Signifikanztests Optimalitätstheorie

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Signifikanztests Optimalitätstheorie"

Transkript

1 Kapitel Signifikanztests Optimalitätstheorie Randomisierte Tests In einem statistischen Modell M, A, P ϑ sei ein Testproblem gegeben: H : ϑ Θ gegen H : ϑ Θ ; wobei also durch Θ Θ Θ eine Zerlegung des Parameterbereichs gegeben ist Ein nicht-randomisierter Test ϕ ist eine Entscheidungsregel, die zwischen den beiden Hypothesen H und H entscheidet auf Grund einer Beobachtung x M : ϕ : M, A, }, P, } ; mit der Kodierung / für Entscheidung für H /H Hinsichtlich der Optimalitätstheorie für Signifikanztests ist es mathematisch vorteilhaft, den Begriff eines Tests zu relaxieren: Definition Randomisierter Test Sei ein Testproblem wie oben gegeben Ein randomisierter Test ist eine messbare Funktion ϕ : M, A [, ], B [, ] Für einen randomisierten Test ϕ heißen E ϑ ϕ für alle ϑ Θ Fehlerwahrscheinlichkeiten erster Art des Tests ϕ, und E ϑ ϕ für alle ϑ Θ Fehlerwahrscheinlichkeiten zweiter Art des Tests ϕ; die Funktion des Parameters ϑ Θ, E ϑ ϕ für alle ϑ Θ, heißt die Gütefunktion engl power function von ϕ Ein randomisierter Test ϕ heißt ein α-niveau-signifikanztest oder kurz ein α-signifikanztest, wobei α,, wenn E ϑ ϕ α ϑ Θ 8

2 Norbert Gaffke: Vorlesung Mathematische Statistik, Wintersemester / Kapitel : Signifikanztests Optimalitätstheorie 9 Im Folgenden lassen wir den Zusatz randomisierter Test fort und verwenden einfach die Bezeichnung Test Die ursprünglichen --wertigen Tests die für die Anwendungen natürlich am wichtigsten sind nennen wir nicht-randomisierte Tests Die Begriffe Fehlerwahrscheinlichkeiten erster / zweiter Art, α- Signifikanztest sowie Gütefunktion, die sich aus Definition speziell für nicht-randomisierte Tests ergeben, sind dieselben wie früher definiert Bemerkung: Testproblem als Schätzproblem Wir können das Testproblem auch als Schätzproblem für den --wertigen Parameter γϑ : Θ ϑ auffassen Fassen wir auf: γ : Θ G : [, ], so ist ein Schätzer für γϑ Θ ϑ dasselbe wir ein Test ϕ Wir nehmen als Verlustfunktion die absolute Abweichung, die hier Neyman-Pearson- Verlustfunktion genannt wird: Lz, ϑ z Θ ϑ z, falls ϑ Θ z, falls ϑ Θ z [, ] ϑ Θ Als Risikofunktion eines Tests ϕ ergeben sich dann die Fehlerwahrscheinlichkeiten aus Definition : Eϑ ϕ, falls ϑ Θ Rϕ, ϑ E ϑ ϕ, falls ϑ Θ Definition Gleichmäßig optimaler α-signifikanztest, engl: UMP Level-α Test Seien ein Testproblem wie oben gegeben und ein α, Ein α-signifikanztest ϕ heißt gleichmäßig optimaler α-signifikanztest, engl uniformly most powerful level-α test, wenn für jeden anderen α-signifikanztest ϕ gilt: E ϑ ϕ E ϑ ϕ ϑ Θ Einfache Hypothesen: Neyman-Pearson-Lemma Zunächst ein kleiner w-theoretischer Einschub über Quantile von W-Verteilungen auf B Borel sche Sigma-Algebra in R Mit WB sei die Menge aller W-Verteilungen auf B bezeichnet Definition 3 Quantile einer W-Verteilung P WB Seien P WB und p, Eine reelle Zahl c heißt ein p-quantil von P, wenn gilt: P, c ] p und P, c p Bemerkung: Bezeichne F die Verteilungsfunktion von P Offensichtlich, für c R und p, : c ist ein p-quantil von P F c p und F c p

3 Norbert Gaffke: Vorlesung Mathematische Statistik, Wintersemester / Kapitel : Signifikanztests Optimalitätstheorie Lemma 4 Die Menge aller p-quantile von P WB Seien P WB und p, Dann gilt: a Die Menge aller p-quantile von P ist ein nicht-leeres kompaktes Intervall [ c, c ], wobei c min x R : F x p } und c max x R : F x p }, und F die Verteilungsfunktion von P bezeichnet b Für c R sind die folgenden drei Bedingungen i, ii und iii äquivalent i c ist ein p-quantil von P ii Es existiert ein ρ [, ] mit P, c + ρ P c} p iii Es existiert ein ρ [, ] mit P c, + ρ P c} p Das folgende Theorem Fundamental-Lemma von Neyman & Pearson bezieht sich auf die folgende simple Situation: Gegeben sei ein statistisches Modell mit einem zwei-elementigen Parameterraum, also Θ, Θ ϑ, ϑ }, M, A, P ϑ, P ϑ ; wir betrachten das einfache Testproblem H : ϑ ϑ gegen H : ϑ ϑ Theorem 5 Neyman-Pearson-Lemma Sei ein einfaches Testproblem wie oben gegeben und α, Seien noch ein sigma-endliches Maß µ auf A und reellwertige µ-dichten f von P ϑ und f von P ϑ gegeben Dann gilt : Es existiert ein Test ϕ mit den unten genannten Eigenschaften i und ii, und jeder solche Test ist ein optimaler α-signifikanztest für das einfache Testproblem i E ϑ ϕ α ii Es existiert ein K [,, so dass ϕ x, falls f x K f x für alle x M Bemerkungen: Ein sigma-endliches Maß µ auf A und µ-dichten von P ϑj, j,, existieren immer: ZB ist µ : P ϑ + P ϑ ein endliches Maß auf A, und dieses dominiert die beiden W-Verteilungen P ϑ und P ϑ jede µ-nullmenge in A ist auch eine P ϑj -Nullmenge, j, Nach dem Satz von Radon-Nikodym existieren daher µ-dichten von P ϑj, j, Eine vollständige Formel für einen optimalen α-signifikanztest ϕ von Theorem 5 ist: ϕ x ρ, falls f x K f x x M,

