Die Weierstraßsche Funktion

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Die Weierstraßsche Funktion"

Transkript

1 Die Weierstraßsche Funktion Nicolas Weisskopf 7. September 0 Zusammenfassung In dieser Arbeit führen wir die Weierstraßsche Funktion ein und untersuchen einige ihrer Eigenschaften. Wir zeigen, dass jede elliptische Funktion mittels der Weierstraßschen Funktion und deren Ableitung konstruiert werden kann. Des Weiteren löst (z) eine besondere Differentialgleichung, mit der man jedem Periodentorus eine kompakte Riemannsche Fläche, die sogenannte elliptische Kurve, zuordnen kann. Diese Arbeit basiert auf den Text [FB05, V.-3].

2 INHALTSVERZEICHNIS Inhaltsverzeichnis Die Weierstraßsche Funktion. Die Konstruktion Die Differentialgleichung Der Struktursatz für elliptische Funktionen 7 3 Elliptische Kurven 9 Die Weierstraßsche Funktion Eine elliptische Funktion f : C C ist eine meromorphe Funktion, welche zwei komplexe Perioden ω, ω C besitzt. Hier werden ω und ω als R linear unabhängig angenommen und somit spannen sie ein Periodengitter L = Zω + Zω auf. Eine elliptische Funktion kann also als eine Abbildung f : C/L C auf dem Quotienten C/L, dem sogenannten Periodentorus, aufgefasst werden. Als Beispiele für elliptische Funktionen dienen die konstanten Funktionen. Die Theoreme von Liouville (siehe [FB05, V.]) formulieren jedoch notwendige Bedingungen an nichtkonstante elliptische Funktionen. So ist die Ordnung einer solchen Funktion mindestens zwei und die Anzahl der Nullstellen ist gleich der Anzahl der Pole in C/L, mit Vielfachheit gezählt. In diesem Abschnitt konstruieren wir zu einem vorgeschriebenen Gitter L eine nichtkonstante elliptische Funktion der Ordnung zwei, welche einen Pol der Ordnung zwei im Ursprung und somit in jedem Gitterpunkt annimmt. Diese Funktion heisst Weierstraßsche Funktion. Um eine solche elliptische Funktion zu konstruieren wählen wir den Ansatz ω L (z w). Jedoch konvergiert diese Reihe nicht. Durch das Hinzufügen neuer Summanden können wir dennoch Konvergenz erhalten. Definition. Die Weierstraßsche Funktion (z) zum Gitter L ist definiert als Grenzwertfunktion der Reihe (z) = z + [ (z ω) ] ω. () Der Struktursatz besagt, dass jede nichtkonstante elliptische Funktion mithilfe der Weierstraßschen Funktion gebildet werden kann. Wir gehen daher genauer auf die Konstruktion von (z) ein.. Die Konstruktion In diesem Unterabschnitt zeigen wir, dass die oben eingeführte Funktion (z) eine gerade, elliptische Funktion der Ordnung zwei darstellt. Dazu benötigen wir den Begriff einer normal konvergenten Reihe.

3 DIE WEIERSTRASSSCHE FUNKTION 3 Definition. Sei (f n ) n N : D C C eine Funktionenfolge. Die Reihe n N f n heisst normal konvergent in z 0 D, falls es eine Umgebung U von z 0 und eine reelle Zahlenfolge (M n ) n N gibt, sodass f n (z) M n für alle z U D und n N gilt und, sodass n N M n konvergiert. Eine normal konvergente Reihe hat folgende wichtige Eigenschaft (siehe [FB05, III.]). Satz.. Sei f(z) = n N f n(z) eine normal konvergente Reihe von holomorphen Funktionen. Dann ist die Grenzwertfunktion f holomorph. Weiter ist die Ableitung gegeben durch f (z) = n N f n(z). Wir widmen uns nun der Konstruktion von (z) und beginnen mit dem folgenden Lemma. Lemma.. Sei α >. Dann konvergiert die Reihe (m,n) Z m +n (m,n) Z (m,n) (0,0) (m + n ) α. Beweis. Die Summanden sind monoton fallend in m bzw. n. Also gilt (m + n ) α (x + y ) α dxdy. x +y Wir führen eine Variablentransformation durch und wechseln zu Polarkoordinaten. Mit x = r cos ϕ, y = r sin ϕ und r folgt x +y (x + y ) α dxdy = π 0 r dϕdr = π rα Letzteres Integral konvergiert genau dann wenn α >. Mittels dieses Lemmas beweisen wir den nächsten Hilfssatz. Lemma.3. Sei s >. Dann konvergiert die Reihe ω s. Beweis. Wir zeigen, dass ein δ > 0 existiert, sodass mω + nω s δ(m + n ) s r α dr. gilt und benutzen anschliessend Lemma.. Wir betrachten dafür die Funktion g : R {0} R gegeben durch g(x, y) = xω + yω s. (x + y ) s

4 DIE WEIERSTRASSSCHE FUNKTION 4 Die Funktion g ist stetig, positiv und homogen, i.e. g(λx, λy) = g(x, y). Also nimmt g sein Minimum auf der S an. Wir wählen δ := min g(x, y) > 0 und x +y = erhalten schliesslich ω s = mω + nω s. δ(m + n ) s (m,n) Z (m,n) (0,0) (m,n) Z (m,n) (0,0) Nach Lemma. konvergiert die letzte Reihe für s >. Wir sind nun im Stande die Konvergenz von (z) zu zeigen. Theorem.4. Die Reihe [ (z ω) ] ω konvergiert normal in C L und stellt auf diesem Gebiet eine holomorphe Funktion dar. Also ist (z) eine gerade, meromorphe Abbildung und hat in allen Gitterpunkten einen Pol zweiter Ordnung. Beweis. Sei z 0 C L. Wir wählen eine Abzählung (ω n ) n N von L {0} und definieren die Funktionenfolge (f n ) n N : C L C gegeben durch f n (z) = (z ω n ) ω n. Dann gilt für z 0 < ω n und somit für fast alle n N f n (z 0 ) = (z 0 ω n ) ω n = z 0 z 0 ω n ω n z 0 ω n z 0 ( z 0 + ω n ) ω n z 0 ω n z 0 ( ω n + ω n ) ω n ( ω n ω n ) = z 0 ω n 3. Aus Lemma.3 folgern wir, dass z 0 w L {0} ω 3 konvergiert und somit die gegebene Reihe normal konvergent ist. Nach Satz. ist die Grenzwertfunktion holomorph. Um die Elliptizität der Weierstraßschen Funktion nachzuweisen, analysieren wir zuerst die Ableitung (z). Theorem.5. Die Ableitung der Weierstraßschen Funktion ist gegeben durch (z) = ω L (z ω) 3. () Es handelt sich um eine ungerade, elliptische Funktion bezüglich L, welche in jedem Gitterpunkt einen Pol der Ordnung drei sowie drei einfache Nullstellen in C/L besitzt.

5 DIE WEIERSTRASSSCHE FUNKTION 5 Beweis. Die Weierstraßsche Funktion konvergiert normal auf C L. Nach Satz. ko nnen wir die Reihe () Term fu r Term ableiten und erhalten somit die Formel () fu r 0 (z). Weiter ist 0 (z) normal konvergent auf C L nach Lemma.3 und stellt damit eine meromorphe Funktion dar, welche in den Gitterpunkten Pole dritter Ordnung aufweist. Der Index in () durchla uft die beiden Perioden ω und ω und wir schliessen daraus 0 (z + ω ) = 0 (z) sowie 0 (z + ω ) = 0 (z) z C. Somit ist 0 (z) eine ungerade, elliptische Funktion. Es bleibt noch die Nullstellen zu bestimmen. Wir zeigen, dass ω, ω und ω +ω die drei Nullstellen sind. Wir benutzen hierbei, dass 0 (z) ungerade und elliptisch ist. Es gilt ω ω ω 0 = 0 = 0 und somit ist ω eine Nullstelle. Die Behauptung fu r ω und ω +ω folgt analog. Diese drei Nullstellen sind verschieden. Da 0 (z) einen Pol dritter Ordnung im Ursprung besitzt, schliessen wir aus dem Theorem von Liouville, dass dies die einzigen Nullstellen sind und, dass es sich um einfache Nullstellen handelt. l = 0; Wir beenden diesen Unterabschnitt mit dem Beweis, dass (z) elliptisch ist. d := Floor@H * l + 8L ê 3D k := Ceiling@Hl - L ê 3D l Theorem.6. Die Weierstraßsche Funktion ist elliptisch bezu glich L. d k 0 Beweis. Wir betrachten die Funktion (z + ω ) (z). Die Ableitung dieser Funktion ist Null, da70 0 (z) elliptisch bezu glich L ist. Also ist (z + ω ) (z) 33 eine konstante Funktion. Wir wa hlen z = ω und berechnen 3+5 ω 8 ω ω ω 6+ = = ω In[]:= Out[]= In[]:= Out[]= 9 WeierstrassP@, 8.87, 0<D Wir haben dabei benutzt, dass (z) gerade ist. Also ist (z) = (z + ω ). Der  Beweis fu r die Periode ω ist analog. In[54]:= Out[54]= In[66]:= Plot3D@Re@WeierstrassP@x + y * I, 8.87, 0<DD, 8x, -.5,.5<, 8y, -.5,.5<, Boxed Ø False, Axes Ø False, ColorFunction Ø "Rainbow"D Out[66]= In[67]:= WeierstrassInvariants@8.,. I<D Abbildung : Die Weierstraßsche Funktion fu r das Gitter L = Z + iz Â,.5808 µ Â= -5 Out[67]= In[49]:= Out[49]= [email protected], 0.<D 8., Â<

