Zeitreihenökonometrie

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Zeitreihenökonometrie"

Transkript

1 Zeireihenökonomerie Kapiel 1 - Grundlagen

2 Einführung in die Verfahren der Zeireihenanalyse (1) Typischerweise beginn man mi einer Beschreibung der jeweils zu unersuchenden Zeireihe (graphisch) Trendverhalen, saisonale Schwankungen, Ausreißer werden analysier Großeil der Mehoden der Zeireihenanalyse für saionäre Zeireihen enwickel Nich saionäre Zeireihen werden zunächs in saionäre Zeireihen ransformier SER08 SER09 DSER09 DDSER08 2

3 Einführung in die Verfahren der Zeireihenanalyse (2) Die saisischen Maße der Auokorrelaionsfunkion (AC) und der pariellen Auokorrelaionsfunkion (PAC) können dann Aufschluss über den daenerzeugenden Prozess liefern (Idenifikaion), der dieser saionären Zeireihe zu Grunde lieg Um auf diesen Prozess schließen zu können, is es nowendig zu wissen, wie sich die AC und die PAC für heoreische (wahre) Prozesse verhalen Dieses Wissen über die heoreischen Verläufe der AC und PAC wird dann auf die asächlichen Verläufe der AC und PAC der zu unersuchenden Zeireihe angewand. So können Ähnlichkeien zwischen heoreischen und empirischen Verläufen der AC und PAC erkann werden. SER07 SER SER08.6 SER

4 Einige grundlegende Begriffe der Zeireihenanalyse (1) Eine Zeireihe is definier als Folge von Weren die durch einen Zeiparameer geordne sind Werden die Daen zu jedem Zeipunk erfass, so sprich man von einer seigen (koninuierlichen) Zeireihe, z.b. Temperaur, Durchfluss von Wasser ec. Werden die Daen zu vorher definieren, äquidisanen Zeipunken erfass, so sprich man von einer diskreen Zeireihe, z.b. Quaralswere des BIP Im weieren werden ausschließlich diskree, äquidisane Zeireihen berache Eine Zeireihe wird definier als eine (!) Realisaion eines sochasischen Prozesses Ein sochasischer Prozess Y is ein Zufallsprozess, der zu jedem Zeipunk einen beliebigen Wer zwischen - und + annehmen kann. Der zu einem Zeipunk beobachee Wer y is eine (!) Realisaion dieses sochasischen Prozesses 4

5 Einige grundlegende Begriffe der Zeireihenanalyse (2) Y is somi als Zufallsvariable (ZV) zu versehen, die einer besimmen Vereilung F Y folg, die aber im allgemeinen unbekann is. Da lediglich eine Realisaion der ZV beobachbar is, kann man nich auf deren Vereilung schließen und somi auch nich die verschiedenen Momene der ZV wie Erwarungswer und Varianz ermieln. Eine größere Anzahl an Realisaionen einer einzelnen ZV können nur miels Experimenen generier werden. In der realen Wel sind Experimene allerdings nich durchführbar. Um dennoch saisische Verfahren anwenden zu können, wird eine Zeireihe als Folge von ZV definier, die besimme Eigenschafen erfüllen muss. Diese Eigenschafen beziehen sich auf die zeiliche Enwicklung der Momene (Erwarungswer, Varianz, Auokovarianz). 5

6 Saionariä einer Zeireihe Generell: der Erwarungswer sowie die Varianz und die Kovarianz einer Zeireihe Y können zu jedem Zeipunk verschieden sein Es gil: ( ) E Y VAR Y =μ ( ) E ( Y ) 2 = μ =σ ( j) = ( μ)( j μ j) Cov Y,Y E Y Y Ein sochasischer Prozess wird als schwach saionär* bezeichne, wenn der Mielwer und die Varianz zeiunabhängig sind und die Kovarianz lediglich vom zeilichen Absand j zwischen den beiden Punken abhäng, nich jedoch vom Zeipunk an dem sie gemessen wird. Es gil: ( ) E Y VAR Y =μ ( ) E ( Y ) 2 2 = μ =σ =Γ0 ( ) ( )( ) Cov Y,Y = E Y μ Y μ =Γ j j j 6 * Die Bedingungen für einen schwach saionären Prozess beziehen sich auf dessen Momene. Sreng saionäre Prozesse weisen demgegenüber zu jedem Zeipunk die gleiche Vereilung auf.