4 Norbert Gaffke: Vorlesung Mathematische Statistik, Wintersemester / Kapitel : Signifikanztests Optimalitätstheorie wobei K [, und ρ [, ] Lösung der folgenden Gleichung sind: P ϑ f Kf + ρ Pϑ f Kf α Dh nach Lemma 4, Teil iii: K ist ein α-quantil von P q ϑ, wobei q der Dichtequotient ist, q : M R, qx : f x/f x, falls f x, falls f x 3 Verteilungsfamilien mit isotonen Dichtequotienten Die hier betrachteten statistischen Modelle beinhalten nur einen reellen Parameter, dh ihr Parameterbereich Θ ist eine Teilmenge von R, in der Regel ein Intervall Definition 6 Familie mit isotonen DQ, engl: Monotone Likelihood Ratio Seien M, A, P ϑ, mit Θ R, ein statistisches Modell und T : M, A R, B Die Verteilungsfamilie P ϑ heißt eine Familie mit isotonen Dichtequotienten in der Statistik T, wenn gilt: Es existieren ein sigma-endliches Maß µ auf A und reelle µ-dichten f ϑ von P ϑ für alle ϑ Θ mit der folgenden Eigenschaft Zu jedem Paar ϑ, ϑ Θ mit ϑ ϑ existiert eine isotone Funktion q ϑ,ϑ : R [, ] mit f ϑ x f ϑ x q ϑ,ϑ T x x f ϑ } f ϑ }, wobei hier a : für a R, a definiert sei Jetzt ein kleiner w-theoretischer Exkurs: Definition 7 Stochastische Halbordnung auf WB Seien P, Q WB und F P und F Q ihre Verteilungsfunktionen Dann wird definiert: P st Q def F P x F Q x x R Bemerkung: Offensichtlich gilt die Äquivalenz: P st Q P x, Q x, x R Wie man leicht sieht, gilt auch die Äquivalenz: Lemma 8 P st Q P [ x, Q [ x, x R Seien P, Q WB Dann sind die beiden folgenden Bedingungen i und ii äquivalent i P st Q ii E P ψ E Q ψ für jede nicht-negative isotone Funktion ψ : R R

5 Norbert Gaffke: Vorlesung Mathematische Statistik, Wintersemester / Kapitel : Signifikanztests Optimalitätstheorie Lemma 9 Familie mit isotonen DQ und stochastische Halbordnung Sei M, A, P ϑ, mit Θ R, ein statistisches Modell mit isotonen DQ in einer Statistik T : M, A R, B Dann ist die Familie der Verteilungen dieser Statistik, Pϑ T, ϑ Θ, stochastisch isoton, dh es gilt: P T ϑ st P T ϑ ϑ, ϑ Θ mit ϑ ϑ In einem einparametrigen statistischen Modell dh Θ R sind oft sog einseitige Testprobleme von Interesse: TP H : ϑ ϑ gegen H : ϑ ϑ, und auch ein umgekehrtes Testproblem: TP H : ϑ ϑ gegen H : ϑ ϑ Dabei ist jeweils ϑ Θ gegeben Im Testproblem TP sind also Θ, ϑ ] Θ und Θ ϑ, Θ; natürlich wird bei der Betrachtung von TP vorausgesetzt, dass Θ Entsprechendes gilt für Testproblem TP Theorem Einseitige Testprobleme für Familien mit isotonen DQ Sei M, A, P ϑ, mit Θ R, ein statistisches Modell mit isotonen DQ in einer Statistik T : M, A R, B Sei ein α, gegeben Dann gilt: Ein gleichmäßig optimaler α-signifikanztest für das Testproblem TP ist gegeben durch: ϕ x ρ, falls T x c x M, wobei c ein α-quantil von P T ϑ und ρ [, ] sind mit P T ϑ c, + ρ P T ϑ c } α Ein gleichmäßig optimaler α-signifikanztest für das Testproblem TP ist gegeben durch: ϕ x ρ, falls T x c x M, wobei c ein α-quantil von P T ϑ und ρ [, ] sind mit P T ϑ, c + ρ P T ϑ c } α

6 Norbert Gaffke: Vorlesung Mathematische Statistik, Wintersemester / Kapitel : Signifikanztests Optimalitätstheorie 3 Bemerkung: Im Fall, dass die Verteilung Pϑ T eine stetige Verteilungsfunktion besitzt, ist Pϑ T cj }, j,, so dass wir ρ und ρ gleich Null wählen können Dann sind also die gleichmäßig optimalen α-signifikanztests ϕ und ϕ nicht-randomisierte Tests: ϕ x, falls T x c, ϕ x, falls T x c Das Binomialmodell, das vereinfachte Normalverteilungsmodell und das Exponentialverteilungsmodell sind Beispiele für Familien mit isotonen Dichtequotienten, s Abschnitt 4 unten Die optimalen einseitigen Signifikanztests gemäß Theorem lauten wie folgt Beispiel: Einseitige Binomialtests Statistisches Modell: M,,, n}, P p Bin, p, p, Für ein gegebenes p, betrachten wir die beiden einseitigen Testprobleme ϕ x TP H : p p gegen H : p p ; TP H : p p gegen H : p p Es liegt eine Familie mit isotonen DQ in der Statistik T x x, x M,, n} vor Die gleichmäßig optimalen α-signifikanztests ϕ und ϕ für TP und TP lauten: ρ, falls x c, ϕ x ρ, falls x die kritischen Werte c und c und die Randomisierungswerte ρ und ρ sind mit Bezeichnungen: F n,p die Verteilungsfunktion und f n,p die Zähldichte der Bin, p -Verteilung } c min i,,, n} : F n,p i α, ρ F n,p c α f n,p c } c max i,,, n} : F n,p i α, ρ α F n,p c f n,p c c ; ; Die Ablehnungsbereiche der Tests ϕ und ϕ für jedes x,,, n} gilt: lassen sich auch in P-Value-Darstellungen angeben, da ϕ x F n,p x α, ϕ x F n,p x α Beispiel: Einseitige Gauß-Tests Vereinfachtes Normalverteilungsmodell: M R n, A B n, P β n Nβ, σ, β R; σ gegeben Für ein gegebenes β R betrachten wir die beiden einseitigen Testprobleme TP H : β β gegen H : β β ; TP H : β β gegen H : β β Es liegt eine Familie mit isotonen DQ in der Statistik T x n x i, x x,, x n R n vor Wegen Pβ T Nnβ, nσ

