Unterrichtseinheit 48!! 1
INHALTSVERZEICHNIS 8.5 Übung: "Die Kreise" - Teil 2 S. 3 8.6 Tricks: Bezugspunkte mit dem Körper S. 7!! 2
3. Niveau Das Video ansehen Frage: Sie stellen dem Patienten folgende Frage: "WELCHEN Kreis zeichne ich und auf welcher Ebene?" Kurzum: Auf diesem dritten Niveau muss der Patient acht Kreise erkennen. Sie können auf zwei Ebenen positioniert werden (senkrecht und waagerecht). Varianten: acht Kreise und zwei Ebenen Durchführung: Sie werden den Patienten auf die Handlung vorbereiten und zwar darauf, dass Sie gleich mit seiner Hand Kreise in der Luft zeichnen werden und dass die Kreise senkrecht oder waagerecht postiert sein können. Nachdem Sie ihn auf seine Aufgabe vorbereitet haben, benutzen Sie den Griff, den ich vorher erklärt habe, um die obere Extremität des Patienten zu halten und fangen an, die Kreise mit der Armbewegung zu zeichnen. Bitte achten Sie darauf: Wenn die Kreisebene senkrecht ist, muss die Bewegung hauptsächlich durch das Schultergelenk erfolgen, wenn die Kreisebene waagerecht ist, muss die Bewegung mit den Ellenbogen und der Schulter ausgeführt werden. Jetzt muss der Patient erkennen, welcher Kreis gezeichnet worden ist und auf welcher Ebene. Er soll einfach die Nummer des Kreises nennen. Der Patient kann die Nummer des Kreises, den er wahrgenommen hat, nennen und die Ebene auf dem Blatt zeigen. Auf diesem Niveau benutzen Sie das Blatt mit acht Kreisen.!! 3
4. Niveau Frage: Sie stellen dem Patienten folgende Frage: "WELCHEN Kreis möchtest du spüren und auf welcher Ebene?" Kurzum: Auf diesem vierten Niveau muss der Patient sagen, welchen Kreis er erkennen möchte und auf welcher Ebene. Sie entscheiden dann, ob Sie seinen Wunsch mit diesem Kreis erfüllen oder einen anderen Kreis benutzen. Varianten: acht Kreise und zwei Ebenen Durchführung: Der Patient wählt den Kreis, den er spüren möchte, und die Durchführungsebene. Sie entscheiden dann, ob Sie seinen Wunsch mit dem Kreis erfüllen oder einen anderen Kreis benutzen. Die Durchführung der Bewegung erfolgt so, wie es auf dem vorherigen Niveau beschrieben wurde. Jetzt muss der Patient erkennen, ob die Bewegung, die mit seinem Arm gemacht worden ist, dem von ihm gewünschten Kreis entspricht oder nicht. Wenn die Antwort richtig ist: Wenn der Patient seinen Kreis erkennt, werden Sie es ihm sagen und ihn loben. Wenn er erkennt, dass es sich nicht um den von ihm gewählten Kreis handelt, muss er sagen, welcher es stattdessen ist. Wenn die Antwort falsch ist: Der Fehler wird so bearbeitet, wie Sie es von den anderen Übungen kennen: Sie lassen den Patienten den falschen und den richtigen Kreis spüren und die jeweiligen Gefühle miteinander vergleichen.!! 4
5. Niveau Frage: Sie stellen dem Patienten folgende Frage: "WELCHEN Kreis möchtest du links spüren? Vergleiche ihn mit dem rechts." Kurzum: Auf diesem fünften Niveau muss der Patient einen Kreis wählen, den er mit dem linken Arm spüren möchte. Sie lassen ihn ihn erspüren und dann "zeichnen" Sie einen Kreis mit seinem rechten Arm auf einer beliebigen Ebene. Der Patient muss erkennen, ob es sich um den gleichen Kreis handelt, den er links gespürt hat, oder nicht. Varianten: acht Kreise und zwei Ebenen Durchführung: Der Patient wählt den Kreis, den er spüren möchte, und die Durchführungsebene. Sie lassen ihn den Kreis mit dem linken Arm spüren. Sie animieren ihn dazu, sich an dieses Gefühl zu erinnern, weil er dann erkennen muss, ob er den gleichen Kreis auch rechts spürt oder nicht. Nachdem Sie ihn auf seine Aufgabe vorbereitet haben, "zeichnen" Sie mit seinem linken Arm den von ihm gewählten Kreis "nach" und fordern ihn dazu auf, sich dieses Gefühl auch rechts vorzustellen. Das ist ein wichtiges Moment, auch wenn es so aussieht, als ob nichts passieren würde. In diesem Moment bereitet der Patient die "Bewegung" des rechten Arms vor, und zwar basierend auf dem Modell des linken Arms. Der linke Arm übermittelt ihm ein Gefühl, das dem seines rechten Arms vor der Läsion ähnelt. Jetzt können Sie die kreisende Bewegung mit dem rechten Arm des Patienten durchführen. Sie können denselben Kreis wählen oder einen anderen. Diese Modalität ermöglicht es dem Patienten, ein besseres Gespür für seine Extremität zu entwickeln, und zwar durch den Vergleich mit dem linken Arm. Der Patient muss dann erkennen, ob der Kreis, den er rechts gespürt hat, derselbe Kreis ist, den er links gespürt hatte. Bitte beachten Sie: Wenn Sie wollen, dass der Patient einen guten Vergleich ziehen kann zwischen dem, was er rechts und links spürt, dann müssen Sie die Bewegungen auch mit der gleichen Dynamik durchführen. Ich meine damit die Richtung der Bewegung. Wenn die Bewegung mit dem linken Arm gegen den Uhrzeigersinn verläuft - das heißt, der Arm geht zuerst nach innen, dann nach oben, nach außen und wieder nach unten -, dann muss die Bewegung mit dem rechten Arm die gleichen Eigenschaften haben, das heißt, im Uhrzeigersinn verlaufen: Der Arm geht zuerst nach innen, dann nach oben, nach außen und wieder nach unten.!! 5
8.6 TRICKS UND KNIFFE Bezugspunkte mit dem Körper Das Video ansehen Die Tricks, die ich Ihnen verrate, zielen darauf ab, Ihre Arbeit sorgfältiger und professioneller machen zu können. Dieser Trick hier wird die Übung zum taktilen Erkennen der Oberflächen noch effizienter machen. Die Finesse darin ist, die Oberfläche nicht nach ihrer Farbe zu benennen. Wir werden also vermeiden, die Oberfläche beispielsweise als "Die Rote" oder "Die Graue" zu bezeichnen. Der Grund dafür ist, dass die taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten nach einem Schlaganfall ausfallen, während die visuellen oft erhalten bleiben und die Oberhand gewinnen. Wir müssen dem Patienten dabei helfen, seine taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten wiederherzustellen und das erreichen wir, indem er die Oberflächen nicht durch die Farbe erkennt, sondern anhand ihrer taktilen Eigenschaften. Deswegen sollten wir sie danach benennen: "Die Raue", "Die Weiche"... Diese Denkweise sollten Sie auch bei den anderen Übungen im Hinterkopf behalten, weil sie sich in verschiedenen Situationen anwenden lässt, um Ihre Arbeit effektiver zu machen.!! 6
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