Prospekt. Zuzulassende Aktien oder Neue Aktien ) der 4SC AG. Planegg-Martinsried



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Transkript:

Prospekt für die Zulassung zum Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse mit gleichzeitiger Zulassung zum Teilbereich des Regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse von 8.403.510 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) aus der vom Vorstand und Aufsichtsrat am 29. Juni 2012 beschlossenen Barkapitalerhöhung aus Genehmigtem Kapital, in das Handelsregister eingetragen am 3. Juli 2012, jeweils mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 pro Aktie und voller Gewinnanteilsberechtigung ab dem 1. Januar 2012 ausgestattet Zuzulassende Aktien oder Neue Aktien ) der 4SC AG Planegg-Martinsried International Securities Identification Number (ISIN) bis zur Notierungsaufnahme: DE000A1PG9P8 International Securities Identification Number (ISIN) ab Notierungsaufnahme: DE0005753818 Wertpapier-Kennnummer (WKN) bis zur Notierungsaufnahme: A1PG9P Wertpapier-Kennnummer (WKN) ab Notierungsaufnahme: 575381 Börsenkürzel: VSC Die diesem Prospekt zugrunde liegende Bezugsrechtsemission richtete sich an die Anteilseigner der Emittentin. Der Umfang der im Prospekt veröffentlichten Angaben ist im Verhältnis zu dieser Emissionsart bemessen (Art. 26a Abs. 1 Prospekt VO). 21. September 2012 Listing Agent Kempen & Co. 1

INHALTSVERZEICHNIS SEITE ZUSAMMENFASSUNG DES PROSPEKTS...5 ABSCHNITT A EINLEITUNG UND WARNHINWEISE...5 ABSCHNITT B EMITTENT UND ETWAIGE GARANTIEGEBER...6 ABSCHNITT C WERTPAPIERE...16 ABSCHNITT D RISIKEN...18 ABSCHNITT E ANGEBOT...24 RISIKOFAKTOREN... 26 RISIKEN DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT...26 BRANCHENBEZOGENE RISIKEN...28 FINANZIERUNGSRISIKEN...39 WEITERE FINANZIELLE RISIKEN...41 RISIKEN AUS DER BETEILIGUNG UND DER AKTIONÄRSSTRUKTUR...46 ADMINISTRATIVE UND SONSTIGE RISIKEN...48 ALLGEMEINE INFORMATIONEN...50 VERANTWORTLICHKEIT FÜR DEN INHALT DES PROSPEKTS...50 GEGENSTAND DES PROSPEKTS...50 ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN...51 INFORMATIONEN ZU QUELLEN DER BRANCHEN-, MARKT- UND KUNDENDATEN UND ZU FACHBEGRIFFEN...52 ABSCHLUSSPRÜFER...52 EINSEHBARE DOKUMENTE...53 DIE ZULASSUNG DER AKTIEN...55 PLATZIERUNG DER ZUZULASSENDEN AKTIEN...55 BÖRSENZULASSUNG, NOTIERUNGSAUFNAHME UND ZEITPLAN...55 RECHTLICHE GRUNDLAGEN DER SCHAFFUNG DER WERTPAPIERE...57 GRÜNDE FÜR DIE KAPITALERHÖHUNG...57 ALLGEMEINE UND BESONDERE ANGABEN ÜBER DIE AKTIEN...57 VERWÄSSERUNG...59 ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER DIE 4SC...61 JURISTISCHE UND KOMMERZIELLE BEZEICHNUNG...61 GRÜNDUNG DER 4SC DISCOVERY GMBH...61 ERWERB EIGENER AKTIEN DURCH DIE 4SC AG...61 INVESTITIONEN...61 ANGABEN ÜBER DAS KAPITAL DER 4SC AG UND WEITERE WICHTIGE SATZUNGSBESTIMMUNGEN...63 GRUNDKAPITAL UND AKTIEN...63 BEDINGTES KAPITAL...64 GENEHMIGTES KAPITAL...66 ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN ZUR ERHÖHUNG DES GRUNDKAPITALS...67 ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN ZU BEZUGSRECHTEN DER AKTIONÄRE...68 MITTEILUNGS- UND BEKANNTMACHUNGSPFLICHTEN...68 KAPITALERHÖHUNG...69 ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT...71 TÄTIGKEITSBEREICH...71 GESCHICHTE DER 4SC AG...72 GESCHICHTE DER 4SC DISCOVERY GMBH...72 STRATEGIE...72 2

WESENTLICHE STÄRKEN DER 4SC...75 GESCHÄFTSMODELL/PRODUKTE...76 PRODUKTPIPELINE...78 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG...87 AUFTRAGSFORSCHUNG, KOOPERATIONEN UND LIZENZPARTNERSCHAFTEN...93 MARKTUMFELD UND WETTBEWERB...96 ROHSTOFFE, LIEFERANTEN, SERVICEPARTNER...101 PATENTE, LIZENZEN UND MARKEN... 102 GRUNDBESITZ UND BETRIEBSSTÄTTEN... 113 ARBEITSSICHERHEIT UND UMWELTSCHUTZ... 114 WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN IN DER FINANZLAGE ODER DER HANDELSPOSITION DER 4SC... 115 ORGANISATIONSSTRUKTUR / ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN... 116 4SC DISCOVERY GMBH, PLANEGG-MARTINSRIED...116 QUATTRO RESEARCH GMBH, PLANEGG-MARTINSRIED... 116 QUIESCENCE TECHNOLOGIESLLC.,MELBOURNE, FLORIDA, USA...117 NEXIGEN GMBH, KÖLN...117 KAPITALBILDUNG UND VERSCHULDUNG... 118 ERKLÄRUNG ZUM GESCHÄFTSKAPITAL... 119 TRENDINFORMATIONEN... 120 KOOPERATIONSGESCHÄFT DURCH 4SC DISCOVERY GMBH... 120 RESMINOSTAT UND VIDOFLUDIMUS... 121 VERWALTUNGS-, MANAGEMENT- UND AUFSICHTSORGANE SOWIE OBERES MANAGEMENT... 123 VORSTAND... 123 AUFSICHTSRAT... 130 GESCHÄFTSFÜHRUNG 4SC DISCOVERY GMBH... 137 OBERES MANAGEMENT... 138 MITARBEITER... 139 VERGÜTUNGSSTRUKTUR... 139 AKTIENBESITZ UND AKTIENOPTIONSPROGRAMM VON MITARBEITERN... 139 HAUPTAKTIONÄRE... 148 AKTIONÄRSSTRUKTUR... 148 MARKTSCHUTZVEREINBARUNGEN/LOCK-UP VEREINBARUNG... 148 HAUPTVERSAMMLUNG... 149 GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN... 151 WICHTIGE VERTRÄGE... 153 WICHTIGE VERTRÄGE DER 4SC AG... 153 WICHTIGE VERTRÄGE FÜR DIE 4SC DISCOVERY GMBH... 156 INTERCOMPANY-VERTRÄGE ZWISCHEN DER 4SC AG UND DER 4SC DISCOVERY GMBH... 157 DIVIDENDENPOLITIK... 158 RECHTSSTREITIGKEITEN/VERFAHREN VOR VERWALTUNGSBEHÖRDEN... 161 BESTEUERUNG IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND... 162 BESTEUERUNG DER GESELLSCHAFT... 162 BESTEUERUNG DER IN DEUTSCHLAND UNBESCHRÄNKT STEUERPFLICHTIGEN AKTIONÄRE... 163 BESTEUERUNG DER IN DEUTSCHLAND BESCHRÄNKT STEUERPFLICHTIGEN AKTIONÄRE... 167 SONSTIGE STEUERN... 168 FINANZTEIL F-1 3

