Demokratische Konsolidierung im postsozialistischen Europa. Eine Reanalyse samt Vergleich von QCA-Analyse und klassischer Statistik

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1 Werner J. Patzelt Demokratische Konsolidierung im postsozialistischen Europa. Eine Reanalyse samt Vergleich von QCA-Analyse und klassischer Statistik erste Fassung, 21. März 2005 I. Die Aufgabe Dominique Meyer hat in seiner Magisterarbeit 1 den Ragin-Ansatz angewendet, um die zentralen Faktoren demokratischer Konsolidierung im postsozialistischen Europa ausfindig zu machen. Er hat vorzüglich Schlüsseldaten zusammengetragen. Doch das sich am Schluß der Analysen abzeichnende Bild ist etwas diffus: Viele und lange Gleichungen entstehen, aus der erst die Interpretation wieder ein faßbares Bild gestaltet. Es gibt Anlaß, die Ursache für solche Diffusität nicht nur im Gegenstand, sondern auch in der verwendeten Methodik zu suchen. Denn Meyer arbeitete mit dem klassischen Ragin-Ansatz, welcher auf dichotomen Nominaldaten beruht, während gar nicht wenige seiner Variablen durchaus auf Intervallskalenniveau gemessen wurden. Solcher Informationsverlust wird nicht folgenlos sein. Obendrein mußte Meyer innerhalb der Beschränkungen des ihm damals verfügbaren Programms FS-QCA arbeiten, welches weder Ordinaldaten zu verarbeiten noch Dichotomisierungs- oder Polytomisierungsentscheidungen auf leicht zugängliche und clusteranalytisch bequem überprüfbare Analysen der Originaldaten zu gründen erlaubte. Folglich wird es bei Meyers Analyse wohl auch die eine oder andere fehlerhafte Entscheidung über die Abgrenzungen seiner obendrein nur dichotomen Variablenwerte geben. Auch das stellt eine wichtige Fehlerquelle im Analyseergebnis dar. Wohlgemerkt gehen solche Defizite nicht auf mangelnde Sorgfalt oder Umsicht von Meyers Arbeit zurück, sondern im wesentlichen darauf, daß er nicht jene datenanalytischen Möglichkeiten hatte, die inzwischen verfügbar sind. Mittlerweile stellt die auch ihrerseits noch in der Weiterentwicklung begriffene Software TOSMANA (= tool for small n analysis) viel weiter gehende Möglichkeiten bereit, den Ragin-Ansatz auf der Grundlage ordinaler Daten zu verwenden. Obendrein erlaubt TOSMANA, die Entscheidung über die Gruppenbildung bei auf Ordinalskalenniveau herabzutransponierenden Intervalldaten rein datenbasiert und somit jenseits von unhintergehbarem Dezisionismus vorzunehmen. Im übrigen hat die Neudurchführung von QCA-Analysen anderer Autoren (etwa Berg- Schlosser u.a. 2 ) mit den neuen Möglichkeiten von TOSMANA mehrfach gezeigt, daß die Analyseergebnisse in der Tat klarer und stimmiger werden, wenn über die unzureichenden Möglichkeiten der ursprünglichen für die Verwendung des Ragin-Ansatzes verfügbaren Software hinausgegangen wird. Also wird es lohnen, das gleiche auch anhand von Meyers Daten zu versuchen und dergestalt sowohl Fortschritte in der Methodik von QCA-Analysen auszuprobieren als auch auf ein besseres inhaltliches Verständnis der Rahmenbedingungen erfolgreicher demokratischer Konsolidierung auszugehen. 1 Dominique Meyer, Ursachen für den gegenwärtigen Stand demokratischer Konsolidierung im postsozialistischen Europa. Eine explorative Anwendung des Ragin-Ansatzes, unv. Magisterarbeit, TU Dresden 2004; Betreuer: Werner J. Patzelt 2 Siehe **.

2 2 II. Das Datenmaterial Meyers untersuchte die folgenden 19 Länder: Albanien, Belarus, Bosnien-Herzegowina, (BosHerz), Bulgarien, Estland, BR Jugoslawien (Serbien-Mont), Kroatien, Lettland, Litauen, Makedonien, Moldova, Polen, Rumänien, Rußland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Seine abhängige Variable war: 3 1. COD = Consolidation of Democracy, d.h.: demokratische Konsolidierung, S. 77 Als unabhängige Variablen benutzte er: 2. PAKT = paktierte Transition (statt Leitung der Transition durch die alten Eliten oder Neugründung von Staaten), S GW = Gründungswahl mit einer klaren Mehrheit (bzw. ohne eine klare Mehrheit) für die Verfechter eines schnellen Übergangs nach der Gründungswahl, S KULT Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis, S KONT = staatliche Kontinuität zwischen 1945 und 1989, S ETHN = Ausmaß ethnischer Minderheiten im Staatswesen, S. 52 und BIP = Bruttosozialprodukt pro Kopf im Jahr 2001, S HDI = Human Development Index, S EU = EU-Beitrittsverhandlungen bis Ende 2002 abgeschlossen, S PARL = parlamentarisches Regierungssystem laut Verfassungstext, S PARL-PRÄS = Parlamentarisches oder präsidentielles Regierungssystem laut Verfassungstext, S P-PRAX = Parlamentarisches Regierungssystem lt. Verfassungspraxis, S PROP = hohe Proportionalität der parlamentarischen Mandatsanteile der Parteien zu ihren Stimmanteilen; gemessen nach Mackie & Rose; S MEHR = Einführung und Wirkung eines Wahlsystems, das regierungsfähige Parlamentsmehrheiten sichert; S. 69 und S ENP = Anzahl effektiver Parteien, also: Fragmentierung des Parteiensystems, S. 72 Die Messungen dieser Variablen werden im folgenden meist nicht in Frage gestellt; in der Regel wird Meyers aus der Literatur gründlich recherchierten Feststellungen gefolgt. Allerdings werden jene Variablen, die Meyer ursprünglich intervallskaliert (z.b. Fragmentierung des Parteiensystems) gemessen hat, nicht wie wohl bei Meyer nach reinen Plausibilitätserwägungen dicho- oder polytomisiert, sondern anhand der die tatsächliche Datenverteilung ins Spiel bringenden Thresholdsetter-Fuktion von Tosmana. In ganz wenigen Fällen wird auch von Meyers Messungen selbst abgewichen. 3 Seitenangaben beziehen sich im folgenden stets auf Meyers MA-Arbeit.

