Paediatric Basic Life Support
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- Johanna Weiß
- vor 10 Jahren
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1 Paediatric Basic Life Support SICHERHEIT BEWUSSTSEINSPRÜFUNG HILFERUF Reaktion Beobachten Keine Reaktion ATEMWEGE ÖFFNEN NORMALE ATMUNG Ja Stabile Seitenlage Nein 5 INTIALE BEATMUNGEN Wenn Lebenszeichen vorhanden, fahre mit A und B fort und prüfe C Falls kein Heben des Brustkorbs, Neupositionierung des Kopfes: Weiterhin ineffektiv? LEBENSZEICHEN (Puls prüfen) Keine Lebenszeichen 15 HERZDRUCKMASSAGEN 2 BEATMUNGEN Fortführen der CPR über 1 Minute WIEDERBEURTEILUNG Fortführung der Maßnahmen, wenn erforderlich ALARMIERUNG RETTUNGSDIENST / NOTFALLTEAM Copyright European Resuscitation Council /079
2 Copyright European Resuscitation Council /079 Paediatric Advanced Life Support Keine Reaktion? Schnappatmung bzw. keine Atmung CPR (5 initiale Beatmungen, dann15:2) Defi/Monitor anschließen Unterbrechungen minimieren EKG-Rhythmus beurteilen Schockbar (VF/Pulslose VT) 1 Schock 4 J/Kg Reanimationsteam verständigen (Falls alleine zuerst 1 min CPR) Sofort weiter mit CPR für 2 min Unterbrechungen minimieren Nicht-Schockbar (PEA/Asystolie) Wiederherstellung eines Spontankreislaufs POSTCARDIAC ARREST MASSNAHMEN ABCDE-Schema Kontrollierte Sauerstoffgabe und Beatmung Diagnostik Ursachen behandeln Temperaturkontrolle Therapeutische Hypothermie? WÄHREND CPR: Optimale CPR (Frequenz, Tiefe, Entlastung) Maßnahmen planen bevor CPRUnterbrechung Sauerstoffgabe Gefäßzugang (intravenös, intraossär) Adrenalin alle 3-5 min Invasives Atemwegsmanagement und Kapnographie erwägen Ununterbrochene Herzdruckmassage sobald Atemweg gesichert Reversible Ursachen beheben Sofort weiter mit CPR für 2 min Unterbrechungen minimieren REVERSIBLE URSACHEN: Hypoxie Hypovolämie Hypo-/Hyperkaliämie/metabolische Störungen Hypothermie Herzbeuteltamponade Intoxikation Thrombembolie Spannungspneumothorax
3 5 Rückenschläge 5 Kompressionen Atemwege öffnen 5 Beatmungen Beginn mit CPR 15 : 2 (Thorax beim Säugling) (Oberbauch beim Kind) Bei Bewusstsein SCHWEREGRAD EINSCHÄTZEN Bewusstlos Ineffektives Husten Kontinuierliche Beobachtung des Kindes. Auf Bewusstseinstrübung, Zeichen für ineffektives Husten bzw. Abhusten eines Fremdkörpers achten! Zum Husten ermutigen Effektives Husten Fremdkörperalgorithmus Copyright European Resuscitation Council /079
4 Formeln Gewicht (kg) = 2 x [Alter in Jahren + 4] Tubusgröße: Ungecufft Gecufft Frühgeborene Gestationswoche /10 - Reif Neugeborene Säuglinge Kinder 1 2 Jahre Alter/4 + 4 Alter/ Kinder >2 Jahre Tubustiefe oral = [Alter in Jahren / 2] + 12 Tubustiefe nasal = [Alter in Jahren / 2] + 15 Tubustiefe Neugeborene: Tiefe ab Unterlippe = Gewicht (kg) + 6
5 Vorgehen bei Arrhythmien ALS Algorithmus NEIN KREISLAUFZEICHEN? JA DEKOMPENSIERTER SCHOCK? NEIN JA Monitoring Expertenrat einholen Bedenke Vagotonus Erwäge Adenosin Wiederbeurteilen Monitor anlegen, wenn nicht schon geschehen. BRADYKARDIE? TACHYKARDIE? Oxygenierung sicherstellen Sinus Adrenalin/Epinephrin (Erwäge Atropin wenn Vagus-Reiz wahrscheinlich) Alter Breitkomplex Schmalkomplex Ursache beheben SVT Adenosin? Synchronisierte Kardioversion? Tachykardie Bradykardie <1 Jahr >180 /min <80 /min >1 Jahr >160 /min <60 /min Copyright European Resuscitation Council /079
