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1 Wahrnehmung Skript: Delir Wirklichkeit Wahrnehmung Wie nehmen wir Pflegende Delir wahr? Wie nehmen Patienten ein Delir wahr? Wie können wir die Wahrnehmung fördern? 1

2 Wie nehmen wir ein Delir wahr? Der Stand der Delir-Prophylaxe ist vergleichbar mit dem der Decubitusprophylaxe in den 80er Jahren, als mehr Aufwand in die Behandlung statt in die Prävention investiert wurde. Ein Delir ist - wie ein Decubitus - eine meist vermeidbare Komplikation, frühzeitig erkennbar und behandelbar. Wann wird think delirium normal und üblich sein? Hintergrund - Risikofaktoren Patient Geschlecht Demenz Sensorische Beeinträchtigungen (Sehen, Hören) Schwere der Krankheit Depression Co-Morbidität Polypharmazie Dehydration Elektrolytstörung Kontinenz Verstopfung Hypoxie Immobilität / Bettlägerigkeit Infektion Mangelernährung Schlafentzug Umgebung Intensivstation Zimmerwechsel Distanz zum Stützpunkt Beleuchtung Orientierung Reizüberflutung Interventionen Art der Anästhesie Herzchirurgie Einfügen von Blasenkatheter Jede iatrogene Intervention Raucherentwöhnung Fixierung & Bettgitter 2

3 Hintergrund - Risikofaktoren Patient Geschlecht Demenz Sensorische Beeinträchtigungen (Sehen, Hören) Schwere der Krankheit Depression Co-Morbidität Polypharmazie Dehydration Elektrolytstörung Kontinenz Verstopfung Hypoxie Immobilität / Bettlägerigkeit Infektion Mangelernährung Schlafentzug Umgebung Intensivstation Zimmerwechsel Distanz zum Stützpunkt Beleuchtung Orientierung Reizüberflutung Interventionen Art der Anästhesie Herzchirurgie Einfügen von Blasenkatheter Jede iatrogene Intervention Raucherentwöhnung Fixierung & Bettgitter Top 10 Mythen der Sedierung und des Delirs (Peitz et al., 2013) 1. Jeder beatmete Intensivpatient benötigt eine Sedierung 2. Tief sedierte Patienten sind einfacher zu pflegen 3. Nur chirurgische Patienten haben Schmerzen 4. Sedativa ermöglichen Schlaf 5. Delir ist eine erwartete Nebenwirkung der Intensivtherapie 6. Delir-Screening macht jeder und jeder gleich 7. Jedes Delir ist gleich und kann medikamentös behandelt werden 8. Tägliche Aufwachversuche sind nicht sicher 9. Sedativa und Analgetika akkumulieren nicht bei längerem Gebrauch 10. Tiefe Sedierung und Amnesie verbessern das psychologische Outcome 3

4 Wie nehmen Patienten ein Delir wahr? Guck mal, sieht echt scheiße aus...??? Wie nehmen Patienten ein Delir wahr? Es ist bald zu Ende...??? 4

5 Erleben Erleben Als ich aufwachte, sah ich überall diese puscheligen Kaninchen. Die waren so weich und hoppelten überall herum. Ich dachte, ich würde auf einer Treppe liegen und hatte immer solche Angst, die Treppe herunterzufallen Ich war auf einem Flughafen und dachte es wäre Weihnachten... Dann machte es bei den Leuten plopp plopp und denen sind Hörner gewachsen. Da stand der leibhaftige Teufel an meinem Bett! Ich weiß, es war nur ein Krankenhaus, aber für mich waren es fünf verschiedene Krankenhäuser, und eins war auf einem Zug und ein anderes in einem Flugzeug 5

6 Wahrnehmungsförderung Berührung Initialberührung Waschungen und Körpererfahrungen Beruhigend Belebend Entfaltend Symmetrisch Basal stimulierend Lemniskaten-GKW Neurophysiologische GKW Spastik lösend Als Körpererfahrungen mit Händen, Massagehandschuhen, Lotion, Tüchern, Kissen, Materialien Fröhlich, Nydahl, 2010 Somatische Techniken: Neurophysiologische GKW Mödl-Funk, G. (2003): Jetzt kann ich mich wieder spüren. Die Schwester Der Pfleger (42) 1 6

7 Somatische Techniken: Materialien Vestibuläre Techniken Positionierungen Biographisch orientiert Aktivierend Begrenzend Nischen Mit versch. Materialien Positionieren & mobilisieren Frühmobilisierung reduziert die Delirinzidenz um 50% (Balas et al, 2014) 7

8 Vestibuläre Techniken Zum Dialogaufbau Zur Förderung der Wachheit und Aufmerksamkeit Zur Beruhigung und Entspannung Kornährenfeldübung nach J. Rannegger ( Vibratorische Techniken Stampfen, Klopfen, Stimme & Vibrationsgeräte Zur Mobilisierung Kontinenztraining Atemunterstützung Allg. Wahrnehmungsförderung Kommunikation 8

9 Atem-Techniken Atemstimulierende Einreibung ( > ASE ) Atemsynchrone Berührungen Atemsynchrone Bewegungen Orale Techniken Mund erfahren Nahrungsaufnahme (Cave: Lieblingsspeise) Mundpflege > Skripte > Strukturierte Mundpflege 9

10 Olfaktorische Techniken Humangerüche: selbst, Familie Umweltgerüche: Gras, Decke, Küche Technische Gerüche: Parfüms, Öl Beatmete & trachetomierte PatientInnen können nicht aktiv riechen! 9 Querschnittsgelähmte. Vorher Druckunterstützte Beatmung via TK, dann Phrenicusschrittmacher ohne TK Adler et al.: Diaphragm pacing restores olfaction in tetraplegia. Eur Respir J 2009; 34: Auditive Techniken Geräuschreduzierung Bekannte Geräusche, Stimmen Musik hören (Cave: Lieblingsmusik) Musik machen Nordoff-Robbins-Musiktherapie Summen im Rhythmus d. Pat

11 Visuelle Techniken Umweltgestaltung Bilder / Objekte Kleidung / Schminke Taktil-haptische Techniken Geführte, begleitende Bewegungen Tastpfade Körpererfahrungen Pflegeintegrative Angebote Schüsselgong und Sockenball Petra Hohenhaus-Thier 18,80 11

12 Weitere Techniken Biographien Umgang mit unangenehmen Situationen Tagesstrukturierung Intensivtagebuch Angehörigenintegration Flyer für Angehörige deliranter Patienten Nydahl, Köpke, Krotsetis,

13 Delir & Wahrnehmung Interaktion Bundles Medikamente Biographie Screening Aufklärung Team Angehörige Delir Wahrnehmung Delir & Wahrnehmung Wirklichkeit Wahrnehmung Delir 13

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