7 Daenransformaionen (1) Um die Verfahren der Zeireihenanalyse auch auf nichsaionäre Zeireihen anwenden zu können, müssen diese vorher in saionäre Reihen ransformier werden. 1. Fall: Zeireihe nich mielwersaionär => Trendverhalen 7 Die Ausgangszeireihe wird dann so lange einer Differenzenbildung unerworfen bis die ransformiere Reihe mielwersaionär is. ΔY 2 Δ Y = Y Y = Δ Δ -1 ( Y ) = Δ( Y Y-1 ) = ΔY ΔY-1 = Y Y-1 Y-1 + Y-2 = Y 2Y-1 + Y- 2 Wird eine Zeireihe insgesam d-mal der Differenzenbildung unerzogen, schreib man: Δ d Y In der prakischen Anwendung wird die Ordnung d des Differenzenoperaors zumeis über sog. Einheiswurzeless (uni roo es) besimm. (=> siehe Kapiel zur Koinegraion)

8 Daenransformaionen (2) 2. Fall: Zeireihe nich varianzsaionär => Varianz wächs mi Verlauf Eine zeiabhängige Varianz is zumeis nur schwer zu modellieren, wenn keine explizien Gründe für das Verhalen bekann sind. Die Box-Cox Transformaion sell ein saisisches Verfahren dar, die Varianz einer Zeireihe zu sabilisieren. Wird mi X die ransformiere Zeireihe bezeichne, so laue die Box-Cox Transformaion: X = ( θ ) 1 θ <θ< Y 1 für 0 1 ( ) log Y für θ= 1 θ Der Parameer muss in der prakischen Anwendung dann so besimm werden, so dass die Varianz der Zeireihe X möglichs konsan is. 8

9 Lag-Operaor L Wende man den Lag-Operaor auf eine Zeireihe zum Zeipunk an, so verschieb er die Zeireihe um eine Zeieinhei: LY = Y 1 Demensprechend verschieb der Operaor L 2 die Zeireihe um zwei Zeieinheien: 2 LY = Y 2 Allgemein gil: k LY = Y k Analog verschieb der Operaor L -1 die Zeireihe um eine Einhei in die Zukunf. Allgemein gil: 9 k L Y = Y + k

10 Wichige saisische Kenngrößen sochasischer Prozesse Bezeichnung Theoreischer Wer Empirischer Wer Erwarungswer Varianz Auokovarianz E( Y ) Var Y ( ) =Γ0 ( EY ( ) ) ( j) =Γj ( ( ) )( j ( ) ) Cov Y,Y = μ 2 2 = EY =σ ( ) = E Y E Y Y E Y N 1 Y = Y N = 1 N N 1 = ( ) c = s = Y Y N 2 1 j j N 1 = 2 ( )( ) c = s = Y Y Y Y Auokorrelaion ρ 1 j =ΓΓ j 0 τ =cc j j

11 Auokovarianz und Auokorrelaion (1) In der Zeireihenanalyse sind die Auokovarianz und die Auokorrelaion Maßzahlen des linearen Zusammenhangs zwischen ZVen mi einem besimmen Zeiabsand j. Werden sie für verschiedenen Were von j berechne, so sprich man auch von Auokovarianz- und Auokorrelaionsfunkion. Während die Auokovarianz von der Dimension abhäng, in der die Variablen gemessen sind, is die Auokorrelaion eine dimensionslose Größe. Mi seigender Anzahl von Lags (j) nimm die Anzahl der Summanden zur Berechnung bzw. Schäzung der Auokovarianz eines saionären Prozesses endlicher Größe ab. Dies implizier, dass insbesondere AC zu hohen Lags nur sehr ungenau geschäz werden können und of ein erraisches Verhalen zeigen. 11

12 Auokovarianz und Auokorrelaion (2) Die einzelnen Auokorrelaionskoeffizienen nehmen zumeis Were nahe Null an. Um Aussagen darüber reffen zu können, ob einzelne AC-Koeffizienen saisisch gesicher von Null verschieden liegen, müsse ein formaler Tes durchgeführ werden. Da jedoch einzelne AC-Koeffizienen nich unabhängig voneinander sind, können derarige Tesverfahren zu falschen Schlussfolgerungen führen. Aus diesem Grund berache man in der angewanden Zeireihenanalyse eine Gesamgröße und enscheide anhand dieser Tessaisik, ob die zu Grunde liegende Zeireihe eine sysemaische Srukur aufweis oder als Whie Noise bezeichne werden kann. 12

13 Auokovarianz und Auokorrelaion (3) Die Q-Saisik oder Ljung-Box Q-Tes bzw. Pormaneau Saisik berechne sich nach: K * ( ) ( )( ) Q = N N+ 2 r j N j χ -vereil mi (K-1) Freiheisgraden j1 = N ensprich der Anzahl der Beobachungen des Prozesses. r(j) bezeichne den AC-Koeffizienen zum Lag j und K gib die Anzahl der AC- Koeffizienen an. (K solle in ewa 20% des Sichprobenumfangs beragen) Sind die Were von Q* größer als die kriischen Were, dann wird die Hypohese, dass die Zeireihe einem Whie Noise Prozess folg und somi keine Korrelaionen zwischen den Realisaionen der Zeireihe exisieren, verworfen. 13

