Schriftliche Vordiplomprüfung Betriebsökonomie FH Serie D

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1 Schriftliche Vordiplomprüfung Betriebsökonomie FH Serie D Fach: Zeit: Rechnungswesen I 180 Minuten Punkte: 100 Name, Vorname: Studiengang / evtl. Klasse: Erster Prüfungsversuch Erste Wiederholung Zweite Wiederholung (bitte ankreuzen) Erreichte Punkte Note: Die Note wird vom Rektorat eingetragen. Bitte kontrollieren Sie, ob Sie das vollständige Aufgabenset erhalten haben. Anzahl Seiten (inkl. Deckblatt): 13 Seiten Hilfsmittel Gemäss separat abgegebenem Informationsblatt zum jeweiligen Prüfungsfach (Fach/Prüfungsrelevanter Stoff/Stoffabgrenzungen/Zugelassene Hilfsmittel) Hinweise - Schreiben Sie auf jedes Blatt Ihren Namen und beschriften Sie die Lösungsblätter immer einseitig. - Sollten Sie zusätzliche Blätter benötigen, verwenden Sie das von der AKAD zur Verfügung gestellte Papier. - Lösungen ohne Namen sowie unleserliche Schrift können nicht bewertet werden. - Benutzen Sie bitte keinen Bleistift. - Bitte stellen Sie das Natel ab! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Seite 1 von 13

2 Aufgabe 1 Kalkulatorische Abschreibungen ( 8 Punkte) Der Anschaffungswert einer Maschine beträgt Fr. 2'500'000.. Die Nutzungsdauer beträgt 8 Jahre. Mit der Maschine sollen 5' Leistungseinheiten generiert werden. In der Finanzbuchhaltung werden 30% des Restwertes abgeschrieben. Die Maschine soll hälftig linear nach Zeit und hälftig nach Leistungseinheiten abgeschrieben werden. Es werden die folgenden Leistungseinheiten geplant: Jahre 1 bis 3 je Jahre 4 bis 6 je Jahre 7 und 8 je Ermitteln Sie für die Jahre 1 bis 4 den jeweiligen Restwert Ende Jahr (FIBU und BEBU), die betreffenden Abschreibungen sowie die Veränderung und den Bestand der stillen Reserven (Differenz zwischen Restwert FIBU und Restwert BEBU). Beträge auf ganze Zahlen runden. Seite 2 von 13

3 Aufgabe 2 Kalkulatorische Zinsen (10 Punkte) Bilanz Aktiven Passiven TSFr. TSFr. TSFr. TSFr. Flüssige Mittel Kreditoren Debitoren Abzahlungen Kunden Vorräte Hypotheken Maschinen Eigenkapital Immobilien Delkredere 8 12 Wertberichtigungen Maschinen TOTAL Das Delkredere ist um 100% überbewertet Die Vorräte sind um 50% unterbewertet Bei den Immobilien handelt es sich um eine selber genutzte Halle von 100 und um eine fremdvermietete Liegenschaft von 400 Der kalkulatorische Zinsfuss beträgt 8%. Umlaufsvermögen und Anlagevermögen sind mit dem mittleren Restwert (Durchschnittswert der Periode) zu bewerten. Aufgabe 2.1 Berechnen Sie die kalkulatorischen Zinsen vom betriebsnotwendigen Vermögen Aufgabe 2.2 Wie hoch ist das betriebsnotwendige Kapital, wenn sowohl das betriebsnotwendige Vermögen als auch das Abzugskapital vom mittleren Restwert/ vom Durchschnittswert der Periode berechnet werden? Aufgabe 2.3 Berechnen Sie die kalkulatorische Zinsen vom betriebnotwendigen Kapital, wenn der Zins für die betrieblich notwendige Hypothek von 100 zum effektiven Bankzins von 5% gerechnet werden soll. Seite 3 von 13

4 Aufgabe 3 Preis-/Absatzmengenfunktionen (8 Punkte) Aufgabe 3.1 Berechnen Sie anhand der nachstehenden Informationen die Menge, bei welcher der maximale Gewinn erzielt werden kann K = 2' x P = - 1/100 x + 50 Berechnen Sie die Menge, bei der der Gewinn am höchsten ist. Aufgabe 3.2 Berechnen Sie den Grenzumsatz bei 1'500 Stück (1'500 1'501) Aufgabe 3.3 Bezeichnen Sie auf der nachstehenden Grafik die markierten Punkte und beschreiben Sie diese: Seite 4 von 13

