Version 10. August 2007



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Prof. Dr. Ing. Monika Trundt ARBEITSHEFT GRUNDLAGEN DER ELEKTROTECHNIK Arbeitsheft Grundlagen der Elektrotechnik 10. August 2007

Version 10. August 2007 Diese Ausarbeitung ist ein vorlesungsbegleitendes Skript. Seine Vervielfältigung und Kopie ist nur für den internen Dienstgebrauch an der Hochschule Merseburg (FH) gestattet. Jede andere Vervielfältigung bedarf der Genehmigung von Prof. Dr.-Ing. Monika Trundt <monika.trundt@hs-merseburg.de>. Dieses Skript wurde im Rahmen einer HiWi-Tätigkeit von René Schwarz überarbeitet; Fehler und Korrekturvorschläge bitte an <mail@rene-schwarz.com>. 2

Grundlagen der Elektrotechnik I. Einführung Koordinatensysteme Maßsysteme physikalische Größen und Gleichungen Dimension und Einheit Zugeschnittene Größengleichungen II. Elektrische Grundgrößen Strom Spannung Widerstand Ohm sches Gesetz III. Der Grundstromkreis Aktiver und Passiver Zweipol Reihenschaltung von Widerständen Parallelschaltung von Widerständen Ersatzwiderstand Einfache Rechnungen im Grundstromkreis IV. Die Kirchhoff schen Gesetze Energie, Leistung und Wirkungsgrad Knotenpunkt Maschensatz Berechnung linearer Netzwerke V. Elektrische Quellen Strom und Spannungsquellen Ideale und reale Quellen Ersatzquellen und Berechnung einfacher Netzwerke Leistungsanpassung 3

VI. Überlagerungssatz von Helmholtz Berechnung einfacher Netzwerke VII. Grundlagen der elektrischen Messtechnik Messen elektrischer Größen (Strom, Spannung, Leistung) Messfehler (systematische und zufällige) Strom und Spannungsrichtiges Messen Leistungsmessung Messbrücken Messbereichserweiterung VIII. Einführung in die Wechselstromlehre Charakteristik des Wechselstromes harmonische Größen zeitunabhängige Kenngrößen (Mittelwert, Quadratischer Mittelwert, Effektivwert) Bauelemente im Wechselstromkreis: Spule Kondensator Komplexe Wechselstromrechnung Komplexe Zahlen Impedanz, Admittanz, Scheinwiderstand, Wirkwiderstand Zeigerdiagramme Berechnung einfacher Wechselstromkreise im Bildbereich Vorteile Ersatzimpedanz Kirchhoff sche Gleichungen im Wechselstromkreis Ohm sches Gesetz im Wechselstromkreis Leistungsberechnung im Wechselstromkreis (Scheinleistung, Wirkleistung, Blindleistung) IX. Dreiphasensysteme Aufbau Strangspannung und verkettete Spannung Stern Dreieckstransformation Leistungsberechnung im 3 Phasensystem X. Der Transformator 4

Wichtige Einheiten, Konstanten und Umrechnungen physikalischer Größen SI Einheiten Größe Name Symbol Definition Länge Meter m Ein Meter ist die Länge der Strecke, die Licht im Vakuum während der Dauer von 1/299792458 Sekunden zurücklegt. Masse Kilogramm kg Ein Kilogramm ist gleich der Masse des internationalen Kilogrammprototyps. Zeit Sekunde s Eine Sekunde ist die Dauer von 9192631770 Perioden der Strahlung, die dem Übergang der beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands eines Cäsium 133 Nuklids entspricht. Elektrische Stromstärke Ampere A Ein Ampere ist die Stromstärke, die durch zwei unendlich lange parallele Leiter mit beliebigen kleinem Querschnitt im Abstand von einem Meter im Vakuum fließen muss, um zwischen diesem Leitern eine Kraft von 2 10 7 Newton je Meter hervorzurufen. Temperatur Kelvin K Das Kelvin ist der 1/273,16 Teil der thermodynamischen Temperatur beim Tripelpunkt von Wasser. Stoffmenge Mol mol 1. Ein Mol ist diejenige Substanzmenge, die die gleiche Anzahl elementarer Teilchen enthält wie Atome in 0,012 kg Kohlenstoff 12 enthalten sind. 2. Elementare Teilchen können Atome, Moleküle, Ionen, Elektronen usw. oder bestimmte Gruppen daraus sein. Lichtstärke Candela cd Ein Candela ist die Leuchtstärke, die in einer gegebenen Richtung von einer Quelle ausgeht, die monochromatische Strahlung der Frequenz 540 10 12 Hertz emittiert und dabei in dieser Richtung eine Stärke von 1/ 683 Watt pro Steradiant besitzt. 5