14 Parielle Auokorrelaion PAC (1) Eine weiere wichige Funkion zur Charakerisierung schwach saionärer sochasischer Prozesse is die parielle Auokorrelaionsfunkion. Der parielle Auokorrelaionskoeffizien gib an, welchen Beirag ein neu hinzugefüger Regressor zur Erklärung der Varianz liefer, wenn für die bereis besehende Korrelaion durch die zuvor berücksichigen Variablen Rechnung geragen wird. Enhäl eine Gleichung lediglich eine erklärende Variable, so simm der AC- Koeffizien und der PAC-Koeffizien überein. Es mach hier keinen Sinn auf den zusäzlichen Einfluss dieser Variablen zu esen. Für einen Zeiabsand von j = 1 zeigen AC und PAC somi den gleichen Wer. 14

15 Parielle Auokorrelaion PAC (2) Treen jedoch mehrere Regressoren auf, so kann z.b. der zusäzliche Beirag von Y -3 zur Erklärung von Y ermiel werden, wenn für die bereis vorhandene Erklärung durch Y -1 und Y -2 konrollier wird. Y = α Y +α Y +α Y Definiion: Die parielle Auokorrelaion π j is die parielle Korrelaion von Y -j und Y uner Konsanhalung der dazwischen liegenden Zufallsvariablen. 15

16 Parielle Auokorrelaion PAC (3) Allgemein laue die Formel für die Berechnung der pariellen Auokorrelaionskoeffizienen: 1 j1 ρ π ρ π = 1 π ρ j j 1,i j i j i= 1 j1 i= 1 ρ für j = 1 j1,i ji für j 1 Es gil dabei: π 0 = 1, π 1 = ρ 1 und π -j = π j Für die empirische Berechnung der PAC-Koeffizienen werden die heoreischen Were durch ihre ensprechenden Sichprobenwere ersez Zusammen mi der AC-Funkion dien die PAC-Funkion zur Idenifikaion sowohl der Ar als auch der Ordnung des sochasischen Prozesses, welcher der beracheen Zeireihe zu Grunde lieg 16

Zeitreihenökonometrie

Zeitreihenökonometrie ifo Insiu für Wirschafsforschung an der Universiä München Zeireihenökonomerie Kapiel 6 Nichsaionäre univariae Zeireihenmodelle ifo Insiu für Wirschafsforschung an der Universiä München Nichsaionäre Prozesse

Mehr

3.2 Autoregressive Prozesse (AR-Modelle) AR(p)-Prozesse

3.2 Autoregressive Prozesse (AR-Modelle) AR(p)-Prozesse 3. Auoregressive Prozesse (AR-Modelle 3.. AR(-Prozesse Definiion: Ein sochasischer Prozess ( heiß auoregressiver Prozess der Ordnung [AR(-Prozess], wenn er der Beziehung (3.. genüg. ( is darin ein reiner

Mehr

Zeitreihenökonometrie

Zeitreihenökonometrie Zeireihenökonomerie Kapiel 4 Schäzung univariaer Zeireihenmodelle Y = c+ α Y + + α Y + ε + βε + + β ε p p q q Problem: Direke Schäzung der Parameer α,, αp und β,, βq über OLS nich möglich, da die Residuen

Mehr

Prof. Dr. W. Zucchini 06 Wiederholung Kap. 1-4 Zeitreihenanalyse Sommer 2003

Prof. Dr. W. Zucchini 06 Wiederholung Kap. 1-4 Zeitreihenanalyse Sommer 2003 Prof. Dr. W. Zucchini 06 Wiederholung Kap. 1-4 Zeireihenanalyse Sommer 2003 I.) Klassische Zeireihenanalyse Komponenen einer Zeireihe: Trend- (u. Zyklus), Saison- und Residualkomponene Addiive und muliplikaive

Mehr

Stationarität/Ergodizität

Stationarität/Ergodizität Empirische Mehoden (MA) SS 011 Übungsbla 3 Willi Muschler [email protected] Saionariä/Ergodiziä 1. Beanworen Sie folgende Fragen: (a) Was verseh man uner einem sochasischen Prozess, was uner

Mehr

Aufgaben: Repetition Ökonometrie I - Lösungen

Aufgaben: Repetition Ökonometrie I - Lösungen Ökonomerie I - Peer Salder Aufgaben: Repeiion Ökonomerie I - Lösungen Aufgabe (Radiowerbung für Kino): Die Schäzung der Regressionsgleichung U W u U : Wochenumsaz, W : Werbeausgaben ergib: 000, 07., SE

