Das MitarbeiterInnengespräch

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Transkript:

Das nengespräch Vorwort des Vizerektors für Personal der Universität Innsbruck Was ist ein nengespräch? Ablauf eines nengesprächs Themen eines nengesprächs Leitfaden zur Vorbereitung des nengesprächs zwischen und allgemeinem Personal Abschlussberichte

Gesprächsablauf Vorwort Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, nicht selten ist die Meinung zu hören Wozu soll ein nengespräch geführt werden, wir reden ohnehin dauernd miteinander?. Das eine schließt das andere nicht aus. Die tägliche Kommunikation mit- und untereinander am Arbeitsplatz ist wichtig für die sachliche Zusammenarbeit, ebenso wie die regelmäßigen Gespräche in den Arbeitspausen. Beide können aber die Aufgabe eines nengespräches nicht ersetzen. Bedingung für ein erfolgreich verlaufendes nengespräch sind das nötige Zeitausmaß (mind. eine Stunde) sowie ein ungestörter Gesprächsort. Das nengespräch verlangt von beiden Seiten die Bereitschaft zum Dialog, zum gemeinsamen Überprüfen und Analysieren gesteckter Ziele und möglicher Abweichungen. Es ermöglicht das Ausloten von Entwicklungspotentialen in Abstimmung mit dafür notwendigen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie die Vereinbarung jährlicher Ziele, zur Wahrnehmung der Gesamtaufgabe der Organisationseinheit. Ebenso können bei Bedarf Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung wie Kinderbetreuung, pflegebedürftige Angehörige etc. angesprochen werden. Und nicht zuletzt bietet es genügend Platz, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Sein strukturierter Ablauf gibt sowohl der wie der die Möglichkeit des Rückblicks (feedback) sowie zur Vereinbarung künftiger Ziele und Aufgaben. Durch die Schriftlichkeit erhalten diese Vereinbarungen eine überprüfbare Verbindlichkeit, sind aber zugleich vertraulich, da unter vier Augen geführt. Keine Inhalte des Gespräches (außer dem festgestellten Bildungs- und Personalentwicklungsbedarf) gehen an Dritte weiter. Das nengespräch soll das Vertrauen und die Zusammenarbeit in der Organisationseinheit fördern. Ass.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Meixner 2

Gesprächsablauf Vizerektor für Personal Was ist ein nengespräch? Nahezu täglich finden Gespräche zwischen und statt. Im 'jährlichen' nengespräch werden jedoch folgende Inhalte systematisch erörtert: Arbeit und Leistungen des zurückliegenden Jahres besprechen - Arbeitsaufgaben, Arbeitsbedingungen und Zusammenarbeit Probleme und Missverständnisse klären auf sachliche Weise gegenseitig Anerkennung und Kritik äußern Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung wie Kinderbetreuung, pflegebedürftige Angehörige etc. Maßnahmen zur Förderung und Weiterbildung festlegen gemeinsam längerfristige Ziele vereinbaren und Aufgabenschwerpunkte setzen Ein nengespräch ist also ein mindestens einmal jährlich stattfindendes, von beiden Seiten vorbereitetes, halbstrukturiertes Einzelgespräch zwischen der unmittelbaren und dem/der mit bestimmten Inhalten. 3

