinden, welchen Anbietergruppen sie die größte Kompetenz zutrauen, und wie sie zu Managed- Services-Modellen stehen. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf ihre Implikationen für Anbieter und Service Provider analysiert. Grundlage der Analyse ist eine repräsentative Befragung von 150 CIOs und ITK-Entscheidern in deutschen Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern. Die Befragung wurde im Zeitraum Januar-Februar 2008 durchgeführt. Weitere Informationen und Grafiken aus der Studie stehen unter zur Verfügung. Über Berlecon Research Berlecon Research ist ein unabhängiges Analysten- und Beratungshaus mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen bewertet seit mehr als 10 Jahren Chancen und Herausforderungen neuer ITK- Technologien, im Fokus der Analysen steht der deutsche Markt. Schwerpunktthemen sind IT Services & Outsourcing sowie Mobility & Business Communications. Neben Research Reports zu aktuellen ITK-Themen erstellt Berlecon neutrale Studien im Auftrag von Technologieanbietern und führt MultiClient-Projekte durch. (PM) 1/08 12

13 Netz-Tipps zu Voice over IP (VoIP) Unter der IP-Telefonie, eine Kurzform für die Internet-Protokoll-Telefonie, auch kurz Internet-Telefonie oder auch Voice over IP (kurz VoIP) genannt, versteht man das Telefonieren über Computernetzwerke, welche nach Internet-Standards aufgebaut sind. Dabei werden für Telefonie typische Informationen auch über ein für Datenübertragung nutzbares Netz übertragen, so auch künftig im Berliner Landesnetz. Ausführliche Erläuterungen zu dieser Technik lassen sich z. B. bei Wikipedia finden (http://de.wikipedia.org/wiki/voice_over_ip). VoIP-Info.de ist ein deutschsprachiges Voice over IP-Informationsportal. Es begleitet die aktuelle Entwicklung des VoIP-Marktes und stellt sowohl für Geschäftskunden als auch privat interessierte Kreisen eine ausführliche Informationsplattform dar. Gestartet im März 2003 als Begleitseite zum Buch Voice over IP (VDE-Verlag), entwickelte sich das Portal binnen eines Jahres zur meistgelesenen Online-Publikation zum Thema VoIP im deutschsprachigen Raum. Gemäß dem Slogan Internet-Telefonie einfach erklärt bietet VoIP-nutzen.de Privat- und Geschäftskunden grundlegende Informationen zur Internet-Telefonie-Technik Voice-over- IP (VoIP). Aktuelle Berichte und Anwendungsbeispiele sollen die Möglichkeiten von VoIP verdeutlichen. Übersichten von VoIP-fähigen Geräten und Vergleiche aller in Deutschland tätigen VoIP-Anbieter unterstützen Verbraucher bei der Auswahl. 1/08 13

14 IT-Sicherheitsgrundsätze Der Senat hat auf der Sitzung am 11. Dezember 2007 auf Vorlage des Senators für Inneres und Sport, Dr. Ehrhart Körting, die IT- Sicherheitsgrundsätze der Berliner Verwaltung - nach Stellungnahme durch den Rat der Bürgermeister - beschlossen. (LPD) IT-Energieeffizienz Das Abgeordnetenhaus von Berlin wollte sich auf seiner 27. Sitzung am 10. April 2008 (nach Redaktionsschluss dieser SPLIT- TER-Ausgabe) mit einem Antrag der Fraktion der FDP zum Thema Berlin macht sich stark für IT-Energieeffizienz beschäftigten. Der Senat wird darin aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Energieverbrauch der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) in der öffentlichen Verwaltung deutlich zu senken. Weiter heißt es: Dabei sind folgende Maßnahmen zu prüfen: 1. Konsolidierung der Serverauslastung und mögliche Virtualisierung 2. Bündelung der Server in zentralen Rechenzentren und Reduzierung der Anzahl an Hardware- Servern 3. Optimierung der Energiebilanz der Rechenzentren durch energieeffiziente Kühlsysteme und Nutzung der überschüssigen Wärme 4. fortlaufendes Monitoring der Energieeffizienz und Vergleiche mit aktuellen Standards und