Vorkurs Mathematik Abbildungen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Vorkurs Mathematik Abbildungen"

Transkript

1 Vorkurs Mathematik Abbildungen Philip Bell 19. September 2016 Diese Arbeit beruht im Wesentlichen auf dem Vortrag Relationen, Partitionen und Abbildungen von Fabian Grünig aus den vorangehenden Jahren. 1

2 1 Abbildungen Im letzten Vortrag wurde der Begriff der Relation eingeführt, jedoch schnell zum Studium der spezielleren Äquivalenzrelationen übergegangen. Wir wollen uns in diesem Vortrag mit Abbildungen (oder Funktionen) beschäftigen. Um diese jedoch mathematisch korrekt formulieren zu können, brauchen wir einen allgemeineren Begriff der Relation, denn eine Abbildung setzt Elemente verschiedener Mengen in Beziehung. Definition 1. Seien X, Y Mengen und R X Y. Dann nennen wir R eine Relation zwischen X und Y. Auch hier schreiben wir für (x, y) R einfach x y, falls keine Verwechlungsgefahr besteht. Inbesondere sprechen wir nun von allgemeinen Relationen und nicht von Äquivalenzrelationen. Die hier betrachteten Relationen müssen nicht länger reflexiv, symmetrisch oder transitiv; sie können diese Eigenschaften meist garnicht bezitzen. 1.1 Die richtige Definition Aus der Schule kennen wir den folgenden Begriff einer Abbildung Definition 2. Seien X, Y Mengen. Eine Abbildung f ist eine Zuordnungsvorschrift, die jedem Element aus X genau ein Element aus Y zuordnet. Schrecklich, nicht wahr? Was soll denn eine Zuordnungsvorschrift sein? Diese Definition ist total schwammig. Zum Glück können wir bereits mit unseren Mitteln einen exakten Abbildungsbegriff definieren. Definition 3. Seien X, Y Mengen und G X Y eine Relation zwischen X und Y. Erfüllt G die Eigenschaft: (W) Für alle x X existiert genau ein y Y, sodass x y. so nennen wir das Tripel f = (X, Y, G) eine Abbildung von X nach Y und schreiben f : X Y. Das zu x eindeutige y mit x y bezeichnen wir mit f (x) und schreiben f (x) = y oder f : x y. Gegebenfalls nennen wir X den Definitionsbereich dom( f ), Y die Zielmenge cod( f )und G den Graph der Abbildung f (dom und cod stehen hierbei für domain und codomain). Zudem bezeichnen wir für zwei Mengen X, Y mit Y X beziehungsweise Abb(X, Y) die Menge aller Abbildungen von X nach Y. Bemerkung 1. Die Eigenschaft (W) wird als Wohldefiniertheit bezeichnet. In vielen Fällen ist klar, dass diese erfüllt wird und sie wird daher nicht explizit nachgeprüft. Übliche Beispiele für Abbildungen, deren Wohldefiniertheit zu prüfen ist, sind unter anderem: 2

3 Bei rationalen Abbildungen ist zu prüfen, dass nicht durch Null geteilt wird Bei Abbildungen die auf Quotienten definiert werden, ist Repräsentantenunabhängigkeit zu prüfen: Sei zum Beispiel X eine Menge und R S X X zwei Äquivalenzrelationen auf X. Betrachte die Zuordnungsvorschriften f : X/R X/S, [x] R [x] S g : X/R X/S, [x] R [x] S wobei [x] R und [x] S jeweils die Äquivalenzklasse bezüglich R beziehungsweise S bezeichne. Hier definiert f tatsächlich eine Abbildung. Seien y, z zwei Vertreter von [x] R, das heißt y R z. Wegen R S gilt also auch y S z. Damit ist das Bild von [x] R unter f unabhänig von der Wahl eines Vertreters. Andererseits definiert g keine Abbildung. Betrachte hierzu fplgendes Gegenbeispiel: Sei X = {1, 2}, R = {(1, 1), (2, 2)} und S = X X (dies sind beides Äquivalenzrelationen auf X). Dann gilt zwar [1] S = [2] S, g([1] S ) = [1] R und g([2] S ) = [2] R, aber auch [1] R [2] R, das heißt das Bild von [1] S ist abhängig davon, ob man 1 oder 2 als Vertreter wählt. Dies ist die richtige Definition des Abbildungsbegriffs. Alle Grundbegriffe, die wir in der Definition verwendet haben, sind bekannt und eindeutig definiert. Definition 4. Seien X, Y, A, B Mengen, sowie f : X Y, g : A B Abbildungen. Dann definieren wir die Gleichheit von f und g via X = A f = g : und Y = B und f (x) = g(x) für alle x X = A Definition 5. Seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Dann induziert f zwei weitere Abbildungen zwischen den Potenzmengen P(X), P(Y): die Bildabbildung zu f und f : P(X) P(Y) A { f (a) Y a A} f 1 : P(Y) P(X) B {x X f (x) B} die Urbildabbildung zu f. Wir nennen f (X) das Bild von f und schreiben auch I( f ). Definition 6. Seien X, Y, Z Mengen und f : X Y, sowie g : Y Z Abbildungen. Dann definieren wir die Abbildung g f : X Z (g f )(x) = g( f (x)) (gelesen: g nach f ) als die Komposition oder Verkettung von f und g. 3

4 1.2 Eigenschaften von Abbildungen Abbildungen alleine sind recht langweilig. Wir definieren daher einige wichtige Adjektive für Mengen und untersuchen diese neuen Begriffe. Definition 7. Seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. 1. Wir nennen f injektiv (oder eineindeutig), falls für alle x 1, x 2 X mit x 1 x 2 auch f (x 1 ) f (x 2 ) gilt. 2. Wir nennen f surjektiv, falls für alle y Y ein x X existiert, mit f (x) = y. 3. Wir nennen f bijektiv, falls f injektiv und surjektiv ist. Definition 8. Seien A, X Mengen mit A X. Dann nennen wir die natürliche Inklusion von A in X Bemerkung 2. ι ist eine injektive Abbildung. ι : A X a a Definition 9. Sei X eine Menge und ein Äquivalenzrelation auf X. Dann nennen wir die natürliche Projektion bzgl.. π : X X/ Bemerkung 3. π ist eine surjektive Abbildung. x [x] Definition 10. Sei X eine Menge. Dann nennen wir die Identität auf X. id X : X X x x Bemerkung 4. id X ist eine bijektive Abbildung und für f : X Y gilt id Y f = f und f id X = f Diese eben definierten Eigenschaften von Abbildungen, tauchen in der Mathematik immer wieder auf. Um diese Eigenschaften nachzuweisen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Die Gültigkeit einiger dieser Möglichkeiten werden wir nachfolgend zeigen. Bemerkung 1. Seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Dann sind äquivalent 1. f ist injektiv, d.h. für alle x 1 x 2 X gilt f (x 1 ) f (x 2 ). 2. Für alle x 1, x 2 X mit f (x 1 ) = f (x 2 ) gilt bereits x 1 = x 2. 4