6 DIE WEIERSTRASSSCHE FUNKTION 6. Die Differentialgleichung Als Beispiel für den anschliessenden Struktursatz zeigen wir, dass die Weierstraßsche Funktion eine besondere algebraische Differentialgleichung erfüllt. Dazu bestimmen wir zuerst die Laurentreihenentwicklung von (z) um z = 0. Da (z) gerade ist und einen Pol zweiter Ordnung in z = 0 besitzt, hat die Laurentreihe die Form (z) = z + a n z n. Wir betrachten die Funktion g(z) := (z) z. Diese ist holomorph in einer Umgebung von z = 0 und die Koeffizienten a n können mittels der Taylorreihe von g(z) berechnet werden. Es gilt Man rechnet sofort nach, dass n= a n = g(n) (0). (n)! ( ) (n) g (n) (z) = (n) (z) z = ( ) n (n + )! und somit gilt a n = (n + ) ω n+. (z ω) n+ Die letztgenannten Reihen konvergieren nach Lemma.3 und heissen Eisensteinreihen. Wir notieren G n := ω n und fassen zusammen. Satz.7. Die Weierstraßsche -Funktion besitzt um z = 0 die Laurentreihenentwicklung (z) = z + (n + )G (n+) z n. n= Wir kommen zur Differentialgleichung. Theorem.8 (algebraische Differentialgleichung). Die Weierstraßsche Funktion löst die Differentialgleichung wobei g = 60 G 4 und g 3 = 40 G 6. ( ) (z) = 4 3 (z) g (z) g 3, (3) Beweis. Wir weisen diese Identität durch einen Vergleich der Laurentreihen nach. Aus obigem Satz erhalten wir (z) = z + 3 G 4 z + 5 G 6 z 4 + o(z 6 ) und somit gilt 3 (z) = z G 4 z + 5 G 6 + o(z ).

7 DER STRUKTURSATZ FÜR ELLIPTISCHE FUNKTIONEN 7 Um die Laurentreihe von (z) zu bestimmen leiten wir Term für Term ab. Wir beobachten (z) = z G 4 z + 0 G 6 z 3 + o(z 5 ) und erhalten ( ) (z) = 4z 6 4 G 4 z 80 G 6 + o(z ). Wir vergleichen die Entwicklungen von (z), 3 (z) bzw. ( ) (z) und stellen fest, dass ( ) (z) 4 3 (z) + 60 G 4 (z) = 40 G 6 + o(z ). Die linke Seite der Gleichung stellt demzufolge eine holomorphe, elliptische Funktion dar und ist nach dem ersten Theorem von Liouville konstant. Diese Konstante ist genau 40 G 6. Die Behauptung folgt somit. Es stellt sich heraus, dass jede elliptische Funktion durch (z) und (z) mit einem ähnlichen Verfahren konstruiert werden kann. Dies ist der Struktursatz. Der Struktursatz für elliptische Funktionen Seien f, g : C C zwei elliptische Funktionen bezüglich eines fixen Gitters L. Summe, Differenz, Produkt sowie Division von f mit g ergeben wiederum elliptische Funktionen. Diese bilden daher einen Körper, den wir mit K(L) bezeichnen. Der Struktursatz besagt, dass K(L) durch (z) und (z) erzeugt wird. Genauer gilt Theorem. (Struktursatz). Jede elliptische Funktion f(z) hat die Form f(z) = R( (z)) + (z)s( (z)) für zwei gebrochen rationale Funktionen R und S. Beweis. Wir unterteilen den Beweis in drei Schritte. Schritt : Wir zeigen die Behauptung für gerade, elliptische Funktionen, welche Pole nur in den Gitterpunkten annehmen. Dies beweisen wir durch Induktion über die Ordnung. Wir merken an, dass nach Liouville die Ordnung mindestens zwei ist und, dass die Ordnung gerade ist, da die Funktion gerade ist. Für die Verankerung betrachten wir eine gerade, elliptische Funktion f(z) der Ordnung zwei. Die Laurentreihe von f(z) um z = 0 hat die Gestalt f(z) = a z + o(z ). Nun ist f(z) a (z) elliptisch und holomorph, also konstant nach Liouville. Dementsprechend ist f(z) = b 0 + b (z) für eine geeignete Wahl von b 0 bzw. b. Für den Induktionsschritt nehmen wir eine gerade, elliptische Funktion f(z) der Ordnung n. Die Laurentreihe von f(z) um z = 0 hat die Form f(z) = a n z n + o(z n+ ).

8 DER STRUKTURSATZ FÜR ELLIPTISCHE FUNKTIONEN 8 Weiter hat n (z) die Gestalt n (z) = z n + o(z n+ ). Wir folgern, dass f(z) a n n (z) elliptisch ist mit Ordnung kleiner oder gleich n. Nach Induktionsvoraussetzung ist f(z) a n n (z) = b 0 + b (z) + + b n n (z). Durch Umstellen der letzten Gleichung lässt sich f(z) als Polynom in (z) schreiben. Schritt : Wir zeigen nun die Behauptung für eine beliebige gerade, elliptische Funktion f(z). Sei a C ein Pol von f(z). Nach obigem Schritt können wir annehmen, dass a kein Gitterpunkt von L ist. Wir betrachten die Funktion f(z)( (z) (a)) N für ein N N gross genug. Der rechte Faktor besitzt eine N fache Nullstelle in a und hebt damit den Pol auf. Wir wenden die gleiche Methode bei den anderen Polen von f(z) an. Die Anzahl der Polstellen a j von f(z) ist endlich im Periodentorus und somit besitzt die Funktion g(z) := f(z) j ( (z) (a j )) Nj keine Pole ausser in L. Nun ist g(z) gerade und elliptisch und lässt sich somit als Polynom in (z) schreiben. Damit ist f(z) = g(z) ( (z) (a j )) Nj j eine gebrochen rationale Funktion in (z). Schritt 3 : Wir schliessen den Beweis ab. Sei f(z) also eine beliebige elliptische Funktion. Dann kann f(z) auf eindeutige Weise in eine gerade Funktion f (z) und eine ungerade Funktion f (z) zerlegt werden f(z) = f (z) + f (z) = (f(z) + f( z)) + (f(z) f( z)). Man prüft leicht nach, dass sowohl f (z) als auch f (z) elliptisch sind. Die Funktion f (z) ist gerade, also bleibt uns noch f (z) zu behandeln. Nun ist das Produkt zweier ungerader Funktionen stets gerade, also ist f(z) (z) gerade und lässt sich durch (z) beschreiben. Wir folgern, dass f(z) = f (z) + f (z) = R( (z)) + (z)s( (z)). Als Illustration des Struktursatzes dient die algebraische Differentialgleichung (3) für (z).

