Bivariate Statistik: Kreuztabelle

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Bivariate Statistik: Kreuztabelle"

Transkript

1 Bivariate Statistik: Kreuztabelle Beispiel 1: Im ALLBUS wurde u.a. nach dem Nationalstolz und nach dem Gefühl der Überfremdung gefragt: Würden Sie sagen, dass Sie sehr stolz, ziemlich stolz, nicht sehr stolz oder überhaupt nicht stolz darauf sind, ein(e) Deutsche(r) zu sein? Durch die vielen Ausländer in Deutschland fühlt man sich zunehmend als fremder im eigenen Land. a) Univariate Verteilungen v Gültig Fehlend 1 SEHR STOLZ ZIEMLICH STOLZ NICHT SEHR STOLZ GAR NICHT STOLZ TNZ: NICHT DEUTSCH 9 KEINE ANGABE Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente 7 19,,, 17,9 1, 7,1 1,, 9,7 19,7, 1, 7 9,9 1,,7 117, 1,1 1 1, v FREMDER IM EIGENEN LAND DURCH AUSLAENDER Gültig Fehlend 1 STIMME GAR NICHT ZU 7 STIMME VOELLIG ZU TNZ: NICHT DEUTSCH 99 KEINE ANGABE Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente 7, 7, 7, 7 1,9 1,, 1, 11,1,7 1 1, 1,1, 9,7 1, 77,, 9,1, 1,7 1,7 1, 17 9,7 1,,7 1, 9 7, 1 1, 1

2 Frage: Gibt es zwischen den beiden Variablen einen Zusammenhang? Sind vielleicht diejenigen besonders stolz, die sich auch besonders wohl und eben nicht als Fremde im eigenen Land fühlen? Oder fühlen sich die besonders Deutsch-Stolzen vielleicht auch besonders heftig durch die vielen Ausländer gestört? Oder hat das eine möglicherweise mit dem anderen überhaupt nichts zu tun? b) Bivariate Verteilung: Häufigkeiten FREMDER IM EIGENEN LAND DURCH AUSLAENDER * v Kreuztabe Anzahl v FREMDER IM EIGENEN LAND DURCH AUSLAENDER 1 STIMME GAR NICHT ZU 7 STIMME VOELLIG ZU v 1 SEHR ZIEMLICH NICHT GAR NICHT STOLZ STOLZ SEHR STOLZ STOLZ Zusatzfrage : Wenn es einen Zusammenhang gibt... könnte man dann eine der beiden Variablen als Ursache (= unabhängige Variable ) und die andere als Wirkung (= abhängige Variable ) ansehen? oder beeinflussen sich die beiden Variablen möglicherweise gegenseitig (= Wechselwirkung )? oder hängen die beiden Variablen vielleicht von einer dritten ab (= Scheinkontingenz )? Bisweilen hängt die Antwort auf diese Frage auch vom Blickwinkel der Forscherin ab. Wir nehmen im vorliegenden Fall einmal an, die Forscherin interessiere sich für die Nebenwirkungen des deutschen Nationalstolzes. In diesem wäre der Nationalstolz die unabhängige und die Überfremdungsangst die abhängige Variable.

3 Konsequenzen der Antwort auf die Zusatzfrage : Um die Wirkung der unabhängigen Variable auf die abhängige Variable zu analysieren, teilt man die Stichprobe anhand der unabhängigen Variable in Gruppen auf und untersucht in jeder dieser Gruppen die Verteilung der abhängigen Variable. Im Beispiel: Schätzen die sehr stolzen Deutschen die Überfremdungsgefahr anders ein als die ziemlich stolzen, die nicht sehr stolzen und die überhaupt nicht stolzen Deutschen? Um diese Frage zu beantworten, berechnet man für jede (durch die unabhängige Variable bestimmte) Gruppe die prozentuale Verteilung der abhängigen Variable. c) Bivariate Verteilung: Gruppenvergleich Um diese Frage zu beantworten, berechnet man für jede (durch die unabhängige Variable bestimmte) Gruppe die prozentuale Verteilung der abhängigen Variable. FREMDER IM EIGENEN LAND DURCH AUSLAENDER * v Kreuztabe % von v v 1 SEHR STOLZ ZIEMLICH STOLZ NICHT SEHR STOLZ GAR NICHT STOLZ v FREMDER 1 STIMME GAR NICHT ZU,%,% 9,%,% 7,% IM EIGENEN,9% 1,% 1,% 1,% 1,% LAND DURCH 9,% 1,% 1,% 1,% 11,% AUSLAENDER 11,7% 1,9% 11,% 1,% 1,% 9,% 1,% 9,%,% 1,7% 11,%,9% 9,%,% 9,% 7 STIMME VOELLIG ZU,% 11,% 11,% 1,% 1,% 1,% 1,% 1,% 1,% 1,% Dann untersucht man, ob einzelne Ausprägungen der unabhängigen Variable in bestimmten Gruppen besonders oft und in anderen besonders selten vorkommen. Im Beispiel: Völlig frei von Überfremdungsängsten ( stimme gar nicht zu ) sind von den sehr stolzen Deutschen,%, von den ziemlich stolzen,%, von den nicht sehr stolzen 9,% und von den gar nicht stolzen,%. Umgekehrt finden sich besonders große Überfremdungsängste ( stimme völlig zu ) vor allem unter den sehr stolzen Deutschen (,%) und weit seltener in den anderen Gruppen. Die folgende Grafik veranschaulicht die einzelnen Zeilen der Tabelle in Form von Balkengraphiken.

