Architekturmanagement zwischen Kundenorientierung und Standardisierung bei der Landeshauptstadt München

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1 Architekturmanagement zwischen Kundenorientierung und Standardisierung bei der Landeshauptstadt München Referent: Dr. Dirk Gernhardt Landeshauptstadt München München, 21 Januar 2014

2 Dr. Dirk Gernhardt Dr. Dirk Gernhardt ist seit 2010 Leiter IT-Architekturmanagement beim ITDienstleister der Landeshauptstadt München Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen EAM, Technische Standardisierung und Innovationsmanagement. Vorher war er viele Jahre als Seniorberater Anwendungsarchitektur für große Automobilhersteller tätig und setzte Projekte in den Bereichen SOA, Master Data Management, Geschäftsprozessmodellierung, Requirements Engineering und Innovationsmanagement um. 2

3 Agenda Die Landeshauptstadt München und ihre IT Aktueller Stand und Rahmenbedingungen unseres EAM-Projektes EAM und Technische Standards EAM und Anforderungsmanagement EAM und Konfigurationsmanagement EAM und Application Lifecyclemanagement Erfolgsfaktoren und Ausblick 3

4 München attraktive Stadt mit moderner Verwaltung Fast 1,4 Millionen Menschen leben in München. Die Landeshauptstadt ist eine der wenigen deutschen Wachstumsregionen. Rund 37 Prozent der Münchner Bürgerinnen und Bürger haben einen Migrationshintergrund, 24 Prozent besitzen keinen deutschen Pass. Die LHM beschäftigt rund Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon sind ca Führungskräfte. Das Haushaltsvolumen beläuft sich auf 5,5 Milliarden Euro. Münchens Personalhaushalt umfasst 1,6 Milliarden Euro. Die LHM ist in 12 Referaten und 6 Eigenbetrieben organisiert. Die Stadt ist an mehr als 100 Unternehmen direkt oder indirekt beteiligt. 4

5 Die LHM bietet Bürgern und Unternehmen ca. 200 Produkte an 5

6 Die Neustrukturierung der IT-Organisation macht die IT transparenter und effizienter 20 neue Stellen für Facharchitekten Was braucht der Kunde? 16 x dika Geschäftsprozessunterstützung durch IT Anforderungsmanagement fachlich-technische Dienste Service-Desk Eine IT 20 neue Stellen für IT-Architekten Wie stelle ich die IT zur Verfügung? Planung, Bereitstellung & Betrieb von Informationstechnik Kommunikationstechnik STRAC Wie bekomme ich das alles zusammen? IT-Strategie der LHM für alle drei Häuser 6

7 Seit existiert der ITDienstleister für die LHM Kommunaler Eigenbetrieb 550 Beschäftigte 4 Geschäftsbereiche Anwendungen (Plan, Build) IT-Infrastruktur (Plan, Build) Betrieb (Run) Kaufmännischer Bereich Eigene Strategieabteilung inklusive IT-Architekturmanagement 7

8 Die Anwendungsbebauung und die IT-Infrastruktur sind heterogen Anwendungsbebauung ~ 450 Fachanwendungen Alte Make-Lösungen in Natural SAP im Rechnungswesen, Personalmanagement und Facility Management Neue Anwendungen mit Javaund Web-Technologien Buy-Anteil steigt ~200 Fachanwendungen inkl. IT-Infrastruktur werden aus den Referaten zum Dienstleister übernommen IT-Infrastruktur ~ 1000 physische und virtuelle Server virtualisierte Server-Plattform mit RHEL und Vmware ESX Oracle DBMS LiMux-Arbeitsplätze ~ Windows-Arbeitsplätze ~ Windows-PCs in Schulen 8

9 IT-Architekten haben bei uns 3 Arbeitsschwerpunkte Testcenter Virtualisierung SoftwareVerteilung SoftwareProduktionsstraße Neue Netzwerktopologie Configuration Management IdentityManagement kundenübergreifende Fachthemen RBS Lösungen für Kunden IT-Architekt Release Management IT-Strategie SOZ KULT PLAN MSE BAU KOM RAW DIR KVR SKA AWM POR RGU 9

10 Agenda Die Landeshauptstadt München und ihre IT Aktueller Stand und Rahmenbedingungen unseres EAM-Projektes EAM und Technische Standards EAM und Anforderungsmanagement EAM und Konfigurationsmanagement EAM und Application Lifecyclemanagement Erfolgsfaktoren und Ausblick 10

11 Ziel der 1. Stufe unseres Projektes ist eine Erhöhung des EAM-Reifegrads 2.0 1,x Quelle: Hanschke Enterprise Architecture Management einfach und effektiv, Carl-Hanser-Verlag München

12 Der erste Schritt war ein gemeinsames Meta-Modell für die gesamte IT 12

13 Die Definition der Zuständigkeiten hat den Einstieg erleichtert Der Schmetterling FachFACHarchitektur Architektur gemeinsam ITArchitektur FacharchitektenBoard ITArchitektur IT-ArchitektenBoard Architekten-Board 13

