Der Replikationszyklus Virusreplikation kann in 8 Phasen eingeteilt werden

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1 1MULTIPLICATION

2 Der Replikationszyklus Virusreplikation kann in 8 Phasen eingeteilt werden Anlagerung -Anheftung -Adsorption Eindringen -Penetration Freisetzung der viralen Nukleinsäuren -Uncoating Expression -Transkription Replikation -Translation Zusammenbau -Replication Reifung -Assembly Ausschleussung -Release 2

3 Der Replikationszyklus Es handelt sich um eine mehr oder weniger willkürliche Unterteilung, die zur einfacheren Erklärung des Replikationszyklus eines nichtexistenten typischen Virus dienen soll. Unabhängig vom jeweiligen Wirt, durchlaufen alle Viren diese Stadien annäherungsweise während ihrer Replikation. Nicht alle der hier beschriebenen Schritte sind erkennbar für jeden Virustyp vorhanden, oft gehen sie fließend ineinander über oder laufen fast zeitgleich ab. 3

4 Injection Injektion der of Nucleic Acid Nukleinsäure VIRUS Virus- PARTICLES Partikel Nukleus Nucleus MICRO VILLUS COATED PIT LYSOSOME Lysosom FUSION OF VIRAL Membran AND LYSOSOMAL MEMBRANE Fusion von viraler und Lysosomaler EJECTION Nukleokapsids OF NUCLEOCAPSID Ausschleussung des 4

5 ANHEFTUNG (Attachment) EINDRINGEN UNCOATING Wirtszell- FUNCTIONS Funktionen REPLIKATION Transcription Translation VIRAL Viraler LIFE CYCLE Lebenszyklus ASSEMBLY (MATURATION) (Reifung) Freisetzung 5

6 Genom-Replikation & Gen-Expression Die Replikationsstrategie eines beliebigen Virus hängt von der Art seines genetischen Materials ab. Viren können in sieben Gruppen eingeteilt werden ein Schema dazu wurde zuerst von David Baltimore 1971 vorgeschlagen. Anfänglich enthielt diese Klassifikation nur sechs Gruppen, sie wurde jedoch um die Gruppe der Hepadna- und Caulimoviren erweitert, die eine spezielle Art der Genom-Replikation aufweisen. 6

7 Baltimore - Klassifikationssystem Klasse I: Doppelsträngige DNA Klasse II: Einzelsträngige (+) DNA Klasse III: Doppelsträngige RNA Klasse IV: Einzelsträngige (+) RNA Klasse V: Einzelsträngige (-) RNA Rhabdoviridae Papovaviridae, Adenoviridae, Herpesviridae, Poxviridae Parvoviridae Reoviridae Picornaviridae, Caliciviridae, Flaviviridae, Togaviridae, Coronaviridae (i) Segmentiert: Orthomyxoviridae (i) (ii) Nicht-segmentiert: Klasse VI: Einzelsträngige (+) RNA mit DNA als Zwischenstufe Retroviridae Klasse VII: Doppelsträngige DNA mit RNA als Zwischenstufe Hepadnaviridae, Caulimovirus 7

8 Klasse I: doppelsträngige DNA Diese Klasse kann in zwei Untergruppen unterteilt werden: A) Die Replikation findet ausschließlich im Nukleus statt. Die Replikation dieser Viren hängt im wesentlichen von zellulären Faktoren ab. B) Die Replikation findet im Zytoplasma statt (Poxviridae). Diese Viren haben die notwendigen Faktoren zur Transkription & Replikation ihrer Genome entwickelt (oder sich angeeignet) und sind deswegen relativ unabhängig von zellulären Proteinen. 8

9 DNA-VIREN brauchen mrnas für die Protein-Herstellung Der Wirt besitzt eine DNA-abhängige RNA Polymerase, und alle anderen Proteine, die zur Herstellung von richtig modifizierter mrna nötig sind müssen ihre DNA replizieren Der Wirt hat eine DNA Polymerase, plus zusätzliche Proteine, die zur Replikation der DNA nötig sind DIESE MASCHINERIE BEFINDET SICH IM NUKLEUS Pockenviren replizieren im Zytoplasma und müssen deswegen alle diese Funktionen mitbringen 9

10 z.b. PAPOVAVIREN klein (40-60nm) icosahedrales Kapsid hauptsächlich VP1 etwas VP2, VP3 nicht behüllt ds DNA (zirkulär) assoziiert mit Histonen 0 human papillomavirus Murray Fig

