Kaufen, Halten, Verkaufen Heiko Weyand Stuttgart, 18.-20. März 2011 1
Agenda 1. Ihr Portfolio 2. Risikosteuerung 3. Discountzertifikate und Put-Optionsscheine 4. Echtzeit-Produktportraits 5. Fazit 2
Ihr Portfolio Grundgedanke. Ein gutes Portfolio ist mehr als eine lange Liste von Wertpapieren. Es ist eine ausbalancierte Einheit, die dem Investor gleichermaßen Chance und Absicherung unter einer Vielzahl von möglichen zukünftigen Entwicklungen bietet. Dr. Harry M. Markowitz, Nobelpreisträger 3
Ihr Portfolio Grundgedanke. Zusammenstellung und Verwaltung eines Portfolios, insbesondere durch Käufe und Verkäufe mit Blick auf die erwartete Marktentwicklung Ziel: Durch aktive Mischung verschiedener Assetklassen, Anpassung des Portfolios auf die Rendite/Risiko-Bedürfnisse des Anlegers Anlageklassen: Aktien, Indizes, Geldmarkt, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien etc. Hierbei ist unbedingt auf die Abhängigkeiten (Korrelationen) der Assetklassen zueinander zu achten. 4
DAX -Korrelationen DAX ALV BAS DBK 77,55% TKA Gold 18,62% LHA 71,70% SIE 79,19% Quelle: HSBC Trinkaus (Datenzeitraum: 27.09.2008 24.09.2010) 5
Korrelationen internationaler Finanzmärkte 6
Ihr Portfolio Buy-and-Hold ist nicht mehr zeitgemäß. 200% 180% 160% 140% 120% 100% 80% 60% 40% 20% 0% Jan. 99 Jan. 00 Jan. 01 Jan. 02 Jan. 03 Jan. 04 Jan. 05 Jan. 06 Jan. 07 Jan. 08 Jan. 09 Jan. 10 DAX EuroSTOXX 50 Total Return REXP Risikolose Geldanlage 3,5% p.a. Aktives Management notwendig Quelle: HSBC Trinkaus 7
Ihr Portfolio Nicht-linearer Zusammenhang zwischen Gewinnen und Verlusten. 1000% 900% 800% benötigter Gewinn 700% 600% 500% 400% 300% 200% 100% 0% 1% 2% 3% 4% 5% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% vorangegangener Verlust 8
Ihr Portfolio Aktive Steuerung ist Mittel zum Zweck. Ausgangspunkt Nicht-linearer Zusammenhang zwischen Gewinnen und Verlusten Um 50 Prozent Verlust auszumerzen, werden in der Folge Gewinne von 100 Prozent benötigt. Ergebnis Die Steuerung des Portfolios soll helfen gezielt Verluste zu begrenzen Konsequente Nutzung z.b. von Stopp-Strategien, Money Management Aktive Beimischung Risiko reduzierender Anlage- oder Hebelprodukte 9
Risikosteuerung Was ist Risiko? Marktrisiko Emittentenausfall- Risiko Risiko Dividendenrisiko Währungsrisiko Insolvenzrisiko Risiko Risiko des des eigenen Fehlverhaltens Timingrisiko Politisches Risiko Risiko 10
Risikosteuerung Volatilität als ein Risikoindikator. 550% 500% 450% 400% 350% 300% 250% 200% 150% 100% 50% 0% Jan. 99 Jan. 00 Jan. 01 Jan. 02 Jan. 03 Jan. 04 Jan. 05 Jan. 06 Jan. 07 Jan. 08 Jan. 09 Jan. 10 VSTOXX EuroSTOXX50 In fallenden Marktphasen häufig Volatilitätsanstieg erkennbar Quelle: HSBC Trinkaus 11
Risikosteuerung Volatilität was ist das? Vereinfacht: Schwankungsintensität eines Basiswertes (z. B. einer Aktie) Oder: Was bedeutet eine Volatilität von z.b. 20% pro Jahr? Sie bedeutet, dass die Aktienperformance bei Fälligkeit mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 68,26% in der Spanne von 20% über bis 20% unter dem aktuellen Kursniveau liegen wird. Arten der Volatilität: historische, implizite, individuell erwartete WICHTIG: Bitte niemals unwahrscheinlich mit unmöglich verwechseln 12
