Ergebnisse der Bildungsdokumentation. Tagung der Schüler- und Bildungsberater 2. Oktober 2012 Hubert Metzler

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1 Ergebnisse der Bildungsdokumentation Tagung der Schüler- und Bildungsberater 2. Oktober 2012 Hubert Metzler

2 Antworten auf Fragen zu einem Zeitpunkt Wie verteilen sich die Schüler/innen eines Jahrgangs auf die Schularten? Wie viele Schüler/innen sind aufstiegsberechtigt? Wie viele Schüler/innen haben ein, zwei, mehr als zwei Nicht genügend? Wie viele Schüler/innen sind zur Wiederholungsprüfung angetreten? Wozu? Zum Setzen pädagogischer Maßnahmen Zur Steuerung der Bildungspolitik

3 Die Bildungsdokumentation zeichnet den Bildungsweg einzelner Individuen anonymisiert auf Damit erhält man Antworten auf wichtige bildungspolitische Fragestellungen Wer wiederholt eine Klasse? Wer bricht eine Ausbildung ab? Wer wechselt die Ausbildung? Wie lange dauert der Weg zur Matura? Wer beginnt ein Hochschulstudium?

4 Wesentlicher bildungspolitischer Schritt Bildungsdokumentationsgesetz BGBl. I 12/2002, 8. Jänner 2002 und dazugehörende Verordnung BGBl. II 499/2003, 24. Oktober 2003 Erste Erhebung im Schuljahr 2003/04 Nach Anlaufschwierigkeiten jetzt guter Meldungsstand Ab Schuljahr 2008/09 erfolgt die Datenmeldung direkt an die Statistik Austria

5 Persönliche Daten Sozialversicherungsnummer -> wird verschlüsselt Geburtsdatum, Geschlecht, Wohnort Alltagssprache, Staatsbürgerschaft Schulerfolg im Vorjahr Schulform, Schulstufe, Schulerfolg, Nicht genügend, Wiederholungprüfungen angetreten/bestanden Fremdsprachen, Abschlussprüfungen Ausbildungsstand im aktuellen Jahr Schulform, Schulstufe, Aufsteiger/Repetent/Quereinsteiger

6 Die Meldung erfolgt automatisiert aus den Schülerverwaltungsprogrammen Volksschulen, Sonderschulen Hauptschulen, AHS Polytechnische Schulen AHS Oberstufen, Berufsbildende mittlere und höhere Schulen Berufsschulen Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen

7 Statistik Austria Landesstatistik Landesschulräte Auswertungen Sind ziemlich aufwändig Erfolgen anonymisiert und akkumuliert Werden genau dokumentiert

8 Die Daten sind zwar anonymisiert, aber personalisiert. Daher können Bildungsverläufe analysiert werden z.b.: Bildungsstand eines Geburtsjahrganges Bildungsverlauf eines Schuljahrganges einer Schulform Wege zur Matura eines Geburtsjahrganges Wege nach der Matura eines Geburtsjahrganges Auswertungen nach regionalen Gesichtspunkten

9 Auf Basis der gesammelten Daten hat die Statistik Austria etliche Auswertungen vorgenommen und veröffentlicht Etwa das Dokument Bildung in Zahlen 2009/10 Pressekonferenz, Wien, 8. März 2011 Daraus einige bemerkenswerte Beispiele

10 Dr. Konrad Pesendorfer Generaldirektor Mag. Regina Radinger DirektionBevölkerung Wien 8. März 2011 Bildung in Zahlen 2009/10 Struktur des österreichischen Bildungswesens Wir bewegen Informationen

11 Nach Beendigung der Schulpflicht Jugendliche ohne weitere Ausbildung nach Vollendung der Schulpflicht % 16 15, , ,4 1,6 7,8 2,0 6,9 1,2 6,1 1,0 5,8 5,8 5,7 5,1 männlich weiblich deutsch nichtdeutsch 10,0 Ohne weitere Ausbildung 2007/08 Abschluss der Sekundarstufe I nicht erreicht Abschluss der Sekundarstufe I erreicht Insgesamt Geschlecht Umgangssprache in % der 14-Jährigen 2006/071) Q: STATISTIK AUSTRIA, Schulstatistik. - 1) 14-jährige Schülerinnen und Schüler (Alter zum Stichtag 1. September 2006) im Schuljahr 2006/ Folie26

