Lernen in BBW und Berufsschule Sonderpädagogischer Förderunterricht im und Fachunterricht der Berufsschulen
Ablauf 1. Kleine Selbsterfahrung 2. Team Sonderpädagogischer Bereich 3. Förderplanung im BBW 4. Förderunterricht im bbw Wer kommt wie oft zum Förderunterricht und warum eigentlich? 5. Verzahnung von Förderunterricht und Berufsschule Beispiele aus dem Schulalltag 6. Lernbehinderung Besonderheiten im Lernverhalten lernbehinderter Azubis Auswirkungen auf den Förderunterricht
1. Kleine Selbsterfahrung Es ist eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sein und du knasnt es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs. Smtimt's? Studie aus der Dissertation von Graham Rawlinson (1976): "The significance of letter position in word recognition" ("Die Bedeutung der Buchstabenposition in der Worterkennung"). Universität Nottingham.
1. Kleine Selbsterfahrung Fachtext Metall Die Fkuererineuzvng Bei der Fkuererineuzvng weredn Släthe mit mtesallcih bekalnr Oebfählcre in gonemzsechlems Znik gtehuact. Der ghcetaute Gtneaesgnd nmmit die Tmupaeetrr des Znedbkais von ewta 450 C an. Auf der Obelcärhfe bledit scih enie Esien- Znik-Lruceghsiencghist, die gut auf Sathl hfetat. Dübarer werudrirm bldiet sich enie Shcchit aus rineem Züzenrgbieuk. Das Kihceenzenn für Frvuzineeunekrg snid die Znlikebumn auf der Ofberclhäe (Blid 2).
2. Team Sonderpädagogischer Bereich Zur Zeit 12 KollegInnen Geben Förderunterricht in mehr als 30 Berufen, in verschiedensten Maßnahmen und in Kooperation mit verschiedensten Teams und Berufsschulen Haben alle verschiedene Aus-, Fortund Weiterbildungen
3. Förderplanung im BBW Jede einzelne Teilnehmerin und jeder einzelne Teilnehmer in Berufsvorbereitung oder Ausbildung im hat Anspruch auf eine besondere Förderung. Feststellung des Förderbedarfs: durch das Lerngruppenteam bestehend aus KollegInnen der Bereiche Sozialpädagogik, Ausbildung, Psychologie, Sonderpädagogik, Sportpädagogik und Berufsschule Sonderpädagogischer Förderbedarf: ergibt sich aus einer sonderpädagogischen Überprüfung Es handelt sich um eine Prozessbeobachtung Überprüft werden deutsch-sprachliche und mathematische Aspekte
3. Förderunterricht im bbw Wer kommt wie oft zum Förderunterricht? - sonderpädagogische Überprüfung - Selbsteinschätzung des Förderbedarfs Förderunterricht (in der Regel einmal wöchentlich, Einzel- FöU oder Kleingruppen)
3. Förderunterricht im bbw Abgrenzung Förderunterricht - Berufsschulunterricht BS vermittelt Fachwissen / trägt Wissen an die Azubis heran FöU bietet die Möglichkeit, Kulturtechniken nachzulernen oder auftretende Lernprobleme bei der Bewältigung des Berufsschulcurriculums zu bearbeiten. Die Azubis kommen also mit einem Bedarf auf die Förderlehrerin zu. Emotionale Faktoren spielen dabei oft eine Rolle.
3. Förderunterricht im bbw Prinzipien für den Förderunterricht in Kürze: Individualisierung Gemeinsam bestimmte Ziele Motivation durch Erfolgserlebnisse Geeignetes Lernmaterial Verlässliche Unterstützung
4. Verzahnung von Förderunterricht und Berufsschule Beispiele für Zusammenarbeit von Son BBW mit Lehrkraft Berufsschule Teamteaching Son unterstützt einzelne TN im BS-Unterricht oder erstellt sonderpädagogisch aufbereitetes Zusatzmaterial für die gesamte Klasse Son erarbeitet in FöU Lernpläne und Lernmethoden für Klassenarbeiten und Prüfungen Gemeinsame Prüfungsvorbereitungen, zum Beispiel Prüfungsfahrten, Prüfungssimulationen, Nachteilsausgleiche bei Prüfungen Beispiel Friseurbereich: Gemeinsam entwickeltes Portfolio für den Berufsschulunterricht
Beispiel: Umgestaltung eines Informationstextes durch Son
4. Verzahnung von Förderunterricht und Berufsschule FöU als geschützter Rahmen: Hier kann Azubi z.b. eine Präsentation für die BS oder ein Kundengespräch üben, hier kann Azubi sich aussprechen über Ängste im Zusammenhang mit der BS vorübergehend ausgelagerter Fachunterricht als Einzelunterricht Nachschreiben von Klassenarbeiten im SON-Unterricht / Nachteilsausgleiche bei besonderen Ausgangslagen (z.b. hyperaktiver Azubi kann sich im Klassenraum nicht konzentrieren )
5. Lernbehinderung = nicht offensichtliche Behinderung oder Behinderung auf den zweiten Blick Eine Lernbehinderung ist eine umfassende Störung von Lernprozessen. Sie beeinträchtigt die persönliche Entwicklung ein Leben lang und betrifft verschiedene Bereiche. Dahinter stehen multifaktorielle Ursachen und unterschiedlichste Erscheinungsformen. Das Leistungsprofil ist individuell geprägt und beinhaltet Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten.
