Beobachtungsitem oder Kommentar



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Beobachtungsindikatoren zum Schulischen Standortgespräch (BISS) im ICF-CY Lebens- und Erfahrungsbereich: Lernen und Wissensanwendung - Mathematisches Lernen Ein Entwicklungsprojekt des Forschungszentrums Inklusion und Gesundheit in der Schule (PHZH) innerhalb des Aktionsforschungsprojekt ISD (Interdisziplinäre Schülerdokumentation) Schuljahr 2013/14 bis 2015/16 Version 7 - August 2015: Fachbereich Sonderpädagogik (André Kunz, Reto Luder) & Fachbereich Mathematik (Margret Schmassmann) Mathematischer Basisstoff Kategorie I Mathematischer Basisstoff Kategorie II Mathematischer Basisstoff Kategorie III Beobachtungsitem oder Kommentar 1 Zahlbegriff Pränumerischer Bereich 1-1-Zuordnung Objekt-Objekt Das Kind ordnet Objekte eineindeutig einander zu Zahlwortreihe(-folge) Objekte zählen Mengenvergleich Klassifikation Seriation Seriation vorwärts flexibel rückwärts 1-1-Zuordnung Zahlwort-Objekt Das Kind ordnet Objekte je eineindeutig einander zu (1-1-Zuordnung) und erfasst dabei Unterschiede in der Anzahl Das Kind sortiert Gegenstände (Objekte) nach unterschiedlichen Merkmalen (Kriterien): z.b. Farben, Formen, Verwendungszweck, etc. Das Kind bringt Objekte in eine Reihenfolge (Reihenbildung z.b. durch: grösser-kleiner, kürzerlänger, etc.) Das Kind bringt Handlungen, Bilder etc. in eine Reihenfolge (Reihenbildung z.b. durch: Bildergeschichten, Handlungsabläufe, etc.) Das Kind zählt in (Einer- und anderen) Schritten vorwärts, beginnend bei 1 Das Kind zählt von einer beliebigen Startzahl aus in (Einer- und anderen) Schritten vorwärts Das Kind zählt in (Einer- und anderen) Schritten rückwärts Das Kind ordnet einem Objekt je eineindeutig ein Zahlwort in fixer Reihenfolge zu. Verweise auf didaktische Materialien zur Unterstützung der Verständnisses Konstruktionsmaterial Konstruktionsmaterial Konstruktionsmaterial Konstruktionsmaterial Konstruktionsmaterial, Bildmaterial Zahlenreihen Zahlenreihen Zahlenreihen (Plättchen) Seite 1

kardinales Verständnis Das Kind erkennt, dass das letzgenannte Zahlwort die Gesamtanzahl bezeichnet und dass die Anzahl unabhängig von der Zählreihenfolge ist Konstruktionsmaterial, 20-er Feld, Wendepunkte (Plättchen) Anzahl erfassen Zahl- und Anzahlbeziehungen Simultanerfassung strukturierte Erfassung (quasisimultan) strukturierte Erfassung (quasisimultan) strukturierte Erfassung Anzahlen vergleichen das Ganze und seine Teile Das Kind erfasst eine unstrukturierte Anzahl bis max. 4 Elemente auf einen Blick Das Kind erfasst quasi-simultan Punktmengen z.b. am Feld (10-er) Das Kind erfasst vorstrukturierte Anzahlen (z.b. 7 = 4+3, Würfelbilder) Das Kind erfasst Punktmengen am Feld (20-er, 100- er, 1000-er) unter Nutzung der 5-er und 10-er- Struktur Das Kind vergleicht Mengen quantitativ (Mengenvergleich) durch Zahlen Das Kind zerlegt eine Anzahl (das Ganze) in Teile Wendepunkte (Plättchen) 10-er Feld, Wendepunkte (Plättchen) Wendepunkte (Plättchen) Punktefelder (Plättchen) (Plättchen), Punktefelder 2 