Arbeitsplatzgestaltung

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Arbeitsplatzgestaltung Eine feste Stelle in einem Zimmer sollte ausschließlich dem Lernen vorbehalten sein. Der Schreibtisch muss aufgeräumt sein. Es sollte genügend Möglichkeiten geben, um Bücher und Hefte, Stifte und andere Materialien zu sortieren. Zu einem guten Arbeitsplatz gehören außerdem Nachschlagewerke wie ein Duden und ein Fremdwörterbuch. Um den Rücken, die Sehnen, die Gelenke und die Augen zu schonen, sollten folgende Punkte beachtet werden: 50 90 cm ca. 90 ca. 90 ca. 70 cm gute Lichtverhältnisse (Lampe mit mindestens 60-Watt-Glühbirne), für Rechtshänder: Licht von links, für Linkshänder: Licht von rechts, Tisch- und Stuhlhöhe aufeinander abstimmen, ausreichend großen Tisch auswählen. Mappenführung Eine gute Mappenführung ist eine Voraussetzung für die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit. Aufgaben Überlegen Sie mit Ihren Mitschülerinnen, wie sie Ihre Mappen anlegen, strukturieren und gestalten wollen. Folgende Punkte sollten in Ihre Überlegungen mit eingehen: Trennung nach unterrichtenden Lehrern, Trennung nach Theorie und Praxis, Trennung nach Fächern, Auswahl bestimmter Farben für Lehrer oder Fächer, Beschriftung und Gestaltung, Inhaltsverzeichnis mit Datum, Inhalt und Seitenzahl, Stelle der Seitennummerierung auf den einzelnen Seiten. 1

Wolken Ovale und Kreise Rechtecke Linien Freie Symbole Umrahmung S U E Pfeile Muster und Farben Piktogramme und Bilder! P Ø Konzentrationsübungen Jeder Mensch konzentriert sich auf seine Art und Weise. Mit den folgenden Übungen und Tätigkeiten können Konzentration und Entspannung trainiert werden. Schließen Sie die Augen und richten Sie Ihre Gedanken auf das Ein- und Ausatmen. Atmen Sie tief und langsam durch die Nase ein, halten Sie die Luft einige Sekunden an und atmen Sie dann ebenso langsam durch den Mund wieder aus. Wiederholen Sie dies einige Male und lenken Sie Ihre Gedanken nur auf diesen Vorgang. Sehen Sie sich einen Gegenstand genau an. Zeichnen Sie diesen Gegenstand aus Ihrer Erinnerung auf ein Blatt Papier. Vergleichen Sie Ihr Werk dann mit dem Original. Setzen Sie sich aufrecht hin, malen Sie mit der rechten Hand eine liegende Acht in die Luft und verfolgen Sie die Acht gleichzeitig mit den Augen. Setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl und stellen Sie Ihre Füße fest auf den Boden. Legen Sie Ihre Handflächen gerade auf eine Tischplatte. Pressen Sie mit aller Kraft auf den Tisch und halten Sie die Spannung etwa drei Sekunden. Lösen Sie dann die Spannung und wiederholen Sie das Ganze noch zweimal. Machen Sie das mit Ihren Füßen ebenfalls dreimal. Schauen Sie fünf Minuten auf einen blauen Punkt (Größe eines zwei-euro- Stücks)1. Blau ist die Farbe des Denkens und der Konzentration. Liedertexte auswendig lernen. Kopfrechenübungen machen. Einen Mandala ausmalen. 2

