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1 WHITEPAPER ZUR STUDIE Future Trends Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung

2 Abstract Die Studie Future Trends - Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung untersucht die generelle Bereitschaft, digitale Gesundheitsassistenten, Wearables, Sensoren und Roboter, zu Gesundheitszwecken zu verwenden. Die Resultate zeigen, dass der Großteil der Teilnehmer offen gegenüber digitalen Assistenten ist, sofern sie sich einfach in den Alltag integrieren lassen, einen Mehrwert bieten, und die Nutzer selbst entscheiden können, mit wem sie erhobene Daten teilen. Von großer Bedeutung ist zudem, dass sie effektiv dabei helfen, die Gesundheit zu bewahren bzw. zu fördern. Wearables und Sensoren, die über Krankheitsverläufe informieren, finden besonderen Zuspruch. Vorsichtig zeigen sich die Befragten jedoch, wenn es um Datenschutz und die Weitergabe ihrer persönlichen Gesundheitsdaten an den Hausarzt oder die Krankenkasse geht. Dennoch ist die Mehrheit bereit, ihre Daten im Austausch für bestimmte Gegenleistungen zur Verfügung zu stellen. Einleitung Unsere gesellschaftliche Zukunft ist vor allem mit dem Begriff des demografischen Wandels verbunden. Wir begegnen einer zunehmend alternden Gesellschaft, deren Gesundheit und damit Lebensqualität es auch im hohen Alter zu erhalten gilt. Die Voraussetzungen dafür sind durch medizinischen und technischen Fortschritt sowie ein anpassungsfähiges Gesundheitssystem theoretisch vorhanden, müssen jedoch nachhaltig und bedürfnisorientiert gestaltet werden, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Bei der Gewährleistung dessen können digitale Gesundheitsassistenten eine entscheidende Rolle spielen. Das Ziel des vorliegenden Whitepapers ist es, die Akzeptanz digitaler Gesundheitsassistenten zu erkunden. Zu diesem Zweck wird vorab das Studiendesign vorgestellt und anschließend die bedeutendsten Zukunftssorgen und Ergebnisse der Studie erläutert. Studiendesign Die Studie wurde im Rahmen eines Online-Panels vom Gesundheitsapp-Anbieter welldoo per systematischer Zufallsauswahl durchgeführt. Den Studienteilnehmern wurden verschiedene Zukunftsszenarien und Technologien vorgestellt, bei denen sie Auskunft darüber gaben, ob und unter welchen Umständen sie diese nutzen würden. Befragt wurde eine Gruppe von 400 Männern und Frauen ab 18 Jahren, welche nach eigenen Angaben aufgeschlossen gegenüber Gesundheitsthemen ist. Zudem gaben die Teilnehmer an, ein großes Interesse an technischen Entwicklungen zu haben. Knapp die Hälfte der Befragten ist zwischen 40 und 60 Jahren alt und vollzeit berufstätig. 67 Prozent gaben an, dass ihre allgemeine gesundheitliche Verfassung gut ist. 37 Prozent hingegen leiden an einer chronischen Krankheit.

