D I P L. - K F M. J AN-C H R I S T O P H E R K L ING W I R T S C H A F T S P R Ü F E R & S T E U E R B E R A T E R L L. M. IN SOZIETÄT KLING HEUFELDER WIRTSCHAFTSPRÜFER RECHTSANWÄLTE STEUERBERATER Kaiserslautern Frankfurt am Main Berlin Ein Lichtblick im Datenwust - Das Factsheet des EI-QFM 1
Gliederung Ausgangslage und Motivation Zielsetzung des Factsheets Prozessdarstellung Ausgestaltung des Factsheets Anwendung des Factsheets Ausblick 2
Ausgangslage und Motivation Ausgangslage Pensionszusagen im Jahresabschluss Handelsrecht BilMoG Steuerrecht Internationales Recht Ermittlung durch Versicherungsmathematische Gutachten VM-Gutachten als ordnungsgemäße Bilanzunterlage 3
Ausgangslage Beispiel A. Anlagevermögen 200 A. Eigenkapital 100 B. Umlaufvermögen B. Rückstellungen I. Vorräte 900 I. Pensionen 750 II. Forderungen 700 II. Sonstige 50 III. Liquide Mittel 100 C. Verbindlichkeiten 1.000 1.900 1.900 = ca. 40 % der Bilanzsumme Verhältnis zum Eigenkapital 4
Ausgangslage und Motivation Ausgangslage Die Pensionsrückstellung ist oft die Rückstellungsart mit dem höchsten bilanziellen Wert auf der Passivseite der Bilanz. Es kommt deshalb bei der Bewertung darauf an, auf der Grundlage der Betriebsvereinbarung, des Tarifvertrages oder der schriftlichen Einzelzusage den zutreffenden Wertansatz zu ermitteln. Gehaltstrend, Rentenanpassungserwartungen und Fluktuationsannahmen für das Unternehmen bestimmen die Höhe der Rückstellung. Zitat von der Homepage eines Gutachters 5
Zielsetzung des Factsheets Unterschiedlicher Aufbau der VM-Gutachten Eingeschränkte Übersichtlichkeit Potentielle Fehlerquelle BilMoG-Umstellung Arbeitserleichterung Erkennen von Veränderungen 6
Zielsetzung des Factsheets Kein Fall der laufenden Buchhaltung Potentielle Fehlerquelle Nichtiger handelsrechtlicher Jahresabschluss Unzutreffende Darstellung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft Auswirkungen auf Jahresergebnis und Eigenkapital Auswirkungen bei Verkauf des Unternehmens Auswirkungen bei (teilweisem) Verzicht auf Einzelzusage Steuerliche Anerkennung 7
Prozessdarstellung Gesellschafter Geschäftsführer Unternehmen Informationen Erstellung Jahresabschluss Steuerberater Steuerbilanz Steuererklärung Bilanz Pensionsrückstellung Gutachten Informationen prüft Wirtschaftsprüfer Gutachter Finanzverwaltung 8
Ausgestaltung des Factsheets (Überblick 1) 9
Ausgestaltung des Factsheets (Überblick 2) 10
Ausgestaltung des Factsheets A. Angaben für die Bilanz/GuV Wert Erfüllungsbetrag zum 31.12.2011 750.000,00 Erfüllungsbetrag zum 31.12.2012 790.000,00 Anmerkungen Veränderung des Erfüllungsbetrags im Wirtschaftsjahr 40.000,00 davon Zinsanteil 37.000,00 davon Personalanteil 3.000,00 Zusätzlich wurden bei der Ermittlung des Zinsanteils bzw. des Personalanteils folgende Größen berücksichtigt: Rentenzahlungen (Verbrauch) Sondereffekte 23.000,00 0,00 11
Ausgestaltung des Factsheets B. Entwicklung des saldierungsfähigen Vermögens * Angaben für die Bilanz/GuV Wert Anmerkungen Zeitwert des Deckungsvermögens zum 31.12.2011* 375.000,00 Zeitwert des Deckungsvermögens zum 31.12.2012* 400.400,00 Veränderung des Deckungsvermögens im Wirtschaftsjahr* 25.400,00 davon Einzahlungen im Wirtschaftsjahr 2012* 20.000,00 davon Entnahmen im Wirtschaftsjahr 2012* 10.000,00 davon Ertrag/Aufwand im Wirtschaftsjahr 2012* 15.400,00 * Für die Handelsbilanz notwendige Angaben, die nicht vom Gutachter zu liefern sind 12
