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1 JA zur Personenfreizügigkeit WILLKOMMEN! NR Charles Favre, Präsident von H+ Medienkonferenz H+/CURAVIVA vom ,

2 Personalbestand in Schweizer Spitälern, Kliniken und Pflegeinstitutionen, Beschäftigte + davon Schweizer: (=72%) + davon Ausländer: (=28%) + entspricht Einwohnerzahl der Stadt St. Gallen! + Ausländeranteil nach Spitalkategorien: Universitätsspitäler: 37% Zentrumsspitäler: 29% Grundversorger/Spezialkliniken: 34% Psychiatrische Kliniken: 37% Rehabilitationskliniken: 42% Langzeitpflege: 25% Quellen: BFS und OBSAN 2

3 Anteil Beschäftigte aus der EU nach Berufskategorien, 2005 Anzahl Spitalärzte: davon aus EU-Raum: (=29%) Anteil Psychiater aus EU-Raum: 38% Anteil Pflegefachpersonen (Tertiärstufe) aus EU- Raum: 30-40% Anteil Physiotherapeuten u.a. aus EU-Raum: 25-35% Anteil Labor, Operationstechnik u.a. aus EU-Raum: 20-30% Quellen: OBSAN und FMH 3

4 Mitarbeitende mit ausländischem Pass: Veränderungen seit 2002 Zusätzlich ausländische Beschäftigte in Spitälern, Kliniken und Pflegeinstitutionen seit 2002 (+6,4%). Bei den Ärzten und anderen Akademikern steigt der Ausländeranteil deutlich (von 28% im 2002 auf 34% im 2006). nach Spitalkategorien: Zunahme in der Psychiatrie (von 34% im 2002 auf 37% im 2006). Quellen: BFS und OBSAN 4

5 Beispiel 1: Inselspital, Universitätsspital Bern Anzahl ausländische Beschäftigte: (= 22%), davon rund die Hälfte aus Deutschland Anteil ausländische Ärzte: 36%, davon mehr als zwei Drittel aus Deutschland Konsequenzen aus einem NEIN zur Personenfreizügigkeit: 1. Mengenmässig ungenügende Leistungskapazität in den Kern- und Supportprozessen 2. Spürbarer qualitativer Mangel in den Kernprozessen (Bereiche OP, Intensivmedizin, Diagnose) 3. Nachteile für unsere Nachwuchskräfte bei der Aus- und Weiterbildung im Ausland Ohne MA aus EU-Ländern könnte das Inselspital auf heutigem Niveau nicht weiter betrieben werden. Kultur der offenen Grenzen muss bestehen bleiben! 5

6 Beispiel 2: Universitäre psychiatrische Dienste Bern Ca Mitarbeitende Anteil ausländischer Ärzte: 40-50% Anteil ausländische Pflegepersonen: ca. 20% Anteil ausländische MA in Bereichen Reinigung und Hotellerie: 40-50% Konsequenzen aus einem NEIN zur Personenfreizügigkeit: 1. Medizinische Versorgung der Patienten kann nicht mehr gewährleistet werden. 2. Schliessung von Abteilungen, verbunden mit einem Abbau des Angebots für Patienten. 3. Ungenügende Verpflegung der Patienten sowie ungenügende Reinigung der Infrastruktur. 6

7 Beispiel 3: Spital Neuenburg Anzahl ausländische Beschäftigte: 808 (=33,0% des Totals), davon 676 (=27,5% des Totals) aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union Konsequenzen aus einem NEIN zur Personenfreizügigkeit: 1. Schwierigere Rekrutierung von qualifiziertem und nicht-qualifiziertem Personal, mehr administrative Hürden. 2. Gefahr der Ab- bzw. Rückwanderung von Personal in die EU (v.a. wenn sämtliche Bilaterale dahinfallen: Anerkennung von Diplomen, Sozialversicherungen, medizinische Forschung etc.). 3. Zunehmende Engpässe beim Pflegepersonal. 7

8 Beispiel 4: Universitätsspital Genf Anzahl Mitarbeitende aus EU-/EFTA-Ländern: (= 46%). Der Anteil ist seit Jahren stabil. Konsequenzen aus einem NEIN zur Personenfreizügigkeit: 1. Schwierigere Rekrutierung 2. Mangel an qualifiziertem Personal für Pflege und Betreuung der Patienten 3. Abstriche bei Behandlungsqualität und Zugang zu Behandlungen (z.b. längere Wartezeiten für Operationen) Freizügigkeit ist fürs Funktionieren eines Universitätsspitals unabdingbar! 8

9 H+ Umfrage bei Mitglied-Spitälern, Juli 2008: Umfrageergebnisse H+ zum Fachpersonalbedarf 64 Mitgliedspitäler beteiligen sich. 73% haben Mühe, Fachpersonal zu rekrutieren. 67% haben deswegen offene Stellen. Das Problem hat sich in den letzten 2 Jahren verschärft. Die meisten rekrutieren Fachpersonal aus der Schweiz und aus der EU (v.a. Nachbarländer). 9

10 Fazit Ein NEIN zur Personenfreizügigkeit würde die gegenseitige Diplomanerkennung automatisch dahinfallen lassen! Ein NEIN würde die Qualität der medizinischen Versorgung der Schweiz spürbar beeinträchtigen! Ein NEIN würde die Reputation des medizinischen Kompetenzzentrums Schweiz weltweit gefährden. Ein NEIN würde als Geringschätzung der Leistungen der ausländischen Mitarbeitenden interpretiert. Ein NEIN hätte negative Auswirkungen auf die Rekrutierung von Personal und die Gewinnung von Kunden im Ausland. Die Nivellierung des Niveaus von Wissenschaft und Forschung nach unten wäre wahrscheinlich. 10

11 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! NR Charles Favre, Präsident von H+ Medienkonferenz H+/CURAVIVA vom ,

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