7 Norbert Gaffke: Vorlesung Mathematische Statistik, Wintersemester / Kapitel : Signifikanztests Optimalitätstheorie 4 sind ρ und ρ wählbar und c nβ + n σ Φ α, c nβ + n σ Φ α Wir erhalten die einseitigen Gauß-Tests: ϕ x, falls n x β σ Φ α, und ϕ x, falls n x β σ Φ α Beispiel: Exponentialverteilungsmodell Statistisches Modell: M R n, A B n, P ϑ n Exp/ϑ, ϑ, ; Für ein gegebenes ϑ, betrachten wir die beiden einseitigen Testprobleme TP H : ϑ ϑ gegen H : ϑ ϑ, TP H : ϑ ϑ gegen H : ϑ ϑ Es liegt eine Verteilungsfamilie mit isotonen DQ in der Statistik T x x x,, x n R n vor Wegen P T ϑ Gan, /ϑ sind ρ und ρ wählbar und somit: ϕ n x, falls x i c und ϕ x n, falls x i, n x i c, wobei c F Gan,/ϑ α und c F Gan,/ϑ α α-quantil und α-quantil von Gan, /ϑ Eine optisch andere Darstellung der Tests als Chi-Quadrat-Tests ist üblich: Wegen und ϕ x n ϑ F Gan,/ϑ x i F nx Gan,/ϑ α ϑ α F, falls n x ϑ Gan,/ F α und ϕ χ x n F ϑ Gan,/ϑ α, α F α, und entsprechend für ϕ χ, n n x, falls ϑ F α χ n 4 Exponentialfamilien Definition Ein-parametrige Exponentialfamilie Seien M, A, P ϑ, Θ irgendein Parameterbereich, ein statistisches Modell und T : M, A R, B sowie b : Θ R Die Verteilungsfamilie P ϑ heißt eine ein-parametrige Exponentialfamilie in b und T, wenn gilt: Es existieren ein sigma-endliches Maß µ auf A und µ-dichten f ϑ von P ϑ für alle ϑ Θ der Form f ϑ x aϑ hx exp bϑ T x, x M, ϑ Θ, mit zwei Funktionen h : M, A R, B, h, und a : Θ,

8 Norbert Gaffke: Vorlesung Mathematische Statistik, Wintersemester / Kapitel : Signifikanztests Optimalitätstheorie 5 Lemma Wenn die Verteilungsfamilie P ϑ, wobei Θ R, eine ein-parametrige Exponentialfamilie in b und T ist und die Funktion b isoton ist, dann ist die Verteilungsfamile auch eine Familie mit isotonen Dichtequotienten in T Beispiele Binomialverteilungsmodell: Die Familie Bin, p ist eine ein-parametrige Exponentialfamilie in bp ln p p, p, p,, und T x x, x,,, n} n Vereinfachtes Normalverteilungsmodell: Die Familie Nβ, σ ist eine ein-parametrige β R Exponentialfamilie in bβ β/σ, β R, und T x n x i, x x,, x n R n n 3 Exponentialverteilungsmodell: Die Familie Exp/ϑ ist eine ein-parametrige Exponentialfamilie in bϑ /ϑ, ϑ,, und T x Der Begriff der Exponentialfamilie wird verallgemeinert: n ϑ, x i, x x,, x n R n Definition 3 k-parametrige Exponentialfamilie Seien M, A, P ϑ, Θ irgendein Parameterbereich, ein statistisches Modell, k N und T T,, T k : M, A R k, B k sowie b b,, b k : Θ R k Die Verteilungsfamilie P ϑ heißt eine k-parametrige Exponentialfamilie in b und T, wenn gilt: Es existieren ein sigma-endliches Maß µ auf A und µ-dichten f ϑ von P ϑ für alle ϑ Θ der Form k f ϑ x aϑ hx exp b j ϑ T j x, x M, ϑ Θ, j mit zwei Funktionen h : M, A R, B, h, und a : Θ, Beispiel: Normalverteilungsmodell Statistisches Modell: R n, B n, n Nβ, σ β,σ R, Die Verteilungsfamilie ist eine -parametrige Exponentialfamilie in bβ, σ β σ, σ und T x n x i, n x i Beispiel: Lineares Normalverteilungsmodell Statistisches Modell: R n, B n, NBβ, σ I n, β,σ R k, mit einer gegebenen n k Matrix B, Vektoren hier als Spaltenvektoren geschrieben Die Verteilungsfamilie ist eine k + -parametrige Exponentialfamilie in bβ, σ β σ B t x und T x x t x σ

Punktschätzer Optimalitätskonzepte

Punktschätzer Optimalitätskonzepte Kapitel 1 Punktschätzer Optimalitätskonzepte Sei ein statistisches Modell gegeben: M, A, P ϑ Sei eine Funktion des Parameters ϑ gegeben, γ : Θ G, mit irgendeiner Menge G, und sei noch eine Sigma-Algebra

Mehr

Einführung in die statistische Testtheorie

Einführung in die statistische Testtheorie 1 Seminar Simulation und Bildanalyse mit Java von Benjamin Burr und Philipp Orth 2 Inhalt 1. Ein erstes Beispiel 2. 3. Die Gütefunktion 4. Gleichmäßig beste Tests (UMP-Tests) 1 Einführendes Beispiel 3

Mehr

Mathematische Statistik Aufgaben zum Üben. Schätzer

Mathematische Statistik Aufgaben zum Üben. Schätzer Prof. Dr. Z. Kabluchko Wintersemester 2016/17 Philipp Godland 14. November 2016 Mathematische Statistik Aufgaben zum Üben Keine Abgabe Aufgabe 1 Schätzer Es seien X 1,..., X n unabhängige und identisch

Mehr

2.2 Klassische Testtheorie

2.2 Klassische Testtheorie 192 2.2.1 Problemstellung Ziel: Finde Test zum Niveau mit optimaler Güte (Power) für 2 1.Dabeiistn finit. Problemstellung: I Sei der Parameterraum; die Hypothesen seien H 0 : 2 0 vs. H 1 : 2 1, mit 0 \

Mehr

Reelle Zufallsvariablen

Reelle Zufallsvariablen Kapitel 3 eelle Zufallsvariablen 3. Verteilungsfunktionen esultat aus der Maßtheorie: Zwischen der Menge aller W-Maße auf B, nennen wir sie W B ), und der Menge aller Verteilungsfunktionen auf, nennen

Mehr

Wichtige Definitionen und Aussagen

Wichtige Definitionen und Aussagen Wichtige Definitionen und Aussagen Zufallsexperiment, Ergebnis, Ereignis: Unter einem Zufallsexperiment verstehen wir einen Vorgang, dessen Ausgänge sich nicht vorhersagen lassen Die möglichen Ausgänge

Mehr

3 Grundlagen statistischer Tests (Kap. 8 IS)

3 Grundlagen statistischer Tests (Kap. 8 IS) 3 Grundlagen statistischer Tests (Kap. 8 IS) 3.1 Beispiel zum Hypothesentest Beispiel: Betrachtet wird eine Abfüllanlage für Mineralwasser mit dem Sollgewicht µ 0 = 1000g und bekannter Standardabweichung

