BWL Tool 2: Bilanz- und Kostenmanagement
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- Kristian Lorenz
- vor 9 Jahren
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1 BWL Tool 2: Bilanz- und Kostenmanagement Beispiele inkl. Lösungen Kostenmanagement 09. April 2010 MMag. Ulrike Juritsch Seite - 1 -
2 Inhaltsverzeichnis 1. Beispiel: Rechengrößen Beispiel: Kostenarten Beispiel: kalkulatorischen Zinsen Beispiel: kalkulatorische Abschreibung Beispiel: fixe, variable Kosten Beispiel: Kostenberechnung Beispiel: Break Even Analyse (Einproduktunternehmen) Beispiel: Kostenträger... 8 Seite - 2 -
3 1. Beispiel: Rechengrößen Anwendung (Instrumente) Verkauf von Stk. des Endprodukts à 10 netto, bar Verkauf von 100 Stk. des Endprodukts à 10 netto ins Ausland im Dezember; 1 Monat Ziel Materialeinkauf um netto. Die Hälfte des Kaufpreises wird mittels Scheck 2006 beglichen. Der Rest muss erst im kommenden Jahr bezahlt werden. Ein Drittel des Materials wird 2006 verbraucht. Überweisung der Löhne und Gehälter inkl. aller Sonderzahlungen: Einzahlung Auszahlung z.b. Liquiditäts- bzw. Finanzstatus Einnahme Ausgabe z.b. kfr. Finanzplanung / direkter Liquiditätsbzw. Finanzplan Ertrag Aufwand z.b. GuV, Unternehmensergebnis im Leistungsbudget (Betriebsüberleitung) Leistung Kosten z.b. Kosten- und Leistungsrechnung; Leistungsbudget , Die Betriebsaufwendungen belaufen sich jährlich auf netto. Die damit in Verbindung stehenden Rechnungen werden jeweils am Monatsende per Banküberweisung beglichen. Für Reparaturarbeiten, die an Maschinen in der Produktionshalle im vergangenen Jahr durchgeführt wurden, sind noch offen, die per Banküberweisung beglichen werden. Für die Verwaltung wird eine neue EDV-Anlage angeschafft: (inkl. USt); ND: 3 Jahre Es wird ein Grundstück um vom Schwager des Geschäftsführers erworben. Man vereinbart, den Kaufpreis in drei gleich hohen Raten zu begleichen, wobei die erste Rate im Juli dieses Jahres fällig wird. Dividendenausschüttung: Beispiel: Kostenarten Führen Sie die zeitliche und betriebliche Abgrenzung der Aufwendungen durch (Rundung auf 100,-). Die Finanzbuchhaltung eines kleinen Tischlereibetriebes weist für Mai 2009 folgende Aufwendungen aus: Seite - 3 -
4 Aufwand Betrag Fertigungsmaterial ,- Hilfsmaterial 7.600,- Fertigungslöhne ,- Hilfslöhne ,- UB und WR Arbeiter 4.400,- Gehälter ,- Gesetzliche Lohnabgaben ,- Gesetzliche Gehaltsabgaben 4.800,- Versicherungsaufwand 2.300,- Schadensfälle 4.300,- Diverse Aufwände ,- Zinsenaufwand für Bankkredite 900,- Folgende Punkte sind für die Abgrenzung zu beachten: 1. 10% Preissteigerung beim Fertigungsmaterial bezogen auf den Anschaffungszeitpunkt. 2. Hilfsmaterialverbrauch von wurde noch nicht berücksichtigt. 3. Fertigungslöhne laut Lohnzetteln Lohnnebenkosten Fertigungslöhne 109%. 5. Lohnnebenkosten Hilfslöhne 59%. 6. Gehaltsnebenkosten 62%. 7. Kalkulatorische Zinsen für das gesamte Jahr Kalkulatorische Abschreibung für Kalkulatorische Wagnisse für einen Monat. 10. Sachversicherungen für das gesamte Jahr Unternehmerlohn für die zwei Gesellschafter für einen Monat. Lösung: Zeitliche Abgrenzung Betriebliche Abgrenzung Aufwands-/Kostenart Aufwendungen Kosten Fertigungsmaterial Hilfsmaterial Fertigungslöhne Hilfslöhne UB und WR Arbeiter Gehälter Gesetzliche Lohnabgaben Gesetzliche Gehaltsabgaben Versicherungsaufwand Schadensfälle Diverse Aufwände Zinsenaufwand für Bankkredite Lohnnebenkosten FL Lohnnebenkosten HL Gehaltsnebenkosten Kalk. Zinsen Kalk. Abschreibungen Kalk. Wagnisse Kalk. Unternehmerlohn Nebenrechnungen: 1. Lohnnebenkosten FL: x 109 % = Lohnnebenkosten HL: x 59 % = Gehaltsnebenkosten: x 62 % = Die UB und WR Arbeiter sowie die Gesetzlichen Lohn- und Gehaltsabgaben sind auszuscheiden. Seite - 4 -