14 Derzeit kümmern wir uns um die IstBebauung, in Zukunft auch um die Plan- und Ziel-Bebauung Service Portfolio Technical Service Catalogue Business Service Catalogue Ziel-Bebauung CMDB u b au e B Ist-Bebauung ng e lini t h sric un Ziele Plan-Bebauung n zipie n i r dp c he S t a Technis ndards Vorhabensplanung Strategieentwicklung 14

15 Agenda Die Landeshauptstadt München und ihre IT Aktueller Stand und Rahmenbedingungen unseres EAM-Projektes EAM und Technische Standards EAM und Anforderungsmanagement EAM und Konfigurationsmanagement EAM und Application Lifecyclemanagement Erfolgsfaktoren und Ausblick 15

16 IT-technische Standards helfen bei der Vergabe Ausgangslage Nicht an einer Stelle dokumentierte Rahmenbedingungen für die ITInfrastruktur führen zu individuellen Vergabekriterien pro Vergabe. Zu strenge Vergabekriterien führen oft zur Aufhebung des Vergabeverfahrens. Zu lasche Vergabekriterien führen oft zu Projektverzögerungen und hohen Betriebskosten, da die IT-Infrastruktur erweitert werden muss. Ansatzpunkt für das Architekturmanagement IT-Architekten für IT-Infrastruktur verantworten die Rahmenbedingungen für die Vergabe. IT-Architekten für Anwendungen verantworten die Einhaltung der Rahmenbedingungen in IT-Vorhaben. 16

17 Standard-IT-Infrastruktur wird dann eingesetzt, wenn die fachlichen Anforderungen erfüllt werden können Marktanalyse Fall 1 Lösungen erfüllen fachliche Anforderungen 3 Lösungen sind standardkonform Mindestens 3 Anbieter erfüllen die fachlichen Anforderungen und sind konform zur IT-Infrastruktur Nur standardkonforme IT-Infrastruktur wird zugelassen geringere IT-Kosten Weniger als 3 Anbieter erfüllen die fachlichen Anforderungen und sind konform zur ITInfrastruktur Nicht-standardkonforme IT-Infrastruktur wird soweit zugelassen, dass mindestens 3 Angebote nicht ausgeschlossen werden Marktanalyse Fall 2 Lösungen erfüllen fachliche Anforderungen <3 Lösungen sind standardkonform 17

18 Der Freigabestatus für die IT-Infrastruktur sorgt für zielgerichtetes Arbeiten Ausgeschlossen Unter Beobachtung Obligatorisch Geplant Abzulösen Geduldet vergaberelevant 18

19 Die technischen Standards inkl. Freigabestatus werden in unserem EAM-Tool dokumentiert 19

20 Agenda Die Landeshauptstadt München und ihre IT Aktueller Stand und Rahmenbedingungen unseres EAM-Projektes EAM und Technische Standards EAM und Anforderungsmanagement EAM und Konfigurationsmanagement EAM und Application Lifecyclemanagement Erfolgsfaktoren und Ausblick 20

21 Der stadtweite Anwendungskatalog im EAM-Tool ist eine erste Schnittstelle zwischen Business und IT Service Strategy Service Design Service Transition Service Operation GPM GPM IstGeschäftsprozesse Neue Fachanwendung EAM EAM Neue Fachanwendung IstIT-Infrastruktur CMDB CMDB 21

22 Die Make-Buy-Use-ComposeEntscheidung ist der wichtigste Meilenstein für die IT-Architektur 5 22

23 Eine möglichst frühe Dokumentation der mbuc-entscheidung bringt Planungssicherheit Zu einer Fachanwendung sollte möglichst früh dokumentiert werden, welche Anwendungsplattform, Server-Plattform und Datenbank eingesetzt werden und ob es Abhängigkeiten zum Client gibt. Außerdem sollten Schnittstellen so früh wie möglich genannt werden. 23

24 Auch die Anwendungsplattformen werden im EAM-Tool dokumentiert 24

25 Agenda Die Landeshauptstadt München und ihre IT Aktueller Stand und Rahmenbedingungen unseres EAM-Projektes EAM und Technische Standards EAM und Anforderungsmanagement EAM und Konfigurationsmanagement EAM und Application Lifecyclemanagement Erfolgsfaktoren und Ausblick 25

26 EAM unterstützt Planung und Strategie, die CMDB die operativen Prozesse Incident- und Problemmanagement Service Strategy Service Design Mit welchen IT-Infrastrukturdomänen müssen wir uns befassen? (z.b. Portale, Integrationsplattformen) Welche IT-Infrastrukturelemente setzen wir in Zukunft ein? (z.b. Oracle 12 c, Windows 8 für Clients) Welche IT-Infrastrukturelemente lösen wir ab? (z.b. SLES, Oracle 9, Windows XP, ) Welche Fachanwendungen werden abgelöst? Welche Fachanwendungen müssen auf eine andere ITInfrastruktur gehoben werden? Welche neuen oder bestehenden Fachanwendungen nutzen zukünftig welche ITInfrastrukturelemente? Service Transition Ohne IstBebauung keine Strategie IT-Architekturmanagement Service Operation Welche Softwarepakete von Fachanwendungen laufen auf welchen Instanzen von IT-Infrastrukturelementen? Welche Softwarepakete von Büroanwendungen laufen auf welchen konkreten Clients?... Konfigurationsmanagement 26

27 EAM ist der Master für Fachanwendungen, IT-Plattformen, IT-Infrastrukturdomänen und IT-Infrastrukturelemente Konfigurationsmanagement Architekturmanagement <<IT-Infrastrukturdomäne>> Serverbetriebssystem <<Server-Plattform>> MIA / RHEL # 1.1 <<Fachwendung>> FELIX Plan <<IT-Infrastrukturelement>> RHEL # 6.3 <<IT-Infrastrukturdomäne>> Datenbank <<IT-Infrastrukturelement>> Oracle Database 11g Neue Fachanwendungen Neue IT-Infrastrukturdomänen und -elemente IstBeziehungen <<System: Fachanwendung>> FELIX <<Fachanwendung-Instanz>> <<Fachanwendung-Instanz>> <<Fachanwendung-Instanz>> FELIX-developement FELIX-konsolidierung FELIX-produktiv <<Serveranwendung>> <Name> Ist <<ServerBetriebssystem>> <Name> <<Typ>> RHEL 6.3 <<Datenbank>> <Name> <<Typ>> Oracle Database 11g 27

28 Wichtige Auswertungen werden im Wiki für alle IT-Schaffenden publiziert <Wiki-Liste> 28

29 Agenda Die Landeshauptstadt München und ihre IT Aktueller Stand und Rahmenbedingungen unseres EAM-Projektes EAM und Technische Standards EAM und Anforderungsmanagement EAM und Konfigurationsmanagement EAM und Application Lifecyclemanagement Erfolgsfaktoren und Ausblick 29

30 Die Klasse Fachanwendung ist ein Master Datum Master Data represents the business objects that are shared across more than one transactional application. This data represents the business objects around which the transactions are executed. This data also represents the key dimensions around which analytics are done. Master data creates a single version of the truth about these objects across the operational IT landscape. (Master Data Management, An Oracle White Paper, September 2011) WriterWriterWriterDokumente Dokumente Dokumente ArgoUML ADONIS SAP Solman valuemation Codeim imsvn SVN Code Code im SVN TestLink iteraplan Glaubt jmd., dass wir alle Daten zu einer Calc-Sheets Calc-Sheets FachCalc-Sheets anwendung an einer Stelle dokumentieren? Wikis Wikis Wikis 30

31 Wir haben viele ALM-Merkmale der Fachanwendung in das EAM-Tool aufgenommen Im EAM-Tool werden die wesentlichen Beziehungen und Merkmale einer Fachanwendung dargestellt. Die Komponentenverantwortung wird im EAM-Tool festgelegt. Auf detaillierter Dokumentationen wird verwiesen. 31

32 Die Dokumentation erfolgt zuerst in der Breite und geht dann stufenweise in die Tiefe Breite Tiefe Stufe wer Attribute abgestimmt ITA eindeutiger Name, Kurzbeschreibung, auftraggebendes und nutzende Referate / Eigenbetriebe, Betreiber, Art der Anwendung, Teil des Anwendungskatalogs eingeschätzt KV Anzahl Anwender, Termin der ersten Produktivsetzung, Komplexität, Link zum Servicekatalog, Link zur Doku, Herkunft, Lizenzmodell, Pflege, Wartungsende, Frontend, Datenablage, Authentifizierung, Autorisierung Infrastruktur geklärt eingesetzte Anwendungsplattform(en), Server(plattform), Datenbank Schnittstellen erfasst Schnittstellen zu anderen Anwendungen Strategisch bewertet ITA Referate / Eigenbetriebe Produktiv-bis, Planungsvorlauf 32

33 Der Aufbau des Anwendungskatalogs wird durch ein Qualitätsmerkmal verfolgt 33

34 Im EAM dokumentieren wir die Lifecycle-Planung der IT-Infrastruktur 34

35 Agenda Die Landeshauptstadt München und ihre IT Aktueller Stand und Rahmenbedingungen unseres EAM-Projektes EAM und Technische Standards EAM und Anforderungsmanagement EAM und Konfigurationsmanagement EAM und Application Lifecyclemanagement Erfolgsfaktoren und Ausblick 35

36 Erfolgsfaktoren EAM für die Definition technischer Standards Konzentration auf den gemeinsamen stadtweiten Anwendungskatalog Einbinden der Komponentenverantwortlichen und der mittleren Management-Ebene Agiles Vorgehen beim Aufbau des Anwendungskatalogs (EAMTeam legt vor, Komponentenverantwortlicher übernimmt) Festlegung des EAM-Tools als Master für Fachanwendungen, Domänen und IT-Infrastrukturtypen Hubschrauberperspektive (miles wide, inch deep) Unterstützung des Lifecyclemanagements Grafische und tabellarische Online-Auswertungen 36

37 Es gibt noch viele Herausforderungen, bei denen EAM hilfreich sein wird 37

38

39 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Herr Dr. Dirk Gernhardt Landeshauptstadt München Leiter IT-Architekturmanagement Herzogspitalstraße München

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