Mehr

Kurzrepetition Ökonometrie I - Lösungen

Kurzrepetition Ökonometrie I - Lösungen . Einführung Ökonomerie II - Peer Salder Kurzrepeiion Ökonomerie I - Lösungen Aufgabe (Inerpreaion von Regressionsergebnissen) a) Der prozenuale Aneil der Varianz der abhängigen Variablen, der durch die

Mehr

Grenzwertsätze für Zeitreihen

Grenzwertsätze für Zeitreihen KAPIEL 6 Grenzwersäze für Zeireihen In diesem Kapiel sellen wir wichige Grenzwersäze für saionäre Zeireihen {X n } in diskreer Zei zusammen. Sei µ = E(X ) und ρ(k) = E(X 1 µ)(x 1+k µ) = Cov (X 1, X 1+k

Mehr

Abiturprüfung 2017 ff Beispielaufgabe Grundkurs Mathematik; Analysis Beispiel Wirkstoff

Abiturprüfung 2017 ff Beispielaufgabe Grundkurs Mathematik; Analysis Beispiel Wirkstoff Die Bioverfügbarkei is eine Messgröße dafür, wie schnell und in welchem Umfang ein Arzneimiel resorbier wird und am Wirkor zur Verfügung seh. Zur Messung der Bioverfügbarkei wird die Wirksoffkonzenraion

Mehr

Aufgaben zur Zeitreihenanalyse (Kap. 4)

Aufgaben zur Zeitreihenanalyse (Kap. 4) Prof. Dr. Reinhold Kosfeld Fachbereich Wirschafswissenschafen Aufgaben zur Zeireihenanalyse (Kap. 4) Aufgabe 4. Warum folg die Dickey-Fuller-Tessaisik nich der bei einem Signifikanzes der Regressionskoeffizienen

Mehr

3.3 Moving-Average-Prozesse (MA-Modelle)

3.3 Moving-Average-Prozesse (MA-Modelle) . Moving-Average-Prozesse MA-Modelle Definiion: in sochasischer Prozess heiß Moving-Average-Prozess der Ordnng [MA-Prozess], wenn er die Form θ θ i i... θ i oder B mi ha. is dabei ein reiner Zfallsprozess

Mehr

Differentialgleichungen

Differentialgleichungen Ein einfaches Modell (Domar) Im Domar Wachsumsmodell reffen wir die folgenden Annahmen: Kapiel Differenialgleichungen () Erhöhung der Invesiionsrae I() erhöh das Einkommen Y(): dy d = s di (s = konsan)

Mehr

Übung zu Quantitative Methoden der Marktanalyse. Tests zu den Annahmen der OLS-Schätzung. 1. Annahmen zur OLS-Schätzung. 1. Annahmen zur OLS-Schätzung

Übung zu Quantitative Methoden der Marktanalyse. Tests zu den Annahmen der OLS-Schätzung. 1. Annahmen zur OLS-Schätzung. 1. Annahmen zur OLS-Schätzung Termin Übungsinhal Übung zu Quaniaive Mehoden der Markanalyse Annahmen derols-schäzung 9.06.009 9.06.009 Tess zu den Annahmen der OLS- Schäzung 06.07.009 Klausurvorbereiung.07.009 Klausurvorbereiung 0.07.009

Mehr

Einfache lineare Regression: Übung 2

Einfache lineare Regression: Übung 2 3. Einfache lineare Regression Ökonomerie I - Peer Salder 1 Einfache lineare Regression: Übung Simulaionsexperimen mi künslich generieren Sichproben Wahres Modell (daengenerierender Prozess): y x u mi

Mehr

Kapitel : Exponentielles Wachstum

Kapitel : Exponentielles Wachstum Wachsumsprozesse Kapiel : Exponenielles Wachsum Die Grundbegriffe aus wachsum 1.xmcd werden auch hier verwende! Wir verwenden im Beispiel 2 auch fas die gleiche Angabe wie in Beispiel 1 - lediglich eine

Mehr

A. Multiple Choice Teil der Klausur (22 Punkte)

A. Multiple Choice Teil der Klausur (22 Punkte) A. Muliple Choice Teil der Klausur ( Punke) Punk Homoskedasiziä bedeue dass a) Annahme B gil, d.h. dass die geschäzen Sörgrößen û über alle Zeipunke gerechne eine konsane Varianz haben, b) alle wahren

Mehr

Lösungen zu den "Aufgaben in der Ökonometrieklausur in Duisburg" 1

Lösungen zu den Aufgaben in der Ökonometrieklausur in Duisburg 1 ufgabe 4 1 F R 3 R 4 F 5 R 6 R 7 R 8 F 9 R 1 R Die erse Frage mag ewas missversändlich sein (in solchen Fällen ruhig verbal nmerkungen machen): im Modell der Korrelaionsanalyse is y und x eine Zufallsvariable.

Mehr

Man nimmt einfach eine entsprechende Variable für den Trend in das Regressionsmodell auf (hier die Variable t).