Entwicklungen 5. Bevorzugung von Geräten mit hoher Energieeffizienz (z.b. belegt durch Gerätezertifizierungen) bei der Beschaffung von Neugeräten 6. Optimierung der Recyclingprozesse für IKT-Altgeräte, um Energie und andere Ressourcen zu sparen Dem Abgeordnetenhaus ist zum 30. September 2008 zu berichten. Begründung: Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) hat in den vergangenen Jahren Einzug in nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche gehalten und ist aus den meisten Arbeitsprozessen nicht mehr wegzudenken. Dies gilt auch für die öffentliche Verwaltung. Eine Auswirkung dieser Entwicklung ist auch ein immer höherer Energiebedarf für IKT allein in der Europäischen Union werden ca. 7% der Energiekosten von IKT verursacht. Dies lässt sich auch darauf zurückführen, dass Geräte im Dauerbetrieb genutzt werden, was insbesondere in Rechenzentren der gängigen Praxis entspricht. Auch durch ständigen Stand-by Betrieb werden durchschnittlich 20-50% zusätzliche Stromkosten verursacht. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2015 die Energiekosten die Anschaffungskosten für Hardware übersteigen werden. Gleichzeitig steigt die Belastung durch Emissionen enorm an: die IKT-Nutzung ist nach Studien für ca. 2% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich, was in etwa den Belastungen durch den internationalen Flugverkehr entspricht. Angesichts steigender Energiepreise und nicht zuletzt der vorgegebenen CO2- Reduzierungsziele ist ein Umdenken und kostenbewusstes Handeln notwendig nicht von ungefähr wurde auf der diesjährigen CeBIT das Thema Green IT als Schwerpunkt gewählt. Auch in der Berliner Verwaltung wird der Anteil der IKT am gesamten Energieverbrauch wachsen. Dies erfordert, dass der Senat Maßnahmen ergreift, um die eingesetzte IKT energie- und damit kosteneffizient einzusetzen und den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Hierfür sind die folgenden Maßnahmen zu prüfen und nach Möglichkeit zeitnah umzusetzen: Erstens soll die Auslastung der Server dahingehend maximiert werden, dass in Zukunft weniger Server zu einem höheren Anteil ausgelastet sind. Gegenwärtig liegt die Server-Auslastung bei 5 bis 20% und lässt sich deutlich steigern mit dem Ergebnis, dass der Energiebedarf um bis zu 80% sinken könnte. Für eine entsprechende Konsolidierung der im Einsatz befindenden Server ist zu klären, in welchem Grad eine Virtualisierung, also der Einsatz von virtuellen Servern, genutzt werden kann. Zweitens ist darauf zu achten, dass Server mehrheitlich in zentralen Rechenzentren untergebracht sind. Eine solche Bündelung ermöglicht die Reduzierung der Anzahl an Hardware-Servern und eine Optimierung der Kühlung und Wärmenutzung, was sich sowohl auf den Energieverbrauch als auch auf die Kosten für IKT auswirkt. Deshalb soll drittens die Energiebilanz der zentralen Rechenzentren verbessert werden, indem beispielsweise energieeffiziente Kühlsysteme eingesetzt werden bzw. die durch Betreiben der Anlagen verursachte Wärme genutzt wird. Einerseits lässt sich dies durch Anhebung der Raumtemperatur bewerkstelligen, da IKT-Geräte auch bei durchschnittlich 26 C noch optimal funktionieren und die Luft nicht unter diesen Wert gekühlt werden muss. Gleichzeitig sind verstärkt alternative Kühlsysteme durch Außenluft und Wasser einzusetzen, sowie auf den flächendeckenden Einsatz von Doppelböden zu achten. Andererseits sind Möglichkeiten zu erörtern, wie die täglich produzierte Wärme besser genutzt werden kann: gegenwärtig werden im Schnitt pro kw Versorgungsleistung für die Server weitere 1,8-3,4 kw für die Wärmeabfuhr benötigt. Zu denken ist hier beispielsweise an die Nutzung der Abwärme für Heizungs- oder Warmwasserversorgung. Viertens soll ein kontinuierliches Monitoring des Energieverbrauchs 1/08 14

