Binärcode Glossar Binärcode 1
Index Binärcode Aiken-Code BCD-Code BCDIC-Code Binär Binärcode Binärsystem Biquinärcode Bit, binary digit Byte Code Dibit Dualsystem Exzess-3-Code Gray-Code Halbbyte Hexadezimalsystem Oktalsystem Quadbit Quibinärcode Stellenwertsystem Tribit Impressum 2
Aiken-Code BCD-Code BCD, binary coded decimal Der Aiken-Code ist ein BCD-Code, bei der die Pseudotetrade in der Mitte des Wertebereichs liegt. Die vier Bits des Aiken-Codes repräsentieren die Werte 2-4-2-1, weswegen dieser Code auch als 2-4- 2-1-Code bezeichnet wird. Die ersten Dezimalziffern bis zur Dezimalzahl 4 entsprechen Aikencodiert denen des BCD-Codes, die folgenden 6 Werte bilden die Pseudotetrade und die nachfolgenden fünf Werte bilden die Ziffern 5 bis 9. Jede Aiken-codierte Aiken-Code, 2-4-2-1-Code Zahl kann in den BCD-Code übertragen werden. Der Aiken-Code ist selbstkomplementierend, was besagt, dass das Vertauschen der 0 und der 1 das Komplement ergibt. Der Aiken-Code bietet dadurch Vorteile bei der Subtraktion von Dualzahlen, die durch einfache Bildung des 9er-Komplements und anschließender Addition durchgeführt werden kann. Der Aiken-Code ist nach Howard Hathaway Aiken benannt, einem Professor für angewandte Mathematik an der Harvard University in Cambridge. Der BCD-Code, auch als 8-4-2-1-Code bezeichnet, dient der binären Codierung von Dezimalzahlen. Dabei wird jede Dezimalziffer einzeln dualcodiert. Beim BCD-Code werden vier 3
Bits, auch als Tetrade, Nibble oder Halbbyte bezeichnet, codiert, was 16 verschiedenen Werten entspricht, denen Buchstaben oder Ziffern zugeordnet werden können. Der BCD- Code weist den ersten 10 Werten die Ziffern 0 bis 9 zu. Den weiteren 6 Wertigkeiten werden keine Buchstaben zugeordnet, wie beispielsweise beim Hexadezimalsystem, wo diese die Buchstaben A bis F haben. Im Stellenwertsystem des BCD-Codes werden die übrig bleibenden sechs Werte als Pseudotetrade bezeichnet BCD-Code, 8-4-2-1-Code und ihnen werden manchmal Überträge oder mathematische Zeichen zugeordnet. Wird eine mehrstellige Dezimalzahl im BCD-Code dargestellt, dann wird jede einzelne Ziffer dualcodiert. So ergibt die Umsetzung der Ziffer 418 die Dualzahl 0100 0001 1000. Durch Verschiebung der Pseudotetrade wurden aus dem BCD-Code der Aiken-Code und der Exzess- 3-Code abgeleitet, die ebenso den BCD-Codes zuzuordnen sind. Diese Codes arbeiten mit einem Versatz gegenüber dem BCD-Code, der in manchen mathematischen Operationen vorteilhaft genutzt werden kann. Weitere aus dem BCD-Code abgeleitete Codes sind der BCDIC-Code und der EBCDIC-Code. 4
Das BCD-System wird noch in numerischen Anzeigenmodulen eingesetzt, oder auch beim Zeitsignal oder beim Versenden von Kurznachrichten. BCDIC-Code BCDIC, binary code decimal interchange code Der Binary Coded Decimal Interchange Code (BCDIC) ist ein von IBM entwickelter Code für die Darstellung von alphanumerischen und numerischen Charakter in Computern. Der BCDIC-Code ist aus dem BCD-Code entstanden. Es ist ein siebenstelliger Code, dessen Zeichenvorrat die 26 Buchstaben des Alphabets, die Ziffern 0 bis 9 und einige Sonderzeichen umfasst. Aus dem siebenstelligen BCDIC-Code ist der achtstellige EBCDIC, der Extended Binary Coded Decimal Interchange Code, hervorgegangen. Binär binary Binär oder zweiwertig bedeutet, dass ein System jeweils einen von zwei möglichen Zuständen annehmen kann, z.b. ja/nein, Strom/kein Strom, null/eins, high/low. Diese Zweiwertigkeit bildet die Grundlage für digitale