Von Basiseinheiten abgeleitete physikalische Größen Physikalische Größen Formelzeichen Name Symbol als Term anderer SI Einheiten als SI Basiseinheiten Winkel φ Radiant rad m m 1 =1 Raumwinkel Ω Steradiant sr m 2 m 2 =1 Frequenz f Hertz Hz s 1 Kraft F Newton N m kg s 2 Druck, Spannung p Pascal Pa N/m² m 1 kg s 2 Energie, Arbeit, Wärme W,E Joule J N m m 1 kg s 2 Leistung P Watt W J m² kg s 3 Elektrische Ladung Q Coulomb C A s Elektrische Spannung E,U Volt V W/A m² kg s 3 A 1 Kapazität C Farad F C/V m 2 kg 1 s +4 A 2 Elektrischer Widerstand R Ohm Ω V/A m 2 kg s 3 A 2 Elektrische Leitfähigkeit σ Siemens S A/V m 2 kg 1 s 3 A 2 Magnetischer Fluß Φ Weber Wb V s m 2 kg s 2 A 1 Magnetische Induktion B Tesla T Wb/m² kg s 2 A 1 Induktivität L Henry H Wb/A m 2 kg s 2 A 2 Celsius Temperatur T Grad Celsius C K Lichtstrom Φ Lumen lm cd sr m² m 2 cd=cd Beleuchtungsstärke E Lux lx lm/m² m² m 4 cd=cd m 2 Aktivität A Becquerel Bq s 1 Energiedosis D Gray Gy J/kg m²s 2 Äquivalentdosis H Sievert Sv J/kg m² s 2 Katalytische Aktivität A Katal kat s 1 mol 6

Wichtige physikalische Konstanten Name Symbol Wert Einheit Relative Unsicherheit Lichtgeschwindigkeit im Vakuum c, c 0 299 792 458 m s 1 exakt magnetische Feldkonstante μ 0 4 π 10 7 Vs/Am exakt elektrische Feldkonstante ε 0 8,854 187 817 10 12 C/Vm exakt charakteristische Vakuumimpedanz Z 0 376,730 313 461 Ω exakt Newtonsche Gravitationskonstante G 6,673 10 11 m 3 kg 1 s 2 1,5 10 3 Plancksches Wirkungsquantum h 6,626 068 76 10 34 J s 7,8 10 8 Plancksche Masse m p 2,176 716 10 8 kg 7,5 10 4 Plancksche Länge l p 1,161 012 10 35 m 7,5 10 4 Plancksche Zeit t p 5,390 640 10 44 s 7,5 10 4 Avogadro Konstante N A, L 6,022 141 99 10 23 mol 1 7,9 10 8 Elementarladung e 1,602 176 462 10 19 C 3,9 10 8 Ruhemasse des Elektrons m e 9,109 381 88 10 31 kg 7,9 10 8 Ruhemasse des Protons m p 1,672 621 57 10 27 kg 7,9 10 8 Ruhemasse des Neutrons m n 1,674 927 16 10 27 kg 7,9 10 8 atomare Masseneinheit m u =1/12( 12 C)=1u m u 1,66 538 73 10 27 kg 7,9 10 8 Faraday Konstante N A e F 96 485,341 5 C mol 1 4,0 10 8 allgemeine Gaskonstante R 8,314 472 J mol 1 K 1 1,7 10 6 Boltzmann Konstante k 1,380 650 3 10 23 J K 1 1,7 10 6 Molvolumen ideales Gas V m 22,413 996 10 3 m³ mol 1 1,7 10 6 bei T=273,15K, p=101,325 kpa Stefan Boltzmann Konstante σ 5,670 400 10 8 W m 2 K 4 7,0 10 6 Sommerfeldsche Feinstrukturkonstante α 7,297 352 533 10 3 3,7 10 9 7