Mehr

Kapitel XI - Operationscharakteristik und Gütefunktion

Kapitel XI - Operationscharakteristik und Gütefunktion Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON) Lehrstuhl für Ökonometrie und Statistik Kapitel XI - Operationscharakteristik und Gütefunktion Induktive Statistik Prof. Dr. W.-D. Heller Hartwig Senska Carlo

Mehr

Einführung und Grundlagen

Einführung und Grundlagen Kapitel 1 Einführung und Grundlagen Generelle Notation: Ω, A, P sei ein W-Raum im Hintergrund nie weiter spezifiziert Die betrachteten Zufallsvariablen seien auf Ω definiert, zb X : Ω, A M, A, wobei M,

Mehr

Kapitel XII - Gleichmäßig beste unverfälschte Tests und Tests zur Normalverteilung

Kapitel XII - Gleichmäßig beste unverfälschte Tests und Tests zur Normalverteilung Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON) Lehrstuhl für Ökonometrie und Statistik Kapitel XII - Gleichmäßig beste unverfälschte Tests und Tests zur Normalverteilung Induktive Statistik Prof. Dr. W.-D.

Mehr

Induktive Statistik Kapitel XII - Gleichmäßig beste unverfälschte Tests und Tests zur Normalverteilung

Induktive Statistik Kapitel XII - Gleichmäßig beste unverfälschte Tests und Tests zur Normalverteilung Induktive Statistik Kapitel XII - Gleichmäßig beste unverfälschte Tests und Tests zur Normalverteilung Georg Bol [email protected] Markus Höchstötter [email protected]

Mehr

7. Hypothesentests. Ausgangssituation erneut: ZV X repräsentiere einen Zufallsvorgang. X habe die unbekannte VF F X (x)

7. Hypothesentests. Ausgangssituation erneut: ZV X repräsentiere einen Zufallsvorgang. X habe die unbekannte VF F X (x) 7. Hypothesentests Ausgangssituation erneut: ZV X repräsentiere einen Zufallsvorgang X habe die unbekannte VF F X (x) Interessieren uns für einen unbekannten Parameter θ der Verteilung von X 350 Bisher:

Mehr

DWT 2.1 Maximum-Likelihood-Prinzip zur Konstruktion von Schätzvariablen 330/467 Ernst W. Mayr

DWT 2.1 Maximum-Likelihood-Prinzip zur Konstruktion von Schätzvariablen 330/467 Ernst W. Mayr 2.1 Maximum-Likelihood-Prinzip zur Konstruktion von Schätzvariablen Wir betrachten nun ein Verfahren zur Konstruktion von Schätzvariablen für Parameter von Verteilungen. Sei X = (X 1,..., X n ). Bei X

Mehr

Stochastische Unabhängigkeit, bedingte Wahrscheinlichkeiten

Stochastische Unabhängigkeit, bedingte Wahrscheinlichkeiten Kapitel 2 Stochastische Unabhängigkeit, bedingte Wahrscheinlichkeiten 2.1 Stochastische Unabhängigkeit von Ereignissen Gegeben sei ein W-Raum (Ω, C, P. Der Begriff der stochastischen Unabhängigkeit von

Mehr

Suffizienz und Vollständigkeit

Suffizienz und Vollständigkeit KAPITEL 7 Suffizienz und Vollständigkeit 7.1. Definition der Suffizienz im diskreten Fall Beispiel 7.1.1. Betrachten wir eine unfaire Münze, wobei die Wahrscheinlichkeit θ, dass die Münze Kopf zeigt, geschätzt

Mehr

Kapitel 6. Suffiziente Statistiken. 6.1 Vorbetrachtungen

Kapitel 6. Suffiziente Statistiken. 6.1 Vorbetrachtungen Kapitel 6 Suffiziente Statistiken In diesem Kapitel untersuchen wir einen weiteren statistischen Begriff, der eng mit Likelihoodfunktionen zusammenhängt und mit der Frage nach eventuell möglicher Datenreduktion

Mehr

Einführung in die Induktive Statistik: Testen von Hypothesen

Einführung in die Induktive Statistik: Testen von Hypothesen Einführung in die Induktive Statistik: Testen von Hypothesen Jan Gertheiss LMU München Sommersemester 2011 Vielen Dank an Christian Heumann für das Überlassen von TEX-Code! Testen: Einführung und Konzepte

Mehr

Schwache Konvergenz von W-Verteilungen auf der Zahlengeraden

Schwache Konvergenz von W-Verteilungen auf der Zahlengeraden Kapitel 5 Schwache Konvergenz von W-Verteilungen auf er Zahlengeraen 5.1 Schwache Konvergenz bzw. Verteilungskonvergenz Bezeichne W(, B 1 ie Menge aller W-Verteilungen auf (, B 1. Definition 5.1 (Schwache

Mehr

4 Messbare Funktionen

4 Messbare Funktionen 4 Messbare Funktionen 4.1 Definitionen und Eigenschaften Definition 4.1. Seien X eine beliebige nichtleere Menge, M P(X) eine σ-algebra in X und µ ein Maß auf M. Das Paar (X, M) heißt messbarer Raum und

Mehr

Kapitel 3 Schließende Statistik

Kapitel 3 Schließende Statistik Beispiel 3.4: (Fortsetzung Bsp. 3.) bekannt: 65 i=1 X i = 6, also ˆp = X = 6 65 = 0, 4 Überprüfen der Voraussetzungen: (1) n = 65 30 () n ˆp = 6 10 (3) n (1 ˆp) = 39 10 Dr. Karsten Webel 194 Beispiel 3.4:

Mehr

Allgemeines zu Tests. Statistische Hypothesentests

Allgemeines zu Tests. Statistische Hypothesentests Statistische Hypothesentests Allgemeines zu Tests Allgemeines Tests in normalverteilten Grundgesamtheiten Asymptotische Tests Statistischer Test: Verfahren Entscheidungsregel), mit dem auf Basis einer

Mehr

3. Gemeinsame und bedingte Verteilung, stochastische Unabhängigkeit

3. Gemeinsame und bedingte Verteilung, stochastische Unabhängigkeit 3. Gemeinsame und bedingte Verteilung, stochastische Unabhängigkeit Lernziele dieses Kapitels: Mehrdimensionale Zufallsvariablen (Zufallsvektoren) (Verteilung, Kenngrößen) Abhängigkeitsstrukturen Multivariate

Mehr

Die Familie der χ 2 (n)-verteilungen

Die Familie der χ 2 (n)-verteilungen Die Familie der χ (n)-verteilungen Sind Z 1,..., Z m für m 1 unabhängig identisch standardnormalverteilte Zufallsvariablen, so genügt die Summe der quadrierten Zufallsvariablen χ := m Z i = Z 1 +... +