9 3 ELLIPTISCHE KURVEN 9 3 Elliptische Kurven Es wurde anfangs erwähnt, dass elliptische Funktionen auch als Abbildungen auf dem Periodentorus C/L interpretiert werden können. In diesem letzten Abschnitt wollen wir eine besondere geometrische Eigenschaft des Periodentorus aufzeigen. Jedem Periodentorus kann eine kompakte Riemannsche Fläche zugeordnet werden, die sogenannte elliptische Kurve. Die algebraische Differentialgleichung für (z) liefert diesen Zusammenhang. Wir führen zuerst das Konzept der ebenen affinen und später der ebenen projektiven Kurve ein. Definition. Sei P : C C ein nichtkonstantes Polynom in zwei Variablen. Die Nullstellenmenge X P = {(z, z ) C P (z, z ) = 0} bezeichnen wir als eine ebene affine Kurve. Sei nun L ein Gitter und g bzw. g 3 die dazugehörigen Vielfachen der Eisensteinreihen. Wir wählen als Polynom die algebraische Differentialgleichung (3) und erhalten die ebene affine Kurve X P (g, g 3 ) = {(z, z ) C z = 4z 3 g z g 3 } Abbildung : Die elliptische Kurve für das Gitter L = Z + iz Die Weierstraßsche Funktion löst diese Differentialgleichung. Also ist ( (z), (z)) X P (g, g 3 ) für alle z / L. Dies liefert die wohldefinierte Abbildung ψ : C/L [0] X P (g, g 3 ), [z] ( (z), (z)). Satz 3.. Die Abbildung ψ ist eine Bijektion. Beweis. Wir beginnen mit der Surjektivität. Sei (u, v) X P (g, g 3 ) ein Punkt auf der Kurve. Die Funktion (z) nimmt auf dem Torus alle Werte an, also existiert ein z 0 C/L mit (z 0 ) = u. Nach Definition von X P (g, g 3 ) ist ( ) (z 0 ) = v. Also ist (z 0 ) = v oder (z 0 ) = v.

10 3 ELLIPTISCHE KURVEN 0 Falls erstes zutrifft, so ist ( (z 0 ), (z 0 )) = (u, v) und wir sind fertig. Andernfalls betrachten wir ( ( z 0 ), ( z 0 )) = ( (z 0 ), (z 0 )) = (u, v). Für die Injektivität betrachten wir z 0, z C/L mit (z 0 ) = (z ) sowie (z 0 ) = (z ). Nach Liouville nimmt (z) jeden Wert in C/L gleich oft an. Jedoch hat (z) maximal zwei Nullstellen in C/L. Da (z) gerade ist, folgern wir, dass z 0 = z oder z 0 = z. Im zweiten Fall gilt z 0 z mod L und somit ist (z 0 ) = ( z ) = (z ) = (z 0 ). Also ist z 0 eine Nullstelle von (z) und damit ist z 0 L nach Theorem.5. Wir schliessen daraus, dass z 0 z mod L und, dass ψ injektiv ist. Auf der affinen Kurve fehlt der Punkt [0] C/L. Wollen wir diesen hinzufügen, so müssen wir zuerst die Kurve X P (g, g 3 ) mit einer Teilmenge des komplex projektiven Raums CP identifizieren. Es ist ein klassisches Resultat der komplexen Geometrie, dass kompakte Riemannsche Flächen nicht im C n eingebettet werden können (siehe [Huy05]). Wir wiederholen einige Definitionen aus der Geometrie. Sei C n+ \ {0} versehen mit folgender Äquivalenzrelation z w z = λw für ein λ C \ {0}. Die Menge der Äquivalenzklassen bildet den komplex projektiven Raum CP n. Er kann als die Menge der komplexen Ursprungsgeraden in C n+ interpretiert werden. Mit A n C bezeichnen wir die Menge A n C = {[z 0 :... : z n ] CP n z 0 0}. Man prüft leicht nach, dass die Abbildung eine Bijektion ist. ϕ : C n A n C, (z,... z n ) [ : z :... z n ] Die projektive Kurve werden wir genau wie die affine Kurve als Nullstellenmenge eines Polynoms definieren. Damit die Nullstellenmenge jedoch nicht vom Repräsentanten in CP n abhängt, muss das Polynom homogen sein. Definition. Sei P : C 3 C ein nichtkonstantes Polynom in drei Variablen. Man nennt P homogen von Grad d, falls P (tz, tz, tz 3 ) = t d P (z, z, z 3 ) für alle t C gilt. Definition. Sei P : C 3 C ein nichtkonstantes, homogenes Polynom in drei Variablen. Die Nullstellenmenge X P = {[z 0 : z : z ] CP P (z 0, z, z ) = 0} bezeichnen wir als eine ebene projektive Kurve. Sei P : C C ein nichtkonstantes Polynom in zwei Variablen gegeben durch P (z, z ) = ν,ν a νν z ν zν.

11 3 ELLIPTISCHE KURVEN Sei d := max{ν + ν a νν 0}. Dann ist P (z 0, z, z ) = a νν z d ν ν 0 z ν zν ν,ν ein homogenes Polynom von Grad d. P wird die Homogenisierung des Polynoms P genannt. Wir sind nun im Stande die affine Kurve X P mit der projektiven Kurve X P in Beziehung zu setzen. Lemma 3.. Sei P : C C ein nichtkonstantes Polynom und sei P die Homogenisierung von P. Dann bildet die Bijektion ϕ : X P C A C, (z, z ) [ : z : z ] die affine Kurve X P auf X P A C ab. Beweis. Dieses Lemma folgt unmittelbar aus der Definition von P. Wir kommen zu unserem Beispiel zurück. Die affine Kurve X P (g, g 3 ) ist gegeben durch X P (g, g 3 ) = {(z, z ) C z = 4z 3 g z g 3 } und somit erhalten wir die projektive Kurve X P (g, g 3 ) = {[z 0 : z : z ] CP z 0 z 4z 3 + g z 0z + g 3 z 3 0 = 0}. Um den Punkt [0] C/L in CP zu identifizieren, betrachten wir das Komplement von A C in CP. Dieses besteht aus allen Ursprungsgeraden in C 3 mit z 0 = 0. Nun liegen alle Punkte der Ursprungsgerade, welche durch (0, 0, ) C 3 aufgespannt wird, auf der Kurve X P (g, g 3 ). Also ist [0 : 0 : ] X P (g, g 3 ). Dies entspricht genau dem Punkt [0] C/L. Wir fassen unsere Überlegungen zusammen. Theorem 3.3. Die Abbildung φ : C/L CP, [z] { [ : (z) : (z)], für z / L [0 : 0 : ], für z L ist eine Bijektion zwischen dem Periodentorus C/L und der ebenen projektiven Kurve X P (g, g 3 ). Beweis. Für z / L ist φ einfach die Komposition ϕ ψ. Weiter wird der Punkt [0] C/L mit [0 : 0 : ] CP identifiziert und somit ist die Abbildung bijektiv. Bemerkung 3.4. Die projektive Kurve X P (g, g 3 ) ist eine eingebettete kompakte Riemannsche Fläche. Sie wird als elliptische Kurve zum Gitter L bezeichnet. Elliptische Kurven haben vielfältige Anwendungen in Theorie und Praxis. Sie bieten einen hervorragenden Einstieg in die algebraische Geometrie und werden nebenbei in der modernen Kryptographie zur Verschlüsselung von Botschaften verwendet (siehe [Was08]).

12 LITERATUR Literatur [FB05] Eberhard Freitag and Rolf Busam. Complex analysis. Universitext. Springer-Verlag, Berlin, 005. Translated from the 005 German edition by Dan Fulea. [Huy05] Daniel Huybrechts. Complex geometry. Universitext. Springer-Verlag, Berlin, 005. An introduction. [Was08] Lawrence C. Washington. Elliptic curves. Discrete Mathematics and its Applications (Boca Raton). Chapman & Hall/CRC, Boca Raton, FL, second edition, 008. Number theory and cryptography.

Definition:Eine meromorphe Modulform vom Gewicht k Z ist eine meromorphe. f : H C. (ii) C > 0, so daß f(z) im Bereich Im z > C keine Singularität hat.