Signale, deren Berechnung und Verarbeitung. Jeder Wert kann über die Zweiwertigkeit ausgedrückt werden, ebenso Ziffern, Zeichen und Buchstaben. Die Einheit für die Zweiwertigkeit ist das Binary Digit (Bit), das die Basis für das Binär- und Dualsystem bildet. Binärcode BC, binary code Binärcode ist ein Code, bei dem jedes Codewort aus Binärzeichen besteht, also aus den zwei Zeichen des Binärsystems. Das kann 0 oder 1 sein, aber auch Hi oder Lo und wird durch ein Bit dargestellt. Die Bezeichnung Binärcode sagt lediglich aus, dass ein Zeichen binärcodiert ist. Es sagt nichts darüber aus, welche Wertigkeit und Stelligkeit der Binärcode im Stellenwertsystem hat: ist er 4-, 5-, 6-, 7- oder 8-stellig und wird eine bestimmte Struktur zugrunde gelegt. Eine solche Struktur zeigt sich darin, dass ein Binärcode nur eine bestimmte Anzahl an Einsen hat. Beispiele hierfür sind der 1-aus-10-Code oder der 2-aus-5-Code. Solche 5
Strukturen erleichtern die Fehlererkennung und -korrektur. Ein weiteres Strukturelement von Binärcodes ist die Schrittfolge. Es gibt einschrittige und mehrschrittige Binärcodes. Bei einschrittigen Codes ändert sich das Bitmuster bei einem Schritt nur um ein Bit, so beispielsweise von 0100 zu 0101. Bei mehrschrittigen Codes kann sich das Bitmuster um mehrere Bits pro Schritt ändern, beispielsweise von 0100 auf 0111. Binärcode-Kriterien Da häufig Dezimalziffern binär codiert werden, kann als Binärcode der vierstellige BCD-Code oder ein anderer Binärcode wie der Aiken-Code oder Exzess-3-Code verwendet werden. Bei 4-stelligen Binärcodes bestimmen die vier Dualzahlen die Zuordnung der Wertigkeit zu den binären Codewörtern. Dabei kann die Reihenfolge der Wertigkeit der Binärwerte durchaus unterschiedlich sein: 8-4-2-1 ist sie beim BCD-Code, 2-4-2-1 beim Aiken-Code oder 16-8-4-2-1 bei 5-Bit-Codes. Der Binärcode wird auch als Zuordnungscode benutzt, so beispielsweise beim ASCII- Zeichensatz. In diesem Zeichensatz ist jeder Buchstabe, jede Ziffer, jedes Zeichen und Steuerzeichen eindeutig durch einen Binärcode gekennzeichnet. Beispiele: Dezimalzahl 5 entspricht im BCD-Code einer 0101, Dezimalzahl 18 entspricht im BCD-Code 0001 0010. 6
Binärsystem binary system Das Binärsystem ist ein logisches Zahlensystem, das als Basis die 2 hat und daher nur mit den zwei Zahlen 0 und 1arbeitet. Bei der Binärzahl werden die Zahlen in der gleichen Werte-Reihenfolge geschrieben wie bei der Dezimalzahl: rechts die geringste Wertigkeit, nach links in der Wertigkeit steigend. Der Wert der rechten Stelle entspricht in Binärsystem exponentieller Schreibweise 2exp0, der davorliegende 2exp1, der nächste 2exp2, 2exp3 usw. Stellt man in einem solchen Binärsystem Dezimalzahlen dar, dann werden diese wesentlich länger. So wird beispielsweise die Zahl 5 im Binärsystem als 0101, die Zahl 9 binär als 1001 dargestellt. Das Binärsystem bildet die Grundlage der Dualarithmetik und der Booleschen Algebra und hat fundamentale Bedeutung für die digitale Datenverarbeitung: im logischen Bereich als Grundlage für binäre Codes und Zahlensysteme, im technischen Bereich als Grundlage für Schaltungen und Speicher. Das auf Binärzahlen basierende Zahlensystem wird als Dualsystem bezeichnet. Biquinärcode biquinary code Der Biquinärcode ist ein Code, dessen eine Komponente aus zwei Teilen besteht, also binär ist, die zweite hingegen aus fünf Elementen besteht und somit quinär ist. Es ist ein 2-aus-5- Code, der in früheren Rechnern eingesetzt wurde und auch für die Verschlüsselung von Dezimalziffern verwendet wird. Es gibt auch einen 2-aus-7-Code mit zwei und sieben Elementen. 7