Rydberg Konstante α²m e c/2h R 10 973 731,568 549 m 1 7,6 10 6 Bohrscher Atomradius α/4πr a 0 0,529 177 208 10 10 m 3,7 10 9 Hartree Energie e2/4πε 0 a 0 E h 4,359 743 81 10 18 J 7,8 10 8 SI Präfix Faktor Name Symbol 10 24 Yotta Y 10 21 Zetta Z 10 18 Exa E 10 15 Peta P 10 12 Tera T 10 9 Giga G 10 6 Mega M 10 3 Kilo k 10 2 Hecto h 10 1 Deka da 10 1 Deci da 10 2 Centi c 10 3 Milli m 10 6 Micro μ 10 9 Nano n 10 12 Pico p 10 15 Femto f 10 18 Atto a 10 21 Zepto z 10 24 Yocto y Größenvorstellungen Elektrische Feldstärke Stromstärke Atmosphäre ~100...200V/m Blitzstrom ~10...100 ka Oberfläche einer ~10 6 V/m Strom einer ~10 2...10 5 A Hochspannungsleitung Sammelschiene Durchschlagfestigkeit der ~30 kv/cm Autoanlasser ~20...100 A Luft Anfahrstrom einer ~100 A Kondensator ~10 6...10 7 V/m Straßenbahn Halbleiterbauelemente ~10 4...10 6 V/m Kochplatte, Tauchsieder ~2...10 A (Sperrschicht) Glühlampe ~0,1...1A Strom in Messinstrumenten 10 3...10 4 A 8

Übung 1 Aufgabe 1/1 Welche Dimension hat die Kraft? Aufgabe 1/2 a) Welche Dimension hat die mechanische Arbeit cos? b) Welche Dimension hat das Drehmoment? c) Was fällt Ihnen auf, wenn Sie die Ergebnisse von a) und b) vergleichen? Aufgabe 1/3 Welche Qualität und welche Quantität haben die physikalischen Größen 50 und 30 μ? Aufgabe 1/4 Gegeben sind die Kraft 2 und der Abstand vom Drehzentrum 50. Berechnen Sie das Drehmoment in! Aufgabe 1/5 Gegeben sei. Man stelle daraus eine zugeschnittene Größengleichung her, in der die Spannung gemessen in, der Strom gemessen in μ und der Widerstand gemessen in Ω auftreten. Aufgabe 1/6 Gegeben sind die folgenden Normierungsgrößen: Die normierten Größen ergeben sich: Wie groß ist? 5, 3, 10,, 9

Aufgabe 1/7 a) Welche Dimension hat die kinetische Energie? ( ) b) In einem Versuch werden die Masse in und die Geschwindigkeit in gemessen. 10 25 50 50 12 40 50 95 Erstellen Sie eine zugeschnittene Größengleichung, in der Sie die Masse in und die Geschwindigkeit in einsetzen können und die Energie in erhalten. c) Gegeben sind eine Masse von 2 und eine Höhe von 10. Berechnen Sie die potentielle Energie in mit 9,81. Aufgabe 1/8 Welche Einheit hat der spezifische Widerstand? Es gilt. 10

Übung 2 Aufgabe 2/1 Ein elektrischer Dipol besteht aus zwei Ladungen und im Abstand. Das Dipolmoment ist definiert als. Welche Kraft wirkt auf die Ladung im jeweiligen Abstand von und? + - Aufgabe 2/2 Gegeben sind die zwei Ladungen und mit 210 und 5 10. Die Ladungen sind voneinander 25 entfernt. Berechnen Sie die Kraft zwischen den beiden Ladungen. Aufgabe 2/3 Welche Kraft wird auf eine positive Elementarladung bei einer elektrischen Feldstärke von 110 ausgeübt? Aufgabe 2/4 Welche Kraft wirkt im Abstand 50 von der Ladung 2,5 10 im Vakuum auf ein einzelnes Elektron? Aufgabe 2/5 Die Punktladungen 1,510, 0,5 10 und 1 10 bilden die Eckpunkte eines rechtwinkligen Dreiecks mit 10. Die Ladungen befinden sich im Vakuum. Welche elektrische Feldstärke herrscht im Punkt in der Mitte zwischen den Ladungen und? 11