Definition:Eine meromorphe Modulform vom Gewicht k Z ist eine meromorphe. f : H C. (ii) C > 0, so daß f(z) im Bereich Im z > C keine Singularität hat. Die k/2 - Formel von Renate Vistorin Zentrales Thema dieses Vortrages ist die k/2 - Formel für meromorphe Modulformen als eine Konsequenz des Residuensatzes. Als Folgerungen werden danach einige Eigenschaften

Mehr

Beispiel 11.2. Wenn p ein Polynom vom Grad größer gleich 1 ist, ist q : C Ĉ definiert durch q (z) =

Beispiel 11.2. Wenn p ein Polynom vom Grad größer gleich 1 ist, ist q : C Ĉ definiert durch q (z) = Funktionentheorie, Woche Funktionen und Polstellen. Meromorphe Funktionen Definition.. Sei U C offen und sei f : U gilt, nennt man f meromorph auf U: Ĉ eine Funktion. Wenn folgendes. P := f hat keine Häufungspunkte;.

Mehr

Primzahlen und RSA-Verschlüsselung

Primzahlen und RSA-Verschlüsselung Primzahlen und RSA-Verschlüsselung Michael Fütterer und Jonathan Zachhuber 1 Einiges zu Primzahlen Ein paar Definitionen: Wir bezeichnen mit Z die Menge der positiven und negativen ganzen Zahlen, also

Mehr

ERGÄNZUNGEN ZUR ANALYSIS II MITTELWERTSATZ UND ANWENDUNGEN

ERGÄNZUNGEN ZUR ANALYSIS II MITTELWERTSATZ UND ANWENDUNGEN ERGÄNZUNGEN ZUR ANALYSIS II MITTELWERTSATZ UND ANWENDUNGEN CHRISTIAN HARTFELDT. Zweiter Mittelwertsatz Der Mittelwertsatz Satz VI.3.4) lässt sich verallgemeinern zu Satz.. Seien f, g : [a, b] R auf [a,

Mehr

Einführung in die Algebra

Einführung in die Algebra Prof. Dr. H. Brenner Osnabrück SS 2009 Einführung in die Algebra Vorlesung 13 Einheiten Definition 13.1. Ein Element u in einem Ring R heißt Einheit, wenn es ein Element v R gibt mit uv = vu = 1. DasElementv

Mehr

Division Für diesen Abschnitt setzen wir voraus, dass der Koeffizientenring ein Körper ist. Betrachte das Schema

Division Für diesen Abschnitt setzen wir voraus, dass der Koeffizientenring ein Körper ist. Betrachte das Schema Division Für diesen Abschnitt setzen wir voraus, dass der Koeffizientenring ein Körper ist. Betrachte das Schema 2x 4 + x 3 + x + 3 div x 2 + x 1 = 2x 2 x + 3 (2x 4 + 2x 3 2x 2 ) x 3 + 2x 2 + x + 3 ( x

Mehr

Fachschaft Mathematik und Informatik (FIM) LA I VORKURS. Herbstsemester 2015. gehalten von Harald Baum

Fachschaft Mathematik und Informatik (FIM) LA I VORKURS. Herbstsemester 2015. gehalten von Harald Baum Fachschaft Mathematik und Informatik (FIM) LA I VORKURS Herbstsemester 2015 gehalten von Harald Baum 2. September 2015 Inhaltsverzeichnis 1. Stichpunkte zur Linearen Algebra I 2. Körper 3. Vektorräume

Mehr

Rekursionen. Georg Anegg 25. November 2009. Methoden und Techniken an Beispielen erklärt

Rekursionen. Georg Anegg 25. November 2009. Methoden und Techniken an Beispielen erklärt Methoden und Techniken an Beispielen erklärt Georg Anegg 5. November 009 Beispiel. Die Folge {a n } sei wie folgt definiert (a, d, q R, q ): a 0 a, a n+ a n q + d (n 0) Man bestimme eine explizite Darstellung

Mehr

a n + 2 1 auf Konvergenz. Berechnen der ersten paar Folgenglieder liefert:

a n + 2 1 auf Konvergenz. Berechnen der ersten paar Folgenglieder liefert: Beispiel: Wir untersuchen die rekursiv definierte Folge a 0 + auf Konvergenz. Berechnen der ersten paar Folgenglieder liefert: ( ) (,, 7, 5,...) Wir können also vermuten, dass die Folge monoton fallend

Mehr

3. Zusammenhang. 22 Andreas Gathmann

3. Zusammenhang. 22 Andreas Gathmann 22 Andreas Gathmann 3. Zusammenhang Eine der anschaulichsten Eigenschaften eines topologischen Raumes ist wahrscheinlich, ob er zusammenhängend ist oder aus mehreren Teilen besteht. Wir wollen dieses Konzept

Mehr

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Die mit dem Stern * gekennzeichneten Übungen sind nicht verpflichtend, aber sie liefern zusätzliche Punkte. Unten wird immer mit I das reelle Intervall [0, 1]

Mehr

Zeichen bei Zahlen entschlüsseln

Zeichen bei Zahlen entschlüsseln Zeichen bei Zahlen entschlüsseln In diesem Kapitel... Verwendung des Zahlenstrahls Absolut richtige Bestimmung von absoluten Werten Operationen bei Zahlen mit Vorzeichen: Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren

Mehr

DIFFERENTIALGLEICHUNGEN

DIFFERENTIALGLEICHUNGEN DIFFERENTIALGLEICHUNGEN GRUNDBEGRIFFE Differentialgleichung Eine Gleichung, in der Ableitungen einer unbekannten Funktion y = y(x) bis zur n-ten Ordnung auftreten, heisst gewöhnliche Differentialgleichung

Mehr

7 Rechnen mit Polynomen

7 Rechnen mit Polynomen 7 Rechnen mit Polynomen Zu Polynomfunktionen Satz. Zwei Polynomfunktionen und f : R R, x a n x n + a n 1 x n 1 + a 1 x + a 0 g : R R, x b n x n + b n 1 x n 1 + b 1 x + b 0 sind genau dann gleich, wenn

Mehr

13. Lineare DGL höherer Ordnung. Eine DGL heißt von n-ter Ordnung, wenn Ableitungen y, y, y,... bis zur n-ten Ableitung y (n) darin vorkommen.

13. Lineare DGL höherer Ordnung. Eine DGL heißt von n-ter Ordnung, wenn Ableitungen y, y, y,... bis zur n-ten Ableitung y (n) darin vorkommen. 13. Lineare DGL höherer Ordnung. Eine DGL heißt von n-ter Ordnung, wenn Ableitungen y, y, y,... bis zur n-ten Ableitung y (n) darin vorkommen. Sie heißt linear, wenn sie die Form y (n) + a n 1 y (n 1)

Mehr

Vorlesung. Funktionen/Abbildungen 1

Vorlesung. Funktionen/Abbildungen 1 Vorlesung Funktionen/Abbildungen 1 1 Grundlagen Hinweis: In dieser Vorlesung werden Funktionen und Abbildungen synonym verwendet. In der Schule wird eine Funktion häufig als eindeutige Zuordnung definiert.

Mehr

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren W. Kippels 22. Februar 2014 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 2 2 Lineargleichungssysteme zweiten Grades 2 3 Lineargleichungssysteme höheren als

Mehr

Absolute Stetigkeit von Maßen

Absolute Stetigkeit von Maßen Absolute Stetigkeit von Maßen Definition. Seien µ und ν Maße auf (X, Ω). Dann heißt ν absolut stetig bezüglich µ (kurz ν µ ), wenn für alle A Ω mit µ(a) = 0 auch gilt dass ν(a) = 0. Lemma. Sei ν ein endliches

Mehr

3.3 Eigenwerte und Eigenräume, Diagonalisierung

3.3 Eigenwerte und Eigenräume, Diagonalisierung 3.3 Eigenwerte und Eigenräume, Diagonalisierung Definition und Lemma 3.3.1. Sei V ein K-Vektorraum, φ End K (V ), λ K. Wir defnieren den zu λ gehörigen Eigenraum von φ als Dies ist ein Unterraum von V.

Mehr

9.2. DER SATZ ÜBER IMPLIZITE FUNKTIONEN 83

9.2. DER SATZ ÜBER IMPLIZITE FUNKTIONEN 83 9.. DER SATZ ÜBER IMPLIZITE FUNKTIONEN 83 Die Grundfrage bei der Anwendung des Satzes über implizite Funktionen betrifft immer die folgende Situation: Wir haben eine Funktion f : V W und eine Stelle x

Mehr

Matrizennorm. Definition 1. Sei A M r,s (R). Dann heißt A := sup die Matrixnorm. Wir wissen zunächst nicht, ob A eine reelle Zahl ist.

