Harald Heinrich Systemisches Projektmanagement Grundlagen, Umsetzung, Erfolgskriterien
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Harald Heinrich Systemisches Projektmanagement Grundlagen, Umsetzung, Erfolgskriterien
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der Vervielfältigung des Buches, oder Teilen daraus, sind vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren), auch nicht für Zwecke der Unterrichtsgestaltung, reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. 2015 Carl Hanser Verlag München http://www.hanser-fachbuch.de Lektorat: Lisa Hoffmann-Bäuml Seitenlayout und Herstellung: Der Buchmacher, Arthur Lenner, München Umschlaggestaltung: Stephan Rönigk Druck & Bindung: Friedrich Pustet, Regensburg Printed in Germany ISBN 978-3-446-44284-9 E-Book-ISBN 978-3-446-44334-1
»Der Weltuntergang steht bevor, aber nicht so, wie Sie denken. Dieser Krieg jagt nicht alles in die Luft, sondern schaltet alles ab.«tom DeMarco Als auf der Welt das Licht ausging ca. 560 Seiten. Hardcover ca. 19,99 [D]/ 20,60 [A]/ sfr 28,90 ISBN 978-3-446-43960-3 Erscheint im November 2014 Hier klicken zur Leseprobe Sie möchten mehr über Tom DeMarco und seine Bücher erfahren. Einfach reinklicken unter www.hanser-fachbuch.de/special/demarco
Vorwort Das Wort systemisch ist in den letzten Jahren auch im Zusammenhang mit Projektmanagement in Mode gekommen. So erscheint das vorliegende Buch von Harald Heinrich zur rechten Zeit, um Licht ins Dunkel des Systemischen Projektmanagement zu bringen. Der Autor führt sehr fundiert in die Grundlagen der Systemtheorie bzw. des systemischen Denkens ein. Er beschreibt Projekte als temporäre, d. h. zeitlich begrenzte soziale Systeme und spitzt die Aussagen des Buches in einem bemerkenswerten Satz zu: Da ein Projekt ein temporäres soziales System ist, können wir nicht nicht systemisch handeln!. Wohltuend ist dabei, dass er das bestehende Projektmanagement nicht verteufelt, sondern das systemische Denken und Handeln als sinnvolle Erweiterung anbietet. Neben der knappen Ausführung einiger klassischer Projektmanagementzugänge finden sich im Buch entsprechend viele systemische Ansätze und Prinzipien wieder. Dabei werden neue Perspektiven für das Projektmanagement sichtbar, die eine Bereicherung darstellen. So geht Harald Heinrich insbesondere auf die Entwicklungsrichtung des sozialen Systems Projekt ein und führt neue, teilweise ungewohnte Begrifflichkeiten, wie z. B. die Existenzsicherungsorientierung, Wachstumsorientierung und Fortpflanzungsorientierung mit in die Diskussion ein. Damit rückt die evolutionäre Wechselwirkung des sozialen Systems Projekt mit seiner Umwelt in den Mittelpunkt. Ein aus meiner Sicht wesentlicher Zusammenhang für die weitere Entwicklung des Projektmanagements.
VI Vorwort Auch wenn die Begriffswelt manchmal etwas ungewohnt erscheinen mag, das Buch überzeugt durch eine klare Sprache und eine verständliche Darstellung der abstrakten Materie. Der Praxisbezug wird mit Hilfe von vielen (Projekt-)Beispielen hergestellt, dies hilft auch kompliziertere Zusammenhänge zu veranschaulichen. Die wichtigsten Aussagen sind schnell erfassbar durch eine Zusammenfassung ( Das Wichtigste in Kürze ) zwischendurch oder am Ende eines jeden Kapitels. Eine aktive Sprache lädt zum Mitdenken bzw. -machen ein und führt den Leser immer tiefer in das Systemdenken ein. Ich bin überzeugt, dass mit dem vorliegenden Buch der Auftakt zu einer Reihe weiterer Publikationen und Impulse zum Systemischen Projektmanagement gelungen ist und die Weiterentwicklung des Projektmanagements so weiter an Fahrt aufnimmt. Kalifornien, 10.08.2014 Reinhard Wagner, Vorstandsvorsitzender der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.