11 Papovaviren Klasse I: doppelsträngige DNA Anlagerung und Eintritt Replikation frühe Expression Zusammenbau Freisetzung (Latenz) späte Expression 11

12 LATENTER und LYTISCHER ZYKLUS FRÜHE PHASE PROTEINE, DIE ZUR DNA REPLIKATION BENÖTIGT WERDEN REGULATORISCHE PROTEINE OFT PROTEINE, DIE DIE WIRTSZELLE VERÄNDERN NUR LYTISCHER ZYKLUS SPÄTE PHASE DNA REPLIKATION NEUE STRUKTUR PROTEINE 13

13 SV 40 Virus: EINIGE WICHTIGE MERKMALE: frühe und späte Funktionen multiple Verwendung derselben DNA Sequenz multifunktionale Proteine kleines Genom - wenige Proteine Wirtszelle stellt zur Verfügung DNA Synthese-Apparat RNA Synthese -Apparat Histone

14 15 nur LYTISCHER ZYKLUS SPÄTE PHASE DNA REPLIKATION NEUE STRUKTURPROTEINE Replikation ist bidirektional (Es existieren zwei Replikationsgabeln pro zirkulärem DNA Genom und die Replikation läuft über einen Führungs- und einen nachfolgenden Strang ( leading/lagging strands, Okazaki Fragmente, DNA Ligase, etc.) ab. Dieser Prozess der DNA Replikation ist sehr ähnlich zu dem, der in der Wirtszelle vor sich geht das ist nicht erstaunlich, da das Virus hauptsächlich die Wirtszellmaschinerie benutzt, ausser was das T Antigen betrifft. Histone der Wirtszelle komplexieren die neu synthetisierte DNA.

15 16 II) ss DNA Viren: Beispiel: Parvovirus

16 einzelsträngige DNA Die Replikation findet im Zellkern statt, als Zwischenprodukt entsteht ein doppelsträngiges Intermediat, das als Matrize zur Synthese des Endproduktes, nämlich einzelsträngiger DNA dient. Anlagerung und Eindringen Zusammenbau / Reifung Freisetzung 17

17 PARVOVIRUS Drei Gattungen Parvovirus Dependovirus (adeno-assoziiertes Virus) Erythrovirus Nicht behülltes (nacktes) icosahedrales Kapsid, 20 25nm linear, ss DNA, 5 kb Parvovirus: verpackt ausschließlich negativ-strang-dna Andere Gattungen verpacken beide, positiv und negativsträngige DNA Einzigartiger Mechanismus der DNA Replikation bindet die Enden der Genome ein. 18

18 19 AUTONOMES PARVOVIRUS

19 Replikation des autonomen Parvovirus -er DNA Strang 20

20 21 Replikation des autonomen Parvovirus

21 22 Replikation des autonomen Parvovirus

22 23 Replikation des autonomen Parvovirus

23 24 Replikation des autonomen Parvovirus

24 25 Replikation des autonomen Parvovirus

25 26 Replikation des autonomen Parvovirus

26 Replikation des autonomen Parvovirus Endonuclease 27

27 28 Replikation des autonomen Parvovirus

28 Replikation des autonomen Parvovirus Nur ( ) DNA Stränge sind verpackt, weil nur ( ) DNA Stränge vorhanden sind! 29

29 30 EXKURS: RNA-VIRUS STRATEGIEN

30 RNA-VIRUS STRATEGIEN RNA -> RNA RNA-abhängige RNA Polymerase RNA -> DNA RNA-abhängige DNA Polymerase - reverse Transkriptase WIRTSZELL-DNA -> RNA DNA-abhängige RNA Polymerase 31

31 ALLE TIER- RNA-VIREN KODIEREN FÜR EINE POLYMERASE 32

32 UM m-rna HERZUSTELLEN (+ve) = PLUS (POSITIV) STRANG RNA GENOM = INFEKTIÖSES GENOM (+ve) strängige mrna AAA 33

33 UM m-rna HERZUSTELLEN (-ve) MINUS (NEGATIV) strängiges RNA GENOM RNA Polymerase muss in Virion gepackt werden. (+ve) sense mrna AAA Falls benötigt, sind RNA modifizierende Enzyme im Virion* verpackt. (-ve) sense genomische RNA 34 (* Ein Viruspartikel außerhalb von Zellen bezeichnet man als Virion)