6 Glasgow-Coma-Scale Kind > 5 JAHRE < 5 JAHRE Augen öffnen E4 Spontan Spontan E3 Auf Ansprache Auf Ansprache E2 Auf Schmerz Auf Schmerz E1 Keine Keine C Augen verschlossen (Schwellung, Bandage) Augen verschlossen (Schwellung, Bandage) Beste verbale Antwort V5 Orientiert Wach, plappert oder spricht (altersentsprechend) V4 Verwirrt Gedämpft, schreit V3 Inadäquate Worte Schreien auf Schmerz V2 Unverständlich Stöhnen V1 Keine Keine Intubiert Intubiert Beste motorische Antwort M6 Befolgt Aufforderungen Normale Spontanbewegung M5 Gezielte Abwehr Gezielte Abwehr M4 Zurückziehen auf Schmerz Zurückziehen auf Schmerz M3 Beugen auf Schmerz Beugen auf Schmerz M2 Strecken auf Schmerz Strecken auf Schmerz M1 Keine Reaktion Keine Reaktion Copyright European Resuscitation Council /079
7 Stabilisierung und Transport Airway (Atemweg) - Atemweg sichern - DOPES - Tubus sichern Breathing (Atmung) - Beatmungsgerät - Sauerstoffreserven - Pulsoxymetrie - Kapnometrie / Kapnographie Disability (Neurologie) - GCS / AVPU bestimmen - Pupillen - Analgesie - Sedierung - Hypothermie Enviroment / Exposure (Umgebung, Patientenuntersuchung) - Patientenuntersuchung - Angehörige Circulation (Kreislauf) - Dokumentation - Blutdruck - Vorverständigung des - Herzfrequenz Zielkrankenhauses - EKG - Rettungsgerät zum - Katecholamine Abtransport - Gefäßzugänge sichern - Perfusoren - Urinausscheidung DOPES : Displacement (Extubiert?, Tubus einseitig?) Obstruktion (Verlegung des Tubus) Pneumothorax Equipment failure (Respirator, Sauerstoff, Beatmungsbeutel) Stomach (abdominaler Druck)
8 IN JEDER PHASE: BRAUCHE ICH HILFE? Newborn Life Support Trocknen Feuchte Tücher entfernen und in warme Tücher wickeln Uhr starten und Zeit notieren Geburt Beurteilen von Muskeltonus, Atmung und Herzfrequenz 30 sec Bei Schnappatmung oder fehlender Atmung Atemwege öffnen 5 initiale Beatmungen Sättigungs-Monitoring erwägen 60 sec Wiederbeurteilen Kein Anstieg der Herzfrequenz? Thoraxbewegungen überprüfen Keine Thoraxbewegungen unter Beatmung? Kopfposition überprüfen und ggf. repositionieren Zweihelfer-Esmarch-Handgriff oder Hilfsmittel zum Öffnen der Atemwege erwägen Wiederholen der initialen 5 Beatmungen Sättigungs-Monitoring erwägen Anstieg der Herzfrequenz oder Spontanatmung? Kein Anstieg der Herzfrequenz? Thoraxbewegungen überprüfen Wenn Thoraxbewegungen sichtbar unter Beatmung, aber keine Herzfrequenz feststellbar oder <60 /min Herzdruckmassagen beginnen 3 Thoraxkompressionen : 1 Beatmung Wiederbeurteilung der Herzfrequenz alle 30 s Keine Herzfrequenz feststellbar oder < 60 /min? Reanimationsmaßnahmen fotführen Zugang und Medikamente erwägen * Copyright European Resuscitation Council /079 Akzeptable* präduktale SpO2 2 min: 60% 3 min: 70% 4 min: 80% 5 min: 85% 10 min: 90%
9 IN JEDER PHASE: BRAUCHE ICH HILFE? Mekoniumaspiration Geburt Mekoniumhaltiges Fruchtwasser? Nein Standardalgorithmus Neugeborenenversorgung Ja Sofortbeurteilung Kind vital? Kind nicht vital? Guter Muskeltonus Suffiziente Spontanatmung Herzfrequenz > 100/min Hypotoner Muskeltonus Keine Spontanatmung Herzfrequenz < 100/min Kein tracheales Absaugen Sofortiges tracheales Absaugen* Standardalgorithmus Neugeborenenversorgung Erst dann beatmen, Intubation erwägen * bei anhaltender Bradykardie absaugen beenden und beatmen
10 Medikamente Medikament Dosierung Adrenalin 10 mcg/kg i.v./i.o. max. 1mg (0,1 ml/kg der 1: Lösung) Adenosin 100 mcg/kg i.v./i.o. 200 mcg/kg i.v./i.o. Amiodaron 5 mg/kg i.v./i.o. Atropin 20 mcg/kg i.v./i.o. Naloxon < 5 LJ > 5 LJ Volumen 20 ml/kg KG Magnesium 0,5 ml/kg KG (10% Lösung) Calcium Gluc 1ml/kg KG (10% Lösung) Na Bikarbonat 1ml/kg KG (8,4% Lösung) max. 6mg max. 12 mg min. 100 mcg; max 3 mg 100 mcg/kg 2mg max. 2mg
11 Perfusoren 3 er Regel Flussrate Zubereitung 1 ml/h = 1 mcg/kg/min Dopamin, Dobutamin kg KG x 3 = mg/50ml 1 ml/h= 0,1 mcg/kg/min Adrenalin, Noradrenalin kg KG x 0,3 = mg/50ml klassische Regel Flussrate Zubereitung ml/h= kg KG/3 0,1 mcg/kg/min Adrenalin, Noradrenalin 1mg / 50 ml ml/h= kg KG/3 5 mcg/kg/min Dopamin, Dobutamin 50 mg / 50 ml
12 Das kritisch kranke Kind A Airway (Atemweg) - offen und sicher - gefährdet - verlegt 3 Fragen B Breathing (Atmung) - Atemfrequenz - Tidalvolumen - Atemarbeit - Oxygenierung 4 Fragen C Circulation (Kreislauf) - Blutdruck - Herzfrequenz - Rekapillarisation - Vorlast - Puls zentral/peripher 5 Fragen D Disability (Neurologie) - AVPU - GCS - Pupillen - metabolische Ursachen E Environment (Entkleiden und Umgebung) - Untersuchung - AMPLE Copyright European Resuscitation Council /079
13 Das traumatisierte Kind Atemwegssicherung und HWS Stabilisierung - offen/gefährdet/obstruiert - achsengerechte Stabilisierung Breathing (Atmung) - AF, Tidalvolumen, Atemarbeit, SaO2 - Pneumothorax Circulation (Kreislauf) - Pulsqualität, HF, RR, CRF, Vorlast - Blutstillung (Beckengurt, Schienung, Druckverband) - Zugang - 20ml/kg KG Bolus - Reevaluation - 20ml/kg KG Bolus Disability (Neurologie) - AVPU, GCS, Pupillen, metabolische Ursachen Environment (Entkleiden und Umgebung) - Traumacheck (log roll) - Unfallhergang - AMPLE
14 Crisis Resource Management 1. Kenne Deine Arbeitsumgebung (Technik und Organisation) 2. Antizipiere und plane voraus 3. Fordere Hilfe an (lieber früh als spät) 4. Übernimm die Führungsrolle oder sei ein gutes Teammitglied 8. Beachte und verwende alle vorhandenen Informationen 9. Verhindere und erkenne Fixierungsfehler 10. Habe Zweifel und überprüfe genau 11. Verwende Merkhilfen und schlage nach 12. Re-evaluiere die Situation immer wieder 5. Verteile die Arbeitsbelastung 13. Achte auf gute 6. Mobilisiere Teamarbeit alle verfügbaren Ressourcen (Personen 14. Lenke Deine und Technik) Aufmerksamkeit bewußt 7. Kommuniziere sicher und effektiv 15. Setze Prioritäten dynamisch
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