5 3. Für alle y Y ist f 1 ({y}) höchstens einelementig. Beweis. (i) (ii) Dies folgt direkt durch Kontraposition. (ii) (iii) Sei y Y, f 1 ({y}) und x 1, x 2 f 1 ({y}). Dann gilt f (x 1 ) = y = f (x 2 ), also wegen (ii) bereits x 1 = x 2. Also ist f 1 ({y}) = {x 1 }. (iii) (i) Seien x 1 x 2 X. Angenommen es wäre f (x 1 ) = f (x 2 ). Dann gilt für y = f (x 1 ), dass f 1 ({y}) {x 1, x 2 } im Widerspruch zur Voraussetzung. Bemerkung 2. Seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Dann sind äquivalent 1. f ist surjektiv, d.h. für alle y Y existiert ein x X, sodass f (x) = y. 2. Für alle y Y ist f 1 ({y}) mindestens einelementig. 3. Es gilt f (X) = Y. Beweis. (i) (ii) (ii) (iii) (iii) (i) Sei y Y, dann existiert ein x X mit f (x) = y. Also ist x f 1 ({y}), also f 1 ({y}) mindestens einelementig. Sei y Y, dann ist f 1 ({y}) mindestens einelementig. Also existiert ein x X mit x f 1 ({y}), d.h. f (x) = y. Also ist y f (X), was zeigt. Die Inklusion gilt nach Definition der Bildabbildung. Sei y Y. Gäbe es nun kein x X mit f (x) = y, so folgte y f (X), was im Widerspruch zu f (X) = Y stünde. 1.3 Eine erste Strukturaussage Wir werden an dieser Stelle eine Strukturaussage über Abbildungen zeigen. In der Tat lässt sich jede Abbildung als Verkettung einer injektiven, einer surjektiven und einer bijektiven Abbildung schreiben. Um diese Aussage zu beweisen, wenden wir sämtliche Erkenntnisse aus diesem Vortrag mehr oder weniger explizit an. Bemerkung 3. Seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Dann definiert eine Äquivalenzrelation auf X. x 1 x 2 : f (x 1 ) = f (x 2 ) Beweis. Dies folgt sehr einfach aus den Eigenschaften der = -Relation. 5

6 Satz 1. Seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Wir betrachten das Diagramm X f Y π ι X/ ϕ I( f ) wobei π : x [x] die Projektion bzgl. der Relation aus [3] ist und ι die natürliche Inklusion von f (X) Y ist. Weiter sei Dann gilt 1. ϕ ist wohldefiniert. 2. ϕ ist bijektiv. ϕ : X/ I( f ) [x] f (x) 3. Das Diagramm kommutiert in dem Sinne, dass f = ι ϕ π gilt. Beweis. 1. Seien x 1, x 2 X, mit x 1 x 2. Dann gilt nach Definition von, dass f (x 1 ) = f (x 2 ). Also ϕ ( [x 1 ] ) = f (x 1 ) = f (x 2 ) = ϕ ( [x 2 ] ). 2. Wir zeigen die Injektivität und die Surjektivität von ϕ. (inj.) Seien x 1, x 2 X mit ϕ ( [x 1 ] ) = ϕ ( [x 2 ] ). Dies bedeutet f (x 1 ) = f (x 2 ) und damit ist x 1 x 2. Nach Bemerkung [??] ist dann [x 1 ] = [x 2 ]. (surj.) Sei y f (X). Dann existiert nach Definition von f (X) ein x X mit f (x) = y. Betrachten wir die Äquivalenzklasse von x, dann sehen wir ϕ ( [x] ) = f (x) = y. 3. Wir zeigen die Gleichheit der Abbildungen f : X Y ι ϕ π : X Y Diese Abbildungen haben offensichtlich die selben Definitionsbereiche und Zielmengen. Bleibt noch zu zeigen, dass sie punktweise übereinstimmen. Sei also x X. Wir berechnen (ι ϕ π)(x) = (ι ϕ)(π(x)) = (ι ϕ) ( [x] ) = ι ( ϕ ( [x] ) ) = ι( f (x)) = f (x). Damit ist alles gezeigt. 6

7 1.4 Die Umkehrabbildung Definition 11. Es seien X, Y Mengen und f : X Y, g : Y X Abbildungen. 1. Wir nennen g eine Linksumkehrung zu f, falls g f = id X gilt. 2. Wir nennen g eine Rechtsumkehrung zu f, falls f g = id Y gilt. 3. Wir nennen g eine Umkehrabbildung zu f, falls gilt. g f = id X und f g = id Y Die Möglichkeit, Abbildungen umzukehren, hängt stark mit Eigenschaften zusammen, die wir bereits in diesem Kapitel betrachtet haben. In der Tat ist eine Abbildung genau dann linksumkehrbar, wenn sie injektiv. Ob eine Abbildung rechts-umkehrbar ist, wenn sie surjektiv ist, bleibt eine Glaubensfrage. Bemerkung 4. Es seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Dann sind die folgenden Aussagen äquivalent. 1. f ist injektiv 2. Es gibt eine Abbildung g : Y X mit g f = id X. Beweis. Um die Äquivalenz dieser Aussagen zu zeigen, müssen wir zwei Implikationen beweisen. (ii) (i) (i) (ii) Es gebe eine Abbildung g : Y X mit g f = id X. Um zu zeigen, dass f injektiv ist, verwenden wir das Kriterium (ii) aus Bemerkung [1]. Seien also x 1, x 2 X mit f (x 1 ) = f (x 2 ). Durch Anwendung von g auf beiden Seiten dieser Gleichung erhalten wir (g f )(x 1 ) = (g f )(x 2 ) und wegen der Eigenschaft von g demnach id X (x 1 ) = id X (x 2 ). Da die Identität jedes Element fest lässt, gilt schließlich x 1 = x 2. Dies zeigt, dass f injektiv ist. Sei f injektiv. Unser Ziel ist es, eine Abbildung g : Y X zu konstruieren, welche f rückgängig macht. Dafür ist es uns egal, wie sich g außerhalb des Bildes f (X) von f verhält. Wir fixieren also wahllos ein x 0 X und setzen g(y) = x 0 für y Y \ f (X). Wir müssen g noch auf f (X) konstruieren. Ist y f (X) dann existiert nach Definition von f (X) ein Urbild x y X mit f (x y ) = y. Wegen Bemerkung [1] ist dieses x y eindeutig. Wir setzen für jedes y f (X) das Bild unter g auf dieses eindeutige g(y) = x y. Damit ist g eine auf ganz Y wohldefinierte Abbildung. Dieses g ist nach Konstruktion eine Linksumkehrung von f, denn für x X gilt (g f )(x) = g( f (x)) = x f (x) = x. 7