Matrizennorm. Definition 1. Sei A M r,s (R). Dann heißt A := sup die Matrixnorm. Wir wissen zunächst nicht, ob A eine reelle Zahl ist. Matrizennorm Es seien r,s N Mit M r,s (R bezeichnen wir die Menge der reellen r s- Matrizen (also der linearen Abbildungen R s R r, und setze M s (R := M s,s (R (also die Menge der linearen Abbildungen

Mehr

Basis und Dimension. Als nächstes wollen wir die wichtigen Begriffe Erzeugendensystem und Basis eines Vektorraums definieren.

Basis und Dimension. Als nächstes wollen wir die wichtigen Begriffe Erzeugendensystem und Basis eines Vektorraums definieren. Basis und Dimension Als nächstes wollen wir die wichtigen Begriffe Erzeugendensystem und Basis eines Vektorraums definieren. Definition. Sei V ein K-Vektorraum und (v i ) i I eine Familie von Vektoren

Mehr

Umgekehrte Kurvendiskussion

Umgekehrte Kurvendiskussion Umgekehrte Kurvendiskussion Bei einer Kurvendiskussion haben wir eine Funktionsgleichung vorgegeben und versuchen ihre 'Besonderheiten' herauszufinden: Nullstellen, Extremwerte, Wendepunkte, Polstellen

Mehr

Die reellen Lösungen der kubischen Gleichung

Die reellen Lösungen der kubischen Gleichung Die reellen Lösungen der kubischen Gleichung Klaus-R. Löffler Inhaltsverzeichnis 1 Einfach zu behandelnde Sonderfälle 1 2 Die ganzrationale Funktion dritten Grades 2 2.1 Reduktion...........................................

Mehr

1. Man schreibe die folgenden Aussagen jeweils in einen normalen Satz um. Zum Beispiel kann man die Aussage:

1. Man schreibe die folgenden Aussagen jeweils in einen normalen Satz um. Zum Beispiel kann man die Aussage: Zählen und Zahlbereiche Übungsblatt 1 1. Man schreibe die folgenden Aussagen jeweils in einen normalen Satz um. Zum Beispiel kann man die Aussage: Für alle m, n N gilt m + n = n + m. in den Satz umschreiben:

Mehr

Übungen zum Ferienkurs Lineare Algebra WS 14/15

Übungen zum Ferienkurs Lineare Algebra WS 14/15 Übungen zum Ferienkurs Lineare Algebra WS 14/15 Linearkombinationen, Basen, Lineare Abbildungen 2.1 Lineare Unabhängigkeit Sind die folgenden Vektoren linear unabhängig? (a) 1, 2, 3 im Q Vektorraum R (b)

Mehr

Der Zwei-Quadrate-Satz von Fermat

Der Zwei-Quadrate-Satz von Fermat Der Zwei-Quadrate-Satz von Fermat Proseminar: Das BUCH der Beweise Fridtjof Schulte Steinberg Institut für Informatik Humboldt-Universität zu Berlin 29.November 2012 1 / 20 Allgemeines Pierre de Fermat

Mehr

Lineare Gleichungssysteme

Lineare Gleichungssysteme Brückenkurs Mathematik TU Dresden 2015 Lineare Gleichungssysteme Schwerpunkte: Modellbildung geometrische Interpretation Lösungsmethoden Prof. Dr. F. Schuricht TU Dresden, Fachbereich Mathematik auf der

Mehr

Höhere Mathematik 3. Apl. Prof. Dr. Norbert Knarr. Wintersemester 2015/16. FB Mathematik

Höhere Mathematik 3. Apl. Prof. Dr. Norbert Knarr. Wintersemester 2015/16. FB Mathematik Höhere Mathematik 3 Apl. Prof. Dr. Norbert Knarr FB Mathematik Wintersemester 2015/16 4. Homogene lineare Dierentialgleichungen 4.1. Grundbegrie 4.1.1. Denition. Es sei J R ein Intervall und a 0 ; : :

Mehr

Die Gleichung A x = a hat für A 0 die eindeutig bestimmte Lösung. Für A=0 und a 0 existiert keine Lösung.

Die Gleichung A x = a hat für A 0 die eindeutig bestimmte Lösung. Für A=0 und a 0 existiert keine Lösung. Lineare Gleichungen mit einer Unbekannten Die Grundform der linearen Gleichung mit einer Unbekannten x lautet A x = a Dabei sind A, a reelle Zahlen. Die Gleichung lösen heißt, alle reellen Zahlen anzugeben,

Mehr

Rekursionen (Teschl/Teschl 8.1-8.2)

Rekursionen (Teschl/Teschl 8.1-8.2) Rekursionen (Teschl/Teschl 8.1-8.2) Eine Rekursion kter Ordnung für k N ist eine Folge x 1, x 2, x 3,... deniert durch eine Rekursionsvorschrift x n = f n (x n 1,..., x n k ) für n > k, d. h. jedes Folgenglied

Mehr

Musterlösungen zur Linearen Algebra II Blatt 5

Musterlösungen zur Linearen Algebra II Blatt 5 Musterlösungen zur Linearen Algebra II Blatt 5 Aufgabe. Man betrachte die Matrix A := über dem Körper R und über dem Körper F und bestimme jeweils die Jordan- Normalform. Beweis. Das charakteristische

Mehr

Approximation durch Taylorpolynome

Approximation durch Taylorpolynome TU Berlin Fakultät II - Mathematik und Naturwissenschaften Sekretariat MA 4-1 Straße des 17. Juni 10623 Berlin Hochschultag Approximation durch Taylorpolynome Im Rahmen der Schülerinnen- und Schüler-Uni

Mehr

Informationsblatt Induktionsbeweis

Informationsblatt Induktionsbeweis Sommer 015 Informationsblatt Induktionsbeweis 31. März 015 Motivation Die vollständige Induktion ist ein wichtiges Beweisverfahren in der Informatik. Sie wird häufig dazu gebraucht, um mathematische Formeln

Mehr

50. Mathematik-Olympiade 2. Stufe (Regionalrunde) Klasse 11 13. 501322 Lösung 10 Punkte

50. Mathematik-Olympiade 2. Stufe (Regionalrunde) Klasse 11 13. 501322 Lösung 10 Punkte 50. Mathematik-Olympiade. Stufe (Regionalrunde) Klasse 3 Lösungen c 00 Aufgabenausschuss des Mathematik-Olympiaden e.v. www.mathematik-olympiaden.de. Alle Rechte vorbehalten. 503 Lösung 0 Punkte Es seien

Mehr

11.3 Komplexe Potenzreihen und weitere komplexe Funktionen

11.3 Komplexe Potenzreihen und weitere komplexe Funktionen .3 Komplexe Potenzreihen und weitere komplexe Funktionen Definition.) komplexe Folgen: z n = x n + j. y n mit zwei reellen Folgen x n und y n.) Konvergenz: Eine komplexe Folge z n = x n + j. y n heißt

Mehr

x 2 2x + = 3 + Es gibt genau ein x R mit ax + b = 0, denn es gilt

x 2 2x + = 3 + Es gibt genau ein x R mit ax + b = 0, denn es gilt - 17 - Die Frage ist hier also: Für welche x R gilt x = x + 1? Das ist eine quadratische Gleichung für x. Es gilt x = x + 1 x x 3 = 0, und man kann quadratische Ergänzung machen:... ( ) ( ) x x + = 3 +

Mehr

Modulabschlussklausur Analysis II

Modulabschlussklausur Analysis II Modulabschlussklausur Analysis II. Juli 015 Bearbeitungszeit: 150 min Aufgabe 1 [5/10 Punkte] Es sei a R und f a : R 3 R mit f a (x, y, z) = x cos(y) + z 3 sin(y) + a 3 + (z + ay a y) cos(x) a) Bestimmen

Mehr

Analysis I für Studierende der Ingenieurwissenschaften

Analysis I für Studierende der Ingenieurwissenschaften Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg WiSe 2015/16 Prof. Dr. M. Hinze Dr. P. Kiani Analysis I für Studierende der Ingenieurwissenschaften Lösungshinweise zu Blatt 2 Aufgabe 1: (12 Punkte) a) Beweisen

Mehr

6.2 Perfekte Sicherheit

6.2 Perfekte Sicherheit 04 6.2 Perfekte Sicherheit Beweis. H(B AC) + H(A C) = H(ABC) H(AC) + H(AC) H(C) Wegen gilt Einsetzen in die Definition gibt = H(AB C). H(A BC) = H(AB C) H(B C). I(A; B C) = H(A C) H(AB C) + H(B C). Da