Gesprächsablauf Warum ein nengespräch führen? aus der Sicht der Der Erfolg als hängt stark davon ab, wie gut die nen betriebliche Aufgaben erfüllen. Durch das nengespräch kommt die zentralen Führungsaufgaben nach. Er/Sie vereinbart mit dem/der Ziele und gibt ihm/ihr damit eine Orientierung, gibt wichtige Informationen über die Universität bzw. die Organisationseinheit weiter, evaluiert gemeinsam mit dem/der Ziele und betreibt Ursachenforschung, erhält Informationen über sich selbst, seine/ihre und über seine/ihre Organisationseinheit (gegenseitiger Austausch von Erwartungen und Wünschen) fördert seine/ihre. aus der Sicht des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin Der Erfolg und die Karriere eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin hängen stark davon ab, wie er/sie seine/ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt, Leistung und Zufriedenheit steigert und sich langfristig auf mögliche spätere Aufgabengebiete und neue Anforderungen vorbereitet. Der/die erhält im Gespräch eine Orientierung, an welchen Maßstäben er/sie gemessen wird, erhält eine Rückmeldung über seine/ihre Leistungen, erhält Informationen über die Universität und die Organisationseinheit, kann auf sein/ihr Aufgabenfeld und die ihm/ihr gesteckten Ziele Einfluss nehmen, kann sich über mögliche Entwicklungspfade, Anforderungen und Bildungsmaßnahmen informieren und kann seine/ihre Bildungswünsche deponieren. 4

Gesprächsablauf Wie läuft das nengespräch ab? Der Gesprächstermin sollte mindestens zwei Wochen im Voraus vereinbart werden. Das Gespräch findet während der Arbeitszeit statt. Planen Sie ca. ein bis zwei Stunden an einem ungestörten Ort ein. und bereiten sich unabhängig voneinander auf das Gespräch vor. und unmittelbare führen das Gespräch Aufgabe und verfassen gemeinsam die Vereinbarungen (Beiblatt nengespräch Vereinbarungen) *Vereinbarungen verbleiben bei der (vertraulich), Kopie ergeht an den/die Information, dass das MAG durchgeführt wurde Eingabe im VISonline, angeschlossen an die Urlaubsverwaltung Anleitung für den Eintrag im VIS-online: http://www.uibk.ac.at/p ersonalentwicklung/leitfa eden/mag/mag_anleitun g.pdf *Information über den Förder- und Bildungsbedarf ergeht an die Personalentwicklung * Die dafür vorgesehenen Vorlagen finden Sie am Ende des Leitfadens. 5

Gesprächsvorbereitung Leistungsbeurteilung die Leistung der Vergangenheit und das Ausmaß der Aufgabenerfüllung besprechen Probleme und Schwierigkeiten analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren (Vergangenheitsorientiert) Standortbestimmung Wie arbeiten wir derzeit zusammen? Stärken und Schwächen des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin aber auch der (Gegenwartsorientiert) Ein Gespräch zu den Themen Ziele/Arbeitsschwerpunkte neue Ziele und Arbeitsschwerpunkte vereinbaren (konkret, mit Terminen und Kriterien der Aufgabenerfüllung) Systematische Förderung durch zielgerechte Förderung die berufliche Weiterentwicklung des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin fördern gemeinsam Entwicklungschancen erörtern und Qualifizierungsmaßnahmen planen (Zukunftsorientiert) (Zukunftsorientiert) 6

Gesprächsvorbereitung Leitfaden zur Vorbereitung auf das nengespräch zwischen unmittelbarer und allgemeinem Personal 7

Gesprächsvorbereitung Leistungsbeurteilung und Rückschau Welche der vereinbarten Ziele wurden erreicht? Wie schätzen Sie Ihre diesbezügliche Leistung ein? Welche Aufgaben wurden nicht oder mit unbefriedigendem Erfolg erledigt was sehen Sie als Ursache dafür? Welche Maßnahmen zur Erreichung der Ziele wurden von dem/der umgesetzt? Zeitgerecht? Siehe Formular nengespräch - Vereinbarungen vom letzten Jahr Welche Aufgaben wurden nicht oder mit unbefriedigendem Erfolg erledigt? Wo sehen Sie Chancen oder Notwendigkeiten der Verbesserung? Wie können die Arbeitsergebnisse verbessert werden - Aufteilung der Arbeitszeit, Rahmenbedingungen? Wie können bisherige Arbeitsergebnisse optimiert werden? Wie schätzen Sie Ihre Leistungsbereitschaft, Engagement und Motivation ein? Sind Sie bezüglich Leistungsbereitschaft, Engagement und Motivation des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin zufrieden? Wird das Potenzial des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin optimal genützt? 8