GLOSSAR G-1 UNTERSCHRIFTENSEITE U-1 4

ZUSAMMENFASSUNG DES PROSPEKTS Die vorliegende Zusammenfassung ist aus einzelnen Informationsbestandteilen aufgebaut. Diese Informationsbestandteile sind in den Abschnitten A bis E nummeriert (A.1 bis E.7). Die Zusammenfassung enthält all diejenigen Informationsbestandteile, welche für die vorliegende Art des Wertpapiers und des Emittenten gesetzlich erforderlich sind. Da manche Informationsbestandteile für die vorliegende Art des Wertpapiers und des Emittenten nicht relevant sind und daher in dieser Zusammenfassung nicht adressiert werden müssen, können sich Lücken in der Reihenfolge der Nummerierung ergeben. Auch für den Fall, dass Informationsbestandteile für die vorliegende Art des Wertpapiers oder des Emittenten gesetzlich erforderlich sind, kann es vorkommen, dass hinsichtlich eines Informationsbestandteils keine relevanten Informationen vorliegen. Dies ist in der Zusammenfassung an der relevanten Stelle mit entfällt vermerkt. Abschnitt A Einleitung und Warnhinweise und A.1 Allgemeine Information Warnhinweise Diese Zusammenfassung ist als Einführung zu diesem Prospekt zu verstehen. Anleger sollten jede Entscheidung zur Anlage in die betreffenden Wertpapiere auf die Prüfung des gesamten Prospekts stützen. Für den Fall, dass vor einem Gericht Ansprüche aufgrund der in diesem Prospekt enthaltenen Informationen geltend gemacht werden, könnte der als Kläger auftretende Anleger in Anwendung einzelstaatlicher Rechtsvorschriften der Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums die Kosten für die Übersetzung des Prospekts vor Prozessbeginn zu tragen haben. Die 4SC AG 1 und die Kempen & Co. N.V., Amsterdam, übernehmen gemäß 5 Abs. 2b Nr. 4 Wertpapierprospektgesetz die Verantwortung für den Inhalt dieser Zusammenfassung. Sie können für den Inhalt der Zusammenfassung haftbar gemacht werden, jedoch nur für den Fall, dass die Zusammenfassung, verglichen mit den anderen Teilen des Prospekts, irreführend, unrichtig oder widersprüchlich ist, wenn sie mit anderen Teilen des Prospekts gelesen wird, oder sie, wenn sie zusammen mit den anderen Teilen des Prospekts gelesen wird, nicht alle erforderlichen Schlüsselinformationen vermittelt. 1 Der 4SC-Konzern im vorliegenden Prospekt als 4SC, das Unternehmen oder der Konzern bezeichnet umfasst die 4SC AG als Konzernmuttergesellschaft sowie die 4SC Discovery GmbH als Tochtergesellschaft. Beziehen sich im vorliegenden Prospekt einzelne Angaben explizit auf die Einzelgesellschaften 4SC AG oder 4SC Discovery GmbH, so werden diese explizit als 4SC AG beziehungsweise als 4SC Discovery GmbH bezeichnet. 5

Abschnitt B Emittent und etwaige Garantiegeber Angaben zum Emittenten Allgemeine Informationen B.1 Juristische und kommerzielle Bezeichnung der Emittentin B.2 Sitz und Rechtsform der Emittentin Emittent ist die 4SC AG, im Geschäftsverkehr bezeichnet sich die Gesellschaft auch als 4SC. Die 4SC AG ist eine nach deutschem Recht und in Deutschland gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in Planegg-Martinsried. Geschäftstätigkeit der 4SC B.3 Beschreibung der Ge- schäfts- tätigkeit der Emittentin Die derzeitige Geschäftstätigkeit der 4SC ist die Identifizierung, Erforschung und Entwicklung neuartiger gezielter niedermolekularer 2 Medikamente mit den Indikationsschwerpunkten Autoimmun- und Krebserkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf. Die Produktpipeline des Unternehmens umfasst nach Ansicht der Gesellschaft vielversprechende Programme in verschiedenen Phasen der präklinischen und klinischen Entwicklung, darunter Vidofludimus, der am weitesten entwickelte Medikamentenkandidat im Bereich der Autoimmunerkrankungen 3 sowie Resminostat die onkologische Leitsubstanz der 4SC. Beide Substanzen befinden sich in der Phase-II 4 der klinischen Entwicklung. Die therapeutischen Projekte sollen bis in Entwicklungsstadien geführt werden, die für 4SC eine attraktive Basis für Lizenzpartnerschaften mit der pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie bilden. In der Regel strebt die Gesellschaft spätestens beim erfolgreichen Abschluss einer klinischen Phase II solche Lizenzpartnerschaften an. Mit Umsätzen aus angestrebten Lizenzgebühren, Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen soll ein substanzielles Unternehmenswachstum generiert werden. 2 Mit kleinem Molekülgewicht. 3 In der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. 4 An einer geringen Anzahl erkrankter Patienten unter strenger Kontrolle durchgeführte klinische Studie zur Identifizierung kurzfristig auftretender Nebenwirkungen und Risiken eines Wirkstoffs. Bestimmung des Wirkstoffs und eventuell auftretender Immunreaktionen dagegen. 6

Produktpipeline Mit Vidofludimus und Resminostat verfügt 4SC über zwei Wirkstoffe 5 in ihrer Produktpipeline, für die Phase-II-Studien abgeschlossen wurden. Vidofludimus ist die Leitsubstanz der 4SC im Bereich Autoimmunerkrankungen. Der oral verabreichbare Wirkstoff bietet nach Auffassung der Gesellschaft ein großes Potenzial zum breiten Einsatz in Autoimmunerkrankungen durch sein innovatives duales Wirkprinzip, seiner in klinischen Studien nachgewiesenen entzündungshemmenden Aktivität sowie seiner guten Verträglichkeit. Vidofludimus kann entzündungsfördernde körpereigene Botenstoffe hemmen, die wesentlich in der Entstehung von Autoimmunerkrankungen involviert sind. Zudem unterdrückt der Wirkstoff ein Enzym 6, welches das Zellwachstum aktivierter Immunzellen hemmt. In der Indikation chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, deren Hauptformen Morbus Crohn 7 und Colitis Ulcerosa 8 sind, hat 4SC mit Vidofludimus 2011 eine Phase-IIa-Studie erfolgreich abgeschlossen. Eine weitere klinische Studie in der Indikation Rheumatoide Arthritis 9 (RA) bestätigte darüber hinaus die entzündungshemmende Aktivität von Vidofludimus, wobei die Studie jedoch den primären Studienendpunkt in der Phase IIb verfehlt hat. Weiter wurde diese Wirkung auch für andere Autoimmunkrankheiten in präklinischen Studien nachgewiesen. 4SC konzentriert sich zunächst auf die Entwicklung von Vidofludimus als therapeutisch und kommerziell attraktive Alternative zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und bereitet eine Phase-IIb-Studie, dem vorletzten klinischen Entwicklungsschritt vor einer möglichen Marktzulassung von Vidofludimus, vor. Resminostat ist die Leitsubstanz der 4SC im Bereich der Wirkstoffe gegen Krebserkrankungen. Resminostat kann durch eine Veränderung der DNA-Struktur eine Zelldifferenzierung und den programmierten Zelltod (Apoptose) auslösen. Mit diesem Wirkmechanismus kann Resminostat das Tumorwachstum stoppen und eine Rückbildung des Tumors bewirken. Weiter vermag Resminostat Tumorzellen, die bereits erste Resistenzeigenschaften gegenüber klassischen Krebsmedikamenten ausgebil- 5 Chemische Substanz, die Menschen zur Diagnose, Heilung, Abschwächung oder Vorbeugung einer Erkrankung verabreicht wird. 6 Protein, das als Katalysator chemische Reaktionen in Zellen ermöglicht bzw. beschleunigt. 7 Autoimmunerkrankung des Darms. 8 Bestimmte Form der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. 9 Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, besonders der Gelenke. 7