12 Ausbildungsverlauf AHS Oberstufe Ausbildungsverlauf der Neueinsteiger 2006/071) in der AHS-Oberstufe2) % ,6 7,7 6,4 3,5 11,7 8,2 5,2 13,6 9, , ,3 76,6 71, im 1. Jahr im 2. Jahr im 3. Jahr im 4. Jahr Abbruch der schulischen Ausbildung Wechsel in eine andere Ausbildung (auch innerhalb der AHS-Oberstufenformen) in gleicher Ausbildung - mit Klassenwiederholung(en) 3) in gleicher Ausbildung - ohne Klassenwiederholung Q: STATISTIK AUSTRIA, Schulstatistik. - 1) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 neu in Einstiegsklassen der AHS-Oberstufe (5. Klasse) übergetreten sind. - 2) Ohne AHS für Berufstätige. - 3) Wiederholung mindestens einer Klasse nach Einstieg in die AHS-Oberstufe Folie27

13 Ausbildungsverlauf BHS % 100 Ausbildungsverlauf der Neueinsteiger 2006/071) an BHS2) 2,1 3,4 4,7 14,0 80 6,2 20,4 23,7 9,4 9, , ,7 66,8 61, im 1. Jahr im 2. Jahr im 3. Jahr im 4. Jahr Abbruch der schulischen Ausbildung Wechsel in eine andere Ausbildung (auch innerhalb der BHS-Formen) in gleicher Ausbildung - mit Klassenwiederholung(en) 3) in gleicher Ausbildung - ohne Klassenwiederholung Q: STATISTIK AUSTRIA, Schulstatistik. 1) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 neu in Einstiegsklassen einer berufsbildenden höheren Schule (I. Jahrgang) übergetreten sind. 2) Ohne Sonderformen wie Aufbaulehrgänge, Kollegs oder Schulen für Berufstätige; inkl. höhere Schulen der Lehrer- und Erzieherbildung. 3) Wiederholung mindestens einer Klasse nach Einstieg in die BHS Folie28

14 Ausbildungsverlauf 3 jährigebms Ausbildungsverlauf der Neueinsteiger 2006/071) an 3-jährigen BMS2) % 100 6,8 10,5 13, ,8 7, ,0 31,1 8,0 33,6 6,3 Abbruch der schulischen Ausbildung ,4 50,4 46,6 im 1. Jahr im 2. Jahr im 3. Jahr im 4. Jahr Wechsel in eine andere Ausbildung (auch innerhalb der BMS-Formen) in gleicher Ausbildung - mit Klassenwiederholung(en) 3) in gleicher Ausbildung - ohne Klassenwiederholung erfolgreiche Absolvierung der Abschlussklasse Q: STATISTIK AUSTRIA, Schulstatistik. 1) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 neu in Einstiegsklassen einer 3-jährigen berufsbildenden mittleren Schule (1. Klasse) übergetreten sind. 2) Ohne Sonderformen wie Werkmeisterschulen, Lehrgänge oder Schulen für Berufstätige. 3) Wiederholung mindestens einer Klasse nach Einstieg in die 3-jährige BMS Folie29

15 Abbrecher unter den Neubeginnern an einer 3-jährigen BMS 2006/07 Herkunft Anzahl Vorarlberg Abbruch Summe über 4 Jahre Vorarlberg Abbruch Summe über 4 Jahre Österreich Gesamt ,4% 48,6% HS ,9% 47,5% AHS 19 42,1% 34,8% PTS 87 52,9% 62,7% BHS 19 47,4% 41,0% Andere 72 52,7% 52,7%

16 Verlustraten AHS Oberstufe Abbruch der AHS-Oberstufe1) (kumuliert) nach schulischer Herkunft % 70 65, , , bis zu Beginn des 12,2 7,4 21,0 12,0 25,7 15,2 2. Jahres 3. Jahres 4. Jahres Hauptschule 2) AHS-Unterstufe 2) Wiederholer 3) Q: STATISTIK AUSTRIA, Schulstatistik. - 1) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse der AHS-Oberstufe (ohne AHS für Berufstätige) besucht hatten und in den folgenden Jahren in eine andere schulische Ausbildung wechselten oder ihre schulische Ausbildung abbrachen. - 2) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse der AHS-Oberstufe erstmals besucht hatten. - 3) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse der AHS-Oberstufe wiederholt hatten Folie30