Mehr

Scheinklausur zur Vorlesung Stochastik II

Scheinklausur zur Vorlesung Stochastik II Institut für Mathematische Stochastik WS 2007/2008 Universität Karlsruhe 25. 02. 2008 Dr. B. Klar Scheinklausur zur Vorlesung Stochastik II Muster-Lösung Dauer: 90 Minuten Name: Vorname: Matrikelnummer:

Mehr

13 Mehrdimensionale Zufallsvariablen Zufallsvektoren

13 Mehrdimensionale Zufallsvariablen Zufallsvektoren 3 Mehrdimensionale Zufallsvariablen Zufallsvektoren Bisher haben wir uns ausschließlich mit Zufallsexperimenten beschäftigt, bei denen die Beobachtung eines einzigen Merkmals im Vordergrund stand. In diesem

Mehr

Konvergenz gegen einen Prozess mit unabhängigen Zuwächsen - Anwendungen

Konvergenz gegen einen Prozess mit unabhängigen Zuwächsen - Anwendungen Konvergenz gegen einen rozess mit unabhängigen Zuwächsen - Anwendungen Saskia F. Glaffig 20.07.17 "Wiederholung" Definition (vgl. Jacod, Shiryaev, I.3.26: oissonprozess). Ein erweiterter oissonprozess

Mehr

Kapitel VIII - Tests zum Niveau α

Kapitel VIII - Tests zum Niveau α Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON) Lehrstuhl für Ökonometrie und Statistik Kapitel VIII - Tests zum Niveau α Induktive Statistik Prof. Dr. W.-D. Heller Hartwig Senska Carlo Siebenschuh Testsituationen

Mehr

4.2 Methoden um Tests zu finden: Likelihood Quotienten Tests (LRT) Falls X 1,..., X n iid aus f(x θ), so gilt für die Likelihood Funktion

4.2 Methoden um Tests zu finden: Likelihood Quotienten Tests (LRT) Falls X 1,..., X n iid aus f(x θ), so gilt für die Likelihood Funktion 4.2 Methoden um Tests zu finden: Likelihood Quotienten Tests (LRT) Falls X 1,..., X n iid aus f(x θ), so gilt für die Likelihood Funktion L(θ x) = f(x θ) = n f(x i θ). Falls L(θ x) > L(θ x), für θ, θ Θ,

Mehr

5. Stichproben und Statistiken

5. Stichproben und Statistiken 5. Stichproben und Statistiken Problem: Es sei X eine ZV, die einen interessierenden Zufallsvorgang repräsentiere Man möchte die tatsächliche Verteilung von X kennenlernen (z.b. mittels der VF F X (x)

Mehr

Schwache Konvergenz von W-Verteilungen

Schwache Konvergenz von W-Verteilungen Kapitel 6 Schache Konvergenz von W-Verteilungen 6. Schache Konvergenz bz. Verteilungskonvergenz Bezeichne ieer W(B k ) ie Menge aller W-Verteilungen auf er Borel schen Sigma-Algebra B k in R k soie C b

Mehr

Statistik II. Statistische Tests. Statistik II

Statistik II. Statistische Tests. Statistik II Statistik II Statistische Tests Statistik II - 12.5.2006 1 Test auf Anteilswert: Binomialtest Sei eine Stichprobe unabhängig, identisch verteilter ZV (i.i.d.). Teile diese Stichprobe in zwei Teilmengen

Mehr

Statistik. Andrej Depperschmidt. Sommersemester 2016

Statistik. Andrej Depperschmidt. Sommersemester 2016 Statistik Andrej Depperschmidt Sommersemester 2016 Schätzen der Varianz mit Stichprobenmittel Sei X = (X 1,..., X n ) eine Stichprobe u.i.v. ZV mit E[X i ] = µ R, Var[X i ] = σ 2 (0, ) und µ 4 = E[(X i

Mehr

Finite Elemente Methode für elliptische Differentialgleichungen

Finite Elemente Methode für elliptische Differentialgleichungen Finite Elemente Methode für elliptische Differentialgleichungen Michael Pokojovy 8. Oktober 2007 Das Ritzsche Verfahren Sei R n ein beschränktes offenes Gebiet mit abschnittsweise glattem Rand S. Betrachte

Mehr

Kapitel XIII - p-wert und Beziehung zwischen Tests und Konfidenzintervallen

Kapitel XIII - p-wert und Beziehung zwischen Tests und Konfidenzintervallen Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON) Lehrstuhl für Ökonometrie und Statistik Kapitel XIII - p-wert und Beziehung zwischen Tests und Konfidenzintervallen Induktive Statistik Prof. Dr. W.-D. Heller

Mehr

Kapitel 13. Grundbegriffe statistischer Tests

Kapitel 13. Grundbegriffe statistischer Tests Kapitel 13 Grundbegriffe statistischer Tests Oft hat man eine Vermutung über die Verteilung einer Zufallsvariablen X. Diese Vermutung formuliert man als Hypothese H 0.Sokönnte man daran interessiert sein

Mehr

Kapitel IX - Neyman-Pearson-Tests

Kapitel IX - Neyman-Pearson-Tests Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON) Lehrstuhl für Ökonometrie und Statistik Kapitel IX - Neyman-Pearson-Tests Induktive Statistik Prof. Dr. W.-D. Heller Hartwig Senska Carlo Siebenschuh Ausgangssituation:

Mehr

Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung

Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung Dr. Jochen Köhler 1 Inhalt der heutigen Vorlesung Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung Zusammenfassung der vorherigen Vorlesung Übersicht über Schätzung und

Mehr

OLS-Schätzung: asymptotische Eigenschaften

OLS-Schätzung: asymptotische Eigenschaften OLS-Schätzung: asymptotische Eigenschaften Stichwörter: Konvergenz in Wahrscheinlichkeit Konvergenz in Verteilung Konsistenz asymptotische Verteilungen nicht-normalverteilte Störgrößen zufällige Regressoren

Mehr

Zufallsvariable, Verteilung, Verteilungsfunktion

Zufallsvariable, Verteilung, Verteilungsfunktion Kapitel 5 Zufallsvariable, Verteilung, Verteilungsfunktion 5.1 Zufallsvariable Sei (Ω, A, P ) ein beliebiger Wahrscheinlichkeitsraum. Häufig interessiert nicht ω selbst, sondern eine Kennzahl X(ω), d.h.