5. Besonderheiten im Lernverhalten lernbehinderter Azubis Zeitbedarf: Lernbehinderte lernen und erfassen langsamer, benötigen mehr Zeit für die Gesamtentwicklung brauchen eine zeitliche Dehnung der Lernprozesse brauchen geduldige Ausbilder, Förderlehrer Kapazität: Lernbehinderte lernen weniger (haben geringere Merkfähigkeit und Gedächtniskapazität), lernen collagenhaft (der Zusammenhang fehlt häufig), Teilnehmer zeigen Vermeidungsverhalten, wenn ihre Kapazität erreicht ist und sie sich überfordert fühlen kleine Häppchen und häufige Wiederholungen (gerne mit genau der gleichen Wortwahl). Für uns Sonderpädagoginnen bedeutet das, dass wir den schulischen Lernstoff gut kennen und auf das Wesentliche reduzieren müssen und dass wir Vermeidungsverhalten richtig einordnen.
5. Besonderheiten im Lernverhalten lernbehinderter Azubis Abstraktionsvermögen: Lernbehinderte lernen vor allem konkret und weniger sprachlich abstrakt, haben Probleme mit dem Verallgemeinern und sind deshalb auch weniger flexibel lernen anschaulich, handelnd und bedürfnisnah Planungs- und Steuerungskompetenz: Lernbehinderte haben oft Schwierigkeiten, den eigenen Lernprozess zu steuern (z.b. vor Klassenarbeiten jeden Tag ein bisschen zu üben), sich auf Arbeitsblättern zurechtzufinden, Absprachen zu treffen / Termine einzuhalten Konsequenzen für den Förderunterricht: regelmäßiger Termin, den Berg in überschaubare Hügel aufteilen, Arbeitsblätter aufgliedern und ordnen
5. Besonderheiten im Lernverhalten lernbehinderter Azubis Übertragung gelernter Inhalte auf neue Situationen: Lernbehinderte haben bereits Schwierigkeiten bei der Übertragung auf ähnliche und schon gar auf neue, ungewohnte Situationen, Lerntransfer in den Berufsschulalltag ist oft schwierig brauchen das Einüben von Standardinhalten wichtig ist die gute Zusammenarbeit von Förderlehrerin und Berufsschule Emotionale Abhängigkeit: Lernbehinderte lernen häufig weniger sachorientiert, sondern vor allem personenabhängig sind auf vertraute, verlässliche Förderbeziehungen angewiesen
Einzeldiagnostik (Mathe, Deutsch, Merkfähigkeit ) Kooperation mit: Sozialpädagogen, Ausbildern, Lehrern, Eltern Kontinuierliche Förderdiagnostik mathematische Grundkenntnisse vertiefen selbstgesteuertes Lernen / lebenslanges Lernen anbahnen allgemein wöchentlich / nach Bedarf Ausbildungsabschluss schaffen Förderunterricht Ziele Lese- und Schreibfertigkeiten, deutsche Sprachkenntnisse Gruppengröße: Einzelförderung oder bis zu 4 Teilnehmer gut ausgestattete Förderräume Prüfungsängste und Lernhemmnisse verringern Verständnis von Fachtexten + Fachmathematik Prinzip der kleinen Schritte und Anschaulichkeit Individualisierung und Selbststeuerung Transferleistungen ermöglichen Einbeziehen emotionaler Faktoren Methoden Lernen lernen Hierarchischer Aufbau der Lerninhalte