4 d) Bivariate Verteilung: graphische Veranschaulichung V=1 1 V= V= 1 V= 1 1 1

5 1 V= 1 1 V= 1 V=7 1 1

6 Übung: Interpretation einer Kreuztabelle v FREMDER IM EIGENEN LAND DURCH AUSLAENDER * v79kl PROZENTUALER AUSLAENDERANTEIL IN KLASSEN v79kl PROZENTUALER AUSLAENDERANTEIL v FREMDER IM EIGENEN LAND DURCH AUSLAENDER 1 STIMME GAR NICHT ZU 7 STIMME VOELLIG ZU 1 BIS UNTER % % BIS UN- TER 1% 1% BIS UNTER % Anzahl Zeilen% 9,%,%,% 1,% Spalten% 7,7% 7,% 7,% 7,% Anzahl Zeilen% 1,9%,%,% 1,% Spalten% 1,1% 1,7% 1,% 1,% Anzahl Zeilen%,9%,%,9% 1,% Spalten% 1,% 1,1% 1,% 11,1% Anzahl Zeilen%,1% 9,%,% 1,% Spalten% 1,% 1,1% 1,% 1,1% Anzahl 11 1 Zeilen%,% 9,%,% 1,% Spalten% 9,% 11,% 11,% 1,% Anzahl Zeilen% 7,%,%,% 1,% Spalten%,7% 1,1%,% 9,1% Anzahl Zeilen% 9,%,%,% 1,% Spalten% 1,% 1,% 1,% 1,7% Anzahl Zeilen%,9%,%,% 1,% Spalten% 1,% 1,% 1,% 1,%

7 Interpretation einer Kreuztabelle oder: Antworten auf die Frage Ist das ein großer Unterschied? a) Noch einmal und vereinfacht: Kreuztabelle vkl Nationalstolz in Klassen * vkl Fremd im eigenen Land ( Klassen) Kreuztabelle Anzahl vkl Nationalstolz in Klassen 1 sehr/ziemlich stolz nicht sehr/gar nicht stolz vkl Fremd im eigenen Land ( Klassen) 1 Nein (1-) Ja (-7) vkl Nationalstolz in Klassen * vkl Fremd im eigenen Land ( Klassen) Kreuztabelle % von vkl Nationalstolz in Klassen vkl Nationalstolz in Klassen 1 sehr/ziemlich stolz nicht sehr/gar nicht stolz vkl Fremd im eigenen Land ( Klassen) 1 Nein (1-) Ja (-7),%,77% 1,% 7,7% 7,9% 1,%,%,% 1,% b) Graphische Darstellung der Antwort "Ja" 1 sehr/ziemlich stolz nicht sehr/gar nicht stolz Nationalstolz in Klassen 7

8 c) Signifikanztest 1. Überlegung: Wie müsste die Tabelle aussehen, wenn sich die Stolzen und die Nicht- Stolzen in ihrer Überfremdungsangst nicht unterscheiden würden? Zeilenprozente Überfremdungsangst 1 Nein Ja Stolz 1 sehr/ziemlich,%,% 1,% nicht sehr /nicht,%,% 1,%,%,% 1,% Anzahl ( Erwartete Häufigkeiten [E]) Überfremdungsangst 1 Nein Ja Stolz 1 sehr/ziemlich 1, 71,7, nicht sehr /nicht,7 7, 7, 1, 1, 1,. Überlegung: Wie groß ist der Unterschied zwischen dieser erwarteten Verteilung und der beobachteten Verteilung? Differenzen: Beobachtete Häufigkeiten [F] Erwartete Häufigkeiten [E] Überfremdungsangst 1 Nein Ja Stolz 1 sehr/ziemlich 7, 7,, nicht sehr /nicht 7, 7,,,,,

9 Quadrierte Differenzen: (F E) Überfremdungsangst Dr. Bardo Heger / Dr. Renate Prust 1 Nein Ja Stolz 1 sehr/ziemlich 7, 7, 7, nicht sehr /nicht 7, 7, 7, 7, 7, 99, Gewichtete quadrierte Differenzen: (F E) / E Überfremdungsangst 1 Nein Ja Stolz 1 sehr/ziemlich 1,1,9,9 nicht sehr /nicht,, 1,1,9 11, 1,1 (F E) χ = Σ E = 1,1 9

Was sind Zusammenhangsmaße?

Was sind Zusammenhangsmaße? Was sind Zusammenhangsmaße? Zusammenhangsmaße beschreiben einen Zusammenhang zwischen zwei Variablen Beispiele für Zusammenhänge: Arbeiter wählen häufiger die SPD als andere Gruppen Hochgebildete vertreten

Mehr

Bivariate Zusammenhänge

Bivariate Zusammenhänge Bivariate Zusammenhänge Tabellenanalyse: Kreuztabellierung und Kontingenzanalyse Philosophische Fakultät Institut für Soziologie Berufsverläufe und Berufserfolg von Hochschulabsolventen Dozent: Mike Kühne

Mehr

Einfache statistische Auswertungen mit dem Programm SPSS

Einfache statistische Auswertungen mit dem Programm SPSS Einfache statistische Auswertungen mit dem Programm SPSS Datensatz: fiktive_daten.sav Dipl. Päd. Anne Haßelkus Dr. Dorothea Dette-Hagenmeyer 11/2011 Überblick 1 Deskriptive Statistiken; Mittelwert berechnen...

Mehr

Chi-Quadrat Verfahren

Chi-Quadrat Verfahren Chi-Quadrat Verfahren Chi-Quadrat Verfahren werden bei nominalskalierten Daten verwendet. Die einzige Information, die wir bei Nominalskalenniveau zur Verfügung haben, sind Häufigkeiten. Die Quintessenz

Mehr

3. Deskriptive Statistik

3. Deskriptive Statistik 3. Deskriptive Statistik Eindimensionale (univariate) Daten: Pro Objekt wird ein Merkmal durch Messung / Befragung/ Beobachtung erhoben. Resultat ist jeweils ein Wert (Merkmalsausprägung) x i : - Gewicht

Mehr

Überblick über multivariate Verfahren in der Statistik/Datenanalyse

Überblick über multivariate Verfahren in der Statistik/Datenanalyse Überblick über multivariate Verfahren in der Statistik/Datenanalyse Die Klassifikation multivariater Verfahren ist nach verschiedenen Gesichtspunkten möglich: Klassifikation nach der Zahl der Art (Skalenniveau)

