Elektronisch gesteuerte AT-Getriebe - Einführung - Getriebesteuerung - Funktion von Schaltern und Sensoren 1
Einführung der elektronischen Getriebesteuerung für die Modelle Galant E10 und Sapporo Die Vorteile sind: Weiches und ruckfreies Schalten durch exakte elektronische Steuerung. Kraftstoffeinsparung gegenüber herkömmlichen AT-Getrieben durch optimale Schaltkennlinien und Wandlerkupplungssteuerung. Sicherheit für Insassen, Getriebe und Motor bei Fehlbedienung. Sicherheit bei Störungen im System durch Notfahrprogramm. 2
Getriebesteuerung Aufgaben der Sensoren und Stellglieder Das Getriebesteuersystem besteht aus verschiedenen Sensoren, der Getriebesteuereinheit und der Hydrauliksteuerung und weist die Funktionen Schaltmustersteuerung und Hydrauliksteuerung während des Schaltvorganges auf. Mit anderen Worten, die von den verschiedenen Sensoren empfangenen Datensignale ermöglichen ein Feststellen der Fahrbedingungen, so dass anhand der vorliegenden Schaltmuster- und Hydrauliksteuerung die Schalt-Magnetventile und das WÜK- Magnetventil angetrieben werden, um ein gutes Schaltgefühl zu geben. Beispiel: Sensoren und Stellglieder V4AW4 Gaspedalsensor Schaltmagnetventil Nr. 1 Schaltmagnetventil Nr. 2 AT-Öltemperatursensor WÜK-Magnetventil Zündschalter Anlasssperrschalter Eingangswellensensor Öltemperatur- Warnleuchte (über Wählhebelleuchte Position N ) Ausgangswellensensor A/T-ECU Stopplichtschalter Diagnosestecker OD-Schalter Motor-ECU Geschwindigkeitssensor Doppeldruckschalter (AC) Freilaufschalter Kickdown-Schalter 3
Funktion der Schalter und Sensoren Der Kickdownschalter bewirkt: Rückschaltung z.b. vom 4.Gang zum 3.Gang, wenn es die Motordrehzahl zulässt. Außerdem erfolgen die Hochschaltungen bei höheren Drehzahlen. Der Bremslichtschalter wird zur Getriebesteuerung hinzugezogen: Z.B. Bergauf- und Bergabschaltmuster Rückschaltung für Motorbremswirkung Der Geschwindigkeitssensor sitzt direkt am AT-Getriebe und nimmt Einfluss: Welcher Gang geschaltet werden muss Wandlerschlupfregelung Mit den Getriebedrehzahlsignalen der Impulsgeneratoren A und B der Eingangs- und Ausgangswelle steuert die AT-ECU: Steuerung der Schaltpunkte Steuerung des Hydraulikdrucks Reduzierung des Motordrehmoments 4
Funktion der Schalter und Sensoren Der Beschleunigungsschalter bzw. der Leerlaufschalter haben beim F4A2 und F4A3 Getriebe folgende Aufgabe: Erfolgt das EIN-Signal der oben genannten Schalter, ist bei stillstehendem Fahrzeug der 2. Gang geschaltet um die Kriechneigung zu reduzieren. Beim AUS-Signal schalte die AT-ECU in den 1. Gang um so die maximale Beschleunigung sicherzustellen. Je nach Signal des Anlasssperrschalter werden von der AT-ECU folgende Funktionen eingeleitet: Sperren des Anlassers bei eingelegter Fahrstufe. Anzeige der eingelegten Fahrstufe. Einschalten der Rückfahrleuchten. 5
Funktion der Schalter und Sensoren OD-Schalter: OD bezeichnet beim Getriebe KM 175 den Schongangcharakter der 4. Stufe in Fahrstufe D OD -Schalter nicht gedrückt - Funktion als 4-Stufen OD -Schalter gedrückt - Funktion als 3-Stufen Der POWER-ECONOMY-Schalter auf der Mittelkonsole ermöglicht die Wahl zwischen 2 Fahrprogrammen. Economy: Power: für wirtschaftliches Fahren, niedriger Kraftstoffverbrauch. sportliches Fahren, Steigverhalten, für rasche Überholvorgänge. Öltemperatursensor: Im Schaltsteuerteil des Getriebes ist ein Öltemp.-Sensor integriert. Bei kaltem ATF-Öl werden die Schaltpunkte beeinflusst und das Getriebe im ECONOMY-Programm gehalten, um Motor und Getriebe unter dieser Bedingung zu schonen. A/C-Schalter: Das Einschalten der Klimaanlage bewirkt durch Einkupplung des Kompressors eine Drehzahländerung des Motors bei unveränderter Drosselklappen-Stellung. Um eine negative Beeinflussung der korrekten Schaltpunkte zu vermeiden, verändert der Steuercomputer die Ansteuerung für das entsprechende Magnetventil. Für eine zeitsparende Fehlersuche ist das System mit einem Fehlerspeicher versehen. Solche Fehler können sehr einfach über einen Diagnosestecker abgerufen werden. Dies geschieht mit Hilfe des MMC-Multitesters (MUT II). 6