Mehr

Im Jahr t = 0 hat eine Stadt 10.000 Einwohner. Nach 15 Jahren hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt. z(t) = at + b

Im Jahr t = 0 hat eine Stadt 10.000 Einwohner. Nach 15 Jahren hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt. z(t) = at + b Aufgabe 1: Im Jahr t = 0 hat eine Stadt 10.000 Einwohner. Nach 15 Jahren hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt. (a) Nehmen Sie lineares Wachstum gemäß z(t) = at + b an, wobei z die Einwohnerzahl ist und

Mehr

Professionelle Seminare im Bereich MS-Office

Professionelle Seminare im Bereich MS-Office Der Name BEREICH.VERSCHIEBEN() ist etwas unglücklich gewählt. Man kann mit der Funktion Bereiche zwar verschieben, man kann Bereiche aber auch verkleinern oder vergrößern. Besser wäre es, die Funktion

Mehr

Abituraufgabe zur Analysis, Hessen 2009, Grundkurs (TR)

Abituraufgabe zur Analysis, Hessen 2009, Grundkurs (TR) Abituraufgabe zur Analysis, Hessen 2009, Grundkurs (TR) Gegeben ist die trigonometrische Funktion f mit f(x) = 2 sin(2x) 1 (vgl. Material 1). 1.) Geben Sie für die Funktion f den Schnittpunkt mit der y

Mehr

2.12 Potenzreihen. 1. Definitionen. 2. Berechnung 2.12. POTENZREIHEN 207. Der wichtigste Spezialfall von Funktionenreihen sind Potenzreihen.

2.12 Potenzreihen. 1. Definitionen. 2. Berechnung 2.12. POTENZREIHEN 207. Der wichtigste Spezialfall von Funktionenreihen sind Potenzreihen. 2.2. POTENZREIHEN 207 2.2 Potenzreihen. Definitionen Der wichtigste Spezialfall von Funktionenreihen sind Potenzreihen. Eine Potenzreihe mit Entwicklungspunkt x 0 ist eine Reihe a n x x 0 n. Es gilt: es

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Übungsbuch für den Grundkurs mit Tipps und Lösungen: Analysis

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Übungsbuch für den Grundkurs mit Tipps und Lösungen: Analysis Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Übungsbuch für den Grundkurs mit Tipps und Lösungen: Analysis Das komplette Material finden Sie hier: Download bei School-Scout.de

Mehr

Lineare Gleichungssysteme

Lineare Gleichungssysteme Lineare Gleichungssysteme Sei K ein Körper, a ij K für 1 i m, 1 j n. Weiters seien b 1,..., b m K. Dann heißt a 11 x 1 + a 12 x 2 +... + a 1n x n = b 1 a 21 x 1 + a 22 x 2 +... + a 2n x n = b 2... a m1

Mehr

Grundlagen der höheren Mathematik Einige Hinweise zum Lösen von Gleichungen

Grundlagen der höheren Mathematik Einige Hinweise zum Lösen von Gleichungen Grundlagen der höheren Mathematik Einige Hinweise zum Lösen von Gleichungen 1. Quadratische Gleichungen Quadratische Gleichungen lassen sich immer auf die sog. normierte Form x 2 + px + = 0 bringen, in

Mehr

3.1. Die komplexen Zahlen

3.1. Die komplexen Zahlen 3.1. Die komplexen Zahlen Es gibt viele Wege, um komplexe Zahlen einzuführen. Wir gehen hier den wohl einfachsten, indem wir C R als komplexe Zahlenebene und die Punkte dieser Ebene als komplexe Zahlen

Mehr

Tangentengleichung. Wie lautet die Geradengleichung für die Tangente, y T =? Antwort:

Tangentengleichung. Wie lautet die Geradengleichung für die Tangente, y T =? Antwort: Tangentengleichung Wie Sie wissen, gibt die erste Ableitung einer Funktion deren Steigung an. Betrachtet man eine fest vorgegebene Stelle, gibt f ( ) also die Steigung der Kurve und somit auch die Steigung

Mehr

2 3 x3 17. x k dx = x k x k+1 k +1. Mit jeder weiteren partiellen Integration reduziert sich der Grad des Faktors x n, induktiv erhalten wir also

2 3 x3 17. x k dx = x k x k+1 k +1. Mit jeder weiteren partiellen Integration reduziert sich der Grad des Faktors x n, induktiv erhalten wir also Universität Konstanz Fachbereich Mathematik und Statistik Repetitorium Analysis 0 Dr DK Huynh Blatt 8 Aufgabe 6 Bestimmen Sie (a) (x + x 7x+)dx (c) (f) x n exp(x)dx (n N fest) sin (x)dx (g) (b) (d) ln(x)dx

Mehr

Codierungsverfahren SS 2011. Reed-Solomon-Codes zur Mehrblock-Bündelfehler-Korrektur

Codierungsverfahren SS 2011. Reed-Solomon-Codes zur Mehrblock-Bündelfehler-Korrektur Reed-Solomon-Codes zur Mehrblock-Bündelfehler-Korrektur Wie die zyklischen BCH-Codes zur Mehrbitfehler-Korrektur eignen sich auch die sehr verwandten Reed-Solomon-Codes (= RS-Codes) zur Mehrbitfehler-Korrektur.

Mehr

8. Quadratische Reste. Reziprozitätsgesetz

8. Quadratische Reste. Reziprozitätsgesetz O Forster: Prizahlen 8 Quadratische Reste Rezirozitätsgesetz 81 Definition Sei eine natürliche Zahl 2 Eine ganze Zahl a heißt uadratischer Rest odulo (Abkürzung QR, falls die Kongruenz x 2 a od eine Lösung

Mehr

1 Mathematische Grundlagen

1 Mathematische Grundlagen Mathematische Grundlagen - 1-1 Mathematische Grundlagen Der Begriff der Menge ist einer der grundlegenden Begriffe in der Mathematik. Mengen dienen dazu, Dinge oder Objekte zu einer Einheit zusammenzufassen.

Mehr

Lösungen zum 3. Aufgabenblatt

Lösungen zum 3. Aufgabenblatt SS, Lineare Algebra Die Lösungen wurden erstellt von: Isabel Voigt, Vanessa Lamm und Matthias Rehder Hinweis: Eine Liste der zur Bearbeitung verwendeten Literatur ist unter www.mathematiwelt.com aufrufbar.

Mehr

Data Mining: Einige Grundlagen aus der Stochastik

Data Mining: Einige Grundlagen aus der Stochastik Data Mining: Einige Grundlagen aus der Stochastik Hagen Knaf Studiengang Angewandte Mathematik Hochschule RheinMain 21. Oktober 2015 Vorwort Das vorliegende Skript enthält eine Zusammenfassung verschiedener

Mehr

Lineare Gleichungssysteme

Lineare Gleichungssysteme Lineare Gleichungssysteme 1 Zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten Es kommt häufig vor, dass man nicht mit einer Variablen alleine auskommt, um ein Problem zu lösen. Das folgende Beispiel soll dies verdeutlichen

Mehr

Welche Lagen können zwei Geraden (im Raum) zueinander haben? Welche Lagen kann eine Gerade bezüglich einer Ebene im Raum einnehmen?

Welche Lagen können zwei Geraden (im Raum) zueinander haben? Welche Lagen kann eine Gerade bezüglich einer Ebene im Raum einnehmen? Welche Lagen können zwei Geraden (im Raum) zueinander haben? Welche Lagen können zwei Ebenen (im Raum) zueinander haben? Welche Lagen kann eine Gerade bezüglich einer Ebene im Raum einnehmen? Wie heiÿt

Mehr

Numerische Verfahren und Grundlagen der Analysis

Numerische Verfahren und Grundlagen der Analysis Numerische Verfahren und Grundlagen der Analysis Rasa Steuding Hochschule RheinMain Wiesbaden Wintersemester 2011/12 R. Steuding (HS-RM) NumAna Wintersemester 2011/12 1 / 16 4. Groß-O R. Steuding (HS-RM)

Mehr

Vorlesung Diskrete Strukturen Graphen: Wieviele Bäume?