Einführung Liebe Leserinnen und Leser, dieses Buch bietet ihnen aus meiner Sicht eine erfrischende lebendige Verbindung von praxisnaher Theorie und theoretisch fundierter Praxis. Sie werden mit systemischen Sichtweisen und Grundprinzipien an einer großen Vielzahl von Praxisbeispielen aus dem Bereich des Projektmanagements vertraut gemacht werden und zugleich Grundideen des Projektmanagements aus einer systemischen Sicht neu kennenlernen können. Der Autor lässt allerdings nicht zu, dass Sie sich dabei einfach bequem wie bei einem Vortrag zurücklehnen, sondern fordert Sie ständig heraus, die betrachteten systemischen Prinzipien auf Ihre eigenen Erfahrungsbereiche zu übertragen. Eine vergleichbar tiefgehende und in vielen Perspektiven und Details neuartige Anwendung systemischer Grundprinzipien auf das Projektmanagement wie in Harald Heinrichs Arbeit werden Sie gegenwärtig nur schwer an anderen Orten finden. Heinrich ist es gelungen, Ähnlichkeiten wie Unterschiede von der systemischen Arbeit im Projektmanagement und der systemischen Beratung und Interventionsmethodik in anderen Bereichen zu klären und die Konsequenzen davon praxisorientiert zu vermitteln. Durch die in dem Text regelmäßig auftauchenden (und graphisch hervorgehobenen) Praxisbeispiele und Praxistipps werden die LeserInnen sich immer wieder bewusst werden können, auf wie vielfältige Weise systemische Prinzipien in einer veränderten Praxis in ihrem
VIII Einführung eigenen Unternehmen oder ihrer eigenen Führung- und Beratungspraxis wirksam werden können. Dabei verwendet Harald Heinrich die systemischen Prinzipien als kunstfertige Mittel zur Entdeckung und Entwicklung neuer Muster. Er geht damit systemisch-konstruktivistisch vor und folgt so der Grundidee der kurativen Prinzipienauffassung im transverbalen (SySt-)Ansatz, und verzichtet damit auf dogmatische deskriptive wie normative Prinzipienverwendung; systemische Prinzipien dienen als Heuristiken, um kooperativ mit den KlientInnen lösungsdienliche neue Muster zu etablieren. Heinrich erläutert dazu nicht nur die im transverbalen Ansatz der systemischen Arbeit zentralen Systemprinzipienebenen der Zugehörigkeit, zeitlichen Reihenfolge, der Berücksichtigung von Hierarchie und Einsatz, von Ausgleichs- und Metaprinzipien in ihrer Bedeutung für das Projektmanagement, sondern entwickelt eine Vielzahl von Ausdifferenzierungen und neuen Wendungen, die auch für Fachleute in diesem Gebiet wichtige Anregungen geben. Zugleich bietet das Werk auch für Neulinge einen eleganten Einstieg in die Denk- und Sichtweisen der systemischen Grundprinzipien im Allgemeinen. Als besonders wertvolle Aspekte erschienen mir in diesem Buch die genauere Einbeziehung von bestimmten Aspekten von Bertalanffys Systembegriff und die praktische Verbindung davon mit späteren Formen der Systemauffassung für die systemische Arbeit; die explizitere Einbeziehung der Systemziele in die Betrachtung der systemischen Grundprinzipien; die Anwendung der Auffassung von Projekten als geplanten sozialen Systemen in den Grundlagen des systemischen Projektmanagements; die differenzierte Betrachtung des Zugehörigkeitsbegriffs, der beim Projektmanagement ja nicht unverändert aus der üblichen Organisationsauffassung übernommen werden kann; die Überlegungen zur Entwicklung von Immunkraft bei Projektplanungen Und vieles anderes mehr. Zu den sorgsam durchdachten didaktischen Aspekten des Buchs gehört, dass (jeweils graphisch hervorgehoben) vor den Hauptteilen jeweils eine Liste der im Anschluss beantworteten Fragen angegeben
Einführung IX wird, und dass nach allen Hauptabschnitten unter der Überschrift Das Wichtigste in Kürze eine konzise klare Zusammenfassung der Kernpunkte erfolgt, was sowohl beim Verschaffen eines Überblicks wie beim späteren Erinnern an die wichtigsten Thesen und Themen höchst nützlich sein wird. Sie haben, wie sie sehen, mit diesem Buch mindestens vier Bücher erworben: eine Einführung in das systemische Projektmanagement, eine Neubetrachtung der systemischen Grundprinzipien und ihrer Anwendung, eine Sammlung von Fallbeispielen zur systemischen Arbeit mit Projekten, und ein Übungsbuch zur systemischen Änderung alter Sichtweisen in diesen Bereichen. Lieber Harald, ich habe dieses Dein Buch mit Freude gelesen, sehe es als einen wichtigen Schritt für das systemische Projektmanagement und als eine kreative und nützliche Anwendung und Ausdifferenzierung der Grundlagen der systemischen Arbeit im allgemeinen und des Strukturaufstellungsansatzes im besonderen anhand eines höchst relevanten Anwendungsfeldes an, und ich habe mich durch die Lektüre Deines Buchs selber zu neuen Fragestellungen und Ideen für Entwicklungsmöglichkeiten angeregt gefühlt. Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, herzlich viel Erfolg bei der Umsetzung der kreativen systemischen Ideen und Hinweise, die Ihnen dieses Buch reichlich bietet. Und ich freue mich auf die künftigen Entwicklungen, die sich daraus ergeben werden! Sydney, New South Wales, 14.09.2014 Matthias Varga von Kibéd
