Kapitel 14 IT Governance III

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1 Kapitel 14 IT Governance III Strategie und Führung FS 2011 Dr. Jana Köhler 1

2 Fragen zu Teil II? + 3 Framework Elemente Strukturen Prozesse (Kommunikations) Beziehungen 6 Archetypische Entscheidungsmuster Governance Arrangements Matrix + 2

3 Agenda Heute IT Portfolio Management DHL Fallstudie Portfolio Management Neue Herausforderungen Cloud Computing Aufgabe: Nicolas Carr: IT Doesn't Matter Zusammenfassung 3

4 IT Portfolio Management als grundlegender Ansatz (nach Ross, MIT Open Courseware 2009) Sämtliche Aufwendungen für Technologie, Services, Information, Menschen, Outsourcing Neue Programme & Initiativen zur Unterstützung der Geschäftsziele Neue Aufwendungen zum Erhalt der aktuellen IT Systeme Konkrete Projekte zur Umsetzung der Programme Aufwendungen zum Betrieb der aktuellen IT Funktionen 4

5 4 Arten von IT Aktiven (Assets) Informationssysteme: Alle Informationssysteme für die Entscheidungsfindung, Planung, Buchhaltung, Kontrolle, Kundenbeziehungen Infrastruktur: Grundlage der allgemein verfügbaren IT Services, umfasst Technik und Menschen (Datenbanken, Netzwerke, Helpdesk, ) Information Transaktionen Infrastruktur Strategische Systeme: Eröffnen Eintritt in neue Märkte, ermöglichen neue Produkte oder Dienstleistungen Transaktionssysteme: Automatisierung von Prozessen, Kostenreduktion, Volumenerhöhung Ein Projekt kann alle 4 Arten von Aktiven betreffen 5

6 IT Projekte als Investment Portfolio Präzisere Information Bessere Kontrolle Verbesserte Integration Höhere Qualität Schnellere Zyklen Kostenkontrolle Höheres 27 % Transaktionen Volumen Business Integration und Infrastruktur 47 % Flexibilität Reduzierte IT Grund- Kosten Standardisierung 6 13 % 13 % Information Strategisch % der IT Kosten von 1113 Unternehmen, MIT CISR Studie, 2007 Innovationen Marktpositionierung Bessere Kundenbeziehungen Höherer Umsatz Wettbewerbsvorteile Wertsteigerung der Produkte/Dienstleistungen

7 Unterschiedliche Risiken und Erfolgsaussichten Information Strategisch Transaktionen Infrastruktur basierend auf 147 Unternehmen, MIT CISR Studie, 2002 (teilweise inklusive Daten von ) 7

8 Mehr Information IT Infrastructure Library (ITIL) Modul SSM Service- & Systems Management Hauptfokus auf IT Management Gute Quelle für Metriken und Verständnis von Best Practices für IT Strukturen und Prozesse Control Objectives for Information and related Technology (COBIT) Controlling-Instrumentarium im Rahmen der IT- Governance ISO / 9000 / / CMMI 8

9 Cobit IT Maturity Model Angelehnt an Capability Maturity Model Integration (CMMI) 6 Stufen 1. Non-existent 2. Initial / Ad-hoc 3. Repeatable but intuitive 4. Defined Process 5. Managed and Measurable 6. Optimized 9

10 Aufgabe 10: Portfolio Management Todd Datz: Portfolio Management Done Right, CIO Magazine, May 2003 Datei: DHL.pdf Lesen Sie die DHL Fallstudie aus dem Artikel zum Portfolio Management I. Welches sind die wichtigsten Aktivitäten, um erfolgreiches Portfolio Management aufzubauen? II. Wie verändern sich die Entscheidungen bezügl. durchgeführter IT Projekte? 10

11 Die Bedeutung der IT wächst "In the twenty-first century, IT governance is, within the broader corporate governance context, critical for all organizations. Those without an IT governance strategy face significant risks; those with one perform measurably better. " Alan Calder, IT Governance Pocket Guide, ITG Publishing,

12 Die Globale Informationsgesellschaft 70 % der Arbeitskräfte in den Industriestaaten haben eine höhere Qualifikation Nutzen IT direkt für ihre Arbeit Information und Wissen erschöpfen sich nicht durch Gebrauch Wissensteilung ermöglicht Zugang zu mehr Information Wissensintensive Produkte treiben den Markt Zeit und Ort spielen keine Rolle mehr Virtuelle Organisationen arbeiten rund um den Globus im 24*7 Rhythmus 12

13 Entscheidende Werte eines Unternehmens in der Informationsgesellschaft (nach Calder) Intellektuelles Kapital: Menschen und Wissen im Unternehmen Prozesse & die Fähigkeit auf Veränderungen zu reagieren Aussenbeziehungen zu Partnern, Kunden, Konkurrenten 13

14 5 aktuelle Triebkräfte hinter IT Governance (nach Calder) 1. Suche nach einem Wettbewerbsvorteil 2. Ausrichtung von IT Projekten auf die Wertgenerierung im Hinblick auf strategische Unternehmensziele 3. Kapitalmarkt-Regulierung & rechtliche Anforderungen Erweiterte Berichtspflichten z.b. in Basel II 4. Umsetzung rechtlicher Regelungen zum Umgang mit Informationen und zum Schutz privater Daten 5. Zunahme von Risiken für intellektuelles Kapital und IT Information als entscheidender Wettbewerbsfaktor 14