Bei beiden Codes sind immer zwei Bitstellen mit 1 besetzt, die restlichen mit 0. Beim 2- aus-5-code teilen sich die fünf Bits in zwei Gruppen mit 2 und 3 Stellen auf, wobei zwei Bits Prüfzwecken dienen. Jedes Bit der Fünfergruppe repräsentiert einen bestimmten Dezimalwert, der von links nach rechts 7, 4, 2, 1 und 0 beträgt. So wird beispielsweise die Dezimalziffer 6 durch ein 1 auf der zweiten und dritten Bitstelle gebildet, alle anderen drei Bits sind 0. Beim 2-aus-7-Code ist der Stellenwert der Bitstellen von links nach rechts 0, 5, 4, 3, 2, 1 und 0. Bei diesem Code wird beispielsweise die Dezimalziffer 0 durch eine 1 auf der ersten und der letzten Bitstelle gebildet, alle anderen fünf Bitstellen sind 0 ; eine dezimale 6 würde durch eine 1 auf der dritten und fünften Stelle gebildet. Bit, binary digit Binäre Einheit Bit ist ein Wortschöpfung aus Binary und Digit und bildet die kleinste digitale Informationseinheit. Ein Bit charakterisiert einen binären, d.h. zweiwertigen, dimensionslosen Zustand. Ist der Zustand vorhanden, hat das Bit den Wert 1, ist der Zustand nicht vorhanden, hat es den Wert 0. Ein Bit kennt also nur zwei Zustände: 1 oder 0, ja oder nein, auf oder zu. Diese zwei Zustände sind die Basis für die gesamte Digitaltechnik. Mit diesem zweiwertigen System können Rechenoperationen mittels Dualarithmetik ausgeführt, Signale in digitaler Form abgebildet und übertragen werden. Fasst man zwei Bits in einer Gruppe zusammen, spricht man von einem Dibit, bei drei von einem Tribit und bei vier von einem Quadbit, auch Binäre Einheiten und deren Wertigkeiten Nibble oder Halbbyte genannt. 8
Solche Bitgruppen werden vorwiegend in der Modulation eingesetzt, beispielsweise in Modems. Eine Bitgruppe aus acht Bit bildet ein Byte (B). In der Rechner- und Kommunikationstechnik werden Bitgruppen aus 8, 16, 32 oder 64 Bits gebildet. Byte B, byte Ein Byte ist eine Reihe binärer Elemente, die eine logische Digitaleinheit bilden. Ein Byte besteht, wenn nicht anders spezifiziert, aus 8 Bit und wird in der Datenkommunikation auch als Oktett bezeichnet. Besteht ein Byte aus sieben Bit, wird es als Seven-Bit Byte oder Septet bezeichnet, ein 6-Bit-Byte oder Six-Bit-Byte als Sextet. Ein Byte ist die kleinste adressierbare Speichereinheit und ermöglicht die Adressierung oder Darstellung von 256 (2exp8) verschiedenen Adressen oder Allgemein benutzte und von IEC definierte Byte-Angaben Zeichen (z.b. 9
Ziffern, Buchstaben, Sonderzeichen). Das Byte wird meistens mit einem Präfix versehen, so mit kilo als Kilobyte (KB), Megabyte (MB), Gigabyte (GB) oder Terabyte (TB). Bei Kilobyte (KB) ist zu beachten, dass das»k«als Großbuchstabe erscheint, da es sich um 1.024 handelt und nicht 1.000 wie bei einem kleingeschriebenen»k«. Ein MB besteht aus 1.024 KB, ein GB aus 1.024 MB und ein TB aus 1.024 GB. Bei bestimmten Adressierungen wird ein Byte in zweimal vier Bit geteilt. Diese Einheit nennt man Halbbyte, Nibble oder Quadbit. Code Nach DIN 43000 ist ein Code eine Vorschrift für die eindeutige Zuordnung von Zeichen eines Zeichenvorrats zu denen eines anderen Zeichenvorrats. Für die Zuordnung der Zeichen des einen Zeichenvorrats zu denen eines anderen, setzt man auf solche Zeichensätze, mit denen die beste Darstellung zu erzielen ist. Der Code mit dem kleinstmöglichen Zeichenvorrat ist der Binärcode mit den zwei