Lipide. Dr. Gudrun Nagl



Ähnliche Dokumente
Wann ist Fett gesund wann ungesund?

SVEN-DAVID MÜLLER. Gesünder leben mit pflanzlichen Fetten und Ölen

Fette in der Ernährung

Struktur und Chemie von Fetten

Beispiele: Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure. Funktion: Gesättigte Fettsäuren dienen dem Körper vorwiegend als Energiequelle.

Beispiele: Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure. Funktion: Gesättigte Fettsäuren dienen dem Körper vorwiegend als Energiequelle.

Fette und fettähnliche Substanzen

SVEN-DAVID MÜLLER. Gesünder leben mit pflanzlichen Fetten und Ölen

Das Nahrungsmittel Ei Lehrerinformation

Fett und Fettsäuren in der Ernährung

Getreide-Vitamine. Definition Funktion Vitaminarten Ernährung Vitamine im Korn Vitamine im Brot Vertiefung II-4 II-4

Nährstoffe. Copyright: Europäische Stiftung für Gesundheit, CH Zug

Soja-Lebensmittel - Quelle von hochwertigem Eiweiß

Lipide. Prof. Dr. Albert Duschl

Ernährung und Chemie Thema: Präventive Ernährung Datum:

Übersicht: Fette. die Eikosanoide (sog. Gewebshormone; für die Thrombozyten und Leukozyten etc.) die Lipoproteine: Lipide in Verbindung mit Proteinen

Lipide. Dr. med. Tamás Pándics. Biochemie I. SEMMELWEIS UNIVERSITÄT Institut für Medizinische Biochemie

Öle in ihrer unglaublichen Vielfalt Basis der Naturkosmetik. All Organic Trading GmbH; Kempten (Allgäu);

Fett macht nicht Fett! Alles wichtige zum Thema Fett

Grundlagen der Nährstoffe

Gesunde Ernährung für Körper und Geist

Grundlagen der Lebensmittelchemie. Lipide Stoffklassen

Begründen Sie mit 2 Aussagen, weshalb 5 bis 6 kleine Mahlzeiten pro Tag vorteilhaft sind! 1) )

Fette und ihre Funktionen. Müssen Fette sein?

Auslöser kennen Blutfette senken

Fernausbildung Fachberater/in für holistische Gesundheit. Modul 3

Bieten Sie Ihrem Herzen, Ihrem Gehirn und Ihren Knochen nur das Beste

Inhalt. 7 Liebe Leserinnen und Leser

Ernährung. Infopool: Nachfrage / Ernährung. Wir, die Geflügelwirtschaft für Deutschland.

Die Biochemie der Fette und deren Bedarfsempfehlungen für den Menschen

Gesunder Schlaf 10 perfekte Lebensmittel für einen guten Schlaf

Kartenset Fettqualität für die Beratung

Klassenarbeit - Ernährung. Ordne die Wörter zu dem richtigen Feld ein. 3. Klasse / Sachkunde

Emulgatoren. Definition Aufbau Einsatz Vertiefung I-5 I-5

Gute Fette, schlechte Fette: was ist gesichert?

Sinnvoll essen Gesund Ernähren. Ödemzentrum Bad Berleburg Baumrainklinik Haus am Schloßpark

Versuchsanleitung. Chemie: Öle-Fette 01

Die Natrium- oder Kalium-Salze der höheren Fettsäuren sind als Seifen bekannt und werden als Tenside verwendet.

Handout Lipid, Lipoid

Lerntext Pflanzen 1. Was sind Pflanzen?

Hanföl in der Ernährungsberatung

1 Eigenschaften der Lipide

Bertrand Matthäus. Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung Piusallee Münster Germany

Nährstoffe Lehrerinformation

3 Unterrichtsmaterialien zu den Lehrplaneinheiten

Sach~ und Fachkundenachweis des Verbandes Bayerischer Rassegeflügelzüchter e.v.

Vital Vision. Vital Vision Vital Vision Vital Vision Vital Vision. Vital Vision. Vital Vision. Vital Vision. Vital Vision. Herzlich Willkommen!