15 Die Herausforderungen Bedeutung wächst Mehr Bedrohungen & Risiken 13 % 13 % Information Strategisch Transaktionen Infrastruktur Wettbewerbsvorteile Aber 50 % scheitern Steigende 27 % Berichtspflichten Mehr Monitoring 47 % notwendig % der IT Kosten von 1113 Unternehmen, MIT CISR Studie, 2007 Kostendruck Commodities 15

16 Trends und Technologien im Informationsmanagement Management unstrukturierter Informationen Informationsmanagement Information Retrieval Semantic Analysis Content Trans-lingual Management Metadata Speech Technologies Visualization Database Media Analysis Information Integration Social Network Analysis Business Activities Kommunikation und multimodaler Austausch zwischen Menschen Kooperation im Unternehmen 16

17 "Consumerization and Democratization" der IT 17

18 Konstante Herausforderung: Legacy Maintenance 80% der IT Systeme laufen auf Legacy Plattformen 200 Mrd. aktive Codezeilen auf mehr als Mainframe sites (International Data Corp.) Meist unternehmenskritisch Bis zu 85-90% eines IT Budgets entfallen auf den Betrieb und die Wartung von Legacy Systemen Quelle: Zoufaly, developer.com,

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20 3 Antworten 1) Service-Orientierung 2) Externalisierung 3) Virtualisierung 20

21 1) Service-Orientierung der IT Service-Orientierte Architekturen (SOA) SOA Governance im SOA Teil des Moduls behandelt 21

22 2) Externalisierung der IT (Outsourcing) 22

23 3) Virtualisierung und Cloud Computing Hauptmerkmale 1. Service-basiert 2. Leistung automatisch angepasst an Bedarf 3. Verteilt und mehrfach genutzt 4. Abrechnung nach Nutzung 5. Internet-Technologie basiert 23

24 Spektrum der Cloud Services 24

25 Cloud ist "Sexy" für das Business Reagiert schnell Niedrige Fixkosten Service-basiert Einfache Nutzung Interne IT kann besser auf das Business fokussieren Innovationen der Cloud Anbieter spannend für das eigene Business 25

26 Alles in die Cloud? 26 Gartner, 2010

27 Viele Offene Fragen Cloud Standards? Stabilität der Anbieter? Kontrolle über die Daten? Neue IT Kompetenzen? Cloud service architects, cloud orchestration specialist, service owner, cloud capacity manager, IT financial/costing analyst Cloud Governance? 27

28 Diese Governance Fragen sollten Sie sich stellen! 28

29 1. Wer im Unternehmen kauft externe Cloud Services ein? 2. Sind die Einkäufer juristische Vertreter des Unternehmens? 3. Wer prüft die Verträge? 4. Welches Recht kommt zur Anwendung bei Problemen? 5. Welches Preismodell ist gut für Ihr Unternehmen? 29

30 6. Wo sind die Daten und wie steht es um Datenschutz und Zugriff? 7. Wieviel Zeit bleibt, wenn sich ein Cloudservice ändert? 8. Wieviel Zeit haben Sie, wenn der Service verschwindet? 9. Was ist zu tun, wenn Sie den Cloudanbieter wechseln wollen? Geht es überhaupt? Wieviel wird es kosten? 10.Welche Informationswege, Entscheidungsprozesse, Eskalationsmechanismen bestehen mit dem Cloudanbieter? 30

31 11.Wie sichern Sie Transparenz? 12.Was heisst Backup in der Cloud? 13.Haben Sie den Zugriff auf alle Informationen um Berichtspflichten und Audits erfüllen zu können? 14.Wissen Sie, welche anderen Cloudanbieter Ihr Vertragspartner involviert hat? 15.Wer haftet für Schäden? 31

32 Nicolas Carr IT doesn't matter 32

33 Aufgabe 9: Nicolas Carr: IT Doesn't Matter Nicolas Carr: IT Doesn't Matter, Harvard Business Review, May 2003 Dokument: Carr.pdf I. Womit vergleicht Carr die IT? Ist diese Analogie gerechtfertigt oder nicht? Begründen Sie Ihre Haltung? II. Worin besteht die Kernthese von Carr? III. Welcher Unterschied besteht zwischen proprietären und Infrastruktur- Technologien? IV. Welche Kriterien nennt Carr dafür, dass der "Buildout" der IT erreicht ist? Stimmen Sie seiner Einschätzung zu? Warum oder warum nicht? V. Im Abschnitt "From Offense to Defense" werden 6 Strategien genannt, wie sich IT Anwender verhalten sollten. Welche sind das? VI. Am Ende des Dokuments finden sich Aussagen zur Auswirkung auf die IT Berufslandschaft. Was halten Sie davon? 33

34 Test: Wissen Sie es?. 34

35 Zusammenfassung IT Governance: Entscheidungsbefugnisse und Verantwortlichkeiten in Bezug auf die IT Weill/Ross 1-5 Strukturen Prozesse (Kommunikations) Beziehungen 35

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