Zeichen»0«und»1«. Für die synchrone Datenübertragung werden am häufigsten der ASCII-Zeichensatz und der EBCDIC-Code eingesetzt. Codes lassen sich nach bestimmten Charakteristiken wie dem Aufbau klassifizieren und werden in allen technischen Disziplinen eingesetzt. In der Warenwirtschaft mit den Strichcodes und den 2D-Codes, im Geldverkehr mit dem BIC-Code oder der IBAN, in der Datenübertragung mit den diversen Codes für die Signalanpassung und Transferoptimierung oder in den Funktechniken mit den Faltungscodes und den vielen Modulationscodes. Dibit Als Dibit bezeichnet man eine zusammengehörende Gruppe von zwei Bits. Ein solches Dibit repräsentiert vier digitale Zustände (2exp2): 00, 01, 10 und 11. Dibits werden zu Steuerungszwecken und in der Modulationstechnik benutzt, so beispielsweise für die vier 10
Phasen der Phasenumtastung (PSK), der Quadratur-Phasenumtastung (QPSK) oder bei der Pulsamplitudenmodulation PAM5. Werden drei Bits zu einer Gruppe zusammengefasst, spricht man von einem Tribit, bei vier zusammengefassten Bits von Quadbit, Nibble oder Halbbyte, bei 8 Bits von einem Byte. Dualsystem binary system Das Dualsystem, auch als Binärsystem bezeichnet, ist ein Zahlensystem zur Basis 2 mit nur zwei Elementen, der 0 und der 1. Die Umsetzung vielstelliger Dezimalzahlen in Dualzahlen führt zu langen Zahlenkolonnen aus Nullen und Einsen, da die gesamte Dezimalzahl umgesetzt wird und nicht jede einzelne Ziffer einer Dezimalzahl. So wird beispielsweise aus der einstelligen Dezimalzahl 9 die Dualzahl 1001, nach dem Stellenwertsystem 8-4-2-1. Die zweistellige Dezimalzahl 43 wird zur Dualzahl 1010011 nach der Wertigkeit 32-16-8-4-2-1. Die dreistellige Dezimalzahl 146 wird bei der Wertigkeit 128-64-32-16-8-4-2-1 zur Dualzahl 10010010. Um diese langen Zahlenkolonnen zu vermeiden hat man verschiedene Binärcodes eingeführt, die mit Bit-Gruppen aus vier Bits arbeiten. Das am meisten verwendete System ist das Hexadezimalsystem, das vier Bits benutzt und die Basis 16 hat, oder auch das Oktalsystem mit drei Bits und der Basis 8. Beispiele für die Umsetzung von Dezimal- in Dualzahlen Das Dualsystem bildet die Basis 11
für die Dualarithmetik. Basierend auf diesem binären System können Schaltoperationen und logische Entscheidungen von digitalen Computern oder digitalen Recheneinheiten durchgeführt werden. Exzess-3-Code Der Exzess-3-Code ist ein BCD-Code bei dem die Pseudotetrade die ersten und die letzen drei Werte der 16 Werte des BDC-Codes umfasst. Bedingt durch die erste Pseudotetrade hat der Exzess-3-Code gegenüber dem BCD-Code einen Versatz von 3. Die Ziffer 3 im BCD-Code entspricht der 0 im Exzess-3-Code, die Ziffer 4 der 1 usw. Der Exzess-3-Code ist symmetrisch aufgebaut allerdings ohne die Bitmuster 0000 und 1111. Die Dualzahlen des Exzess-3-Codes zeigen bei allen Dualwerten diesen Versatz von 0011. So hat die Dezimalzahl 0 den Dualwert 0011, die Dezimalzahl 1 den Dualwert 0100 usw. Der Exzess-3-Code bietet Vorteile bei der Addition von Dualwerten, weil der Zehnerübertrag simuliert wird. Gray-Code Exzess-3-Code, Stibitz-Code Der Gray-Code ist nach dem amerikanischen Physiker Frank Gray benannt, der in den Bell Labs 12
