Kapitel 4: Controlling 4.1 Grundlagen 4 Kapitel 4.2 Planung und Kontrolle 4.3 Budgetierung g 4.4 Kennzahlen und Zielsysteme 208
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Kennzahlen DEFINITION Kennzahlen sind Zahlen, die einen schnellen und prägnanten Überblick über die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Sachverhalte geben. Basis Definition Zweck Kennzahlen bauen auf den kaufmännischen Basissystemen der Leistungsrechnung prozessnahen Systemen (wie etwa Betriebsdatenerfassungssystemen). fallweise erfassten Daten (eher als Ausnahme ) auf. Kennzahlen sind quantitative Daten, die als bewusste Verdichtung der komplexen Realität über zahlenmäßig erfassbare betriebswirtschaftliche Sachverhalte informieren sollen. Kennzahlen als Informationsinstrument: Für Entscheidungen relevante Daten Kennzahlen als Steuerungsinstrument: Verwendung der Kennzahlen als Ziele bzw. Zielvorgaben und als Basis für Kontrolle der Zielerreichung 209
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Kennzahlen in der Praxis In der Praxis werden Top-Manager standardmäßig mit einer großen Zahl an Kennzahlen konfrontiert (Quelle: Weber/Sandt, 2001) Dominanz der Finanzkennzahlen 210
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Beispiele für Kennzahlen (1/3) Finanzkennzahlen Return on Investment (ROI) [%] Deckungsbeitrag [ ] Kapitalumschlag Erfolg/Investiertes Kapital Umsatzerlöse variable Kosten Umsatz/Investiertes Kapital Markt- und Kundenkennzahlen Marktanteil Kostenüberwälzungsgrad [ ] Kundenakquisitionsrate [%] Umsatz/Umsatzvolumen Gesamtmarkt Preiserhöhung/Kostensteigerung Anzahl neuer Kunden/Anzahl alter Kunden 211
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Beispiele für Kennzahlen (2/3) Prozesskennzahlen Fehlerquote [%] Kapazitätsauslastung [%] Manufacturing Cycle Effectiveness Ausschuss der Periode/Produktionsmenge der Periode tatsächliche Maschinenlaufzeit/mögliche Maschinenlaufzeit Be- oder Verarbeitungszeit/Durchlaufzeit, (mit Durchlaufzeit = Be- oder Verarbeitungszeit + Prüfzeit + Transportzeit + Warte- oder Lagerungszeit) Mitarbeiterkennzahlen Krankenstand [%] Fluktuationsquote [%] Mitarbeiterproduktivität [ ]: Zahl krankheitsbedingter Ausfalltage/Jahresmenge Ausgeschiedene Mitarbeiter je Periode/durchschnittliche Mitarbeiterzahl Erfolg/durchschnittliche Mitarbeiterzahl 212
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Beispiele für Kennzahlen (3/3) Innovationskennzahlen Innovationsrate [%] Forschungsintensität [%] Vorschlagsquote Umsatz mit neu eingeführten Produkten/Gesamtumsatz Forschungs- und Entwicklungsaufwand/Umsatz Anzahl der Verbesserungsvorschläge/Mitarbeiterzahl 213
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Beispiel zu Kennzahlen GuV der Siemens AG Geschäftsjahresende 30. September 2008 und 2007 (in Mio. EUR, Ergebnis je Aktie in EUR) 2008 2007 Umsatz 77.327 72.448 Umsatzkosten 56.284 51.572 Bruttoergebnis vom Umsatz 21.043 20.876 Forschungs und Entwicklungskosten 3.784 3.399 Vertriebs und allgemeine Verwaltungskosten 13.586 12.103 Sonstige betriebliche Erträge 1.047 680 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.228 1.053 Ergebnis aus nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligungen 260 108 Finanzergebnis i 122 88 Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 2.874 5.101 Ertragsteuern 1.015 1.192 Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten 1.859 3.909 Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 4.027 129 Gewinn/Verlust (nach Steuern) 5.886 4.038 214
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Kennzahlen erleichtern die Führung, können aber auch mit negativen Wirkungen verbunden sein (Quelle: Weber/Schäffer, 2006) Vorteile Führungserleichterung durch Komplexitätsreduktion (zumeist) unmittelbare Verständlichkeit beim Informationsempfänger Positive Wirkung auf die Entscheidungsqualität und die Güte der Durchsetzung der Entscheidung erreichbar Nachteile Mögliche Überbetonung von Zahlen gegenüber qualitativen Größen Gefahr des opportunistischen Ausnutzens der Komplexitätsreduktion (Konzentration auf Kennzahlen zu Lasten nicht in Kennzahlen erfasster Aspekte) Einzelne Kennzahlen zur Beurteilung (komplexer) wirtschaftlicher Sachverhalte oft nicht aussagekräftig genug Verwendung mehrerer Kennzahlen Kennzahlensystem: mehrere miteinander in Beziehung stehende Kennzahlen 215
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Managementsystem der Balanced Scorecard (BSC): Konzept (Quellen: Horváth & Partner, 2000; siehe auch Kaplan/Norton,1996; Weber/Schäffer, 2006) Die Balanced Scorecard ist ein Konzept zur Implementierung der Unternehmensstrategie in den einzelnen Unternehmensbereichen. In der Balanced Scorecard werden die traditionellen finanziellen Kennzahlen durch nicht-finanzielle Kennzahlen ergänzt, um eine Vernachlässigung anderer wichtiger Perspektiven zu vermeiden. 216
4.4 Kennzahlen und Zielsysteme Managementsystem der Balanced Scorecard (BSC): Perspektiven (Quelle: in Anlehnung an Kaplan/Norton,1997) Finanzielle Perspektive Wie sollen wir gegenüber Teilhabern auftreten, um finanziell Erfolg zu haben? Ziele Kennzahlen Vorgaben Maßnahmen Kundenperspektive Wie sollen wir gegenüber unseren Kunden auftreten, um unsere Vision zu verwirklichen? Ziele Kennzahlen Vorgaben Maßnahmen Vision und Strategie Interne Geschäftsprozesse In welchen Geschäftsprozessen müssen wir die besten sein, um unsere Teilhaber und Kunden zu befriedigen? Ziele Kennzahlen Vorgaben Maßnahmen Wachstumsperspektive Wie können wir unsere Veränderungs- und Wachstumspotenziale fördern, um unsere Vision zu verwirklichen? Ziele Kennzahlen Vorgaben Maßnahmen 217
Teil 4: Investition & Finanzierung 218
Einführung Investition & Finanzierung Bilanz Schematischer Aufbau einer Bilanz Aktiva Passiva Mittelverwendung Investition Anlagevermögen Sachanlagen Beteiligungen an anderen Unternehmen Eigenkapital Aktien Gewinnrücklagen Mittelherkunft Finanzierung Umlaufvermögen Kasse Vorräte Forderungen Fremdkapital Kredite Verbindlichkeiten aus L&L 219
Kapitel 5: Investition 5.1 Grundlagen 5 Kapitel 5.2 Investitionsdaten 5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen 5.4 Qualitative Beurteilung von Investitionen 220
Kapitel 5: Investition 5.1 Grundlagen 5 Kapitel 5.2 Investitionsdaten 5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen 5.4 Qualitative Beurteilung von Investitionen 221
5.1 Grundlagen Was ist eine Investition? DEFINITION Unter einer Investition wird die Verwendung finanzieller Mittel für Güter verstanden, die der Erwirtschaftung finanzieller Mittel dienen. 222
5.1 Grundlagen Investitionsarten (1/2) Unterscheidung nach Objekt und Zielsetzung Realinvestition Objekt Finanzinvestition Immaterielle Invest. Investitionsarten 1/2 Errichtungsinvestition Erweiterungsinvest. Zielsetzung Ersatzinvestition Rationalisierungsinv. Sozial-/Sicherheitsinv. h it i 223
5.1 Grundlagen Investitionsarten (2/2) Unterscheidung nach Nutzungsdauer und Zeitpunkt 224
5.1 Grundlagen Investitionsentscheidungen (1/2) Vorgehen bei Investitionsentscheidungen (1/2) Investitionsanregung Ermittlung Inves- titionsalternativen Planen Ermittlung Investitionsdaten Investitionsauszahlung Nutzungsdauer Rückflüsse Liquidationserlös 225
5.1 Grundlagen Investitionsentscheidungen (2/2) Vorgehen bei Investitionsentscheidungen (2/2) Entscheiden Monetäre Beurteilung Qualitative Beurteilung Statische Investitionsrechnungen Dynamische Inves- titionsrechnungen Realisieren Durchführung der Investitionen Kontrollieren Festlegung Investitionsprogramm Investitionskontrolle 226
Kapitel 5: Investition 5.1 Grundlagen 5 Kapitel 5.2 Investitionsdaten 5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen 5.4 Qualitative Beurteilung von Investitionen 227
5.2 Investitionsdaten Ermittlung der Investitionsdaten Zahlungsreihe einer Investition Prämissen: 0 Investitionsauszahlung I 0 Nutzungsdauer bestimmbar Zinsen konstant Zahlungsströme Investitions- objekten zuordenbar Zeitpunkte und Höhe der Zahlungsströme bekannt Aufnahme und Anlage von Kapital zum selben Zinssatz Aus- und Einzahlungen Liquidationserlös L + Rückfluss Rückfluss Rückfluss 1. Jahr R 1 2. Jahr R 2 n. Jahr R n 1 2 Nutzungsjahre Begriffe: Die Nutzungsdauer einer Investition gibt an, über welchen Zeitraum mit Rückflüssen aus einer Investition gerechnet wird. Rückfluss R = Einzahlungen Auszahlungen Liquidationserlös: Einzahlungen aus dem Verkauf der Betriebsmittel nach Beendigung der Nutzung 228
5.2 Investitionsdaten Ermittlung der Investitionsdaten Veränderung der Zinszahlungen aufgrund der Finanzierung von Investitionen Aktiva Bilanz Passiva Anlagevermögen Eigenkapital Zinsen Fremdfinanzierte Investitionsauszahlung Innenfinanzierte Investitionsauszahlung Umlaufvermögen Zusätzliche Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Zinsen 229
5.2 Investitionsdaten Investitionsauszahlung DEFINITION Bei der Investitionsauszahlung beziehungsweise dem Kapitaleinsatz handelt es sich um alle Auszahlungen, die geleistet werden, um Betriebsmittel zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Beispiel: Investition im Bereich Produktion Türmodule Manuelle Montage durch Halb- oder Vollautomaten ersetzen Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestition 230
5.2 Investitionsdaten Investitionsauszahlung: Beispiel Investitionsanregung Ermittlung Inves- titionsalternativen Investitionsdaten Planen Investitionsauszahlung Ermittlung Investitionsdaten Nutzungsdauer Rückflüsse Liquidationserlös A Investitionsdaten 1/3 Halb- automat Voll- automat A1 Investitionsauszahlung I 0 650.000 1.000.000 A2 Nutzungsdauer n 5 Jahre 5 Jahre A3 Liquidationserlös L 5 150.000 200.000 231
5.2 Investitionsdaten Investitionsauszahlung: Beispiel A Investitionsdaten t 2/3 Ermittlung der durch die Investition verursachten Einzahlungen A4 Anzahl wegrationalisierter Mitarbeiter 3 5 A5 Lohn je Mitarbeiter je Jahr 50.000 50.000 A6 A7 A8 A9 Reduzierte Auszahlungen durch die Aufgabe des Betriebs alter Betriebsmittel (Ersatzinvestitionen) oder durch die Wegrationalisierung von Mitar- beitern je Jahr (Rationalisierungsinvestitionen) i i titi = A4 A5 Anzahl zusätzlich produzier- und absetzbarer Produkte Stückverkaufspreis je zusätzlich abgesetztem Produkt Einzahlungen durch zusätzlich abgesetzte Produkte je Jahr (Errichtungs-/Erweiterungsinves- titionen) = A7 A8 150.000 250.000 5.000 Stück 5.000 Stück 100 100 500.000 500.000 A10 (Einzahlungen durch Zinsen je Jahr) - - A11 (Reduzierte Auszahlungen für Steuern je Jahr) - - A12 Summe der Einzahlungen je Jahr 650.000 750.000 = A6 + A9 + A10 + A11 232
5.2 Investitionsdaten Investitionsauszahlung: Beispiel A Investitionsdaten 3/3 A7 A13 A14 Ermittlung der durch die Investition verursachten Auszahlungen Anzahl zusätzlich produzier- und absetzbarer Produkte Auszahlungen je zusätzlich produziertem Produkt (Material, Löhne,...) Auszahlungen durch zusätzlich produzierte Produkte je Jahr (Errichtungs-/Erweiterungsinvestitionen) = A7 A13 5.000 Stück 5.000 Stück 70 70 350.000 350.000 A15 Auszahlungen durch den Betrieb neuer Betriebs- 50.000 100.000 mittel je Jahr (Energie, Maschinenbedienung, Instandhaltung, Reparaturen, ) A16 (Auszahlungen für Zinsen je Jahr) - - A17 (Auszahlungen für Steuern je Jahr) - - A18 Summe der Auszahlungen je Jahr = A14 + A15 + A16 + A17 400.000 450.000 A19 Rückflüsse R je Jahr = A12 - A18 250.000 300.000 233
5.2 Investitionsdaten Zahlungsreihe B Zahlungsreihe Jahr Vollautomat Halbautomat B1 0. Jahr: Investitionsauszahlung I 0 = -A1-650.000-1.000.000 B2 1. Jahr: Rückfluss R 1 = A19 250.000 300.000 B3 2. Jahr: Rückfluss R 2 = A19 250.000 300.000 B4 3. Jahr: Rückfluss R 3 = A19 250.000 300.000 B5 4. Jahr: Rückfluss R 4 = A19 250.000 300.000 B6 5. Jahr: Rückfluss R 5 = A19 250.000 300.000 B7 5. Jahr: Liquidationserlös L 5 = A3 150.000 200.000 234
5.2 Investitionsdaten Beispiel Sollte die Investition in Halboder Vollautomaten getätigt werden? Entscheiden Monetäre Beurteilung Qualitative Beurteilung Statische Investitionsrechnungen Dynamische Investitionsrechnungen Festlegung g Investitionsprogramm Investitionsrechnung Realisieren Durchführung der Investitionen Kontrollieren Investitionskontrolle 235
Kapitel 5: Investition 5.1 Grundlagen 5 Kapitel 5.2 Investitionsdaten 5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen 5.4 Qualitative Beurteilung von Investitionen 236
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Investitionsrechnung DEFINITION Investitionsrechnungen sind Rechenverfahren zur Beurteilung der monetären Vorteilhaftigkeit von Investitionen. 237
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Verfahren der Investitionsrechnung (1/2) Statische Verfahren Übersicht Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Rentabilitätsver- gleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode Interne Zinsfuß- methode Dynamische Verfahren Annuitätenmethode 238
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Verfahren der Investitionsrechnung (2/2) Statische Verfahren Statische Verfahren Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Rentabilitätsver- gleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode Interne Zinsfuß- methode Dynamische Verfahren Annuitätenmethode 239
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Kostenvergleichsrechnung Wahlkriterien: Investition mit den niedrigsten Kosten Kosten Auszahlungen + Abschreibungen Total Cost of Ownership Statische Verfahren Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode Dynamische Verfahren Interne Zinsfußmethode Annuitäten- methode 240
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Kostenvergleichsrechnung Kostenvergleichsrechnung im Fallbeispiel C Kostenvergleichsrechnung g Halbautomat Vollautomat A1 Investitionsauszahlung I 0 650.000 1.000.000 A2 Nutzungsdauer n 5 Jahre 5 Jahre A3 Liquidationserlös L 5 150.000 200.000 A7 Anzahl zusätzlich produzier- und absetzbarer Produkte 5.000 Stück 5.000 Stück A18 Durchschnittliche Auszahlungen je Jahr 400.000 450.000 C1 Abschreibungen für die Automaten je Jahr = (A1 - A3) / A2 100.000 160.000 C2 Durchschnittliche Kosten je Jahr = A18 + C1 500.000 610.000 C3 Durchschnittliche Kosten je Stück = C2 / A7 100 122 C4 Kosten über die Nutzungsdauer = C2 A2 2.500.000 000 3.050.000 000 241
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Gewinnvergleichsrechnung Wahlkriterien: Investition mit dem höchsten Gewinn pro Periode Gewinn E Rückfluss R Abschreibungen = Einzahlungen Kosten Statische Verfahren Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode Dynamische Verfahren Interne Zinsfußmethode Annuitäten- methode 242
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Gewinnvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung im Fallbeispiel D Gewinnvergleichsrechnung Voll- automat Halbautomat A2 Nutzungsdauer n 5 Jahre 5 Jahre C1 Abschreibungen für die Automaten je Jahr 100.000 160.000 D1 Durchschnittlicher Rückfluss R je Jahr = (B2 + B3 + B4 + B5 + B6) / A2 250.000 300.000 D2 Durchschnittl. Gewinn E je Jahr = D1 - C1 150.000 140.000 243
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Rentabilitätsvergleichsrechnung Wahlkriterien: Investition mit der höchsten Rentabilität Return on Investment (ROI) [%]: ROI = Durchschnittlicher Gewinn E Investitionsauszahlung I 0 Statische Verfahren Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode Dynamische Verfahren Interne Zinsfußmethode Annuitäten- methode 244
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Rentabilitätsvergleichsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung im Fallbeispiel E Rentabilitätsvergleichsrechnung Voll- automat Halbautomat A1 Investitionsauszahlung I 0 650.000 1.000.000 D2 Durchschnittlicher Gewinn E je Jahr 150.000 140.000 E1 Return-on-Investment ROI = D2 / A1 23,1% 14,0% 245
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Statische Amortisationsrechnung Vorteilhaftigkeitskriterium Amortisationsdauer < Nutzungsdauer Investitionsauszahlung I Amortisationsdauer [Jahre] = 0 Durchschnittlicher Rückfluss R Kostenvergleichsrechnung Wahlkriterium Investition mit der kürzesten Amortisationsdauer Beurteilung Risiko Statische Verfahren Gewinnvergleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode Dynamische Verfahren Interne Zinsfußmethode Annuitäten- methode 246
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Statische Amortisationsrechnung Graphische Darstellung Aus- und Einzahlungen Amortisation im 4. Jahr (Nach 3,33 Jahren) Rückfluss R 4 300.000 Rückfluss R 3 300.000000 Rückfluss R 3 300.000000 Investitionsauszahlung I 0 1.000.000 0 Rückfluss R 1 300.000 Rückfluss R 2 300.000 Rückfluss R 1 300.000 Rückfluss R 2 300.000 Rückfluss R 1 300.000 1 2 3 Rückfluss R 2 300.000 Rückfluss R 1 300.000 Nutzungsjahre 247
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Statische Amortisationsrechnung Statische Amortisationsrechnung im Fallbeispiel F Statische Amortisationsrechnung Halbautomat Vollautomat A1 Investitionsauszahlung I 0 650.000 1.000.000 D1 Durchschnittlicher Rückfluss R je Jahr 250.000 300.000 F2 Amortisationsdauer = A1 / D1 2,6 Jahre 3,3 Jahre 248
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Verfahren der Investitionsrechnung Dynamische Verfahren Statische Verfahren Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Rentabilitätsver- gleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode Interne Zinsfuß- methode Dynamische Verfahren Annuitätenmethode 249
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Kapitalwertmethode Vorteilhaftigkeitskriterium Kapitalwert > Null C 0 R1 ( 1 r) 1 R2 ( 1 r) 2... Rn ( 1 r) n Ln ( 1 r) n I 0 C 0 : Kapitalwert zum Zeitpunkt 0 R i : Rückfluss in Periode i r: Kalkulationszinsfuß l i Statische Verfahren Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Amortisationsrechnung Wahlkriterium Investition mit dem höchsten Kapitalwert Dynamische Verfahren Kapitalwertmethode Interne Zinsfußmethode Annuitäten- methode 250
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Kapitalwertmethode Ermittlung des Kapitalwerts Kapitalwert C 0 261.419 Investitionsauszahlung I 0 1.000.000 Diskontier. Liquidat. + Rückfluss 5 310.460 Diskontier. Rückfluss 4 204.904 Diskontier. Rückfluss 3 225.394 Diskontier. Rückfluss 2 247.934 Diskontier. Rückfluss 1 272.727 0 Aus- und Einzahlungen Rückfluss R 1 300.000 Rückfluss R 2 300.000 Rückfluss R 3 300.000 1 2 3 4 Diskontierung mit r = 10% Rückfluss R 4 300.000 Liquidationserlös L 200.000 + Rückfluss R 5 300.000 Nutzungsjahre 251
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Kapitalwertmethode G Kapitalwertmethode Ermittlung des Kapitalwerts im Fallbeispiel Halb- Vollautomaautomat A1 Investitionsauszahlung I 0 650.000 1.000.000 p G1 Kalkulationszinsfuß r 10,0% 0% 10,0% 0% G2 1. Jahr: Diskontierter Rückfluss R 10 = B2 / (1 + G1) 1 227.273 272.727 G3 2. Jahr: Diskontierter Rückfluss R 20 206.612 247.934 = B3 / (1 + G1) 2 G4 3. Jahr: Diskontierter Rückfluss R 30 = B4 / (1 + G1) 3 187.829 225.394 G5 4. Jahr: Diskontierter t Rückfluss R 40 170.753753 204.904 = B5 / (1 + G1) 4 G6 5. Jahr: Diskontierter Rückfluss R 50 = B6 / (1 + G1) 5 155.230 186.276 G7 5. Jahr: Diskontierter Liquidationserlös L 50 = B7 / (1 + G1) 5 93.138 124.184 G8 Kapitalwert C 0 = G2 + G3 + G4 + G5 + G6 + G7 - A1 390.835 261.419 252
5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen Interne Zinsfußmethode und Annuitätenmethode Interne Zinsfußmethode: Wahlkriterium Investition mit dem höchsten internen Zinsfuß C01 ri r1 (r2 r1) C C 02 C 01 Kostenvergleichsrechnung Annuitätenmethode: Umrechnung Kapitalwert in jährliche Beträge Wahlkriterium Investition mit der höchsten Annuität Statische Verfahren Gewinnvergleichsrechnung Verfahren der Investitionsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Amortisationsrechnung Kapitalwertmethode AN C 0 n r (1 r) n (1 r) 1 Dynamische Verfahren Interne Zinsfußmethode Annuitäten- methode 253
Kapitel 5: Investition 5.1 Grundlagen 5 Kapitel 5.2 Investitionsdaten 5.3 Monetäre Beurteilung von Investitionen 5.4 Qualitative Beurteilung von Investitionen 254
5.4 Qualitative Beurteilung von Investitionen Qualitative Aspekte von Investitionsentscheidungen (1/2) Realisierungszeitraum Marktbezogene Kit Kriterieni Realisierbare Produktqualität Realsierbare Auftragsdurchlaufzeit Qualitative Kriterien zur Investitionsbeurteilung 1/2 Flexibilität Lebensdauer Technische Kriterien Störanfälligkeit Verfügbarkeit Serviceleistungen Umweltbelastung... 255
5.4 Qualitative Beurteilung von Investitionen Qualitative Aspekte von Investitionsentscheidungen (2/2) 256