Mehr

Statistische Tests. Kapitel Grundbegriffe. Wir betrachten wieder ein parametrisches Modell {P θ : θ Θ} und eine zugehörige Zufallsstichprobe

Statistische Tests. Kapitel Grundbegriffe. Wir betrachten wieder ein parametrisches Modell {P θ : θ Θ} und eine zugehörige Zufallsstichprobe Kapitel 4 Statistische Tests 4.1 Grundbegriffe Wir betrachten wieder ein parametrisches Modell {P θ : θ Θ} und eine zugehörige Zufallsstichprobe X 1,..., X n. Wir wollen nun die Beobachtung der X 1,...,

Mehr

Charakteristische Funktionen

Charakteristische Funktionen Kapitel 9 Charakteristische Funktionen Jeder Wahrscheinlichkeitsverteilung auf (, B 1 ) (allgemeiner: (R n, B n )) ist eine komplexwertige Funktion, ihre charakteristische Funktion, zugeordnet, durch die

Mehr

Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 14

Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 14 Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 14 Dr. Andreas Wünsche TU Bergakademie Freiberg Institut für Stochastik 13. Juli 017 Dr. Andreas Wünsche Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 14 Version: 8. Juli

Mehr

2. Prinzipien der Datenreduktion

2. Prinzipien der Datenreduktion 2. Prinzipien der Datenreduktion Man verwendet die Information in einer Stichprobe X 1,..., X n, um statistische Inferenz über einen unbekannten Parameter zu betreiben. Falls n groß ist, so ist die beobachtete

Mehr

Risikotheorie. (Stochastische Risikomodellierung und statistische Methoden) Fachbereich Mathematik, Aktuarswissenschaften Hochschule Regensburg

Risikotheorie. (Stochastische Risikomodellierung und statistische Methoden) Fachbereich Mathematik, Aktuarswissenschaften Hochschule Regensburg 1 Fachbereich Mathematik, Aktuarswissenschaften Hochschule Regensburg Skriptum zur Vorlesung Risikotheorie (Stochastische Risikomodellierung und statistische Methoden) SoSe 016 Prof. Dr. Michael Fröhlich

Mehr

Zusammenfassung der Lebesgue-Integrationstheorie

Zusammenfassung der Lebesgue-Integrationstheorie Zusammenfassung der Lebesgue-Integrationstheorie Das Lebesguesche Integral verallgemeinert das Riemannsche Integral. Seine Vorteile liegen für unsere Anwendungen vor allem bei den wichtigen Konvergenzsätzen,

Mehr

Formelsammlung zur Vorlesung Schätzen und Testen I

Formelsammlung zur Vorlesung Schätzen und Testen I Schätzen und Testen I WS 2008/09 Ludwig Fahrmeir, Christian Heumann, Christiane Dargatz Formelsammlung zur Vorlesung Schätzen und Testen I 1 Einführung in statistische Modelle und Inferenzkonzepte 1.1

Mehr

Zulassungsprüfung Stochastik,

Zulassungsprüfung Stochastik, Zulassungsprüfung Stochastik, 10.10.14 Wir gehen stets von einem Maßraum (Ω, A, µ) bzw. einem Wahrscheinlichkeitsraum (Ω,A,P) aus. Die Borel σ-algebra auf R n wird mit B n bezeichnet, das Lebesgue Maß

Mehr

Vorlesung Mathematische Statistik. Inhalt in Stichworten. Reinhard Höpfner. Vorlesung 2004/2005 und 2007/2008

Vorlesung Mathematische Statistik. Inhalt in Stichworten. Reinhard Höpfner. Vorlesung 2004/2005 und 2007/2008 1 Vorlesung Mathematische Statistik Inhalt in Stichworten Reinhard Höpfner Vorlesung 2004/2005 und 2007/2008 Institut für Mathematik, Johannes Gutenberg Universität Mainz 27.02.08 2 Inhalt in Stichworten

Mehr

12 Der Gaußsche Integralsatz

12 Der Gaußsche Integralsatz 12. Der Gaußsche Integralsatz 1 12 Der Gaußsche Integralsatz Das Ziel dieses Abschnitts ist die folgende zentrale Aussage der mehrdimensionalen Analysis und der Theorie der partiellen Differentialgleichungen:

Mehr

3.3 Methoden zur Evaluierung von Schätzern

3.3 Methoden zur Evaluierung von Schätzern 3.3 Methoden zur Evaluierung von Schätzern Bis jetzt haben wir nur glaubwürdige Techniken zur Konstruktion von Punktschätzern besprochen. Falls unterschiedliche Schätzer für einen Parameter resultieren,

Mehr

Extremalpunkte und der Satz von Krein-Milman. 1 Lokalkonvexe topologische Vektorräume

Extremalpunkte und der Satz von Krein-Milman. 1 Lokalkonvexe topologische Vektorräume Extremalpunkte und der Satz von Krein-Milman Seminar zu ausgewählten Kapiteln der Banachraumtheorie Vortrag von Michael Hoffmann 1 Lokalkonvexe topologische Vektorräume Im folgenden betrachten wir stets

Mehr

1.3 Zufallsvariablen

1.3 Zufallsvariablen 1.3 Zufallsvariablen Beispiel Irrfahrt zwischen drei Zuständen Start in G bei t = 0, Zeithorizont T N Grundraum σ-algebra Ω = {ω = (ω 0, ω 1,..., ω T ) {G, R, B} T +1, ω 0 = G} Wahrscheinlichkeitsmaß P

Mehr

6. Statistische Hypothesentests

6. Statistische Hypothesentests 6. Statistische Hypothesentests Ausgangssituation erneut: ZV X repräsentiere einen Zufallsvorgang X habe die unbekannte VF F X (x) Interessieren uns für einen unbekannten Parameter θ der Verteilung von

Mehr

Bootstrap-Methoden zur Ermittlung kritischer Werte für asymptotische FWER-Kontrolle

Bootstrap-Methoden zur Ermittlung kritischer Werte für asymptotische FWER-Kontrolle Bootstrap-Methoden zur Ermittlung kritischer Werte für asymptotische FWER-Kontrolle [Dudoit, van der Laan, Pollard: Multiple Testing. Part I Single-Step Procedures for Control of General Type-I-Error Rates]

Mehr

2.3 Basis und Dimension

2.3 Basis und Dimension Lineare Algebra I WS 205/6 c Rudolf Scharlau 65 2.3 Basis und Dimension In diesem zentralen Abschnitt werden einige für die gesamte Lineare Algebra fundamentale Grundbegriffe eingeführt: Lineare Abhängigkeit

Mehr

2. Ein Zufallsvektor X IR d ist multivariat normal verteilt dann und nur dann wenn seine charakteristische Funktion folgendermaßen gegeben ist:

2. Ein Zufallsvektor X IR d ist multivariat normal verteilt dann und nur dann wenn seine charakteristische Funktion folgendermaßen gegeben ist: Multivariate elliptische Verteilungen a) Die multivariate Normalverteilung Definition 2 Der Zufallsvektor (X 1, X 2,..., X d ) T hat eine multivariate Normalverteilung (oder eine multivariate Gauss sche

Mehr

Nachholklausur zur Vorlesung Schätzen und Testen I. 04. April Bitte ausfüllen und unterschreiben!!!