geforscht hat. Es ist ein einfacher, einschrittiger Binärcode, bei dem sich zwei aufeinander folgende duale Codewörter nur in einem einzigen Bit unterscheiden dürfen. Der Gray-Code hat somit zwischen zwei aufeinander folgenden Binärwörtern eine konstante Hamming-Distanz von 1. Die Codewörter des Gray-Codes können nur zwei Bit umfassen, womit vier Codewörter möglich sind, aber ebenso 3, 4, 5 oder 6, was 64 Codewörter bedeutet. Übertragungsfehler sind daran zu erkennen, dass Dezimal-, Binär- und Gray-Code eine andere als die theoretisch vorgegebene Reihenfolge der um 1 Bit versetzten Codewörter am Ende der Übertragungsstrecke ausgelesen wird. Bei einem 3-Bit-Gray-Code wäre die theoretische Reihenfolge der Codewörter 000, 001, 010, 011, 100, 101, 110, 111. Fehlerbehaftet könnte der Gray-Code so aussehen: 000, 001, 011, 010, 011, 110, 100, 101, 110, 111. Die beiden Binärwerte 011 und 110 würden als Fehler auftreten. Der Gray-Code wurde ursprünglich für elektromechanische Sensoren und Schalter entwickelt, die fehleranfällig. Heute dient der Code für Fehlerkorrekturen in digitalen Übertragungssystemen wie DVB-T und im Kabelfernsehen. Halbbyte half byte In vielen Fällen ist die Aufteilung der 8 Bits eines Bytes in zwei gleiche Hälften sinnvoll, wenn beispielsweise zusammengehörige, aber nicht sehr informationsintensive Daten zusammen verarbeitet werden sollen. Bei der Unterteilung eines Bytes in zwei gleiche halb so große 13
Einheiten, entstehen zwei Halbbytes. Bekanntestes Beispiel dafür ist die gemeinsame Darstellung zweier Hexadezimalzahlen (Sedezimalzahlen). Halbbytes werden auch im EBCDIC-Code angewendet. Ein Halbbyte wird allgemein auch Nibble genannt. Werden zwei Bits zu einer Gruppe zusammengefasst, spricht man von einem Dibit, bei drei Bits von einem Tribit und bei 8 Bits von einem Byte. Hexadezimalsystem HEX, hexadecimal system Das Hexadezimalsystem (HEX) müsste eigentlich Sedezimalsystem heißen, da es vom lateinischen sedecem abgeleitet ist, was für sechzehn steht. Die Bezeichnung Hexadezimalsystem ist aus dem Amerikanischen übernommen worden. Beim Hexadezimalsystem handelt es sich um ein Zahlensystem zur Basis 16. Als Zahlensymbole werden die des Dezimalsystems benutzt, also die Ziffern 0 bis 9, ergänzt um die ersten sechs Buchstaben des Alphabets, A bis F. Diese Schreibweise hat den Vorteil, dass sie eindeutig ist und nur aus einem Charakter besteht. Hexadezimalcode Die Hexadezimalzahlen werden 14
ebenso als Stellenwertsystem notiert wie das Dezimalsystem, sodass die wertniedrigste Stelle 16exp0 bedeutet, die Stelle links daneben 16exp1 = 16, die nächste dann 16exp2 = 256, dann 16exp3 = 4096 usw. Wichtig: Kein Computer arbeitet im Hexadezimalsystem. Es ist lediglich eine Notation, um lange Binärketten, also Einsen und Nullen, besser merken zu können und die Irrtumswahrscheinlichkeit herabzusetzen. Am häufigsten findet man zweistellige Hexadezimalzahlen, da sie die acht Bit eines Byte repräsentieren. Die Binärzahl 0011 1101 z.b. würde hexadezimal 3D = 3 x 16exp1+13 x 16exp0 = 48 + 13 = 61 notiert. Die beiden Hälften des Byte werden Halbbyte oder Nibble genannt. Oktalsystem octal system Das Oktalsystem und das Hexadezimalsystem haben gegenüber dem Dualsystem den Vorteil, dass ihre Zahlenkombinationen sich leicht ins Dualsystem umwandeln lassen, sie allerdings nicht so lange Zahlenreihen haben, wie reine Dualzahlen. Das Oktalsystem hat die Basis 8 und einen Zeichenvorrat von 0...7. Der Zeichenvorrat ist mit drei Bit darstellbar: von 000 für 0 bis 111 für 7. Oktalsystem Diese 15