det haben ( drug-tolerant 10 -Status), in einen drug-sensitive 11 Status zurückzuführen, in dem klassische Krebsmedikamente ihre Wirksamkeit entfalten können. Resminostat wird entwickelt für bestimmte Indikationen von Leberkrebs, Darmkrebs und eine Form des Lymphdrüsenkrebses und konnte in zwei Phase-II- Studien für die Indikationen von Leberkrebs und Lymphdrüsenkrebs den primären Wirksamkeitsendpunkt erreichen. Für diese beiden Indikationen wurde Resminostat in den USA und in Europa der Status eines Orphan Drugs 12 bzw. Orphan Medicinal Products 13 zugesprochen, der die Wettbewerbsposition von Resminostat erheblich verbessert. Hiermit wird garantiert, dass in beiden Indikationen für einen Zeitraum von sieben (USA) bzw. zehn Jahren (Europa) ab Marktzulassung kein ähnliches Medikament für dasselbe therapeutische Anwendungsgebiet auf den Markt gebracht werden darf. Im Jahr 2012 werden zudem Daten zur Dosierung aus der laufenden Phase-I/II-SHORE- Studie in der Indikation Darmkrebs erwartet. Eine Zulassungsstudie in einer Tumorindikation mit einem hohen medizinischen Bedarf, z.b. Leberkrebs, vorzugsweise mit einem Lizenzpartner, ist geplant. Resminostat bietet nach Auffassung der Gesellschaft eine therapeutisch und kommerziell attraktive alternative Option zur Behandlung verschiedener Krebsarten als Monotherapie wie auch in Kombination mit einem anderen zielgerichteten Wirkstoff oder mit klassischen Chemotherapeutika. Darüber hinaus hat die 4SC weitere Projekte in der Phase der klinischen sowie frühen präklinischen Entwicklung und in der Forschungsphase. Kooperationsgeschäft Im Rahmen ihres Kooperationsgeschäfts stellen die 4SC AG und die 4SC Discovery GmbH ihre Technologie und Expertise biotechnologischen und pharmazeutischen Unternehmen in Kooperationsvereinbarungen zur Verfügung. Mit verschiedenen namhaften Partnern konnten erfolgreiche Kooperationen initiiert werden. 10 Status, in welchem Tumorzellen bereits erste, jedoch reversible Resistenzeigenschaften gegenüber klassischen Krebsmdeikamenten entwickelt haben. 11 Status, in welchem Tumorzellen auf Krebsmedikamente ansprechen. 12 Medikament, welches von der US Arzneimittelbehörde FDA als Arzneimittel für seltene Leiden eingestuft wird. 13 Medikament, welches von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA als sogenanntes Arzneimittel für seltene Leiden eingestuft wird. 14 Technik zur schnellen Untersuchung von Molekülen in Bezug auf ihre tatsächliche oder vorhergesagte biologische Aktivität. 15 Englische Abkürzung für virtual High Throughput Screening, Hochdurchsatz Screening am Computer. 8

Wichtigste jüngste Trends Die 4SC hat eine eigene Technologieplattform (4SCan ) entwickelt, mit deren Hilfe neue Medikamentenkandidaten durch computerbasierte virtuelle Hochdurchsatzscreening-Methoden 14 (vhts 15 ) identifiziert werden. Damit werden frühe Teile der Medikamentenentwicklung vom Labor auf den Computer übertragen, was zu einer deutlichen Beschleunigung und Kostenreduktion bei der Auffindung neuer Medikamentenkandidaten führt. Dieses Verfahren ist zusammen mit modernen vorklinischen und klinischen Abteilungen der 4SC in einen integrierten Medikamentenforschungs- und Entwicklungsprozess eingebunden, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Identifizierung neuer Wirksubstanzen bis hin zur klinischen Erprobung abdeckt. Die wichtigsten potentiellen Geschäftspartner für 4SC bilden etablierte Pharma- und Biotechnologieunternehmen mit etabliertem Medikamentenvertrieb in den wichtigsten geografischen Pharmamärkten, wie beispielsweise Europa, Nordamerika und Japan. Diese Regionen bieten auch einen entsprechenden Patent- und Vermarktungsschutz für die Lizenzierungsstrategie der 4SC. B.4a Beschreibung der wichtigsten jüngsten Trends in der Ge- schäfts- entwick- lung der Emittentin Im Jahr 2011 und in der ersten Jahreshälfte 2012 hat sich die Dynamik des Wachstums der globalen Wirtschaft deutlich verlangsamt. Aufgrund der stabilen Güternachfrage ist die Weltwirtschaft dennoch solide gewachsen. Infolge des Patentablaufs von Blockbuster-Medikamenten 16 drohen der Pharmaindustrie massive Umsatzausfälle. Verbunden mit der seit Jahren rückläufigen Zahl der jährlich zugelassenen Medikamente ist die Pharmaindustrie zunehmend davon abhängig, ihre Portfolios mit Produkten spezialisierter Biotechunternehmen zu füllen. Gleichzeitig schränken Pharmaunternehmen ihre eigenen Forschungsaktivitäten ein und verlagern diese nach außen. Die Branche ist weiter mittel- und langfristig nachteiligen Einflüssen der Gesundheitspolitik ausgesetzt, die auf eine Senkung der Medikamentenpreise und der Kosten der gesetzlichen Krankenkassen abzielt. Organisationsstruktur B.5 Stellung der Emittentin in- Die 4SC AG ist die alleinige Gesellschafterin der 4SC Discovery GmbH, in welcher die Frühforschungsaktivitäten der 4SC zu- 16 Als Blockbuster bezeichnet man ein auf dem Pharmamarkt besonders erfolgreiches MEdikament, das im Regelfall jährlich einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar erzielt. 9

nerhalb der Gruppe sammengefasst sind. Aktionärsstruktur/Ausgestaltung der Stimmrechte B.6 Beschreibung der Aktionäre der Emittentin Soweit der Gesellschaft auf Basis bisheriger Meldungen gemäß 21 i.v.m. 25 WpHG bekannt ist, halten die folgenden Aktionäre Beteiligungen in der angegebenen Höhe an dem Grundkapital der 4SC AG: Deutsche Bank Aktiengesellschaft (DVCG/VCG), Frankfurt am Main 6,13% FCP Anlage AG, Gräfelfing 9,91% HeidelbergCapital Private Equity Fund I GmbH & Co. KG, München 5,86% Roland Oetker 3,01% Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen 48,10% Unterschiedliche Stimmrechte der einzelnen von den Aktionären gehaltenen Aktien bestehen bei der 4SC AG nicht. Darüber hinaus ist der 4SC AG nicht bekannt, welche unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungen oder Beherrschungsverhältnisse an ihr bestehen, oder wer diese Beteiligungen hält bzw. diese Beherrschung ausübt und welcher Art die Beherrschung ist. Ausgewählte wesentliche Finanzinformationen B.7 Ausgewählte wesentliche historische Finanzin- formatio- nen der Emittentin Übersicht der 4SC AG für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 (IFRS 17 und HGB) sowie die ersten sechs Monate zum 30. Juni 2012 (IFRS) und hinsichtlich der Gesamtergebnisrechnung und Kapitalflussrechnung zusätzlich die ersten sechs Monate zum 30. Juni 2011 (IFRS). Konzernjahresabschluss 2011 (IFRS) + Konzern- Zwischenabschluss zum 30. Juni 2012 (IFRS) 17 Englische Abkürzung für International Financial Reporting Standards. 10

