Unser Vorschulkonzept

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Transkript:

Unser Vorschulkonzept Moorweg 26; 21266 Jesteburg Träger: Gemeinde Jesteburg; Niedersachsenplatz 5; 21266 Jesteburg 23.06.2015

Inhalt 1 Bildungsverständnis... 2 1.1 Was ist Bildung?... 2 1.2 Wie lernen Kitakinder?... 2 1.3 Voraussetzung für frühkindliche Bildung... 3 2 Schulfähigkeit... 3 2.1 Basiskompetenzen und Ressourcen... 3 2.2 Grundprinzipien der Förderung... 5 3 Gestaltung des Überganges im Brückenjahr... 6 3.1 Die Praxis in der Kitagruppe... 6 3.2 Die Praxis in der Kita... 6 3.3 Der Übergang zur Schule... 6 1

1 Bildungsverständnis 1.1 Was ist Bildung? Bildung ist Selbstbildung Kinder lernen vom ersten Tag an und sie lernen nie aus. Leben heißt lernen. Kinder lernen mit allen Sinnen. 1.2 Wie lernen Kitakinder? Kinder sind aktive Konstrukteure ihres Wissens! Kinder lernen in Ko-Konstruktion, d.h. sie lernen durch Zusammenarbeit. Lernprozesse werden entsprechend von Kindern und Erwachsenen gemeinsam konstruiert. Nicht der Erwerb von Fakten ist wichtig, eher die Erforschung von Bedeutung. Kita-Kinder lernen spielerisch, entdeckend. Schul-Kinder lernen denkend, um Lösungen zu finden. Ziel ist es nicht ein Repertoire bestimmter Fähigkeiten anzueignen! Ziel ist es vielmehr den Körper und den Geist als Werkzeug der Wahrnehmung, des Handelns, des Denken und Finden von Lösungen neuer, bisher nicht gedachter Fragen, weitestgehend auszubilden! 2

1.3 Voraussetzung für frühkindliche Bildung Voraussetzung für frühkindliche Bildung ist eine gelungene Bindung! Das Kind fühlt sich angenommen, bestätigt und beschützt Das Kind hat die Sicherheit, sich vielen spannenden Dingen (und Menschen) in seiner Umwelt zuzuwenden Das Kind entwickelt Interesse, selbständig tätig zu werden, hält Schwierigkeiten stand, löst sich zunehmend von Bezugspersonen, geht neue eigenständige Bindungen ein 2 Schulfähigkeit 2.1 Basiskompetenzen und Ressourcen Zur Vorbereitung auf die Schule sind ALLE Kompetenzbereiche von Bedeutung! Kognitive Soziale Motorische Emotionale 3

Emotionale - Geduld - Zuversicht Personale - Selbstwertgefühl - Selbstkonzept Kognitive - Problemlöen - Gedächnis - Denkfähigkeit und Ressourcen Soziale - Umgang mit Konflikten - Emphatie Motivationsfördernde - Neugierde - Interesse - Autonomieerleben Körperbezogene - Eigenverantwortung für Gesundheit - Reaktionsvermögen Ziel der Förderung zur Schulfähigkeit sollte sein: Starke Kinder Selbstwirksamkeit - ich bin kompetent - ich trage Verantwortung Selbstbewußtsein -ich bin wertvoll -ich werde geliebt Kinder mit Neugierde und Forscherdrang Kinder mit Durchhaltevermögen Kinder mit Lust am Lernen 4

