Pädagogisches Konzept
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- Franka Grosse
- vor 9 Jahren
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1 Sekundarschule Nordeifel Gemeinde Hürtgenwald Stadt Monschau Gemeinde Roetgen Gemeinde Simmerath
2 INHALT 1. Vorwort Pädagogische Leitgedanken Organisatorische Maßgaben vertikale Teilung Das teilintegrierte Konzept Ganztag Unterricht Differenzierung Wahlpflichtbereich Abschlüsse Pädagogische Module Individuelle Förderung Diagnose Individuelle Förderung durch äußere Differenzierung Individuelle Förderung durch innere Differenzierung Berufswahlvorbereitungen Gemeinsamer Unterricht im GU und in integrativen Lerngruppen Schulische und außerschulische Kooperationspartner Schulische Kooperationspartner Außerschulische Kooperationspartner Elternarbeit, Beratung Schulleben
3 In einem Arbeitskreis mit den folgend aufgeführten Personen wurde das Konzept für die Sekundarschule Nordeifel entworfen: Herr Franz Denés Schulleiter der Gemeinschaftshauptschule Monschau Roetgen Herr Dietmar Deuster Frau Angelika Dorow Frau Stephanie Kessler Herr Robert Knauff Frau Judith Krämer Frau Ulla Mertens Frau Gertrud Müller Frau Nina Nickel Frau Claudia Nießen Herr Albert Rieger Frau Sigrid Robertz Frau Heidi Rogner Herr Rolf Sieben Dr. Lothar Stresius Herr Stephan Theuer Lehrer der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau Lehrerin der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau Konrektorin der Realschule Hürtgenwald Schulleiter der Förderschule Nordeifel Lehrerin der Gemeinschaftshauptschule Hürtgenwald Schulleiterin der Gemeinschaftshauptschule Hürtgenwald Lehrerin der Gemeinschaftshauptschule Hürtgenwald Lehrerin der Gemeinschaftshauptschule Hürtgenwald Lehrerin der Realschule Hürtgenwald Konrektor der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau Lehrerin der Gemeinschaftshauptschule Hürtgenwald Konrektorin der Gemeinschaftshauptschule Hürtgenwald Kommissarischer Schulleiter der Gemeinschaftshauptschule Simmerath Schulleiter des St. Michael Gymnasium Monschau Lehrer der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau 2
4 1. VORWORT Die Stadt Monschau und die Gemeinden Simmerath, Hürtgenwald und Roetgen planen zum Schuljahr 2013/14 die Gründung einer Sekundarschule. Sie wird an die Stelle der bisherigen Hauptschulen GHS Hürtgenwald, GHS Simmerath und GHS Monschau-Roetgen sowie der ECR Monschau und der Realschule Hürtgenwald treten. Diese Schulen werden mit Gründung der Sekundarschule keine Schülerinnen und Schüler mehr aufnehmen und mit Entlassung der letzten 10er Klassen im Jahr 2018 auslaufen. Die Schüler der Sekundarschule werden an den 2 Standorten Simmerath und Hürtgenwald-Kleinhau und zwar an jedem Standort in den Klassen 5 10 unterrichtet (vertikale Gliederung). Der Standort Simmerath soll dreizügig und der Standort Kleinhau zweizügig geführt werden. An der Sekundarschule wird im gebundenen Ganztag an drei Nachmittagen Unterricht stattfinden. Die Sekundarschule wird eine Schule für alle. Sie bietet mehr Chancengleichheit durch längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung. Gleichzeitig trägt sie den Gegebenheiten des demografischen Wandels Rechnung. Sie sichert nicht nur die Bildungsabschlüsse vor Ort, sondern ermöglicht selbst bei rückläufigen Schülerzahlen ein erweitertes und differenziertes Bildungsangebot. An der geplanten Sekundarschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I und nach Qualifikation das Abitur an den Gymnasien Franziskus-Gymnasium Vossenack und St.-Michael-Gymnasium Monschau erworben werden. 3