Man nimmt einfach eine entsprechende Variable für den Trend in das Regressionsmodell auf (hier die Variable t). 1 Trendbereinigung Trends in den abhängigen und unabhängigen Variablen führen in Zeireihenanalysen aus zweierlei Gründen zu Problemen: (i) Hohe R-Quadra-Were suggerieren einen guen Modellfi und (ii) hohe

Mehr

6. Vektorautoregressive Modelle

6. Vektorautoregressive Modelle 6. Vekorauoregressive Modelle 6. In bisherigen Modellen Feslegung von exogenen Variablen nowendig. Sreng genommen gib es keine vollsändig exogenen Variablen. Beisiel: Selbs die exogene Anhebung des Leizinssazes

Mehr

Testen von Regressionskoeffizienten bei multipler Regression (ausführlichere Erläuterungen und Zahlenbeispiele) 1

Testen von Regressionskoeffizienten bei multipler Regression (ausführlichere Erläuterungen und Zahlenbeispiele) 1 Prof. Dr. Peer von der Lippe (aisik) Januar 7 Universiä Duisburg-Essen, Campus Essen Tesen von Regressionskoeffizienen bei mulipler Regression (ausführlichere Erläuerungen und Zahlenbeispiele). Übersich

Mehr

Gewöhnliche Differentialgleichungen (DGL)

Gewöhnliche Differentialgleichungen (DGL) Gewöhnliche Differenialgleichungen (DGL) Einführende Beispiele und Definiion einer DGL Beispiel 1: 1. Die lineare Pendelbewegung eines Federschwingers führ uner Zuhilfenahme des Newonschen Krafgesezes

Mehr

Typ A: Separierbare Differentialgleichungen I. Separierbare Differentialgleichungen II. Beispiel einer separierbaren Dgl

Typ A: Separierbare Differentialgleichungen I. Separierbare Differentialgleichungen II. Beispiel einer separierbaren Dgl Typ A: Separierbare Differenialgleichungen I Gegeben sei die Differenialgleichung y () = f () g(y) in einem Bereich D der (, y) Ebene. Gil g(y) 0, so lassen sich die Variablen und y rennen: y () g(y) =

Mehr

Einführung in die Ökonometrie

Einführung in die Ökonometrie Maerialien zur Vorlesung Einführung in die Ökonomerie Sommersemeser 5 Prof. Dr. Klaus Neusser Universiä Bern Einführung in die Ökonomerie Inhal Einführung 4. Einige Lehrbücher 6. Einige ökonomerische Programmpakee

Mehr

Universität Ulm Samstag,

Universität Ulm Samstag, Universiä Ulm Samsag, 5.6. Prof. Dr. W. Arend Robin Nika Sommersemeser Punkzahl: Lösungen Gewöhnliche Differenialgleichungen: Klausur. Besimmen Sie die Lösung (in möglichs einfacher Darsellung) folgender

Mehr

INTELLIGENTE DATENANALYSE IN MATLAB

INTELLIGENTE DATENANALYSE IN MATLAB INTELLIGENTE DATENANALYSE IN MATLAB Sequenzanalyse Überblick Sh Schrie der Daenanalyse: Daenvorverarbeiung Problemanalyse Problemlösung Anwendung der Lösung Aggregaion und Selekion von Daen. Inegraion

Mehr

Arbitragefreie Preise

Arbitragefreie Preise Arbiragefreie Preise Maren Schmeck 24. Okober 2006 1 Einleiung P i () Preis von Anleihe i zur Zei, i = 1,..., n x i Anzahl an Einheien der Anleihe i V () = n i=1 x ip i () Wer eines Porfolios mi x i Einheien

Mehr

Mathematische Methoden der klassischen Physik Zusammenfassung Differentialgleichungen

Mathematische Methoden der klassischen Physik Zusammenfassung Differentialgleichungen Dr. G. Lechner Mahemaische Mehoden der klassischen Physik Zusammenfassung Differenialgleichungen In der Vorlesung wurden drei unerschiedliche Typen von Differenialgleichungen (DGL) besprochen, die jeweils

Mehr

Systemtheorie Teil A. - Zeitkontinuierliche Signale und Systeme - Musterlösungen. Manfred Strohrmann Urban Brunner

Systemtheorie Teil A. - Zeitkontinuierliche Signale und Systeme - Musterlösungen. Manfred Strohrmann Urban Brunner Sysemheorie eil A - Zeikoninuierliche Signale und Syseme - Muserlösungen Manfred Srohrmann Urban Brunner Inhal 3 Muserlösungen - Zeikoninuierliche Syseme im Zeibereich 3 3. Nachweis der ineariä... 3 3.