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz - Aktiva 11

Konzernbilanz - Passiva 12

Konzern-Kapitalflussrechnung** 13

Jahresabschluss 2011 (HGB) Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz - Aktiva 14

Bilanz - Passiva Erhebliche Änderung der Finanzlage und des Betriebs- ergebnis- ses des Emittenten B.8 Ausgewählte wesentliche Proforma Finanzinformatio- nen B.9 Gewinnprognosen Entfällt. Die Finanzlage und das Betriebsergebnis des Emittenten in oder nach dem von den wesentlichen historischen Finanzinformationen abgedeckten Zeitraum haben sich nicht erheblich geändert. Entfällt. Die Voraussetzungen für die Erstellung von Pro-Forma- Finanzinformationen sind nicht gegeben. Entfällt. Es liegen keine Gewinnprognosen oder Gewinnschätzungen vor. 15

oder Ge- winn- schätzun- gen B.10 Beschränkungen im Bestäti- gungs- vermerk der Wirt- schafts- prüfer B.11 Erläuterung zum Ge- schäfts- kapital Die Bestätigungsvermerke für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 (IFRS) und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 (HGB) wurden ohne Einschränkungen erteilt. Der Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 2012 (IFRS) wurde mit einer Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht versehen. Ohne die jeweiligen Bestätigungen einzuschränken, ergänzte die KPMG die entsprechenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerke sowie die Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht jeweils um den Hinweis, dass der Fortbestand der Gesellschaft (bzw. im Falle des Konzernabschlusses auch des Konzerns) von der Zuführung finanzieller Mittel in Form von Eigen- oder Fremdkapital abhängig sei, falls durch Kooperationen und Partnerschaften keine ausreichenden Liquiditätszuflüsse generiert werden könnten. Entfällt. Das Geschäftskapital des Emittenten reicht aus, um die bestehenden Anforderungen zu erfüllen. Abschnitt C Wertpapiere Angaben zu den Zuzulassenden Wertpapieren C.1 Beschreibung der Art und Gattung der Wertpapiere Bei den Zuzulassenden Aktien handelt es sich um auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). ISIN/WKN/Börsenkürzel ISIN bis Notierungsaufnahme: DE000A1PG9P8 ISIN ab Notierungsaufnahme: DE0005753818 WKN bis Notierungsaufnahme: A1PG9P WKN ab Notierungsaufnahme: 575381 Börsenkürzel: VSC C.2 Währung der Wertpapier- emission EUR 16

C.3 Zahl der ausgegebenen und voll eingezahlten Aktien C.4 Beschreibung der mit den Wertpapieren verbundenen Rechte C.5 Beschränkungen für die freie Übertragbarkeit der Aktien C.6 Zulassung zum Börsenhandel Die 4SC AG hat derzeit 50.371.814 auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben. Das derzeitige Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien der 4SC AG, einschließlich der Zuzulassenden Aktien, sind Stückaktien, d.h. sie haben keinen Nennbetrag. Der rechnerische anteilige Betrag am Grundkapital der 4SC AG beträgt 1,00 je Aktie. Jede Zuzulassende Aktie gewährt in der Hauptversammlung der 4SC AG eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts bestehen nicht. Die Zuzulassenden Aktien sind mit voller Gewinnanteilsberechtigung ab dem 1. Januar 2012 und für sämtliche Folgejahre ausgestattet. Am Gewinn der 4SC AG und an einem etwaigen Liquidationserlös nehmen sie entsprechend ihrem rechnerischen Anteil am Grundkapital teil. Die Zuzulassenden Aktien sind frei übertragbar. Die Zulassung der Zuzulassenden Aktien zum Handel am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse sowie zum Teilbereich des Regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard 18 ) an der Frankfurter Wertpapierbörse wird voraussichtlich am 21. September 2012 beantragt und am 24. September 2012 erfolgen. Es ist vorgesehen, die Zuzulassenden Aktien am 25. September 2012 in die bestehende Preisfeststellung für die Aktien der 4SC AG einbeziehen zu lassen und auf die WKN 575381 umzustellen. Beschreibung der Dividendenpolitik C.7 Beschreibung der Dividendenpolitik Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung war es der 4SC AG bislang nicht möglich, Dividendenzahlungen zu leisten. Die 4SC AG verfügt derzeit über einen erheblichen Verlustvortrag, der sich kurz- und mittelfristig voraussichtlich noch erhöhen wird. Dieser Verlustvortrag lässt eine Dividendenzahlung auf absehbare Zeit als wenig wahrscheinlich erscheinen. Ein 18 Listing-Segment der Deutschen Börse mit weiteren Zulassungsfolgepflichten und klar definierten Transparenzanforderungen. 17

zukünftiger Jahresüberschuss ist zunächst zur Reduzierung des Verlustvortrages einzusetzen, erst wenn dieser ausgeglichen ist, ist eine Dividendenzahlung rechtlich überhaupt möglich. Die Fähigkeit der 4SC AG zur Zahlung künftiger Dividenden wird von den Gewinnen der 4SC AG sowie der ihrer 100%igen Tochter 4SC Discovery GmbH, ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Lage und weiteren Faktoren abhängen. Hierzu gehört insbesondere der Liquiditätsbedarf der 4SC AG sowie der ihrer 100%igen Tochter 4SC Discovery GmbH, ihre Zukunftsaussichten, die Marktentwicklung, die gesetzgeberischen, steuerlichen und sonstigen Rahmenbedingungen. Langfristig strebt die 4SC AG eine ausgeglichene Dividendenpolitik an, die die Interessen der Gesellschaft (insbesondere die Finanzierung weiterer Forschungs- und Entwicklungsprojekte) und die der Aktionäre gleichermaßen berücksichtigt. Der zur Ausschüttung zur Verfügung stehende Bilanzgewinn inklusive des durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag einzurechnenden Ergebnisses der 4SC Discovery GmbH berechnet sich anhand des Jahresabschlusses der 4SC AG. Bei der Ermittlung des zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Betrags ist der Jahresüberschuss um Gewinn-/ Verlustvorträge des Vorjahres sowie um Entnahmen aus Rücklagen bzw. Einstellungen in Rücklagen zu korrigieren. Vorstand und Aufsichtsrat können Beträge bis zur Hälfte des Jahresüberschusses in andere Gewinnrücklagen einstellen. Sie sind darüber hinaus ermächtigt, weitere Beträge bis zu 100% des Jahresüberschusses in andere Gewinnrücklagen einzustellen, solange und soweit die anderen Gewinnrücklagen die Hälfte des Grundkapitals nicht übersteigen und auch nach der Einstellung nicht übersteigen würden. Abschnitt D Risiken D.1 Zentrale Angaben zu zentralen Risiken, die der Emittentin oder ihrer Branche eigen Potenzielle Anleger sollten vor der Entscheidung über den Kauf von Aktien des Unternehmens die nachfolgend beschriebenen Risiken und die übrigen in diesem Prospekt enthaltenen Informationen sorgfältig lesen und bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen. Die Verwirklichung dieser Risiken kann, einzeln oder zusammen mit dem Eintritt anderer Risiken bzw. anderen Umständen, die Geschäftstätigkeit und/oder Refinanzierbarkeit der 4SC wesentlich beeinträchtigen und erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben. Dies könnte so weit füh- 18