Ernährungstipps bei Morbus Fabry. Vortrag von Stephan Müller beim Patiententreffen

!!! DASH Ernährung für Ihren Blutdruck

ERNÄHRUNG. Solutions with you in mind

Übungsblatt zu Säuren und Basen

Mineralstoffe (Michael Büchel & Julian Appel)

Für die Haut- und Fellfunktion DECKEN SIE MIT DER RICHTIGEN ÖLKOMBINATION DEN BEDARF IHRES HUNDES AN ESSENTIELLEN FETTSÄUREN AB

Das %chti" Fe& Überblick über wichti!ve"reter. All"meines

Seminar Biochemie. Lipide und Lipidstoffwechsel. Dr. Christian Hübbers

Fette, Sojalebensmittel und Herzgesundheit Was sagt die Wissenschaft?

Fettsäuren. Gute Fette, schlechte Fette

Richtige und gesunde Ernährung für Kinder

? Kann ich mit Karotten zu viel Vitamin A

Protein - Eiweiß Der Baustoff des Lebens

Öle Fettsäuren eignen sich für Wichtig Beschreibung. Salate und Rohkost. vorsichtig erhitzen, zum Backen geeignet, nicht zum Braten verwenden.

Beispiele zur Multiple-Choice Prüfung in OC

FRAGENKATALOG ERNÄHRUNGSWISSEN. Themenbereich KOHLENHYDRATE. im Rahmen des Projektes. ein Projekt der ARGE Gänseblümchen auf Vogerlsalat

Chemie und Ernährungslehre 1. Schuljahr 1

Seminar Biochemie. Lipide und Lipidstoffwechsel. Dr. Christian Hübbers

Funktionelle Gruppen Alkohol

P9 Kunststoffe Moleküle ohne Ende

Foodguard.org. Allgemein Informationen

28 Lipide Überblick über die Lipid-Gruppe

Verwendung: Verfeinern. Andünsten

Hepar-SL. Für ein ausgeglichenes Leben auch ohne Gallenblase

gesunde ernährung BALLASTSTOFFE arbeitsblatt

Nutra Nuggets Nahrungslehre

Versuche mit Vitamin A und C Experimentbeschrieb

WAS finde ich WO im Beipackzettel

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Ernährungslehre an Stationen - Mit Spaß und Aktion zur gesunden Ernährung

bewusster zu konsumieren

Beschreiben Sie den Aufbau und die Eigenschaften der Kohlenwasserstoffe. Beschreiben Sie die Alkane allgemein.

Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung Was ändert sich? Was bleibt?

Umgangssprachlich wird mit Fett auch das Fettgewebe im menschlichen oder tierischen Organismus bezeichnet.

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie.

Was ist gesunde Ernährung

Getreidearten und deren Anwendung

Zeichen bei Zahlen entschlüsseln

Mikronährstoffe. Fettsäuren

Vitalstoff Journal Krill-Öl geballte Lebenskraft aus der Antarktis (3)

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Grundlagen der Ernährung im Sport/Eishockey

Arbeitshilfe "Tipps für Gespräche mit Vorgesetzten und KollegInnen" Was gilt für mich?

Sehr geehrter Herr Pfarrer, sehr geehrte pastorale Mitarbeiterin, sehr geehrter pastoraler Mitarbeiter!

Errungenschaften für Verbraucher

Organische Chemie. Kohlenwasserstoffe. Alkane. Alkane

Ernährungsinformation Cholesterin

Vibono Coaching Brief -No. 39

17. Biomoleküle : Lipide, Terpene, Steroide, Alkaloide

Das beste Essen für Sportler

Omega-3 Die 3 Säulen der Gesundheit


Transkript:

Lipide Dr. Gudrun Nagl

Lipide - Allgemeines Dazu gehören: Fette, Öle, Fettbegleitstoffe Vorkommen: In biologischem Material - Zellen, Gewebe - Depot- und Organfett, Samen- und Fruchtfleischfett - Bausteine der Zellmembranen, Farbstoffe, Vitamine, Chemischer Aufbau durchaus sehr unterschiedlich in der Struktur (Fettalkohole, Sterole, Triglyceride, Tocopherole, Wachse,..)

Lipide - Allgemeines Chemisch/physikalische Eigenschaften: löslich in organischen (unpolaren) Lösungsmitteln und so leicht von Proteinen und Kohlenhydraten abzutrennen Grenzflächenaktiv: enthalten hydrophile Gruppen hohe Energiedichte (1g Fett = 38,9 kj oder 9,3kcal) Ernährungsphysiologische Bedeutung: größte Energielieferant essentielle Fettsäuren Vitamine Verdaulichkeit emulgierte Fette (Butter) Cholesterin, Phytosterine Funktionelle Eigenschaften: Emulsionsbildung, Textur, Lösungsmittel/Vorläufer von Aromastoffen, Medium zur Wärmeübertragung,

Einteilung der Lipide Einfache Lipide: Neutralfette (Mono-, Di- und Triacylglyceride) Wachse Lipid-Derivate: Fettsäuren, Alkohole (>C10) Lipovitamine, fettlösliche Aromastoffe Kohlenwasserstoffe (Squalen, Carotinoide) Steroide (Cholesterin, Steroidhormone) Zusammengesetzte Lipide: Sphingolipide; Lipoproteine Phospho-Glycerolipide (Lecithin, Plasmalogene u.a.)