8 Bemerkung 5. Es seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Dann sind die folgenden Aussagen äquivalent. 1. f ist surjektiv. 2. Es gibt eine Abbildung g : Y X mit f g = id Y. Beweis. (ii) (i) (i) (ii) Es gebe eine Abbildung g : Y X mit f g = id Y. Um zu zeigen, dass f surjektiv, müssen wir für jedes y Y ein Urbild in X finden. Es sei y Y; dann ist g(y) X. Durch die Eigenschaft von g gilt dann f (g(y)) = ( f g)(y) = y, also ist g(y) das gesuchte Urbild unter f zu y. Sei f surjektiv. Unser Ziel ist es, eine Abbildung g : Y X zu konstruieren, für die f g die Identität ist. Es sei y Y. Da f surjektiv ist, existiert ein Urbild x y X mit f (x y ) = y. Für jedes y Y wählen wir ein (nicht eindeutiges) Urbild x y Y und konstruieren so durch die Setzung g(y) = x y unsere gesuchte Abbildung 1. Existiert für eine Abbildung eine Links- und eine Rechtsumkehrung, dann sind diese Umkehrungen bereits identisch. Mit den eben gezeigten Bemerkungen, sehen wir also, dass eine bijektive Abbildung eine eindeutige beidseitige Umkehrung eine Umkehrabbildung besitzt. Bemerkung 6. Es seien X, Y Mengen und f : X Y. Ferner seien g l, g r : Y X zwei Abbildengen, wobei g l eine Linksumkehrung und g r eine Rechtsumkehrung von f ist. Dann gilt g l = g r. Beweis. Nach den oben formulierten Voraussetzungen habe g l und g r den gleichen Wertebereich und die gleiche Zielmenge. Wir müssen noch zeigen, dass sie punktweise Übereinstimmen. Es gelten für alle x X und alle y Y die Gleichungen (g l f )(x) = id X (x) und ( f g r )(y) = y. Wenden wir auf die zweite Gleichung die Abbildung g l an, erhalten wir Durch Umklammern ergibt sich (g l ( f g r ))(y) = g l (y). (g l f )(g r (y)) = g l (y). Wegen g l f = id X erhalten wir schließlich g r (y) = g l (y), was die Gleichheit der Abbildungen zeigt. 1 Es stellt sich die Frage, ob dies ein vernünftiger Konstruktionsprozess ist. Da wir keine Informationen über die Mengen X und Y haben, könnten diese auch unendlich groß sein. Um g konstruieren zu können, müssen wir also unendlich oft eine Auswahl die Wahl des Urbilds treffen. Die Frage, ob diese Vorgehensweise gerechtfertigt oder überzeugend ist, ist eine Glaubensfrage. Das sogenannte Auswahlaxiom ermöglicht uns diese Vorgehensweise; seine Gültigkeit kann jedoch nicht bewiesen werden. 8

9 Korollar 1. Es seien X, Y Mengen und f : X Y eine Abbildung. Dann sind die folgenden Aussagen äquivalent. 1. f ist bijektiv. 2. Es gibt eine Abbildung g : Y X mit g f = id X und f g = id Y. Diese eindeutige Abbildung zu f nennen wir die Umkehrabbildung zu f und bezeichnen 2 diese mit f 1. 2 Dies ist die gleiche Schreibweise, wie die der Urbildabbildung. Da aber die Urbildabbildung f 1 : PY PY und die Umkehrabbildung f 1 : Y X unterschiedliche Werte- und Bildmengen besitzen, besteht im Regelfall keine Verwechslungsgefahr. 9

Kapitel 1. Mengen und Abbildungen. 1.1 Mengen

Kapitel 1. Mengen und Abbildungen. 1.1 Mengen Kapitel 1 Mengen und Abbildungen 1.1 Mengen Die Objekte der modernen Mathematik sind die Mengen. Obwohl die Logik einen axiomatischen Zugang zur Mengenlehre bietet, wollen wir uns in dieser Vorlesung auf

Mehr

D-MATH, D-PHYS, D-CHAB Analysis I HS 2017 Prof. Manfred Einsiedler. Lösung 2

D-MATH, D-PHYS, D-CHAB Analysis I HS 2017 Prof. Manfred Einsiedler. Lösung 2 D-MATH, D-PHYS, D-CHAB Analysis I HS 2017 Prof. Manfred Einsiedler Lösung 2 Hinweise 1. Eine Möglichkeit ist, auf diese Forderungen massgeschneiderte Relationen explizit anzugeben. Dies ist aber nicht

Mehr

3 Werkzeuge der Mathematik

3 Werkzeuge der Mathematik 3.1 Mengen (18.11.2011) Definition 3.1 Die Menge heißt leere Menge. :=»x M x x Definition 3.2 Es seien N und M Mengen. Wir definieren: und analog M N : (x M x N). N M : (x N x M). Wir sagen M ist Teilmenge

Mehr

Der Relationenbegriff: Partitionen und Abbildungen

Der Relationenbegriff: Partitionen und Abbildungen Der Relationenbegriff: Partitionen und Abbildungen Ein Vortrag im Rahmen des mathematischen Vorkurses der Fachschaft MathPhys von Fabian Grünig Fragen, Anmerkungen und Korrekturen an [email protected]

Mehr

Abbildungen. Kapitel Definition: (Abbildung) 5.2 Beispiel: 5.3 Wichtige Begriffe

Abbildungen. Kapitel Definition: (Abbildung) 5.2 Beispiel: 5.3 Wichtige Begriffe Kapitel 5 Abbildungen 5.1 Definition: (Abbildung) Eine Abbildung zwischen zwei Mengen M und N ist eine Vorschrift f : M N, die jedem Element x M ein Element f(x) N zuordnet. Schreibweise: x f(x) 5. Beispiel:

Mehr

Vorlesung. Funktionen/Abbildungen

Vorlesung. Funktionen/Abbildungen Vorlesung Funktionen/Abbildungen 1 Grundlagen Hinweis: In dieser Vorlesung werden Funktionen und Abbildungen synonym verwendet. In der Schule wird eine Funktion häufig als eindeutige Zuordnung definiert.