5 Aufgabe 4 Betriebsabrechnungsbogen/Normalkostenrechnung (10 Punkte) Vervollständigen Sie den nachstehenden Betriebsabrechnungsbogen anhand der folgenden Angaben (Zahlen in 1'000, ausser Kostensätzen): Materialgemeinkosten 10% des Einzelmaterials Fertigungsgemeinkosten 12'000 Std. à Fr. 80. Kostensatz Verwaltungsgemeinkosten 30% der Herstellkosten der verkauften Fabrikate Fertig erstellte Fabrikate TSFr. 2'400 Herstellkosten Bestandeszunahme 1/1 Fabrikate TSFr. 90 Erlös TSFr Erstellen Sie bitte eine Absatzerfolgsrechnung. Ermitteln Sie die Über- und Unterdeckungen bei den Kostenstellen. Evaluieren Sie den Ist-Betriebsgewinn und den kalkulatorischen Betriebsgewinn. Aufgabe 4 Hilfstabelle Kosten Kostenstellen Kostenträger Kostenarten BEBU Material Fertigung Verwaltung 1/2 Fabr. 1/1 Fabr. Verkauf Einzelmaterial Löhne Gemeinkostenmaterial Verwaltungsaufwand Umlage Materialstelle Umlage Fertigungsstelle Fertigfabrikate Verkaufte Fabrikate Umlage Verwaltungsstelle Selbstkosten Erlös Kalkulierter Gewinn Bestandesveränderung Deckungsdifferenzen Ist Betriebsgewinn Seite 5 von 13

6 Aufgabe 5 Kalkulation ( 8 Punkte) Berechnen Sie den Endverkaufspreis (Nettoverkaufspreis an Endkunden) eines Produktes, welches von der Firma X hergestellt und über eine eigene Verkaufsorganisation an einen Detailhändler verkauft wird: Rohmaterial Fr Hilfsmaterial für das Produkt Fr. 52. Zubehör Fr Materialgemeinkosten 15% der Materialkosten inkl. Zubehör Einzellohnkosten Fertigung I Fr (total) Fertigungsgemeinkosten I Fr /Maschinenstunde Einzellohnkosten Fertigung II Fr (total) Fertigungsgemeinkosten II Fr /Arbeitsstunde Verwaltungsgemeinkosten 30% der Herstellkosten I (HK nach Fertigung) Vertriebsgemeinkosten 20% der Herstellkosten II (HK nach Fert. + Verw. GK) Reingewinn Firma X 5% vom Nettoverkaufspreis Skonto für Detailhändler 2% Rabatt für Detailhändler 30% Maschinenfertigungszeit Fertigungsstelle I Arbeitszeit Fertigungsstelle II 50 Minuten 72 Minuten Auf ganze Zahlen runden. Seite 6 von 13

7 Aufgabe 6 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (8 Punkte) Bei der Firma X besteht die folgende Ausgangslage: Primäre Stellenkosten Vorkostenstelle Gebäude: Vorkostenstelle Stromversorgung: Hauptkostenstellen (total): Fr. 40'000. Fr. 30'000. Fr. 600'000. Innerbetriebliche Leistungsverrechnung der Vorkostenstellen Gebäude: Totalfläche 5'000 m2 Davon für Stromversorgung 50 m2 Davon für Hauptkostenstellen 4'950 m2 Strom Versorgung Total kwh Davon für Gebäude Davon für Hauptkostenstellen Realisieren Sie die interne Leistungsverrechnung der Vorkostenstellen sowie deren Umlage auf die Hauptkostenstelle, dass bei den Vorkostenstellen keine Deckungsdifferenzen entstehen. Setzen Sie das mathematische Verfahren ein. Seite 7 von 13

8 Aufgabe 7 Plankostenrechnung Einzelmaterial (6 Punkte) Die Firma X stellt Industriegestelle her. Das Unternehmen verfügt über eine eigene kleine Lackierabteilung. Die Farbe zur Lackierung der Gestelle wird extern eingekauft. Für das erste Semester 2003 liegen Ihnen für den Typ A die folgenden Daten vor: Planbeschäftigung 1'000 Gestelle Der Standardpreis pro Kg Farbe Fr. 30. Der Standardverbrauch pro Gestell 2,0 Kg Einkauf Farbe gemäss Lieferantenrechnung für 3000 Kg. Verbrauchte Farbe gemäss Lagerbezugsscheinen Fr. 105' '200 Kg. Verkaufte Gestelle 1'100 Gestelle Lagerabnahme Fertigfabrikate/Gestelle 300 Gestelle Aufgabe 7.1 Berechnen Sie anhand der Produktionsleistung die Preis- und die Mengenabweichung Wie hoch ist die Mengenabweichung pro Gestell in Kg? Aufgabe 7.2 Kommentieren Sie die Abweichungen (mögliche Ursachen, Ihre Massnahmen) Seite 8 von 13