5 2. PÄDAGOGISCHE LEITGEDANKEN Jeder Schüler steht in seiner Individualität im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Er wird so angenommen, wie er ist, mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Bedürfnissen und Ängsten. Ein wichtiges Ziel besteht darin, jeden Schüler so zu fördern und zu fordern, dass er gemäß seiner Fähigkeiten den höchst möglichen Abschluss erreicht. Die Vermittlung fundierten Wissens, von Schlüsselqualifikationen und Sozialkompetenz bildet das Fundament einer ganzheitlichen Bildung. Von Klasse 5 bis Klasse 10 werden die Jugendlichen auf vielfältige Weise dahin gehend unterstützt, dass sie Ziele für das Leben finden und diese konsequent verfolgen. Gestärkte, selbstbewusste Jugendliche finden leichter einen Platz in der Arbeitswelt und sind fähig, aktiv und selbst bestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Das Kollegium wird diesem Anspruch Rechenschaft tragen in der Gesamtkonzeption der neuen Sekundarschule Nordeifel. 4
6 3. ORGANISATORISCHE MAßGABEN 3.1 VERTIKALE TEILUNG Die Sekundarschule Nordeifel soll in einer vertikalen Gliederung in die zwei Standorte aufgeteilt werden. Sie verbindet die Standorte Hürtgenwald und Simmerath in einer Schule unter zwei Dächern. Das Unterrichtsangebot ist an beiden Standorten gleich. Damit wird für die Familien in den betroffenen Flächengemeinden das beste Schulangebot gegeben, da so die zu fahrenden Schulwege nicht unzumutbar lang sind. 5
7 3.2 DAS TEILINTEGRIERTE KONZEPT Die Sekundarschule verfolgt eine teilintegrierte Konzeption. Der Unterricht findet in Klasse 5 und in Klasse 6 im heterogenen Klassenverband mit Binnendifferenzierung statt. Bereits ab Klasse 5 werden die Schüler individuell gefördert. Ab Klasse 6 erfolgt eine zusätzliche Differenzierung im Wahlpflichtbereich. Ab Klasse 7 bzw. Klasse 8 werden in einigen Fächern Kurse auf zwei unterschiedlichen Anforderungsebenen gebildet. 3.3 GANZTAG Die Sekundarschule ist eine Schule im gebundenen Ganztag, an der an mindestens drei Tagen in der Woche Nachmittagsunterricht stattfindet. Hausaufgaben werden weitgehend zu Schulaufgaben. Das Üben und Wiederholen des Unterrichtsstoffs findet überwiegend in der Schule statt. Es wird angestrebt, ein Netz von externen Kooperationspartnern bzgl. Arbeitsgemeinschaften und Projekten zu knüpfen. Stundenraster Die Veränderung der Lernstrukturen, mehr individuelles und selbst gesteuertes Lernen lassen sich in einem Stundentakt mit 45, 60 oder 90 Minuten pro Lerneinheit umsetzen. Die Entscheidung über die Stundenlänge wird von der zukünftigen Schulkonferenz zu treffen sein. Die langen Tage werden durch eine 60minütige Pause mit der Möglichkeit zur Einnahme eines Mittagsessens unterbrochen. 6
8 Beispiel für ein Stundenplan im 45 (90) Minuten-Takt: Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 1 Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht 2 Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Pause 3 Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht 4 Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Pause 5 Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht 6 Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Unterricht Mittagspause 60 Minuten (Offene 7 Unterricht (Offene Unterricht Unterricht Zusatzangebote) 8 Unterricht Unterricht Unterricht Zusatzangebote) 3.4 UNTERRICHT Die Sekundarschule ist eine Schule, die Verschiedenheit respektiert und alle Schülerinnen und Schüler in der Gesamtentwicklung unterstützt. Durch ein längeres gemeinsames Lernen in der Klasse 5 und größtenteils auch in der Klasse 6, wird auf dem Wissen der Grundschulen aufgebaut und individuell gefördert. Eine äußere Differenzierung findet erst zu einem späteren Zeitpunkt statt. So können alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich gefördert und 7