Mehr

2 Lösungen zu Kapitel 2

2 Lösungen zu Kapitel 2 2 Lösungen zu Kapitel 2 2. Lösung. Die Funktion f ist nicht injektiv. So gibt es (unendlich) viele Paare (x, y) mit f(x, y) = 0, etwa (0, 0) und (/2, ). Die Funktion f ist surjektiv. Zum Beispiel gilt

Mehr

FU Berlin: WiSe (Analysis 1 - Lehr.) Übungsaufgaben Zettel 5. Aufgabe 18. Aufgabe 20. (siehe Musterlösung Zettel 4)

FU Berlin: WiSe (Analysis 1 - Lehr.) Übungsaufgaben Zettel 5. Aufgabe 18. Aufgabe 20. (siehe Musterlösung Zettel 4) FU Berlin: WiSe 13-14 (Analysis 1 - Lehr.) Übungsaufgaben Zettel 5 Aufgabe 18 (siehe Musterlösung Zettel 4) Aufgabe 20 In der Menge R der reellen Zahlen sei die Relation 2 R 2 definiert durch: x 2 y :

Mehr

Lösungen zur Übungsserie 1

Lösungen zur Übungsserie 1 Analysis 1 Herbstsemester 2018 Prof. Peter Jossen Montag, 24. September Lösungen zur Übungsserie 1 Aufgaben 1, 3, 4, 5, 6, 8 Aufgabe 1. Sei X eine endliche Menge mit n Elementen, und sei Y eine endliche

Mehr

Lineare Algebra I. Auswahlaxiom befragen. (Wer schon im Internet danach sucht, sollte das auch mal mit dem Begriff

Lineare Algebra I. Auswahlaxiom befragen. (Wer schon im Internet danach sucht, sollte das auch mal mit dem Begriff Universität Konstanz Wintersemester 2009/2010 Fachbereich Mathematik und Statistik Lösungsblatt 2 Prof. Dr. Markus Schweighofer 11.11.2009 Aaron Kunert / Sven Wagner Lineare Algebra I Lösung 2.1: Behauptung:

Mehr

Tutorium: Diskrete Mathematik

Tutorium: Diskrete Mathematik Tutorium: Diskrete Mathematik Vorbereitung der Bonusklausur am 01.12.2017 (Teil 1) 22. November 2017 Steven Köhler [email protected] mathe.stevenkoehler.de 2 c 2017 Steven Köhler 22. November 2017

Mehr

Lösungen zu Kapitel 2

Lösungen zu Kapitel 2 Lösungen zu Kapitel 2 Lösung zu Aufgabe 1: Wir zeigen die Behauptung durch vollständige Induktion über n. Die einzige Menge mit n = 0 Elementen ist die leere Menge. Sie besitzt nur sich selbst als Teilmenge,

Mehr

2 Mengen, Abbildungen und Relationen

2 Mengen, Abbildungen und Relationen Vorlesung WS 08 09 Analysis 1 Dr. Siegfried Echterhoff 2 Mengen, Abbildungen und Relationen Definition 2.1 (Mengen von Cantor, 1845 1918) Eine Menge M ist eine Zusammenfassung von wohlbestimmten und wohl

Mehr

Injektiv, Surjektiv, Bijektiv

Injektiv, Surjektiv, Bijektiv Injektiv, Surjektiv, Bijektiv Aufgabe 1. Geben Sie einen ausführlichen Beweis für folgende Aussage: Wenn f A B surjektiv ist und R A A A eine reflexive Relation auf A ist, dann ist R B = {( f(x), f(y)

Mehr

: G G G. eine Abbildung. Gelten die folgenden Eigenschaften, so nennen wir (G,,e) eine Gruppe: (x,y) x y

: G G G. eine Abbildung. Gelten die folgenden Eigenschaften, so nennen wir (G,,e) eine Gruppe: (x,y) x y 5 GRUPPEN 5 Gruppen Hier fehlt eine schöne Einleitung oder ein motivierendes Beispiel. Definition [5.1] Sei G eine nicht-leere Menge, e G ein (ausgezeichnetes) Element in G und : G G G eine Abbildung.

Mehr

Diskrete Strukturen Vorlesungen 5 und 6

Diskrete Strukturen Vorlesungen 5 und 6 Sebastian Thomas RWTH Aachen, WS 2016/17 07.11.2016 09.11.2016 Diskrete Strukturen Vorlesungen 5 und 6 3 Abbildungen In diesem Abschnitt führen wir Abbildungen zwischen Mengen ein. Während Mengen von der

Mehr

Vorkurs Mathematik B

Vorkurs Mathematik B Vorkurs Mathematik B Dr. Thorsten Camps Fakultät für Mathematik TU Dortmund 8. September 2011 Für die Mathematik zentral sind Abbildungen und Funktionen. Häufig wird zwischen beiden Begriffen nicht unterschieden.

Mehr

Höhere Mathematik für die Fachrichtung Physik

Höhere Mathematik für die Fachrichtung Physik Karlsruher Institut für Technologie Institut für Analysis Dr. Christoph Schmoeger Michael Hott, M. Sc. WS 015/016 30.10.015 Höhere Mathematik für die Fachrichtung Physik Lösungsvorschläge zum 1. Übungsblatt

Mehr

(1.18) Def.: Eine Abbildung f : M N heißt

(1.18) Def.: Eine Abbildung f : M N heißt Zurück zur Mengenlehre: Abbildungen zwischen Mengen (1.17) Def.: Es seien M, N Mengen. Eine Abbildung f : M N von M nach N ist eine Vorschrift, die jedem x M genau ein Element f(x) N zuordnet. a) M = N

Mehr

2 Mengen und Abbildungen

2 Mengen und Abbildungen 2.1 Mengen Unter einer Menge verstehen wir eine Zusammenfassung von Objekten zu einem Ganzen. Die Objekte heiÿen Elemente. Ist M eine Menge und x ein Element von M so schreiben wir x M. Wir sagen auch:

Mehr

Funktionen. x : Variable von f oder Argument f x : Funktionswert, Wert der Funktion f an der Stelle x D f. : Definitionsmenge(Urbildmenge)

Funktionen. x : Variable von f oder Argument f x : Funktionswert, Wert der Funktion f an der Stelle x D f. : Definitionsmenge(Urbildmenge) Funktionen Eine Funktion oder Abbildung ist eine Beziehung zwischen zwei nicht leere Mengen D f und Z, die jedem Element x aus einer Menge D f genau ein Element y aus anderer Menge Z zuordnet. f : D f