34 UM m-rna HERZUSTELLEN Doppel-strängige RNA Genome RNA Polymerase muss im viralen Partikel verpackt sein. (+ve) sense mrna AAA Falls benötigt, sind RNA modifizierende Enzyme im Virion. Doppel-strängige genomische RNA 35

35 UM m-rna HERZUSTELLEN RETROVIREN Reverse Transkriptase muss im viralen Partikel verpackt sein. DS DNA DS DNA +VE RNA 36

36 RNA Viren, die keine DNA-Phase haben Genom RNA-abhängige RNA Polymerase Infektiösität der RNA Erster Vorgang in der Zelle (Transkriptase) im Virion Plussträngige RNA Nein infektiös Translation Negativsträngige RNA Ja Nicht infektiös Transkription Doppelsträngige RNA Ja Nicht infektiös Transkription 37

37 RETROVIREN Genom RNA-abhängige RNA Polymerase Infektiösität der RNA Erster Vorgang in der Zelle (Transkriptase) in Viruspartikel Plus-strängige RNA Ja Nicht-infektiös Reverse Transription 38

38 III) ds RNA Viren: Beispiel: Reovirus 39

39 Reovirus Replikation: ds RNA Virus Segmentierte Genome 40

40 Reovirus Segmentierte Genome Endocytose Eindringen Anlagerung +RNA für neue Partikel +RNA Bildung Jedes Segment wird separat transkribiert, um individuelle, monocistronische mrnas herzustellen. Primär- Transkription -RNA Synthese Freisetzung 41

41 ISVPs Reoviren: Zwei Kapside Ein äusseres und ein inneres-kapsid Reovirus Virion oder Viruspartikel infektiöses, intaktes Partikel, (äusseres-kapsid, inneres- Kapsid und virales RNA Genom) Während natürlicher Infektion Virus dringt in den Darm ein Teilweise abgebaut durch intestinale Proteasen Struktureller Übergang zu einem infectious subviral particle (ISVP). ISVPs Haben äusseren Kapsid-Proteine (sigma-3) verloren Haben lange Spikes, die aus den Kapsid-Scheitelpunkten (vertices) herausragen 42

42 Neue genomische RNA die generierten (+) RNA Stränge sind teilweise NICHT gecapped verpackt in den neu translatierten viralen Proteinen. Es ist nicht bekannt wie das Virus sicherstellt, dass jedes Partikel eine Kopie der 11 verschiedenen (+) strängigen RNAs bekommt. verpackte (+) strängige RNA Wird als Matrize zur Zweitstrang-Synthese der ( ) genomischen RNA benutzt 43

43 Hinweis auf Verpackung Reovirus Spinne". Reovirus wurde fixiert (schonendes crosslinking, Lyse des Virus and teilweise Denaturierung der ds RNA. Ergebnis: mindestens 7 der 10 Reovirus RNA-Segmente haben spezifische Sequenzen, die sich an die noch vorhandenen reoviralen Proteine binden. 44

44 Replikation: ds RNA Virus Primäre Transkription im viralen core Mithilfe der viruskodierten RNA abh. RNA Pol. Nur der (-) Strang wird transkribiert Die gecappte RNA wird ins Zytoplasma freigegeben Proteine werden synthetisiert Pre-core wird gemacht (+) RNA wird auch als genomische Information verwendet (+) genomische RNA wird zu (-) RNA transkribiert 45

45 IV) ss+ RNA Beispiel: Poliovirus 46

46 47 Replikation: +ssrna Virus

47 SYNTHESE VIRALER PROTEINE Die im Poliovirus Virion enthaltene RNA funktioniert wie eine RNA, besitzt aber nicht die methylierte Cap- Struktur, wie sie eukaryotische m-rna hat. Stattdessen hat sie ein "ribosome landing pad" (internal ribosome entry site, IRES), die es den Ribosomen erlaubt, trotzdem an sie zu binden. 48

48 Translation: +ssrna Virus Genom = mrna Picornaviren haben eine IRES Struktur Cap-unabhängiger Mechanismus 49

49 Translation: +ssrna Virus Picornaviren haben eine IRES Struktur IRES (Internal ribosomal Entry Site) 50

50 Post-translationale Prozessierung Die m-rna wird zu einem einzigen Polypeptid (Polyprotein) translatiert, das danach geschnitten (prozessiert) wird. Dies geschieht co-translationell, das heisst an der entstehenden Polypeptidkette und zwar durch viruskodierte Proteasen. Prozessierungs-Produkte sind z.b.: Eine RNA Polymerase (Replikase) Strukturkomponenten des Virions Proteasen 51

51 52 Translation & Prozessierung: +ssrna Virus

52 RNA Replikation Jetzt stehen also neu gemachte virale Proteine zur Verfügung, die bei der Replikation helfen. Die Virale RNA Polymerase schreibt plus-strängige genomische RNA in komplementäre minus-strang RNA um: 53

53 RNA Replikation Jetzt stehen also neu gemachte virale Proteine, die bei der Replikation helfen zur Verfügung. Die Virale RNA Polymerase schreibt plus-strängige genomische RNA in komplementäre minus-strang RNA um: 54

54 1. Die virale RNA Polymerase kopiert plus-strängige genomische RNA in die komplementäre minus-strang RNA: 55

55 RNA Replikation Für diesen Vorgang braucht man: VPg (oder ein Vorläuferprotein, das VPg enthält) RNA Polymerase (Replikase) Wirtsproteine VPg funktioniert vermutlich als Primer für die RNA Synthese, dies würde erklären, warum es an allen 5' Enden neu synthetisierter RNAs vorhanden ist. 56

56 RNA Replikation: +ssrna Virus VPg primer?? 57

57 RNA Replikation Die neuen Minus-Stränge dienen als Template zur Synthese von neuen Plus-Strängen. Wieder werden RNA Replikase und VPg gebraucht. VPg ist an die 5' Enden der neuen plus-strängigen RNA gebunden (wie oben dient es vermutlich als Primer). 58

58 59 2. Die neuen Stränge mit minus-orientierung dienen als Template für die neuen Stränge mit plus- Orientierung

59 5 5 REPLIKATION DES GENOMS PLUS-STRÄNGIGER RNA VIREN (+) (+) 3 Parental (+) Strang 3 Protein Synthesis 5 3 (-) (+) (-) (-) 3 5 Minus Strand Synthesis (Stage 1) Plus Strand Synthesis (Stage 2) (+) (+) 60 Progeny (+) Strands

60 5 5 REPLIKATION DES GENOMS PLUS-STRÄNGIGER RNA VIREN (+) (+) 3 Parental (+) Strang 3 Protein Synthese 5 3 (-) (+) (-) (-) 3 5 Minus Strand Synthesis (Stage 1) Plus Strand Synthesis (Stage 2) (+) (+) 61 Progeny (+) Strands

61 5 5 REPLIKATION DES GENOMS PLUS-STRÄNGIGER RNA VIREN (+) (+) 3 Parental (+) Strang 3 Protein-Synthese 5 3 (-) (+) (-) (-) 3 5 (-) Strang- Synthese (Phase 1) Plus Strand Synthesis (Stage 2) (+) (+) 62 Progeny (+) Strands

62 REPLIKATION DES GENOMS PLUS-STRÄNGIGER RNA VIREN 5 5 (+) (+) 3 Parental (+) Strand 3 Protein Synthese 5 3 (-) (+) (-) (-) 3 5 Minus Strang Synthese (Phase 1) Plus Strang Synthese (Phase 2) (+) (+) 63 Nachkommen (+) Stränge

63 RNA REPLIKATION virale RNA Polymerase (Replikase) Ebenfalls involviert: Wirtszellfaktoren als akzesorische Proteine neue (+) Stränge verpackt Templates für weitere Replikation Templates für weitere Translation (nach Entfernen von VpG) 64

64 V) ss-rna z.b Rhabdovirus 65

65 Capping und Polyadenylierung Das multifunktionelle Enzyme, das vom sogenannten L Protein kodiert wird, ermöglicht das 5' capping. Die Polyadenylierung erfolgt über eine sogenannte "polymerase slippage" an jeder nicht-kodierenden intergenen Sequenz 66

66 Zusammenfassung Die mrnas sind gecapped, methyliert, und polyadenyliert. Da es sich um zytoplasmatische, negative-strängige RNA Viren handelt, befinden sich die Enzyme für die m-rna Synthese und Modifikation im Virus. 67

67 (+) Strang RNA Synthese des ( ) ssrna Virus 5 5 (+) (-) (-) (+) 3 3 Eltern (-) Strang PLUS STRAND SYNTHESIS (Stage 1) 3 (+) (-) (-) (+) 5 PROTEIN SYNTHESIS 5 MINUS STRAND SYNTHESIS (Stage 2) 3 68 Progeny (-) Strands