Mehr

Bivariate Kreuztabellen

Bivariate Kreuztabellen Bivariate Kreuztabellen Kühnel, Krebs 2001 S. 307-342 Gabriele Doblhammer: Empirische Sozialforschung Teil II, SS 2004 1/33 Häufigkeit in Zelle y 1 x 1 Kreuztabellen Randverteilung x 1... x j... x J Σ

Mehr

B. Heger / R. Prust: Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Master Modul 1.3)

B. Heger / R. Prust: Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Master Modul 1.3) B. Heger / R. Prust: Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Master Modul 1.3) Übung 1 (mit SPSS-Ausgabe) 1. Erstellen Sie eine einfache Häufigkeitsauszählung der Variable V175 ( des/der

Mehr

Zwei kategoriale Merkmale. Homogenität Unabhängigkeit

Zwei kategoriale Merkmale. Homogenität Unabhängigkeit 121 Zwei kategoriale Merkmale Homogenität Unabhängigkeit 122 Beispiel Gründe für die Beliebtheit bei Klassenkameraden 478 neun- bis zwölfjährige Schulkinder in Michigan, USA Grund für Beliebtheit weiblich

Mehr

Hypothesenprüfung. Darüber hinaus existieren zahlreiche andere Testverfahren, die alle auf der gleichen Logik basieren

Hypothesenprüfung. Darüber hinaus existieren zahlreiche andere Testverfahren, die alle auf der gleichen Logik basieren Hypothesenprüfung Teil der Inferenzstatistik Befaßt sich mit der Frage, wie Hypothesen über eine (in der Regel unbekannte) Grundgesamtheit an einer Stichprobe überprüft werden können Behandelt werden drei

Mehr

Bivariate Analyse: Gemeinsame (bivariate) Häufigkeitstabelle. Sie wird auch Kontingenz-, Assoziations- oder Korrelationstabelle (f b )genannt.

Bivariate Analyse: Gemeinsame (bivariate) Häufigkeitstabelle. Sie wird auch Kontingenz-, Assoziations- oder Korrelationstabelle (f b )genannt. Bivariate Analyse: Tabellarische Darstellung: Gemeinsame (bivariate) Häufigkeitstabelle. Sie wird auch Kontingenz-, Assoziations- oder Korrelationstabelle (f b )genannt. Beispiel: Häufigkeitsverteilung

Mehr

Aufbau des Experiments Reihung von Versuchsitems und Distraktoren

Aufbau des Experiments Reihung von Versuchsitems und Distraktoren Reihung von Versuchsitems und Distraktoren Reihung von Versuchsitems und Distraktoren Hinweis D1 (Verhältnis Distraktoren:Versuchsitems): Es sollten Distraktoren eingebaut werden, im Falle von Sprecherbefragungen

Mehr

Analytische Statistik II

Analytische Statistik II Analytische Statistik II Institut für Geographie 1 Schätz- und Teststatistik 2 Das Testen von Hypothesen Während die deskriptive Statistik die Stichproben nur mit Hilfe quantitativer Angaben charakterisiert,

Mehr

Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten auf der Basis unsicherer (zufälliger) Daten

Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten auf der Basis unsicherer (zufälliger) Daten Prof. Dr. J. Franke Statistik II für Wirtschaftswissenschaftler 4.1 4. Statistische Entscheidungsverfahren Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten auf der Basis unsicherer (zufälliger) Daten Beispiel:

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort

Inhaltsverzeichnis. Vorwort V Vorwort XI 1 Zum Gebrauch dieses Buches 1 1.1 Einführung 1 1.2 Der Text in den Kapiteln 1 1.3 Was Sie bei auftretenden Problemen tun sollten 2 1.4 Wichtig zu wissen 3 1.5 Zahlenbeispiele im Text 3 1.6

Mehr

Datenanalyse mit Excel. Wintersemester 2013/14

Datenanalyse mit Excel. Wintersemester 2013/14 Datenanalyse mit Excel 1 KORRELATIONRECHNUNG 2 Korrelationsrechnung Ziel der Korrelationsrechnung besteht im bivariaten Fall darin, die Stärke des Zusammenhangs zwischen zwei interessierenden statistischen

Mehr

Lage- und Streuungsparameter

Lage- und Streuungsparameter Lage- und Streuungsparameter Beziehen sich auf die Verteilung der Ausprägungen von intervall- und ratio-skalierten Variablen Versuchen, diese Verteilung durch Zahlen zu beschreiben, statt sie graphisch

Mehr

Computergestützte Methoden. Master of Science Prof. Dr. G. H. Franke WS 07/08

Computergestützte Methoden. Master of Science Prof. Dr. G. H. Franke WS 07/08 Computergestützte Methoden Master of Science Prof. Dr. G. H. Franke WS 07/08 1 Seminarübersicht 1. Einführung 2. Recherchen mit Datenbanken 3. Erstellung eines Datenfeldes 4. Skalenniveau und Skalierung

Mehr

3. ZWEI KATEGORIALE MERKMALE (bivariate kategoriale Daten)

3. ZWEI KATEGORIALE MERKMALE (bivariate kategoriale Daten) 3. ZWEI KATEGORIALE MERKMALE (bivariate kategoriale Daten) Beispiel: Gründe für Beliebtheit bei Klassenkameraden 478 neun- bis zwölfjährigen Schulkinder in Michigan, USA warum ist man bei seinen Klassenkameraden

Mehr

Zusammenhangsanalyse mit SPSS. Messung der Intensität und/oder der Richtung des Zusammenhangs zwischen 2 oder mehr Variablen

Zusammenhangsanalyse mit SPSS. Messung der Intensität und/oder der Richtung des Zusammenhangs zwischen 2 oder mehr Variablen - nominal, ordinal, metrisch In SPSS: - Einfache -> Mittelwerte vergleichen -> Einfaktorielle - Mehrfaktorielle -> Allgemeines lineares Modell -> Univariat In SPSS: -> Nichtparametrische Tests -> K unabhängige