sind ren, dass die 4SC gezwungen ist, in Liquidation zu gehen oder Insolvenz anzumelden. Der Börsenpreis der Aktien des Unternehmens könnte aufgrund der Verwirklichung jedes dieser Risiken fallen, und Anleger könnten ihre Anlage teilweise verlieren oder sogar einen Totalverlust erleiden. Die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten sich rückwirkend betrachtet als nicht abschließend herausstellen und daher nicht die einzigen Risiken sein, denen die 4SC ausgesetzt ist. Weitere Risiken und Unsicherheiten, die dem Unternehmen aus heutiger Sicht nicht bekannt sind oder als nicht wesentlich eingeschätzt werden, könnten ebenfalls die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der 4SC wesentlich beeinträchtigen. Die gewählte Reihenfolge der Risikofaktoren stellt weder eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung noch über die Bedeutung und Schwere der darin genannten Risiken oder das Ausmaß potenzieller Beeinträchtigungen des Geschäfts des Unternehmens dar. Die genannten Risiken können sich einzeln oder kumulativ verwirklichen. Risiken der Geschäftstätigkeit Branchenbezogene Risiken Die 4SC hat bislang noch keine Gewinne erwirtschaftet und wird möglicherweise niemals Gewinne erwirtschaften. Die 4SC ist auf den Abschluss von Lizenzpartnerschaften für die Entwicklung ihrer Medikamentenkandidaten angewiesen. Die 4SC ist bei der Vermarktung ihrer Medikamentenkandidaten von Partnern abhängig. Der Umsatz der 4SC ist momentan von wenigen Kooperationspartnern abhängig. Es ist nicht gesichert, dass die 4SC Discovery GmbH in der Lage ist, ein eigenes tragfähiges Geschäft aufzubauen. Allgemeine Risiken der Produktentwicklung Die 4SC ist vom Erfolg der Forschungs- und Entwicklungsprogramme abhängig. Die 4SC ist nationalen und internationalen Entwicklungen in der Gesundheitspolitik ausgesetzt. Spezifische Risiken der Produktentwicklung Die 4SC ist bei der Lieferung des pharmazeutischen Wirk- 19

stoffs für ihre Medikamentenkandidaten und bei deren Herstellung in klinischen und kommerziellen Mengen sowie bei der Formulierung 19 und der Herstellung der Arzneimittelzubereitung von Contract Manufacturing Organisations (CMOs / Lohnherstellern) abhängig. Die 4SC ist bei der präklinischen und klinischen Entwicklung von Contract Research Organisations (CROs / Auftragsforschungsorganisationen) abhängig. Die 4SC ist von der Rekrutierung von ausreichend Proband en 20 und Patienten für klinische Studien abhängig. Die 4SC benötigt für die Durchführung klinischer Studien die Zustimmung der zuständigen Behörden. Unerwartete sicherheitsrelevante Ereignisse während präklinischer oder klinischer Entwicklungen von Resminostat (4SC-201) und Vidofludimus (4SC-101), aber auch von den weiteren nachrückenden klinischen Entwicklungskandidaten, könnten zu einer Verzögerung führen oder könnten sogar die erfolgreiche Durchführung der Studien gefährden. Verwaltungsverfahren könnten die Entwicklung und Vermarktung neuer Medikamentenkandidaten beeinträchtigen. Die Arzneimittelzulassung könnte der 4SC bzw. dem Kooperationspartner verweigert bzw. das zugelassene Produkt nicht angemessen vergütet werden. Wettbewerb Neue Technologien könnten die Entwicklung von Medikamentenkandidaten durch Wettbewerber begünstigen. Konkurrierende Medikamentenkandidaten könnten bevorzugt am Markt zugelassen werden. Patente und Markenschutz Die 4SC hat gewerbliche Schutzrechte zum Schutz ihrer Medikamentenkandidaten angemeldet. Es besteht keine Gewähr, dass es der 4SC gelingt, ihre Erfindungen, Patente und Know-how in ausreichendem Maße zu schützen. Nicht in allen Pharmamärkten besteht ein Markenschutz bzw. der Markenschutz kann möglicherweise nicht in allen Märk- 19 Eine Formulierung ist im pharmazeutischen Sinne die Bereitstellung eines Arzneimittels in einer Form, die die gewünschte Bioverfügbarkeit beim Patienten garantiert. 20 Freiwilliger, in der Regel gesunder Teilnehmer an einer klinischen Studie. 20

Finanzierungsrisiken ten durchgesetzt werden. Die 4SC wird möglicherweise nicht in der Lage sein, ihre Produkte für alle Pharmamärkte, in denen die Produkte letztlich vertrieben werden sollen, über gewerbliche Schutzrechte abzusichern. Die 4SC ist möglicherweise nicht in der Lage, Erfindungen und Know-how, das nicht durch gewerbliche Schutzrechte abgesichert werden kann, zu schützen. Gewerbliche Schutzrechte der 4SC könnten durch Dritte verletzt werden. Es lässt sich nicht ausschließen, dass die 4SC ihrerseits gewerbliche Schutzrechte Dritter verletzt und hierdurch gehindert ist, ihre Produkte herzustellen und/oder zu vertreiben bzw. auf die kostenpflichtige Nutzung gewerblicher Schutzrechte Dritter angewiesen ist, oder die Herstellungsprozesse auf nicht patentgeschützte Verfahren umstellen muss. Die 4SC könnte im Zusammenhang mit gewerblichen Schutzrechten als Beklagte in Rechtsstreitigkeiten verwickelt werden, wobei allein die Behauptung einer Rechtsverletzung zu einem Schaden für die 4SC führen kann. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die 4SC keinen Zugang zu weiteren Finanzierungen erhält Es besteht das Risiko, dass erforderliche weitere Finanzierungsmaßnahmen nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt werden können, was die 4SC in ihrer weiteren Entwicklung bremsen bzw. in ihrem Bestand gefährden kann. Weitere finanzielle Risiken Zusätzliche Risiken aus der EURO-Krise Die aktuelle EURO- und Finanzmarktkrise könnte die Ertragslage, die Finanzierungsmöglichkeit und das Geschäft der 4SC auch über einen längeren Zeitraum stark beeinträchtigen. Finanzrisiken Aufgrund des Geschäftsmodells und der substanziellen Zahlungen einzelner Kunden kann es zu erheblichen Schwankungen bei den Umsätzen kommen. Dies könnte sich nachteilig auf die Liquidität der 4SC und auf den Kurs der 21