3 3 III. Veränderungen von Meyers Datensatz für die Reanalyse Der folgenden Reanalyse liegen die folgenden Veränderungen von Meyers Datensatz zugrunde: 1. Die Variable PAKT = paktierte Transition wird zugunsten der ihr zugrunde liegenden komplexeren Regimewechseltypologie Merkels aufgegeben (siehe S. 47) und in die neue polytome nominale Variable TRANS = Transitionstyp überführt:! nicht gelungen im alten Staatsverband; also: Neugründung von Staaten: 0 [Belarus, Bosnien-Herzegowina, Estland, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Litauen, Rußland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine]! gelenkt von den alten Eliten: 1 [Albanien, Bulgarien, Rumänien]! paktiert zwischen alten und neuen Eliten: 0 [Polen, Ungarn] 2. GW = Gründungswahl mit (oder ohne) klarer Mehrheit für die Verfechter einer schnellen Transition nach der Gründungswahl; vollständige Übernahme von Meyer, S. 49 (basierend auf Beichelt) 3. Die Variable KONT = staatliche Kontinuität zwischen 1944 und 1989 wird NICHT verwendet, denn sie ist praktisch nur eine zweite Messung dessen, ob bei der nachsozialistischen Transition ein Staatswesen neu gegründet wurde oder nicht. Meyers entsprechende Fälle für KONT umfassen denn auch genau jene Fälle seiner Variablen PAKT, die entweder eine innerhalb des Staatsrahmens paktierte Transition hatten (Polen, Ungarn) oder bei denen die Transition von den alten Regimeeliten gelenkt wurde (Albanien, Bulgarien, Rumänien). Der Ausschluß dieser pleonastischen Variablen sollte ein klareres und angemesseneres Analyseergebnis erlauben. 4. ETHN = Ausmaß ethnischer Minderheiten. An die Stelle der willkürlichen Grenzziehung von einem Minderheitenanteil von mehr bzw. weniger als 10% in der Bevölkerung (so S. 52) wird hier der konkrete Prozentanteil der Titularnation laut S. 118 gesetzt. Aus diesen Werten soll mittels der Thresholdsetter-Funktion von TOSMANA die endgültige ordinale Variable erstellt werden. 5. KULT = Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis. Völlig Übernahme von Meyer, S. 55 (basierend auf Huntington) 6. BIP = Bruttosozialprodukt pro Kopf. Nicht Übernahme der willkürlichen Grenzziehung bei 6000 $ wie bei Meyer, S. 57; vielmehr werden hier die exakten, auf Analysen der Bertelsmannstiftung für das Jahr 2001 zurückgehenden Werte aus Meyers Tabelle auf S. 57 übernommen. Aus diesen Werten soll mittels der Thresholdsetter-Funktion die endgültige ordinale Variable erstellt werden. 7. HDI = Human Development Index, entwickelt vom United Nations Development Program. Nicht Übernahme der auf Beichelt beruhenden willkürlichen Grenzziehung bei 0,8 wie bei Meyer, S. 58; vielmehr werden hier die exakten, auf Analysen der Bertelsmannstiftung für das Jahr 2001 (Ausnahme: Jugoslawien mit Werten aus 1996) zurückgehenden Werte aus Meyers Tabelle auf S. 58 übernommen. Aus diesen Werten soll mittels der Thresholdsetter-Funktion die endgültige ordinale Variable erstellt werden. 8. EU = Beitrittsverhandlungen mit der EU am abgeschlossen. Übernahme von Meyers Daten, S. 60

4 4 9. Nicht übernommen werden die Variablen PARL (parlamentarisches Regierungssystem laut Verfassungstext; S. 56) und PARL-PRÄS (parlamentarisches oder parlamentarischpräsidentielles Regierungssystem vs. präsidentiell-parlamentarisches Regierungssystem lt. Verfassungstext, S. 66, Abb. 19). In die Analyse wird allein die Variable P-PRAX einbezogen: Ist in der Praxis ein parlamentarisches Regierungssystem vorhanden? (S. 66, Abb. 20). Erstens sollte auch hier eine pleonastische Messung vermieden werden; zweitens ist die Verfassungspraxis von viel größerem Belang als nur der Verfassungstext. Leider gibt Meyer aber nicht an, auf welcher Datengrundlage er mit allerdings plausiblem Ergebnis von der Messung der Abb. 19 zu jener der Abb. 20 übergegangen ist. 10. PROP = Grad der Proportionalität der parlamentarischen Mandatsanteile der Parteien zu ihren Stimmanteilen; gemessen nach Mackie & Rose; S. 68. Hier wird aber nicht Meyers willkürliche Grenzziehung eines Proportionalitätswerts von 85 verwendet, sondern Meyers exakter, in Abb. 21 auf S. 68 angegebener Wert für den Durchschnitt aller Parlamentswahlen im Untersuchungszeitraum zwischen 1989 und 2002, d.h. der jeweils zweite Wert in der Klammer. (In Meyers Analyse wurde hingegen der Wert der letzten Parlamentswahl einbezogen.) Aus diesen Werten soll mittels der Thresholdsetter-Funktion die endgültige ordinale Variable erstellt werden. 11. MEHR = Einführung und Wirkung eines Wahlsystems, das regierungsfähige Parlamentsmehrheiten sichert; S. 69 und S Übernahme der Angaben von Meyer, S ENP = Anzahl effektiver Parteien, also: Fragmentierung des Parteiensystems, S. 72, basierend auf dem Index effektiver Parteien nach Laakso / Taagepera. Allerdings wird nicht Meyers willkürliche Grenzziehung bei einem Indexwert von 5,1 übernommen, sondern werden die exakten Indexwerte aus Abb. 23, S. 72 übernommen; anders als bei Meyer aber auch hier nicht das Ergebnis der letzten Parlamentswahl, sondern der als zweite Zahl in Klammern angegebene Durchschnittswert aller Wahlen im Untersuchungszeitraum. Aus diesen Werten soll mittels der Thresholdsetter-Funktion die endgültige ordinale Variable erstellt werden. 13. COD = Consolidation of Democracy, d.h.: demokratische Konsolidierung, S. 77. Meyers Messung des Konsolidierungsgrades ist überaus umsichtig und konvergiert sehr gut mit jener der Bertelsmannstiftung von 2004 sowie wie mit weiteren Messungen. Allerdings wird auch hier nicht einfach der ohne weitre Begründung verwendete Grenzwert einer Indexpunktzahl von 4 übernommen, sondern wird der exakte Wert der Bertelsmannstiftung, in Abb. 27, S. 77 jeweils als zweiter Wert in Klammern, der weiteren Analyse zugrunde gelegt. Aus diesen Werten soll mittels der Thresholdsetter- Funktion die endgültige dichotome abhängige Variable erstellt werden.