9 Aufgabe 8 Plankostenrechnung / Umsatzabweichungen (6 Punkte) Die Industriegestelle der Firma X werden an verschiedene Zwischenhändler verkauft. Im ersten Semester 2003 wurden die folgenden Verkäufe getätigt: Typ A Stück Umsatz Fr Typ B 800 Stück Umsatz Fr Ursprünglich lagen für dieses Semester die folgenden Plandaten vor: Typ A Stück Verkaufspreis Fr Typ B Stück Verkaufspreis Fr Aufgabe 8.1 Berechnen Sie die Mengen und die Preisabweichung unter Berücksichtigung der Abweichung 2. Grades (sofern opportun). Behelfen Sie sich ggf. mit einer Skizze. Aufgabe 8.2 Beurteilen Sie die Abweichungen (Ihre Erkenntnisse, Ihre Massnahmen) Seite 9 von 13

10 Aufgabe 9 Plankostenrechnung Gemeinkosten (6 Punkte) Die folgenden Daten der Kostenstelle 1 sind gegeben: Grundplankosten Fr. 150'000. Variator 8 Plan-Beschäftigung: 1'000 Stück à 2,5 Std. Ist-Kosten Fr. 160'000. Standardstunden der Ist Beschäftigung: 2000 Aufgabe 9.1 Berechnen Sie die Verbrauchsabweichung und die Volumenabweichung Aufgabe 9.2 Folgendes ist graphisch darzustellen Plankosten der Planbeschäftigung Sollkosten der Istbeschäftigung Verrechnete Plankosten der Istbeschäftigung Beschäftigungsabweichung Verbrauchsabweichung Unter- oder Überdeckung Fixkosten Seite 10 von 13

11 Aufgabe 10 Kalkulation Grenzkostenrechnung ( 10 Punkte) Berechnen Sie anhand der nachstehenden Informationen die Kostenträgerzeitrechnung (Absatzerfolgsrechnung) auf Vollkosten- und auf Teilkostenbasis. Berechnen Sie, auf diesen Informationen basierend, die Vollkosten und die Preisuntergrenze (= variable Selbstkosten) für einen Auftrag X, der Einzelmaterial von Fr. 40'000. und Einzellöhne von Fr. 20'000. beansprucht. Daten zur Kostenträgerzeitrechnung: Einzelmaterial Fr. 300'000. Einzellöhne Fr. 250'000. Material Gemeinkosten Fr. 30'000. Fertigungs- Gemeinkosten Fr. 100'000. Verwaltungs- und Vertriebs- Gemeinkosten Fr. 150'000. Von den Material Gemeinkosten sind 20%, von den Fertigungs- Gemeinkosten 40% und von den Verwaltungs- und Vertriebs Gemeinkosten sind 10% variabel. Die Gemeinkosten werden wie folgt kalkuliert: Material Gemeinkosten in % vom Einzelmaterial Fertigungs- Gemeinkosten in % von den Einzellöhnen Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten in % der Herstellkosten der verkauften Produkte Informationen zur Bestandeszunahme Fertigfabrikate: Anteil Einzelmaterial Fr. 20'000. Anteil Einzellöhne Fr. 10'000. Seite 11 von 13

12 Aufgabe 11 Optimaler Deckungsbeitrag bei Engpass (12 Punkte) Die Firma Muster AG hat bisher die Produkte A und B hergestellt. Durch zusätzliche Herstellung und Verkauf von Produkten der Sorte C möchte die Muster AG den Gesamterfolg verbessern. Die Muster AG ist bereit, dazu Produkte ganz oder teilweise aus dem Angebot zu streichen. Sie können davon ausgehen, dass die angebotenen Produkte auf dem Markt abgesetzt werden können. Die Produkte müssen die Anlage 1 und 2 durchlaufen. Berechnen Sie anhand der nachstehend beschriebenen Ausgangslage folgendes: 11.1 Den höchstmöglichen totalen Deckungsbeitrag 11.2 Die Veränderung des totalen Deckungsbeitrages im Soll-Zustand gegenüber dem Ist- Zustand anhand des Vergleiches zwischen dem DB-Resultat des neuen Produkte und den DB-Resultat des verdrängten Produktes Ausgangslage: Prod. A Prod. B Prod. C Herstellung/Verkauf in Stück 2'000 3' Variable Kosten/Stück 2' ' ' Nettoerlös/Stück 4' ' ' Herstellzeit in Minuten/Stück Anlage Anlage Totale Kapazität Anlage 1: 3'600 Stunden Anlage 2: 2'000 Stunden Seite 12 von 13

13 Aufgabe 12 Allgemeinwissen (8 Punkte) 12.1 Beschreiben Sie anhand eines kurzen Beispiels den Begriff Sachliche Abgrenzungen 12.2 Beschreiben Sie anhand eines konkreten Beispiels die Problematik der Fixkostenremanenz 12.3 Nennen Sie den Unterschied zwischen der Einzelkostenrechnung und der Grenzkostenrechnung 12.4 Was verstehen Sie unter dem Begriff Gemeinkosten-Wertanalyse? Nennen Sie ein Beispiel, wo die Anwendung eines solchen Vorgehens zur Kostensenkung sinnvoll ist. Seite 13 von 13

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