2.2 Grundprinzipien der Förderung Die Grundprinzipien für die Förderung von Erziehungs- und Bildungsprozesse sind im niedersächsischen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung beschrieben. Diese basieren auf das o.a. Bildungsverständnis und den notwendigen Kompetenzerwerb zur Schulfähigkeit. Im letzten Kitajahr berücksichtigen die Angebote in diesem Sinne, dass Lernen zumeist eigenaktiv in der Gruppe in Auseinandersetzung mit anderen Kindern und Fachkräften geschieht. Die Palette von Angeboten in der Kita und in der Schule sollen die Kinder auf den Übergang vorbereiten! Die Angebote in der Kita und/oder in der Schule haben das Ziel: Das Kind in seiner individuellen Entwicklung, insbesondere in dem Erwerb und Aufbau von Basiskompetenzen (Wahrnehmung, Kreativität, soziale emotionale, kognitive und motorische ) und von schulnahen Vorläuferkompetenzen (phonologisches Bewusstsein, mathematisches Verständnis, Weltwissen, erste Lernstrategien ) zu unterstützen. Eigenaktives Handeln zu ermöglichen Altersgemäße Bedürfnisse und Interessen zu berücksichtigen An Stärken und Ressourcen anzuknüpfen Für tragfähige Beziehungen in der Zeit des Überganges zu sorgen Den Kindern die Möglichkeit bieten die Schulkinder und Lehrkräfte kennenzulernen und erste Beziehungen zueinander aufzubauen Den Kindern die Möglichkeit zu bieten, spielerisch (und im Austausch mit Schulkindern) den Status als Schulkind zu erproben Den Schulkindern und Kitakindern im letzen Jahr vor der Einschulung gleichermaßen Bildungsgelegenheiten zu bieten und ihnen auch die Möglichkeit eröffnet, voneinander zu lernen Die Fachkräfte aus Kita und Schule evaluieren die Angebote regelmäßig Die Fachkräfte aus Kita und Schule bilden sich gemeinsam fort Brückenjahr Kooperationskalender Angebote in der Kita Angebote in der Schule 5

3 Gestaltung des Überganges im Brückenjahr Im letzen Jahr vor der Einschulung finden spezielle altershomogene Angebote außerhalb des Gruppenlebens statt. 3.1 Die Praxis in der Kitagruppe Die Vorschulkinder einer Kitagruppe und eine Gruppenerzieherin treffen sich einmal wöchentlich in einer Kleingruppe in einem besonderen Schulkindraum. Hier können besondere Erlebnisse stattfinden! Gleichaltrige Kleingruppe Altersentsprechende Angebote Interessen der Kinder Rituale, Status, spielerisch Schule erleben Individuelle Ressourcen und können gesehen und gestärkt werden Bindungen zur Erzieherin und Gleichaltrigen werden gefestigt 3.2 Die Praxis in der Kita Alle Vorschulkinder der ganzen Kita und zwei Erzieherinnen der Kita treffen sich einmal wöchentlich im Brückenjahrangebot. Hier können besondere Erlebnisse stattfinden! Gleichaltrige größere klassenähnliche Gruppe Rituale, Status, spielerisch Schule erleben Zusammen lernen, voneinander lernen Erforschen und tätig werden weckt Interesse Bindungen zu anderen zukünftigen Schulkindern werden geknüpft o Ab August findet zudem eine Lese-AG statt. Hier lesen Grundschüler (4. Klasse) in der Grundschulbücherei unseren Vorschulkindern vor. Begleitende Angebote in der Kita zur Stärkung der und Ressourcen sind u.a.: o o Rhythmik-AG: phonologisches Bewusstsein; Motorik; Phantasie; Kreativität, Yoga: Entspannung; Körpergefühl; Phantasie; Durchhaltevermögen; 3.3 Der Übergang zur Schule Schon mit den Sportangeboten in der Turnhalle der Grundschule werden erste Kontakte ab Beginn des Kitabesuches geboten. Die Lese-AG ist für die Vorschulkinder eine weitere Erfahrung des gemeinsamen Lernens mit Schulkindern. 6

Im letzen halben Jahr vor der Einschulung finden weitere Angebote in der Kita und in der Schule statt. Kitaralley; die Vorschulkinder bekommen einen Paten aus der 1. Klasse Schulralley; die Vorschulkinder lernen ihre Schule kennen, der Pate ist wieder dabei Hospitation; in einer Schnupperstunde wird spielerisch Unterricht und Pause entdeckt Zusätzliche Zusammenarbeit, die im Kooperationskalender zwischen den Jesteburger Kitas und der Schule erarbeitet wurde, flankiert den Prozess des Übergangs zur Grundschule. U.a. wurden gemeinsame Fortbildungen zur Sprachförderung organisiert und die Sprachüberprüfung findet in der Kita (im Gruppenraum) statt. Eine regelmäßige Reflexion der Angebote und ein Elternfragebogen, mit dem wir unsere Zielerreichung (nach der Einschulung im Herbst) überprüfen, ergänzen unsere Arbeit. Jesteburg, 15.September 2011 7