Darstellungsweise wurde früher in der Datenverarbeitung benutzt und ist mittlerweile obsolet. Sie wurde abgelöst durch das Hexadezimalsystem, das sechzehn Kombinationen zulässt, sich in vier Bit darstellt und, in Kombination zu je zwei, ein Byte ausfüllt und damit bequemer handhabbar ist als eine oktale Darstellung. Quadbit quad bit Ein Quadbit oder Nibble ist eine Gruppe von vier Bit, die wie ein einzelnes Bit übertragen, verarbeitet und interpretiert wird. Es repräsentiert 16 Zustände (2exp4) zwischen 0000 und 1111 und kann die Wertigkeiten des Hexadezimalsystems abbilden. Angewendet wird das Quadbit beispielsweise in der 4B/5B-Codierung und der QAM-Modulation zur Erhöhung der Datenrate. Werden zwei Bits zu einer Gruppe zusammengefasst, spricht man von einem Dibit, bei drei Bits von einem Tribit und bei 8 Bits von einem Byte. Quibinärcode quibinary code Der Quibinärcode ist ein 7-Bit-Code, in dessen 7 Bit immer nur zwei Einsen vorkommen. Es sind also nie mehr als zwei Bit auf 1 gesetzt. Vom Aufbau her verschiebt sich das erste Bit bei jeder zweiten Ziffer um eine Bitstelle nach vorne, während das zweite Bit immer durch ein Least Significant Bit (LSB) oder durch das davor liegende Bit dargestellt wird. Der Quibinärcode ist redundant und fehlersicher. Er wird allerdings kaum eingesetzt, weil er mit seinen 7 Bit nicht in das Byte-Schema (8 Bit) passt. Stellenwertsystem place value system Ein Stellenwertsystem ist ein Zahlensystem, bei dem jeder Stelle einer Zahl eine Wertigkeit zugeordnet ist. Die verschiedenen Binärcodes haben in der Regel unterschiedliche Stellenwertigkeiten. So hat der BCD-Code die Wertigkeit 8-4-2-1, der Aiken-Code 2-4-2-1. Am Beispiel einer Dezimalzahl soll das verdeutlicht werden. In der Zahl 4321 repräsentieren 16
die Ziffern 4, 3, 2 und 1 jede für sich eine eigene Wertigkeit, unabhängig von der Anordnung der Reihenfolge. In der Reihenfolge repräsentieren dagegen die Stellen eine Wertigkeit. Die erste Stelle, besetzt mit der 4 repräsentiert tausend, die zweite Stelle mit der 3 steht für die Stellenwertigkeit hundert, die dritte (2) für die zehn und die letzte für die eins. Dieses Stellenwertigkeitssystem wird im Allgemeinen bei der Darstellung von natürlichen Zahlen benutzt, gleichermaßen im Dualsystem, Binärsystem, Oktalsystem, Dezimalsystem und Hexadezimalsystem und ermöglicht das Rechnen mit Zahlen. Tribit Ein Tribit ist eine Gruppe aus drei Bits, die wie ein einzelnes Bit übertragen, verarbeitet und interpretiert wird. Tribits repräsentieren die acht (2exp3) digitalen Zustände 000, 001, 010, 011, 100, 101, 110 und 111 denen die Wertigkeit des Oktalsystems zugeordnet werden kann. Tribits werden in der QAM-Modulation und der QPSK-Modulation zur Erhöhung der Datenrate verwendet. Ein Beispiel ist V.27ter, ein anderes die Phasenumtastung PSK8 bei EDGE. Werden zwei Bits zu einer Gruppe zusammengefasst, spricht man von einem Dibit, bei vier zusammengefassten Bits von Quadbit, Nibble oder Halbbyte, bei 8 Bits von einem Byte. 17
Impressum Binärcode Herausgeber Klaus Lipinski Datacom-Buchverlag GmbH 84378 Dietersburg ISBN: 978-3-89238-223-2 Binärcodes E-Book, Copyright 2011 Trotz sorgfältiger Recherche wird für die angegebenen Informationen keine Haftung übernommen. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenzvertrag lizenziert. Erlaubt ist die nichtkommerzielle Verbreitung und Vervielfältigung ohne das Werk zu verändern und unter Nennung des Herausgebers. Sie dürfen dieses E-Book auf Ihrer Website einbinden, wenn ein Backlink auf www.itwissen.info gesetzt ist. Layout & Gestaltung: Sebastian Schreiber Titel: 1. ktsdesign #440695, Fotlia.com Produktion: www.media-schmid.de Weitere Informationen unter www.itwissen.info 18