5 5 In die revidierende Analyse gehen somit die folgenden Variablen ein: 1. Fallidentifikation = Ländername 2. abhängige Variable: COD = Consolidation of Democracy, d.h.: demokratische Konsolidierung, S. 77. Grundlage der Codierung sind die exakten Werte der Bertelsmannstiftung (siehe Abb. 27, S. 77, jeweils zweiter Wert in den Klammern). Aus ihnen wurde mittels der Thresholdsetter-Funktion von TOSMANA die endgültige dichotome abhängige Variable erstellt. Der Medianwert war 4,0; zum Grenzwert wurde3,8 gemacht. Damit entspricht die verwendete Codierung genau der von Meyer. 8 Länder gelten dann als schlecht konsolidiert (COD = 0), 11 Länder als gut konsolidiert (COD=1). Achtung: Meyer gibt in der Abb. 27, S. 77, keinen Wert für Tschechien an! Einstweilen wird für Tschechien der gleiche Wert wie für die Slowakei eingesetzt, nämlich 5,0 3. Unabhängige Variablen: a. Polytome nominale Variable TRANS = Transitionstyp: Transition nicht gelungen im alten Staatsverband; also: Neugründung von Staaten: 0 [Belarus, Bosnien-Herzegowina, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Makedonien, Moldova, Rußland, Serbien-Montenegro, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine] Transition gelenkt von den alten Eliten: 1 [Albanien, Bulgarien, Rumänien] Transition paktiert zwischen alten und neuen Eliten: 2 [Polen, Ungarn] b. GW = Gründungswahl mit (oder ohne) klarer Mehrheit für die Verfechter einer schnellen Transition nach der Gründungswahl; vollständige Übernahme von Meyer, S. 49 (basierend auf Beichelt). GW=0 keine Gründungswahl mit klarer Mehrheit für die Verfechter einer schnellen Transition, GW=1 Gründungswahl mit klarer Mehrheit für die Verfechter einer schnellen Transition c. ETHN = Ausmaß ethnischer Homogenität. Aus den Prozentanteilen der Titularnation von S. 118 gesetzt wurde mittels der Thresholdsetter-Funktion (unter Einbeziehung einer einfachen Cluster-Analyse) die endgültige Variable erstellt. Der Medianwert lag bei 84% Angehörigen der Titularnation. Die überzeugendste Klasseneinteilung ergab sich bei einem Trennwert von 72,5%, was Länder mit großer ethnischer Homogenität (ETHN=1) von solchen unterscheidet, die eine geringe haben (ETHN=0). Die so entstehende Variable ist wieder dichotom wie bei Meyer, hat aber eine viel besser der tatsächlichen Datenverteilung entsprechende Gruppenbildung als bei Meyer, der den Trennwert einfach bei 10% Minderheiten ansetzte. Im folgenden haben 6 Länder geringe ethnische Homogenität (=0), 13 große (=1). d. KULT = Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis. Übernahme von Meyer, S. 55 (basierend auf Huntington); 0=nein, 1=ja. e. BIP = Bruttosozialprodukt pro Kopf. Nicht Übernahme der willkürlichen Grenzziehung bei 6000 $ wie bei Meyer, S. 57; vielmehr wurden hier die exakten, auf Analysen der Bertelsmannstiftung für das Jahr 2001 zurückgehenden Werte aus Meyers Tabelle auf S. 57 einer Anwendung der Thresholdsetter-Funktion

6 6 (unter Einbeziehung einer einfachen Cluster-Analyse) zugrunde gelegt. Der Median ist 7620 $, wobei sich sinnvoll drei Gruppen von Ländern erstellen ließen: sehr niedriges BIP (kleiner als 5090 $; BIP=0), mittleres BIP (BIP=1), und großes BIP (größer als $; BIP=2)). Vier Länder haben dann ein sehr kleines BIP (=0), 10 Länder ein mittleres (=1), 5 Länder ein hohes (=2). f. HDI = Human Development Index, entwickelt vom United Nations Development Program. Auch hier wurde nicht die auf Beichelt beruhende willkürliche Grenzziehung bei 0,8 von Meyer, S. 58 übernommen, sondern wurden die exakten, auf Analysen der Bertelsmannstiftung für das Jahr 2001 (Ausnahme: Jugoslawien mit Werten aus 1996) zurückgehenden Werte aus Meyers Tabelle auf S. 58 einer neuen Gruppenbildung zugrunde gelegt. Aus diesen Werten wurde mittels der Thresholdsetter-Funktion (unter Einbeziehung einer einfachen Cluster-Analyse, wobei deren Ergebnis für mit Auswirkung für Belarus korrigiert wurde) eine endgültige ordinale Variable erstellt. Ihr Median liegt bei 0,804; als sinnvoll erwiesen sich drei Gruppen: besonders kleiner HDI-Wert (kleiner als 0,75; HDI=0), mittlerer HDI-Wert (HDI=1), und vergleichsweise großer HDI-Wert (größer als 0,80; HDI=2). Drei Länder haben den einen geringen HDI, 6 einen mittleren, 10 einen hohen. Achtung: Tosmana-Analysen zeigten, daß im Grunde die Variablen BIP und HDI als wechselseitig austauschbar gehandhabt werden können. Die Berechung des bivariaten Korrelationskoffizenten (r=.95) macht klar, warum das so ist: BPI und HDI messen im Grunde das Gleiche. Also muß, um pleonastische Variablen zu vermeiden, auf eine der beiden Variablen verzichtet werden. Weil für HDI der aktuelle Wert für Serbien-Montenegro fehlt und BPI obendrein als der härtere Indikator erscheint, wird bei den Analysen auf die Variable HDI verzichtet. g. EU = Beitrittsverhandlungen mit der EU am abgeschlossen. Übernahme von Meyers Daten, S. 60; 0=nein, 1=ja. h. P-PRAX einbezogen: Ist in der Praxis ein parlamentarisches Regierungssystem vorhanden? Erstens sollte auch hier eine pleonastische Messung vermieden werden; zweitens ist die Verfassungspraxis von viel größerem Belang als nur der Verfassungstext. Leider gibt Meyer aber nicht an, auf welcher Datengrundlage er mit allerdings plausiblem Ergebnis von der Messung der Abb. 19 zu jener der Abb. 20 übergegangen ist, deren Codierungen im folgenden übernommen werden. Achtung: Meyer verzeichnet die BR Jugoslawien (= Serbien-Montenegro) in Ab. 20 sowohl unter P-PRAX=1 als auch unter P-PRAX=0. In seiner grundlegenden Wahrheitswerttafel auf S. 80 findet sich der Wert 0, der im folgenden übernommen wird. i. PROP = Grad der Proportionalität der parlamentarischen Mandatsanteile der Parteien zu ihren Stimmanteilen; gemessen nach Mackie & Rose; S. 68. Auch hier wird aber nicht Meyers willkürliche Grenzziehung eines Proportionalitätswerts von 85 verwendet, ebenso auch nicht die Angaben zu den letzten Parlamentswahlen. Vielmehr wurden Meyers exakte, in Abb. 21 auf S. 68 angegebene Werte für den Durchschnitt aller Parlamentswahlen im Untersuchungszeitraum zwischen 1989 und 2002 (d.h. der jeweils zweite Wert in der Klammer) einer Gruppenbildung mit der Thresholdsetter-Funktion unter