Mehr

Multiple Regression: Übung 1

Multiple Regression: Übung 1 4. Muliple Regression Ökonomerie I - Peer Salder 1 Muliple Regression: Übung 1 Schäzung einer erweieren Konsumfunkion für die Schweiz Wir unersuchen die Abhängigkei der Konsumausgaben der Schweizer Haushale

Mehr

Versicherungstechnik

Versicherungstechnik Operaions Research und Wirschafsinformaik Prof. Dr. P. Rech // Marius Radermacher, M.Sc. DOOR Aufgabe 42 Versicherungsechnik Übungsbla 13 Abgabe bis zum Diensag, dem 24.01.2017 um 10 Uhr im Kasen 19 Überschüsse

Mehr

Kapitel : Exponentiell-beschränktes Wachstum

Kapitel : Exponentiell-beschränktes Wachstum Wachsumsprozesse Kapiel : Exponeniell-beschränkes Wachsum Die Grundbegriffe aus wachsum.xmcd werden auch hier verwende! Wir verwenden nun eine Angabe aus der Biologie und in einem weieren Beispiel eines

Mehr

Beispiele für Aufgaben in der Ökonometrieklausur in Duisburg

Beispiele für Aufgaben in der Ökonometrieklausur in Duisburg Beispiele für Aufgaben in der Ökonomerieklausur in Duisburg Die Aufgaben sind (z.. modifiziere) asächlich geselle Aufgaben unerschiedlichen Schwierigkeisgrads und daher auch mi unerschiedlicher Punkzahl

Mehr

Strömung im Rohr. Versuch: Inhaltsverzeichnis. Fachrichtung Physik. Physikalisches Grundpraktikum. 1 Aufgabenstellung 2

Strömung im Rohr. Versuch: Inhaltsverzeichnis. Fachrichtung Physik. Physikalisches Grundpraktikum. 1 Aufgabenstellung 2 Fachrichung Physik Physikalisches Grundprakikum Ersell: Bearbeie: Versuch: L. Jahn SR M. Kreller J. Kelling F. Lemke S. Majewsky i. A. Dr. Escher Akualisier: am 29. 03. 2010 Srömung im Rohr Inhalsverzeichnis

Mehr

Motivation: Sampling. (14) Sampling. Motivation: Sampling. Beispiele. Beispiel Kreisscheibe. Beispiel: Kreisscheibe

Motivation: Sampling. (14) Sampling. Motivation: Sampling. Beispiele. Beispiel Kreisscheibe. Beispiel: Kreisscheibe Moivaion: Sampling (4) Sampling Vorlesung Phoorealisische Compuergraphik S. Müller Ein naiver (und sehr eurer) Ansaz, die Rendering Equaion mi Hilfe eines Rayracing-Ansazes zu lösen, wäre wird eine diffuse

Mehr

Mathematik: Mag. Schmid Wolfgang Arbeitsblatt 6 5. Semester ARBEITSBLATT 6 PARAMETERDARSTELLUNG EINER GERADEN

Mathematik: Mag. Schmid Wolfgang Arbeitsblatt 6 5. Semester ARBEITSBLATT 6 PARAMETERDARSTELLUNG EINER GERADEN ARBEITSBLATT PARAMETERDARSTELLUNG EINER GERADEN Eine Gerade sell man im R ensprechend zum R auf, nur daß eine z-koordinae hinzukomm: Definiion: Parameerdarsellung einer Gerade durch die Punke A und B:

Mehr

Name: Punkte: Note: Ø:

Name: Punkte: Note: Ø: Name: Punke: Noe: Ø: Kernfach Physik Abzüge für Darsellung: Rundung: 4. Klausur in K am 5. 5. 0 Ache auf die Darsellung und vergiss nich Geg., Ges., Formeln, Einheien, Rundung...! Angaben: e =,60 0-9 C

Mehr

No-Arbitrage Modelle

No-Arbitrage Modelle No-Arbirage Modelle Sefan Fremd 17. Januar 27 1 Einleiung No-Arbirage Modelle: Modelle, bei denen die beobacheen Preise der Anleihen Derivae am Mark P obs (, T ) genau mi denen des Modells ˆP (, T ) übereinsimmen,

Mehr

Thema 3: Dynamischer versus statischer Vorteilhaftigkeitsvergleich

Thema 3: Dynamischer versus statischer Vorteilhaftigkeitsvergleich hema 3: Dynamischer versus saischer Voreilhafigkeisvergleich Vor allem in der Wirschafspraxis belieb: Gewinnorieniere sa zahlungsorieniere Ansäze zum reffen von Invesiionsenscheidungen. sogenanne saische

Mehr

7 Das lokale Ito-Integral

7 Das lokale Ito-Integral 7 Das lokale Io-Inegral 7.3 Ein lokales L p -Maringal is uner einer gleichgradigen Inegrierbarkeisbedingung ein L p -Maringal 7.4 Rechsseiig seiges (seiges), lokales L p -Maringal 7.5 Seige, lokale Maringale