Mehr

Willkommen zur Vorlesung Statistik (Master)

Willkommen zur Vorlesung Statistik (Master) Willkommen zur Vorlesung Statistik (Master) Thema dieser Vorlesung: Verteilungsfreie Verfahren Prof. Dr. Wolfgang Ludwig-Mayerhofer Universität Siegen Philosophische Fakultät, Seminar für Sozialwissenschaften

Mehr

Statistik Testverfahren. Heinz Holling Günther Gediga. Bachelorstudium Psychologie. hogrefe.de

Statistik Testverfahren. Heinz Holling Günther Gediga. Bachelorstudium Psychologie. hogrefe.de rbu leh ch s plu psych Heinz Holling Günther Gediga hogrefe.de Bachelorstudium Psychologie Statistik Testverfahren 18 Kapitel 2 i.i.d.-annahme dem unabhängig. Es gilt also die i.i.d.-annahme (i.i.d = independent

Mehr

Bivariater Zusammenhang in der Mehrfeldertafel PEΣO

Bivariater Zusammenhang in der Mehrfeldertafel PEΣO Bivariater Zusammenhang in der Mehrfeldertafel PEΣO 9. November 2001 Bivariate Häufigkeitsverteilungen in Mehrfeldertabellen In der Mehrfeldertabelle werden im Gegensatz zur Vierfeldertabelle keine dichotomen

Mehr

Aufgaben zu Kapitel 9

Aufgaben zu Kapitel 9 Aufgaben zu Kapitel 9 Aufgabe 1 Für diese Aufgabe benötigen Sie den Datensatz Nominaldaten.sav. a) Sie arbeiten für eine Marktforschungsfirma und sollen überprüfen, ob die in diesem Datensatz untersuchte

Mehr

Anwendung A_0801_Quantile_Minimum_Maximum

Anwendung A_0801_Quantile_Minimum_Maximum 8. Lageparameter 63 8.3 Interaktive EXCEL-Anwendungen (CD-ROM) Anwendung A_080_Quantile_Minimum_Maimum Die Anwendung besteht aus einem Tabellenblatt Simulation : In der Simulation wird aus einer Urliste

Mehr

S tandardabweichung : σ= n p 1 p = 200 0,24 0,76 6,04

S tandardabweichung : σ= n p 1 p = 200 0,24 0,76 6,04 R. Brinkmann http://brinkmann-du.de Seite 1 14.10.2007 Wahrscheinlichkeiten von Umgebungen Bei einer Binomialverteilung ist der Erwartungswert der mit der größten Wahrscheinlichkeit. In der Umgebung des

Mehr

Kategoriale Daten. Johannes Hain. Lehrstuhl für Mathematik VIII Statistik 1/17

Kategoriale Daten. Johannes Hain. Lehrstuhl für Mathematik VIII Statistik 1/17 Johannes Hain Lehrstuhl für Mathematik VIII Statistik 1/17 Übersicht Besitzen die Daten, die statistisch ausgewertet werden sollen, kategoriales Skalenniveau, unterscheidet man die folgenden Szenarien:

Mehr

Statistik II: Signifikanztests /1

Statistik II: Signifikanztests /1 Medien Institut : Signifikanztests /1 Dr. Andreas Vlašić Medien Institut (0621) 52 67 44 [email protected] Gliederung 1. Noch einmal: Grundlagen des Signifikanztests 2. Der chi 2 -Test 3. Der t-test

Mehr

Statistik II. Statistische Tests. Statistik II

Statistik II. Statistische Tests. Statistik II Statistik II Statistische Tests Statistik II - 12.5.2006 1 Test auf Anteilswert: Binomialtest Sei eine Stichprobe unabhängig, identisch verteilter ZV (i.i.d.). Teile diese Stichprobe in zwei Teilmengen

Mehr

Zusammenfassung Ergebnisse des Fragebogens Gesundheitskommunikation

Zusammenfassung Ergebnisse des Fragebogens Gesundheitskommunikation Institut für Umweltentscheidungen (IED) Consumer Behavior Zusammenfassung Ergebnisse des Fragebogens Gesundheitskommunikation Zuerst einmal nochmals vielen Dank, dass Sie unseren Fragebogen ausgefüllt

Mehr

Projekt Kaffeemaschine Welche Faktoren beeinflussen das Geschmacksurteil?

Projekt Kaffeemaschine Welche Faktoren beeinflussen das Geschmacksurteil? AKULTÄT ANGEWANDTE SOZIALWISSENSCHATEN PRO. DR. SONJA HAUG Projekt Kaffeemaschine Welche aktoren beeinflussen das Geschmacksurteil? Ausgehend von der Verkostung an der Hochschule Regensburg und der dabei

Mehr

Statistik eindimensionaler Größen

Statistik eindimensionaler Größen Statistik eindimensionaler Größen Michael Spielmann Inhaltsverzeichnis 1 Aufgabe der eindimensionalen Statistik 2 2 Grundbegriffe 2 3 Aufbereiten der Stichprobe 3 4 Die Kennzahlen Mittelwert und Streuung,

Mehr

Konfidenzintervalle Grundlegendes Prinzip Erwartungswert Bekannte Varianz Unbekannte Varianz Anteilswert Differenzen von Erwartungswert Anteilswert

Konfidenzintervalle Grundlegendes Prinzip Erwartungswert Bekannte Varianz Unbekannte Varianz Anteilswert Differenzen von Erwartungswert Anteilswert Konfidenzintervalle Grundlegendes Prinzip Erwartungswert Bekannte Varianz Unbekannte Varianz Anteilswert Differenzen von Erwartungswert Anteilswert Beispiel für Konfidenzintervall Im Prinzip haben wir

Mehr

Auswertung mit dem Statistikprogramm SPSS: 30.11.05

Auswertung mit dem Statistikprogramm SPSS: 30.11.05 Auswertung mit dem Statistikprogramm SPSS: 30.11.05 Seite 1 Einführung SPSS Was ist eine Fragestellung? Beispiel Welche statistische Prozedur gehört zu welcher Hypothese? Statistische Berechnungen mit

Mehr

Angewandte Statistik 3. Semester

Angewandte Statistik 3. Semester Angewandte Statistik 3. Semester Übung 5 Grundlagen der Statistik Übersicht Semester 1 Einführung ins SPSS Auswertung im SPSS anhand eines Beispieles Häufigkeitsauswertungen Grafiken Statistische Grundlagen

Mehr

B. Heger / R. Prust: Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Master Modul 1.3) GET FILE ='Z:\ALLBUS_2007_neu.sav'.