+ - + Aufgabe 2/6 Gegeben ist der zeitliche Verlauf einer elektrischen Ladung, die den Querschnitt eines stromdurchflossenen Leiters passiert. Berechnen Sie den zugehörigen Verlauf des Stromes und stellen Sie Ihn grafisch dar. 20 10 0 2 4 6 8 10 Aufgabe 2/7 Geben Sie die Spannungs und Potentialgleichungen für folgende Schaltungen an. a) + + + + Feldlinie Bezugspunkt A B 0 E U AB U B0 =φ B U A0 =φ A 12

b) c) A(φ A ) U AB U A0 B(φ B ) U A0 U B0 0 0 d) 0 e) 8,8 16 0 Bezugspunkt 2 0,8 10 13

Übung 3 Aufgabe 3/1 Gegeben sind die folgenden Zusammenschaltungen von Widerständen. Die Klemmspannung beträgt 10. Die Widerstände haben folgende Werte: 1 Ω, 2 Ω, R 4 Ω a) Wie groß ist der Ersatzwiderstand an den Klemmen? b) Wie groß ist der Spannungsabfall über? c) Wie groß ist der Spannungsabfall über und? d) Wie groß ist der Strom? Aufgabe 3/2 10, 1 Ω, 2 Ω, 4 Ω a) Wie groß ist der Ersatzwiderstand an den Klemmen? b) Wie groß ist der Strom? c) Wie groß ist der Spannungsabfall über? d) Wie groß ist die Ströme, und? e) Wie groß ist der Strom? 14

Aufgabe 3/3 Gegeben ist das folgende Netzwerk. Zwischen den Klemmen und liegt eine Spannung 10. Die Widerstände haben die Werte 1 Ω, 2 Ω. a) Berechnen Sie den Ersatzwiderstand zwischen den Klemmen und. b) Berechnen Sie den Strom. c) Berechnen Sie den Strom, der durch den Widerstand fließt. d) Berechnen Sie den Spannungsabfall über. e) Wie verändern sich die in a) bis d) berechneten Größen, wenn man den Widerstand durch einen Kurzschluss ersetzt? f) Wie verändern sich in a) bis d) berechneten Größen, wenn man den Widerstand durch einen Leerlauf ersetzt? Aufgabe 3/4 Gegeben ist das folgende Netzwerk. Zwischen den Klemmen und liegt eine Spannung 10. Die Widerstände haben die Werte 1 Ω. a) Berechnen Sie den Ersatzwiderstand zwischen den Klemmen und! b) Berechnen Sie den Strom! c) Berechnen Sie, der durch den Widerstand fließt! d) Berechnen Sie den Spannungsabfall über! 15

e) Wie verändern sich die in a) bis d) berechneten Größen, wenn man den Widerstand durch einen Kurzschluss ersetzt? f) Wie verändern sich die in a) bis d) berechneten Größen, wenn man den Widerstand durch einen Leerlauf ersetzt? Aufgabe 3/5 Auf welchen Wert muss der Widerstand eingestellt werden, wenn er gleich dem Gesamtwiderstand sein soll? Gesucht ist die Lösung in allgemeiner Form und als Zahlenwert. 1 Ω, 2 Ω, 6 Ω Aufgabe 3/6 Berechnen Sie den Widerstand so, dass die Spannung ein Fünftel von beträgt. 2 Ω 2 16

Aufgabe 3/7 Man bestimme den Gesamtwiderstand, den Strom durch, den Spannungsabfall über sowie die Teilerverhältnisse und. 12, 1 Ω, 2 Ω, 3 Ω, 4 Ω, 5 Ω Aufgabe 3/8 Von der gegebenen Schaltung ist der Widerstand bekannt. Man berechne den Gesamtwiderstand, das Verhältnis der Spannung und das Verhältnis der Ströme. 2 4 4 U 0,6 3 6 17