Neutralfette = Ester aus Glycerol und drei Fettsäuren (Triglycerid)

Fettsäuren alle Carbonsäuren in Fetten = Fettsäuren aus Essigsäure-Bausteinen aufgebaut geradzahlig! Kurzkettige Fettsäuren (z.b. Buttersäure) eher selten bzw. treten erst bei Abbauprozessen auf Biologische Fettsäuren meist geradzahlig, fast immer unverzweigt (Ausnahme: Membranlipide von Archaea) wichtigsten Fettsäuren besitzen Kettenlängen von 16 bis 20 C- Atomen und bis zu vier Doppelbindungen. An den Doppelbindungen liegt stets cis-konfiguration vor.

Fettsäuren Palmitinsäure C 16 H 32 O 2 Stearinsäure C 18 H 36 O 2 Ölsäure C 18 H 34 O 2 Linolsäure C 18 H 32 O 2 Linolensäure C 18 H 30 O 2 Arachidonsäure C 20 H 32 O 2

Carbonsäure

Fettsäuren - Sättigungsgrad enthalten Doppelbindungen dadurch sehr reaktionsfähig neigen zur Oxidation, Polymerisation und Additionsreaktionen Verderb! durch technologische Prozesse veränderbar! Bei wichtigen Fettsäuren liegen die Doppelbindungen stets in cis-konfiguration vor.

Fettsäuren - essentielle Essentielle Fettsäuren: = cis-fs.; Linol-, Linolens-, (Arachidonsäure) Arachidonsäure ist nur in tier. Fetten vorhanden Arachidonsäure kann im menschlichen Organismus aus Linolsäure aufgebaut werden Omega Fs.: ω3 ω6 Fettsäuren, gezählt wird vom Methylende Letzte Buchstabe im griechischen Alphabet

Omega 3 Fs Alpha-Linolensäure Lein-,Walnuss-, Hanf-, Raps- und Sojaöl Eicosapentaensäure EPA, Timnodonsäure in Fischölen Docosahexaensäure DHA, Cervonsäure in Fischölen, Muttermilch 18:3 (ω 3) 20:5 (ω 3) 22:6 (ω 3) (9Z,12Z,15Z)- Octadecatriensäure (5Z,8Z,11Z,14Z,17Z)- Eicosapentaensäure (4Z,7Z,10Z,13Z,16Z,19Z)- Docosahexaensäure

Omega 6 Fs Linolsäure Pflanzenöle, Distel-, Sonnenblumen-, Traubenkernöl Gamma- Linolensäure Ca. 3% im Hanföl Arachidonsäure 18:2 (ω 6) 18:3 (ω 6) 20:4 (ω 6) (9Z,12Z)- Octadecadiensäure (6Z,9Z,12Z)- Octadecatriensäure (5Z,8Z,11Z,14Z)- Eicosatetraensäure

Vergleich Omega 6:3

Vergleich Omega 6:3 Günstig: Omega-6 zu Omega-3-Verhältnis von etwa 4:1 heute liegt dieses Verhältnis meist bei etwa 20:1 Omega-3 und Omega-6 Fs brauchen die gleichen Enzyme für ihren Stoffwechsel

Omega-6 zu Omega-3-Verhältnis von etwa 4:1 Omega-6: Entzündungsfördernde Prostaglandine, Entzündungskrankheiten (Arthritis, Herz- Gefäßerkrankungen) Omega-3 Entzündungshemmende Prostaglandine Eicosanoide Neurotransmitter, Hormonähnlich Senken Blutdruck und Herzfrequenz Linderung von Gelenkentzündungen, Insulinresistenz, Diabetes, Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer, Demenz

Fettsäuren (9Z,12Z, 15Z)- Octadeca- 9,12,15- triensäure C18:3 Linolensäure C17H29COOH