B. Heger / R. Prust: Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Master Modul 1.3) GET FILE ='Z:\ALLBUS_2007_neu.sav'. B. Heger / R. Prust: Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Master Modul 1.3) Übung 1 (mit SPSS-Ausgabe) 1. Öffnen Sie den Datensatz ALLBUS_2007_neu! GET FILE ='Z:\ALLBUS_2007_neu.sav'.

Mehr

Grundlagen der Statistik

Grundlagen der Statistik Grundlagen der Statistik Übung 2 2010 FernUniversität in Hagen Alle Rechte vorbehalten Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Übersicht über die mit den Übungsaufgaben geprüften Lehrzielgruppen Lehrzielgruppe

Mehr

Nicht-parametrische Statistik Eine kleine Einführung

Nicht-parametrische Statistik Eine kleine Einführung Nicht-parametrische Statistik Eine kleine Einführung Überblick Anwendung nicht-parametrischer Statistik Behandelte Tests Mann-Whitney U Test Kolmogorov-Smirnov Test Wilcoxon Test Binomialtest Chi-squared

Mehr

Zusammenhangsanalyse in Kontingenztabellen

Zusammenhangsanalyse in Kontingenztabellen Zusammenhangsanalyse in Kontingenztabellen Bisher: Tabellarische / graphische Präsentation Jetzt: Maßzahlen für Stärke des Zusammenhangs zwischen X und Y. Chancen und relative Chancen Zunächst 2 2 - Kontingenztafel

Mehr

Bivariate Verteilungen. Statistische Methoden in der Korpuslinguistik Heike Zinsmeister WS 2008/09

Bivariate Verteilungen. Statistische Methoden in der Korpuslinguistik Heike Zinsmeister WS 2008/09 Bivariate Verteilungen Statistische Methoden in der Korpuslinguistik Heike Zinsmeister WS 2008/09 Wiederholung Konfidenzintervalle Abschätzung wie gut eine Stichprobe die Grundgesamtheit repräsentiert

Mehr

Regression ein kleiner Rückblick. Methodenseminar Dozent: Uwe Altmann Alexandra Kuhn, Melanie Spate

Regression ein kleiner Rückblick. Methodenseminar Dozent: Uwe Altmann Alexandra Kuhn, Melanie Spate Regression ein kleiner Rückblick Methodenseminar Dozent: Uwe Altmann Alexandra Kuhn, Melanie Spate 05.11.2009 Gliederung 1. Stochastische Abhängigkeit 2. Definition Zufallsvariable 3. Kennwerte 3.1 für

Mehr

Anpassungstests VORGEHENSWEISE

Anpassungstests VORGEHENSWEISE Anpassungstests Anpassungstests prüfen, wie sehr sich ein bestimmter Datensatz einer erwarteten Verteilung anpasst bzw. von dieser abweicht. Nach der Erläuterung der Funktionsweise sind je ein Beispiel

Mehr

Chi Quadrat-Unabhängigkeitstest

Chi Quadrat-Unabhängigkeitstest Fragestellung 1: Untersuchung mit Hilfe des Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstestes, ob zwischen dem Herkunftsland der Befragten und der Bewertung des Kontaktes zu den Nachbarn aus einem Anderen Herkunftsland

Mehr

Korrespondenzanalyse

Korrespondenzanalyse Seite 1 von 5 Korrespondenzanalyse Ziel der Korrespondenzanalyse... 1 Anforderungen an die Daten (Stärke des Verfahrens)... 1 Einordnung in die multivariaten Verfahren... 1 Normierung der Daten... 1 Festlegung

Mehr

1.5 Berechnung von Rangzahlen

1.5 Berechnung von Rangzahlen 1.5 Berechnung von Rangzahlen Bei vielen nichtparametrischen Verfahren spielen die so genannten Rangzahlen eine wesentliche Rolle, denn über diese werden hier die Prüfgrößen berechnet. Dies steht im Gegensatz

Mehr

Standardisierte Vorgehensweisen und Regeln zur Gewährleistung von: Eindeutigkeit Schlussfolgerungen aus empirischen Befunden sind nur dann zwingend

Standardisierte Vorgehensweisen und Regeln zur Gewährleistung von: Eindeutigkeit Schlussfolgerungen aus empirischen Befunden sind nur dann zwingend Standardisierte Vorgehensweisen und Regeln zur Gewährleistung von: Eindeutigkeit Schlussfolgerungen aus empirischen Befunden sind nur dann zwingend oder eindeutig, wenn keine alternativen Interpretationsmöglichkeiten

Mehr

Assoziation & Korrelation

Assoziation & Korrelation Statistik 1 für SoziologInnen Assoziation & Korrelation Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec Einleitung Bei Beobachtung von Merkmalen stellt sich die Frage, ob es Zusammenhänge oder Abhängigkeiten zwischen den

Mehr

Kapitel 5: Einfaktorielle Varianzanalyse

Kapitel 5: Einfaktorielle Varianzanalyse Kapitel 5: Einfaktorielle Varianzanalyse Durchführung einer einfaktoriellen Varianzanalyse ohne Messwiederholung Dieser Abschnitt zeigt die Durchführung der in Kapitel 5 vorgestellten einfaktoriellen Varianzanalyse

Mehr

b) Bestimmen Sie die Varianz der beiden Schätzer. c) Ist ein oder sind beide Schätzer konsistent? Begründen Sie!