9 gefordert werden. Individuell vorhandene Kompetenzen und Fähigkeiten können optimal entwickelt werden. Der Übergang in die neue Schule wird so für alle Schülerinnen und Schüler motivierend gestaltet DIFFERENZIERUNG Äußere Differenzierung in Erweiterungs- und Grundkurse Eine Differenzierung nach Neigung erfolgt ab Klasse 6 im Wahlpflichtbereich. In der Jahrgangsstufe 7 bzw. 8 erfolgt eine Leistungsdifferenzierung. Ab der Klasse 7 werden im Rahmen der Pflichtdifferenzierung Erweiterungs- und Grundkurse in den Fächern Mathematik und Englisch gebildet, in der Jahrgangsstufe 8 ebenfalls im Fach Deutsch. Je nach Lernfortschritt kann ein Wechsel innerhalb der Kursarten bis einschließlich Jahrgang 9 erfolgen. In allen anderen Fächern findet weiterhin, wie schon in den bisherigen Jahrgangsstufen, ein gemeinsames Lernen statt WAHLPFLICHTBEREICH Die Sekundarschule verbindet die Standorte Hürtgenwald und Simmerath in einer Schule unter zwei Dächern. Das Angebot ist auch im Wahlpflichtbereich an beiden Standorten gleich. Der Wahlpflichtbereich Auf der Verpflichtung einer geregelten Sprachenfolge gründet sich das alternative Angebot im Wahlpflichtbereich. Ab Klasse 6 werden probeweise, ab Klasse 7 verpflichtend verschiedene Möglichkeiten nach Neigung angeboten, so dass die Stärken, Neigungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gefördert werden können. 8
10 Die Schulkonferenz der Sekundarschule legt letztendlich die genauen Wahlfächer fest, die aber auf folgenden Schwerpunkten basieren: Fremdsprachen (entsprechend der Sprachenfolge) Naturwissenschaften Arbeitslehre Fremdsprachenfolge Klasse Englisch 2.Fremdsprache 3.Fremdsprache Die Sprachenfolge in der Sekundarschule Nordeifel zielt darauf ab, möglichst vielen Schülern den Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen zu ermöglichen. Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I keine zweite Fremdsprache wählen, können dies mit Eintritt in die Sekundarstufe II am Gymnasium oder am Berufskolleg nachholen und hierdurch die Voraussetzungen für den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife schaffen. 9
11 3.5 ABSCHLÜSSE Die Sekundarschule vermittelt als Regelabschluss den Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife). Grundsätzlich können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden: 1. Hauptschulabschluss nach Klasse 9 2. Hauptschulabschluss nach Klasse Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) 4. Mittlerer Schulabschluss mit Qualifikation / Berechtigung zur gymnasialen Oberstufe Der in der Regel 9jährige Bildungsgang zum Abitur wird durch Kooperation mit den Gymnasien St. Michael Gymnasium Monschau und Franziskus Gymnasium Vossenack gesichert. An den Gymnasien ist es möglich, die dort üblichen Abschlüsse zu erwerben. 4 PÄDAGOGISCHE MODULE Die pädagogischen Module umfassen die individuelle Förderung, die Berufswahl und den Gemeinsamen Unterricht beziehungsweise die Inklusion. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu befähigt werden, ihre Lernprozesse selbst zu gestalten und das Lernen als lebenslangen Prozess anzusehen. Die zuvor genannten Module werden im Folgenden näher erläutert. 10
12 4.1 INDIVIDUELLE FÖRDERUNG Die individuelle Förderung ist ein Schwerpunkt der Sekundarschule. Jedes Kind soll in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit wahrgenommen werden und Wertschätzung erfahren. Ebenfalls soll es die Chance bekommen, sein eigenes Potential in allen Bereichen kontinuierlich weiter zu entwickeln, d.h. im motorischen, kognitiven, sozialen und emotionalen Bereich. Daher hat unsere Sekundarschule ein Förderkonzept entwickelt, das es ermöglicht alle Schülerinnen und Schüler maximal zu fördern und optimal zu fordern DIAGNOSE Bereits bei Eintritt in die Sekundarschule erfolgt eine erste Diagnose über die Aufnahmegespräche mit den Eltern/ Erziehungsberechtigten und über das Zeugnis aus der Grundschule. Im weiteren Verlauf der Schullaufbahn wird diese erste Diagnose kontinuierlich erweitert durch eine Reihe weiterer Diagnosemaßnahmen. Dies kann der Austausch in Lehrerteams sein, der dazu führt, dass für einen Schüler geeignete Maßnahmen auch fächerübergreifend eingesetzt werden können. Des Weiteren schafft die Arbeit mit Checklisten, Förderplänen und Selbsteinschätzungsbögen Transparenz für Lehrer, Schüler und Eltern. Sie machen auf Stärken und Schwächen aufmerksam und unterstützen die Leistungsüberprüfung in Klassenarbeiten und Lernzielkontrollen. Daneben können standardisierte Diagnoseverfahren hinzugezogen werden. So ergibt sich ein recht genaues Bild über das Leistungsvermögen aber auch über die Sozialkompetenzen jedes einzelnen Schülers, aus dem sich umfangreiche Differenzierungsmaßnahmen ableiten lassen, die sowohl auf besonders begabte Schüler als auch auf leistungsschwache Schüler abgestimmt werden können. 11