Ester

Phospholipide Fettsäuren können durch polare Gruppen wie Phosphate polarer gemacht werden Phospholipide gehören zur Gruppe der Phosphoglyceride. Vorkommen: Biomembranen an einem Glycerinrest - im Gegensatz zu den Neutralfetten nur zwei Fettsäuren gebunden. dritte OH-Gruppe trägt Phosphatrest, verestert mit Alkohol (Cholin, Ethanolamin, Serin oder Inositol) Abbildung Alkohol = Cholin-Molekül Lecithin (Phosphadidylcholin). http://www.yellowtang.org/animations/phospholipid.swf

Sphingolipide Vorkommen: Membran, Nervengewebe für Signalübertragung verantwortlich

Kohlenwasserstoffe Aliphate (KW ohne Aromate) Terpenoide (Squalen) Ziegenmilch und in vielen pflanzlichen Ölen wie Olivenöl (0,1 0,7 %), Weizenkeimöl oder Reisöl (unter 0,03 %); Hauptvorkommen sind Fischöle. Hailebertran (40 90 %), Fischölen bis zu 30 %

Sterole Steran Sterol / veraltet Sterin

Sterole kommen in natürlichen Nahrungsfetten nur zu 0,2-1,5% vor, Hauptanteil des Unverseifbaren der Fette Einteilung: Zoosterole tierisch Cholesterol, Dehydrocholesterol Phytosterole Bestandteil aller Pflanzenzellen Sitosterol, Stigmasterol, Campesterol Mycosterole in Hefe, aber auch Milch, Butter, Eigelb Ergosterol

Stigmasterol Sitosterol Capesterol Cholesterol Ergosterol

Cholesterin Vorkommen: vor allem in tierischen Lebensmitteln aber auch bis zu 0,01% in Palmöl, Kakaobutter und Rapsöl cholesterinfreie LM wenn <0,005% Cholesterin Wichtig für Vitamin D, Gallensäuren Hormone Membranbestandteile

Lebensmittel Cholesteringehalt in % Butter 0,2 Schmalz 0,1 Eigelb 1,3 Lebertran 0,5

Phytosterol Vorkommen: in fettreichen Pflanzenteilen: Sonnenblumensamen, Weizenkeimen, Sesam, Sojabohnen, Kürbiskernen besonders die unbehandelten nativen Öle, Fette und Samen β-sitosterol ist mit ca. 65 % das in der normalen Nahrung am häufigsten vertretene Phytosterol

Phytosterol 5 10 % der verzehrten Menge werden resorbiert sind die unverseifbaren Bestandteile von Pflanzenfetten und ölen durch Anwesenheit von Phytosterolen wird die Aufnahme von Cholesterin reduziert insgesamt aber eine leichte Senkung des Gesamt- und des LDL-Cholesterins (Teilkompensation). eine beschleunigte Ausscheidung der resorbierten Sterole ABER - aufgrund ihrer starken Ähnlichkeit zum Cholesterin haben sie Arteriosklerose auslösendes Potential!

Fettlösliche Vitamine A: Retinol, Carotinoide (Provitamin A) D: Calciferole E: Tocopherole, Tocotrienole K: Phyllochinon

Struktur von Vitamin E Tocopherole leiten sich von Tocol ab Unterscheidung der Tocopherole durch Anzahl und Position der ringständigen Methylgruppen

Vorkommen von Vitamin E Nahrungsmittel Menge In mg Weizenkeimöl 1 Esslöffel 37,2 Sonnenblumenkerne 25 g 26,8 Mandeln 50 g 18,2 Pecannüsse 50 g 17,9 Haselnusskerne 50 g 17,2 Sonnenblumenkernöl 1 Esslöffel 12,7 Erdnüsse 50 g 7,0

Physiologische Bedeutung Antioxidative Wirkung Schützt empfindliche Stoffe vor Oxidation Trägt somit zur Stabilisierung von ungesättigten Fettsäuren, Vitamin A bzw. beta Carotin, Hormonen und Enzymen bei Verlangsamung der Aggregation von Blutplättchen Schützt Zellen vor Umwelteinflüssen stärkt das Abwehrsystem Stärkt den Kreislauf Schützt vor Gefäßerkrankungen und hilft den Cholesterinspiegel unter Kontrolle zu halten (senkt Blutfettgehalt)

Physiologische Bedeutung Umwandlung von Arachidonsäure in Prostaglandine Prostaglandine bestehen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wirken ähnlich wie Adrenalin Beeinflussen Herztätigkeit und Blutdruck Schutz der Zellmembrane Verbessert die Durchblutung Begünstigt die Wundheilung Waffe gegen Herpes und Gürtelrose