Mehr

Technische Universität München. Ferienkurs Lineare Algebra 1. Mengenlehre, Aussagen, Relationen und Funktionen. Aufgaben mit Musterlösung

Technische Universität München. Ferienkurs Lineare Algebra 1. Mengenlehre, Aussagen, Relationen und Funktionen. Aufgaben mit Musterlösung Technische Universität München Ferienkurs Lineare Algebra 1 Mengenlehre, Aussagen, Relationen und Funktionen Aufgaben mit Musterlösung 21. März 2011 Tanja Geib 1 Aufgabe 1 Geben Sie zu B = {0, 2, 4} und

Mehr

Lösungsmenge L I = {x R 3x + 5 = 9} = L II = {x R 3x = 4} = L III = { }

Lösungsmenge L I = {x R 3x + 5 = 9} = L II = {x R 3x = 4} = L III = { } Zur Einleitung: Lineare Gleichungssysteme Wir untersuchen zunächst mit Methoden, die Sie vermutlich aus der Schule kennen, explizit einige kleine lineare Gleichungssysteme. Das Gleichungssystem I wird

Mehr

i=1 j= 5 2. Verifizieren Sie die Gleichung indem Sie die Ausdrücke ohne Summenzeichen schreiben. j=0

i=1 j= 5 2. Verifizieren Sie die Gleichung indem Sie die Ausdrücke ohne Summenzeichen schreiben. j=0 Übungen zur Einführung in die Analysis (Einführung in das mathematische Arbeiten WS 2017 1. Schreiben Sie die folgenden Ausdrücke ohne Verwendung von Summen- bzw. Produktzeichen: 7 2 3 5 k 2k+1, a k, 2

Mehr

Höhere Mathematik für die Fachrichtung Physik

Höhere Mathematik für die Fachrichtung Physik Karlsruher Institut für Technologie Institut für Analysis Dr. Christoph Schmoeger Dipl.-Math. Sebastian Schwarz WS 2018/2019 18.10.2018 Höhere Mathematik für die Fachrichtung Physik Lösungsvorschläge zum

Mehr

17 Lineare Abbildungen

17 Lineare Abbildungen Chr.Nelius: Lineare Algebra II (SS2005) 1 17 Lineare Abbildungen Wir beginnen mit der Klärung des Abbildungsbegriffes. (17.1) DEF: M und N seien nichtleere Mengen. Eine Abbildung f von M nach N (in Zeichen:

Mehr

Lösung des 2. Übungsblattes (Lösung erstellt von Adam.)

Lösung des 2. Übungsblattes (Lösung erstellt von Adam.) Lösung des 2. Übungsblattes (Lösung erstellt von Adam.) Aufgabe 1: Für die gesamte Aufgabe nehmen wir an, dass stärker bindet als und, damit wir uns im Folgenden ein paar Klammern sparen können. (i) Für

Mehr

2. Relationen und Funktionen

2. Relationen und Funktionen 2. Relationen und Funktionen 15 2. Relationen und Funktionen Nachdem wir Mengen eingeführt haben, wollen wir nun auch mehrere von ihnen miteinander in Beziehung setzen können. Das Grundkonzept hierfür

Mehr

Injektiv, Surjektiv, Bijektiv

Injektiv, Surjektiv, Bijektiv Injektiv, Surjektiv, Bijektiv Aufgabe 1. Geben Sie einen ausführlichen Beweis für folgende Aussage: Wenn f A B surjektiv ist und R A A A eine reflexive Relation auf A ist, dann ist R B = {( f(x), f(y)

Mehr

Kapitel 2 MENGENLEHRE

Kapitel 2 MENGENLEHRE Kapitel 2 MENGENLEHRE In diesem Kapitel geben wir eine kurze Einführung in die Mengenlehre, mit der man die ganze Mathematik begründen kann. Wir werden sehen, daßjedes mathematische Objekt eine Menge ist.

Mehr

Prüfungsaufgaben. Aufgabe 2 (TP1 Frühjahr 2006) ( ) logisch

Prüfungsaufgaben. Aufgabe 2 (TP1 Frühjahr 2006) ( ) logisch Aufgabe 1 (TP1 Februar 2007) Prüfungsaufgaben Bestimmen Sie zu den nachstehenden aussagenlogischen Aussageformen je eine möglichst einfache logisch äquivalente Aussageform. Weisen Sie die Äquivalenzen

Mehr

1.3 Relationen und Funktionen

1.3 Relationen und Funktionen 1.3. RELATIONEN UND FUNKTIONEN 1 1.3 Relationen und Funktionen Es gibt eine Konstruktion (Übungsaufgabe!) einer Klasse (a, b) mit der Eigenschaft (a, b) = (c, d) a = c b = d. Diese Klasse (a, b) heißt

Mehr

Kapitel 2: Abbildungen und elementare Funktionen

Kapitel 2: Abbildungen und elementare Funktionen Kapitel 2: Abbildungen und elementare Funktionen Stefan Ruzika Mathematisches Institut Universität Koblenz-Landau Campus Koblenz Stefan Ruzika (KO) Abbildungen und elementare Funktionen 1 / 18 Gliederung

Mehr

Warum Mathe? IG/StV-Mathematik der KFU-Graz. 1 Mengen Mengenoperationen Rechenregeln Mengen 4. Funktionen 7

Warum Mathe? IG/StV-Mathematik der KFU-Graz. 1 Mengen Mengenoperationen Rechenregeln Mengen 4. Funktionen 7 Warum Mathe? IG/StV-Mathematik der KFU-Graz März 2011 Inhalt 1 Mengen 1 1.1 Mengenoperationen.............................. 2 1.2 Rechenregeln.................................. 3 2 Übungsbeispiele zum

Mehr

Ein geordnetes Paar (oder: ein 2-Tupel) enthält immer zwei Elemente, deren Reihenfolge festgelegt ist. Mehrfachnennungen sind nicht erlaubt!