Ausgestaltung des Factsheets C. Berechnung des Gesamtaufwandes Angaben für die Bilanz/GuV Wert Zinsanteil der Erfüllungsbeträge 37.000,00 Ertrag der Zeitwerte im Wirtschaftsjahr 2012* 15.400,00 Zinsaufwand 21.600,00 Anmerkungen Personalanteil der Erfüllungsbeträge 3.000,00 tatsächlichen Rentenzahlungen 20.000,00 Personalaufwand 23.000,00 Zuführung mindestens 1/15 pro Jahr auf Grund BilMoG # 10.000,00 Freiwillige Sonderdotierung des Umstellungsaufwandes 0,00 außerordentlicher Aufwand # 10.000,00 Gesamtaufwand 54.600,00 13
Ausgestaltung des Factsheets D. Anhangangaben (folgende Angaben sind gemäß 285 Nr. 24 HGB im Anhang der Bilanz zu tätigen) Angaben für den Anhang angewandtes versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren Rechnungszinssatz Trend in der Anwartschaftsphase Trend in der Rentenbezugsphase Fluktuation zugrunde gelegte Sterbetafel sonstige Angaben PUC-Methode 5,00 % ; gemäß 253 Abs. 2 S.2 HGB 2,00 % 1,00 % 0,00 % Heubeck RT 2005 G z.b. Finanzierungsendalter entspricht vertraglichen Endalter; Leistungen der GRV wurden mit 1,00% in der Bezugsphase getrendet Das Fact Sheet für Pensionsgutachten darf nur zusammen mit dem zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Gutachten verwendet werden. Alle Rechte vorbehalten. Ohne Genehmigung durch das EI-QFM ist es nicht gestattet, dieses Fact Sheet für Pensionsgutachten ganz oder teilweise zu verwenden, zu verändern oder zu vervielfältigen. EI-QFM GmbH - Europäisches Institut für Qualitätsmanagement finanzmathematischer Produkte und Verfahren, Fraunhofer-Platz 1, 67663 Kaiserslautern 14
Anwendung des Factsheets Funktion des Factsheets Buchungsbeleg/ Dokumentation Keine Weitergabe des vollständigen VM-Gutachtens an FiBu/ JA-Erstellung erforderlich Verschwiegenheit bei Personalangelegenheiten Buchungsgrundlage 15
Anwendung des Factsheets Funktion des Factsheets Plausibilisierung der Buchung Vollständigkeitskontrolle Standardisierung Keine Angabe der Buchungssätze 16
Ausblick Factsheet als Standard Verwendung der: Qualitätsstandards für die Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten auf der Basis der Arbeit der Fachgruppe Versicherungsmathematische Gutachten des EI-QFM 17
Qualitätsstandard Gliederung des Qualitätsstandard Präambel 1 Qualifikation auf persönlicher Ebene des Sachverständigen und auf Unternehmensebene 2 Technische Qualität der bei der Erstellung des Gutachtens verwendeten Software 3 Qualität des Prozesses zur Erstellung des Gutachtens 4 Qualität der Dokumentation/des Gutachtens im Hinblick auf Inhalte 5 Anwendung auf verwandte Gebiete 18
Qualitätsstandard Anlagen 1: Dokumentation des Prozesses der Erstellung eines versicherungsmathematischen Gutachtens 2: Ausgestaltung einzelner Bestandteile des versicherungsmathematischen Gutachtens 3: Vorlage für die Erstellung eines Factsheets zur Darstellung der für die Handels- und die Steuerbilanz notwendigen Resultate 4: Fragebogen zur Datenbeschaffung im Vorfeld der Gutachtenerstellung 19
Factsheet des EI-QFM Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit WP/StB Dipl.-Kfm. Jan-Christopher Kling, LL.M. 20