Aufgabe 3/9 Welchen Widerstandswert muss haben, damit über ihm ein Viertel der Gesamtspannung abfällt? Uq 12, 2 Ω, 3 Ω a) Berechnen Sie in allgemeiner Form und als Zahlenwert. b) In welchem Verhältnis müssen die Widerstände von und mindestens stehen, damit die obige Bedingung überhaupt erfüllt werden kann? c) Bestimmen Sie,, sowie die Verhältnisse und. 18

Übung 4 Aufgabe 4/1 R 1 R 2 Das Messinstrument hat einen Vollausschlag von 6 und einen Innenwiderstand von 40. Der Widerstand soll bewirken, dass das Messinstrument bei 30 Endausschlag zeigt. Der Widerstand soll aus Manganindraht mit 2 und 2,33 /² hergestellt werden. Der Widerstand 15 ist bereits vorhanden. Berechnen Sie die erforderliche Länge des Widerstandesdrahtes sowie alle Ströme und alle Leistungen. Aufgabe 4/2 Ein Messinstrument mit einem Innenwiderstand 800 und einer Vollausschlagspannung 120 ist defekt und muss durch ein Instrument mit einem Innenwiderstand 600 und einem Vollausschlag 100 ersetzt werden. Berechnen Sie die dazu erforderlichen Widerstände. Aufgabe 4/3 Auf welchen Wert muss der Abgriff des Stellwiderstandes eingestellt werden, damit der Spannungsmesser Vollausschlag erreicht? Welchen Wert zeigt dann der Strommesser an? Quelle: 24, 100 Strommesser: 1,5, 100 Spannungsmesser: 20, 3 ( = Messbereich) 19

Aufgabe 4/4 Mit zwei verschiedenen Spannungsmessern (Messgeräteinnenwiderstand und ) sollen die Leerlaufspannung und der Innenwiderstand eines Akkumulators bestimmt werden. Der Spannungsmesser zeigt die Spannung und der Spannungsmesser die Spannung an. ; ; 20

Übung 5 Überlagerungssatz nach Helmholtz Aufgabe 5/1 2 10 4 6 Berechnen Sie den Ausgleichsstrom im Knoten zwischen den beiden Netzwerkmaschen! Aufgabe 5/2 2 2 Geben Sie mit Hilfe des Überlagerungssatzes eine allgemeine Lösung für den Strom an. 21

Aufgabe 5/3 15 60 30 1 2 3 Berechnen Sie den Strom mit Hilfe des Überlagerungssatzes! Aufgabe 5/4 Berechnen Sie den Strom durch den Widerstand mit Hilfe des Überlagerungssatzes und mit Hilfe der Zweipoltheorie! 22

Aufgabe 5/5 24, 1 Berechnen Sie die Werte für und so, dass der Strom durch 20 beträgt und die Beiträge beider Quellen zu diesem Strom gleich groß sind! 23

Übung 6 Zweipoltheorie Aufgabe 6/1 Berechnen Sie mit Hilfe der Zweipoltheorie die Spannungsabfälle über und. Aufgabe 6/2 24, 8, 6 200, 150, 100, 450, 50 Berechnen Sie den Ersatzinnenwiderstand und die Leerlaufspannung! 24

Aufgabe 6/3 2, 4, 6 1,25, 8, 4, 10, 12 Berechnen Sie den Kurzschlussstrom, den Ersatzwiderstand und die Leerlaufspannung mit Hilfe des Kurzschlussstromes. Aufgabe 6/4 Berechnen Sie mit Hilfe der Zweipoltheorie den Strom, der durch den Widerstand fließt. 25

Aufgabe 6/5 Berechnen Sie den Strom im Mittelzweig einer nicht abgeglichenen Brückenschaltung. Aufgabe 6/6 120, 1,6, 30 Geben Sie alle Daten (,, ) der Spannungs und Stromquellenersatzschaltung an! 26

Aufgabe 6/7 25, 40, 1,2 Welches Ersatzschaltbild ist geeignet? Geben Sie hierfür die Parameter an! 27

Übung 7 Aufgabe 7/1 12, 1,6 Wie groß muss sein, damit in ihm die gleiche Leistung umgesetzt wird wie in? Aufgabe 7/2 40, 110, 60, 100 10, 18, 15, 36 Welche Spannung darf maximal an den Klemmen gelegt werden, damit keiner der Widerstände überlastet wird? 28