Volatilität Am Beispiel des VSTOXX. 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 Jan. 99 Jan. 00 Jan. 01 Jan. 02 Jan. 03 Jan. 04 Jan. 05 Jan. 06 Jan. 07 Jan. 08 Jan. 09 Jan. 10 VSTOXX Durchschnittlich lag der VSTOXX bei ca. 26% Quelle: HSBC Trinkaus 13
Risikosteuerung Wie können Anleger Volatilität für sich nutzen. Mit Discountzertifikaten können Portfoliorisiken gesteuert werden In Phasen erhöhter Volatilität sind sie besonders attraktiv Grund: Durch ihre Konstruktion wird Volatilität verkauft Discountzertifikat Basiswert (z. B. ein Index) Kaufoption Je höher die Volatilität, desto größer ist der Wert der Kaufoption (des Abschlags) In Zeiten abnehmender Volatilität steigt der Wert des Discountzertifikates (cet. par.) 14
Risikosteuerung Vorteil Discountzertifikate. Durch den Einsatz von Discountzertifikaten kann die Schwankung des Portfolios z. B. bestehend aus dem EURO STOXX 50 gesenkt werden Individuelle Rendite/Risiko-Profile denkbar Variante: Discountzertifikat mit hohem Abschlag (Discount) bedeutet geringeres Verlustrisiko des Portfolios in fallenden Märkten ABER: Verluste werden gemindert und nicht vermieden ABER: Schwankung nach oben ebenfalls gemindert (Cap) daher Positionen in regelmäßigen Abständen neu beurteilen 15
Risikosteuerung DDV Discount-Index vs. EURO STOXX 50 (in %) Schwankung des Discount-Index deutlich geringer Quelle: Deutscher Derivate Verband (DDV), www.derivateverband.de 16
Beispielrechnung Vorteil einer Beimischung in fallenden Märkten 1. Portfoliovolumen 100.000 Euro 2. Portfolio 1: 100% EURO STOXX 50 3. Portfolio 2: 80% EURO STOXX 50, 20% Discountzertifikat 4. Angenommener Kursverlust des Index von 25% (Fälligkeit) 5. Discountzertifikat mit Puffer zum Cap von 27%, Laufzeit 1 Jahr, Rendite 5% Wert Portfolio 1: Wert Portfolio 2: 75.000 Euro 60.000 Euro + 21.000 Euro = 81.000 Euro Portfolio 2 erwirtschaftet 6,0% weniger Verlust 17
Beispielrechnung Nachteil einer Beimischung in steigenden Märkten 1. Portfoliovolumen 100.000 Euro 2. Portfolio 1: 100% EURO STOXX 50 3. Portfolio 2: 80% EURO STOXX 50, 20% Discountzertifikat 4. Angenommener Kursgewinn des Index von 20% (Fälligkeit) 5. Discountzertifikat mit Puffer zum Cap von 27%, Laufzeit 1 Jahr, Rendite 5% Wert Portfolio 1: Wert Portfolio 2: 120.000 Euro 96.000 Euro + 21.000 Euro = 117.000 Euro Portfolio 2 erwirtschaftet 3,0% weniger Gewinn 18
Risikosteuerung Exkurs Wie können Portfoliorisiken noch gesteuert werden. Portfoliomanager nutzen häufig Optionen zur Portfolioabsicherung Auch Privatanleger können diese Absicherungsstrategie umsetzen Jeder Anleger kann sein Depot mit Put-Optionsscheinen individuell absichern (Hedging) Prinzip: Kursverlust z. B. einer Aktie wird durch Kursgewinn des Puts ausgeglichen Kaufpreis der Optionsscheine als Versicherungsprämie, ähnlich einer Teil- oder Vollkaskoversicherung WICHTIG: Kenntnis über die Funktionsweise von Standard-Optionsscheinen nötig 19