b) Bestimmen Sie die Varianz der beiden Schätzer. c) Ist ein oder sind beide Schätzer konsistent? Begründen Sie! Aufgabe 1 (3 + 3 + 2 Punkte) Ein Landwirt möchte das durchschnittliche Gewicht von einjährigen Ferkeln bestimmen lassen. Dies möchte er aus seinem diesjährigen Bestand an n Tieren schätzen. Er kann dies

Mehr

Test auf den Erwartungswert

Test auf den Erwartungswert Test auf den Erwartungswert Wir interessieren uns für den Erwartungswert µ einer metrischen Zufallsgröße. Beispiele: Alter, Einkommen, Körpergröße, Scorewert... Wir können einseitige oder zweiseitige Hypothesen

Mehr

Beispiel für Anwendung: z-tabelle kann genutzt werden, um z.b. Poissonverteilung näherungsweise zu integrieren. Beispiel: wie wahrscheinlich ist es

Beispiel für Anwendung: z-tabelle kann genutzt werden, um z.b. Poissonverteilung näherungsweise zu integrieren. Beispiel: wie wahrscheinlich ist es Beispiel für Anwendung: z-tabelle kann genutzt werden, um z.b. Poissonverteilung näherungsweise zu integrieren. Beispiel: wie wahrscheinlich ist es beim radioaktiven Zerfall, zwischen 100 und 110 Zerfälle

Mehr

1) Warum ist die Lage einer Verteilung für das Ergebnis einer statistischen Analyse von Bedeutung?

1) Warum ist die Lage einer Verteilung für das Ergebnis einer statistischen Analyse von Bedeutung? 86 8. Lageparameter Leitfragen 1) Warum ist die Lage einer Verteilung für das Ergebnis einer statistischen Analyse von Bedeutung? 2) Was ist der Unterschied zwischen Parametern der Lage und der Streuung?

Mehr

Ergebnisse der empirischen Studie zum Thema Second Screen im Unterricht

Ergebnisse der empirischen Studie zum Thema Second Screen im Unterricht Ergebnisse der empirischen Studie zum Thema Second Screen im Unterricht Befragungszeitraum: Marz 2016 bis Mai 2016 27.06.2016 Hon.-Prof. Dr. Christian Kreidl / Prof. Dr. Ulrich Dittler Inhaltsübersicht

Mehr

Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen. Sommersemester 2009, Statistik mit SPSS

Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen. Sommersemester 2009, Statistik mit SPSS Sommersemester 2009, Statistik mit SPSS 26. August 2009 26. August 2009 Statistik Dozentin: mit Anja SPSS Mays 1 Bivariate Datenanalyse, Überblick bis Freitag heute heute Donnerstag Donnerstag Freitag

Mehr

Sozialwissenschaftliche Datenanalyse mit R

Sozialwissenschaftliche Datenanalyse mit R Katharina Manderscheid Sozialwissenschaftliche Datenanalyse mit R Eine Einführung F' 4-1 V : 'i rl ö LiSl VS VERLAG Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Danksagung 7 Inhaltsverzeichnis 9 R für sozialwissenschaftliche

Mehr

1. Maße der zentralen Tendenz Beispiel: Variable Anzahl der Geschwister aus Jugend '92. Valid Cum Value Frequency Percent Percent Percent

1. Maße der zentralen Tendenz Beispiel: Variable Anzahl der Geschwister aus Jugend '92. Valid Cum Value Frequency Percent Percent Percent Deskriptive Statistik 1. Verteilungsformen symmetrisch/asymmetrisch unimodal(eingipflig) / bimodal (zweigipflig schmalgipflig / breitgipflig linkssteil / rechtssteil U-förmig / abfallend Statistische Kennwerte

Mehr

MATHEMATIK 3 STUNDEN

MATHEMATIK 3 STUNDEN EUROPÄISCHES ABITUR 01 MATHEMATIK 3 STUNDEN DATUM : 11. Juni 01, Vormittag DAUER DER PRÜFUNG : Stunden (10 Minuten) ZUGELASSENE HILFSMITTEL : Prüfung mit technologischem Hilfsmittel 1/5 DE AUFGABE B1 ANALYSIS

Mehr

STATISTISCHE MUSTERANALYSE - DARSTELLUNGSVORSCHLAG

STATISTISCHE MUSTERANALYSE - DARSTELLUNGSVORSCHLAG STATISTISCHE MUSTERANALYSE - DARSTELLUNGSVORSCHLAG Statistische Methoden In der vorliegenden fiktiven Musterstudie wurden X Patienten mit XY Syndrom (im folgenden: Gruppe XY) mit Y Patienten eines unauffälligem

Mehr

Assoziation & Korrelation

Assoziation & Korrelation Statistik 1 für SoziologInnen Assoziation & Korrelation Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec Einleitung Bei Beobachtung von 2 Merkmalen stellt sich die Frage, ob es Zusammenhänge oder Abhängigkeiten zwischen den

Mehr

Übungen mit dem Applet Vergleich von zwei Mittelwerten

Übungen mit dem Applet Vergleich von zwei Mittelwerten Vergleich von zwei Mittelwerten 1 Übungen mit dem Applet Vergleich von zwei Mittelwerten 1 Statistischer Hintergrund... 2 1.1 Typische Fragestellungen...2 1.2 Fehler 1. und 2. Art...2 1.3 Kurzbeschreibung

Mehr

Kapitel 16 Kreuztabellen

Kapitel 16 Kreuztabellen Kapitel 16 Kreuztabellen Eine Kreuztabelle dient dazu, die kombinierte Häufigkeitsverteilung zweier Variablen darzustellen. Sie bildet somit das Pendant zu einer Häufigkeitstabelle für den 2-Variablen-Fall.