4SC-Aktie auswirken. Es bestehen Risiken für die Liquidität der 4SC im Zusammenhang mit dem Erhalt und der Abrechnung von Fördergeldern. Die 4SC unterliegt dem Risiko von Währungsschwankungen, die sich möglicherweise nicht wirtschaftlich sinnvoll absichern lassen. Bei der Anlage liquider Reserven können möglicherweise Verluste entstehen. Es bestehen Risiken aus der Übernahme von Vermögensgegenständen und Patenten von der Nycomed im Juli 2008. Es bestehen Risiken aus Beteiligungen an der quattro research GmbH sowie der Nexigen GmbH. Der steigende kumulierte Verlustvortrag könnte eine Verlustanzeige gemäß 92 Abs. 1 AktG auslösen. Steuerrisiken Bestehende steuerliche Verlustvorträge könnten aberkannt werden. Es bestehen Risiken aus der Nicht-Anrechenbarkeit von ausländischen Steuern. Es bestehen Risiken aus der Aufdeckung stiller Reserven bei der Einbringung verschiedener Vermögenswerte von der 4SC AG in die 4SC Discovery GmbH. Risiken aus der Beteiligung und der Aktionärsstruktur Zukünftige Kapitalmaßnahmen können die Beteiligung von Aktionären verwässern. Administrative und sonstige Risiken Künftige Aktienverkäufe durch Großaktionäre oder das Management können sich erheblich nachteilig auf den Börsenkurs der Aktien der 4SC AG auswirken. Die 4SC AG wird durch wenige Hauptaktionäre kontrolliert, die in der Lage sind, beherrschenden Einfluss auf Hauptversammlungsbeschlüsse zu nehmen. Die 4SC ist von wichtigem Schlüsselpersonal und von Knowhow-Trägern abhängig. Ein Weggang von wichtigen Knowhow-Trägern oder eine Unterbesetzung würde die Wettbewerbsfähigkeit der 4SC beeinträchtigen und könnte das Feh- 22

D.3 Zentrale Angaben zu zentralen Risiken, die den Wertpapieren eigen sind lerpotenzial erhöhen. Die 4SC könnte Schwierigkeiten haben, ihre D&O- Versicherung 21 für die Mitglieder ihrer Organe in ausreichender Höhe und zu wirtschaftlich annehmbaren Bedingungen aufrecht zu erhalten. Dies könnte ihre Fähigkeit beeinträchtigen, qualifizierte Führungskräfte einzustellen und an sich zu binden und sich nachteilig auf ihre Ertrags- und Finanzlage auswirken. Es bestehen Risiken aus einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der 4SC AG und der 4SC Discovery GmbH. Die 4SC könnte sich eventuell gegen Ansprüche von Aktionären und andere Ansprüche, die gegen sie oder ihre Organmitglieder erhoben werden, wehren müssen bzw. müsste diese beilegen. Die 4SC sorgt für ausreichend Versicherungsschutz in allen relevanten Unternehmensbereichen wie z.b. Mitarbeiter, Vermögensgegenstände, Gebäude, Betriebsunterbrechung, klinische Studien, etc. Das Versicherungsportfolio wird regelmäßig überprüft und an die aktuelle Unternehmenssituation angepasst. Dennoch könnte es passieren, dass sich im Schadensfall herausstellt, dass die 4SC in bestimmten Bereichen nicht ausreichend oder gar nicht versichert ist. Dies könnte den operativen Betrieb des Unternehmens behindern und negative Auswirkungen auf Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Die Aktie der 4SC AG ist möglicherweise nur sehr eingeschränkt liquide, der Aktienkurs damit möglicherweise sehr volatil. 21 Englische Abkürzung für Directors-and-Officers-Versicherung (auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung). Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten abschließt.. 23

Abschnitt E Angebot Angaben zur Kapitalerhöhung E.1 Höhe der Gesamt- nettoerlö- se und der geschätzten Ge- Die Gesamtnettoerlöse der Emission belaufen sich auf ca. 11,4 Mio., wovon die Emissions- und Rechtsberatungskosten in Höhe von 1,175 Mio. bereits in Abzug gebracht wurden. Die voraussichtlichen Gesamtkosten der Zulassung einschließlich Banken- und Beraterprovisionen belaufen sich auf ca. 250.000. Kosten aus der Emission wurden dem Anleger von der 4SC AG nicht in Rechnung gestellt. E.2a Gründe für die samtkos- ten Kapitalerhöhung Die erhaltenen Mittel sollen vor allem der erfolgreichen Weiterentwicklung der bestehenden klinischen und präklinischen Entwicklungsprogramme der 4SC dienen. Dies beinhaltet unter anderem den Abschluss laufender Phase I- und Phase II- Studien sowie die Vorbereitung vorzugsweise gemeinsam mit Pharmapartnern einer Zulassungsstudie des Krebsmedikaments Resminostat in der Indikation Leberkrebs sowie einer klinischen Phase-IIb-Studie mit Vidofludimus in der Indikation chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (IBD), die beide gleich zu priorisieren sind. Die Gesamtnettoerlöse belaufen sich auf etwa 11,4 Mio.. E.3 Beschreibung der Angebots- konditio- nen E.4 Beschreibung etwaiger Interessen konflikte Entfällt. Die diesem Prospekt zugrunde liegende Bezugsrechtsemission richtete sich an die Anteilseigner der Emittentin und wurde bereits am 3. Juli 2012 abgeschlossen. Mangels eines öffentlichen Angebotes entfällt daher eine Beschreibung der Angebotskonditionen. Kempen & Co. N.V. steht im Zusammenhang mit der Börsenzulassung von Aktien der Gesellschaft in einem vertraglichen Verhältnis mit der 4SC AG. Kempen & Co. N.V. wurde von der Gesellschaft als begleitende Bank zur Durchführung der Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht und ohne öffentliches Angebot mandatiert. Sie berät die Gesellschaft bei der Zulassung der Zuzulassenden Aktien, koordiniert die Strukturierung sowie Durchführung der Börsenzulassung. Kempen & Co. N.V. erhält von der 4SC AG für diese Tätigkeit eine erfolgsabhängige Provision, abhängig von der Höhe des vermittelten Platzierungsvolumens. 24

E.5 Name des Unternehmens, das das Wertpapier zum Verkauf anbietet E.6 Verwässerung Entfällt. Die Wertpapiere werden nicht zum Verkauf angeboten. Auf Basis dieses Prospekts erfolgt lediglich die Zulassung der Neuen Aktien zum Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse. Es gibt zudem keine Lock-up-Vereinbarung zwischen den Parteien. Die unmittelbare Verwässerung der Zuzulassenden Aktien beläuft sich auf 0,81 je Aktie bzw. 54%. Soweit bestehende Altaktionäre von ihrem Bezugsrecht keinen Gebrauch gemacht haben und keine neuen Aktien gezeichnet haben, wurde deren Anteil am Eigenkapital der Gesellschaft infolge der Kapitalerhöhung vom 3. Juli 2012 um 16,7% verwässert. E.7 Schätzung der Ausgaben, die dem Anleger in Rechnung gestellt werden Entfällt. Der Prospekt dient lediglich der Zulassung der Neuen Aktien zum Regulierten Markt. Vom Anleger zu tragende Kosten sind hiermit nicht verbunden. 25