17 Verlustraten BHS Abbruch der BHS-Ausbildung1) (kumuliert) nach schulischer Herkunft % ,5 69, ,2 26,1 30, ,5 0 bis zu Beginn des 15,5 Hauptschule 2) 12,1 7,6 AHS-Unterstufe 2) Wiederholer 3) 2. Jahres 3. Jahres 4. Jahres Q: STATISTIK AUSTRIA, Schulstatistik. - 1) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse einer BHS (ohne Sonderformen wie Aufbaulehrgänge, Kollegs oder Schulen für Berufstätige; einschl. höhere Schulen der Lehrer- und Erzieherbildung) besucht hatten und in den folgenden Jahren in eine andere schulische Ausbildung wechselten oder ihre schulische Ausbildung abbrachen. - 2) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse der BHS erstmals besucht hatten. - 3) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse der BHS wiederholt hatten Folie31

18 Verlustraten BMS Abbruch der BMS-Ausbildung1) (kumuliert) nach schulischer Herkunft % ,1 71, bis zu Beginn des 32,0 51,2 46,3 42,2 29,4 32,7 20,6 2. Jahres 3. Jahres 4. Jahres Hauptschule 2) AHS-Unterstufe 2) Wiederholer 3) Q: STATISTIK AUSTRIA, Schulstatistik. - 1) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse einer drei- oder 4-jährigen BMS (ohne Sonderformen wie Werkmeisterschulen, Lehrgänge oder Schulen für Berufstätige) besucht hatten und in den folgenden Jahren in eine andere schulische Ausbildung wechselten oder ihre schulische Ausbildung abbrachen. - 2) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse der BMS erstmals besucht hatten. - 3) Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2006/07 die Einstiegsklasse der BMS wiederholt hatten Folie32

19 Weichenstellungen und Selektionen im Bildungssystem Folie14

20 Weichenstellungen und Selektionen im Bildungssystem Folie15

21 Welche Beiträge zur Verbesserung der Situation können erbracht werden? Von den Schüler- und Bildungsberatern? Von den Zubringerschulen? Von den Zielschulen? Von der Schulbehörde? Von der Schulpolitik?

22 Anmeldung für das Schuljahr 2013/14 Änderungen in WAS auf Grund der Einbindung der Neuen Mittelschule in das Regelschulwesen Anpassung der Bewertung der Noten im Chancenrechner Berechtigungen der Abgänger/innen Übertritt von der AHS in die Neue Mittelschule Aktualisiert bis 8. Oktober

23 Punkte in WAS Noten AHS Noten HS LG I (5) LG II (5) LG III Noten NMS Vertiefte Allgemeinbildung Grundlegende Allgemeinbildung 3 4 5

24 Grundvoraussetzung: Positiver Abschluss der 4. Klasse NMS in allen Pflichtgegenständen Positive Beurteilung in der Zweiten lebenden Fremdsprache Deutsch, Englisch und Mathematik beurteilt nach der vertieften Allgemeinbildung Realgymnasium Positiver Beurteilung im natur- wissenschaftlich/technischen Angebot Deutsch, Englisch und Mathematik beurteilt nach der vertieften Allgemeinbildung Übertritt in die 9. Schulstufe Recht (Aufnahmegarantie) Gymnasium P T S Berechtigung (Reihung nach Punkten) ja nein ja ja ja ja ja nein ja ja ja ja ja ja Beurteilung in Deutsch, Englisch und Mathematik nach der vertieften Allgemeinbildung *) nein nein ja ja ja ja ja O R G B H S B M S E W F Beurteilung in Deutsch, Englisch oder Mathematik nach der grundlegenden Allgemeinbildungmit höchstens Befriedigend **) nein nein ja mit AP mit AP ja ja Positive Beurteilung in allen Pflichtgegenständen nein nein ja mit AP mit AP mit AP Ja

25 Informationen für Erziehungsberechtigte zum Übertritt in die 5. bzw. 9. Schulstufe Informationen zum Ablauf der Anmeldung Reihungsformulare: Bildungsangebote für die 5. und 9. Schulstufe Chancenrechner für die 9. Schulstufe Gesetzliche Voraussetzungen für den Übertritt Anmeldung in einem anderen Bundesland

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