Mehr

Zwei Rechenbeispiele für die einfache lineare Regression

Zwei Rechenbeispiele für die einfache lineare Regression Einfache Regression mi Ecel Prof. Dr. Peer von der Lippe Zwei Rechenbeispiele für die einfache lineare Regression 1.1. Daen 1. Mindeslöhne Beispiel 1 Ennommen aus Rolf Ackermann, pielball des Lobbyisen,

Mehr

Unterschied 2: kurzfristige vs langfristige Zinssätze. Arbitrage impliziert: r = i e i = r + e (1) (2)

Unterschied 2: kurzfristige vs langfristige Zinssätze. Arbitrage impliziert: r = i e i = r + e (1) (2) Unerschied : kurzfrisige vs langfrisige Zinssäze Inermediae Macro - Uni Basel 10 Arbirage implizier: (1) () Es gib eine klare Beziehung zwischen langfrisigen Zinsen und erwareen künfigen Kurzfriszinsen

Mehr

Exponential- und Logarithmusfunktionen

Exponential- und Logarithmusfunktionen . ) Personen, Personen bzw. Personen ) Ewas weniger als Minuen. (Nach,... Minuen sind genau Personen informier.) ) Ja. Bereis um : Uhr sind (heoreisch) Personen informier. ) Informiere Miarbeierinnen und

Mehr

4. Quadratische Funktionen.

4. Quadratische Funktionen. 4-1 Funkionen 4 Quadraische Funkionen 41 Skalierung, Nullsellen Eine quadraische Funkion is von der Form f() = c 2 + b + a mi reellen Zahlen a, b, c; is c 0, so sprechen wir von einer echen quadraischen

Mehr

14 Kurven in Parameterdarstellung, Tangentenvektor und Bogenlänge

14 Kurven in Parameterdarstellung, Tangentenvektor und Bogenlänge Dr. Dirk Windelberg Leibniz Universiä Hannover Mahemaik für Ingenieure Mahemaik hp://www.windelberg.de/agq 14 Kurven in Parameerdarsellung, Tangenenvekor und Bogenlänge Aufgabe 14.1 (Tangenenvekor und

Mehr

7.3. Partielle Ableitungen und Richtungsableitungen

7.3. Partielle Ableitungen und Richtungsableitungen 7.3. Parielle Ableiungen und Richungsableiungen Generell vorgegeben sei eine Funkion f von einer Teilmenge A der Ebene R oder allgemeiner des n-dimensionalen Raumes R n nach R. Für x [x 1,..., x n ] aus

Mehr

Zeit (in h) Ausflussrate (in l/h)

Zeit (in h) Ausflussrate (in l/h) Aufgabe 6 (Enwicklung einer Populaion): (Anforderungen: Inerpreaion von Schaubildern; Inegralfunkion in der Praxis) Von einer Populaion wird - jeweils in Abhängigkei von der Zei - die Geburenrae (in Individuen

Mehr

u(t) sin(kωt)dt, k > 0

u(t) sin(kωt)dt, k > 0 Übung 7 /Grundgebiee der Elekroechnik 3 WS7/8 Fourieranalyse Dr. Alexander Schaum, Lehrsuhl für verneze elekronische Syseme Chrisian-Albrechs-Universiä zu Kiel mi Im folgenden wird die Fourierreihe = a

Mehr

Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Institut für Analysis Dr. A. Müller-Rettkowski Dipl.-Math. M. Uhl. Sommersemester 2011

Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Institut für Analysis Dr. A. Müller-Rettkowski Dipl.-Math. M. Uhl. Sommersemester 2011 Karlsruher Insiu für Technologie KIT) Insiu für Analysis Dr. A. Müller-Rekowski Dipl.-Mah. M. Uhl Sommersemeser Höhere Mahemaik II für die Fachrichungen Elekroingenieurwesen und Physik inklusive Komplee

Mehr

DIE LINEARE DIFFERENTIALGLEICHUNG ZWEITER ORDNUNG MIT KONSTANTEN KOEF- FIZIENTEN

DIE LINEARE DIFFERENTIALGLEICHUNG ZWEITER ORDNUNG MIT KONSTANTEN KOEF- FIZIENTEN Skrium zum Fach Mechanik 5Jahrgang HTL-Eisensad DIE LINEARE DIFFERENTIALGLEICHUNG ZWEITER ORDNUNG MIT KONSTANTEN KOEF- FIZIENTEN DilIngDrGüner Hackmüller 5 DilIngDrGüner Hackmüller Alle Reche vorbehalen

Mehr

Abiturprüfung Mathematik 2009 (Baden-Württemberg) Berufliche Gymnasien ohne TG Analysis, Aufgabe 1

