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1 Liebe Leser, liebe Leserinnen, mit dem AMNOG wird es zu einer grundlegenden Neuordnung im Arzneimittelmarkt kommen. Frühbewertung und Nutzen-Dossier spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Anforderungen an eine erfolgreiche Markteinführung innovativer Arzneimittel steigen daher enorm. Im Rahmen der INSIGHTs Einblicke berichten wir schwerpunktmäßig zu Kosten-Nutzen-Bewertungen und Preisfestsetzungen. Weitere Beiträge finden Sie zu den Themen: Lebenszyklus eines Produktes, Apothekenabverkaufsdaten sowie Homöopathie. Viel Spaß beim Lesen! Ihre Petra Exner Inhalt Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz - AMNOG Kosten-Nutzen-Bewertungen und Preisfestsetzungen im neuen Gewand? Vortragsreihe: Münchner Runde : der Lebenszyklus eines Produktes 3 Apothekenabverkauf Weekly: Neue Distributionskennziffern Homöopathie-Streit ohne Substanz 2 IH-GALAXY die neue Generation Gesundheitsinformationen von INSIGHT Health. Gesundheitsdaten weltweit rund um die Uhr verfügbar.

2 Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz - AMNOG Kosten-Nutzen-Bewertungen und Preisfestsetzungen im neuen Gewand? Mit dem AMNOG muss der Nutzen neu eingeführter Wirkstoffe nachgewiesen werden. Hierzu ist vom pharmazeutischen Unternehmen ein Nutzen-Dossier ( 35a SGB V) vorzulegen. Nur bei anerkanntem Nachweis eines Zusatznutzens seitens des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kommt es im Anschluss zu Vereinbarungsgesprächen zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem pharmazeutischen Unternehmen über einen Erstattungsbetrag ( 130b). Sollte dabei keine Einigung erfolgen, wird ein Schiedsspruch erforderlich, und ein Erstattungsbetrag wird auf Basis europäischer Vergleichspreise festgelegt. Für Arzneimittel ohne nachgewiesenen Zusatznutzen wird das Arzneimittel einer Festbetragsgruppe zugeführt bzw. die Erstattungshöhe auf den Preis vergleichbarer Medikamente begrenzt. Abweichend oder ergänzend zu dem skizzierten Verfahrensweg sind Verträge (nach 130c) zwischen Krankenkassen und pharmazeutischen Herstellern möglich. Auch Kosten-Nutzen-Bewertungen durch das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen), die u. a. die Ergebnisse von zwischen G-BA und Hersteller vereinbarten Versorgungsstudien berücksichtigen sollen, haben bei diesem neu aufgesetzten Verfahrensweg den Charakter einer optionalen und nachgelagerten Kann -Klausel ( 35b). Auswirkungen des AMNOG auf die Preisfestsetzung Zusatznutzen? Markteinführung +3 Mon. +6 Mon. Dossier zu Nutzen und Kosten ( 35a) Nutzenbewertung durch G-BA ( 35a) Dossier vorgelegt? FB-fähig? Freie Preisfestsetzung für 1. Jahr Festbetrag Rabatt ohne Mehrkosten ggü. Vgl.-therapie +3 Mon. + max. 3 Jahre Abweichend oder ergänzend: Verträge von Kassen mit p.u. ( 130c) Vereinbarungen zw. GKV-SV + p.u. ( 130b) Kosten-Nutzen-Bewertung durch IQWiG, ggf. unter Berücksichtigung möglicher Versorgungsstudien zwischen G-BA und p.u. ( 35b) Einigung? Schiedsspruch ( 130b) Rabatt Rabatt auf Basis europ. Vergleichspreise Rabatt 2

3 Für mehr Informationen zu den Auswirkungen des AMNOG vgl. den Beitrag von INSIGHT Health Rabattverträge im Vorfeld des AMNOG, in: Monitor Versorgungsforschung 0/2010, S (Download unter publikationen). Gern unterstützen wir Sie auch bei Ihrer Vorbereitung auf diese neuen rechtlichen Rahmenbedingungen. Ihre Ansprechpartner: Christian Bensing 06126/955-29) Dr. André Kleinfeld 06126/955-6) Vortragsreihe: Münchner Runde : der Lebenszyklus eines Produktes Der Anspruch von INSIGHT Health ist es, ihren Kunden neue Lösungsansätze im Bereich Markt- und Versorgungsforschung sowie Vertriebssteuerung zu bieten. Darauf bezog sich auch ein Referat, welches zusammen mit unseren Partnern GFD ( und direkt und online ( im Rahmen der Vortragserie Münchner Runde gehalten wurde: Der Lebenszyklus eines Produktes. Am Beispiel eines imaginären Produktes in einem realen ATC-Markt wurden aus Sicht des Kunden die Herausforderungen einer gelungenen Lebenszyklusstrategie aufgezeigt. Unterschiedliche Zeitpunkte im Leben eines Produktes erfordern unterschiedliche Strategien. Für alle Lebenszyklen bietet INSIGHT Health passende innovative Services an, die bei der Optimierung des Marketingeinsatzes unabdingbar sind. Ein Beispiel ist der Service Patienten Tracking, der für Fragestellungen im Bereich Rx und OTC zu verschiedenen Phasen eines Produktlebens Lösungen bietet. Ein weiterer Service, unsere nationalen und regionalen Wochendaten, geben Einblicke zur Launchphase wie auch zu anderen Zeitpunkten. So liefern sie zum Beispiel beim Markteintritt von Generika genaue zeitnahe Hinweise auf die aktuellen Marktgeschehnisse. Die Vortragsreihe stieß bei den Teilnehmern auf sehr großes Interesse, bei Rückfragen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Ihr Ansprechpartner: Jürgen Rost 06126/955-69) 3