5 5. Kalkulatorische Zinsen pro Monat: / 12 = Kalkulatorische Abschreibung pro Monat: / 12 = Versicherung pro Monat: / 12 = Aufwand lt. FIBU = -657 (zeitliche Abgrenzung) 3. Beispiel: kalkulatorischen Zinsen Im Wirtschaftsjahr 2009 wurde eine Anschaffung über durchgeführt. Diese wurde zu 50% mit Fremdkapital finanziert. Aus dem Rechnungswesen sind Fremdkapitalzinsen von für das Jahr 2009 ersichtlich. Der Zinssatz für kalkulatorische Zinsen wird mit 5 % angenommen. Berechnen Sie die Höhe der kalkulatorischen Zinsen! Was gilt es bei solchen Rechnungen zu berücksichtigen? Lösung: kalkulatorische Zinsen Anschaffung: EK: 50% FK: 50% EK-Zinssatz : 5% EK Zinsen: FK-Zinsen lt. FIBU: kalkul. Zinsen: Beispiel: kalkulatorische Abschreibung Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde für den Tischlereibetrieb ein Nutzfahrzeug ( exkl. USt) angeschafft. Die gesetzlich vorgeschriebene Nutzungsdauer für dieses Kfz beträgt 8 Jahre. Intern ist man jedoch der Überzeugung, dass man dieses Fahrzeug 14 Jahre in Gebrauch haben wird. Wie berechnet man die kalkulatorische Abschreibung in diesem Falle? Überlegt wurde auch, dass Fahrzeug nach Kilometerleistung abzuschreiben. Wie könnte man das machen? Was hat das für Vor- und Nachteile? Lösung: kalkulatorische Abschreibung PKW AW ND (FIBU) 8 AfA (FIBU) ND KoRe 14 Kore AfA (kalkul AfA) max. Km-Leistung AW / max Km-Leistung 0,224 AfA / pro Km 0,224 geleistete Km in diesem Jahr AfA für dieses Jahr Seite - 5 -
6 5. Beispiel: fixe, variable Kosten Ein Krankenhaus, das über 300 Betten verfügt, verursacht bei voller Belegung Gesamtkosten von 22,5 Mio.. Der Fixkostenanteil beträgt 80%. a) Ermitteln Sie jeweils die fixen und variablen Kosten pro Jahr bei folgenden Auslastungen: 100% (= Belegung 100%), 85 % und 70 % b) Wie hoch sind die fixen, variablen und gesamten Kosten je belegtes Bett und Tag bei voller Auslastung des Krankenhauses (Annahme: 365 Tage pro Jahr) unter Berücksichtigung der Ergebnisse von a) Lösung: fixe, variable Kosten Kosten gesamt % Kosten fix Fixkosten bleiben bei jeder Auslastung gleich hoch! 20% Kosten var variable Kosten für 300 Betten (100% Auslastung) Kosten var /Bett = 4.500'/300 variable Kosten/Bett sind immer gleich hoch! a) Gesamtkosten bei 100%/85%/70% Auslastung Auslastung Betten Kosten var /Bett Kosten var Kosten fix Kosten fix /Bett Kosten gesamt 100% % % b) Gesamtkosten pro Bett pro Jahr bzw. Tag bei 100%/85%/70% Auslastung 100% 85% 70% Kosten fix Kosten var Kosten ges /Jahr Kosten ges /Tag Ermittlung der fixen und variablen Kosten aus den Gesamtkosten 2. Ermittlung der variablen Kosten pro Bett 3. Ermittlung der Gesamtkosten bei unterschiedlichen Auslastungen (Anzahl Betten x % Auslastung = Anzahl belegte Betten) 4. Ermittlung der Gesamtkosten pro Bett bei 100% Auslastung 6. Beispiel: Kostenberechnung Meister Eder überlegt ein Kopiergerät mieten. Das Angebot der Firma A sieht eine monatliche Miete von 100 Euro und einen festen Betrag für die Wartung des Kopierers in Höhe von 50 Euro pro Monat vor. Für jede Kopie müssen zusätzlich 0,05 Euro bezahlt werden. Das Angebot der Firma B lautet folgendermaßen: Die Miete (einschließlich der Wartung) beträgt 250 Euro pro Monat, die ersten 1000 Kopien pro Monat sind kostenlos. Für jede weitere sind 0,03 Euro zu zahlen. Wie hoch sind die Gesamtkosten bei 2000, 3000 und 4000 Kopien pro Monat? Kosten gesamt = Kosten fix + (Kosten variabel x Menge) Seite - 6 -