15 Aufschluss über Veränderungen des energieeffizienten Ressourceneinsatzes geben. Dabei sind aktuelle Standards und durch technologische Entwicklungen erreichbare Potenziale mit dem aktuellen Verbrauch zu vergleichen. Gleichzeitig sind auch die Erfahrungen anderer Bundesländer und Kommunen im Umgang mit energieeffizienter IKT- Ausstattung zu berücksichtigen und gegebenenfalls zu übernehmen. Fünftens ist bei der Beschaffung von Neugeräten auf deren Zertifizierung bezüglich Energieeffizienz zu achten und zuförderst Geräte auszuwählen, die bei vergleichbarem Preis-Leistungsverhältnis ein entsprechendes Siegel tragen. Dazu zählen u.a. 80Plus, Blauer Engel, RoHS oder EnergyStar. Abschließend sind Maßnahmen zu ergreifen, um die Wiederverwertung und Entsorgung der IKT-Geräte zu verbessern. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen fallen jährlich zwischen 20 und 50 Millionen Tonnen Elektronikschrott an allein innerhalb der Europäischen Union werden dabei bis zu 75% der Geräte nicht wiederverwertet sondern direkt entsorgt. Angesichts der mitunter recht kurzen Lebenszyklen von IKT-Geräten sind Lösungen gefragt, um wieder verwertbare Stoffe zu nutzen und das Müllaufkommen zu verringern.(eb) Digitales Diktieren und Spracherkennung in den Berliner Gerichten Technische Innovationen wie das elektronische Behördenpostfach, elektronische Archive oder die elektronische Akte sollen die Arbeitsprozesse in den Behörden einfacher und effizienter gestalten. Beim Diktieren mit digitaler Spracherkennung wird das gesprochene Wort direkt in ein Textdokument transformiert. Das mühsame Transskripieren des gesprochenen Wortes, weicht einer Kontrolle des fertigen Dokuments. Foto: idrutu Das Transskripieren weicht der Kontrolle des fertigen Dokuments Gemeinsam mit der Serviceeinheit für IT in der ordentlichen Gerichtsbarkeit (ITOG) organisierte das Kompetenzzentrum für Justiz des IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) am 29. Januar 2008 im eigenen Haus ein erstes Arbeitstreffen für Mitarbeiter der Berliner Gerichte zum Thema Digitales Diktieren und Spracherkennung. Die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde durch einen Vortrag von Frau PD Dr.-Ing habil. Ruth Marzi von der Technischen Universität Berlin, zum aktuellen Forschungsstand bei der Spracherkennung, auf das Thema eingeleitet. Über den Stand der Technik und die Möglichkeiten der digitalen Spracherkennung informierten Vertreter der Firmen Thax Software, DictaPlus und Philips. Die Auftaktveranstaltung endete mit der Bildung von Arbeits- und Testgruppen, deren Mitglieder in den folgenden Monaten digitale Spracherkennungsgeräte auf ihre Alltagstauglichkeit erproben. Die breite Resonanz und die große Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in den Arbeitsgruppen lässt keine Zweifel, dass im Fall einer positiven Testbilanz, der Einsatz von digitalen Diktiergeräten in den Berliner Gerichten auf ein breites Interesse stoßen wird. (EB) Stetiger Fortschritt auf dem Weg zur landeseinheitlichen elektronischen Baugenehmigung in Berlin Berlin - Die Hauptstadt ist auf dem Weg, die elektronische Antragstellung, Bearbeitung und Erteilung von Baugenehmigungen zu ermöglichen. Zum Jahreswechsel ist das Pilotprojekt im Bezirk Lichtenberg und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erfolgreich abgeschlossen worden. In den Bezirken Mitte und Steglitz- Zehlendorf hat die Einführung jetzt begonnen. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer betonte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den Berliner Bauaufsichtsbehörden der Bezirke: Es ist gut, dass sich die Bezirke für die schnellstmögliche Einführung einer einheitlichen Anwendung engagieren. Die Servicequalität der Berliner Bauaufsicht wird durch das neue elektronische Verfahren ebg erheblich verbessert und die Antragssteller können zukünftig schnellere und effektivere Genehmigungswege erwarten. Dies entspricht voll und ganz den Zielen des Berliner Modernisierungsprogramms ServiceStadt Berlin. Das Einführungsprojekt stellt dort eines von fünf Leitprojekten dar. In Berlin werden damit auch die elektronischen Medien und das Internet zur Antragsstellung und Bewilligung von Bauanträgen genutzt. Das Internet ist zukünftig die Plattform für den Antragsstellungs- und Genehmigungs- 1/08 15

16 prozess der Berliner Bauaufsicht. Die Daten zur Antragsstellung werden in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum der T-Systems gespeichert und stehen den im Verfahren beteiligten Behörden elektronisch jederzeit zur Verfügung. Durch die permanente Verfügbarkeit der Daten ist es möglich, die Genehmigungszeiten weiter zu reduzieren, da die Transportzeiten der Akten durch die Digitalisierung zukünftig entfallen werden. Die neue Fachanwendung ebg hat in der Pilotphase bestätigt, dass die fachlichen Anforderungen der Berliner Bauaufsicht erfüllt werden. Seit dem Jahreswechsel werden daher die ersten Genehmigungsverfahren mit dem ebg in den Baugenehmigungsbehörden des Bezirkes Lichtenberg sowie bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung abgewickelt. Das in Deutschland einmalige Projekt wird nun auch in den Bezirken Mitte und Steglitz-Zehlendorf eingeführt. Alle weiteren Bezirke folgen bis Jahresende 2008 und werden damit nach und nach die unterschiedlichen Altverfahren ablösen. Bis dahin werden auch erste Vorgangsinformationen für Antragsteller im Internet abrufbar sein. Die Mitarbeiter in der Berliner Bauaufsicht werden an das internetbasierte System in mehreren Schulungsschritten herangeführt. Der Umstieg auf das landeseinheitliche Fachverfahren ebg wird als eine Verbesserung der Arbeitsabläufe angesehen. Die Vorteile der innovativen Lösung werden bereits in der nächsten Realisierungsstufe konkret nutzbar. So sind z. B. im ebg direkte Zugriffe auf digitale geografische Informationssysteme möglich. Der Zugriff auf die in Berlin vorhandene einheitliche Datenbank der Straßennamen ist ebenso selbstverständlich wie die Erstellung von Gebührenbescheiden für das Kassenwesen des Landes Berlin. Die technischen Voraussetzungen zur Anbindung der elektronischen Berliner Landesdienste sind in der Fachanwendung ebg bereits gegeben. Für die weiteren Ausbaustufen wird nunmehr gemeinsam mit dem IT-Dienstleistungszentrum des Landes Berlin der Zeitplan zur Integration von Landesdiensten wie interaktiver Formularservice oder Langzeitarchivierung im ebg konkretisiert. Bereits Ende 2009 sollen die vielfältigen Vorteile von ebg durch Bürger und Behörden vollständig genutzt werden. (PM) Verwaltungen rollen den roten Teppich aus Neue Serviceangebote sollen Unternehmen locken Berlin - Deutsche Städte nutzen die Einführung der EU-Dienstleistungsrichtlinie als Gelegenheit, um sich im Standortwettbewerb zu profilieren. Die Kommunen wollen sich mit einer Vielzahl neuer digitaler Servicemaßnahmen für Unternehmensansiedlungen attraktiv machen. Vier von fünf Städten vereinheitlichen beispielsweise das Vergabewesen. Öffentliche Ausschreibungen werden zukünftig auf einer zentralen Plattform online gestellt. Zwei von fünf Kommunen stellen zudem so genannte Fallmanager ab, die Unternehmen in Verwaltungsangelegenheiten individuell betreuen. Dies sind Ergebnisse der Studie Branchenkompass Public Services von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. Foto: Spectral-Design Insbesondere für Unternehmen, die einen neuen Standort suchen, planen die Städte Vereinfachungen. Noch sind die Zuständigkeiten in Deutschland zwischen staatlicher, berufsständischer und kommunaler Ebene oft gesplittet. Ein Unternehmen muss sich häufig für ein Projekt an mehrere Behörden gleichzeitig wenden. Gut sechs von zehn befragten Kommunen planen im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie, einheitliche Verwaltungsabläufe für Bauprojekte anzubieten. 