Gesprächsvorbereitung Standortbestimmung und Zusammenarbeit mit der und KollegInnen Wie sind Sie mit der Zusammenarbeit mit Ihrer zufrieden? Was gestaltet die Zusammenarbeit positiv, wo wünschen Sie sich Veränderungen? Wie schätzen Sie das Klima der gegenseitigen Zusammenarbeit ein? Welche Erwartungen haben Sie hinsichtlich der Zusammenarbeit an die/den? Werden Sie ausreichend informiert? Wie ist der Informationsfluss? Bekommen Sie Rückmeldungen zur geleisteten Arbeit (Anerkennung und konstruktive Kritik)? Geben Sie genügend Rückmeldungen über die geleistete Arbeit, konstruktive Kritik und Anerkennung? Wie sind Sie mit der Zusammenarbeit mit KollegInnen zufrieden? Arbeit in Ihrem Team? Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit des Mitarbeiters/der mit KollegInnen? den Beitrag zur Teamarbeit? 9

Gesprächsvorbereitung Arbeitsschwerpunkte / Ziele / Aufgaben Welche spezifischen Ziele der Organisationseinheit sind für Ihren Aufgabenbereich besonders relevant? Welche spezifischen Ziele der Organisationseinheit und daraus abgeleitete Aufgaben sind in dem Bereich und auf dem speziellen Arbeitsplatz besonders wichtig? Worüber müssen Sie den/die informieren? Welche Aufgabenschwerpunkte sehen Sie für das nächste Jahr? Welche Schwerpunkte sehen Sie für den/die im nächsten Jahr? Haben Sie Verbesserungsvorschläge für die Organisationseinheit? Die Vereinbarungen werden in das Formular nengespräch Vereinbarungen eingetragen und von der und dem/der unterschrieben. Bitte händigen Sie dem/der eine Kopie aus. 10

Gesprächsvorbereitung Systematische Förderung Entsprechen die Arbeitsaufgaben Ihren Interessen, Fertigkeiten und Fähigkeiten? Passt das Profil der des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin zum Arbeitsbereich? Gibt es Qualifikationen, die Sie im Rahmen Ihrer Arbeitsplatzbeschreibung noch einbringen könnten? Welche Entwicklungsziele sehen Sie für die nächsten 1-3 Jahre? Welche Entwicklungsziele sehen Sie für den/die? Welche Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen sind notwendig für die Umsetzung der gesteckten Ziele? Welcher Bildungsbedarf lässt sich aus den Beobachtungen der letzten Zeit für den/die ableiten? Wie konnten Sie die letzten Qualifizierungsmaßnahmen nutzen? Wie konnten besuchte Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen von dem/der umgesetzt werden? Welche sonstigen Rahmenbedingungen sind notwendig für die Erreichung der Entwicklungsziele? Welche sonstigen Rahmenbedingungen sind notwendig für die Erreichung der Entwicklungsziele? Der Förderungs- und Bildungsbedarf wird in das Formular nengespräch Information an die Personalentwicklung eingetragen und an die Stabsstelle Personalentwicklung weitergeleitet. 11

Abschlussbericht nengespräch vertrauliche Vereinbarungen verbleibt bei der, Kopie ergeht an den/die zwischen den GesprächspartnerInnen (Name, Funktion) und gemeinsam verfasst am: Ort: Ziel Was? Umsetzungsstrategien Wie? Ressourcen Womit? Zeitplan Bis wann? Zuständigkeit Wer? Unterschrift 12

Abschlussbericht nengespräche Information ergeht an die Personalentwicklung gemeinsam mit folgenden nen wurde ein Förder- bzw. Bildungsbedarf festgestellt Name Förder- bzw. Bildungsbedarf Datum Unterschrift und Stempel der OE 13