13 4.1.2 INDIVIDUELLE FÖRDERUNG DURCH ÄUßERE DIFFERENZIERUNG Neben der festgelegten äußeren Differenzierung ab Klasse 6 gibt es in allen Jahrgangsstufen sowohl Förder- als auch Forderstunden in den Hauptfächern. Diese sind im Stundenplan als Förderband, d. h. parallel laufende Förderstunden, angelegt. Somit können alle Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangstufe an der für sie geeigneten Förder- oder Fordermaßnahme teilnehmen. Daneben sollen in den Stundenplan Klassenlehrerstunden integriert werden, um das soziale Klima in der Klasse zu fördern und die Schüler im sozialemotionalen Bereich zu stärken. Hierfür werden pro Klasse zwei Klassenlehrer eingesetzt, die sich um die Belange der Klasse kümmern. Zudem werden für Schülerinnen und Schüler mit Leserechtschreib-Schwäche oder Dyskalkulie Maßnahmen zur Behebung angeboten INDIVIDUELLE FÖRDERUNG DURCH INNERE DIFFERENZIERUNG Innerhalb des Unterrichts kann Differenzierung auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Neben verschiedenen Unterrichtsformen, wie dem instruierenden Unterricht zur Vermittlung von Basiswissen, dem individualisierenden Unterricht mit Arbeits- und Wochenplänen oder dem kooperativen Unterricht, wird ebenfalls differenziert nach Aufgabenarten, Lerntypen, nach Methoden und Medien. Durch differenzierte Aufgabenstellungen und Schwierigkeitsgrade haben die Jugendlichen die Möglichkeit je nach Leistungsniveau individuell zu üben. Außerdem können Methoden und Medien auf die Schülerinnen und Schüler abgestimmt werden. 12
14 Das selbstständige und kooperative Lernen wird dabei eine zentrale Stellung einnehmen, innerhalb dessen die Schülerinnen und Schüler lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu profitieren. Auch dem Helferprinzip kommt hierbei eine zentrale Rolle zu, bei dem die Schüler durch eigenes Lehren lernen. Darüber hinaus soll eigenverantwortliches Lernen gestärkt werden, dies kann zum Beispiel durch Projektarbeit realisiert werden. Auf Grund dieser aufgeführten diversen Möglichkeiten der Differenzierung ergibt sich für die Leistungsbewertung die Konsequenz sowohl die Arbeitsergebnisse als auch die Arbeitsprozesse in die Beurteilung mit einzubeziehen. Nicht nur der kognitive Fortschritt des Jugendlichen, sondern auch seine sozialemotional Entwicklung soll durch spezielle Maßnahmen während der gesamten Schullaufbahn kontinuierlich gefördert werden. Neben den bereits erwähnten Klassenlehrerstunden erfolgt dies durch derzeit an den Schulen bereits bestehende Konzepte wie Streitschlichtung oder Lions Quest. Des Weiteren bietet die Schule als Hilfestellung bei Problemen jeglicher Art Schülergespräche und Elterngespräche an oder vermittelt an außerschulische Partner oder Beratungsstellen. 4.2 BERUFSWAHLVORBEREITUNGEN Berufswahlvorbereitungen Berufswahlkonzept der Sekundarschule Nordeifel Die Sekundarschule übernimmt von den bisherigen Schulformen die bewährte Strukturierung des Berufsorientierungsprozesses, die aus fünf Schritten besteht. Das Ziel besteht im Erwerb der Berufswahlkompetenz, die die Jugendlichen dazu befähigt, ihre Entscheidung für eine schulische oder betriebliche Ausbildung selbstständig zu treffen und umzusetzen. 13
15 Die Erstellung eines Persönlichkeitsprofils ist ein Schwerpunkt in der Berufsorientierung. Im weiteren Prozessverlauf werden dann die Jugendlichen durch verschiedene Maßnahmen (siehe Grafik) unterstützt, eine Berufswahl zu treffen, die mit ihrem Persönlichkeitsprofil und der realen Berufswelt übereinstimmt. Element 5 Umsetzung der Entscheidung, Auswahl von Ausbildungsbetrieben oder Schulen Element 4 Entscheidung für eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule Element 3 Vergleich des Persönlichkeitsprofils mit den Anforderungen der bevorzugten Berufe in Theorie und Praxis Element 2 Kennenlernen der Berufs- und Arbeitswelt (Informationen über Berufe sammeln) Element 1 Erstellen eines Persönlichkeitsprofils (Stärken, Erwartungen, Interessen und Fähigkeiten) 14
16 Die Berufswahlkompetenz wird durch folgende exemplarische Maßnahmen vermittelt: Klasse 10 Betriebspraktikum Bewerbungstraining Angebote aus dem Arbeitslehre-Unterricht Klasse 9 Betriebspraktikum Bewerbungstraining Schulabgängerseminar (SAS) BIZ / Ausbildungsbörse Angebote aus dem Arbeitslehre-Unterricht Klasse 8 Kompetenzcheck Betriebserkundung Berufsorientierung in überbetrieblichen Einrichtungen (BIBB Modul) Besuch beim BIZ, BGZ Angebote aus dem WPU Arbeitslehre Klasse 7 Girls-Day / Boys-Day Wirtschaftslehreunterricht (Berufswahlorientierung) Angebote aus dem Wahlpflichtunterricht Arbeitslehre BO-Camp Potentialanalyse 15
17 4.3 GEMEINSAMER UNTERRICHT IM GU UND IN INTEGRATIVEN LERNGRUPPEN Die Sekundarschule Nordeifel ist eine Schule für alle Schüler dies schließt Lernende mit einem besonderen Förderbedarf mit ein. Die Zielsetzungen des Gemeinsamen Lernens: Kinder mit besonderem Förderbedarf inklusive ihrer individuellen Bedürfnisse werden entsprechend gefördert, um die Basis für eine möglichst große, aktive und gestalterische Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu bilden. In Gemeinschaft mit Kindern ohne speziellen Förderbedarf soll jeglicher Ausgrenzung entgegen gewirkt werden. Nicht behinderten Kindern soll die Möglichkeit gegeben werden, einen natürlichen, unverkrampften Umgang mit Kindern, die einen besonderen Förderbedarf haben, zu üben und gegenseitige Akzeptanz und Solidarität zu entwickeln. In die Sekundarschule Nordeifel sollen die GU-Schüler der Grundschulen, die zielgleich gefördert wurden, auf jeden Fall aufgenommen werden. Bei entsprechendem Bedarf kann für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen eine integrative Lerngruppe eingerichtet werden. Um erfolgreich im Gemeinsamen und Integrativen Unterricht lernen und arbeiten zu können, bedarf es bestimmter personeller, räumlicher und sachlicher Voraussetzungen. Eine ausreichende sowie sinnvoll organisierte Versorgung mit Sonderpädagogen ist ebenso notwendig wie entsprechend eingerichtete Differenzierungs-, Gruppen- und Ruheräume und umfangreiches Differenzierungsmaterial. Für den GU und den Unterricht in integrativen Lerngruppen ist ein kooperatives Arbeiten von Regelschullehrern und Sonderpädagogen unabdingbar. Die 16
18 gemeinsame Arbeit umfasst die Bereiche Prävention, Diagnostik, Beratung und die individuelle Unterstützung in allen Fächern anhand von Förderplänen. Die Planungen bezüglich GU, Integrativer Lerngruppen und in naher Zukunft bezüglich Inklusion sowie die Umsetzung an den beiden Standorten Simmerath und Kleinhau werden in der Kooperation mit den betroffenen Förderschulen des Kreises Düren und der Städteregion Aachen durchgeführt werden. 5. SCHULISCHE UND AUßERSCHULISCHE KOOPERATIONSPARTNER 5.1 SCHULISCHE KOOPERATIONSPARTNER Die Sekundarschule Nordeifel kooperiert mit den beiden Gymnasien in den Kommunen. Dies ist zum einen das St. Michael Gymnasium der Stadt Monschau, zum anderen das Franziskus Gymnasium Vossenack, Gemeinde Hürtgenwald. Die Sekundarschule zielt auf eine optimale Unterstützung und Vorbereitung beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe ab. Insbesondere sollen die Sprachangebote den Absolventen der Sekundarschule die abschlussrelevante Weiterführung einer Fremdsprache in der Sekundarstufe II ermöglichen. Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen wird sich auf die organisatorische als auch pädagogische Arbeit beziehen und soll fester Bestandteil des Schulprogramms werden. Damit der Übergang von der Grundschule in die Sekundarschule optimal gelingt, wird die bestehende enge pädagogische Zusammenarbeit mit den Grundschulen aller beteiligten Kommunen fortgeführt. 17