68 +ve Strand RNA Synthese des ( ) ssrna Virus 5 5 (+) (-) (-) (+) 3 3 Parental (-) Strand PLUS STRANG SYNTHESE (Stadium 1) 3 (+) (-) (-) (+) 5 PROTEIN SYNTHESIS 5 MINUS STRAND SYNTHESIS (Stage 2) 3 69 Progeny (-) Strands

69 TRANSLATION 5 5 (+) (-) (-) (+) 3 3 Parental (-) Strand PLUS STRANG SYNTHESE (Phase 1) 3 (+) (-) (-) (+) 5 PROTEINSYNTHESE 5 MINUS STRAND SYNTHESIS (Stage 2) 3 70 Progeny (-) Strands

70 Translation m-rnas werden auf Wirtszell-Ribosomen translatiert. Alle 5 Proteine werden gemacht. Es gibt keine Unterscheidung zwischen frühen und späten Funktionen 71

71 Replikation Das Virus beginnt die Replikation nach der Synthese des N Proteins das es ermöglicht, die Polyadenylierungs- und Capping- sowie des intergenischen Transkriptions-Terminations- Signals zu ignorieren, Produziert den komplementären positiv-strang der genomischen RNA. Dieser positive-strang dient als Template, von dem aus die neuen Genome gemacht werden 72

72 73 Replikation

73 WECHSEL VON DER TRANSLATION ZUR REPLIKATION (+) (+) (-) (-) (-) (-) (+) (+) Parental (-) Strang PLUS STRANG-SYNTHESE (Stadium 1) PROTEINSYNTHESE 5 Vermittelt durch N-protein MINUS STRANG SYNTHESE (Stadium 2) 3 74 Progeny (-) Strands

74 5 5 3 REPLIKATION DER GENOME VON EINEM MINUS STRANG RNA VIRUS (+) (+) (-) (-) (-) (-) (+) (+) Parental (-) Strand PLUS STRANG-SYNTHESE (Stadium 1) PROTEINSYNTHESE 5 MINUS STRANG SYNTHESE (Stadium 2) 3 75 Nachkommen (-) Stränge

75 Neu-synthetisierte ( ) Strang RNAs Neue (-) Strang RNA Genome werden auch mit N-Protein gecoated (= ummantelt, eingehüllt). Neue negative Stränge können: i. Als Vorlage für die Synthese von weiteren volle-länge (+) Strängen benutzt werden ii. Als Vorlage für die Synthese mehrerer mrnas verwendet werden. iii. In Viruspartikel verpackt werden 76

76 Assembly Das Virus wird in zwei Phasen wieder zusammengebaut: Die erste Phase findet im Zytoplasma statt, wo sich die neuen (+) Strang RNA Genome mit N Proteinen assoziiert haben Und nachfolgend mit Polymerase-Proteinen L und NS, das Nukleocapsid zu bilden Die Interaktion zwischen dem M Protein und den durch Plasmamembrane-Glycoprotein G-modifizierten Bereichen führt dazu, dass sich das Nucleocapsid zurück in seine kondensierte Form verändert In der zweiten Phase, wird das Nukleocapsid an der Plasmamembran behüllt und freigesetzt. 77

77 ZUSAMMENBAU Zell-Aussenseite Zelle-Innenseite Polymerase 78

78 VI) ss+rna mit DNA als Zwischenstufe z.b. Retroviren 79

79 Vereinfachter HIV-Lebenszyklus neuer Virus- Partikel knospt von der Zelle Virale Anheftung an der Zelle neue Viruskomponenten sammeln sich an der Zelloberfläche neue virale RNA neue virale Proteine RNA Kopien werden Gemacht und verlassen den Zellkern Das virale Kapsid (core) tritt in die Zelle ein und seine RNA wird in DNA umgewandelt Zellkern Virale DNA tritt in den Nukleus ein und rekombiniert mit der Wirtszell-DNA 80

80 Klasse VI: + einzelsträngige RNA mit DNA Intermediat: Retrovirus Lipid-Doppelmembran (gp120) (gp41) Matrixprotein (p17) Protease Reverse Transkriptase Kapsidprotein (p24) Integrase Nucleokapsidprotein (p7) 81