Abiturprüfung Mathematik 2009 (Baden-Württemberg) Berufliche Gymnasien ohne TG Analysis, Aufgabe 1 www.mahe-aufgaben.com Abiurprüfung Mahemaik 009 (Baden-Würemberg) Berufliche Gymnasien ohne TG Analysis, Aufgabe. (7 Punke) Das Schaubild P einer Polynomfunkion drien Grades ha den Wendepunk W(-/-) und

Mehr

Analyse zeitabhängiger Daten. Zeitreihenanalyse I

Analyse zeitabhängiger Daten. Zeitreihenanalyse I Analyse zeiabhängiger Daen Zeireihenanalyse I 1 Warum geh es in den folgenden Sizungen? Zeireihen Daum 05.04.06 12.04.06 19.04.06 26.04.06 03.05.06 10.05.06 17.05.06 24.05.06 31.05.06 07.06.06 14.06.06

Mehr

Ökonometrie - Eine Einführung

Ökonometrie - Eine Einführung Ökonomerie - Eine Einführung 5. Auflage Ludwig von Auer 28. März 2011 Inhalsverzeichnis 1 1 Einleiung 1 1.1 BrauchmanÖkonomeriker?... 2 1.2 WasisÖkonomerie?... 2 1.3 DievierAufgabenderÖkonomerie... 3 1.3.1

Mehr

Probeklausur 1. Thema Nr. 1 (Aufgabengruppe) Es sind alle Aufgaben dieser Aufgabengruppe zu bearbeiten!

Probeklausur 1. Thema Nr. 1 (Aufgabengruppe) Es sind alle Aufgaben dieser Aufgabengruppe zu bearbeiten! Universiä Regensburg, Winersemeser 3/4 Examenskurs Analysis (LGy) Dr. Farid Madani Probeklausur Thema Nr. (Aufgabengruppe) Es sind alle Aufgaben dieser Aufgabengruppe zu bearbeien! Aufgabe (5 Punke). Man

Mehr

Mathematik III DGL der Technik

Mathematik III DGL der Technik Mahemaik III DGL der Technik Grundbegriffe: Differenialgleichung: Bedingung in der Form einer Gleichung in der Ableiungen der zu suchenden Funkion bis zu einer endlichen Ordnung aufreen. Funkions- und

Mehr

Aufgaben zur Zeitreihenanalyse (Kap. 5)

Aufgaben zur Zeitreihenanalyse (Kap. 5) Prof. Dr. Reinhold Kosfeld Fachbereich Wirschafswissenschafen Aufgaben zur Zeireihenanalyse (Kap. 5) Aufgabe 5.1 Welches Phänomen läss sich mi ARCH-Prozessen modellieren und welche prognosische Relevanz

Mehr

Masse, Kraft und Beschleunigung Masse:

Masse, Kraft und Beschleunigung Masse: Masse, Kraf und Beschleunigung Masse: Sei 1889 is die Einhei der Masse wie folg fesgeleg: Das Kilogramm is die Einhei der Masse; es is gleich der Masse des Inernaionalen Kilogrammprooyps. Einzige Einhei

Mehr

Übungen zur Klausur 11M1 21/05/2008 Seite 1 von 5

Übungen zur Klausur 11M1 21/05/2008 Seite 1 von 5 Seie von 5 Aufgabe : Eine ganzraionale Funkion. Grades habe die Nullsellen ; ;. Ihr Schaubild gehe durch P( 6). Besimme die Exremsellen. Skizziere den Graphen der Funkion. allgemeine Form einer Funkion.

Mehr

III.2 Radioaktive Zerfallsreihen

III.2 Radioaktive Zerfallsreihen N.BORGHINI Version vom 5. November 14, 13:57 Kernphysik III. Radioakive Zerfallsreihen Das Produk eines radioakiven Zerfalls kann selbs insabil sein und späer zerfallen, und so weier, sodass ganze Zerfallsreihen

Mehr

Leistungselektronik Grundlagen und Standardanwendungen. Übung 3: Kommutierung

Leistungselektronik Grundlagen und Standardanwendungen. Übung 3: Kommutierung Lehrsuhl für Elekrische Anriebssyseme und Leisungselekronik Technische Universiä München Arcissraße 1 D 8333 München Email: [email protected] Inerne: hp://www.eal.ei.um.de Prof. Dr.-Ing. Ralph Kennel Tel.:

Mehr

Rüdiger Scholz Die Poisson-Verteilung foexlab-materialien

Rüdiger Scholz Die Poisson-Verteilung foexlab-materialien Rüdiger Scholz Die Poisson-Vereilung foexlab-maerialien Poisson-Vereilung Anforderungsniveau Maheaik Sichwore LFB Theorie: Einfach Experien: Einfach ahe Sochasik Mielwer, Varianz, Sichprobe, Wahrscheinlichkeisvereilung,

Mehr