Mehr

Brückenkurs Statistik für Wirtschaftswissenschaften

Brückenkurs Statistik für Wirtschaftswissenschaften Peter von der Lippe Brückenkurs Statistik für Wirtschaftswissenschaften Weitere Übungsfragen UVK Verlagsgesellschaft mbh Konstanz Mit UVK/Lucius München UVK Verlagsgesellschaft mbh Konstanz und München

Mehr

Einführung in SPSS. 1. Die Datei Seegräser

Einführung in SPSS. 1. Die Datei Seegräser Einführung in SPSS 1. Die Datei Seegräser An 25 verschiedenen Probestellen wurde jeweils die Anzahl der Seegräser pro m 2 gezählt und das Vorhandensein von Seeigeln vermerkt. 2. Programmaufbau Die wichtigsten

Mehr

1 Verteilungen und ihre Darstellung

1 Verteilungen und ihre Darstellung GKC Statistische Grundlagen für die Korpuslinguistik Kapitel 2: Univariate Deskription von Daten 8.11.2004 Univariate (= eindimensionale) Daten bestehen aus Beobachtungen eines einzelnen Merkmals. 1 Verteilungen

Mehr

Ein- und Zweistichprobentests

Ein- und Zweistichprobentests (c) Projekt Neue Statistik 2003 - Lernmodul: Ein- Zweistichprobentests Ein- Zweistichprobentests Worum geht es in diesem Modul? Wiederholung: allgemeines Ablaufschema eines Tests Allgemeine Voraussetzungen

Mehr

Häufigkeitsauszählungen, zentrale statistische Kennwerte und Mittelwertvergleiche

Häufigkeitsauszählungen, zentrale statistische Kennwerte und Mittelwertvergleiche Lehrveranstaltung Empirische Forschung und Politikberatung der Universität Bonn, WS 2007/2008 Häufigkeitsauszählungen, zentrale statistische Kennwerte und Mittelwertvergleiche 30. November 2007 Michael

Mehr

Eine zweidimensionale Stichprobe

Eine zweidimensionale Stichprobe Eine zweidimensionale Stichprobe liegt vor, wenn zwei qualitative Merkmale gleichzeitig betrachtet werden. Eine Urliste besteht dann aus Wertepaaren (x i, y i ) R 2 und hat die Form (x 1, y 1 ), (x 2,

Mehr

Bivariate Analyseverfahren

Bivariate Analyseverfahren Bivariate Analyseverfahren Bivariate Verfahren beschäftigen sich mit dem Zusammenhang zwischen zwei Variablen Beispiel: Konservatismus/Alter Zusammenhangsmaße beschreiben die Stärke eines Zusammenhangs

Mehr

VS PLUS

VS PLUS VS PLUS Zusatzinformationen zu Medien des VS Verlags Statistik II Inferenzstatistik 2010 Übungsaufgaben und Lösungen - Inferenzstatistik 1 [Übungsaufgaben und Lösungenn - Inferenzstatistik 1] ÜBUNGSAUFGABEN

Mehr

Modul G.1 WS 07/08: Statistik

Modul G.1 WS 07/08: Statistik Modul G.1 WS 07/08: Statistik 10.01.2008 1 2 Test Anwendungen Der 2 Test ist eine Klasse von Verfahren für Nominaldaten, wobei die Verteilung der beobachteten Häufigkeiten auf zwei mehrfach gestufte Variablen

Mehr

Methodik für Linguisten

Methodik für Linguisten Claudia Methodik für Linguisten Eine Einführung in Statistik und Versuchsplanung narr VERLAG 1 Reisevorbereitungen und Wegweiser 2 Linguistik als empirische Wissenschaft 15 2.1 Karl Popper und der Falsifikationismus

Mehr

1.4 Der Binomialtest. Die Hypothesen: H 0 : p p 0 gegen. gegen H 1 : p p 0. gegen H 1 : p > p 0

1.4 Der Binomialtest. Die Hypothesen: H 0 : p p 0 gegen. gegen H 1 : p p 0. gegen H 1 : p > p 0 1.4 Der Binomialtest Mit dem Binomialtest kann eine Hypothese bezüglich der Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Kategorie einer dichotomen (es kommen nur zwei Ausprägungen vor, z.b. 0 und 1) Zufallsvariablen

Mehr

Schätzen und Testen von Populationsparametern im linearen Regressionsmodell PE ΣO

Schätzen und Testen von Populationsparametern im linearen Regressionsmodell PE ΣO Schätzen und Testen von Populationsparametern im linearen Regressionsmodell PE ΣO 4. Dezember 2001 Generalisierung der aus Stichprobendaten berechneten Regressionsgeraden Voraussetzungen für die Generalisierung

Mehr

1.8 Kolmogorov-Smirnov-Test auf Normalverteilung

1.8 Kolmogorov-Smirnov-Test auf Normalverteilung 1.8 Kolmogorov-Smirnov-Test auf Normalverteilung Der Kolmogorov-Smirnov-Test ist einer der klassischen Tests zum Überprüfen von Verteilungsvoraussetzungen. Der Test vergleicht die Abweichungen der empirischen

Mehr

9.3 Lineare Regression

9.3 Lineare Regression 9.3 Lineare Regression 115 A B C D E F G H 1 2 Pearsonscher Korrelationskoeffizient 3 4 5 6 x-werte y-werte ANALYSE ASSISTENT 7 2,4-4 8 3,2-1 9 8,3 6,4 Spalte 1 Spalte 2 10 6,4 6 Spalte 1 1 11 7,2 6,3

Mehr

Mathematik für Biologen

Mathematik für Biologen Mathematik für Biologen Prof. Dr. Rüdiger W. Braun Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 19. Januar 2011 1 Nichtparametrische Tests Ordinalskalierte Daten 2 Test für ein Merkmal mit nur zwei Ausprägungen

Mehr

Kapitel 1: Deskriptive Statistik

Kapitel 1: Deskriptive Statistik Kapitel 1: Deskriptive Statistik Grafiken 1 Statistische Kennwerte 5 z-standardisierung 7 Grafiken Mit Hilfe von SPSS lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Grafiken für unterschiedliche Zwecke erstellen.

Mehr

Beide Verteilungen der Zeiten sind leicht schief. Der Quartilsabstand für Zeiten zum Surfen ist kleiner als der zum Fernsehen.