Inhalt Hinweis zur wirklichkeits gerechten Sprache...XV 1 Einführung in systemische Welten... 1 1.1 Nutzen Sie systemische Methoden für Ihre Entscheidungen...1 1.2 Kennenlernen von wichtigen systemischen Aspekten...5 1.3 Einladung zu einer systemischen Denkweise...19 1.4 Differenzieren Sie Systemkategorien...31 1.5 Konstruktion von Systemen...40 1.6 Literatur...53 2 Systemische Perspektive auf Projekte...55 2.1 Betrachten Sie Projekte als temporäre Systeme...55 2.2 Beachten Sie Abgrenzungen vom Umfeld...59 2.3 Achten Sie auf Ganzheitlichkeit eines Projektes...67 2.4 Bilden Sie Unterschiede, die einen Unterschied machen...73 2.5 Berücksichtigen Sie den vorhandenen Kontext...75 2.6 Erkennen Sie Wechselwirkungen...78 2.7 Literatur...85 3 Spezifika von Projekten...87 3.1 Wer eine Aufgabe hat, gehört dazu...90 3.2 Austauschbarkeit ist in Projekten möglich...92
XII Inhalt 3.3 Mitarbeitende stehen zwischen Projekt und Unternehmen...94 3.4 Gestalten Sie die Beziehungen in Projekten...99 3.5 Achten Sie auf eine bewusste Auflösung Ihres Projektes... 103 3.6 Literatur... 110 4 Steuerung von Projekten... 113 4.1 Komplexe Systeme brauchen eine Steuerung und Führung... 114 4.2 Nutzen Sie Strategien für die Existenzsicherung... 120 4.3 Erkennen Sie die Orientierung von Systemen... 152 4.4 Wählen Sie eine geeignete Projektstrategie... 163 4.5 Literatur... 167 5 Systemische Prinzipien als Navigationshilfe... 169 5.1 Lernen Sie systemische Prinzipien kennen... 169 5.2 Leiten Sie Prinzipien aus dem Gegebenen ab... 175 5.3 Berücksichtigen Sie relevante Prinzipien... 189 5.4 Literatur... 194 6 Anwendung von sys temischen Prinzipien in Projekten... 197 6.1 Schauen Sie den Tatsachen ins Auge... 198 6.2 Wer gehört dazu?... 206 6.3 Verbeugen vor den Früheren... 214 6.4 Nachwuchs will behütet werden... 220 6.5 Einsatz geht vor Leistung... 226 6.6 Vorsorge durch Aufbau von Immunkraft... 232 6.7 Förderung der Mitarbeitenden führt zu höherem Gewinn 241 6.8 Beachten Sie die Anwendungs reihenfolge... 246 6.9 Eine Hand wäscht die andere... 251 6.10 Literatur... 257
Inhalt XIII 7 Durchführung von Projektaufstellungen... 259 7.1 Literatur... 265 Index... 267 Danksagung... 271 Der Autor... 273
Hinweis zur wirklichkeitsgerechten Sprache In diesem Buch werden weibliche und männliche Formen der Personenbezeichnung unsystematisch abwechselnd verwendet, damit sich alle Leserinnen und alle Leser angesprochen fühlen können. Rollennamen, die auf Institutionen verweisen wie Kunde, Lieferant, Hersteller, Wettbewerber, Konkurrent, Dienstleister, Aussteller und andere vergleichbare, werden in der herkömmlichen (männlichen) Form verwendet, da sie wie juristische und nicht einzelne natürliche Personen zu verstehen sind. Ebenfalls in der männlichen Form werden übliche Bezeichnungen aus dem Projektmanagement verwendet wie Vorgänger, Nachfolger, Stakeholder, Auftraggeber, Projektadministrator... Bei allen anderen Bezeichnungen, die bei der Leserin und dem Leser das Bild eines natürlichen Menschen hervorrufen, der im konkreten Fall sowohl weiblich als auch männlich sein kann, wird entsprechend dem ersten systemischen Metaprinzip Das Gegebene anerkennen sowohl die weibliche als auch die männliche Form aufgeführt oder jeweils nur eine Form im Wechsel pro Abschnitt verwendet. In Beispielen aus der Praxis, die auf tatsächlichen Situationen beruhen, werden die tatsächlichen Formen verwendet. Alle weiteren Bezeichnungen wie Beobachter, Mitarbeiterin, Projektleiter, Managerin, Besucher, Partnerin, Berater, Teilnehmerin, Vorgesetzter, Grün-
XVI Hinweis zur wirklichkeits gerechten Sprache derin, Experte, Spezialistin, Spieler und viele weitere werden jeweils im Wechsel in beiden Formen aufgeführt oder in die Mehrzahl des Mittelworts der Gegenwart (Partizip Präsens) verwendet.