3 Ergebnisse Die Gedanken an die gesundheitliche Zukunft sind bei den meisten Befragten mit konkreten Sorgen verbunden. Die Mehrheit (71 Prozent) fürchtet sich am meisten vor dem Verlust ihrer Selbstständigkeit und der Abhängigkeit von anderen. Weitere Zukunftssorgen beziehen sich auf schwere und chronische Krankheiten, die mit aufwendiger medizinischer Pflege und verringerter Lebensqualität einhergehen. 38 Prozent der Teilnehmer haben Angst vor schlechter oder mangelhafter Versorgung. Im Hinblick auf die digitale Gesundheitsvorsorge haben mehr als zwei Drittel Bedenken zum Thema Datenschutz. Die Befürchtung, dass ihre Gesundheitsdaten durch Dritte ausgespäht und missbraucht werden, führt zu Skepsis gegenüber der Verwendung von Gesundheitsassistenten. Für 55 Prozent der Befragten stellt der fehlende persönliche Kontakt einen Nachteil dar. Zwar geben die befragten Personen an, Interesse an technischen Neuerungen zu haben, dennoch vertrauen sie diesen nicht vollständig: 41 Prozent rechnen bei der Verwendung digitaler Assistenten mit technischen Schwierigkeiten. DATENMISSBRAUCH IST DIE GRÖSSTE ANGST IN BEZUG AUF DIE DIGITALE GESUNDHEITSVORSORGE BITTE KLICKEN SIE AN, WOVOR SIE SICH IM HINBLICK AUF DIE DIGITALE GESUNDHEITSVORSORGE FÜRCHTEN. 76% 55% 41% * falsche oder fehlerhafte Diagnosen / falsche digitale Erfassung der Daten (n=7) ** schlechte Versorgung / unnötige medizinische Maßnahmen (n=4) * ** 7% 4% Datenmissbrauch Fehlender persönlicher Kontakt Technische Probleme Sonstiges, und zwar Gar nichts Im Hinblick auf den Schutz der eigenen Gesundheitsdaten zeigen 47 Prozent der Befragten die Bereitschaft, der Krankenkasse diese zur Verfügung zu stellen, wenn ihnen eine direkte Gegenleistung für ihre Daten geboten wird. Diese Gegenleistungen können beispielsweise aus einem besseren Versorgungsangebot, Geld oder Vergünstigungen des Krankenkassentarifs bestehen. Unterschiede der Bereitschaft lassen sich bei der Art der Daten feststellen. Die Weitergabe von Angaben bezüglich der Medikamenteneinnahme und Vorsorge ist für 81 Prozent problemlos, wohingegen nur 41 Prozent Daten über ihre Schlafgewohnheiten übermitteln würden.

4 KNAPP DIE HÄLFTE DER BEFRAGTEN WÜRDE GESUNDHEITSDATEN FÜR EINEN GEGENWERT AN DIE KRANKENKASSE WEITERGEBEN 82% 9 54% 48% 41% * ** n= EINMAL ANGENOMMEN, SIE BEKOMMEN EINEN DIREKTEN GEGENWERT FÜR IHRE PERSÖNLICHEN GESUNDHEITSDATEN. WÄREN SIE UNTER BESTIMMTEN VORAUSSETZUNGEN GRUNDSÄTZLICH DAZU BEREIT, IHRE GESUNDHEITS- DATEN AN IHRE KRANKENKASSE WEITERZUGEBEN? UND WENN JA, WELCHE DATEN WÄREN DAS? Medikamenteneinnahme Vorsorge Aktivität Ernährung Schlaf Eine interessante Option, um Versicherte zu einer gesünderen Lebensweise zu motivieren, stellen für Krankenkassen die Apple Watch bzw. ähnliche Modelle dar. 61 Prozent der Befragten bestätigten, dass die Bereitstellung eines solchen Gerätes aktiv zur Umstellung ihres Lebensstils beitragen würde, da sie sich dadurch motiviert fühlen würden, gesundheitsbewusster zu leben. Ebenfalls 61 Prozent sind bereit, eine Apple Watch zu tragen, wenn sie dadurch ihren Krankenkassentarif senken könnten. Weitere Ergebnisse der Studie beziehen sich auf Medikations-Management-Systeme, welche Patienten dabei unterstützen, ihre Krankheit selbstständig zu behandeln. Demnach wären fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) bereit, eine Pille einzunehmen, die über Sensoren ihre Krankheitsdaten, Schlaf- und Bewegungsverhalten misst. Die Einnahme einer solchen Pille im gesunden Zustand zur Verbesserung des Schlafrhythmus und der Fitness lehnen hingegen 74 Prozent ab. 47% WÜRDEN DURCH EINE PILLE IHRE KRANKHEIT MANAGEN WÜRDEN SIE DIE PILLE EINNEHMEN, UM IHRE KRANKHEIT ZU MANAGEN?

5 DIE EINNAHMEBEREITSCHAFT IST DEUTLICH GERINGER, WENN MAN NICHT KRANK IST WÜRDEN SIE DIE PILLE EINNEHMEN, WENN SIE NICHT KRANK SIND, Z.B. UM IHREN SCHLAFRHYTHMUS ODER IHRE FITNESS ZU VERBESSERN? Ein weiterer Zukunftstrend der digitalen Gesundheitsversorgung ist die Entwicklung von persönlichen Robotern. Diese sollen in Zukunft im medizinischen aber auch privaten Alltag Patienten und Ärzte unterstützen. Drei Viertel der Befragten würden einen Personal Roboter nutzen, der ihnen bei der medizinischen Versorgung zu Hause und bei Haushaltstätigkeiten zur Hand geht. Die Personal Roboter könnten die Eigenständigkeit der Menschen im Alter oder bei Krankheiten bewahren und bieten folglich einen Lösungsansatz für eine der großen Zukunftssorgen der Befragten: die Abhängigkeit von anderen. Im klinischen Umfeld hingegen stößt der Einsatz von Robotern nicht nur auf Zuspruch. Knapp 60% der befragten Personen würden sich zwar über einen Roboter freuen, der es Verwandten und Bekannten per Interface ermöglicht, sie trotz großer Entfernungen virtuell zu besuchen. Die Bereitschaft, für diesen Service zu bezahlen, ist allerdings nur bei 21 Prozent der Befragten vorhanden.die Behandlung durch einen digitalen Arzt, einem mit einem Interface ausgestatteten Roboter, lehnt die große Mehrheit der Befragten ab. Nur 32 Prozent würden dieser Art von Betreuung zustimmen. EIN PERSONAL ROBOTER FINDET BEI DREI VIERTEL ZUSPRUCH EIN PERSONAL ROBOTER KANN SIE ZU HAUSE IM ALLTAG ODER BEI IHRER MEDIZINISCHEN VERSORGUNG UNTERSTÜTZEN. WÜRDEN SIE DAS NUTZEN?

6 Diese Ergebnisse zeigen, dass die Verwendung von Robotern gemischt betrachtet wird. Werden diese für den privaten Zweck im Haushalt oder zur Videoübertragung eingesetzt, wird dies unterstützt, die medizinische Behandlung über ein Interface jedoch nicht gewollt. DIE BEREITSCHAFT, SICH VON EINEM DIGITALEN ARZT BEHANDELN ZU LASSEN, IST NUR BEI 32% VORHANDEN STELLEN SIE SICH VOR, ANSTELLE EINES ARZTES FÄHRT EIN ROBOTER MIT EINEM INTERFACE DURCH DAS KRANKENHAUS, BEHANDELT KRANKE UND MACHT VISITE. WÜRDEN SIE SICH VON EINEM DIGITALEN ARZT BEHANDELN LASSEN? Fazit Durch eine alternde Bevölkerung und technische Entwicklungen werden digitale Gesundheitsassistenten in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Die Mehrheit der Befragten steht diesen Entwicklungen positiv gegenüber und zeigt sich bereit, sie zu nutzen sofern sie einen direkten Mehrwert, geringe Kosten und Sicherheit ihrer Daten bieten. Die Bereitschaft, digitale Gesundheitsassistenten zu verwenden kann jedoch gesteigert werden, indem das Thema Datenschutz transparent behandelt wird. Wie die Studie zeigt, sind die Befragten durch den Erhalt einer Gegenleistung positiv beeinflussbar und einverstanden, ihre Daten weiterzugeben. Kontakt Laura Henrich Welldoo GmbH Ehrenbergstraße Berlin Tel.: +49 (0) Mobil: +49 (0)

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