52 Prozent der befragten Entscheider gehen noch weiter. Sie wollen bis Ende 2009 die Verwaltungsabläufe zwischen der eigenen Kommunalverwaltung und den Gewerbetreibenden insgesamt vereinheitlichen. Gegenwärtig sind diese zwischen einzelnen Verwaltungsstellen noch zu stark zerfasert, so dass Behördengänge für Unternehmer einen hohen Zeitund Arbeitsaufwand bedeuten. Mit dem Errichten eines zentralen Dienstleistungszentrums für Gewerbetreibende im Internet hält sich dagegen die Mehrheit der befragten Entscheider zurück. 1/08 16

17 Nur 44 Prozent der Kommunen sprechen sich dafür aus. Der Grund: Derartige virtuelle Dienstleistungszentren bedeuten enorme zusätzliche Betriebskosten. Die Finanzierung dieser Projekte ist bei vielen befragten Städten noch nicht abschließend geklärt. Um auch Unternehmen aus anderen EU- Mitgliedstaaten bei der Standortsuche sowie bei weiteren Behördenvorgängen zu unterstützen, wollen sieben von zehn befragten Kommunen ein mehrsprachiges Portal anbieten. Eine knappe Mehrheit der Städte und Gemeinden plant, neu angesiedelten Unternehmen bei Verwaltungsangelegenheiten Ansprechpartner zur Seite zu stellen. Sie erleichtern ihnen die Behördengänge oder sollen diese, sofern möglich, komplett übernehmen. Neben den Vereinfachungen bei der Unternehmensansiedlung soll auch der Service im laufenden Geschäftsbetrieb deutlich verbessert werden. Hier beschreiten viele Kommunen neue Wege: 77 Prozent planen, ein Online-Beschwerdemanagement zu etablieren. Mehr als ein Drittel der Gemeinden (36 Prozent) gehen sogar noch weiter: Sie führen Kundenzufriedenheitsbefragungen ein, bei denen die ortsansässige Wirtschaft Verbesserungspotenziale aufzeigen kann. Für den Branchenkompass Public Services 2007 informierten im Juni und Juli Top-Entscheider deutscher Groß- und Mittelstädte im Rahmen einer Befragung über Maßnahmen und Strategien ihrer Kommunalverwaltungen in Bezug auf die EU-Dienstleistungsrichtlinie. Die Befragten sind in ihren Kommunen für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich. Die Marktforschungsgesellschaft forsa führte die Erhebung in Telefoninterviews durch. Daneben wurden Entscheider in den Landesregierungen mehrerer Länder telefonisch zur Umsetzung der EU- Dienstleistungsrichtlinie interviewt. Die EU-Dienstleistungsrichtlinie behandelt im Kern die Niederlassungsfreiheit von Dienstleistungsanbietern im gesamten Gebiet der Europäischen Union. Zur Vereinfachung der Freizügigkeit sind verschiedene Instrumente vorgesehen, um Ausländerdiskriminierung zu vermeiden und Verwaltungsprozesse zu vereinfachen. Hierzu gehört die Einrichtung eines einheitlichen Ansprechpartners, der für den Niederlassungswilligen alle Verwaltungsakte bündeln soll. Hier können Bundes-, staatliche, kommunale und berufsständische Zuständigkeiten betroffen sein. Zudem sollen die notwendigen Verwaltungsprozesse elektronisiert und auch aus der Ferne bedienbar sein. Mehrsprachigkeit der Verwaltungen ist eine weitere Forderung. Die Dienstleistungsrichtlinie befindet sich derzeit in der Bearbeitung beim Bundesinnen- und Bundeswirtschaftsministerium, um die notwendigen Gesetze und Richtlinien vorzubereiten. (PR) EU-Dienstleistungsrichtlinie bringt Modernisierungsschub für die öffentliche Verwaltung Microsoft und Fraunhofer-Institut