Beide Verteilungen der Zeiten sind leicht schief. Der Quartilsabstand für Zeiten zum Surfen ist kleiner als der zum Fernsehen. Welche der folgenden Maßzahlen sind resistent gegenüber Ausreißer? Der Mittelwert und die Standardabweichung. Der und die Standardabweichung. Der und die Spannweite. Der und der Quartilsabstand. Die Spannweite

Mehr

Drittvariablenkontrolle in der linearen Regression: Trivariate Regression

Drittvariablenkontrolle in der linearen Regression: Trivariate Regression Drittvariablenkontrolle in der linearen Regression: Trivariate Regression 14. Januar 2002 In der Tabellenanalyse wird bei der Drittvariablenkontrolle für jede Ausprägung der Kontrollvariablen eine Partialtabelle

Mehr

Auswertung der am häufigsten genannten zehn ersten Berufswünsche 1. Berufswünsche der Ausbildungsplatzsuchenden

Auswertung der am häufigsten genannten zehn ersten Berufswünsche 1. Berufswünsche der Ausbildungsplatzsuchenden Altbewerberinnen und Altbewerber in Bremen, Teil 2 Auswertung der am häufigsten genannten zehn 1 Stand vom 25.11.2010, Herbert Rüb Inhalt der Ausbildungsplatzsuchenden... 1 Die zehn am häufigsten genannten

Mehr

Univariate Häufigkeitsverteilungen Kühnel, Krebs 2001: Statistik für die Sozialwissenschaften, S.41-66

Univariate Häufigkeitsverteilungen Kühnel, Krebs 2001: Statistik für die Sozialwissenschaften, S.41-66 Univariate Häufigkeitsverteilungen Kühnel, Krebs 2001: Statistik für die Sozialwissenschaften, S.41-66 Gabriele Doblhammer: Empirische Sozialforschung Teil II, SS 2004 1/19 Skalenniveaus Skalenniveau Relation

Mehr

Gemeinsame Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Gemeinsame Wahrscheinlichkeitsverteilungen Gemeinsame Wahrscheinlichkeitsverteilungen Worum geht es in diesem Modul? Gemeinsame Wahrscheinlichkeits-Funktion zweier Zufallsvariablen Randverteilungen Bedingte Verteilungen Unabhängigkeit von Zufallsvariablen

Mehr

THEMA: ZUSAMMENHANGSANALYSEN FÜR KATEGORIALE VARIABLEN " TORSTEN SCHOLZ

THEMA: ZUSAMMENHANGSANALYSEN FÜR KATEGORIALE VARIABLEN  TORSTEN SCHOLZ W THEMA: ZUSAMMENHANGSANALYSEN FÜR KATEGORIALE VARIABLEN " TORSTEN SCHOLZ HERZLICH WILLKOMMEN BEI W Moderation Anne K. Bogner-Hamleh SAS Institute GmbH Education Consultant Training Dr. Torsten Scholz

Mehr

Gesundheitskompetenz in der Schweiz:

Gesundheitskompetenz in der Schweiz: Swiss Public Health Conference 2008 in der Schweiz: Eine Querschnittstudie zur Ausprägung und Verteilung in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz Kathrin Sommerhalder, Berner Fachhochschule Thomas

Mehr

1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,17 1,17 1,18

1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,17 1,17 1,18 3. Deskriptive Statistik Ziel der deskriptiven (beschreibenden) Statistik (explorativen Datenanalyse) ist die übersichtliche Darstellung der wesentlichen in den erhobenen Daten enthaltene Informationen

Mehr

Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen. Sommersemester Statistik mit SPSS

Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen. Sommersemester Statistik mit SPSS Sommersemester 2009 Statistik mit SPSS 09. Mai 2009 09. Mai 2009 Statistik Dozentin: mit Esther SPSSOchoa Fernández 1 Arbeitsschritte bei der Datenanalyse Datenmanagement (Einlesen von Daten, Teilen von

Mehr

Übung Statistik I Statistik mit Stata SS Datentransformationen II und Datenmanagement

Übung Statistik I Statistik mit Stata SS Datentransformationen II und Datenmanagement Übung Statistik I Statistik mit Stata SS07-07.05.2007 4. Datentransformationen II und Datenmanagement Andrea Kummerer (M.A.) Oec R. I-53 Sprechstunde: Di. 15-16 Uhr [email protected]

Mehr

VU Testtheorie und Testkonstruktion WS 08/09; Lengenfelder, Fritz, Moser, Kogler

VU Testtheorie und Testkonstruktion WS 08/09; Lengenfelder, Fritz, Moser, Kogler VU Testtheorie und Testkonstruktion WS 08/09; Lengenfelder, Fritz, Moser, Kogler Hausübung In der Übung Übungsblatt 06 1. Gegeben: Skala zur Messung der Gesundheitssorge mit 20 Items (dichotomes Antwortformat).

Mehr

Probeklausur Statistik Lösungshinweise

Probeklausur Statistik Lösungshinweise Probeklausur Statistik Lösungshinweise Prüfungsdatum: Juni 015 Prüfer: Studiengang: IM und BW Aufgabe 1 18 Punkte 0 Studenten werden gefragt, wie viele Stunden sie durchschnittlich pro Tag ihr Smartphone

Mehr

Bivariate lineare Regression. Statistik für SozialwissenschaftlerInnen II p.154

Bivariate lineare Regression. Statistik für SozialwissenschaftlerInnen II p.154 Bivariate lineare Regression Statistik für SozialwissenschaftlerInnen II p.154 Grundidee und Typen der Regression Die Regressionsanalyse dient zur Quantifizierung des Zusammenhangs und der statistisch

Mehr

Statistische Tests zu ausgewählten Problemen

Statistische Tests zu ausgewählten Problemen Einführung in die statistische Testtheorie Statistische Tests zu ausgewählten Problemen Teil 4: Nichtparametrische Tests Statistische Testtheorie IV Einführung Beschränkung auf nichtparametrische Testverfahren

Mehr