Ernährungsphysiologische Aspekte Fette mit niederem Schmelzpunkt liegen im Verdauungstrakt in flüssiger Form vor Verdauungssäfte können Fett leichter aufspalten und abbauen Beurteilung der Speisefette nach dem Gehalt an Linolsäure (Sonnenblumenöl 63-65%, Maiskeimöl 50-57%, Sojaöl 50%, Kürbiskernöl 52%) Gehalt an essentiellen Fettsren (Öl-, Linol-, Linolen-, Arachidonsre) Trans-Fettsäuren

Fettsäure-Spektren von Ölen (Durchschnittswerte in %, geordnet nach SAFA) SAFA gesättigt MUFA einfach ungesättigt 9 PUFA mehrfach ungesättigt -6 3 Fruchtfleischöle Olivenöl Palmöl 14 53 75,5 37 9,5 1 9,5 0,5 Samenöle Rapsöl Saflor- (Distel-) Öl Walnußöl Leinöl Traubenkernöl Sonnenblumenöl Maiskeimöl Sojaöl 7 9 9 10 11 12 13 14,5 62 13 16,5 18 17,5 25 34 21,5 21 10 77,5 0,5 60,5 14 14 58 71,5 0,5 62,5 0,5 52 1 56 8 Fischöle Lachs Forelle Makrele Hering Thunfisch 22 28,6 30,7 31,5 36,1 42 33,3 38,6 50 24,2 34,8 1,2 38,1 28,7 2 17,5 1 37,7 2

Fettsäure-Spektren von pflanzlichen Ölen und Fetten (Durchschnittswerte in %) Pflanzliche Öle SAFA MUFA PUFA Total C4-C10 C12-C16 C18:0 C18:1 cis C18:1 trans +> C20 Olivenöl 14-11,5 2,5 75,5-10,5 Rapsöl 7-5 2 62-31 Sojaöl 14,5-10,5 4 21,5-64 Maiskeimöl 13-10,5 2,5 34-53 Sonnenblumenöl 12-7 5 25-63 Safloröl 9-7 2 13-78 Pflanzliche Fette Palmöl 53-45 8 37-10 Kokosfett 90,5 14 74 2,5 7-2,5

Die für die menschliche Ernährung bedeutendsten Omega-Fettsäuren zeigt folgende Tabelle, Bezeichnung Omega-3-Fettsäuren alpha-linolensäure C 18:3 Eicosapentaensäure (=Timnodonsäure) Kettenlänge und Zahl der Doppelbindungen C 20:5 Docosahexaensäure C 22:6 Seefische Omega-6-Fettsäuren Linolsäure C 18:2 Arachidonsäure C 20:4 Wichtigste Nahrungsquellen Leinöl, Sojaöl, Rapsöl, Margarine Seefische (Makrele, Lachs, Hering, Sardine, Thunfisch) Distelöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Margarine Fleisch, Milch (nur in geringen Mengen) Quelle: Singer, P.: Was sind Omega-3-Fettsäuren?, Frankfurt 1994

wobei der Gehalt an verschiedenen Omega-Fettsäuren aus folgender Übersicht zu ersehen ist. Ölsorte Ölsäure Linolsäure Linolensäure Eicosapentaensäure Docosahexaensäure (C 18:1) (C 18:2) (C 18:3) (C 20:5) (C 22:6) -9-6 -3-3 -3 Olivenöl 70 10 0 0 0 Maisöl 30 60 1 0 0 Leinöl 20 20 60 0 0 Lebertran 25 2 1 8 12 Fischöl 15 2 1 18 12

Literatur Michael Bockisch, Nahrungsfette und-öle, Handbuch der Lebensmitteltechnologie, Ulmer Verlag, 1993 Omega-6 zu Omega-3-Verhältnis http://www.liebems.net/stichworte/mehrfungesfette Fettsäuregehalt von diversen Fetten und Ölsorten http://www.liebems.net/stichworte/oelsorten http://de.wikipedia.org/wiki/pflanzen%c3%b6le http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fette-und-oele-ia.html http://www.dgfett.de/material/welches_fett.pdf Codexkapitel B 30 http://www.ernaehrungnutrition.at/cms/nutrition/attachments/2/2/8/ch0163/cms1346761308082/e7_8_2012_r echt_3.pdf http://www.amamarketing.at/home/groups/6/richtlinien/speisefette_versionsept_2002.pdf