Risikosteuerung Absicherung. Absicherung des Dt. Telekom-Kurses bei 10,00 Euro (Stand 13.03.2011 10,06 Euro) zum Dezember 2011 durch Kauf von 10 Put-Optionsscheinen (1:10). Briefkurs des Puts 0,11 Euro. Szenario 1: Dt. Telekom notiert am 9. Dezember 2011 bei 15,00 Euro Puts verfallen wertlos. Versicherungsprämie von 1,10 Euro geht verloren Gewinn: + 15,00 Euro - 10,06 Euro - 1,10 Euro = + 3,84 Euro (+ 34%) Szenario 2: Dt. Telekom notiert am 9. Dezember 2011 bei 7,00 Euro Puts haben einen Abrechnungsbetrag von 3,00 Euro, Aktie verliert 3,06 Euro Verlust: -10,06 Euro + 7,00 Euro - 1,10 Euro + 3,00 Euro = - 1,04 Euro (- 10%) Der Aktienverlust wird durch die Absicherung um 64% reduziert 20
Risikosteuerung Exkurs /// Graphische Darstellung. Gewinn Long Put Aktie Basiskurs 0 Kurs des Basiswertes Mit fallendem Kurs der Aktie unter den Basiskurs, kompensiert der Anleger Aktienverluste durch einen Gewinn beim Optionsschein. Verlust 21
Fazit Kaufen Halten glücklich sein ist keine Lösung Risiken einer Kapitalanlage müssen erkannt werden Steuerung der Risiken unabdingbar für langfristigen Anlageerfolg Effizienz eines Portfolios kann mit der simplen Beimischung von einfachen Discountzertifikaten verbessert werden Mit Put-Optionsscheinen können Verluste reduziert werden Risiken steuern statt Risiken vermeiden 22
Wie können Sie sich informieren? Echtzeit-Produktportraits 23
Wie können Sie sich informieren? Weitere Angebote von HSBC Trinkaus. Daily Trading Monatsmagazin www.hsbc-zertifikate.de Derivate-Bücher 24
Ihr Ansprechpartner Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Heiko Weyand Direktor Marketing Retail Products HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Global Banking and Markets Königsallee 21/23, D-40212 Düsseldorf Tel: +49 211 910-3445, Fax: +49 211 910-1936 E-Mail: heiko.weyand@hsbctrinkaus.de www.hsbc-zertifikate.de 25
Disclaimer Rechtliche Hinweise Dieses Dokument wurde von der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ( HSBC Trinkaus ) erstellt. Es dient ausschließlich der Information und darf ohne ausdrückliche schriftliche Einwilligung von HSBC Trinkaus nicht an Dritte weitergegeben werden. Das Dokument ist ein Marketinginstrument. Die gesetzlichen Anforderungen zur Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind nicht eingehalten. Ein Verbot des Handels der besprochenen Finanzprodukte vor der Veröffentlichung dieser Darstellung ( Frontrunning ) besteht nicht. Auch ersetzt das Dokument keine an den individuellen Anforderungen ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Ein Zeichnungsangebot ist hiermit ebenfalls noch nicht verbunden. Eventuell gemachte Angaben zur historischen Wertentwicklung (einschließlich Simulationen) sowie Prognosen über eine künftige Wertentwicklung der dargestellten Finanzprodukte/Finanzindizes sind kein zuverlässiger Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Soweit die besprochenen Finanzprodukte bzw. die zugrundeliegenden Basiswerte in einer anderen Währung als EUR notieren, kann die Rendite aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Die steuerliche Behandlung eines Investments hängt von den persönlichen Verhältnissen des Investors ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Die in diesem Dokument gegebenen Informationen beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner neutralen Prüfung unterzogen haben. wir übernehmen keine Gewähr und keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen. Herausgeber: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, 40212 Düsseldorf 26