Resultate Fragebogen an Klienten 40+

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Transkript:

+ Resultate Fragebogen an Klienten 40+

+ 1. Teilnehmerstatistiken 43 LU 74 Männer VS 23 Frauen Durchschnittsalter: 51.3 (min. 35 max. 69) 22 CH 97 7 DE CH: 53.5 DE: 45 25 NL NL: 58.7 LU: 46.9

1. Kontakt mit Drogen durch: + 1. Teilnehmerstatistiken Zivilstand Ledig (alleinlebend) 50 Freunde (63.3%) In einer Beziehung 17 Neugier (8.9%) Geschieden 22 Kinder 35 Andere 4 = Witwer 2 = Verheiratet Partner (6.7%) Andere (14.4%)

+ 2. Konsum Durchschnittlicher Konsum seit 29 Jahren (zwischen 4.5 und 46 Jahren) CH: 32.7 NL: 33 DE: 20 LU: 26.1

+ 2. Konsum Über 80% konsumieren aktuell (79 von 97) Täglich Wöchentlich Selten Nie Alkohol 13 9 30 27 Cannabis 11 12 23 32 Extasy 0 0 2 91 Kokain 21 5 15 39 Heroin 19 17 7 36 Benzodiazepin 14 8 7 45

+ 3. Soziale Situation - Wohnsituation & Einkommen Aktuelle Wohnsituation (2 Enthaltungen): Straße Obdachlosen -wohnheim Betreutes Wohnen Zimmer Eigene Wohnung Altersheim 7 2 41 5 37 3 Einkommen: Keines Sozialhilfe Invalidenrente Arbeit ABM Rente 5 58 28 6 11 1

+ 3. Soziale Situation - Gesundheit Physisch fühlen sich: 47 Teilnehmer nicht gut/schlecht und klagen über diverse Schmerzen (29), Leberprobleme (13), HIV (3) und andere Probleme (31) 48 Teilnehmer gut 2 Teilnehmer sehr gut Psychisch fühlen sich: 41 Teilnehmer nicht gut/schlecht und sind oft deprimiert (7), vergessen viel (6), sind allein (4), antriebslos (4) oder klagen über andere Probleme (12) 56 Teilnehmer gut, davon sprechen 8 von guten und schlechten Tagen

+ 3. Soziale Situation - Einschränkungen 63% erleben Einschränkungen im Alltag bedingt durch ihre körperlichen und psychischen Probleme, z.b.: Bei administrativen Tätigkeiten (18) Bei der Hausarbeit (z.b. Putzen und Waschen) (6) Beim Essen (3) Bei allen vorher genannten Tätigkeiten (10)

+ 3. Soziale Situation soziales Umfeld 62 Teilnehmer (64%) haben Kontakte professioneller Natur außerhalb der am Fragebogen teilnehmenden Organisationen 73 Teilnehmer (75%) haben Kontakte nicht professioneller Natur mit denen sie sich regelmäßig unterhalten

Kontakt Familie Kontakt Freunde + 3. Soziale Situation soziales Umfeld 22 keiner 22 nicht gut 45 gut 3 ganz gut 22 keiner 10 nicht gut 57 gut 3 sehr gut

+ 4. Psychische Störungen Ja % Depression 45 46.3 % Angststörung 17 17.5 % Persönlichkeitsstörung 8 8.2 % Psychose 4 4.1 % Andere 10 = ADHS 9 = Gedächtnisstörung 1 = Legasthenie 1 = kognitive Störung 1 = Demenz 10.3 % 9.3 % 1 % 1 % 1 %

+ 5. In 10 Jahren - Wünsche und Hoffnungen Was wollen die Teilnehmer in 10 Jahren? Clean sein (14), gesund sein (5) und noch leben (9) Arbeit (27) Zeit mit anderen verbringen (Familie, Freunden, Partner) (28) Bewusst Leben und Leben genießen (Sport, Hobby, Reisen, andere) (46) Keine Gedanken gemacht (34) Stabile Wohnsituation (63%) bzw. auswandern (7.2%) Restlichen Teilnehmer (29.8%) wollen entweder in einer WG wohnen, in einem Altersheim oder haben noch keine Ahnung 8 denken sie sind in 10 Jahren tot

+ 5. In 10 Jahren - Älter werden & Gesundheit Wie denken die Teilnehmer darüber, dass sie älter werden? Gehört zum Leben, kein Problem damit (36) Unwohl, Angst (32) Keine Gedanken gemacht (29) Wie sehen die Teilnehmer ihre Gesundheit in 10 Jahren? Gut (13) Besser (15) Schlechter (19) Wie jetzt (12) Noch keine Gedanken gemacht (29) Probleme genannt (9): Lungenprobleme (3), Arthrose (2), Leberprobleme (4)

+ 5. In 10 Jahren - Familie & Freunde Beziehung Familie: 54: keine Veränderung 14: besser 7: schlechter 9 keine Ahnung, 5 keine und 4 keine Antwort Beziehung Freunde: 43: keine Veränderung 13: besser 18: schlechter 6: neue Freunde suchen (außerhalb der Szene) 11 keine Ahnung und 6 keine Antwort

+ 5. In 10 Jahren - Erwartungen an Regierung & Gesellschaft Sozialbereich: Mehr Kosten übernehmen Cannabis legalisieren Krankenversicherung Sozialhilfe Bessere und mehr Fachkräfte Weiterhin Hilfe erhalten bzw. Hilfe wenn sie nötig wird Wohnsituation: Erwartungen Bessere Wohnsituationen Bessere Chancen auf Wohnungsmarkt Altersheim für DA Gesellschaft: Toleranz, Solidarität, Unterstützung, Akzeptanz Aufklärung Schritt auf DA zu Nicht Augen verschließen 42% meinten: Keine Ahnung Es ist gut so wie es ist Nichts Schnell vieles ändern Keine Antwort

+ 6. Abschließende Bemerkungen 1. Resultate mit Vorsicht zu genießen Mehrzahl der Antworten sind nur eine Momentaufnahme und spiegeln subjektive Auffassung der Teilnehmer wieder Realität 2. Was auffällt: viele Teilnehmer haben sich noch keine Gedanken darüber gemacht, was in 10 Jahren sein wird Angst, Unwohlsein, Vermeidung, Ausweichen? 3. Resonanz in Luxemburg = sehr positiv, Teilnehmer waren sehr motiviert und überzeugt vom Projekt

+ Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen?