Computer-orientierte Mathematik

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Transkript:

Computer-orientierte Mathematik 3. Vorlesung - Christof Schuette 11.11.16

Memo: Rationale und reelle Zahlen Rationale Zahlen: Rationale Zahlen als Brüche ganzer Zahlen. q-adische Brüche, periodische q-adische Brüche. Beispiele. Satz: Jede rationale Zahl ist als periodischer q-adischer Bruch darstellbar. Keine Eindeutigkeit! Beispiele. Praktische Realisierung: Dynamische Ziffernzahl. Aufwand pro Addition problemabhängig. Reelle Zahlen: Reelle Zahlen als unendliche q-adische Brüche. Abzählbarkeit und Zifferndarstellung. Satz: R ist nicht abzählbar. Folgerung: Es gibt keine Zifferndarstellung von R. Konsequenz: Numerisches Rechnen mit reellen Zahlen ist nicht möglich!

Memo: Gleitkommazahlen G(l, q) Definition: (Gleitkommazahlen) Jede in der Form x = ( 1) s a q e (1) mit Vorzeichenbit s {0, 1}, Exponent e Z und Mantisse a = 0, a 1 a l = l a i q i, a i {0,..., q 1}, a 1 0, i=1 oder a = 0 darstellbare Zahl x heißt Gleitkommazahl mit Mantissenlänge l N, l 1. Die Menge all dieser Zahlen heißt G(q, l). Die Darstellung (1) heißt normalisierte Gleitkommadarstellung.

Approximation durch Runden normalisierte Darstellung: einer reellen Zahl 0 < x R: x = a q e, e Z, q 1 a < 1

Approximation durch Runden normalisierte Darstellung: einer reellen Zahl 0 < x R: x = a q e, e Z, q 1 a < 1 unendlicher q-adischer Bruch: (Achtung: Eindeutigkeit) a = 0, a 1 a 2 a l a l+1... = a i q i, a i {0,..., q 1} i=1

Approximation durch Runden normalisierte Darstellung: einer reellen Zahl 0 < x R: x = a q e, e Z, q 1 a < 1 unendlicher q-adischer Bruch: (Achtung: Eindeutigkeit) a = 0, a 1 a 2 a l a l+1... = a i q i, a i {0,..., q 1} i=1 Runden: x = rd(x) := aq e a = { l 0 falls al+1 < 1 a i q i 2 + q q l falls a l+1 1 2 q i=1

Fehlerabschätzung: Absoluter Fehler Satz: Zu jedem N N gibt es ein x R, so daß x rd(x) q N. Beweis: Die Behauptung folgt durch Wahl von x = 0, z 1 z l z l+1 q l+1+n mit z 1, z l+1 0 und beliebigem N N. Der absolute Rundungsfehler kann beliebig groß werden.

Fehlerabschätzung: Relativer Fehler Satz: Es sei q eine gerade Zahl. Dann gilt x rd(x) x 1 2 q (l 1) =: eps(q, l) x R, x 0. Die Zahl eps(q, l) heißt Maschinengenauigkeit.

Fehlerabschätzung: Relativer Fehler Satz: Es sei q eine gerade Zahl. Dann gilt x rd(x) x 1 2 q (l 1) =: eps(q, l) x R, x 0. Die Zahl eps(q, l) heißt Maschinengenauigkeit. Beweis: O.B.d.A.: x > 0. Annahme: a l+1 > q/2 x = 0, a 1 a 2 a l a l+1... q e, a 1 0

Fehlerabschätzung: Relativer Fehler Satz: Es sei q eine gerade Zahl. Dann gilt x rd(x) x 1 2 q (l 1) =: eps(q, l) x R, x 0. Die Zahl eps(q, l) heißt Maschinengenauigkeit. Beweis: O.B.d.A.: x > 0. Annahme: a l+1 > q/2 x = 0, a 1 a 2 a l a l+1... q e, a 1 0 rd(x) = (0, a 1 a 2 a l + δ) q e δ = q l

Fehlerabschätzung: Relativer Fehler Satz: Es sei q eine gerade Zahl. Dann gilt x rd(x) x 1 2 q (l 1) =: eps(q, l) x R, x 0. Die Zahl eps(q, l) heißt Maschinengenauigkeit. Beweis: O.B.d.A.: x > 0. Annahme: a l+1 > q/2 x = 0, a 1 a 2 a l a l+1... q e, a 1 0 rd(x) = (0, a 1 a 2 a l + δ) q e x rd(x) x δ = q l (δ a l+1q (l+1) ) q e q 1 q e δ 1 2 q q (l+1) q 1 = 1 2 q q l

Fehlerabschätzung: Relativer Fehler Der relative Rundungsfehler ist durch eps(q, l) beschränkt.

Praktische Realisierung endlicher Exponenten-Bereich: e [e min, e max ] Z endlicher Zahlen-Bereich: x min := q emin 1 x (1 q l )q emax =: x max x < x min : underflow oder x = 0 x > x max : overflow oder x = NaN

IEEE 754- Standard Float Double Länge in Bits 32 64 Exponent Bits 8 11 e min -126-1022 e max 128 1024 Mantisse Bits 23 52 normalisierte Gleitkommazahl x min 1, 2 10 38 2, 2 10 308 x max 3, 4 10 +38 1, 8 10 +308 Maschinengenauigkeit eps 6, 0 10 8 1, 1 10 16

Zahlenmengen statt Zahlen x rd(x) x eps(q, l) Menge aller Approximationen x auf l gültige Stellen im q-system: rd(x) B(x, eps(q, l)) = { x R x = x(1 + ε), ε eps(q, l)},

Zahlenmengen statt Zahlen Menge aller x R, die auf x = rd(x) G(q, l) gerundet werden: Äquivalenzrelation: x y rd(x) = rd(y) Äquivalenzklassen [ x] = {x R x = rd(x)}.

Zahlenmengen statt Zahlen Menge aller x R, die auf x = rd(x) G(q, l) gerundet werden: Äquivalenzrelation: x y rd(x) = rd(y) Äquivalenzklassen [ x] = {x R x = rd(x)}. Satz: Es sei x = aq e G(q, l), q 1 a < 1. Dann gilt [ x] = [ x q e 1 eps, x + q e 1 eps )

Algebraische Eigenschaften Grundrechenarten führen aus G = G(q, l) heraus: x, ỹ G x + ỹ G, analog:,, /

Algebraische Eigenschaften Grundrechenarten führen aus G = G(q, l) heraus: x, ỹ G x + ỹ G, analog:,, / Gleitkommaarithmetik: x +ỹ = rd( x + ỹ), x ỹ = rd( x ỹ), x ỹ = rd( xỹ), x :ỹ = rd( x : ỹ), ỹ 0

Algebraische Eigenschaften Grundrechenarten führen aus G = G(q, l) heraus: x, ỹ G x + ỹ G, analog:,, / Gleitkommaarithmetik: x +ỹ = rd( x + ỹ), x ỹ = rd( x ỹ), x ỹ = rd( xỹ), x :ỹ = rd( x : ỹ), ỹ 0 Die Gleitkommazahlen mit Gleitkommaarithmetik sind kein Körper.

Das Kernproblem Übliche Umformungen sind nicht mehr äquivalent. Beispiel: binomische Formel (a + b) (a + b) a a + 2 a b + b b sogar (a a + 2 a b) + b b a a + (2 a b + b b)

Gleichheits-Abfragen von Gleitkomma-Zahlen Bemerkung: Die Abfrage if ~x == ~y ist sinnlos! x = ỹ x = y, x = rd(x), ỹ = rd(y)

Gleichheits-Abfragen von Gleitkomma-Zahlen Bemerkung: Die Abfrage if ~x == ~y ist sinnlos! x = ỹ x = y, x = rd(x), ỹ = rd(y) umgekehrt: x = y = rd(x) = rd(y) aber x = a + b, y = x x = ỹ, x = rd(a) +rd(b)

Gleichheits-Abfragen von Gleitkomma-Zahlen Bemerkung: Die Abfrage if ~x == ~y ist sinnlos! x = ỹ x = y, x = rd(x), ỹ = rd(y) umgekehrt: x = y = rd(x) = rd(y) aber x = a + b, y = x x = ỹ, x = rd(a) +rd(b) Gleichheits-Abfragen von Gleitkomma-Zahlen vermeiden!

Ausblick: Auswertung eines Polynoms mit Matlab Berechne das Polynom f (x) = x 3 + 12a 2 x 6ax 2 8a 3 mit a = 4 999 999 an der Stelle x 0 = 10 000 000.» a = 4999999;» x = 10000000;» f = x 3 + 12 a 2 x 6 a x 2 8 a 3 f = 393216

Ausblick: Auswertung eines Polynoms mit Matlab Berechne das Polynom f (x) = x 3 + 12a 2 x 6ax 2 8a 3 mit a = 4 999 999 an der Stelle x 0 = 10 000 000.» a = 4999999;» x = 10000000;» f = x 3 + 12 a 2 x 6 a x 2 8 a 3 f = 393216» f = (x 2 a) 3 f = 8 Was ist hier schief gelaufen?

Ausblick: Kondition Auswirkung von Eingabefehlern auf das Ergebnis

Relative Kondition der Multiplikation Gegeben: x, y R, x, y 0. Approximationen mit relativem Fehler ε: x = x(1 + ε x ), ỹ = y(1 + ε y ), ε = max{ ε x, ε y }

Relative Kondition der Multiplikation Gegeben: x, y R, x, y 0. Approximationen mit relativem Fehler ε: x = x(1 + ε x ), ỹ = y(1 + ε y ), ε = max{ ε x, ε y } Satz: Es gilt (x y) ( x ỹ) x y 2 ε + ε 2.

Relative Kondition der Multiplikation Gegeben: x, y R, x, y 0. Approximationen mit relativem Fehler ε: x = x(1 + ε x ), ỹ = y(1 + ε y ), ε = max{ ε x, ε y } Satz: Es gilt (x y) ( x ỹ) x y 2 ε + ε 2. Dominierender Fehleranteil: 2ε

Relative Kondition der Multiplikation Gegeben: x, y R, x, y 0. Approximationen mit relativem Fehler ε: x = x(1 + ε x ), ỹ = y(1 + ε y ), ε = max{ ε x, ε y } Satz: Es gilt (x y) ( x ỹ) x y 2 ε + ε 2. Dominierender Fehleranteil: 2ε Die relative Kondition ist der Verstärkungsfaktor κ von ε: κ = 2

Relative Kondition der Multiplikation Gegeben: x, y R, x, y 0. Approximationen mit relativem Fehler ε: x = x(1 + ε x ), ỹ = y(1 + ε y ), ε = max{ ε x, ε y } Satz: Es gilt (x y) ( x ỹ) x y 2 ε + ε 2. Dominierender Fehleranteil: 2ε Die relative Kondition ist der Verstärkungsfaktor κ von ε: κ = 2 Vernachlässigung des Terms höherer Ordnung ε 2

Das Landau-Symbol o Definition (Landau-Symbol o) Sei f : I R mit I = ( a, a) eine Funktion. Wir verabreden die Schreibweise lim ε 0 f (ε) ε = 0 f (ε) = o(ε) (für ε 0).

Das Landau-Symbol o Definition (Landau-Symbol o) Sei f : I R mit I = ( a, a) eine Funktion. Wir verabreden die Schreibweise lim ε 0 f (ε) ε = 0 f (ε) = o(ε) (für ε 0). Beispiele: ε 2 = o(ε)

Das Landau-Symbol o Definition (Landau-Symbol o) Sei f : I R mit I = ( a, a) eine Funktion. Wir verabreden die Schreibweise lim ε 0 f (ε) ε = 0 f (ε) = o(ε) (für ε 0). Beispiele: ε 2 = o(ε) ε 28 ε + ε (sin(ε)) i = o(ε),... i=1