Aufgabe 7/3 Die Lampe soll mit einem Stellwiderstand 50 an der Quelle mit der Quellenspannung 60 betrieben werden. Welche Stellung muss der Abgriff haben, damit die Lampe im Nennbetrieb arbeitet? Man berechne,, und mit 24 und 10! 29

Musterlösungen 30

Lösung zu Übung 1 Aufgabe 1/1 Aufgabe 1/2 a) b) c) Beide Ergebnisse sind gleich. Aufgabe 1/3 a) Die Qualität von 50 N ist, dass es in der Grundgröße vorliegt also z.b. kein kn. Jedoch spricht die Quantität dafür, dass die 50 N nicht in den SI Einheiten vorliegt. b) Qualität ist hierbei, dass eine SI Einheit vorliegt. Quantität ist hierbei das SI Präfix. Aufgabe 1/4 1000 Aufgabe 1/5 in in in 1 10 1 10 1 10 10 10 Ω10 31

Aufgabe 1/6 1 1 3 50 Aufgabe 1/7 a) b) in in 10 c) 196,2 Aufgabe 1/8 10 32

Lösung zu Übung 2 Aufgabe 2/1 F ist gesucht. 1 4 4 Aufgabe 2/2 1 4 0,144 Aufgabe 2/3 mit 1,602 10 1,602 10 Aufgabe 2/4 1 4 1,438 10 Aufgabe 2/5 2 4 2,7510 4 1 3 4 2 3 33

Aufgabe 2/6 Es gilt: 0 t 2s : 2s t 3s : 0 3s t 4s : 4s t 5s : 5s t 7s : 7s t 9s : 0 Der zeitliche Verlauf des Stroms: 10 10 510 1010 1010 510 5 0 2 4 6 8 5 10 Aufgabe 2/7 a U A0 U AB U B0 φ A φ B φ B φ 0 φ A φ 0 U AB U A0 U B0 φ A φ 0 φ B φ 0 φ A φ B U B0 U A0 U AB φ A φ 0 φ A φ B φ B φ 0 U A0 φ A φ 0 U AB φ A φ B U B0 φ B φ 0 b U AB U A0 U B0 U A0 φ A φ 0 U B0 φ B φ 0 U AB φ A φ 0 φ B φ 0 φ A φ B 34

c U AB U A0 U 0B U A0 φ A φ 0 U 0B φ 0 φ B U AB φ A φ 0 φ 0 φ B φ A φ B d U AB φ A φ B U A0 φ A φ 0 φ A U A0 φ 0 U B0 φ B φ 0 φ B U B0 φ 0 U AB U A0 φ 0 U B0 φ 0 U AB U A0 U B0 e Wenn die Spannungen über den Widerständen bekannt sind, kann man die Potentiale in den Knotenpunkten angeben. Der Bezugspunkt ist frei wählbar. Wir wählen A als Bezugspunkt. U AB φ A0 φ B0 U AB φ A0 8,8V U CB φ C0 φ B0 φ C0 U CB φ B0 16V 8,8V 7,2V U EA φ E0 φ A0 φ E0 U EA φ A0 0,8V U DE φ D0 φ E0 φ D0 U DE P E0 10V 0,8V 9,2V U DC φ D0 φ C0 9,2V 7,2V 2V 35

Lösung zu Übung 3 Aufgabe 3/1 a) 7 Ω b) c) d) Aufgabe 3/2 a) d) Ω b) e) c) 10 Aufgabe 3/3 a) 2 Ω b) 5 d) 5 e) 0 0 c), da f) 36

Aufgabe 3/4 a) Ω d) 5 b) e) 2 Ω 5 0, 0 c), da, f) 3 Ω, da Aufgabe 3/5 mit 0 2 4 Aufgabe 3/6 1 5 2 2 2 3,5 60 4,75 Ω Aufgabe 3/7 7 9 Ω, 4 5 9 20 3 3 9 14 37