Ein geordnetes Paar (oder: ein 2-Tupel) enthält immer zwei Elemente, deren Reihenfolge festgelegt ist. Mehrfachnennungen sind nicht erlaubt! Relationen, Funktionen und Partitionen 1. Geordnetes Paar Ein geordnetes Paar (oder: ein 2-Tupel) enthält immer zwei Elemente, deren Reihenfolge festgelegt ist. Mehrfachnennungen

Mehr

TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN Fakultät für Mathematik. Semestrale Lineare Algebra 1 Prof. Dr. F. Roesler

TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN Fakultät für Mathematik. Semestrale Lineare Algebra 1 Prof. Dr. F. Roesler ................ Note I II Name Vorname 1 Matrikelnummer Studiengang (Hauptfach) Fachrichtung (Nebenfach) 2 Unterschrift der Kandidatin/des Kandidaten 3 TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN Fakultät für Mathematik

Mehr

1.4 Äquivalenzrelationen

1.4 Äquivalenzrelationen 8 1.4 Äquivalenzrelationen achdem nun die axiomatische Grundlage gelegt ist, können wir uns bis zur Einführung der Kategorien das Leben dadurch erleichtern, daß wir bis dorthin, also bis auf weiteres,

Mehr

2. Übungsblatt zur Analysis I. Gruppenübungen

2. Übungsblatt zur Analysis I. Gruppenübungen Prof. Dr. Helge Glöckner Wintersemester 2013/2014 24.10.2013 2. Übungsblatt zur Analysis I Wichtig: Bitte geben Sie die Hausübungen in ihrer jeweiligen Übungsgruppe ab. Gruppenübungen Aufgabe G1 (Rechnen

Mehr

Fachwissenschaftliche Grundlagen

Fachwissenschaftliche Grundlagen Fachwissenschaftliche Grundlagen Vorlesung im Wintersemester 2011/2012, Universität Landau Roland Gunesch 6. Vorlesung Roland Gunesch (Mathematik) Fachwissenschaftliche Grundlagen 6. Vorlesung 1 / 36 Themen

Mehr

4. Funktionen und Relationen

4. Funktionen und Relationen 4. Funktionen und Relationen Nikolaus von Oresmes Richard Dedekind (1831-1916) René Descartes 1596-1650 Pierre de Fermat 1607/8-1665 Seite 1 Inhalt der Vorlesung Teil 4: Funktionen und Relationen 4.1 Funktionen:

Mehr

MATHEMATIK FÜR NATURWISSENSCHAFTLER I WINTERSEMESTER 2016/ OKTOBER 2016

MATHEMATIK FÜR NATURWISSENSCHAFTLER I WINTERSEMESTER 2016/ OKTOBER 2016 MATHEMATIK FÜR NATURWISSENSCHAFTLER I WINTERSEMESTER 2016/17 MARK HAMILTON LMU MÜNCHEN 1.1. Grundbegriffe zu Mengen. 1. 17. OKTOBER 2016 Definition 1.1 (Mengen und Elemente). Eine Menge ist die Zusammenfassung

Mehr

Übungen zur Vorlesung Einführung in die Mathematik

Übungen zur Vorlesung Einführung in die Mathematik Übungen zur Vorlesung Einführung in die Mathematik von G. Greschonig und L. Summerer, WS 2017/18 Aufgabe 1. Zeige, dass das Quadrat einer ungeraden Zahl, vermindert um 1, stets durch 4 teilbar ist. Folgere

Mehr

Mengen. (Nicht-) Elemente einer Menge { 3, 4 } { 1, { 2 }, { 3, 4 }, { 5 } } 3 { 1, { 2 }, { 3, 4 }, { 5 } }

Mengen. (Nicht-) Elemente einer Menge { 3, 4 } { 1, { 2 }, { 3, 4 }, { 5 } } 3 { 1, { 2 }, { 3, 4 }, { 5 } } Mengen Definition (Intuitive Mengenlehre) Eine Menge ist die Zusammenfassung von Elementen unserer Anschauung zu einem wohldefinierten Ganzen. (Georg Cantor) Notation 1. Aufzählung aller Elemente: { 1,

Mehr

Grundlagen. Kapitel Mengen

Grundlagen. Kapitel Mengen Kapitel 1 Grundlagen 1.1 Mengen Grundobjekte mathematischer Theorien sind Mengen. Zwar stellt man sich darunter Gesamtheiten von gewissen Dingen (den Elementen der Menge) vor, doch führt die uneingeschränkte

Mehr

Wir betrachten nun das Deformieren einer Abbildung in eine andere.

Wir betrachten nun das Deformieren einer Abbildung in eine andere. Abschnitt 1 Quotienten Homotopie, erste Definitionen Wir betrachten nun das Deformieren einer Abbildung in eine andere. 1.1 Definition. Seien X, Y topologische Räume und f 0, f 1 : X Y stetige Abbildungen.

Mehr

Lineare Algebra I 5. Tutorium Die Restklassenringe /n

Lineare Algebra I 5. Tutorium Die Restklassenringe /n Lineare Algebra I 5. Tutorium Die Restklassenringe /n Fachbereich Mathematik WS 2010/2011 Prof. Dr. Kollross 19. November 2010 Dr. Le Roux Dipl.-Math. Susanne Kürsten Aufgaben In diesem Tutrorium soll

Mehr

Mengen. Eigenschaften. Spezielle Mengen (1) Prominente Mengen. ! Mengenzugehörigkeit

Mengen. Eigenschaften. Spezielle Mengen (1) Prominente Mengen. ! Mengenzugehörigkeit Mengen! Definition (Intuitive Mengenlehre) Eine Menge ist die Zusammenfassung von Elementen unserer Anschauung zu einem wohldefinierten Ganzen. (Georg Cantor)! Notation 1. Aufzählung aller Elemente: {

Mehr

2. Symmetrische Gruppen

2. Symmetrische Gruppen 14 Andreas Gathmann 2 Symmetrische Gruppen Im letzten Kapitel haben wir Gruppen eingeführt und ihre elementaren Eigenschaften untersucht Wir wollen nun eine neue wichtige Klasse von Beispielen von Gruppen

Mehr

9.A Kategorien, Limiten und Funktoren

9.A Kategorien, Limiten und Funktoren 9.A Kategorien, Limiten und Funktoren Die Sprache der Kategorien und Funktoren ist unabdingbar für viele Aussagen in der heutigen Mathematik. Sie ist formal und weniger als Selbstzweck anzusehen, sondern

Mehr

Skript und Übungen Teil II

Skript und Übungen Teil II Vorkurs Mathematik Herbst 2009 M. Carl E. Bönecke Skript und Übungen Teil II Das erste Semester wiederholt die Schulmathematik in einer neuen axiomatischen Sprache; es ähnelt damit dem nachträglichen Erlernen

Mehr

1.1 Mengen und Abbildungen

1.1 Mengen und Abbildungen Lineare Algebra I WS 2015/16 c Rudolf Scharlau 3 1.1 Mengen und Abbildungen In diesem Abschnitt stellen wir die grundlegende mathematische Sprache und Notation zusammen, die für jede Art von heutiger Mathematik

Mehr

Relationen und Funktionen

Relationen und Funktionen Vorkurs Mathematik Dr. Regula Krapf Sommersemester 018 Relationen und Funktionen Definition. Seien M und N Mengen. Eine Relation auf M N ist eine Teilmenge R M N. Falls (x,y) R, so schreibt man auch x

Mehr

HM I Tutorium 1. Lucas Kunz. 27. Oktober 2016

HM I Tutorium 1. Lucas Kunz. 27. Oktober 2016 HM I Tutorium 1 Lucas Kunz 27. Oktober 2016 Inhaltsverzeichnis 1 Theorie 2 1.1 Logische Verknüpfungen............................ 2 1.2 Quantoren.................................... 3 1.3 Mengen und ihre

Mehr

Aufgabenblatt 1: Abgabe am vor der Vorlesung

Aufgabenblatt 1: Abgabe am vor der Vorlesung Aufgabenblatt 1: Abgabe am 17.09.09 vor der Vorlesung Aufgabe 1. a.) (1P) Geben Sie die Lösungsmenge der folgenden Gleichung an: 6x + y = 10. Zeichnen Sie die Lösungsmenge in ein Koordinatensystem. b.)

Mehr

0 Mengen und Abbildungen, Gruppen und Körper

0 Mengen und Abbildungen, Gruppen und Körper 0 Mengen und Abbildungen, Gruppen und Körper In diesem Paragrafen behandeln wir einige für die Lineare Algebra und für die Analysis wichtige Grundbegriffe. Wir beginnen mit dem Begriff der Menge. Auf Cantor

Mehr

Aufgabe 1. (i) Lineare Algebra II Übungsbetrieb Blatt Σ

Aufgabe 1. (i) Lineare Algebra II Übungsbetrieb Blatt Σ 1 2 3 4 5 Σ Aufgabe 1 (i) X Menge, Äquivalenzrelation auf X, x, y X x y [x] = [y] [x] [y], X ist disjunkte Vereinigung aller Äquivalenzklassen (Letzte Aussage) Paarweise verschiedene Äquivalenzklassen

Mehr

Grundlagen der linearen Algebra und analytischen Geometrie

Grundlagen der linearen Algebra und analytischen Geometrie Grundlagen der linearen Algebra und analytischen Geometrie Sascha Trostorff 27. Oktober 2017 Inhaltsverzeichnis I. Einführung in die Mengenlehre 3 1. Grundlagen der Aussagenlogik 4 2. Naive Mengenlehre

Mehr

Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Relationen)

Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Relationen) WS 2016/17 Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Relationen) Hans-Joachim Bungartz Lehrstuhl für wissenschaftliches Rechnen Fakultät für Informatik Technische Universität München http://www5.in.tum.de/wiki/index.php/diskrete_strukturen_-_winter_16

Mehr

2 Mengen, Relationen, Funktionen

2 Mengen, Relationen, Funktionen Grundlagen der Mathematik für Informatiker 1 2 Mengen, Relationen, Funktionen 2.1 Mengen Definition 2.1 [Georg Cantor 1895] Eine Menge ist eine Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Dinge unserer

Mehr

Grundbegriffe der Mathematik - Blatt 1, bis zum

Grundbegriffe der Mathematik - Blatt 1, bis zum Grundbegriffe der Mathematik - Blatt 1 bis zum 9.3.01 1. I.) Formalisieren Sie die folgenden Aussagen a) bis c) wie im folgenden Beispiel: Sei K ein Teilmenge der reellen Zahlen. Aussage: K ist genau dann

Mehr

2 Mengen, Relationen, Funktionen

2 Mengen, Relationen, Funktionen Grundlagen der Mathematik für Informatiker Grundlagen der Mathematik für Informatiker Mengen, Relationen, Funktionen. Mengen Definition. [Georg Cantor 895] Eine Menge ist eine Zusammenfassung bestimmter,

Mehr

Lineare Algebra 1. Detlev W. Hoffmann. WS 2013/14, TU Dortmund

Lineare Algebra 1. Detlev W. Hoffmann. WS 2013/14, TU Dortmund Lineare Algebra 1 Detlev W. Hoffmann WS 2013/14, TU Dortmund 1 Mengen und Zahlen 1.1 Mengen und Abbildungen Eine Menge ist eine Zusammenfassung wohlunterscheidbarer Objekte unserer Anschauung/unseres Denkens/unserer

Mehr

Große Mengen und Ultrafilter. 1 Große Mengen

Große Mengen und Ultrafilter. 1 Große Mengen Vortrag zum Seminar zur Analysis, 31.10.2012 Marcel Marnitz In diesem Vortrag wird das Konzept mathematischer Filter eingeführt. Sie werden in späteren Vorträgen zur Konstruktion der hyperreellen Zahlen

Mehr

B Grundbegriffe zu Mengen und Abbildungen

B Grundbegriffe zu Mengen und Abbildungen B Grundbegriffe zu Mengen und Abbildungen Die Sprache der Mengen und Abbildungen hat sich als Basissprache in der modernen Mathematik durchgesetzt. Da sie sehr praktisch ist, wird sie auch in diesem Buch

Mehr

Mathematik für Ökonomen 1

Mathematik für Ökonomen 1 Mathematik für Ökonomen 1 Dr. Thomas Zehrt Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Universität Basel Herbstemester 2008 Mengen, Funktionen und Logik Inhalt: 1. Mengen 2. Funktionen 3. Logik Teil 1 Mengen

Mehr

WS 2013/14. Diskrete Strukturen

WS 2013/14. Diskrete Strukturen WS 2013/14 Diskrete Strukturen Prof. Dr. J. Esparza Lehrstuhl für Grundlagen der Softwarezuverlässigkeit und theoretische Informatik Fakultät für Informatik Technische Universität München http://www7.in.tum.de/um/courses/ds/ws13/14

Mehr

5. Äquivalenzrelationen

5. Äquivalenzrelationen 5. Äquivalenzrelationen 35 5. Äquivalenzrelationen Wenn man eine große und komplizierte Menge (bzw. Gruppe) untersuchen will, so kann es sinnvoll sein, zunächst kleinere, einfachere Mengen (bzw. Gruppen)

Mehr

4. Morphismen. 30 Andreas Gathmann

4. Morphismen. 30 Andreas Gathmann 30 Andreas Gathmann 4. Morphismen Wir haben nun viele Beispiele und Konstruktionen von Gruppen gesehen. Natürlich wollen wir diese vielen verschiedenen Gruppen jetzt auch irgendwie miteinander in Beziehung