19 Informationsveranstaltungen für die Schüler der 4. Klassen und ihre Eltern helfen ebenso dabei, diesen Übergang positiv zu gestalten. 5.2 AUßERSCHULISCHE KOOPERATIONSPARTNER Die zahlreichen außerschulischen Partner, die bisher die bestehenden Schulen begleiten, sollen auch mit der Sekundarschule zusammenarbeiten. Hierzu gehören insbesondere die Wirtschaftsunternehmen der Region, die den Schülern bei der Berufswahlvorbereitung behilflich sind, wie auch das BIZ und BGZ. Die Polizei wird weiterhin ihre Sprechstunde für Schüler anbieten wie auch die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern und anderen Beratungsstellen fortgeführt wird. Hier haben auch das Jugendcafé Simmerath und die dort tätigen Streetworker ihre Mitarbeit für die Übermittagsbetreuung wie auch für die Gestaltung der Nachmittage angeboten. Es ist geplant, die Ausbildung für Jugendgruppenleiter, die sogenannte Jugendleiter-Card, anzubieten. Auch die Nähe zum Nationalpark Eifel soll weiterhin genutzt werden, indem durch Ranger geführte Touren durch den Wald unternommen werden und die rollende Waldschule von Hermann Carl in die Schule eingeladen wird. Für die Gestaltung der Gottesdienste, die mindestens als Einschulungsgottesdienst am Anfang der Klasse 5 und als Entlassgottesdienst für die 10. Klassen stattfinden sollen, wird weiterhin mit den ortsansässigen Kirchengemeinden zusammengearbeitet. 18
20 6. ELTERNARBEIT, BERATUNG Neben dem Unterricht gehört Beratung zu den wichtigsten Aufgaben der schulischen Arbeit. In der Sekundarschule als neue Schulform besteht verstärkt Beratungsbedarf bei Eltern und Schülern, so dass das Beratungsangebot umfassend gestaltet werden muss. Die Beratung im Bereich Unterricht geschieht durch Fachlehrer, Klassenlehrer, Beratungslehrer, GU-Lehrer, Schulleitung und Schulsozialarbeiter. Die Beratung bezieht sich auf Informationen zum Leistungsstand auf die Entscheidung im Wahlpflichtbereich auf die Teilnahme in Grund- und Erweiterungskursen auf einen eventuellen Wechsel dieser Kurse auf die Voraussetzungen zur Erreichung eines angestrebten Schulabschlusses auf notwendige Förderung auf das Lern- und Sozialverhalten. Im Bereich der Berufswahlorientierung beraten zusätzlich Mitarbeiter der Agentur für Arbeit. Bei verstärkten Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Bereich greift ein Netzwerk von außerschulischen Partnern wie Jugendamt, unterschiedlichen Beratungsstellen, Polizei usw. Die Beratungen finden an Elternsprechtagen, in wöchentlichen Sprechstunden und nach Vereinbarung statt. 19
21 Sozialpädagogische Unterstützung in Schule Nach Gertrud Bäumer ist Sozialpädagogik als dritte Erziehungssäule neben Eltern und Schule zu verstehen Somit ist ihr Arbeitsfeld auch die direkte Umgebung von Eltern und Schule, die dem Kind den Rahmen für eine selbsttätige Entwicklung geben soll. Die pädagogische Unterstützung bezieht sich auf die Bereiche: Auf die Arbeit mit ADHS Schülern Mobbing Projektarbeit Schule als Lebensraum gerade im Hinblick auf Inklusion und Ganztagsschule Spezifische pädagogische Angebote für Jungen und Mädchen Erlebnispädagogik Beratung 7. SCHULLEBEN In der neu gegründeten Sekundarschule können außerunterrichtliche Angebote, die die Identifikation mit der neuen Schule stärken, in Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern geplant und gestärkt werden. Der sukzessive Aufbau der Schule bietet große Chancen ein pädagogisch attraktives Schulleben aufzubauen. 20
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