FOKUS stellen Demonstrator für Gewerbeanmeldung vor Berlin/Unterschleißheim - Die öffentlichen Verwaltungen in Deutschland liegen gegenüber der Industrie im Schnitt 15 Jahre zurück, wenn es um die Einführung von produktivitäts-und effizienzsteigernden IT-Systemen geht. Föderale Strukturen behindern zudem eine schnelle Implementierung der im Markt vorhandenen Technologien. Im Rahmen des Government Leaders Forum Europe stellte Microsoft Ende Januar 2008 in Berlin gemeinsam mit dem Fraunhofer- Institut FOKUS IT-Lösungen zur Modernisierung von Verwaltungen vor. Anhand der EU-Dienstleistungsrichtlinie zeigten Microsoft und das Fraunhofer Institut, wie diese neue Verordnung der Europäischen Union mit Hilfe von Informationstechnologie effektiv umgesetzt werden kann. Bis Ende 2009 müssen alle Kommunen in Deutschland Verwaltungsdienstleistungen für Unternehmen aus dem Ausland elektronisch anbieten. Die öffentlichen Verwaltungen in Deutschland stehen unter besonderem Druck. Sie sollen Einsparungen vornehmen, schlanker werden und zugleich besseren Service bieten. Was unlösbar klingt, ist jedoch eine große Chance. Gegenüber Industrieunternehmen liegen die Verwaltungen im Schnitt 15 Jahre zurück, was die Einführung produktivitäts- und effizienzsteigernder IT-Systeme angeht, so Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH. Ein wichtiger Schritt zur Verwaltungsmodernisierung ist die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie, die Ende Dezember 2006 in Kraft getreten ist. Sie fordert, dass alle Verwaltungsprozesse bis 2009 elektronisch zur Verfügung stehen müssen. Ziel ist es, allen europäischen Unternehmen und Unternehmensgründern die gleichen Bedingungen für ihre Geschäftstätigkeit in einem einheitlichen europäischen Markt zu gewährleisten und bürokratische Hindernisse abzubauen. Im Rahmen der Umsetzung soll ein flächendeckendes Netz einheitlicher Ansprechpartner geschaffen werden. Jeder Antragsteller soll über eine zentrale Stelle alle nötigen Verfahren und Formalitäten, beispielsweise für eine Gewerbeanmeldung, online im Internet abwickeln können. Ein Hindernis bei der schnellen Einführung solcher Lösungen stellen föderale Strukturen dar. Man darf bewährte föderale Strukturen nicht insgesamt über Bord werfen, aber sie müssen an die Herausforderungen und Möglichkeiten des Internetzeitalters angepasst werden, sagte Achim Berg. 1/08 17

18 Fraunhofer FOKUS und Microsoft entwickeln Demonstrator für Gewerbeanmeldung Basis für eine technologieübergreifende und lösungsunabhängige Kommunikation sind Standards und interoperable IT-Systeme. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut FOKUS hat Microsoft einen Demonstrator für die Gewerbeanmeldung entwickelt, der anschaulich zeigt, wie eine solche Kommunikation aussehen kann. Erstmals können wir in unserem egovernment-labor demonstrieren, wie ein System aussehen muss, das Ende 2009 den Anforderungen der EU- Dienstleistungsrichtlinie genügt, beschrieb Prof. Radu Popescu-Zeletin, Direktor des Fraunhofer-Instituts FO- KUS in Berlin, die Ziele der Entwicklung. Der Prototyp, der auf Basis von Microsoft-Technologien und -Produkten entwickelt wurde, bietet dem Antragsteller nur noch einen Ansprechpartner für Information, Beratung und Koordination - und das für den gesamten Prozess einer Gewerbeanmeldung. Mit der Einführung derartiger moderner Verwaltungsarbeitsplätze wird nicht nur der Service für die Kunden der öffentlichen Verwaltung signifikant erhöht. Auch die Verwaltungen profitieren von vereinfachten, schnelleren Arbeitsabläufen, so Berg. Rund ein Drittel aller Kommunalverwaltungen plant zudem elektronische Verwaltungsaufgaben an externe Dienstleister auszulagern, so eine Studie Branchenkompass Public Services 2007 von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.