7 7 Einbeziehung einer einfachen Cluster-Analyse zugrundegelegt. Der Median war 83,5; ansonsten erwies sich eine ordinale dichotome Variable als sinnvoll: Proportionalität unter 81,55 (PROP=0)oder über 81,55 (PROP=1). 6 Länder hatten eine geringe Proportionalität (=0), 12 eine große (=1). Für Belarus macht Meyer keine Angaben. Da sich dieser fehlende Variablenwert in der Analyse mit jeweils zwei Berücksichtungen von Belarus (PROP=0, PROP=1) niederschlägt, was die Analysen schwer interpretierbar macht, wurde Belarus der Wert all seiner Nachbarstaaten Rußland, Ukraine und Polen zugewiesen, nämlich 0 für geringe Proportionalität. j. MEHR = Einführung und Wirkung eines Wahlsystems, das regierungsfähige Parlamentsmehrheiten sichert; S. 69 und S Übernahme der Angaben von Meyer, S. 69 Achtung: Meyer verzeichnet auf S. 69 keinen Wert für Makedonien. Laut den Tabellen auf S. 132f wird hier Makedonien mit 1 codiert. k. ENP = Anzahl effektiver Parteien, also: Fragmentierung des Parteiensystems, S. 72, basierend auf dem Index effektiver Parteien nach Laakso / Taagepera. Auch hier wird nicht Meyers willkürliche Grenzziehung bei einem Indexwert von 5,1 übernommen, desgleichen nicht die Angaben zu den letzten Parlamentswahlen. Vielmehr werden der Gruppenfestlegung die exakten Indexwerte aus Abb. 23, S. 72, für die Durchschnittswerte aller Wahlen im Untersuchungszeitraum übernommen (= zweite Zahl in den Klammern). Aus ihnen wurde mittels der Thresholdsetter-Funktion (unter Einbeziehung einer einfachen Cluster-Analyse) die endgültige ordinale Variable erstellt. Der Median lag bei 3,7 effektiven Parteien. Als am besten erwies sich eine Zwei-Gruppen-Lösung: mehr als 4,3 effektive Parteien (d.h.: große Fragmentierung, also ENP=1), oder weniger als 4,3 effektive Parteien (d.h. geringe Fragmentierung, also ENP=0). 12 Länder gibt es dann mit einer geringen Anzahl effektiver Parteien, also mit geringer Fragmentierung (=0), 7 mit einer großen Anzahl effektiver Parteien, d.h. mit großer Fragmentierung (=1).

8 8 Der Reanalyse liegen somit die in Tabelle 1 wiedergegebenen Rohdaten zugrunde: Tabelle 1: Rohdaten der Reanalyse 4 Land COD TRANS GW ETHN KULT BIP HDI 5 EU P- PRAX PROP MEHR ENP Albanien 3, , ,4 1 2 Bulgarien , ,6 1 2,6 Serbien-Mont 3, , ,5 1 2,6 Moldova 2, , ,7 1 2,6 Kroatien 4, , ,6 0 2,9 Polen , ,5 0 2,9 Litauen , ,1 1 3,1 Ungarn , ,5 0 3,2 Belarus 1, , ,4 Makedonien 3, , ,7 Tschechien , ,4 0 3,8 Rumäniennien , ,9 Slowakei , ,7 0 4,7 BosHerz 2, , ,8 0 5,1 Estland 4, , ,7 0 5,2 Lettland 4, , ,8 Ukraine 3, , ,1 Slowenien , ,1 0 6,4 Rußland , ,5 0 7,8 4 Dieser Datensatz wurde auch nach SPSS exportiert und dort parallelen Analysen unterzogen. Diese erlauben Vergleiche zwischen TOSMANA - und SPSS-Analysen; hierzu unten mehr. 5 Diese Variable wird aus den folgenden Analysen ausgeschlossen, da BIP das Gleiche mißte. 6 Im Tosmana-Datensatz (und dann auch im SPSS-Datensatz) wurde, damit hier eine Codierung auf 0 wie im Fall von Rußland, Ukraine und Polen möglich wurde, hier der Wert Rußlands eingegeben.

9 9 Die Tabelle 2 enthält die Daten, die der anschließenden Tosmana-Analyse aufgrund der oben beschriebenen Grenzziehungen zugrunde liegen: Tabelle 2: Codierter Datensatz der Reanalyse Land COD TRANS GW ETHN KULT BIP HDI EU P- PRAX PROP MEHR ENP Albanien Bulgarien Serbien- Mont Moldova Kroatien Polen Litauen Ungarn Belarus Makedonien Tschechien Rumänien Slowakei BosHerz Estland Lettland Ukraine Slowenien Rußland Weil sich diese Tabelle von Meyers auf S. 80 wiedergegebener Wahrheitswerttafel nicht unwesentlich unterscheidet, sind natürlich auch andere Analyseergebnisse zu erwarten. Diese Unterschiede gehen zurück auf ein leistungsfähigeres QCA-Programm, welches auch ordinale Daten zu verarbeiten erlaubt andere Gruppenbildungen bei Variablen, die ursprünglich auf Intervallskalenniveau gemessen wurden. Hierzu trug die gründliche Inspektion der Ausgangsdaten samt Zuhilfenahme von Clusteranalysen bei. in Einzelfällen: Verzicht auf Variablen oder andere Messung einzelner Variablen. IV. Analysen Ziel ist es, zu möglichst einfachen Aussagen über die zentralen Ursachen der Demokratiekonsolidierung zu gelangen. Für die entsprechenden Analysen bietet TOSMANA unterschiedliche Einschluß- und Ausschlußmöglichkeiten von Variablen an. Im folgenden sollen diese erkundet und auf ihre Konsequenzen überblickt werden. Als zentrales Ergebnis soll gelten, was bei jeder sinnvollen Ein- und Ausschlußstrategie sich immer wieder findet. Vorauszuschicken ist, daß es nach dem measurement by fiat im Fall des Wahlsystems von Belarus keine missing outcomes gab.

10 10 1. Was führt zum Ausbleiben demokratischer Konsolidierung? (COD=0) Zu erklären sind hier die Fälle von Albanien, Serbien-Montenegro, Moldova, Belarus, Makedonien, Bosnien-Herzegowina, der Ukraine und Rußlands. a) Zu erklären COD=0 Eingeschlossen sind die logisch möglichen, doch faktisch nicht aufgetretenen Fälle ( remainders ); ausgeschlossen: Contradictions, 7 Missings 8 und Fälle mit COD=1. Dann ergibt sich die folgende logische Gleichung: COD{0} = BIP{0}+ TRANS{0}KULT{0} (Albanien+Serbien-Mont+Moldova+Ukraine) + (Serbien-Mont+Moldova+Belarus+Makedonien+BosHerz+Ukraine+Rußland) Das heißt: Zu keiner demokratischen Konsolidierung kam es immer dann, wenn das BIP sehr klein ist ODER wenn das Land nicht zum weltlichen Kulturkreis gehört und zugleich die Begründung von Demokratie nicht im alten Staatsverband gelang. b) Zu erklären COD=0 Eingeschlossen sind hier aber auch für den Zweck der logischen Reduktion der Terme die Fälle mit COD=1; ausgeschlossen sind die logisch möglichen, doch faktisch nicht aufgetretenen Fälle ( remainders ) 9, ferner Contradictions 10 und Missings 11. Dann ergibt sich die folgende logische Gleichung: COD{0}= TRANS{1} * GW{0} * ETHN{1} * KULT{0} * BIP{0} * EU{0} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{1} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{0} * KULT{0} * BIP{0} * EU{0} * P-PRAX{0} * PROP{1} * MEHR{1} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{0} * KULT{0} * BIP{0} * EU{0} * P-PRAX{1} * PROP{0} * MEHR{1} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{1} * KULT{0} * BIP{1} * EU{0} * P-PRAX{0} * PROP{0} * MEHR{1} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{0} * KULT{0} * BIP{1} * EU{0} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{1} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{0} * KULT{0} * BIP{1} * EU{0} * P-PRAX{0} * PROP{1} * MEHR{0} * ENP{1} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{1} * KULT{0} * BIP{0} * EU{0} * P-PRAX{0} * PROP{0} * MEHR{0} * ENP{1} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{1} * KULT{0} * BIP{1} * EU{0} * P-PRAX{0} * PROP{0} * MEHR{0} * ENP{1} (Albanien)+ (Serbien-Mont)+ (Moldova)+ (Belarus)+ (Makedonien)+ (BosHerz)+ (Ukraine)+ (Rußland) Das ist eine sehr unübersichtliche Gleichung. Ihre Quintessenz scheint zu sein: Mit scheiternder demokratischer Konsolidierung hängt immer zusammen KULT{0} = keine kulturelle Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis GW{0} = das Fehlen von Gründungswahlen mit einer klaren Mehrheit der auf den Übergang hinzielenden Kräfte EU{0} = kein Abschluß der Beitrittsverhandlungen zur EU bis Ende Deren Aus- oder Einschluß macht keinen Unterschied. 8 Deren Aus- oder Einschluß kann keinen Unterschied machen, weil es keine Missings gibt. 9 Schließt man diese bei Aufnahme der Fälle mit COD=1 zum Zweck der logischen Reduktion nicht aus, so gibt es eine Fehlermeldung. 10 Deren Aus- oder Einschluß macht keinen Unterschied. 11 Deren Aus- oder Einschluß kann keinen Unterschied machen, weil es keine Missings gibt.