Nachholklausur zur Vorlesung Schätzen und Testen I. 04. April Bitte ausfüllen und unterschreiben!!! Nachholklausur zur Vorlesung Schätzen und Testen I 04. April 2013 Volker Schmid, Ludwig Bothmann, Julia Sommer Aufgabe 1 2 3 4 5 6 Punkte Note Bitte ausfüllen und unterschreiben!!! Name, Vorname: Matrikelnummer:

Mehr

Lösung zu den Übungsaufgaben zur Lebesgueschen Integrationstheorie. Tobias Ried

Lösung zu den Übungsaufgaben zur Lebesgueschen Integrationstheorie. Tobias Ried Lösung zu den Übungsaufgaben zur Lebesgueschen Integrationstheorie Tobias Ried. März 2 2 Aufgabe (Messbarkeit der Komposition zweier Abbildungen). Seien (X, A), (Y, B) und (Z, C) Messräume und f : (X,

Mehr

Statistik II für Betriebswirte Vorlesung 1

Statistik II für Betriebswirte Vorlesung 1 Statistik II für Betriebswirte Vorlesung 1 Dr. Andreas Wünsche TU Bergakademie Freiberg Institut für Stochastik 16. Oktober 2017 Dr. Andreas Wünsche Statistik II für Betriebswirte Vorlesung 1 Version:

Mehr

Darstellungssatz von Riesz in vollständig regulären Räumen. Carina Pöll Wintersemester 2012

Darstellungssatz von Riesz in vollständig regulären Räumen. Carina Pöll Wintersemester 2012 Darstellungssatz von Riesz in vollständig regulären Räumen Carina Pöll 0726726 Wintersemester 2012 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1 2 Definitionen und Resultate aus der Topologie 1 3 Der Darstellungssatz

Mehr

Lösungsmenge L I = {x R 3x + 5 = 9} = L II = {x R 3x = 4} = L III = { }

Lösungsmenge L I = {x R 3x + 5 = 9} = L II = {x R 3x = 4} = L III = { } Zur Einleitung: Lineare Gleichungssysteme Wir untersuchen zunächst mit Methoden, die Sie vermutlich aus der Schule kennen, explizit einige kleine lineare Gleichungssysteme. Das Gleichungssystem I wird

Mehr

Chi-Quadrat-Verteilung

Chi-Quadrat-Verteilung Chi-Quadrat-Verteilung Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/chi-quadrat-verteilung 1 von 7 6/18/2009 6:13 PM Chi-Quadrat-Verteilung aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Die Chi-Quadrat-Verteilung ist

Mehr

Klausur zur Vorlesung

Klausur zur Vorlesung Institut für Mathematische Stochastik WS 2004/2005 Universität Karlsruhe 14. Februar 2005 Dr. Bernhard Klar Sebastian Müller Aufgabe 1: (15 Punkte) Klausur zur Vorlesung Statistik für Biologen Musterlösungen

Mehr

Stochastik I. Vorlesungsmitschrift

Stochastik I. Vorlesungsmitschrift Stochastik I Vorlesungsmitschrift Ulrich Horst Institut für Mathematik Humboldt-Universität zu Berlin Inhaltsverzeichnis 1 Grundbegriffe 1 1.1 Wahrscheinlichkeitsräume..................................

Mehr

Klassifikation von Signifikanztests

Klassifikation von Signifikanztests Klassifikation von Signifikanztests Nach Verteilungsannahmen: verteilungsabhängig: parametrischer [parametric] Test verteilungsunabhängig: nichtparametrischer [non-parametric] Test Bei parametrischen Tests

Mehr

Elemente in Φ werden Wurzeln genannt. Bemerkung 3.2. (a) Zu einem Wurzelsystem können wir immer eine Spiegelungsgruppe definieren

Elemente in Φ werden Wurzeln genannt. Bemerkung 3.2. (a) Zu einem Wurzelsystem können wir immer eine Spiegelungsgruppe definieren 3. Wurzelsysteme Als erstes führen wir den Begriff eines Wurzelsystems ein. Definition 3.1 (Wurzelsystem). Eine endliche Teilmenge Φ V {0} heißt Wurzelsystem falls gilt: (R1) Φ Rα = {±α} für α Φ, (R2)

Mehr

Vorlesung 7b. Unabhängigkeit bei Dichten. und die mehrdimensionale Standardnormalverteilung

Vorlesung 7b. Unabhängigkeit bei Dichten. und die mehrdimensionale Standardnormalverteilung Vorlesung 7b Unabhängigkeit bei Dichten und die mehrdimensionale Standardnormalverteilung 0. Wiederholung: Die Normalverteilung Dichtefunktion ϕ der Standardnormalverteilung ϕ(x) 0.0 0.1 0.2 0.3 0.4 4

Mehr

Zufallsvariablen. Diskret. Stetig. Verteilung der Stichprobenkennzahlen. Binomial Hypergeometrisch Poisson. Normal Lognormal Exponential

Zufallsvariablen. Diskret. Stetig. Verteilung der Stichprobenkennzahlen. Binomial Hypergeometrisch Poisson. Normal Lognormal Exponential Zufallsvariablen Diskret Binomial Hypergeometrisch Poisson Stetig Normal Lognormal Exponential Verteilung der Stichprobenkennzahlen Stetige Zufallsvariable Verteilungsfunktion: Dichtefunktion: Integralrechnung:

Mehr

Mathematische Grundlagen für die Vorlesung. Differentialgeometrie

Mathematische Grundlagen für die Vorlesung. Differentialgeometrie Mathematische Grundlagen für die Vorlesung Differentialgeometrie Dr. Gabriele Link 13.10.2010 In diesem Text sammeln wir die nötigen mathematischen Grundlagen, die wir in der Vorlesung Differentialgeometrie

Mehr

Einführung in die Statistik Kapitel 6: Crash-Course in Statistik: Testtheorie

Einführung in die Statistik Kapitel 6: Crash-Course in Statistik: Testtheorie Einführung in die Statistik Kapitel 6: Crash-Course in Statistik: Testtheorie Jung Kyu Canci Universität Basel HS2015 1 / 15 Literatur Kapitel 6 Statistik in Cartoons : Kapitel 8 Krengel : 6 und 14 Storrer