Mehr

Analysis I - Notizen 1. Daniel Lenz Jena - Wintersemester 2016

Analysis I - Notizen 1. Daniel Lenz Jena - Wintersemester 2016 Analysis I - Notizen 1 Daniel Lenz Jena - Wintersemester 2016 1 Es handelt sich nicht um ein Skriptum zur Vorlesung. Besten Dank an alle, die zu Verbesserungen früherer Notizen zur Analysis I beigetragen

Mehr

Lineare Algebra. Jung Kyu Canci. Mit der Hilfe von: Stefano Iula, Olivia Ebneter, Katharina Laubscher, Viviane Wehrle

Lineare Algebra. Jung Kyu Canci. Mit der Hilfe von: Stefano Iula, Olivia Ebneter, Katharina Laubscher, Viviane Wehrle Lineare Algebra Jung Kyu Canci Mit der Hilfe von: Stefano Iula, Olivia Ebneter, Katharina Laubscher, Viviane Wehrle Herbstsemester 2015 2 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung in die Lineare Algebra 5 1.1 Elementare

Mehr

1.1 Mengen und Abbildungen

1.1 Mengen und Abbildungen Lineare Algebra 2005-2013 c Rudolf Scharlau 3 1.1 Mengen und Abbildungen In diesem Abschnitt stellen wir die grundlegende mathematische Sprache und Notation zusammen, die für jede Art von heutiger Mathematik

Mehr

5. Äquivalenzrelationen

5. Äquivalenzrelationen 36 Andreas Gathmann 5. Äquivalenzrelationen Wenn man eine große und komplizierte Menge (bzw. Gruppe) untersuchen will so kann es sinnvoll sein zunächst kleinere einfachere Mengen (bzw. Gruppen) zu betrachten

Mehr

L 2 -Theorie und Plancherel-Theorem

L 2 -Theorie und Plancherel-Theorem L -Theorie und Plancherel-Theorem Seminar Grundideen der Harmonischen Analysis bei Porf Dr Michael Struwe HS 007 Vortrag von Manuela Dübendorfer 1 Wiederholung aus der L 1 -Theorie Um die Fourier-Transformation

Mehr

Kapitel 1. Grundlagen

Kapitel 1. Grundlagen Kapitel 1. Grundlagen 1.1. Mengen Georg Cantor 1895 Eine Menge ist die Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Objekte unserer Anschauung oder unseres Denkens, wobei von jedem dieser Objekte eindeutig

Mehr

Lineare Algebra I. Lösung 3.1:

Lineare Algebra I. Lösung 3.1: Universität Konstanz Wintersemester 2009/2010 Fachbereich Mathematik und Statistik Lösungsblatt 3 Prof. Dr. Markus Schweighofer 18.11.2009 Aaron Kunert / Sven Wagner Lineare Algebra I Lösung 3.1: (a) Sei

Mehr

Aufgabe 3. Sei A eine Menge von Zahlen und neg das Tripel. neg = (A, A, R) A = N A = Z A = R A = R \ {0} mod : N 0 N N 0

Aufgabe 3. Sei A eine Menge von Zahlen und neg das Tripel. neg = (A, A, R) A = N A = Z A = R A = R \ {0} mod : N 0 N N 0 Funktionen Aufgabe 1. Finden Sie 3 Beispiele von Funktionen und 3 Beispiele von partiellen Funktionen, die nicht total sind. Es sollten auch mehrstellige Funktionen darunter sein. Aufgabe 2. Zeigen Sie,

Mehr

Grundlagen der Mathematik

Grundlagen der Mathematik Universität Hamburg Winter 2016/17 Fachbereich Mathematik Janko Latschev Lösungsskizzen 3 Grundlagen der Mathematik Präsenzaufgaben (P4) Wir betrachten die Menge M := P({1, 2, 3, 4}). Dann gilt 1 / M,

Mehr

7 Äquivalenzrelationen

7 Äquivalenzrelationen 71 7 Äquivalenzrelationen 7.1 Äquivalenzrelationen und Klassen Definition Eine Relation R auf einer Menge oder einem allgemeineren Objektbereich heißt eine Äquivalenzrelation, falls sie reflexiv, symmetrisch

Mehr

Logische Grundlagen der Mathematik, WS 2014/15

Logische Grundlagen der Mathematik, WS 2014/15 Logische Grundlagen der Mathematik, WS 0/ Thomas Timmermann 8. Januar 0 Kardinalzahlen und die Mächtigkeit von Mengen Gleichmächtigkeit von Menge Zur Erinnerung: Wir wollen unendlich große Mengen hinsichtlich

Mehr

6 Permutationen. Beispiele: a) f : R R, f(x) = x 2. b) f : R R, f(x) = e x. c) f : R 2 R, x (Projektion auf die x Achse) y

6 Permutationen. Beispiele: a) f : R R, f(x) = x 2. b) f : R R, f(x) = e x. c) f : R 2 R, x (Projektion auf die x Achse) y 6 Permutationen Seien und B Mengen. Eine bbildung von nach B ist eine Vorschrift f, die jedem Element x ein eindeutig bestimmtes Element y = f(x) B zuordnet. Schreibe f : B, x f(x) Beispiele: a) f : R

Mehr

Kapitel 1. Grundlagen Mengen

Kapitel 1. Grundlagen Mengen Kapitel 1. Grundlagen 1.1. Mengen Georg Cantor 1895 Eine Menge ist die Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Objekte unserer Anschauung oder unseres Denkens, wobei von jedem dieser Objekte eindeutig

Mehr

Skriptum EINFÜHRUNG IN DIE ALGEBRA

Skriptum EINFÜHRUNG IN DIE ALGEBRA Skriptum EINFÜHRUNG IN DIE ALGEBRA 1 Günter Lettl SS 2016 1. Algebraische Grundbegriffe 1.1 Verknüpfungen Definition 1. Es sei M eine nicht leere Menge. a) Eine Verknüpfung (oder (binäre) Operation) auf

Mehr

Vorlesung Diskrete Strukturen Relationen

Vorlesung Diskrete Strukturen Relationen Vorlesung Diskrete Strukturen Relationen Bernhard Ganter WS 2009/10 Relationen Es seien A und B Mengen. Eine (binäre) Relation zwischen A und B ist eine Teilmenge von A B. Ein wichtiger Spezialfall ist

Mehr

Mengen, Funktionen und Logik

Mengen, Funktionen und Logik Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Universität Basel Mathematik für Ökonomen 1 Dr. Thomas Zehrt Mengen, Funktionen und Logik Literatur Referenz: Gauglhofer, M. und Müller, H.: Mathematik für Ökonomen,

Mehr