RISIKOFAKTOREN RISIKOFAKTOREN Potenzielle Anleger sollten vor der Entscheidung über den Kauf von Aktien der 4SC AG 22 die nachfolgend beschriebenen Risiken und die übrigen in diesem Prospekt enthaltenen Informationen sorgfältig lesen und bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen. Die Verwirklichung dieser Risiken kann, einzeln oder zusammen mit dem Eintritt anderer Risiken bzw. anderen Umständen, die Geschäftstätigkeit und/oder Refinanzierbarkeit der 4SC wesentlich beeinträchtigen und erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben. Dies könnte soweit führen, dass die 4SC gezwungen ist, in Liquidation zu gehen oder Insolvenz anzumelden. Der Börsenpreis der Aktien der 4SC AG könnte aufgrund der Verwirklichung jedes dieser Risiken fallen, und Anleger könnten ihre Anlage teilweise verlieren oder sogar einen Totalverlust erleiden. Die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten sich rückwirkend betrachtet als nicht abschließend herausstellen und daher nicht die einzigen Risiken sein, denen die 4SC ausgesetzt ist. Weitere Risiken und Unsicherheiten, die dem Unternehmen aus heutiger Sicht nicht bekannt sind oder als nicht wesentlich eingeschätzt werden, könnten ebenfalls die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der 4SC wesentlich beeinträchtigen. Die gewählte Reihenfolge der Risikofaktoren stellt weder eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung noch über die Bedeutung und Schwere der darin genannten Risiken oder das Ausmaß potenzieller Beeinträchtigungen des Geschäfts des Unternehmens dar. Die genannten Risiken können sich einzeln oder kumulativ verwirklichen. Risiken der Geschäftstätigkeit Die 4SC hat bislang noch keine Gewinne erwirtschaftet und wird möglicherweise niemals Gewinne erwirtschaften. Die 4SC hat sich auf die Forschung und Entwicklung von niedermolekularen Wirkstoffen spezialisiert. Zum Erreichen der Gewinnzone muss die 4SC substanzielle Umsatzerlöse - beispielsweise aus Vorabzahlungen, Meilensteinzahlungen oder Umsatzbeteiligungen aus Lizenzverträgen und Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie aus Forschungs- und Kooperationsverträgen - erwirtschaften. Bisher hat die 4SC Umsätze in einer Höhe erzielt, die noch nicht zur Selbstfinanzierung und Profitabilität des Unternehmens ausreichen. Auch zukünftig ist es noch nicht sichergestellt, dass die 4SC jemals solche Einnahmen in ausrei- 22 Der 4SC-Konzern im vorliegenden Prospekt als 4SC, das Unternehmen oder der Konzern bezeichnet umfasst die 4SC AG als Konzernmuttergesellschaft sowie die 4SC Discovery GmbH als Tochtergesellschaft. Beziehen sich im vorliegenden Prospekt einzelne Angaben explizit auf die Einzelgesellschaften 4SC AG oder 4SC Discovery GmbH, so werden diese explizit als 4SC AG beziehungsweise als 4SC Discovery GmbH bezeichnet. 26

RISIKOFAKTOREN chender Höhe erzielen wird. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung auch künftig notwendiger Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wird die 4SC zunächst weiter ein negatives Betriebsergebnis ausweisen. Das Erreichen der Profitabilität ist auch abhängig vom Erfolg der präklinischen und klinischen Forschung und Entwicklung der eigenen Medikamentenkandidaten der 4SC. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige oder auch alle Projekte der 4SC in der Forschungs- und Entwicklungsphase vor der Markteinführung bzw. Auslizenzierung abgebrochen werden müssen und somit nur geringen oder sogar keinen Umsatz für die 4SC generieren. Sofern sich eines oder mehrere der hier genannten Risiken realisiert und dadurch das Erwirtschaften von Umsätzen und Gewinnen nur in reduziertem Umfang geschieht oder gänzlich unterbleibt, kann es sein, dass die 4SC gezwungen ist, in Liquidation zu gehen oder einen Insolvenzantrag zu stellen. Die 4SC ist auf den Abschluss von Lizenzpartnerschaften für die Entwicklung ihrer Medikamentenkandidaten angewiesen. Aufgrund der Verlustsituation und unter Berücksichtigung künftig notwendiger Aufwendungen, um Medikamentenkandidaten der 4SC bis zur Marktzulassung zu bringen und zu vermarkten, ist die 4SC auf den Abschluss von langfristigen Entwicklungs- und Lizenzpartnerschaften mit Pharma- oder Biotechnologieunternehmen angewiesen. Möglicherweise gelingt es der 4SC nicht bzw. nur zu wirtschaftlich ungünstigen Konditionen oder nur mit zeitlicher Verzögerung, solche Partner zu gewinnen. Dies könnte die Entwicklung der Medikamentenkandidaten erheblich verzögern oder verhindern bzw. zu geringeren Erlösen führen. Darüber hinaus könnte dies das Erreichen der Gewinnzone sowie die ausreichende Finanzierung des Unternehmens verhindern. Die 4SC ist bei der Vermarktung ihrer Medikamentenkandidaten von Partnern abhängig. Aufgrund dieser Abhängigkeit von Kooperations- oder Lizenzvereinbarungen mit erfahrenen Partnern ist die 4SC unter anderem den folgenden Risiken ausgesetzt: Durch mangelnde oder wirtschaftlich unattraktive Partnerschaften könnte sich die Entwicklung und Marktzulassung verzögern, und es könnte sein, dass die 4SC gezwungen ist, ungünstige wirtschaftliche Bedingungen zu akzeptieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die 4SC wichtige Schutzrechte aufgrund ablaufender Patentlaufzeiten aufgeben muss. Wenn es einem Kooperations- oder Lizenzpartner nicht gelingt, einen der Medikamentenkandidaten der 4SC zu entwickeln oder zu vermarkten, erhält die 4SC künftig möglicherweise keine Meilensteinzahlungen oder Lizenzgebühren. Die Kooperations- oder Lizenzpartner der 4SC könnten in finanzielle Schwierigkeiten geraten, was zum Ausfall von Forderungen aus Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen führen könnte und sich daher nachteilig auf die Entwicklung oder Vermarktung eines oder mehrerer Medikamentenkandidaten der 4SC auswirken könnte. Unternehmenszusammenschlüsse, in denen ein Kooperations- oder Lizenzpartner 27

RISIKOFAKTOREN involviert sein könnte, oder wesentliche Änderungen der Geschäftsstrategie eines Lizenz- oder Kooperationspartners könnten sich nachteilig auf die Bereitschaft oder Fähigkeit eines Kooperations- oder Lizenzpartners, seinen vertraglichen Pflichten nachzukommen, auswirken. Aufgrund der Beendigung oder des Ablaufs von Kooperations- oder Lizenzvereinbarungen in der Forschung und Entwicklung könnte sich die Entwicklung der Medikamentenkandidaten der 4SC verzögern, verteuern oder ganz unmöglich werden. Sollte eines dieser Risiken eintreten, würde dies die Fähigkeit der 4SC zur Entwicklung und Vermarktung einer oder mehrerer ihrer Medikamentenkandidaten beeinträchtigen und sich nachteilig auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der 4SC auswirken. Der Umsatz der 4SC ist momentan von wenigen Kooperationspartnern abhängig. Die 4SC generiert derzeit einen Großteil ihrer Umsätze aus Verträgen mit nur wenigen Kooperationspartnern, wobei Yakult Honsha, Japan, aktuell über 50% der rechnerischen Umsätze darstellt. Sollte solch ein Partner den Vertrag kündigen oder keine Zahlung mehr leisten, hätte dies einen negativen Effekt auf die Umsatzentwicklung. Künftig ist geplant, verstärkt auch Umsätze aus den Aktivitäten in den früheren Phasen der Wirkstoffforschung zu generieren. Dies soll insbesondere durch Forschungskooperationen mit Pharmafirmen in den Bereichen der Wirkstoffentdeckung und -optimierung geschehen. Gelingt es nicht solche Kooperationspartnerschaften zu realisieren, könnte es die angestrebte Umsatzentwicklung und damit auch die künftige Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens beeinträchtigen. Es ist nicht gesichert, dass die 4SC Discovery GmbH in der Lage ist, ein eigenes tragfähiges Geschäft aufzubauen. Auch die Anfang 2012 operativ gestartete 4SC Discovery GmbH als Teil des Konzerns ist aktuell noch nicht profitabel und es ist noch nicht gesichert, dass sie mittelfristig ausreichend Neukunden akquirieren kann, um ein eigenständiges tragfähiges Geschäft aufzubauen, das positiv zum Konzernergebnis beiträgt. Branchenbezogene Risiken Allgemeine Risiken der Produktentwicklung Die 4SC ist vom Erfolg der Forschungs- und Entwicklungsprogramme abhängig. Der Erfolg von 4SC steht und fällt mit ihren Forschungs- und Entwicklungsprogrammen. Als produktorientiertes Biotechnologieunternehmen unterliegt die 4SC den Risiken der Medikamentenentwicklung. Diese sind in der Biotechnologiebranche aufgrund der langen Entwicklungszeiten eines Wirkstoffs besonders ausgeprägt. 28