Dezimalsystem, Zahlenräume Anzahl erfassen (kardinal) strukturierte Erfassung von Anzahlen im Hunderter-, Tausenderrraum Das Kind kann Anzahlen auf Punktefeldern (100-er, 1000-er) darstellen und festellen. Punktefelder (100-er, 1000-er) Bündeln und Entbündeln Bündeln von Objekten Entbündeln von Objekten Entbündeln (Subtraktion von Stufenzahlen) Das Kind bündelt jeweils 10 Objekte/Einheiten und tauscht sie in die nächst grössere Einheit um Das Kind löst jeweils ein Bündel von 10 Objekte/Einheiten in die nächst kleinere Einheit auf Das Kind unterschreitet Stufenzahlen (z.b. 10-1, 1000-100, 10000-100, etc.) beliebige Objekte, Material zum Dezimalsystem (z.b. Holzplatten und - Würfel), Punktefelder beliebige Objekte, Material zum Dezimalsystem (z.b. Holzplatten, -stäbe und - würfel), Punktefelder Rechenstrich, Zahlenstrahl mit Markierungen, aber ohne eingetragene Zahlen (ausser 0 und z.b. 100 oder 1000) Seite 2

Zahlaufbau, Stellenwert Zahl in Stellenwerte aufschlüsseln Das Kind benennt den Wert, den eine Ziffer an einer bestimmten Stelle innerhalb einer Zahl repräsentiert Stellenwertkarten, eintragen in die Stellenwerttafel unter Nutzung der Dreier- bzw. Sechsergruppierung Ganze und Dezimalzahlen stellengerecht notieren Das Kind trägt Anzahlen von Einheiten (z.b. 7 T, 12 H, 3 Z, 14 E bzw. 1 Einer, 15 Zehntel) stellengerecht ein, indem es bündelt, wo es nötig ist Stellenwertkarten, Wortkarten (ein - neun, zehn - neunzig, etc.) Zahlschreibweise Zahlen lesen Das Kind liest (grosse) Zahlen korrekt Stellenwertkarten, Wortkarten (ein - neun, zehn - neunzig, etc.) Zahlen schreiben Das Kind schreibt (grosse) Zahlen korrekt gemäss gesprochnener Vorgabe Stellenwertkarten, Wortkarten (ein - neun, zehn - neunzig, etc.) Zahl positionieren Das Kind findet den Platz einer Zahl oder zu einem Zahlenstrahl, Hunderterertafel, Platz die passende Zahl Tausendertafel, Zahlenfolge (ordinal) Zahlen vergleichen und ordnen Das Kind ordnet mehrere Zahlen der Grösse nach Zahlenstrahl Zahlen der Grösse nach Das Kind ordnet eine Zahl in eine bestehende einordnen Anordnung ein Zahlenstrahl Nachbareinheiten benennen Das Kind benennt die Nachbareinheiten (Nachbarzehner, - hunderter-, -tausender bzw. Zahlenstrahl Nachbareiner, -zehntel-, hunderstel etc.) Das Kind gibt eine Zahl zwischen zwei Eine Zahl zwischen 2 Zehnerzahlen, zwei Hunderterzahlen usw. an. (Eine Nachbareinheiten angeben Zahl zwischen 30 und 40 ist z.b. 37) Zahlenstrahl Grössen Runden Das Kind versteht den Sinn von genauen und gerundeten (ungefähren) Angaben im Umgang mit Zahlenstrahl Zahlen und Grössen Runden Das Kind rundet Zahlen auf vorgegebene Einheiten genau (Voraussetzung: Kenntnis der Nachbareinheiten und der Rundungsregel) Zahlenstrahl 3 Operationen Verdoppeln und Halbieren Verständnis (VOR dem Automatisieren) Verständnis (VOR dem Automatisieren) Das Kind stellt das Doppelte und die Hälfte mit beliebigem und mit didaktischem Material dar und (er)findet passende Rechengeschichten Das Kind versteht, dass das Doppelte nicht die hinzugefügte Anzahl ist, sondern das "Ganze" und dass Halbieren bedeutet, das Ganze in zwei gleich grosse Teile zu zerlegen. Es stellt dies mit Zahl- und Operationszeichen dar: z.b. 3 + 3 = 6, 80 = 40 + 40 (Plättchen), Zwanzigerfeld, (Plättchen), Zwanzigerfeld, Seite 3

Einspluseins, Einsminuseins Addition und Subtraktion Ergänzen Zahlmuster erkennen und nutzen Transfer in grössere Zahlenräume Verständnis (VOR dem Automatisieren) Transfer von Einspluseins, Einsminuseins in grössere Zahlenräume mittels Rechenstrategien (-wegen) Verständnis Verständnis Das Kindprotokolliert Denkschritte und Abläufe. Es erkennt und nutzt Zahlbeziehungen z.b. 3 + 3 = 6 --> 8 + 8 = 16 (weil 8 = 5 + 3) Das Kind erkennt, dass Ergebnisse von Verdopplungen immer gerade Zahlen sind. Wird eine Nachbarzahl verdoppelt, so erhöht oder vermindert sich das Ergebnis um 2 (z.b. 3 + 3 = 6, 4 + 4 = 8) Das Kind überträgt das Verdoppeln und Halbieren im Zahlenraum bis 20 auf grössere Zahlenräume (100- er, 1000-er und darüberhinaus) Das Kind stellt Additionen und Subtraktionen mit beliebigem und mit didaktischem Material dar und übersetzt dies in die symbolische Schreibweise sowie umgekehrt. Es (er)findet passende Rechengeschichten. Das Kind führt Denkschritte und Abläufe unter Nutzung von Zahl- und Operationsbeziehungen aus., d.h. es leitet beliebige Plus- und Minusrechnungen aus Schlüsselaufgaben (z.b. Verdoppeln, n ± 1, n ± 5) und über Nachbar-, Tausch- und Umkehraufgaben ab und notiert dies, wie z.b. 3 + 3 = 6 --> 3 + 4 = 7, 8 + 9 = 8 + 10-1 Das Kind erkennt das Muster von Aufgabenserien (strukturierte Übungen, operative Päckchen), setzt es fort und nutzt es für das Lösen: z.b. 3 + 5, 3 + 6, 3 + 7... Das Kind überträgt das Addieren und Subtrahieren im Zahlenraum bis 20 auf grössere Zahlenräume (100-er, 1000-er und darüberhinaus) Das Kind stellt Ergänzungen mit beliebigem und mit didaktischem Materia und bildhaft dar und übersetzt dies in die symbolische Schreibweise sowie umgekehrt. Es (er)findet passende Rechengeschichten Das Kind versteht Ergänzen im Zusammenhang mit der Ganzes-Teil-Beziehung (z.b. 5 Plättchen, 2 sind rot, wieviele sind blau?) bzw. mit dem Abstand zwischen zwei Zahlen auf dem Rechenstrich (Abstand zwischen 2 und 5) Punktefelder, DS-Material, Punktefelder, DS-Material, Punktefelder, DS-Material, (Plättchen), Zwanzigerfeld, DS- Material Zwanzigerfeld, DS-Material, 1+1-Tafel Zwanzigerfeld, DS-Material, 1+1-Tafel Punktefelder, DS-Material, Rechenstrich, Stellentafel, Notieren der Rechenwege (halbschriftlich) (Plättchen), Zwanzigerfeld,, DS-Material Zwanzigerfeld, Zahlenhäuser, Rechenstrich Seite 4

Einmaleins, Einsdurcheins Transfer in grössere Zahlenräume mittels Rechenstrategien (-wegen) Verständnis (VOR dem Automatisieren) Das Kind führt Denkschritte und Abläufe unter Nutzung von Zahl- und Operationsbeziehungen (Addieren, Subtrahieren) durch und notiert diese. Es bildet mit Zahlentripeln wie 2, 3, 5 Additionen, Subtraktionen und Ergänzungen Das Kind überträgt das Ergänzen im Zahlenraum bis 20 auf grössere Zahlenräume (100-er, 1000-er und darüberhinaus) Das Kind stellt Multiplikationen und Divisionen (verteilen und aufteilen) mit beliebigem und mit didaktischem Material dar und übersetzt dies in die symbolische Schreibweise sowie umgekehrt. Es (er)findet passende Rechengeschichten. Zwanzigerfeld, Zahlenhäuser, Rechenstrich insbesondere Rechenstrich, aber auch DS-Material (Plättchen), Zwanzigerfeld, DS- Material Das Kind führt Denkschritte und Abläufe unter Nutzung von Zahl- und Operationsbeziehungen ausf, d.h. es leitet beliebige Malrechnungen aus Schlüsselaufgaben (z.b. 1x, 2x, 10x, 5x) und über Nachbar-, Tausch- und Umkehraufgaben ab und notiert dies wie z.b. 5 3 = 15, 6 3= 18; 5 3=3 5 Punktefelder, Rechenstrich., 1x1-Tafel Transfer in grössere Zahlenräume mittels Rechenstrategien (-wegen) Das Kind erkennt das Muster von Aufgabenserien (strukturierte Übungen, operative Päckchen), setzt es fort und nutzt es für das Lösen: z.b. 3 + 5, 3 + 6, 3 + 7... Das Kind führt Multiplikationen von zwei- bis dreistelligen Zahlen mittels halbschriftlicher Strategien aus und notiert den Weg Das Kind überträgt Multiplikationen und Divisionen im Zahlenraum bis 100 auf grössere Zahlenräume (1000-er und darüberhinaus sowie Dezimalzahlen). Es versteht auf Grund der Zusammenhänge der dezimalen Einheiten, wie sich die Notation einer Zahl bei Multiplikation mit oder Division durch 10, 100,... verändert Punktefelder, DS-Material, 1x1- Tafel Punktefelder (400-er bzw. 600- erfeld), Malkreuz Punktefelder, Malwinkel, Stellenwerttafel Rechenverfahren schriftliche Addition Das Kind geht bei der schriftlichen Addition stellengerecht gemäss Konvention (von rechts nach links) vor und versteht die Bedeutung des Übertrags Häuschenpapier, DS-Material Seite 5

schrifltich Subtraktion Das Kind geht bei der schriftlichen Subtraktion stellengerecht gemäss Konvention (von rechts nach links) vor und versteht die Bedeutung des Übertrags Häuschenpapier, DS-Material 4 Grössen und Sachrechnen Grössenvorstellungen Masseinheiten schriftliche Multiplikation schriftliche Division alle Operationen alle Operationen Grössen vergleichen Referenzgrössen und Repäsentanten, (Stützpunktvorstellungen) Bezeichnungen der Einheiten für Länge Das Kind geht bei der schriftlichen Multiplikation stellengerecht vor und versteht den Ablauf und die Bedeutung des Einrückens Das Kind geht bei der schriftlichen Division stellengerecht vor und versteht den Ablauf (Bedeutung des Restes, des Herunternehmens der nächstkleineren Stelle usw.) Das Kind überschlägt das Ergebnis (siehe Überschlagen) und überprüft das errechnete Ergbnis. Es setzt den Taschenrechner (zur Kontrolle) ein Das Kind kann den Taschenrechner (zur Kontrolle) einsetzen Das Kind vergleicht Grössen direkt oder mitttels unkonventioneller (nicht standardisierter) Einheiten. Es versteht die Beziehung "Je grösser die Einheit desto weniger braucht man davon" Das Kind gibt Repräsentanten für standardisierte oder individuelle Referenzgrössen an. Am Beispiel der Längenmassebedeutet die z.b.:: die Breite eines Bettes ist der Repräsentant für die standardisierte Referenzgrösse 1m, der eigene Unterarm ist der Repräsentant für die individuelle Referenzgröss 50 cm Das Kind kennt die Bezeichnungen der Einheiten km, m, dm, cm, mm. Es versteht die Bedeutung der Vorsätze: kilo = 1000, dezi = 1/10, centi = 1/100, milli = 1/1000 und kennt die Beziehungen der Einheiten untereinander Häuschenpapier Häuschenpapier Häuschenpapier Taschenrechner (kompensatorisch oder zur Kontrolle) Einheiten gleicher Länge (z.b. Stäbe), gleich schwere Einheiten (z.b. Nägel), Kleiderbügelwaage, Quadrate gleicher Grösse, Gefässe gleichen Inhaltes und gleicher Form (z.b. Kaffeerahm-, Yoghurtbecher) diverse Grössen im Schulzimmer als Repräsentanten wählen, Plakat Referengrösse-Repräsentant herstellen Messgeräte wie Massband Seite 6

Bezeichnungen der Einheiten für Gewicht Das Kind kennt die Bezeichnungen der Einheiten t, kg, g, mg. Es versteht die Bedeutung der Vorsätze: kilo = 1000, dezi = 1/10, centi = 1/100, milli = 1/1000 und kennt die Beziehungen der Einheiten untereinander Messgeräte wie Waagen Bezeichnungen der Einheiten für Zeit Bezeichnungen der Einheiten für Fläche Bezeichnungen der Einheiten für Hohlmasse Messhandlungen Umrechnungen von Einheiten und Grössenangaben unter Nutzung der (dezimalen) Beziehungen Das Kind kennt die Bezeichnungen Stunde h, Minute min, Sekunde s und die Bedeutung der Vorsätze: Zehntelssekunde = 1/10 s, Hunderstelsekunde = 1/100 s, Tausendstelsekunde = 1/1000 s Das Kind kennt die Bezeichnungen der Einheiten m2, dm2, cm2, mm2 und die Beziehungen der Einheiten untereinander Das Kind kennt die Bezeichnungen der Einheitenhl, l, dl, cl, ml. Es versteht die Bedeutung der Vorsätze: hekto = 100, dezi = 1/10, centi = 1/100, milli = 1/1000 und kennt die Beziehungen der Einheiten untereinander Das Kind führt Messhandlungen mit den entsprechenden Messgeräten aus (z.b. Skalen ablesen, Uhrzeit ablesen, Flächen auslegen oder berechnen) Das Kind rechnet Grössenangaben in andere Einheiten (im Rahmen sinnvoller Genauigkeit) um: z.b.1km = 1000m, 1m = 0.001km, 7m = 0.007km. Es versteht die Beziehung: je grösser die Einheit, desto kleiner die Masszahl Rechengeschichten Das Kind erfindet zu Rechnungen Handlungssituationen Handlungssituationen Bilder, Darstellungen Das Kind übersetzt in Rechnungen Das Kind übersetzt Situationen in Rechnungen Das Kind übersetzt Rechnungen in Situationen Das Kind übersetzt Rechnungen in Bilder Messgeräte wie Uhren (analog, digital) Meterquadrate (Repräsentat für 1m2), Dezimeterquadrate, Häuschenpapier, Millimeterpapier Gefässe für Hohlmasse Messgeräte Umrechnungstabellen, Stellentafel für Grössen Gegenstände, Bilder, Gegenstände, Bilder, Gegenstände, Bilder und Darstellungen, Punktefelder, Gegenstände, Bilder und Darstellungen, Punktefelder, Gegenstände, Bilder und Darstellungen, Punktefelder, Seite 7