- Institut. Im Rahmen des Government Leaders Forum trafen sich zum zehnten Mal politische Entscheider, Manager führender Wirtschaftsunternehmen und Bildungsexperten aus ganz Europa, um die Zukunft Europas zu diskutieren. Unter den Schlagworten Verwaltungsmodernisierung und Human Potential standen in diesem Jahr die Themen egovernment sowie Bildung und IT-Qualifizierung im Mittelpunkt der Konferenz. (PR) E-Government-Tempo in deutschen Städten unterschiedlich hoch Hamburg - Europas Verwaltungen werden digital. Gemäß der EU- Dienstleistungsrichtlinie sollen europaweit bis Ende 2009 sämtliche Verwaltungsdienstleistungen auch per Mausklick verfügbar sein. Neben einer Erweiterung des elektronischen Informationsangebots wird damit vor allem die Kommunikation zwischen Behörden, Unternehmen und Privatpersonen verbessert. Trotz breiter Zustimmung zu der Richtlinie stehen viele Kommunen bei der Umsetzung noch am Anfang. Der Demonstrator umfasst den Zugang des Antragstellers über das Internet, einen modernen Verwaltungsarbeitsplatz und realisiert vor allem die Anbindung unterschiedlicher Verwaltungseinrichtungen in den Genehmigungsprozess. Basis für die technische Realisierung sind Microsoft-Produkte für den modernen Verwaltungsarbeitsplatz (Sharepoint, CCF, Dynamics) und der BizTalk-Server, der die Verteilung der Antragsdaten zwischen den beteiligten Verwaltungseinheiten, dem Verwaltungsmitarbeiter und dem Antragsteller realisiert. Foto: James Steidl Nicht einmal drei Prozent der Verwaltungseinrichtungen haben die erforderlichen Projekte abgeschlossen. Gut jede fünfte Großstadt hat bisher keinerlei Schritte in Richtung Umsetzung unternommen. Bei den mittelgroßen Städten zeigt sich bisher mehr als jeder dritte Behördenchef tatenlos. Das sind die Ergebnisse der Studie Branchenkompass Public Services 2007 von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. 1/08 18

19 Eindruck hinterlassen Flexibel und schnell DAS DRUCKZENTRUM IM ITDZ BERLIN Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin bietet mit seinen Hochleistungsgeräten digitalen Laserdruck in hervorragender Qualität an. Im Digitaldruck lassen sich auf jedes Blatt veränderbare Daten wie beispielsweise Name und Anschrift kostengünstig im Massendruckverfahren umsetzen. Je nach Kundenwunsch werden die Druckausgaben ebenso schnell wie zuverlässig kuvertiert und versendet. So werden umfangreiche Aktionen wie beispielsweise Druck und Versand von Wahlbenachrichtigungen termingerecht, standortgenau und kostengünstig ausgeführt. Auch zusätzlichen Service von Entwicklung und Erstellung elektronischer Vordrucke sowie die Produktion und Weiterverarbeitung von kundenspezifischen Sonderformaten gehören zum Angebotsportfolio des ITDZ Berlin. Weitere Informationen zum IT-Dienstleistungszentrum Berlin: Internet Intranet Moderne Perspektiven für die Verwaltung. 1/08 19

20 Die Kommunikation per und Internetportal soll Bürgern und Unternehmen den persönlichen Besuch und Anruf bei Behörden ersparen. Die Richtlinie fordert von den Kommunen unter anderem, die Verwaltungsdienstleistungen für Betriebe zu vereinfachen. Sie sollen diese auch per oder per Internetauftritt abrufen können. Aktuell herrscht hier noch eine große Zuständigkeitsvielfalt unterschiedlicher Verwaltungsstellen. Behördengänge bedeuten deshalb für Gewerbetreibende häufig einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand. 52 Prozent der befragten Kommunen wollen bis Ende 2009 einheitliche Abläufe zwischen der eigenen Verwaltung und den Gewerbetreibenden einführen. Davon soll auch der Bürger profitieren: Die Verwaltungen planen hier unter anderem elektronische Dienstleistungen im Einwohnermeldewesen sowie ein Angebot von Verwaltungs- und Steuerformularen. Beispielsweise können Bürger Reisepässe und Personalausweise auf dem elektronischen Weg beantragen. Dabei steht die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Jede vierte Kommune möchte beispielsweise die Bearbeitung von Anträgen ohne Signatur ermöglichen. Internetportale und Online-Dienste per stehen im Fokus der E- Government-Maßnahmen. Reine Informationsangebote sind auf kommunaler Ebene bereits heute Standard. Die Richtlinie sieht darüber hinaus vor, Anfragen aus dem Ausland bearbeiten zu können. Sieben von zehn befragten Kommunen wollen deshalb ein mehrsprachiges Portal anbieten. Neben Online-Portalen wollen fast neun von zehn Kommunen ihrer Kundschaft ermöglichen, sämtliche Verwaltungsangelegenheiten per abzuwickeln. Eine knappe Mehrheit der Kommunen plant zudem, Neubürgern und neu ange- siedelten Unternehmen bei Verwaltungsangelegenheiten Fall-Manager zur Seite zu stellen. Sie sollen ihnen Behördengänge erleichtern oder ganz abnehmen. Der Grund für die Zurückhaltung bei der Umsetzung der Richtlinie ist in vielen Behörden vor allem der große Abstimmungsbedarf: Einheitliche Standards für Bund, Länder und Gemeinden sind noch rar; die Zuständigkeiten zwischen den Verwaltungsebenen sind gegenwärtig noch sehr stark miteinander verwoben. Allerdings haben rund 38 Prozent der Städte und Gemeinden Foto: Stian Iversen zumindest mit konkreten Planungen begonnen. Knapp 30 Prozent der befragten Verwaltungen setzten immerhin teilweise Maßnahmen um. Die größte Herausforderung für die Verwaltungen ist dabei, die internen Abläufe an die neuen Anforderungen anzupassen. 43 Prozent der Befragten nennen als großes Hindernis das Fehlen entsprechender technischer Lösungen. Hier stehen die notwendigen Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene noch aus. Vor einer ähnlich großen Herausforderung stehen die Behörden beim Bestimmen eines einheitlichen Ansprechpartners. Offen ist insbesondere, wer diesen stellen wird. Insgesamt überwiegt in den meisten Städten der Plan, eine separate Stelle für die Funktion des einheitlichen Ansprechpartners einzurichten. 42 Prozent der befragten Kommunen sprechen sich dafür aus, ein Backoffice einzurichten, um per oder Telefon Anfragen zu bearbeiten. Für die technische Umsetzung planen die Städte und Gemeinden umfangreiche Investitionen in die IT-Systemlandschaft. Bereits heute nutzt die große Mehrheit der Städte ein Intranet für elektronische Abläufe. Dies allein genügt nicht. Deshalb wollen 87 Prozent der Kommunen mit Workflow-Management- sowie Content- Management-Systemen ihre Verwaltungsabläufe beschleunigen und über das Internet zur Verfügung stellen. Damit Bürger und Unternehmen auch Zahlungsvorgänge online abwickeln können, setzen rund sieben von zehn Befragten künftig Payment-Systeme ein. Großstädte sind hier Vorreiter bei der Umsetzung: Sie wollen deutlich mehr E- Government-Software einsetzen als mittlere oder Kleinstädte. Uneinigkeit herrscht hinsichtlich der Frage, wer die Umsetzung der Richtlinie in den Kommunen übernehmen soll. 44 Prozent der befragten Städte und Gemeinden haben die Verantwortung ihrer IT-Verwaltung oder einem externen IT-Dienstleister übertragen. Nur in 29 Prozent der befragten Kommunen befasst sich das Hauptamt federführend mit den Aufgaben. Ein Fünftel der Kommunalverwaltungen machen das Projekt EU-Dienstleistungsrichtlinie zur Chefsache. Hier liegt die Verantwortung beim Bürgermeister der Gemeinde. Generell hat die Digitalisierung der Behördendienstleistungen keine Sonderstellung vor anderen Projekten. 15 Prozent der befragten Kommunen 1/08 20

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