RISIKOFAKTOREN Die Entwicklungskandidaten der 4SC werden regelmäßig zunächst präklinisch und anschließend klinisch entwickelt und erprobt. Die 4SC kann nicht ausschließen, dass einige oder sogar alle ihrer Entwicklungskandidaten nicht in die klinische Entwicklung eintreten, oder sich der Eintritt in die klinische Phase zeitlich verzögert. Dies hat möglicherweise zur Folge, dass Umsätze hieraus später, in geringerer Höhe oder überhaupt nicht realisiert werden. Zudem könnte dies zu einer Verzögerung oder einem Abbruch der Entwicklung führen, was sich wiederum negativ auf den Aktienkurs der 4SC auswirken könnte. Die 4SC kann ebenso wenig ausschließen, dass Entwicklungskandidaten, die bereits Gegenstand klinischer Studien sind, im Laufe dieser Studien möglicherweise keine ausreichende Aktivität am Patienten oder ein ungünstiges Nebenwirkungsprofil zeigen oder sich sonstige sicherheitsrelevante Erkenntnisse ergeben werden, die einer Weiterentwicklung entgegenstehen könnten. Zudem kann es passieren, dass sich einzelne Wirkstoffe nicht zu geeigneten pharmazeutischen Endprodukten formulieren lassen und damit die Herstellung des pharmazeutischen Produktes erschwert oder unmöglich wird, so dass sie nicht erfolgreich weiterentwickelt werden können. Zurzeit hat die 4SC mehrere Wirkstoffe, die sich in präklinischen und klinischen Entwicklungsphasen befinden. Aufgrund einer breiten Produktpipeline können die Risiken beziehungsweise die Abhängigkeit von einem Wirkstoff reduziert werden. Bisher vorliegende Studienergebnisse legen nahe, dass die Wirkstoffe, die sich derzeit in der klinischen Entwicklung befinden, sicher anwendbar und gut verträglich sind. Dennoch kann die 4SC nicht ausschließen, dass in anstehenden Studien möglicherweise keine ausreichende Wirksamkeit am Patienten nachgewiesen wird, wie dies im Jahr 2011 beim Wirkstoff Vidofludimus (4SC-101) in der Indikation Rheumatoide Arthritis der Fall war, oder dass Nebenwirkungen auftreten, die als sicherheitsrelevant einzustufen sind. Solche Befunde können zu einer Verzögerung oder zum Abbruch der Entwicklung eines Entwicklungskandidaten führen, was einen negativen Einfluss auf den Aktienkurs sowie auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der 4SC nehmen könnte. Die 4SC ist nationalen und internationalen Entwicklungen in der Gesundheitspolitik ausgesetzt. Die Branche ist weiterhin mittel- und langfristig Entwicklungen nationaler und internationaler Gesundheitssysteme und der Gesundheitspolitik ausgesetzt, durch die z.b. Krankenversicherungen und staatliche Gesundheitsinstitutionen durch neue Regularien den Druck erhöhen könnten, die Gesundheitskosten zu reduzieren. So könnten sich beispielsweise zunehmend stringentere Zulassungs- und Erstattungskonditionen nachteilig auf erzielbare Medikamentenpreise und damit Umsätze aus Medikamentenverkäufen auswirken. Spezifische Risiken der Produktentwicklung Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern im Forschungs- und Entwicklungsbereich. 29

RISIKOFAKTOREN Die 4SC ist bei der Lieferung des pharmazeutischen Wirkstoffs für ihre Medikamentenkandidaten und bei deren Herstellung in klinischen und kommerziellen Mengen sowie bei der Formulierung und der Herstellung der Arzneimittelzubereitung von Contract Manufacturing Organisations (CMOs / Lohnherstellern) abhängig. Die 4SC besitzt und betreibt keine Herstellungseinrichtungen zur Produktion pharmazeutischer Produkte, da sie über keine behördliche Herstellungserlaubnis verfügt. Die 4SC nimmt bei der Lieferung des pharmazeutischen Wirkstoffs für ihre Medikamentenkandidaten und bei deren Herstellung in klinischen und kommerziellen Mengen, ebenso wie bei der Formulierung und Herstellung der Arzneimittelzubereitung Vertragspartner, so genannte CMOs, in Anspruch. Daher ist die 4SC derzeit und voraussichtlich auch in Zukunft bei der Lieferung von Wirkstoffen sowie bei der Herstellung von entwicklungsrelevanten und kommerziellen Mengen ebenso wie bei der Entwicklung und Herstellung ihrer Arzneimittelzubereitungen auf Vertragspartner angewiesen. Die 4SC ist möglicherweise nicht in der Lage, die bestehenden Vereinbarungen mit solchen Vertragspartnern zu für sie annehmbaren Konditionen oder überhaupt aufrecht zu erhalten bzw. zu verlängern oder neue Vertragspartner zu wirtschaftlich akzeptablen Konditionen zu finden. Zudem birgt die Abhängigkeit von externen Lieferanten und Herstellern weitere Risiken, denen die 4SC ggf. nicht ausgesetzt wäre, wenn sie die betreffenden Stoffe selbst herstellen würde. Zu diesen Risiken gehören: - Nicht fristgerechte Lieferung in ausreichender Menge und/oder Qualität; - Nichteinhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorschriften und Qualitätssicherungsnormen durch externe Lieferanten oder Hersteller; - Verletzung der Vereinbarungen mit der 4SC durch externe Lieferanten oder Hersteller; - Beendigung oder Nichtverlängerung einer Vereinbarung mit externen Lieferanten oder Herstellern aus Gründen, die außerhalb der Kontrolle der 4SC liegen; - Von Zulassungsbehörden auferlegte Sanktionen, falls die von einem externen Lieferanten oder Hersteller gelieferten bzw. hergestellten Wirkstoffe oder Arzneimittelzubereitungen den anwendbaren behördlichen Vorschriften nicht genügen. Wenn es der 4SC nicht gelänge, geeignete CMOs für die Entwicklung und Herstellung ihrer Arzneimittelzubereitungen zu akzeptablen Konditionen zu gewinnen bzw. zu erhalten oder wenn sich die Auswahl und Beauftragung eines geeigneten CMOs verzögert, könnte sich die Fähigkeit der 4SC zur Entwicklung und Vermarktung ihrer bestehenden oder künftigen Medikamentenkandidaten verzögern und ihre Entwicklungs- und Vermarktungskosten könnten steigen. Die 4SC muss zudem möglicherweise von Zeit zu Zeit Lieferanten oder CMOs wechseln, um anwendbaren auf- 30