Yoga machen. Auf Farben, Töne und Geräusche konzentrieren. Handarbeiten (Stricken, Sticken). Schach spielen. Puzzeln. Schnitzen. Malen. Kreuzworträtsel lösen. Kartenhäuser bauen. Lerntypen Sag mir etwas, und ich werde es vergessen! Zeig mir etwas, und ich werde es vielleicht behalten! Lass es mich tun, und ich werde es bestimmt behalten! ZEN-Weisheit Wenn Menschen sehen und hören, vor allem aber auch diskutieren und möglichst viel selber machen, können sie sich am meisten merken. Dennoch hat jeder Mensch seine eigenen Schwerpunkte beim Lernen. Manche Menschen können sich den Lernstoff gut merken, wenn sie ihn lesen, andere, wenn sie dem Lehrer zuhören, und wieder andere lernen am besten, wenn sie schreiben oder sich mit den Mitschülerinnen über den Lerninhalt austauschen. Man spricht deshalb von visuellen, auditiven, kommunikativen und motorischen Lerntypen. Je nachdem, welches Sinnesorgan am Lernprozess beteiligt ist. Wichtig ist es, den Grundlerntyp frühzeitig herauszufinden. Denn dies ermöglicht einem, Informationen in einer Weise aufzunehmen und im Gedächtnis zu verankern, die für einen Menschen besonders lernförderlich ist. Hilfreich ist es, wenn sich der Lernstoff über möglichst viele Sinneskanäle einprägt und verarbeitet wird. Denn je mehr Wahrnehmungsfelder im Gehirn beteiligt sind, desto mehr gedankliche Verknüpfungen können zu dem Lernstoff hergestellt und desto besser kann er behalten werden. Leider können nur 10 % von dem, was gelesen wird, behalten werden. Nur lesen 10 % Nur hören 20 % Nur sehen 30 % Sehen und hören 50 % Sehen, hören und diskutieren 70 % Sehen, hören, diskutieren und selbst machen 90 % 3

Aufgaben 1. Zeichnen Sie ein Diagramm mit den Prozentangaben. Kleben Sie passende Bilder dazu. stimmt stimmt stimmt Frage immer manch- nie mal Ich schreibe mir aus Sachtexten die wichtigen Informationen heraus, damit ich sie besser behalten kann. Von Gegenständen, die ich schon einmal in den Händen gehalten habe, habe ich ein genaues Bild vor Augen. Den mündlichen Erklärungen des Lehrers kann ich gut folgen. Ich stelle anderen gerne Fragen über das, was ich lernen soll. Handlungen lerne ich am besten dadurch, dass ich sie nachmache. Zeichnungen und Diagramme helfen mir, den Lernstoff zu behalten. An Nachrichten im Radio kann ich mich besser erinnern, als wenn ich sie im Fernsehen sehe. Sachen, die der Lehrer an die Tafel schreibt, kann ich mir gut merken. Ich finde es hilfreich, von Mitlernern Informationen zu erhalten und diese mit meinen zu vergleichen. Es fällt mir leicht, gehörte Anweisungen zu verstehen. Lernposter helfen mir, Inhalte zu lernen und mich an diese zu erinnern. Mir fällt es leichter, Dinge zu verstehen, wenn ich mit anderen über sie diskutieren kann. Ich kann leichter lernen, wenn ich mich dabei bewegen kann. Ich kann nur dann lernen, wenn es um mich herum ganz ruhig ist. Wenn ich mir die Lerninhalte bildlich vorstelle, kann ich mich später besser an sie erinnern. An Melodien kann ich mich gut erinnern. Wenn ich mir Sachen selber aufschreibe, kann ich sie mir besser merken. Mich mit anderen sprachlich über die Lerninhalte auseinander zu setzen, hilft mir, den Stoff zu lernen. Mündlichen Anweisungen kann ich besser folgen als schriftlichen. Ich kaue gerne Kaugummi, trinke oder esse, während ich lerne. An Nachrichten im Fernsehen kann ich mich besser erinnen, als wenn sich sie im Radio höre. Wenn ich mir Lerninhalte laut vorsage, kann ich sie besser behalten. Ich lerne gerne etwas, indem ich mit Mitlernern Frage-Antwort-Spiele spiele. Das, was ich lernen soll, schreibe ich mir selber noch einmal auf. Ich lerne gerne zusammen mit anderen. 4

Ich baue mir gerne Modelle oder erstelle mir Plakaten von den Inhalten, die ich lernen soll. Mit anderen über die Lerninhalte zu sprechen, bietet eine gute Möglichkeit, diese zu lernen. Vokabeln kann ich mir besser merken, wenn ich sie laut lerne. Ich nehme im Unterricht gerne an Rollenspielen teil, weil ich mir so Lerninhalte besser merken kann. Wenn ich mit anderen über den Lernstoff spreche, kann ich mich danach besser an ihn erinnern. Es fällt mir leicht, geschriebene Anweisungen zu verstehen. Wenn ich Sachen anfassen und mit ihnen etwas machen kann, kann ich mich besser an sie erinnern. Quelle: Studienkreis 2. Finden Sie heraus, welcher Lerntyp Sie sind. Für jede Farbe getrennt, wird die Anzahl der angekreuzten Punkte gezählt. Die schwarzen Punkte werden nicht zusammengerechnet. Die erzielte Punktzahl wird in das entsprechende Kästchen unten eingetragen. Der Bereich, in dem die meisten Punkte erzielt wurden, zeigt den Grundlerntyp an. Ergebnisse Visueller Lerntyp Auditiver Lerntyp Kommunikativer Lerntyp Motorischer Lerntyp Lerntypen Visueller Lerntyp: Lernen durch Sehen Die besten Lernerfolge werden durch das Lesen von Informationen und das Beobachten von Handlungsabläufen erreicht. Dinge zu behalten, wenn diese in Form von Grafiken oder Bildern veranschaulicht werden, fällt leicht. Schwierigkeiten beim Aufnehmen und Behalten gibt es bei gehörten Informationen. Lernhilfen sind Bücher, Skizzen, Bilder, Lernposter, Videos und Lernkarteien. Auditiver Lerntyp: Lernen durch Hören Gehörte Informationen aufzunehmen, zu behalten und auch wiederzugeben fällt leicht. Dies betrifft auch das Folgen und Verarbeiten von mündliche Erklärungen. Auditive Lerntypen führen beim Lernen oft Selbstgespräche und fühlen sich durch Ge- 5

räusche in ihrer Umgebung schnell gestört. An Dinge, die der auditive Lerntyp nur gesehen hat, kann er sich in der Regel schlecht erinnern. Lernhilfen sind Lernkassetten, Gespräche, Vorträge, Musik, keine Nebengeräusche, Hören, Nachsprechen, Selbstgespräche. Kommunikativer Lerntyp: Lernen durch Gespräche Diskussionen und Gespräche führen zum größten Lernerfolg. Die sprachliche Auseinandersetzung mit dem Lernstoff und das Verstehen im Dialog haben eine große Bedeutung. Hilfreich für kommunikative Lerntypen ist es, in Gesprächen sowohl die Position des Fragenden als auch des Erklärenden einnehmen zu können. Lernhilfen sind Dialoge, Diskussionen, Lerngruppen und Rollenspiele. Motorischer Lerntyp: Lernen durch Bewegung Der motorische Lerntyp lernt am besten dadurch, dass er Handlungsabläufe selber durchführen und auf diese Weise nachvollziehen kann. Für ihn ist es wichtig, am Lernprozess unmittelbar beteiligt zu sein und durch das learning by doing eigenständige Erfahrungen zu sammeln. Die Lernhilfen sind rhythmische Bewegungen, Nachmachen, Gruppenaktivitäten, Rollenspiele, Aufschreiben, Zeichnen, Ausprobieren. Merkhilfen Lernkartei Für eine Klassenarbeit muss viel Wissen parat sein. Dieses Wissen muss vom Ultrakurzzeitgedächtnis ins Kurzzeitgedächtnis und dann ins Langzeitgedächtnis gelangen. Ein ständiges Wiederholen ist dafür erforderlich. Das Arbeiten mit einer Lernkartei kann dabei hilfreich sein. Fragen, Aufgaben oder Fremdwörter stehen auf der Vorderseite eines Zettels. Die Antwort oder Lösung steht über Kopf auf der Rückseite. Diese Zettel oder Karteikarten werden in einen Kasten einsortiert, der in fünf Fächer auf- 6

geteilt ist. Alle Karteikarten kommen zunächst in das erste Fach. Wenn eine Frage richtig beantwortet ist, kommt die Karte in das zweite Fach. Wird die Frage nicht beantwortet, bleibt die Karte im ersten Fach. Wenn das nächste Mal gelernt wird, werden die Karten des zweiten Faches genommen. Die gewussten Vokabeln werden jetzt ins dritte Fach gesteckt. Bei jeder Wiederholung wandern die Karten schrittweise vor und zurück, bis alle im fünften Fach einsortiert sind. Erst dann kann davon ausgegangen werden, dass die Inhalte im Langzeitgedächtnis gespeichert sind. Wird z. B. eine Lernkartei für Fremdwörter und Fachbegriffe geführt, ist es sinnvoll, auf die Vorderseite das Fach, Lernfeld oder auch Seitenzahl der eigenen Mappe zu vermerken. Weitere Beispiele für Merkhilfen Fragen und Antworten mit Pause auf eine Kassette sprechen Eselsbrücken verwenden und Reime lernen, z. B.: Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich. One apple a day keeps the doctor away. (Ein Apfel am Tag erspart den Doktor) 753 (sieben-fünf-drei), Rom kroch aus dem Ei. Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen.und hier entsteht durch diesen Kuss, Deutsch bis zum Meer der Weserfluss. Anfangsbuchstaben zu einem Wort oder Satz verknüpfen, z. B. Vati-Lagerung : Vier unterschiedliche Lagerungsmöglichkeiten von Pflegebedürftigen, V-Lagerung, A-Lagerung, T-Lagerung und I-Lagerung. EDKA : Fettlösliche Vitamine. Welcher Sportler liegt bis neun im Bett? Reihenfolge der Ostfriesischen Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist, Borkum. Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten : Planetenreihenfolge Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto. Nie ohne Seife waschen : Himmelsrichtungen N, O, S, W. Textverständnis Die meisten Inhalte werden gelernt, indem zunächst ein Text gelesen wird. Texte zu lesen, zu verstehen und sich den Inhalt zu merken kann ebenfalls erlernt werden. Um zu erfahren, worum es in einem Text geht, ist es wichtig, die Schlüsselwörter dieses Textes herauszufinden. Die möchte ein Lehrer immer gern unterstrichen haben, wenn er die Aufgabe erteilt: Unterstreichen Sie das Wichtigste im Text. Schlüsselwörter sind Wörter, die im Text besonders wichtig sind. Sie helfen, den Text im Ganzen zu verstehen und seine Hauptaussage zu erkennen. 7

In der Freizeit werden Texte oft mehr über das Auge als über den Verstand gelesen. Sie werden überflogen. Schultexte und Fachliteratur müssen genau und intensiv gelesen werden, damit die Informationen verstanden und behalten werden. Um Texte richtig zu lesen und das Wichtigste zu behalten, gibt es verschiedene Herangehensweisen. Aufgaben Probieren Sie Möglichkeiten A und B in Partnerarbeit aus. Einigen Sie sich mit Ihren Mitschülerinnen auf einen gemeinsam zu bearbeitenden Text (z. B. zum Thema Haut). So können Sie Ihre Ergebnisse besser vergleichen. Einen Text so zu bearbeiten, dauert sehr lange. Die Mühe zahlt sich aber aus. Bei häufigem Anwenden werden Sie schneller. Möglichkeit A 1. Überfliegen Sie den Text. Versuchen Sie, beim Lesen das Wesentliche zu erfassen. Worum geht es in dem Text? 2. Lesen Sie den Text zum ersten Mal gründlich durch. Unterstreichen Sie unbekannte Fachbegriffe mit Bleistift.? 3. Schlagen Sie die unbekannten Fachbegriffe im Lexikon oder Fachbuch nach. Schreiben Sie sie mit ihrer Bedeutung in eigenen Worten?? auf. 4. Lesen Sie den Text zum zweiten Mal gründlich. 5. Lesen Sie den Text zum dritten Mal gründlich durch. Markieren Sie die Schlüsselwörter mit einem gelben Textmarker. Pro Seite sollten das ca. zehn Wörter sein. Unterstreichen Sie weitere wichtige Informationen, die die Schlüsselwörter ergänzen, mit einem roten, dünnen Stift. 6. Unterteilen Sie den Text mit einem Bleistift in sinngemäße Abschnitte. 7. Formulieren Sie für die entsprechenden Abschnitte Überschriften und schreiben Sie sie an den rechten Rand. W 8. Wiederholen Sie die wichtigsten Aussagen des Textes. Schreiben Sie sie auf oder erstellen Sie ein Strukturbild. Möglichkeit B 1. Lesen Sie den Text. 2. Schlagen Sie alle Fremdwörter nach und versuchen Sie, schwierige Sätze zu verstehen. 3. Unterstreichen Sie Aussagen und Begriffe, die Ihrer Meinung nach wichtig sind. 4. Fassen Sie diese Informationen in eigenen Worten zusammen. Beginnen Sie für jede Information eine neue Zeile. 8

5. Markieren Sie in Ihren Aufzeichnungen (Sätzen), was wichtig ist, um die Zusammenhänge zu verstehen. 6. Schreiben Sie diese unterstrichenen wichtigen Informationen nun auf Karteikarten. Jeweils ein Punkt kommt auf eine Karteikarte. Auf jede Karte soll so wenig Text wie möglich geschrieben werden. Schreiben Sie in ausreichender Größe und nutzen Sie unterschiedliche Farben, um Zusammenhänge deutlich zu machen, Wichtiges hervorzuheben oder Ober- und Unterpunkte zu kennzeichnen. 7. Legen Sie die Karten auf den Tisch oder heften Sie sie probeweise an eine Pinnwand. Überlegen Sie sich eine Reihenfolge. Denken Sie sich Überschriften aus. Verwenden Sie Pfeile, Linien oder Bilder, um die Struktur noch deutlicher zu machen. 8. Fertigen Sie als Erinnerungshilfe eine Skizze der endgültigen Anordnung an. 9. Nehmen Sie beginnend mit der ersten Karte, die Sie sich selbst oder anderen vorstellen werden, Karte für Karte wieder ab und nummerieren Sie diese auf der Rückseite. 10. Stellen Sie Ihre Informationen vor, indem Sie die Karten nacheinander wie geplant an die Pinnwand stecken. Dabei können Sie die Karte, die Sie gerade anheften, vorlesen und sie mündlich noch ergänzen. Zeitmanagement Die Zeit vor einer Klassenarbeit sollte genau eingeteilt werden. Dafür wird der Stoff in mehrere Einheiten zerlegt und auf die einzelnen Tage verteilt. Auch die Tage, an denen keine Zeit zum Lernen ist, sollten vermerkt werden. Quelle: MEV Wer Arbeit aufschiebt, gerät immer mehr unter Druck. 9

Planung für meine nächste Klassenarbeit In welchem Fach? Wann: Welche Inhalte werden abgefragt? Datum der Bearbeitung im Unterricht, Seite in der Mappe Seite im Fachbuch Wie kann ich mir die Zeit bis zur Arbeit einteilen? Wochentag/ Datum Uhrzeit von/bis Inhalte, die ich lernen möchte Eingehalten Leider Störung durch... Bei Einhaltung belohne ich mich mit... Wichtig ist, dass dieser Plan, z. B. mit den folgenden Fragen, im Nachhinein beurteilt wird: Welche Vor- und Nachteile hatte der Plan? Warum wurde der Plan nicht eingehalten? Wodurch wird man von der Arbeit abgehalten? Aufgaben 1. Welche Ressourcen haben Sie? Was können Sie besonders gut? 2. Schreiben Sie alle Störungen aus Ihrem Plan heraus. Machen Sie zu jeder Störquelle einen Vorschlag, wie sie abgestellt werden könnte, z. B.: a) Dauernde Störung durch Geschwister Ich hänge ein Schild mit der Aufschrift Bitte nicht stören außen an die Tür. b) Musik Ich schalte meine Musik aus. c) Keine Lust zu lernen Ich verspreche mir selbst eine Belohnung, wenn ich mein Ziel erreicht habe. d) Stress mit dem Freund Ich rufe vorher an, um das Problem aus der Welt zu schaffen. 10

Wenn die Angst vor Klassenarbeiten so groß ist, dass sie schon die Vorbereitung blockiert, könnte dies verschiedene Gründe haben, z.b: Setzen Sie sich zu sehr unter Druck? Haben Sie Angst vor der Reaktion Ihrer Eltern? Haben Sie Angst vor Ihren Mitschülerinnen? Haben Sie Angst, nicht genügend vorbereitet zu sein? Fühlen Sie sich ständig überfordert? Da die Leistungsbereitschaft des Menschen im Laufe des Tages Schwankungen unterliegt, müssen diese beim Üben berücksichtigt werden. Viele Menschen können sich zwischen 9 Uhr und 12 Uhr und zwischen 16 Uhr und 19 Uhr besonders gut konzentrieren. So würde es also für viele keinen Sinn machen, das Üben für eine Arbeit auf den späten Abend zu verlegen. Wenn die Maximalleistung, also die Höchstleistung ohne Fehler und Unfälle gleich 100 gesetzt wird, ergeben sich für die verschiedenen Tageszeiten folgende durchschnittliche Arbeitsleistungen: 100 90 80 70 60 LEISTUNG 50 40 30 20 10 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 TAGESZEIT 11

0 Uhr = 45 1 = 40 2 = 35 3 = 30 4 = 37 5 = 50 6 = 65 7 Uhr = 73 8 = 77 9 = 83 10 = 83 11 = 75 12 = 70 13 = 60 14 Uhr = 50 14.30 = 45 15 = 50 16 = 60 17 = 65 18 = 70 19 = 70 20 Uhr = 68 21 = 63 22 = 60 23 = 52 24 = 45 Aufgaben 1. Erstellen Sie ein Diagramm wie in der Abbildung oben und tragen Sie die angegebenen Leistungspunkte ein. Verbinden Sie die Werte zu einer Leistungskurve. Tragen Sie Ihre persönliche Leistungskurve mit einer anderen Farbe ein. 2. Welche Probleme ergeben sich durch Schichtarbeit in der Pflege (siehe Abbildung unten)? Unsere durchschnittliche tägliche physiologische Leistungsbereitschaft Leistungsfähigkeit in % über bzw. unter dem täglichen Durchschnitt 40 Regelarbeit 20 Nachtschicht 0 20 40 Spätschicht 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 1 2 3 4 5 6 Bundesverband der Betriebskrankenkassen: März 2002, S.10 Die Kurve in der Abbildung verdeutlicht die Veränderungen der Leistungsfähigkeit im Tagesablauf noch einmal. Bei dieser Kurve wurde als Ausgangspunkt die durchschnittliche Leistungsbereitschaft des Körpers innerhalb von 24 Stunden genommen (eingezeichnet als 0-Linie ). Angegeben sind für die einzelnen Tagesstunden die prozentualen Abweichungen von dieser durchschnittlichen Leistungsbereitschaft in positiver oder negativer Richtung. Die Angaben beruhen auf Durchschnittswerten gesunder Erwachsener. 12