Vorlesung Diskrete Strukturen Graphen: Wieviele Bäume? Vorlesung Diskrete Strukturen Graphen: Wieviele Bäume? Bernhard Ganter Institut für Algebra TU Dresden D-01062 Dresden [email protected] WS 2013/14 Isomorphie Zwei Graphen (V 1, E 1 ) und (V

Mehr

7 Die Determinante einer Matrix

7 Die Determinante einer Matrix 7 Die Determinante einer Matrix ( ) a11 a Die Determinante einer 2 2 Matrix A = 12 ist erklärt als a 21 a 22 det A := a 11 a 22 a 12 a 21 Es ist S 2 = { id, τ}, τ = (1, 2) und sign (id) = 1, sign (τ) =

Mehr

Erinnerung/Zusammenfassung zu Abbildungsmatrizen

Erinnerung/Zusammenfassung zu Abbildungsmatrizen Erinnerung/Zusammenfassung zu Abbildungsmatrizen Thomas Coutandin ([email protected]) 7. November 2 Abbildungsmatrizen Im Folgenden betrachten wir stets endlich dimensionale K-Vektorräume (K irgend

Mehr

Quadratische Gleichungen

Quadratische Gleichungen Quadratische Gleichungen Aufgabe: Versuche eine Lösung zu den folgenden Zahlenrätseln zu finden:.) Verdoppelt man das Quadrat einer Zahl und addiert, so erhält man 00..) Addiert man zum Quadrat einer Zahl

Mehr

5 Eigenwerte und die Jordansche Normalform

5 Eigenwerte und die Jordansche Normalform Mathematik für Physiker II, SS Mittwoch 8.6 $Id: jordan.tex,v.6 /6/7 8:5:3 hk Exp hk $ 5 Eigenwerte und die Jordansche Normalform 5.4 Die Jordansche Normalform Wir hatten bereits erwähnt, dass eine n n

Mehr

Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen

Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen Das Eigenwertproblem Sei A eine quadratische Matrix vom Typ m,m. Die Aufgabe, eine Zahl λ und einen dazugehörigen Vektor x zu finden, damit Ax = λx ist, nennt

Mehr

Das Mathematik-Abitur im Saarland

Das Mathematik-Abitur im Saarland Informationen zum Abitur Das Mathematik-Abitur im Saarland Sie können Mathematik im Abitur entweder als grundlegenden Kurs (G-Kurs) oder als erhöhten Kurs (E-Kurs) wählen. Die Bearbeitungszeit für die

Mehr

Beispiel 48. 4.3.2 Zusammengesetzte Zufallsvariablen

Beispiel 48. 4.3.2 Zusammengesetzte Zufallsvariablen 4.3.2 Zusammengesetzte Zufallsvariablen Beispiel 48 Ein Würfel werde zweimal geworfen. X bzw. Y bezeichne die Augenzahl im ersten bzw. zweiten Wurf. Sei Z := X + Y die Summe der gewürfelten Augenzahlen.

Mehr

Wintersemester 2005/2006 Gedächtnisprotokoll der mündlichen Prüfung

Wintersemester 2005/2006 Gedächtnisprotokoll der mündlichen Prüfung Wintersemester 2005/2006 Gedächtnisprotokoll der mündlichen Prüfung Ulrich Loup 24.03.2006 Prüfungsstoff: Alegebra I, Analysis IV, Graphentheorie I Prüfer: Prof. Dr. Wilhelm Plesken Protokollant: Dipl.

Mehr

Bestimmung einer ersten

Bestimmung einer ersten Kapitel 6 Bestimmung einer ersten zulässigen Basislösung Ein Problem, was man für die Durchführung der Simplexmethode lösen muss, ist die Bestimmung einer ersten zulässigen Basislösung. Wie gut das geht,

Mehr

Algebraische Kurven. Vorlesung 26. Die Schnittmultiplizität

Algebraische Kurven. Vorlesung 26. Die Schnittmultiplizität Prof. Dr. H. Brenner Osnabrück SS 2012 Algebraische Kurven Vorlesung 26 Die Schnittmultiplizität Es seien zwei ebene algebraische Kurven C,D A 2 K gegeben, die keine Komponente gemeinsam haben. Dann besteht

Mehr

11. Primfaktorzerlegungen

11. Primfaktorzerlegungen 78 Andreas Gathmann 11 Primfaktorzerlegungen Euch ist sicher aus der Schule bekannt, dass sich jede positive ganze Zahl a als Produkt a = p 1 p n von Primzahlen schreiben lässt, und dass diese Darstellung

Mehr

PD Dr. R. Schätzle 9.4.2001 Dr. A. Karlsson. Funktionentheorie II SS 2001

PD Dr. R. Schätzle 9.4.2001 Dr. A. Karlsson. Funktionentheorie II SS 2001 ETH Zürich Departement der Mathematik PD Dr. R. Schätzle 9.4.2001 Dr. A. Karlsson Funktionentheorie II SS 2001 1.Übung AUFGABE 1: Zeigen Sie, daß die Riemannschen Flächen CI und D := {z CI z < 1 } mit

Mehr

Ü b u n g s b l a t t 11

Ü b u n g s b l a t t 11 Mathe für Physiker I Wintersemester 0/04 Walter Oevel 8. 1. 004 Ü b u n g s b l a t t 11 Abgabe von Aufgaben am 15.1.004 in der Übung. Aufgabe 91*: (Differentialgleichungen, Separation. 10 Bonuspunkte

Mehr

Entladen und Aufladen eines Kondensators über einen ohmschen Widerstand

Entladen und Aufladen eines Kondensators über einen ohmschen Widerstand Entladen und Aufladen eines Kondensators über einen ohmschen Widerstand Vorüberlegung In einem seriellen Stromkreis addieren sich die Teilspannungen zur Gesamtspannung Bei einer Gesamtspannung U ges, der

Mehr

Lineare Differentialgleichungen erster Ordnung erkennen

Lineare Differentialgleichungen erster Ordnung erkennen Lineare Differentialgleichungen erster Ordnung In diesem Kapitel... Erkennen, wie Differentialgleichungen erster Ordnung aussehen en für Differentialgleichungen erster Ordnung und ohne -Terme finden Die

Mehr

Mengensysteme, Wahrscheinlichkeitsmaße

Mengensysteme, Wahrscheinlichkeitsmaße Kapitel 1 Mengensysteme, Wahrscheinlichkeitsmaße Der Großteil der folgenden fundamentalen Begriffe sind schon aus der Vorlesung Stochastische Modellbildung bekannt: Definition 1.1 Eine Familie A von Teilmengen

Mehr

Aufgaben zur Flächenberechnung mit der Integralrechung

Aufgaben zur Flächenberechnung mit der Integralrechung ufgaben zur Flächenberechnung mit der Integralrechung ) Geben ist die Funktion f(x) = -x + x. a) Wie groß ist die Fläche, die die Kurve von f mit der x-chse einschließt? b) Welche Fläche schließt der Graph

Mehr

Codierungstheorie Rudolf Scharlau, SoSe 2006 9

Codierungstheorie Rudolf Scharlau, SoSe 2006 9 Codierungstheorie Rudolf Scharlau, SoSe 2006 9 2 Optimale Codes Optimalität bezieht sich auf eine gegebene Quelle, d.h. eine Wahrscheinlichkeitsverteilung auf den Symbolen s 1,..., s q des Quellalphabets

Mehr

Mathematischer Vorbereitungskurs für Ökonomen

Mathematischer Vorbereitungskurs für Ökonomen Mathematischer Vorbereitungskurs für Ökonomen Dr. Thomas Zehrt Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Universität Basel Gleichungen Inhalt: 1. Grundlegendes 2. Lineare Gleichungen 3. Gleichungen mit Brüchen

Mehr

WS 2008/09. Diskrete Strukturen

WS 2008/09. Diskrete Strukturen WS 2008/09 Diskrete Strukturen Prof. Dr. J. Esparza Lehrstuhl für Grundlagen der Softwarezuverlässigkeit und theoretische Informatik Fakultät für Informatik Technische Universität München http://www7.in.tum.de/um/courses/ds/ws0809

Mehr

13. Abzählen von Null- und Polstellen

13. Abzählen von Null- und Polstellen 13. Abzählen von Null- und Polstellen 77 13. Abzählen von Null- und Polstellen Als weitere Anwendung des Residuensatzes wollen wir nun sehen, wie man ot au einache Art berechnen kann, wie viele Null- bzw.