Aufgabe 3/8 5, 5 3 5 9 20 3 Aufgabe 3/9 a) b) 0 3 c) Ω 3, 2 3, 2 38

Lösung zu Übung 4 Aufgabe 4/1 Vollausschlagspannung 240 16, 8 30 Ω 22 1,44 1,92 3,84 Aufgabe 4/2 1. Möglichkeit (Spannungsmessgerät) 50 2,4 Ω 600 Ω 39

2. Möglichkeit (Strommessgerät) 60 400 Ω 50 1,2 Ω Aufgabe 4/3 60 Ω 50 Strommesser zeigt die Hälfte des Stromausschlags 0 380 6.150 0 15,5 Ω Aufgabe 4/4 1. Messung: (1) 2. Messung: (2) 1 2 40

Lösung zu Übung 5 Aufgabe 5/1 Kurzschluss von U q2 :,, 1 Kurzschluss von U q1 : 1,5 Überlagerung der Teilströme: 1,5 1 0,5 Aufgabe 5/2 Kurzschluss von U q : Leerlauf von I q : Überlagerung der Teilströme:, 5 Aufgabe 5/3 Kurzschluss von U A und U C 8 Kurzschluss von U A, Leerlauf von I B 6 4 Kurzschluss von U C, Leerlauf von I B 6 4 Überlagerung der Teilströme 8 4 1 5 41

Aufgabe 5/4 Kurzschluss von U A Leerlauf von I B Überlagerung der Teilströme 2 7 Aufgabe 5/5 Kurzschluss der Spannungsquelle 10 Leerlauf der Stromquelle 10 10, Ω, 40 42

Lösung zu Übung 6 Aufgabe 6/1 Lösungen über Spannungsquellenersatzschaltung Leerlaufspannung: (Maschensatz) Innenwiderstand: Lastwiderstand: Strom durch Lastwiderstand: Spannungsabfälle über U 5 und U 6 :, Aufgabe 6/2 Leerlaufspannung: 2 Ersatzwiderstand: 275 Ω Aufgabe 6/3 Kurzschluss von U q2 und U q3 0,39 0,26 Kurzschluss von U q1 und U q2 0,38 0,42 0,16 43

Kurzschluss von U q1 und U q2 0,6 Überlagerung der Teilströme: 1,01 Ersatzinnenwiderstand: 3,71 Ω Leerlaufspannung: 3,74 Spannungsabfall über R a : 2,86 Gesamtstrom: 0,24 Aufgabe 6/4 Leerlaufspannung Ersatzinnenwiderstand,, Strom durch R 4 : Aufgabe 6/5 Widerstand R 5 herausnehmen: Überlegung: Stromquellenersatzschaltung ist ungeeignet, da Kurzschluss Spannungsquellenersatzschaltung: verhält sich wie abgeglichene Brücke, da Leerlauf Leerlaufspannung U L 0 (Maschensatz), (sehr kompliziert) mit und 44

, Aufgabe 6/6 Innenwiderstand: Leerlaufspannung: 50 Ω (Knotensatz) (Knotensatz) (U A ausschalten) (Überlagerung) 24, 0,48 Aufgabe 6/7 Leerlaufspannung durch Maschenumlauf über äußere Masche I 1, I 2 aus Überlagerungssatz 1. I B und U C ausschalten: Es fließt kein Strom. 2. I B und U A ausschalten: Es fließt kein Strom. 3. U A und U C ausschalten: 114 Innenwiderstand: 3,2 Ω 45

Lösung zu Übung 7 Aufgabe 7/1 In R 3 gleiche Leistung umsetzen wie in R 7 P 3 = P 7 oder Lösung über Stromteiler oder Spannungsteiler 4 100 Ω 4 oder 100 Ω Aufgabe 7/2 Berechnung der Teilspannungen aus 20 125 44,49 101,11 30 83,33 20 83,33 20 50 60 60 die kleinste zulässige Spannung darf nicht überschritten werden U AB = 50 V Aufgabe 7/3 1. Schritt: Innenwiderstand der Lampe bei Nennbetrieb 57,6 Ω 2. Schritt: Spannungsteiler 24,33 Ω mit 0 3. Schritt: Berechnen von R 1, I 1, I 2 25,67 Ω 0,9861 1,402 46