11 11 Mit scheiternder demokratischer Konsolidierung hängt meistens zusammen TRANS{0} = Neugründung von Staaten, also: demokratische Transition nicht gelungen im eigenen Land (einzige Ausnahme hier: Albanien) Mit scheiternder demokratischer Konsolidierung hängt in Einzelfällen auch zusammen P-PRAX = Fehlen eines parlamentarischen Regierungssystems (5 : 3 Fälle) ETHN = geringe ethnische Homogenität (4 : 4 Fälle) BIP = sehr geringes (statt nur mittelgroßes) BIP (4 : 4 Fälle) PROP = Fehlen von Stimmen/Mandat-Proportionalität im Wahlrecht (4: 4 Fälle) MEHR = Fehlen eines mehrheitsbildenden Wahlrechts (3 : 5 Fälle) ENP = große Fragmentierung des Parteiensystems (3 : 5 Fälle) Das heißt wohl: Das Scheitern demokratischer Konsolidierung wird durchaus wahrscheinlicher, wenn kein parlamentarisches Regierungssystem eingerichtet ist, während ein fragmentiertes Parteiensystem und ein solche Fragementierung erlaubendes Wahlrecht keine durchschlagende Faktoren für das Scheitern demokratischer Konsolidierung sind. Ferner belasten den demokratischen Konsolidierungsprozeß ein unproportionales Wahlrecht (das seinerseits freilich eine Vorbedingung von Mehrheitsbildung sein mag), geringe ethnische Homogenität sowie ein geringes BIP. Zur Interpretation dieser Befunde mögen folgende bivariaten Korrelationen hilfreich sein:! Wo ein parlamentarisches Regierungssystem besteht, dort o gibt es eher ein mehrheitsbildendes Wahlrecht: γ=.28; r=.13 o gibt es weniger Parteienfragmentierung: γ=-.24; r=-.22 o gibt es mehr Stimmen/Mandatsproportionalität: γ=.54; r=.48! Wo es ein eher mehrheitsbildendes Wahlrecht gibt, dort o gibt es weniger Parteienfragmentierung: γ=-81; r=-.61 o gibt es weniger Stimmen/Mandatsproportionalität: γ=-.17; r=-.17.

12 12 c) Vergleich der beiden, je nach Analyseeinstellungen verschiedenen Ergebnisse Das erste Ergebnis ist viel knapper und offenkundig eine Teilmenge des zweiten: Sehr sicher führte es zum Scheitern demokratischer Konsolidierung, wenn entweder nicht einmal ein mittelgroßes BIP erreicht wurde ODER wenn das jeweilige Land den Systemwechsel nicht überstand sowie nicht zum westlichen Kulturkreis gehörte. Die zweite Analyse zeigt obendrein den Einfluß historischer und institutioneller Faktoren. Höchst folgenreich war erstens das Fehlen pfadsetzender Gründungswahlen mit einer klaren Mehrheit von demokratisch gesinnten Reformkräften sowie jenes Reformdrucks, der vom Ziel eines EU- Beitritts ausging. Zweitens spielt der Verzicht auf ein parlamentarisches Regierungssystem eine durchaus gewichtige Rolle für das Scheitern demokratischer Konsolidierung, obendrein auch das Fehlen eines für geringe Fragmentierung des Parteiensystems sorgenden Wahlrechts. Das längere Analyseergebnis widerspricht also keineswegs dem ersten; es ist nur differenzierter. Noch nachzuvollziehen ist, aufgrund genau welcher mathematischen Zusammenhänge genau sich dies so ergibt. 2. Was führt zum Erfolg demokratischer Konsolidierung? (COD=1) Zu erklären sind hier die Fälle von Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowenien, der Slowakei, von Tschechien und von Ungarn a) Zu erklären COD=1 Eingeschlossen die logisch möglichen, doch faktisch nicht aufgetretenen Fälle ( remainders ); ausgeschlossen sind Contradictions, 12 Missings 13 und Fälle mit COD=1. Es ergibt sich die folgende logische Gleichung: COD{1} = KULT{1} +TRANS{1}BIP{1} (Kroatien+Polen+Litauen+Ungarn+Tschechien+Slowakei+Estland+Lettland+Slowenien) + (Bulgarien+Rumänien) Das heißt: Zur demokratischen Konsolidierung kam es immer dann, wenn das Land dem westlichen Kulturkreis angehörte ODER ein wenigstens mittleres BIP erreichte und zugleich von den alten Eliten in die Transition gesteuert wurde. Wir finden hier also die gleichen Faktoren wieder wie bei der Erklärung des Fehlens demokratischer Konsolidierung, allerdings in etwas veränderter Zusammensetzung. 12 Deren Aus- oder Einschluß macht keinen Unterschied. 13 Deren Aus- oder Einschluß kann keinen Unterschied machen, weil es keine Missings gibt.

13 13 b) Zu erklären COD=1 Eingeschlossen sind hier für den Zweck der logischen Reduktion der Terme die Fälle mit COD=0; ausgeschlossen sind die logisch möglichen, doch faktisch nicht aufgetretenen Fälle ( remainders ) 14, ferner Contradictions 15 und Missings 16. Dann ergibt sich die folgende logische Gleichung: COD{1}= TRANS{0} * GW{1} * ETHN{1} * KULT{1} * BIP{2} * EU{1} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{0} + TRANS{0} * ETHN{1} * KULT{1} * BIP{2} * EU{1} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{0} * ENP{1} + TRANS{0} * GW{1} * KULT{1} * BIP{2} * EU{1} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{0} * ENP{1} + TRANS{1} * GW{0} * ETHN{1} * KULT{0} * BIP{1} * EU{0} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{1} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{0} * ETHN{1} * KULT{1} * BIP{1} * EU{0} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{0} * ENP{0} + TRANS{2} * GW{1} * ETHN{1} * KULT{1} * BIP{1} * EU{1} * P-PRAX{0} * PROP{0} * MEHR{0} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{1} * ETHN{1} * KULT{1} * BIP{1} * EU{1} * P-PRAX{1} * PROP{0} * MEHR{1} * ENP{0} + TRANS{2} * GW{1} * ETHN{1} * KULT{1} * BIP{2} * EU{1} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{0} * ENP{0} + TRANS{1} * GW{0} * ETHN{1} * KULT{0} * BIP{1} * EU{0} * P-PRAX{0} * PROP{0} * MEHR{0} * ENP{0} + TRANS{0} * GW{1} * ETHN{0} * KULT{1} * BIP{1} * EU{1} * P-PRAX{1} * PROP{1} * MEHR{0} * ENP{1} (Tschechien+Slowenien)+ (Slowakei+Slowenien)+ (Estland+Slowenien)+ (Bulgarien)+ (Kroatien)+ (Polen)+ (Litauen)+ (Ungarn)+ (Rumänien)+ (Lettland) Auch das ist eine sehr unübersichtliche Gleichung. Sie ist auch viel weniger klar als jene, welche das Ausbleiben demokratischer Konsolidierung erklärt. Im großen und ganzen besagt sie folgendes: KULT: Die kulturelle Zugehörigkeit zum Westen st eine wichtige Erfolgsvoraussetzung, nämlich in 8 von 10 Fällen. Nur in zwei Fällen erfolgreicher demokratischer Konsolidierung fehlte sie. ETHN: Ziemlich große ethnische Homogenität ist ebenfalls ein sehr wichtiger Faktor für erfolgreiche demokratische Konsolidierung: Sie ist in 8 Fällen von 9 Fällen gegeben, nur in einem einzigen Fall nicht. BIP: Ein höheres oder zumindest mittleres BIP zu erzielen ist ziemlich wichtig. In keinem Fall erfolgreicher demokratischer Konsolidierung liegt ein geringes BIP vor; ein mittleres liegt vor in 6 von 10 Fällen, ein höheres in 4 von 10 Fällen. P-PRAX: Sehr folgenreich für den Erfolg der demokratischen Konsolidierung war die Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems: In 8 von 10 Fällen liegt es vor. PROP: Ziemlich wichtig ist auch ein halbwegs stimmen/mandatsproportionales Wahlrecht; es lag in 7 von 10 Fällen erfolgreicher demokratischer Konsolidierung vor. ENP: Eine eher geringe Fragmentierung des Parteiensystems ist durchaus wichtig; sie lag in 6 von 9 Fällen erfolgreicher demokratischer Konsolidierung vor. MEHR: Ziemlich unwichtig ist ein mehrheitsbildendes Wahlrecht; es lag nur in 2 der 10 Fälle erfolgreicher demokratischer Konsolidierung vor. Eine geringe Fragmentierung des Parteiensystems kann offenbar auch mit anderen als den Mitteln des Wahlrechts erreicht werden, etwa durch die Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems. EU: Das Streben nach erfolgreichen Beitrittsverhandlungen mit der EU war für den demokratischen Konsolidierungserfolg ziemlich wichtig, nämlich in 7 der 10 Fälle. 14 Schließt man diese bei Aufnahme der Fälle mit COD=1 zum Zweck der logischen Reduktion nicht aus, so gibt es eine Fehlermeldung. 15 Deren Aus- oder Einschluß macht keinen Unterschied. 16 Deren Aus- oder Einschluß kann keinen Unterschied machen, weil es keine Missings gibt.

14 14 TRANS: Auf allen Transitionswegen kann erfolgreich zu demokratischer Konsolidierung gelangt werden. Die Möglichkeiten 0 (Zerfall des alten Staates), 1 (Transition durch alte Eliten) und 2 (paktierte Transition) verhalten sich so: 6 : 2 : 2 Fälle. GW: Gründungswahlen mit einem Sieg der Reformer sind wohl hilfreich, doch nicht zwingend erforderlich für eine erfolgreiche demokratische Konsolidierung. In 6 von 9 Fällen gab es solche erfolgreichen Gründungswahlen, in drei von 9 Fällen nicht. 17 c) Vergleich der beiden, je nach Analyseeinstellungen verschiedenen Ergebnisse Hier gibt es einen zwar kleinen, doch bemerkenswerten Akzentunterschied zwischen beiden Ergebnisreihen. Die erste, kurze Gleichung besagt, die Steuerung der Transition durch die alten Eliten sei sehr wichtig; die lange zweite Gleichung hingegen weist solche Steuerung durch die alten Eliten als einen durchaus nicht zentralen Faktor aus. Ansonsten konvergieren beide Gleichungen darin, daß kulturelle Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis und wirtschaftliche Erfolge (gemessen in der Größe BIP) zentrale Faktoren erfolgreicher demokratischer Konsolidierung sind. Die lange, zweite Gleichung führt auch hier neben der Rolle gewisser ethnischer Homogenität sowie des erfolgreichen Strebens nach einem EU-Beitritt die Bedeutung institutioneller Faktoren vor Augen: Zu den kenntlich wirkenden Erfolgsrezepten gehört die Einrichtung eines parlamentarischen Regierungssystems mit zwar halbwegs fairem, aber dennoch eine allzu großen Parteienfragmentierung verhinderndem Wahlrecht. 17 Die Variable GW spielt nur in 9 der Fälle erfolgreicher demokratischer Konsolidierung eine Rolle.

15 15 3. Zusammenschau beider Befundreihen Die Tabelle 3 stellt die Befunde der beiden Reihen von TOSMANA-Analysen so zusammen, daß leicht das Gesamtbild der Befunde erkannt werden kann: Tabelle 3: Gesamtbild der Befunde zum Erfolg demokratischer Konsolidierung trägt bei: sehr wichtig: kulturelle Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis sehr wichtig: große ethnische Homogenität sehr wichtig: höheres oder zumindest mittleres BIP ziemlich wichtig: Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems ziemlich wichtig: ein Wahlrecht, das auf Stimmen/Mandatsproportionalität hinwirkt auch wichtig: eher geringe Fragmentierung des Parteiensystems ziemlich unwichtig: mehrheitsbildendes Wahlrecht ziemlich wichtig: erfolgreiches Streben dem Abschluß der Beitrittsverhandlungen mit EU wenig wichtig: genauer Transitionsweg ziemlich wichtig: Gründungswahlen mit einem Sieg der Reformer zum Mißerfolg demokratischer Konsolidierung trägt bei: immer ausschlaggebend: keine Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis in jedem zweiten Fall: Fehlen von ethnischer Homogenität in jedem zweiten Fall: geringes (statt nur mittleres) BIP öfter als nicht (5:3 Fälle): Fehlen eines parlamentarischen Regierungssystems in jedem zweiten Fall: Fehlen eines zur Stimmen/Mandatsproportionalität führenden Wahlrechts eher weniger wichtig: große Fragmentierung des Parteiensystems eher weniger wichtig: Fehlen eines mehrheitsbildenden Wahlrechts immer ausschlaggebend: kein erfolgreiches Streben dem Abschluß der Beitrittsverhandlungen mit EU meistens ausschlaggebend: nicht gelungene Transition im früheren Land, sondern Neugründung eines eigenen Staates immer ausschlaggebend: Fehlen von Gründungswahlen mit einem Sieg der Reformer Den Befund dieser Tabelle kann man so zusammenfassen: Erfolgreiche demokratische Konsolidierung hat sich in Mittel- und Osteuropa in der Regel ereignet, wenn ein Land zum westlichen Kulturkreis gehörte sich aktiv und erfolgreich um einen Beitritt zur EU bemühte ethnisch halbwegs homogen war eine gute, zu einem wenigstens mittleren BIP-Niveau führenden Wirtschaftspolitik betrieb mit die Reformer mit einer Mehrheit ausstattenden Gründungswahlen seinen Transitionsprozeß begann (Pfadabhängigkeit!) ein parlamentarisches Regierungssystem einführte es schaffte, sowohl durch sein Wahlrecht auf gute Stimmen/Mandatsproportionalität hinzuwirken ( faires Wahlrecht ) als auch eine allzu große Fragmentierung des Parteiensystems zu vermeiden (wozu nicht wenig ein parlamentarisches Regierungssystem beitragen wird).

16 16 4. Exemplarische Analysen zum besseren Verständnis der Zusammenhänge zwischen den Variablen TOSMANA im besonderen und der QCA-Ansatz im allgemeinen ist nicht darauf beschränkt, die zentralen Erklärungsgefüge jeweils nur einer einzigen Zielvariablen ausfindig zu machen. Rantala und Hellström haben vielmehr gezeigt, daß dieser Ansatz die Erfüllung gerade auch rein hermeneutischer Aufgaben qualitativer Analyse fördern kann. 18 Zu diesem Zweck kann jede der einbezogenen Variablen daraufhin überprüft werden, welche der anderen Variablen jeweils in welcher Kombination mit ihrem Auftreten einhergehen. Dies alles sich vor Augen zu führen, erlaubt tiefere und weitere Einblicke in die Struktur des Datensatzes, als ihn ein auf die zentrale abhängige Variable eingeschränkter Blick ermöglichte. Sicher werden sich sinnvollerweise meist nicht alle Variablen als abhängige Variablen aller übrigen betrachten lassen. Etwa ist es bei unserem Datenmaterial wohl unsinnig, den kausalen Einfluß erfolgreicher Beitrittsverhandlungen zum Eintritt in die EU auf die Art der Transition hin zur Demokratie zu untersuchen. Also werden sich die folgenden Analysen auf wenige inhaltlich sinnvolle abhängige Variablen konzentrieren. Ohnehin soll nur ein erster und exemplarischer Einblick gewonnen werden, weswegen stets auch nur knappe Gleichungen betrachtet werden, die sich aus TOSMANA-Analysen mit Einschluß der remainders ergeben. a) EU: erfolgeicher Abschluß der Beitrittsverhandlungen zur EU Was erklärt den erfolgreichen Abschluß von Beitrittsverhandlungen mit der EU? Das sind ganze zwei (!) Faktoren: ein sehr hohes BIP (=2) sowie erfolgreiche Gründungswahlen. Der letztere Faktor lenkte offenbar die späteren politischen Prozesse auf einen erfolgreichen Pfad, und der zweite machte die entsprechenden Länder EU-fähig. Was erklärt das Ausbleiben erfolgreicher Beitrittsverhandlungen mit der EU? Im wesentlichen sind das:! keine erfolgreichen Gründungswahlen! keine demokratische Konsolidierung! geringes oder mittleres BIP! keine kulturelle Zugehörigkeit zum Westen b) ENP: Grad der Fragmentierung des Parteiensystems Was erklärt eine geringe Fragmentierung des Parteiensystems?! stets eine paktierte Transition oder eine solche, die von den alten Eliten (mit-)getragen wurde! oder stets die Existenz eines mehrheitsbildenden Wahlrechts! oder stets die kulturelle Zugehörigkeit zum Westen in Verbindung mit einigen anderen Faktoren. Was erklärt eine geringe Fragmentierung des Parteiensystems? Eine Vielzahl von sich zu keinem klaren Bild verdichtenden Faktoren! 18 Siehe Kati Rantala / Eeva Hellströme, Qualitative comparative analysis and a hermeutic approach to interview data, in: Social Research Methodology 4/2, 2001, S

17 17 c) BIP: Höhe des BIP pro Kopf Was erklärt ein besonders hohes BIP, d.h. BIP=2?! Regelmäßig vergleichsweise hohe ethnische Homogenität. Hier wird wohl die weitgehende Absenz störender ethnischer Konflikte erfaßt.! In jeweils einzelnen Fällen auch die kulturelle Zugehörigkeit zum Westen, erfolgreiche EU-Beitrittsverhandlungen, gelungene demokratische Konsolidierung, der Bestand eines parlamentarischen Regierungssystem sowie ein ziemlich zur Stimmen/Mandatsproportionalität führendes Wahlrecht. Die ersten zwei Faktoren haben mit in Verhandlungserfolg sich ausmünzender kultureller Zusammengehörigkeit, die anderen zwei mit günstigen institutionellen Rahmenbedingungen zu tun. Was erklärt ein besonders niedriges BIP, d.h. BIP=0? Das sind erstaunlicherweise nur zwei Faktoren: eine geringe Fragmentierung des Parteiensystems sowie die Präsenz eines mehrheitsbildenden Wahlrechts. Dieser auf den ersten Blick erstaunliche Befund erklärt sich, wenn man zur Kenntnis nimmt, daß dieser Aussage allein der Fall von Serbien- Montenegro zugrunde liegt: Die fortbestehende Diktatur hinderte nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung, sondern führte das Land auch in jenen Krieg, dessen Folgen seine Wirtschaft bis heute belasten. Nicht alle diese Befunde sind gleichermaßen erhellend. Einige von ihnen aber verbessern durchaus das Gefühl für die verglichenen Fälle und für die im Vergleich faßbaren Strukturen. Also wird es in der Regel sinnvoll sein, nicht nur die Beziehungen zwischen der eigentlich abhängigen und den eigentlich unabhängigen Variablen zu betrachten, sondern ebenso jene, die zwischen den meisten einzelnen abhängigen Variablen und allen anderen bestehen. 5. Ergänzende statistische Analysen In der Regel hat man zu neuartigen Analyseverfahren dann größeres Vertrauen, wenn sie zu den gleichen Befunden führen, welche bereits etablierte Analyseverfahren anhand derselben Daten zeitigen. Darum wurde den durch die TOSMANA-Analyse zu beantwortenden Fragen auch anhand konventioneller statistischer Analysen des gleichen Datensatzes nachgegangen. Zwar umfaßt dieser Datensatz nur 19 Fälle bei 11 Variablen. Doch weil es nirgendwo fehlende Variablenwerte gibt, kann durchaus wenigstens solange auf Inferenzstatistik verzichtet wird und keine Aufbrechungen des Fallmaterials nach Untergruppen erforderlich ist mit konventionellen statistischen Modellen auf Einsichten zu den Voraussetzungen demokratischer Konsolidierung ausgegangen werden. Keineswegs wird im folgenden eine vollständige Anwendung des verfügbaren konventionellen Instrumentariums angestrebt, sondern nur der Blick auf die Befunde der für unsere Fragestellung üblichsten Auswertungsweisen. a) Bivariate Korrelationen zwischen demokratischer Konsolidierung und ihren vermuteten Faktoren Fünf der 11 in die Analyse einbezogenen Variablen sind ohnehin intervallskaliert (COD, ETHN, BIP, PROP, ENP). Fünf weitere Variablen können als ordinalskaliert interpretiert werden: GW, KULT, EU, P-PRAX und MEHR. Rein nominalskaliert ist nur TRANS. Also

18 18 läßt sich der Zusammenhang der zur Hälfte ja dichotomen unabhängigen Variablen mit COD (= Grad demokratischer Konsolidierung) anhand von bivariaten Zusammenhangsmaßen ausdrücken. Es bietet sich hierfür der γ-koeffizient an, welcher für jene L-Verteilungen sehr sensitiv ist, wie sie in Kreuztabellen mit je einer dichotomen Variable leicht auftreten. Zu Vergleichszwecken mit den bivariaten Korrelationen der rein intervallskalierten Variablenpaare soll auch jeweils der r-koffizient verwendet werden. Die Ergebnisse zeigt die Tabelle 4: Tabelle 4: Bivariate Korrelationen zwischen dem Stand demokratischer Konsolidierung und den unabhängigen Variablen Der Grad demokratischer Konsolidierung ist um so größer, unabhängige Variable γ r KULT: falls das Land zum westlichen 1,0,84 Kulturkreis gehört EU: falls es erfolgreiche 1,0,82 Beitrittsverhandlungen zur EU gegeben hat GW: wenn es Gründungswahlen mit einem,95,72 Sieg der Reformkräfte gab BIP: je höher das BIP ist,64,69 P-PRAX: falls ein parlamentarisches,58,46 Regierungssystem besteht ETHN: je ethnisch homogener das Land ist,37,39 PROP: je stimmen/mandatsproportionaler das Wahlrecht ist,22,43 MEHR: falls es kein mehrheitsbildendes Wahlrecht gibt ENP: kein Zusammenhang: Grad der Parteienfragmentierung -,53 -,46,08,03 Bei dichotomen unabhängigen Variablen sind die Koeffizientenwerte zumal von gamma viel größer als bei zwei metrisch skalierten Variablen. Das hängt einfach mit der Berechnungsweise zusammenhängt und besagt inhaltlich nicht sonderlich viel. Der zentrale Befund ist: Auch die konventionelle statistische Analyse arbeitet weitestgehend die gleichen Korrelate demokratischer Konsolidierung heraus wie die QCA-Analyse. Wichtig für eine korrekte Interpretation von QCA-Befunden sind die Ergebnisse zu den Korrelationen mit MEHR und ENP. Während die Interpretation der QCA-Befunde hier nur nahelegte, von einem weniger wichtigen oder einem unwichtigen Einfluß zu sprechen, fördert die Korrelationsanalyse hier eine Nullkorrelation (ENP) oder gar eine starke negative Korrelation (MEHR) zutage: Ein mehrheitsbildendes Wahlrecht scheint in Transitionsphasen eher die an Reformen nicht allzu interessierten Verfechter des status quo begünstigen. Allerdings werden diese Aussagen der klassischen Statistik dadurch erkauft, daß Variablen mit faktisch unterschiedlichen Meßniveaus aufgrund teils recht starker Annahmen überhaupt

19 19 erst korrelierbar gemacht werden. Doch natürlich könnte man solche starke Annahmen hier auch vermeiden, indem man das Arsenal verwendbarer Zusammenhangsmaße stärker ausnutzte, etwa durch Heranziehung der Koeffizienten von Somer. b) Regression In die Regressionsanalyse zur Erklärung des Standes demokratischer Konsolidierung lassen sich ohne weiteres nur die metrischen Variablen aufnehmen. Verwendet man nacheinander verschiedene Regressionsmodelle, so zeigt sich: Bei einer schrittweisen Regression bleibt allein die Variable BIP mit β=.69 im Modell, welches mit dieser einzigen Variablen dann nicht weniger als 48% der Varianz im Grad demokratischer Konsolidierung erklärt. Das spitzt den Befund der TOSMANA-Analysen dahingehend zu, daß der beste und wirklich starke Prädiktor für demokratische Konsolidierung wohl das Ausmaß ist, in dem es gelang, die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Bei einem Regressionsmodell unter Einschluß aller metrischen Variablen werden 59% der Varianz erklärt. Die einbezogenen Variablen haben dabei die folgenden relativen Einflüsse:! BIP pro Kopf: β =.47! Grad von Stimmen/Mandatsproportionalität: β =.34! Grad ethnischer Homogenität: β =.30! Grad der Parteienfragmentierung: β = -.01 Auch dieser Befund konvergiert mit den Ergebnissen der TOSMANA-Analyse. Der Grad der Parteienfragmentierung spielt anscheinend wirklich nur eine sehr nachrangige Rolle. Im übrigen kann man versuchen, die dichotomen Variablen als metrische Dummy-Variablen aufzufassen. Dann lassen sich alle 10 gerade Variablen explorativ in ein Regressionsmodell aufnehmen und wiederum verschiedene regressionsanalytische Modelle anwenden. Die Ergebnisse sind: Bei einer schrittweisen Regression bleibt allein die Variable Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis mit β =.84 im Modell, welches trotzdem 70% der Varianz im Grad demokratischer Konsolidierung erklärt. Auch das bestätigt einen zentralen Befund der TOSMANA-Analysen. Bei einem Regressionsmodell unter Einschluß aller Variablen werden sogar 84% der Varianz erklärt. Verwirrenderweise gibt es bei BIP dann aber einen negativen β- Koeffizienten. Hier sind die Befunde:! Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis: β =.45! Ethnische Homogenität: β =.42! Erfolgreiche Beitrittsverhandlungen mit der EU: β =.38! Stimmen/Mandatsproportionalität: β =.38! Grad der Parteifragmentierung: β =.14! Erfolgreiche Gründungswahlen: β =.04! Parlamentarisches Regierungssystem: β = -.03! Mehrheitsbildendes Wahlrecht: β = -.02! BIP pro Kopf: β = -.31 (!) Bei diesem Regressionsmodell werden vermutlich die tatsächlich gegebenen datenanalytischen Voraussetzungen weit überschritten. Zwar liefert auch es Befunde, die mit unserem gesicherten Wissen über die realen Zusammenhänge gut

20 20 konvergieren, vor allem die ersten drei. Doch beim Vergleich zu den TOSMANA- Befunden wundert hier, daß die Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems gar keine Rolle, die Höhe des BIP sogar eine negative (!) Rolle spielen soll. Als Ergebnis dieser parallelen Analysen mit konventioneller Statistik ist festzuhalten:! Es konvergieren die Ergebnisse von QCA-Analysen und statistischen Analysen überall dort, wo bei der Verwendung statistischer Modelle die Voraussetzungen von deren Anwendungen nicht zu sehr gedehnt oder gar verletzt werden.! Im Rahmen statistischer Analysen ist es ziemlich umständlich und verlangt oft sehr dehnende Interpretationen datenanalytischer Voraussetzungen, mit den so unterschiedlichen Meßniveaus umzugehen, welche in TOSMANA-Analysen hingegen recht leicht zu handhaben sind: nominale und ordinale dichotome Variablen, nominale und ordinale polytome Variablen, und dichotom oder polytom ordinalisierte metrische Variablen.! Im übrigen lassen sich einige ansonsten naheliegende statistische Modelle (wie v.a. die Varianzanalyse mit mehreren Faktoren und Kovariaten) aufgrund der so geringen Fallzahl und des damit einhergehenden extrem schlechten n/v-verhältnisses gar nicht anwenden.

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