81 Retrovirale Replikation Adsorption an spezifischen Rezeptor Freisetzung Zusammenbau des Kapsids Knospung 82

82 Zentrales Dogma der Biologie Reverse Transkription 83

83 84

84 RNA Template Strang Finger Polymerase-Domäne (synthestisiert den DNA- Strang) Daumen Bewegungs- Richtung des Enzyms RNAse H aktive Domäne Neuer DNA Strang 85

85 86

86 Schnitt am 3 Ende Bindung der Ziel-DNA Strang Transfer Auffüllen der Lücke 87

87 Nicht-integrierte virale DNA Zielsequenz in der Wirtszell-DNA Integriertes Provirus 88

88 90

89 VII) ds DNA mit RNA als Zwischenstufe z.b. Hepadnaviren (Hepatitis B Virus), Caulimovirus (Pflanzenvirus) 91

90 VII) ds DNA mit RNA als Zwischenstufe 1. Twisted Virus-DNA Drei Lücken in der DNA an defin. Stellen: eine im (-) strang zwei im (+) strang 2. Supercoiled DNA, Minichromosom Transkriptionstemplate Expression durch zwei Promotoren kontrolliert (P) einmal für genomische 35S RNA + subgenom. 19S RNA 3. 35S RNA Template für Translationn und Reverse Transkript. 92

91 Virus-Rezeptoren Virus-Rezeptoren fallen unter verschiedene Klassen, z.b.: Immunoglobulin-ähnliche Moleküle membran-assoziierte Rezeptoren Transmembran-Transporter & Kanäle Allen gemeinsam ist, dass diese Rezeptoren von den Zellen nicht als Rezeptoren für Viren vorgesehen wurden Viren haben sich diese Moleküle, die zelluläre Funktionen besitzen als Rezeptoren zu eigen gemacht 93

92 Virus-Rezeptoren Die Pfeile deuten auf virale Anlagerungs-Stellen hin: Poliovirus-Rezeptoren CD4: HIV Karzinoembryonales Antigen MHV (Coronavirus ICAM-1: die meisten Rhinoviren VLA-2 Integrin: Echo Viren LDL Rezptoren: einige Rhinoviren Aminopeptidase N: Coronaviren Sialinsäure (auf Glykoproteinen: Influenza, Reovirus, Rotavirus Kationische Aminosäure- Transporter: Murines Leukämievirus Natrium-abhängige Phosphat- Transporter: Gibbonleukämievirus 94

93 Rezeptoren Anwesenheit determiniert das Wirtsspektrum Anlagerung ist anfänglich oft reversibel Rezeptoren sind NORMALE zelluläre Proteine Nur wenige Rezeptoren sind charakterisiert Sie führen in den meisten Fällen zu IRREVERSIBLEN ÄNDERUNGEN viraler Proteine Co-Rezeptoren können beteiligt sein 95

94 HIV benutzt den CD4 Rezeptor Eintritt in die Zelle T4 (CD4+) Zellen als Hauptziel Menschliche HeLa Zellen Menschliche HeLa Zellen transfiziert mit dem CD4 Antigen nicht-infiziert infiziert 96

95 Eindringen Das Eindringen in die Zielzelle geschieht normalerweise innerhalb kurzer Zeit nach der Anheftung des Virus an seinen Rezeptor in der Zellmembran Anders als bei der Anheftung, ist das Eindringen in die Zielzelle meist energieverbrauchend, d.h. die Zelle muss dafür metabolisch aktiv sein. Es gibt hier zwei Hauptmechanismen: Direkte Fusion Endozytose 97

96 Behüllte Viren können auch über Endozytose aufgenommen werden VIRUS PARTIKEL MICRO VILLUS COATED PIT LYSOSOM FUSION DER VIRALEN UND LYSOSOMALEN MEMBRAN AUSSCHLEUSSUNG DES NUCLEOCAPSIDS 98

97 Endozytisches Recycling Kompartiment Endosom (frühe Phase) Endosom (spätephase) Lysosom Trans Golgi Netzwerk 100

98 Bindung an der Zelloberfläche angesäuertes Endosom Nicht-behülltes Adenovirus Bindung an den Porenkomplex des Kerns Kapsid-Abbau, DNA Import 101

99 Zusammenfassung behüllte Viren Eintritt durch direkte Fusion an der Zellmembran Beispiel: HIV Eintritt durch Endozytose Beispiel: Influenza nicht-behüllte Viren Entritt durch Endozytose Beispiel: Polio 102

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