Mehr

Zufallsvariablen [random variable]

Zufallsvariablen [random variable] Zufallsvariablen [random variable] Eine Zufallsvariable (Zufallsgröße) X beschreibt (kodiert) die Versuchsausgänge ω Ω mit Hilfe von Zahlen, d.h. X ist eine Funktion X : Ω R ω X(ω) Zufallsvariablen werden

Mehr

Das Lebesgue-Maß im R p

Das Lebesgue-Maß im R p Das Lebesgue-Maß im R p Wir werden nun im R p ein metrisches äußeres Maß definieren, welches schließlich zum Lebesgue-Maß führen wird. Als erstes definieren wir das Volumen von Intervallen des R p. Seien

Mehr

Kapitel 4. Stochastische Grundlagen. 4.1 Filtrationen und Stoppzeiten

Kapitel 4. Stochastische Grundlagen. 4.1 Filtrationen und Stoppzeiten Kapitel 4 Stochastische Grundlagen An dieser Stelle möchte ich auf einige stochastische Grundlagen eingehen, die bisher im Kapitel 3 Anwendung gefunden haben und im Folgenden Anwendung finden werden. Grundproblem

Mehr

1 Relevante Beispiele für Verteilungen auf R

1 Relevante Beispiele für Verteilungen auf R Prof. Dr. H. Zähle Vorlesung Sachversicherungsmathemati, Anlage 1 Universität des Saarlandes, SS 2010 1 Relevante Beispiele Verteilungen auf R Wir bezeichnen die Menge aller W-Maße auf (R, B(R)) mit M

Mehr

Kapitel 1: Elemente der Statistik

Kapitel 1: Elemente der Statistik 1 Kapitel 1: Elemente der Statistik 1.1 Beispiel Ein Elektromarkt erhält eine Lieferung von N = 10000 Glühbirnen. Darunter ist eine unbekannte Anzahl h defekt, wobei h 0 1 = {0, 1,..., N}. Um Kenntnisse

Mehr

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik 10. Vorlesung - 017 Quantil der Ordnung α für die Verteilung des beobachteten Merkmals X ist der Wert z α R für welchen gilt z 1 heißt Median. P(X < z α ) α P(X z α ). Falls X stetige zufällige Variable

Mehr

Stochastik für die Naturwissenschaften

Stochastik für die Naturwissenschaften Stochastik für die Naturwissenschaften Dr. C.J. Luchsinger 4. Zufallsgrösse X Literatur Kapitel 4 * Storrer: Kapitel (37.2)-(37.8), (38.2)-(38.3), (38.5), (40.2)-(40.5) * Stahel: Kapitel 4, 5 und 6 (ohne

Mehr

1. Übungsblatt zur Statistik III - Schätzen und Testen

1. Übungsblatt zur Statistik III - Schätzen und Testen 1. Übungsblatt zur Aufgabe 1 (4 Punkte): Ein Würfel mit unbekannter Anzahl k IN von Seiten wird fünf mal geworfen mit folgendem Ergebnis: 7, 2, 11, 4, 10. Geben Sie zwei verschiedene sinnvolle Punktschätzfunktionen

Mehr

Einführung in die Stochastik 6. Übungsblatt

Einführung in die Stochastik 6. Übungsblatt Einführung in die Stochastik 6. Übungsblatt Fachbereich Mathematik SS M. Kohler 3. Mai A. Fromkorth D. Furer Gruppen und Hausübung Aufgabe (a) Die Wahrscheinlichkeit, dass eine S Bahn Verspätung hat, betrage.3.

Mehr

Parameterschätzung. Kapitel 14. Modell Es sei {P θ θ Θ}, Θ R m eine Familie von Verteilungen auf χ (sog. Stichprobenraum),

Parameterschätzung. Kapitel 14. Modell Es sei {P θ θ Θ}, Θ R m eine Familie von Verteilungen auf χ (sog. Stichprobenraum), Kapitel 14 Parameterschätzung Modell Es sei {P θ θ Θ}, Θ R m eine Familie von Verteilungen auf χ (sog. Stichprobenraum), = ( 1,..., n ) sei eine Realisierung der Zufallsstichprobe X = (X 1,..., X n ) zu

Mehr

68 Abschätzungen für Abweichungen vom Erwartungswert

68 Abschätzungen für Abweichungen vom Erwartungswert 68 Abschätzungen für Abweichungen vom Erwartungswert 68.1 Motivation Mit der Varianz bzw. Standardabweichungen kennen wir bereits ein Maß für die Fluktuation einer Zufallsvariablen um ihren Erwartungswert.

Mehr

4.1. Nullhypothese, Gegenhypothese und Entscheidung

4.1. Nullhypothese, Gegenhypothese und Entscheidung rof. Dr. Roland Füss Statistik II SS 8 4. Testtheorie 4.. Nullhypothese, Gegenhypothese und Entscheidung ypothesen Annahmen über die Verteilung oder über einzelne arameter der Verteilung eines Merkmals

Mehr

8. Konfidenzintervalle und Hypothesentests

8. Konfidenzintervalle und Hypothesentests 8. Konfidenzintervalle und Hypothesentests Dr. Antje Kiesel Institut für Angewandte Mathematik WS 2011/2012 Beispiel. Sie wollen den durchschnittlichen Fruchtsaftgehalt eines bestimmten Orangennektars

Mehr

Übungen zu bedingten Erwartungswerten. Tutorium Stochastische Prozesse 13. Dezember 2016

Übungen zu bedingten Erwartungswerten. Tutorium Stochastische Prozesse 13. Dezember 2016 Übungen zu bedingten Erwartungswerten Tutorium Stochastische Prozesse 13. Dezember 2016 Bedingter Erwartungswert Definition Sei X eine reellwertige Zufallsvariable auf (Ω, A, P), so dass E[ X ]

Mehr

Multivariate Verteilungen

Multivariate Verteilungen Multivariate Verteilungen Zufallsvektoren und Modellierung der Abhängigkeiten Ziel: Modellierung der Veränderungen der Risikofaktoren X n = (X n,1, X n,2,..., X n,d ) Annahme: X n,i und X n,j sind abhängig

Mehr

Vorlesung: Statistik II für Wirtschaftswissenschaft

Vorlesung: Statistik II für Wirtschaftswissenschaft Vorlesung: Statistik II für Wirtschaftswissenschaft Prof. Dr. Helmut Küchenhoff Institut für Statistik, LMU München Sommersemester 2017 Einführung 1 Wahrscheinlichkeit: Definition und Interpretation 2

Mehr