Textverständnis und Situationsverständnis Bilder, Darstellungen Wortschatz im Kontext Das Kind übersetzt Bilder in Rechnungen Das Kind fasst den Text in eigenen Worten, schriftlich oder mündlich zusammen. Es liest quantitative Angaben (Zahlen, Grössen) und räumliche Angaben sowie Angaben zu Veränderungen (z.b." hat sich vermehrt") heraus undintererpretiert sie passend zum Kontext (z.b. "vergrössern" kann je nach Kontext sowohl eine Addition wie auch eine Subtraktion bedeuten) Gegenstände, Bilder und Darstellungen, Punktefelder, Wortschatzplakat mit Beispielen zu bestimmten Sachkontexten Fragestellung Das Kind versteht die Fragestellung(en) oder kann eigene Fragen entwickeln Mathematisieren Sachsituation Das Kind übersetzt eine Sachsituation in eine adäquate mathematische Darstellung unter Nutzung von "Werkzeugen zur Bearbeitung" wie z.b. nachlegen, nachspielen/ zeichnen, skizzieren / verwenden oder erstellen von Listen und Tabellen und Diagrammen (s. auch Rechengeschichten) Punktefelder, Wendepunkte (Plättchen), Listen und Tabellen 5 Schätzen und Überschlagen Grössere Anzahlen schätzen Sachtexte Ergebnis überprüfen Gruppieren Raster auflegen Das Kind übersetzt einen Sachtext in eine adäquate mathematische Darstellung unter Nutzung von "Werkzeugen zur Bearbeitung" wie zb. nachlegen, nachspielen / zeichnen, skizzieren / verwenden oder erstellen von Listen und Tabellen (s. auch Rechengeschichten) Das Kind setzt die gefundenen Antworten zu den Fragen in Beziehung. Es interpretiert die Lösungen im Kontext der Aufgabe ("Kann das stimmen? "Macht die Lösung Sinn?") Das Kind zählt eine bestimmten Anzahl Elemente (z.b. 8, 10, 20) und bestimmt ungefähr, wie oft diese Gruppe von Elementen in der gesamten Anzahl enthalten ist. Es ermittelt damit die geschätzte Anzahl rechnerisch Das Kind legt ein Quadratraster auf das Bild, zählt die Elemente in einem Quadrat aus oder schätzt diese. Es ermittelt damit die geschätzte Anzahl rechnerisch Punktefelder, Wendepunkte (Plättchen), Listen und Tabellen Punktefelder, Wendepunkte (Plättchen), Listen und Tabellen Gegenstände, Abbildungen Quadratraster auf Transparentpapier Seite 8

Grössen schätzen Nutzung von Repräsentant und Referenzgrösse Das Kind vergleicht (in der Vorstellung) die zu schätzende Grösse mit dem standardisierten oder individuellen Repräsentanten und bestimmt wie oft der Repräsentant in der zu schätzenden Grösse enthalten ist. Es ermittelt damit die geschätzte Grösse (rechnerisch) Messgeräte wie Massband, Gefässe für Hohlmasse, Waagen usw., diverse zu messende Gegenstände Rechenergebnisse überschlagen Zahlen vereinfachen und damit Ergebnis ermitteln Das Kind vereinfacht Zahlen mit Blick auf die Rechenoperation so, dass das Überschlags- Ergebnis nicht zu weit vom Errechneten abweicht (z.b. 27 38 = 1026 vereinfachen zu 25 40 = 1000 oder zu 30 35 = 1050, aber nicht zu 30 40 = 1200) Zahlenstrahl, Rechenstrich, Stellenwerttabelle, Punktefelder wie 400-er oder 600-er, Malkreuz PHZH: Fachbereich Sonderpädagogik (André Kunz, Reto Luder) & Fachbereich Mathematik (Margret Schmassmann) andre.kunz@phzh.ch / margret.schmassmann@phzh.ch Download unter: http://www.phzh.ch/de/forschung/forschungsgruppen-zentren/zentrum-inklusion-und-gesundheit-in-der-schule/projekte/ Nutzbar innerhalb der ISD - Interdisziplinäre Schülerdokumentation: www.pulsmesser.ch/secure Seite 9