4 Apothekenabverkauf Weekly: Neue Distributionskennziffern Seit Ende letzten Monats haben wir unseren Service Apothekenabverkauf Weekly um weitere Distributionskennzahlen ergänzt. Bislang standen zur Bewertung des wöchentlichen Verkaufserfolgs von OTC- und Rx-Produkten die führende sowie verkaufende Distribution zur Verfügung. Ab sofort können auch die führende Distribution ohne Lager sowie die gewichtete Distribution verkaufend ausgewiesen werden. Die führende Distribution ohne Lager gibt einen Überblick über den prozentualen Anteil der öffentlichen Apotheken, die eine entsprechende Handelsform führen; d.h. die entsprechende PZN muss von der öffentlichen Apotheke im Betrachtungszeitraum mindestens einmal eingekauft (Pharmagroßhandel oder Hersteller direkt) und/oder verkauft worden sein. Im Gegensatz zur führenden Distribution wird hierbei nicht berücksichtigt, ob die Ware bereits auf Lager liegt. Die gewichtete Distribution verkaufend zeigt an, welche Umsatzbedeutung die verkaufenden Apotheken insgesamt am Markt haben. Die Gewichtung erfolgt anhand des gesamten Umsatzes der Apotheke. Ferner können diese Kennzahlen nicht nur wie bislang auf PZN-Ebene aufgeführt werden, sondern auch auf Basis von Produktsummen. Mithilfe der wöchentlichen Abverkaufsdaten werden bereits ab dem dritten Arbeitstag nach Ablauf der Woche (Mittwoch bis Dienstag) die wöchentlichen Abverkäufe der öffentlichen Apotheken zeitnah zur Verfügung gestellt. Ihre Ansprechpartnerin: Simona Schaber 06126/955-1) Homöopathie-Streit ohne Substanz Zur Versachlichung der (Sommerloch-)Debatte um eine Erstattung homöopathischer Leistungsangebote durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat INSIGHT Health eine Marktanalyse durchgeführt. Danach entfallen drei Viertel des Umsatzes mit homöopathischen Arzneimitteln auf die Selbstmedikation ohne Rezept, ein Fünftel entfällt auf die private Krankenversicherung und nur ein Zwanzigstel auf die GKV. Die Homöopathika bilden folglich einen typischen OTC-Markt. Ein detaillierterer Blick auf Umsätze und Verordnungen fördert zwei interessante Aspekte zu Tage. Erstens vereinen die umsatzstärksten 50 Prozent der Apotheken bereits 80 Prozent des Umsatzvolumens im Homöopathikamarkt auf sich. Offensichtlich sind das Einkaufsverhalten der Apotheken und das Konsumverhalten der Verbraucher sehr he

5 heterogen verteilt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Zweitens zeigt sich auch bei den Homöopathika-Verordnungen in der GKV eine heterogene Verteilung. So lassen sich die Kassen deutlich unterscheiden in solche mit einer Versichertenklientel, die eine hohe Neigung zur Homöopathie haben, und solche mit einer eher gering ausgeprägten Homöopathie-Affinität. In den Zahlen dürften sich auch das Angebotsprofil der Kassen und die Kommunikation der entsprechenden Angebote gegenüber den Versicherten widerspiegeln. Lesen Sie mehr unter Ihr Ansprechpartner: Thomas Moormann 030/ ) IMPRESSUM INSIGHT Health GmbH & Co. KG Auf der Lind 10 D Waldems-Esch Persönlich haftende Gesellschafterin: INSIGHT Health Management GmbH, Sitz Waldems-Reichenbach, AG Wiesbaden HRB Geschäftsführer: Roland Lederer (Vorsitzender), Petra Exner, Torsten Roos ( ) 5

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