Mehr

TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN. Abzählbarkeit, Injektivität, Sürjektivität und Bijektivität

TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN. Abzählbarkeit, Injektivität, Sürjektivität und Bijektivität TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN Zentrum Mathematik Prof. Dr. Friedrich Roesler Ralf Franken, PhD Max Lein Lineare Algebra 1 WS 26/7 en Blatt 4 13.11.26 Abzählbarkeit, Injektivität, Sürjektivität und Bijektivität

Mehr

Definition 27 Affiner Raum über Vektorraum V

Definition 27 Affiner Raum über Vektorraum V Definition 27 Affiner Raum über Vektorraum V Definition 27 Affiner Raum über Vektorraum V ist die Menge A = Definition 27 Affiner Raum über Vektorraum V ist die Menge A = mit einer Abbildung + : A V A,

Mehr

Kevin Caldwell. 18.April 2012

Kevin Caldwell. 18.April 2012 im Rahmen des Proseminars Numerische Lineare Algebra von Prof.Dr.Sven Beuchler 18.April 2012 Gliederung 1 2 3 Mathematische Beschreibung von naturwissenschaftlich-technischen Problemstellungen führt häufig

Mehr

Wir gehen aus von euklidischen Anschauungsraum bzw. von der euklidischen Zeichenebene. Parallele Geraden schneiden einander nicht.

Wir gehen aus von euklidischen Anschauungsraum bzw. von der euklidischen Zeichenebene. Parallele Geraden schneiden einander nicht. 2 Ein wenig projektive Geometrie 2.1 Fernpunkte 2.1.1 Projektive Einführung von Fernpunkten Wir gehen aus von euklidischen Anschauungsraum bzw. von der euklidischen Zeichenebene. Parallele Geraden schneiden

Mehr

Beispiellösungen zu Blatt 111

Beispiellösungen zu Blatt 111 µ κ Mathematisches Institut Georg-August-Universität Göttingen Beispiellösungen zu Blatt 111 Aufgabe 1 Ludwigshafen hat einen Bahnhof in Dreiecksform. Markus, Sabine und Wilhelm beobachten den Zugverkehr

Mehr

Abiturprüfung Mathematik 2008 (Baden-Württemberg) Berufliche Gymnasien ohne TG Analysis, Aufgabe 1

Abiturprüfung Mathematik 2008 (Baden-Württemberg) Berufliche Gymnasien ohne TG Analysis, Aufgabe 1 Abiturprüfung Mathematik (Baden-Württemberg) Berufliche Gymnasien ohne TG Analysis, Aufgabe Für jedes t f t () + t R ist die Funktion f t gegeben durch = mit R. Das Schaubild von f t heißt K t.. (6 Punkte)

Mehr

Gleichungen Lösen. Ein graphischer Blick auf Gleichungen

Gleichungen Lösen. Ein graphischer Blick auf Gleichungen Gleichungen Lösen Was bedeutet es, eine Gleichung zu lösen? Was ist überhaupt eine Gleichung? Eine Gleichung ist, grundsätzlich eine Aussage über zwei mathematische Terme, dass sie gleich sind. Ein Term

Mehr

Vorkurs Mathematik Übungen zu Polynomgleichungen

Vorkurs Mathematik Übungen zu Polynomgleichungen Vorkurs Mathematik Übungen zu en 1 Aufgaben Lineare Gleichungen Aufgabe 1.1 Ein Freund von Ihnen möchte einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen. Es gibt zwei verschiedene Angebote: Anbieter 1: monatl.

Mehr

Anhand des bereits hergeleiteten Models erstellen wir nun mit der Formel

Anhand des bereits hergeleiteten Models erstellen wir nun mit der Formel Ausarbeitung zum Proseminar Finanzmathematische Modelle und Simulationen bei Raphael Kruse und Prof. Dr. Wolf-Jürgen Beyn zum Thema Simulation des Anlagenpreismodels von Simon Uphus im WS 09/10 Zusammenfassung

Mehr

Vorkurs Mathematik Übungen zu Differentialgleichungen

Vorkurs Mathematik Übungen zu Differentialgleichungen Vorkurs Mathematik Übungen zu Differentialgleichungen Als bekannt setzen wir die folgenden Umformungen voraus: e ln(f(x)) = f(x) e f(x)+c = e f(x) e c e ln(f(x)) +c = f(x) e c = f(x) c f ( g(x) ) g (x)

Mehr

Elliptische Funktionen

Elliptische Funktionen Elliptische Funktionen Jeff Schomer Universität Freiburg (Schweiz) 27.09.2007 Einleitung In diesem Seminar werden wir über doppelt periodische und elliptische Funktionen sprechen. Nachdem wir grundlegende

Mehr

Austausch- bzw. Übergangsprozesse und Gleichgewichtsverteilungen

Austausch- bzw. Übergangsprozesse und Gleichgewichtsverteilungen Austausch- bzw. Übergangsrozesse und Gleichgewichtsverteilungen Wir betrachten ein System mit verschiedenen Zuständen, zwischen denen ein Austausch stattfinden kann. Etwa soziale Schichten in einer Gesellschaft:

Mehr

Abituraufgabe zur Stochastik, Hessen 2009, Grundkurs (TR)

Abituraufgabe zur Stochastik, Hessen 2009, Grundkurs (TR) Abituraufgabe zur Stochastik, Hessen 2009, Grundkurs (TR) Eine Firma stellt USB-Sticks her. Sie werden in der Fabrik ungeprüft in Packungen zu je 20 Stück verpackt und an Händler ausgeliefert. 1 Ein Händler

Mehr

OECD Programme for International Student Assessment PISA 2000. Lösungen der Beispielaufgaben aus dem Mathematiktest. Deutschland

OECD Programme for International Student Assessment PISA 2000. Lösungen der Beispielaufgaben aus dem Mathematiktest. Deutschland OECD Programme for International Student Assessment Deutschland PISA 2000 Lösungen der Beispielaufgaben aus dem Mathematiktest Beispielaufgaben PISA-Hauptstudie 2000 Seite 3 UNIT ÄPFEL Beispielaufgaben

Mehr

4. Übungsblatt Matrikelnr.: 6423043

4. Übungsblatt Matrikelnr.: 6423043 Lineare Algebra I 1. Name: Bleeck, Christian 4. Übungsblatt Matrikelnr.: 6423043 Abgabe: 15.11.06 12 Uhr (Kasten D1 320) Übungsgruppe: 03 Patrick Schützdeller 2. Name: Niemann, Philipp Matrikelnr.: 6388613

Mehr

Grundlagen der Theoretischen Informatik, SoSe 2008

Grundlagen der Theoretischen Informatik, SoSe 2008 1. Aufgabenblatt zur Vorlesung Grundlagen der Theoretischen Informatik, SoSe 2008 (Dr. Frank Hoffmann) Lösung von Manuel Jain und Benjamin Bortfeldt Aufgabe 2 Zustandsdiagramme (6 Punkte, wird korrigiert)

Mehr

Also kann nur A ist roter Südler und B ist grüner Nordler gelten.

Also kann nur A ist roter Südler und B ist grüner Nordler gelten. Aufgabe 1.1: (4 Punkte) Der Planet Og wird von zwei verschiedenen Rassen bewohnt - dem grünen und dem roten Volk. Desweiteren sind die Leute, die auf der nördlichen Halbkugel geboren wurden von denen auf

Mehr

u + v = v + u. u + (v + w) = (u + v) + w. 0 V + v = v + 0 V = v v + u = u + v = 0 V. t (u + v) = t u + t v, (t + s) u = t u + s u.

u + v = v + u. u + (v + w) = (u + v) + w. 0 V + v = v + 0 V = v v + u = u + v = 0 V. t (u + v) = t u + t v, (t + s) u = t u + s u. Universität Stuttgart Fachbereich Mathematik Prof. Dr. C. Hesse PD Dr. P. H. Lesky Dipl. Math. D. Zimmermann Msc. J. Köllner FAQ 3 Höhere Mathematik I 4..03 el, kyb, mecha, phys Vektorräume Vektorräume

Mehr

6.2 Scan-Konvertierung (Scan Conversion)

6.2 Scan-Konvertierung (Scan Conversion) 6.2 Scan-Konvertierung (Scan Conversion) Scan-Konvertierung ist die Rasterung von einfachen Objekten (Geraden, Kreisen, Kurven). Als Ausgabemedium dient meist der Bildschirm, der aus einem Pixelraster

Mehr