7 Lösung: Kostenberechnung Firma A Firma B Kfix 150,00 250,00 Kvar 0,05 0, gratis Kges = Kfix + Kvar * Menge Kopien: Kosten A: Kosten B: ,05x = ,03*(x ) ,00 280, ,05x = ,03x ,00 310,00 0,05x = ,03x ,00 325,00 0,02x = ,00 340,00 x = Beispiel: Break Even Analyse (Einproduktunternehmen) Ein Cateringunternehmen möchte an einer Universität einen Eisstand eröffnen. Der Controller schätzt die Kosten und Erlöse für einen derartigen Stand wie folgt: Erlös je Tüte (in ) 2,50 variable Kosten je Tüte 0,50 Personalkosten je Jahr ,00 Standmiete je Jahr 1.200,00 Stromkosten je Jahr 1.200,00 sonstige Kosten je Jahr 800,00 Aufgaben: a) Wie viele Eistüten müssen mindestens abgesetzt werden, um die Gesamtkosten zu decken? Bei welchem Mindestumsatz ist die Deckung der Gesamtkosten erreicht? b) Welche Veränderung des Absatzes (mengenmäßig und wertmäßig) müsste erfolgen, um mit dem Eisstand einen Zielgewinn von zumindest zu erwirtschaften? c) Wie hoch muss der Mindestumsatz sein, wenn mit dem Eisstand eine Umsatzrentabilität (Return on Sales) von mindestens 10% erwirtschaftet werden soll? [Anmerkung/Hinweis: Umsatzrentabilität (ROS) = Gewinn / Umsatz] Lösung: Break-Even-Analyse a) BEP + BEU b) Gewinn c) 10% ROS Personalkosten ,00 Personalkosten ,00 Personalkosten ,00 Standmiete 1.200,00 Standmiete 1.200,00 Standmiete 1.200,00 Stromkosten 1.200,00 Stromkosten 1.200,00 Stromkosten 1.200,00 So. Kosten 800,00 So. Kosten 800,00 So. Kosten 800,00 Fixkosten ,00 Fixkosten ,00 Fixkosten ,00 Gewinn 1.000,00 Fixkosten NEU ,00 Erlös/Tüte 2,50 Erlös/Tüte 2,50 Erlös/Tüte 2,50 K var./tüte - 0,50 K var./tüte - 0,50 K var./tüte - 0,50 DB/Tüte 2,00 DB/Tüte 2,00 DB/Tüte 2,00 ROS (Erlös* 10%) - 0,25 DB/Tüte NEU 1,75 DBU (DB/Erlös): 0,80 DBU (DB/Erlös): 0,80 DBU (DB/Erlös): 0,70 BEP (Fixkosten/DB): BEP (Fixkosten/DB): BEP (Fixkosten/DB): BEU (Fixkosten/DBU): ,00 BEU (Fixkosten/DBU): ,00 BEU (Fixkosten/DBU): ,43 Seite - 7 -
8 8. Beispiel: Kostenträger Das städtische Krankenhaus hat vier Abteilungen. Die Verteilung der Erlöse und Einzelkosten für das Jahr 2008 auf die vier Abteilungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: Erlöse Einzelkosten Chirurgische Abteilung Gynäkologische Abteilung Innere Abteilung Urologische Abteilung Das Krankenhaus verfügt über zwei Gebäude. Während im Gebäude I die innere und die gynäkologische Abteilung untergebracht sind, ist dass Gebäude II mit der chirurgischen und der urologischen Abteilung belegt. Für das Gebäude I betragen die Einzelkosten ,-. Die Einzelkosten für das Gebäude II betragen ,-. Für das gesamte Krankenhaus wurden Einzelkosten ihv ,- ermittelt. Führen Sie die Betriebsabrechnung mittels Deckungsbeitragsrechnung für das Jahr 2008 durch. Lösung: Kostenträger Gynäkologie Innere Chirurgie Urologie Erlöse Kosten var Deckungsbeitrag I DB Gynäkologie + Innere DB Chirurgie + Urologie Kosten fix Gebäude I Kosten fix Gebäude II DB II DBs gesamt Krankenhaus/Fixkosten gesamt Gewinn für das Jahr Seite - 8 -
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